Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Genesung

Manchmal muss man kleine Schritte machen, um den großen Wurf zu landen.

CMDR. Wyveres. Sternzeit 22.01.3305

Die Reha stellte sich, wie zu erwarten war, als Schwierig heraus, ob es nun an mir selbst, am Reha Personal oder einer Mischung aus allem lag, aber am liebsten hätte ich den Laden kurz und klein geschlagen. Nicht nur waren die Schmerzen höllisch, auch flammten immer wieder kleinere Entzündungsherde in mir auf, die mich wieder und wieder schwächten und haben Fiebern lassen. Es war eine Qual, eine höllische Qual, und mehr als einmal wurde ich für Stunden oder Tage sediert und durfte das Bett nicht verlassen. Ich war also das Paradebeispiel eines störrischen Patienten, der nichts anderes wollte als aus dieser Situation zu entkommen. Die Lichtblicke meiner Tage waren die Besuche von Nadine und den Kindern, sie hatten sich endlich dazu bewegen lassen, mir nicht mehr ständig auf der Pelle zu sitzen, auch wenn mir das bei Nadine nicht sonderlich gefiel, aber ich musste den Ärzten dann doch klein bei geben. Und so blieb es bei den abendlichen Besuchen, zwei bis drei mal die Woche.

Auch wurde mir noch jemand ins Zimmer gebracht, ein Junge, mit gebrochenem Kiefer. Man konnte meinen, es hätte sich einer der Ärzte dafür Rächen wollen, dass wir so viele Probleme verursachten. Der Junge war recht redselig, was mir ein ums andere mal den Nerv raubte. Und nicht nur das, Marc wie er genannt wurde, war wohl wegen Jule, genau in dieser Lage in der er sich gerade befand. Ich erinnerte mich an den Streit den Jule mit Nadine hatte. Und so kam der erste Abend an dem Jule mit ins Krankenhaus kam, wo Marc mein Zimmernachbar mimte.

Nadine:

Oh, du hast endlich Gesellschaft bekommen, wie ich sehe.

Jule:

Was macht der hier … das ist der Junge der mir an den Arsch gepackt hat! Boar ne ich geh wieder.

Wyveres:

Du bleibst genau da wo du jetzt bist, junge Dame, und wirst dich bei ihm Entschuldigen, er heißt übrigens Marc.

Marc zuckte augenblicklich vor Angst unwillkürlich zusammen als er Jule erblickte, und versteckte sich leicht unbeholfen unter seiner Decke.

Jule:

Warum sollte ich, immerhin hat er mir an den Hintern gepackt, nicht ich ihm!

Wyveres:

Du hast ihm den Kiefer gebrochen! Also entweder du Entschuldigst dich, oder ich Rede mit dem Krankenhaus und dann wirst du hier wieder als Aushilfe arbeiten und dich Persönlich nur um Ihn kümmern, such es dir aus!

Jule:

Nicht dein ernst, Paps!

Wyveres:

Mein völliger Ernst! Und nun Entschuldige dich bei ihm.

Jule:

Aber dann wird er sich auch bei mir Entschuldigen, für das was er getan hat!

Marc stammelte unter seiner Decke ein paar Worte.

Marc:

En..schuldi..ung.

Jule:

Könntest du das eventuell, Laut und Deutlich für alle Hörbar sagen!

Marc:

Ich, sagte … *au … Entschuldigung … ich … mach … das … nie … wieder.

Jule:

Geht doch.

Wyveres:

Jule, vergisst du nicht etwas.

Jule:

Ja schon gut, schon gut. Das mit deinem Kiefer tut mir leid … wirklich, ich wollte nicht so Hart zuschlagen …

Nadine:

Jetzt wo das geklärt ist, Jule, Marc, könntet ihr für ein paar Minuten das Zimmer verlassen?

Jule:

Aber, wir sind doch gerade erst …

Nadine:

Ich Diskutiere das jetzt nicht mit dir, mach was ich gesagt habe, nimm Marc mit und Benimm dich!

Jule schnaubte erbost, aber der Blick von Nadine blieb eisern. Und so schlurfte sie mit Marc im Schlepptau, der nichts anderes an hatte, als diese Komischen Nachthemden die man hier Tragen musste, aus dem Zimmer.

Nadine:

So, wie geht es dir?

Wyveres:

Das Fieber lässt nach, mein Körper heilt, die Reha läuft, in zwei Wochen sollte ich hier raus sein.

Nadine:

Wir sind bisher gar nicht dazu gekommen, über das was nach deiner Reha passieren soll, zu reden. Was hast du dir überlegt?

Wyveres:

Ums Kurz zu machen, erstmal eine neue Clipper, vielleicht ein Umzug, weg aus Medupe City, aber diesen Punkt Überlasse ich dir, da ich mich ja zur Föderation begeben werde, Um das so Reibungslos wie möglich über die Bühne zu bringen, werde ich einen Langstrecken Auftrag annehmen, einer wo ich ein paar Wochen unterwegs sein werde, bis die Frist für meine erneute Einschreibung im Imperium ausläuft, so umgehe ich die Repressalien. Und gelte dann wieder als Unabhängiger Pilot. Somit kann ich dann ohne von beiden Mächten verfolgt zu werden, sowohl Imperiale als auch Föderale Aufgaben übernehmen. Ich hab die letzte Tage nach passenden Aufträgen gesucht. Und auch einen gefunden. Mindestens drei Wochen, drei Forscher wollen weit Raus. Mit deiner Erlaubnis würde ich Zusagen.

Nadine:

Es scheint als würdest du endlich erwachsen werden. Ich habe mit Ronny gesprochen, er hat noch immer keine Spur von dieser Irren, und ansonsten ist es Ruhig. Aber etwas anderes, ich habe hier ein paar Unterlagen, in denen ich als zweiter Vormund für die beiden Mädchen eingetragen wurde.

Wyveres:

Ja, das ist korrekt, dass hatte ich veranlasst, als ich die Adoptionspapiere besorgt hatte. War das falsch?

Nadine:

Nein, aber du hättest mich eventuell vorher vielleicht Fragen können. Ob ich Quasi überhaupt die Mutter der beiden werden will. Wie das Klingt, Mutter, gute Güte … ich kann mir das noch immer nicht vorstellen. Du Kerl hast mein Leben völlig auf den Kopf gestellt, dass ist dir doch klar.

Wyveres:

Und ist es denn Schlechter geworden?

Nadine:

Nein, nicht im geringsten, aber auch nicht so wie ich mein Leben verbringen wollte. Aber jetzt werde ich in wenigen Monaten, wirklich Mutter, habe dich und die beiden Nervbacken, und mime die Hausfrau. Du weißt, dass auch ich eigentlich Pilotin bin oder besser war.

Wyveres:

Es fehlt dir, nehme ich an. Das Frei sein und dahin fliegen wo dich deine Nase hintreibt.

Nadine:

Ja, manchmal erwische ich mich dabei wie ich mir wünschte wieder in einer Viper oder Cobra zu sitzen, und irgendeinen armen Tropf um seine Fracht zu bringen. Aber dann sehe ich meinen Bauch, die beiden Kinder, wie sie irgendwas anstellen. Es ist seltsam, aber es gefällt mir.

Wyveres:

Ich kann dich verstehen. Ich hatte ähnliche Angst damals bei Jule, und bei mir hatte die Angst damals gewonnen. Aber wir werden das schon schaffen.

Nadine:

Lass das bloß nicht das Universum hören. Also wirst du tun, worum ich dich gebeten hatte.

Wyveres:

Ja, werde ich. Auch wenn ich mir, noch nicht so recht, so ganz und gar nicht, vorstellen kann das ich das unbeschadet überstehe, denk daran, was ich dir erzählt hatte, dein Vater wird mich umbringen. Und ich weiß nicht ob die Tatsache ausreicht das er erfährt das er schon Opa ist und nochmal Opa wird.

Nadine:

Lass das mal meine Sorge sein, kümmere du dich nur darum das du die Sol Permission bekommst und das du am Leben bleibst. Meinen Vater übernehme dann ich.

Wyveres:

Ich werde aber trotzdem weiterhin meinen großen Plan verfolgen, ich weiß nur noch nicht mit welchem Schiff wir dann unterwegs sein werden.

Nadine:

Wenn du machst was ich sage, steht deiner Irren Idee nichts im Weg, und ich würde dann mit Freuden mitkommen. Aber dann nur in einem der großen Drei, oder einem Beluga.

Wyveres:

Abgemacht, und nun komm her und Küss mich. Wer weiß wann die beiden wieder ins Zimmer kommen und wie viel Zeit uns bis dahin noch bleibt.

Nadine:

Das Verbot gilt noch immer.

Wyveres:

also … aber …

Nadine:

Werde gesund, für derlei Sachen werden wir noch genug Zeit haben!

Damit stand Nadine vom Bett auf und gab mir ein Kuss auf die Stirn und verließ das Zimmer um nach Jule und Marc zu schauen. Sie kamen ungefähr fünf Minuten später wieder ins Zimmer, Jule und Marc unterhielten sich über Animes, während Nadine sichtlich genervt davon war.

Nadine:

Habt ihr beide kein anderes Thema außer dieses Zeug, du gehst mir jetzt schon seit Tagen damit auf die Nerven, Sowohl Zuhause als auch Unterwegs, Anime, Anime, Anime. Ich kann das langsam nicht mehr hören, erst Kathrine und du und jetzt hier das selbe mit dem Jungen. Lass mich doch wenigstens hier mit dem Kram in Ruhe.

Jule:

Aber …

Nadine:

Kein Aber, macht das verdammte Pad aus, setz dich auf den Stuhl da und sei bitte Ruhig.

Marc:

Is deine Mutter immer so? Klingt wie meine.

Jule:

Sie ist meine Tante … aber ja … in letzter Zeit, kommt durch die Schwangerschaft, nehm ich an.

Nadine:

Ich kann euch hören …

Wyveres:

Ihr gebt gerade ein herrliches Schauspiel ab.

Marc:

Aber, versteh ich dass richtig, er ist dein Vater, sie deine Tante, und du bekommst ein Geschwisterchen … das verwirrt mich.

Jule:

Was verstehst du daran nicht, er und sie, und er ist mein Vater, sie meine Tante, sowas soll es geben.

Marc:

Ja aber was ist dann mit deiner Mutter?

Jule:

Gestorben, …

Marc:

Oh …

Jule:

Könnten wir das Thema lassen, sonst fängst du dir doch nochmal eine von mir.

Nadine:

Jule …

Jule:

Was, ihr geht mir auf die Nerven. Ihr alle!

Sie schnaubte und lies sich dann in einen der Sessel fallen und starrte wieder auf ihr Pad, während Marc sich leicht be­dröp­pelt wieder in sein Bett schlich.

Wyveres:

Was ist los mit dir?

Jule:

Können wir das Thema lassen, mit mir ist gar nichts los.

Wyveres:

Nadine?

Nadine:

Wir hatten einen riesigen Streit, Sie und Kathrine, seit Tagen geht das nun schon so, erinnerst du dich an die Stichelei von Kathrine, bezüglich des Alters.

Wyveres:

Ja.

Nadine:

Das ist bei Ronny Zuhause dann noch richtig heftig Eskaliert.

Jule:

Sie war selbst dran Schuld!

Nadine:

Selbst dran Schuld, Jule, sich zu zanken ist eine Sache, das ihr beide euch bis auf Blut geprügelt habt, nur weil keine von euch beiden nachgeben wollte, eine völlig andere Sache.

Wyveres:

Sie haben was?

Jule:

Das war doch nichts ernsthaftes, Gott, ihr macht da ein Drama draus.

Nadine:

Nichts ernsthaftes, also … manchmal …

Wyveres:

Was genau ist passiert?

Marc:

Also das würde mich auch jetzt interessieren.

Nadine:

Du Junge, sei lieber still.

Jule:

Genau!

Nadine:

Und du auch.

Wyveres:

Bekomme ich heute noch ein Antwort?

Nadine:

Wenn du es wirklich wissen willst, und ihr beide seid Still sonst klebe ich euch die Schnuten zu! Also, unsere werte Dame hier, hat sich ohne Unterlass mit Kathrine darüber gestritten wer von beiden nun die Ältere ist. Sie mit ihren fast sechszehn Jahren, oder Kathrine mit ihren fast vierhundert und fünfzehn Jahren. Du kennst ihren Standpunkt, die vierhundert Jahre gelten für Sie nicht, für Kathrine schon. Und der Streit ist immer wieder aufgeflammt, keine von beiden wollte auch nur ein Stück nachgeben.

Jule:

Ich bin Älter als Sie!

Nadine:

Was hatte ich eben gesagt! Also jedenfalls, ging das ganze Soweit das die Situation in einer Handfesten Prügelei zwischen den beiden endete, dabei haben Sie, zwei Tische, einen Schrank und mehrere gesammelte Schätze von Ronny zerstört. Kathrine hat zwei Zähne verloren, und mehrere Prellungen, und ein blaues Auge, und unsere Madam hier, verlor einen Backenzahn, brach sich nenn Finger und verstauchte sich ein Bein.

Wyveres:

Deswegen ist Kathrine also nicht mitgekommen.

Nadine:

Ja ich wollte sie wenigstens für eine Weile voneinander trennen. Bis sich beide irgendwie beruhigt haben.

Wyveres:

Und habt ihr beide nun geklärt was ihr klären wolltet.

Jule:

Ja, ich sagte doch, ich bin die Ältere. Das muss sie einfach Akzeptieren.

Wyveres:

Dann freut es dich bestimmt, zu hören, dass du das auch ganz Offiziell, nun bist. Die Ältere Schwester, es macht sich nämlich nicht besonders gut in Adoptionspapieren wenn man vierhundert vierzehn als Alter angibt.

Jule:

Adopt … was?

Wyveres:

Sie ist seit zwei Tagen ganz offiziell deine kleine adoptiv Schwester, und noch was, nicht nur das, Nadine ist ihre Adoptivmutter, und auch nun neben mir dein Offizieller Vormund.

Jule:

Und ich hab da kein Mitspracherecht!

Wyveres:

So sieht es aus, du hast es erfasst.

Marc:

Macht das dann nicht deine Tante zu deiner Adoptivmutter? Oder versteh ich das ganze einfach nur nicht … und wie bitte schön kann ein vierzehn Jahre altes Mädchen vierhundert und vierzehn sein?

Jule:

Meine was, sie ist und bleibt meine Tante, sag mal bist du irgendwo zurückgeblieben, hab ich dir mehr weh getan als nur den Kiefer zu brechen?

Marc:

Vierundzwanzig sieben, Dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr. Wieso?

Er lachte laut bei dem was er von sich gab.

Nadine:

Ruhe jetzt, sonst setzt es wirklich gleich noch was … es reicht mir … mit dir.

Jule:

Du bist nicht meine Mutter!

Wyveres:

Jule!

Jule:

Ist doch Wahr! Keiner von euch denkt auch nur eine Sekunde daran was ich eventuell dazu zusagen hätte. Mir wird das alles einfach so vor die Füsse gekippt, erst Nadine, dann das Kind, und jetzt Kathrine … was ich will interessiert hier ja niemanden. Ich soll immer schön brav sein. Ja kein Fehltritt, ich hätte bei Elisa und Jonas bleiben sollen. Dann wäre mein Leben nicht so verkorkst wie es jetzt ist, niemand würde …

Sie brach mitten im Satz ab, stand auf, warf das Pad bei Seite und verließ unter Tränen das Zimmer.

Nadine:

Soll ich?

Wyveres:

Nein, schon gut, lass ihr ein paar Minuten, derweil, hilfst du mir in den Rollstuhl, ich kümmere mich um Sie.

Nadine:

Manchmal, würde ich ihr am liebsten den Hosenboden versohlen …

Wyveres:

Sie ist wahrscheinlich sogar zu Recht Wütend auf uns. Aber das kläre ich mit ihr.

Marc:

Ihr seid echt unterhaltsam. Viel besser als meine öde Familie.

Nadine warf dem Jungen einen Giftigen Blick zu während sie mir dabei half aus dem Bett zu kommen und in den Rollstuhl zu gelangen.

Nadine:

Ich bring dich zu ihr, und geh dann, derweil ihr redet, was Essen.

Wyveres:

Mach das, und Marc, Junge, wenn du mit irgendjemanden auch nur ein Sterbenswort redest über das was du hier gehört hast, sagen wir es so, dein gebrochener Kiefer würde dein geringstes Problem werden.

Nadine schüttelte ihren feuerroten Kopf und rammte ihre Daumen in meine Schultern. Dann schob sie mich aus dem Zimmer, nachdem wir das halbe Krankenhaus abgesucht hatten, fanden wir Jule vor dem Krankenhaus auf einer Parkbank sitzend, Steine in den Teich werfend, vor.

Wyveres:

Und hast du dich wieder etwas beruhigt?

Jule:

Ja, aber wütend bin ich noch immer. Du hättest wenigstens mal mit mir drüber Reden können.

Wyveres:

Verstehe.

Jule:

Und Tante, bleibst du hier und Meckerst wieder …

Nadine:

Nein, hatte ich nicht vor, weder das eine noch das andere.

Nadine seufzte und lies mich dann mit Jule alleine.

Wyveres:

Also Tochter, was bedrückt dich?

Jule:

Einfach alles, aber wenn interessiert das schon …

Sie brach wieder mitten im Satz ab, stand auf nahm einen Stein und warf ihn in den Teich. Sie drehte sich dann unvermittelt zu mir.

Jule:

Du währst beinahe, nur wegen mir …

Wyveres:

Du gibst dir die Schuld … oh Jule.

Jule:

Aber es stimmt doch, hätte ich nicht diese verdammte Sidewinder geklaut, … währst du niemals …

Wyveres:

Kurze, liebes, wenn es nicht diese Pilotin gewesen wäre, wärs irgendwann jemand anderes gewesen, der mir ernsthaft ans Leder wollte. Dich trifft ganz und gar keine Schuld.

Jule:

Aber ich hab Schuld, Schuld an allem, ohne meine Entscheidung dich zu suchen, wäre es nie zu alle dem gekommen. Ich bin ganz alleine Schuld daran. Das du beinahe gestorben währst, das wir alle beinahe gestorben währen. Das wir Überhaupt angegriffen wurden.

Wyveres:

Schatz, das stimmt doch gar nicht, du konntest doch Überhaupt nicht Wissen was für Konsequenzen das haben könnte. Das gehört doch zum Erwachsen werden dazu, Fehler zu machen. Schau mal, weder Nadine, noch ich geben dir irgendeine Schuld daran.

Jule:

Warum ist sie dann Ständig so giftig zu mir, schimpft und meckert.

Wyveres:

Weil sie Überfordert ist, genau so wie du, ja sogar ich bin mit einigem völlig Überfordert, und würde am liebsten manchmal nur in einer Ecke sitzen und vor mich hin heulen. Ich bin auch nicht Perfekt, und musste auch erst mühsam lernen was es heißt Vater zu sein, erinnere dich, wie wir am Anfang uns gezankt und gestritten haben. Bis wir beide den Standpunkte des anderen irgendwann verstanden und dann miteinander konnten. Was glaubst du wie oft ich manchmal davor stand dir einfach eine zu Feuern.

Jule:

Mehr als einmal, schätze ich.

Wyveres:

Da schätzt du Richtig, und schau mal, Nadine wurde in diese Situation hineingeworfen, unfreiwillig, und muss sich jetzt auch erst daran gewöhnen, Mutter zu werden, Mutter zu sein. Deine Tante war eine ganze Zeit gewillt uns einfach den Rücken zu kehren. Aber Sie und Ich, wir haben lange, sehr sehr lange darüber geredet, uns gezankt, gestritten, es sind die Fetzen, mehr als einmal, geflogen.

Jule:

Hab ich mitbekommen.

Wyveres:

Also, sei so lieb, komm her und umarm dein doofen Vater.

Jule:

Aber es ist trotzdem schwer zu akzeptieren, und mir schwirren diese Gefühle und Gedanken durch den Kopf, und sie gehen einfach nicht weg.

Sie setzte sich in meinen Schoss und weinte.

Wyveres:

Du musst einfach nicht immer Stark und Kratzbürstig sein, manchmal hilft es einfach auch mal nachzugeben, und sich den Standpunkt seines Gegenüber anzuschauen, bevor man sich in Situation verstrickt die unlösbar erscheinen.

Jule:

Und was soll ich jetzt deiner Meinung nach machen?

Wyveres:

Über deine Gefühle reden, währe ein Anfang, ob mit mir oder Nadine, oder einer völlig unbeteiligten Person, ist völlig egal. Aber wenn du das alles nur in dich hinein frisst, wird nichts besser.

Jule:

Also soll ich mich mal wieder Entschuldigen?

Wyveres:

Nein, nur erklären, was mit dir los ist. Niemand kann dir in deinen Kopf schauen, du müsstest dich aber mit Kathrine wieder versöhnen, denn sie ist nun einmal von Nadine und mir Adoptiert worden, vergiss nicht, alle die Sie kannte sind schon lange Tod, sie ist wahrscheinlich noch einsamer als du, und hat außer uns sonst niemanden. Und wird uns wahrscheinlich auch noch genug Probleme bereiten, da muss es dann nicht sein das ihr beide euch ständig wegen so einer Kleinigkeit wie, wer nun von euch beiden Älter ist, zanken. Sei ihr einfach eine gute Freundin, und versuch sie zu verstehen.

Jule:

Aber Sie hat doch damit angefangen, außerdem versuch ich es ja, aber sie ist wie ein Klette.

Wyveres:

Sie muss erst ihren Platz finden, versteh doch für sie ist es sogar noch schwieriger als für uns, sie versteht viele Worte noch überhaupt nicht, Spricht nur das nötigste, und du bist nun mal ihre Bezugsperson, da ihr fast im selben Alter seid.

Jule:

Aber es nervt. Warum können wir beide nicht einfach nur wieder, wir beide sein? Nur du und ich und sonst niemand.

Wyveres:

Weil das Leben nun mal nicht so einfach ist. Oder glaubst du ich hatte geplant mich in deine Tante zu verlieben, ein Kind mir ihr zu zeugen. Es ist einfach passiert.

Jule:

Das ist auch so ein Punkt, was wirst du machen wenn du hier endlich raus darfst?

Wyveres:

Das solltest du doch Mittlerweile mitbekommen haben.

Jule:

Nur so grob. Also erzähl, Paps!

Wyveres:

Na schön, also, wenn ich hier raus bin, werde ich mir eine neue Clipper zulegen, dann werde ich mit dieser für ein paar Wochen, ein paar Forscher durchs All kutschieren, danach geht es, für mich, oder für uns alle, das steht noch nicht ganz fest, in Föderalen Raum. Nadine und ich haben gemeinsam beschlossen, das dein Geschwisterchen auf der Erde zur Welt kommen soll. Dafür brauche ich ein Sol Permission und die bekomme ich nur von der Föderation. Außerdem werde ich dann deine Mutter bergen und zur Erde bringen, damit Sie dort ihre letzte Ruhe finden kann.

Jule:

… Mama …

Wyveres:

Ich weiß, ich vermisse Sie auch.

Sie legte ihren Kopf auf meine Schulter und lies ihren Tränen freien lauf. So sassen wir dann noch eine Weile, und beobachteten wie sich das Wasser im Teich bewegte. Wie die Fische darin nach allerhand Kleintieren schnappten, während ihr weiter ununterbrochen die Tränen das Gesicht runter liefen und sie sich an mich klammerte. Ich erinnerte mich, an unsere erste Nacht in der Vulture, wie sie in meinen Armen eingeschlafen war, meine Tochter. Seid dem war wirklich viel passiert. Zuviel für ein so junge Seele. Also musste ich ein weiteres Gespräch mit Nadine führen.

Wyveres:

Schatz, du wirst schwer, und mit schlafen die Beine ein. Außerdem sollten wir zurück ins Krankenhaus, ich werde da sicherlich schon vermisst, und Hunger habe ich auch. Also komm, schieb dein armen alten Vater bitte in die Kantine.

Jule:

Arm … aber ok. gib mir nur ein Moment.

Wyveres:

Das verlaufene Make Up steht dir, hat was Metal mäßiges.

Jule:

Du bist Doof!

Sie lachte und ging dann zum Teich runter um sich ihr Gesicht zu waschen, dann schob sie mich wieder ins Krankenhaus.

Jule:

Kann ich dich begleiten wenn du mit den Wissenschaftlern los fliegst?

Wyveres:

Darüber reden wir wenn es soweit ist, nochmal. Vorerst muss ich mal aus dieser Irrenanstalt raus sein.

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Ungeklärte Fragen

Erholung und Ruhe, dass ist es was mir in den Sinn kommt wenn ich die Sterne betrachte und mir vorstelle wie es ist, zwischen ihnen zu fliegen und das Unbekannte willkommen zu heißen.

CMDR. Wyveres: 21.01.3305

Ich erwachte angeschlossen an allerhand Apparaturen und um mich herum ein Haufen Monitore die alle möglichen Informationen, anzeigten, mir schmerzte die Brust, und auch sonst tat mir alles weh. Es grenzte nahezu an einem Wunder das ich nicht doch noch gestorben bin. Sprechen konnte ich nicht, da mich ein Schlauch in meinem Hals daran hinderte, mein Körper war in Bandagen gelegt und es war still im Raum, still und dunkel, nur die Monitore erhellten etwas die Umgebung und zu alldem, musste ich dringend mal Pissen, doch an Aufstehen war nicht zu Denken, dafür sorgten die Fixierungen. Ob ich wohl schon einmal wach gewesen war, hatte ich versucht Aufzustehen, oder waren dies einfach Vorsichtsmaßnahmen. Also lies ich es einfach Laufen, in den Beutel dessen Schlauch, wie ich Feststellen musste an einer Stelle endete die ganz und gar nicht dafür gemacht war das man dort Schläuche hinein schob. Nachdem das erledigt war, versuchte ich erstmal meine Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich lag definitiv in einem Krankenhaus, und dann entdeckte ich sie. Nadine sass neben mir und schlief, die linke Hand auf ihrem Bauch, die andere stütze ihren Kopf, das feuerrote Haar viel ihr ins Gesicht, ich konnte eine kleine Wunde an ihrer Stirn erkennen, geklebt und mit ein paar Stichen genäht. Mehr gab das Licht nicht Preis.

Ihr schien es aber besser zu gehen als mir, zu meinen Füssen entdeckte ich Jule, sie sass zusammengesunken in einem Stuhl, und schlief ebenfalls tief und fest. Und ich fragte mich wie viel Zeit wohl vergangen war, Stunden, Tage, Wochen, wie lange hatte ich geschlafen. Nur Kathrine entdeckte ich nicht. Also konnte ich erst einmal nichts weiter machen, außer meine beiden Engel zu beobachten und nachzudenken. Zu zusehen wie ihre Körper sich bewegten, wie sie Atmeten und sich hin und wieder leicht bewegten. Es war Balsam für meine Seele, zu Wissen das ihnen nichts ernsthaftes passiert war. Das Nadines Bauch noch immer Rund, dass es dem kleinen in ihr, augenscheinlich gut ging. Und so hatte ich endlich die Zeit um mir zu überlegen wie ich ihren Wunsch bestmöglich umsetzen konnte. Mich vom Imperium lossagen, und als Unabhängiger Pilot agieren, schien mir die beste Lösung zu sein, so konnte sie mit den Kindern in Medupe City bleiben, wenn sie es denn jetzt, nachdem was passiert war, überhaupt noch wollte. Mir viel das Loft wieder ein, ich erinnerte mich das es wohl völlig Zerstört sein müsste, und mir graute es bei dem Gedanken, dahin zurückzukehren. Also würde es wohl zu einem Umzug kommen, ob nun innerhalb der Station, oder wäre es besser nach Cubeo 3 oder Emerald zu ziehen. Aber Nadine würde dazu schon was einfallen. Ich ging im Kopf meine Kontakte durch, wer könnte mir Zugang zu Föderalen Aufträgen verschaffen. Vielleicht mein altes Schwadron, die „Newtons Erben“ eine Möglichkeit war es, aber sie waren unabhängig. Aber es war ein Anfang, doch erst einmal wollte ich eine neue Clipper.

So verging die Zeit, die ich mit allen möglichem Gedanken verbrachte, bevor die Tür zum Zimmer endlich aufging und eine große Gestalt, gefolgt von einer kleinen, den Raum betrat.

Ronny:

Siehst du, ich sagte doch, dass sie noch schlafen. Das solltest du Übrigens auch tun.

Kathrine:

Nein, bleibe Wach, muss aufpassen, nicht wiederkommen das Böse!

Ronny:

Du bist echt engstirnig kleine, aber gut. Dann passen wir beide weiter auf, und lassen Sie schlafen.

Neben mir regte sich Nadine, langsam drehte sie sich und streckte die Glieder.

Nadine:

Was macht ihr für einen Krach, und wie spät ist es?

Ronny:

Neun Uhr Morgens, ich war mit der kleinen was Essen, du und Jule ihr habt die letzten Zehn Stunden hier im Zimmer verbracht, ihr solltet euch bewegen, der Kerl da im Bett wird schon nicht abhauen. Jedenfalls nicht nochmal.

Nadine:

Bring mir lieber einen frischen Kaffee und lass Kathrine hier.

Ronny:

Nadine, du bist jetzt seit drei Wochen hier, du solltest langsam mal nach Hause gehen. dich Richtig ausschlafen. Ich hab euch doch extra bei mir Einquartiert.

Nadine:

Kaffee, und ich gehe erst wenn der Arsch da aus dem Koma erwacht, vorher verlasse ich diesen Raum nicht!

Von der Unterhaltung, wurde dann auch Jule wach, sie waren auch wirklich nicht gerade leise, Aber ich hielt mich zurück, gab keinen Murks von mir, hielt die Augen geschlossen und hörte weiter zu.

Ronny:

Dann geh wenigstens Duschen und in die Kantine was Essen, du und dein Kind ihr braucht die Energie.

Nadine:

Wenigstens in diesem Punkt Stimme ich dir zu, und während ich das tue, wirst du in Erfahrung bringen wo die mit dem zweiten Bett abgeblieben sind, Nochmal verbringe ich nicht eine Nacht auf diesem Stuhl.

Jule:

Ihr könnt wirklich nerven.

Nadine:

Jule komm, Frühstücken, du hast Ronny gehört.

Damit rappelten sich sowohl Jule als auch Nadine aus ihren Stühlen und verließen zusammen mit Ronny und Kathrine das Zimmer, in dem ich lag. Während Sie irgendwo im Krankenhaus unterwegs waren, wurde dann auch, von mehreren Pflegern, dass von Nadine erwähnte zweite Bett ins Zimmer geschoben. Hier und da tauchte entweder eine Schwester oder dann doch mal ein Arzt auf um ein paar Werte zu überprüfen. Beutel auszutauschen und mich ansonsten zu Ignorieren, mir war es recht so. Nur die Fixierungen nervten etwas. Also versuchte ich dann doch noch etwas zu Schlafen.

Wie viel Zeit genau vergangen war, konnte ich nicht mit Bestimmtheit sagen, aber Nadine kam zusammen mit Kathrine und Jule wieder ins Zimmer. Sie beschwerte sich über irgendjemanden und Jule diskutierte Lautstark mit ihr. Während Kathrine auf einem Pad irgendwas laut vorlas.

Nadine:

Ich geh jetzt Duschen, ihr beide benehmt euch verstanden! Nicht nochmal sowas wie vorhin in der Kantine. Sonst setzt es diesmal Richtig eine.

Jule:

Aber der Typ hat doch angefangen! Was packt der mir einfach so an den Hintern. Die Faust hatte er voll und ganz verdient.

Nadine:

Du hast ihm den Kiefer gebrochen, Junge Dame.

Jule:

Ist er doch selbst dran Schuld!

Nadine:

Hör zu, ich will mich nicht weiter mit dir streiten Jule, Benimm dich einfach, ja. Hatten wir nicht genug Stress, die letzten Tage.

Kathrine:

Sah gut aus, wie Junge zu Boden ging. Hät auch gemacht.

Nadine:

Ihr beide, aufs BETT sofort, und dann will ich von euch heute keinen Ton mehr hören, verstanden!

Die beiden gehorchten und Pflanzten sich auf das zweite Bett, und betrachteten das Pad das Kathrine in der Hand hielt. während Nadine die Tür zum Zimmer von innen verriegelte und begann sich auszuziehen, Ihr Körper war noch von mindestens einem Dutzend blauen Flecken übersät und vielen kleinen Narben waren dazu gekommen, sie musste wirklich einiges abbekommen haben, während ich ohnmächtig war. Ihr Bauch wirkte größer als ich ihn in Erinnerung hatte, ich wäre ihr nur zu gerne in die Dusche gefolgt. Ich rang mit mir, sollte ich ihnen endlich Mitteilen das ich Wach war. Oder sollte ich dieses schöne Familienleben noch etwas genießen. doch vorerst hörte ich meinen Töchtern bei ihrer Unterhaltung zu.

Kathrine:

Und das ist Anime? Die Zeichnung komisch.

Jule:

Ja, find ich auch aber, Ronny hat uns seine ganze Sammlung da gelassen, Hunderte davon, wenn das mal reicht. Also ich finde es Interessant. Hier schau mal, was steht da. „Seven Deadly Sins“ lass uns das als nächstes Schauen!

Kathrine:

Wie du meinen.

Die beiden, starrten wie zwei kleine Engel auf den Bildschirm, verfolgten was die Figuren, taten und kommentierten alles.

Jule:

Hat dieser „Meliodas“ der da gerade echt an die Brüste gefasst.

Kathrine:

Und Kopf unter Rock. Ja. Interessant. Weiterschauen?

Jule:

Ein bisschen Komisch ist das ja schon, aber ja wir schauen das weiter, mal sehen was noch passiert. Wusstest du das diese Filme von der Erde stammen, Ronny sagte das die über tausend Jahre alt sind. Und wohl aus „Japan“ kommen. Kannst du dir vorstellen das die da damals sowas interessant fanden.

Kathrine:

Erinnere mich, war schon … Wort fällt nicht ein. Weiter schauen. Zuhören.

Während die beiden gespannt weiter verfolgten was sich auf dem Pad vor ihnen abspielte, kam Nadine ohne etwas am Leib wieder aus der Dusche, ich konnte meinen besten Freund nicht davon abhalten, die Schmerzen die er mir dadurch bereitete durchzogen meinen gesamten Unterleib, ließen mich kurz zusammenzucken. Der Schlauch, dieser verdammte Schlauch.

Sie lies auf der stelle das Handtuch fallen, und starrte zu mir rüber.

Nadine:

Ist er? Kinder, hat er sich gerade?

Jule:

Ja, er hat sich bewegt, in dem Moment wo du aus der Dusche kamst, glaubst du?

Ich wahr wohl aufgeflogen, also konnte ich auch der Scharade ein Ende setzen. Ich drehte den Kopf zu Nadine und lächelte. Sie war fast augenblicklich über mir, ihre Arme um meinen Hals geschlungen, ihr noch nasser Körper halb auf dem Bett halb auf mir. Sie küsste mich, und ignorierte alle die Schläuche und Kabel, der Schmerz war heftig, aber ihre weichen warmen Brüste und ihre Küsse waren Medizin genug um es auszuhalten, nur Sprechen, sprechen konnte ich noch immer nicht. Und mein bester Freund schmerzte ohne Unterlass.

Jule:

Paps!

Jule stand mit Tränen auf der anderen Seite, und tat es Nadine gleich, Umarmung und Tränen.

Nadine:

Wie lang bist du schon Wach?

ich versuchte die Arme zu bewegen, kam aber nicht weit. ich versuchte zu sprechen, doch auch da hatte ich keinen Erfolg. Also schüttelte ich nur Kurz meinen Kopf, und bäumte mich so kurz und so schmerzlos ich konnte auf. Um meinen beiden Damen zu signalisieren das sie mir Weh taten. Nadine fuhr augenblicklich von mir hoch.

Nadine:

Entschuldige, aber ich … Jule komm hoch von ihm, er hat wahrscheinlich noch immer schmerzen.

Ich nickte zur Bestätigung. Nadine Lehnte sich leicht gegen meinen Unterleib und Grinste.

Nadine:

Na so doll können die Schmerzen dann doch wieder nicht sein. Entschuldige nochmal, ich zieh mir sofort etwas an.

Jule:

was meinst du? Oh … also Paps!

ich senkte Resigniert den Kopf, ich war gefangen, fixiert und konnte auch sonst wenig tun. also Rüttelte ich an den Fixierungen meiner Handgelenke. Während Nadine sich hastig fertig abtrocknete und sich wieder etwas anzog, Nackt gefiel sie mir besser aber, in einem Krankenhaus war das wahrlich unangebracht wenn jetzt ein Arzt zur Tür rein käme.

Sie Schloss die Tür wieder auf und rief nach einem, jetzt kam also der unangenehme Teil, mehrere Weißkittel und Schwestern betraten das Zimmer, mit allerhand Geräten, einer blendete mich, ein anderer Schlug direkt die Decke bei Seite. Und ignorierte das um ihn herum ein Haufen Leute meinen Körper betrachten konnten. Inklusive Nadine, Jule und Kathrine. Verzweifelt versuchte ich irgendetwas zu unternehmen, aber dank ihrer Fixierungen lag ich da wie Gott mich erschuf. Ein Schlauch zum Pissen im besten Stück, schön für alle sichtbar, während diese Lackaffen darüber diskutierten wie wohl meine Behandlung weiter zuführen wäre, während einige der Ärzte fleißig an mir rum stocherten, kam mit der Gedanke, einen Blaster auf diese glasierten Lackaffen zu richten, gar nicht mehr so falsch vor. Zum Glück hatte Nadine schnell geschalten und ist mit Jule und Kathrine augenblicklich aus dem Zimmer verschwunden.

Arzt:

Als erstes werden wir die Beatmung wieder auf Autonom umstellen, die Unterstützung braucht der Patient Augenscheinlich nicht mehr. Dies sollte im Anschluss Passieren.

Sie redeten immer weiter, während ich mir vor ihnen liegend einen Abfrohr. Mir reicht es es, also nahm ich alle Kraft die ich noch aufbringen konnte und rammte dem ersten der sich über mich Beugte mein Knie ins Gesicht. Er viel auf der Stelle zur Seite. Zorn stand mir im Gesicht, und Wut in meinen Augen, ich nickte mehrfach mit dem Kopf, bis eine der Schwestern, endlich etwas peinlich berührt die Decke wieder über mich legte. Ich nickte und schüttelte dann mit dem Kopf, während ich beide Arme zum Protest versuchte anzuheben.

Es zeigte Wirkung und ich wurde endlich von der Fixierung befreit. Ich Griff eins der Pads von einem der Ärzte, und Tippte: „IHR LACKAFFEN, VERDÜNNISIERT EUCH WENN IHR NICHTS BESSERES ZU TUN HABT, ALS MIR AUF MEIN DING ZU STARREN!“ Und hielt es den Anwesenden hin. Sie gestikulierten Lauthals miteinander und schleppten dann ihren Bewusstlosen Kollegen endlich aus dem Zimmer. Endlich Ruhe, ich konnte zwar noch immer nicht Reden, aber wenigstens war meine Bewegungsfreiheit wieder hergestellt.

Kurz darauf standen Nadine, Jule und Kathrine wieder im Zimmer, Nadine setzte sich zu mir aufs Bett, während sie die anderen beiden auf das andere Bett verwies.

Nadine:

Was hast du getan? Die haben einen der Ärzte an allen vieren aus dem Zimmer getragen.

Mein neues Pad übernahm das Reden für mich.

Wyveres:

Er griff an Stellen wo nur du hin greifen darfst, außerdem wurde mir Kalt. Und es reichte mir das die da Tatenlos rum standen und sich über alles mögliche Unterhielten. Aber das wichtigste zu erst, Wie geht es dir, unserem Kind? Wie lange war ich weg? Wie haben Jule und Kathrine die Sache überstanden? Und Küss mich bitte nochmal!

Sie lächelte und tat das Letzte worum ich sie bat als allererstes. Für eine langen ewigen Moment. Und es war schön sie Umarmen und Küssen zu können. Auch wenn der Schmerz noch immer in mir Tobte, ich wollte sie einfach nicht wieder los lassen. Also griff ich mit der Freien Hand nach dem Tropf für Schmerzmittel und öffnete die zufuhr, der Schmerz lies fast auf der Stelle nach.

Sie legte sich zu mir, an meine Seite, erst über die Decke, aber ich wollte ihre Wärme ihren Herzschlag spüren und so zog ich an der Decke und zog sie unter ihr weg, nur um sie dann richtig in den Arm nehmen zu können. Diese Frau die mir mittlerweile soviel bedeutete. Es war schön. Ihre Wärme, ihre Hand auf meiner Brust, ihren Kopf auf meiner Schulter, die Tränen in ihren Augen.

Nadine:

Um deine Fragen zu beantworten, einen Monat, du warst im Koma, mir und dem kleinen geht es gut, Jule und Kathrine sind wie du siehst wohlauf. Sie haben von dem im Loft nichts gesehen.

Ich tippte einen kurzen Satz ins Pad.

Wyveres:

Das ist schön, wie lange werde ich hier noch bleiben müssen?

Nadine:

Eine Weile, deine Verletzungen, sie … sie waren … schlimm, keins deiner Organe war noch … du hast nur dank Vertis überlebt. Eine Weile sah es so aus als würdest du …

Sie brach mitten im Satz ab und weinte, aber nun verstand ich woher die Schmerzen kamen, die Ärzte mussten wohl eine menge Operationen durchgeführt haben, wie viel von meinem Körper wohl ausgetauscht worden ist. Aber es war mir egal, Hauptsache war, ich hatte Überlebt, Nadine war an meiner Seite und den Kindern ging es gut.

Nadine:

Mir wird Warm.

Wyveres:

Dann zieh dich aus, aufstehen wirst du in nächster Zeit eh nicht.

Sie grinste und entledigte sich ihres gerade erst frisch angezogenen Pullovers und der Hose, dann kroch sie wieder zu mir unter die Decke. Am liebsten hätte ich mich zu ihr gedreht, aber alles außer auf dem Rücken zu liegen tat höllisch weh.

Jule:

Ihr beide werdet aber jetzt nicht hier vor uns …?

Nadine:

Sei still und schau weiter dieses komische Zeugs.

Jule:

Das nennt sich Anime, und ihr beide seid peinlich!

Nadine:

Ich kann dich und Kathrine auch von Ronny abholen lassen wenn dir das lieber ist!

Jule:

Schon gut, … wir sind wieder Still, macht ihr nur …

Ich grinste, Nadine kuschelte sich wieder an mich, ihr Körper war warm, und es war angenehm. Ich hörte ihren Atem, spürte ihre Finger auf meiner Brust. Dann flüsterte sie mir ins Ohr.

Nadine:

Eigentlich hast du ja verbot, mich berühren zu dürfen.

Wyveres:

Mach eine Ausnahme, immerhin bin ich dem Tod von der Schippe gesprungen.

Sie lag halb auf mir und wenn ich gekonnt hätte, hätte ich mir jetzt diesen verdammten scheiß Schlauch aus meinem besten Freund gezogen, aber es ging nicht. Also beließ ich es dabei und Küsste sie einfach nur. So ineinander geschlungen, schliefen wir, nach eine weile, beide ein.

Nur um dann ein paar Stunden später geweckt zu werden, von einer Schwester, sie wollte Verbände wechseln und mir endlich diesen Schlauch in meinem Hals entfernen. Nadine Kroch unter leisem Protest unter der Decke vor und Kuschelte sich bei den beiden Mädchen mit ein. Die noch immer diese Animes schauten. Während die Schwester an mir rumfuhrwerkte. Die Wunde in meinem Hals nähte und mich wie eine Puppe malträtierte. Die ganze Prozedur dauerte vielleicht eine halbe Stunde, aber so sah ich dann zum ersten mal das ganze Ausmass meiner Verletzungen, es würde wirklich noch eine ganze Weile dauern bis ich wieder auf den Beinen sein würde. Selbst mit den Möglichkeiten der Modernen Medizin. Mein Körper musste sich erst an die neuen Organe gewöhnen, sie hatten mir fast den gesamten Brustkorb ersetzt, das was früher reine Knochen waren, wurden nun durch Gewebe Verbundstoffe zusammengehalten, es würde eine gefühlte Ewigkeit dauern bis die Knochen wieder zusammenwachsen. Ich hatte mir mindestens sieben Rippen völlig zerfetzt, meine Rückenwirbel waren an mehreren Stellen zertrümmert, ich hatte neue Lungen und eine neue Leber, mein Magen war geflickt worden, Milz und Nieren zerfetzt gewesen, der Darm an mehreren Stellen perforiert, und in mir tobten sich immer noch mehrere Entzündungen fröhlich aus. Ich hatte Tagelang mit Fieber an der Schwelle des Todes gestanden, aber ich war zäh. Es würde aber wirklich noch ein langer weg bis ich das Krankenhaus verlassen könnte.

Nachdem die Schwester fertig war mit ihrer Arbeit an mir, verschwand sie Wortlos aus dem Zimmer. Fast augenblicklich war Nadine wieder an meiner Seite. Wieder unter der Decke.

Ich versuchte zu sprechen aber es gelang mir noch nicht, es war alles zu sehr gereizt als das etwas verständliches dabei raus kommen konnte. Also griff ich wieder zum Pad.

Wyveres:

Ich hab mörderischen Hunger!

Nadine:

Du darfst noch nicht, außerdem wirst du über die Schläuche mit allem versorgt.

Wyveres:

Aber etwas Trinken kann ich schon etwas oder?

Nadine:

Ja, Wasser und Kräutertee.

Ich schnaubte, und schüttelte den Kopf. Aber immerhin, war es etwas. Sie befahl Jule mir einen Becher Wasser zu bringen. Was sie nicht ohne dabei rum zu Mosern, tat. was ihr giftige Blicke, sowohl von Nadine als auch von mir, einbrachte.

Jule:

Hier, sonst noch was?

Nadine:

Nein, und schlechte Laune, junge Dame?

Jule:

Ich geh mit Kathrine was Essen, ihr beide kommt ja, ansonsten auch ohne eure Persönliche Krankenschwester, klar.

Nadine:

Was ist los mit dir?

Jule:

Nichts, mir ist nur Langweilig und ich habe Hunger. also komm kleine Schwester. Lass uns gehen.

Kathrine:

Ich viel, viel, viel, viel … älter als du Jule.

Nadine Lachte laut, und auch ich konnte mir ein lächeln nicht verkneifen als bei Jule die Erkenntnis einsetzte das Kathrine in Wahrheit über vierhundert Jahre alt war. Nur weil sie nicht gealtert und auch sonst auf dem Stand einer Vierzehnjährigen geblieben war, was ihre Geistige Entwicklung betraf, so war sie doch Vierhundert und Vierzehn Jahre alt. Wie wir nachdem die Daten ihrer Kapsel genauer Analysieren konnten, dann korrekt feststellten, wurde sie nicht am 14.05.2901 sondern am 14.05.2900 geboren. Sie würde also in wenigen Wochen sogar sage und schreibe Vierhundert und fünfzehn Jahre alt werden. Genau so alt wie Jule jetzt war.

Jule:

Boar, wisst ihr was … ich bin trotzdem größer als SIE so! Und nur mal so, Damit bin ich trotzdem ihre große Schwester! die Hunderte von Jahren in der Kapsel zählen nicht!

Kathrine:

Zählen wohl, kleine Schwester!

Jule:

Wir klären das in der Kantine! Komm jetzt, Nadine sollen wir dir was mitbringen?

Nadine:

Ja, und nun hört auf zu Streiten, sonst setzt es was.

Jule verließ schnaubend und mit Kathrine noch immer streitend das Zimmer. Während ich mein Pad nahm und Nadine fragte wie lange das schon so ging.

Nadine:

Eine Weile, die beiden verstehen sich ansonsten blendend, aber anscheint gefällt es Kathrine, Jule immer wieder, ihr eigentliches Alter unter die Nase zu reiben. Sie sind halt Schwierig, in dem Alter.

Ich schüttelte den Kopf, Kinder, aber darüber machte ich mir irgendwann später Gedanken. Denn die Tür zum Zimmer ging erneut auf und eine große Gestalt betrat das Zimmer.

Ronny:

Bleibt ruhig liegen, lasst euch von mir nicht stören, ich wollte nur Kurz vorbei schauen, ein Vögelchen hatte mir gezwitschert das du wach bist.

Nadine:

Ja, er ist schon seit Heute Morgen wach, aber stell dir vor, er hat doch tatsächlich die Frechheit besessen keinen Anstalten zu machen uns das auch wissen zu lassen.

Ronny:

Sieht dir irgendwie Ähnlich, alter Freund.

Er setzte sich auf das andere Bett und Nadine drehte sich in meinem Arm liegend auf die andere Seite. Was mich dazu veranlasste unter der Decke meine Hand auf ihren Hintern zu legen.

Nadine:

Hej, Finger weg da, meinst du nicht, dass das jetzt völlig unangebracht ist. Benimm dich! Hände auf die Decke, der Herr.

Wyveres:

Spielverderberin.

Ronny:

Also geht es dir anscheint Gut, wie ich sehe.

Ich tippte auf dem Pad rum.

Wyveres:

Die Schmerzen sind dank der Drogen auszuhalten, ich hab wundervolle Gesellschaft an meiner Seite. Mindestens ein gutes Dutzend Ärzte und Schwestern haben mein Ding gesehen, fast alles in mir ist wohl brand neu, aber ich muss dir danken, danke fürs Arsch retten.

Ronny:

Dein Humor hat wohl nicht darunter gelitten wie ich sehe, schön aber dafür schuldest du mir was, kannst du dir ausmalen was die Behörden für ein Stress gemacht haben.

Wyveres:

Weist du wer Sie war?

Ronny:

Nicht direkt, ihr Name ist auch mir unbekannt, ich hab aber den Tropf vom Jet Council in seiner Zelle besucht, er hatte sie ja nach der Episode mit der Gold Sidewinder beauftragt, er wusste aber auch keinen Namen, aber weißt du, ich glaube das wir von der Frau nicht das letzte mal etwas gehört oder gesehen haben. Ich habe all meine Kontakte spielen lassen, um an die Autopsieberichte zu kommen. Wird dir nicht gefallen, ganz und gar nicht gefallen, es scheint als währe das was ich in deinem Loft getötet hatte nur eine Marionette gewesen, die echte Pilotin muss noch irgendwo da draußen sein.

Wyveres:

Wie kommst du darauf.

Ronny:

Man hat in dem was von ihrem Hirn übrig geblieben war, Reste von Kontrolltechnologie gefunden. Die Person, wer auch immer das in deinem Loft war, wurde ferngesteuert. Da wusste jemand genau was er tut.

Nadine:

Sie lebt noch? Und wann wolltest du mir das Mitteilen?

Ronny:

Hey, nicht so vorschnell, ich hab das auch alles erst Heute erfahren. Ich habe direkt mehrere Piloten darauf angesetzt, nachdem ich den Bericht hatte, macht euch keine Sorgen, wir finden die Irre.

Nadine:

Die Kinder!

Ronny:

Keine Sorge, einer meiner Männer beobachtet sie. Und schon vergessen, die Peilsender.

Wyveres:

Peilsender?

Nadine:

Ich hab sie ihnen eingesetzt, zur Sicherheit.

Wyveres:

Und damit waren sie einverstanden?

Nadine:

Sie wissen davon nichts, und ich will das es auch so bleibt. Schlimm genug das wir noch immer nicht wissen wer da uns das Leben nehmen wollte.

Ronny:

Jedenfalls, ich will euch nicht länger Stören, ich muss noch einigen Spuren nachgehen. Ich melde mich wenn ich mehr erfahren habe. Ich überlasse euch dann wieder dem womit ihr auch immer beschäftigt wart.

Nadine:

Schau bitte noch nach den beiden, sie sollten in der Kantine sein.

Ronny:

Mach ich, und außerdem, gefallen ihnen die Animes?

Nadine:

Sie schauen nichts anderes mehr, danke dafür übrigens, nimmst du Sie mit, ich hatte genug für einen Tag. Sonst erwürge ich die beiden wahrscheinlich noch persönlich.

Er nickte und stand dann wieder auf, und verließ uns ohne noch ein weiteres Wort zu sagen.

Wyveres:

Das heißt wir haben endlich Ruhe?

Nadine:

Behalte deine Finger bei dir, du sollst dich erholen!

Ich küsste sie, und ignorierte das was sie mir sagte, ich hatte ihr sanftes Stöhnen schon so lange nicht mehr gehört, sodass es mir einfach ein Bedürfnis war, wenigstens ihr etwas gutes zu tun.

Nadine:

Ich sagte … vergiss was … ich gesagt … habe … hör … nicht auf …

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Gefangen

Einen Ausweg aus einer brenzlichen Situation zu finden, ist manchmal ziemlich schwer. Eine Lösung, auch so praktikabel wie möglich umzusetzen, hingegen kommt einem manchmal vor, als wäre das Problem nie wirklich da gewesen.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 19.01.3305

Ich kann nicht genau sagen wie viel Zeit vergangen war, oder ob ich nun mein Schöpfer gegenüber treten würde, aber die Schmerzen, die mir die Durchlöcherung meines Körpers bereiteten, die mich haben Ohnmächtig werden lassen, waren, wie durch ein Wunder, fast vollständig abgeklungen. Dennoch konnte ich nur Schemenhaft meine Umgebung wahrnehmen, was ich jedoch erkannte war, dass ich mich noch immer im Loft befand und eine Stimme mit jemanden laut Diskutierte, dann vernahm ich eine Knall und es wurde still. Ich kam gerade wieder zu sinnen, als mich unvermittelt eine Hand grob am Kinn packte und mir jemand mitten ins Gesicht brüllte.

Anaconda Pilotin:

Ah, der Herr wird wach, schön zu sehen das du die Durchlöcherung deines Leibes Überlebt hast, Arschloch. Wäre mir auch viel zu einfach gewesen wenn du einfach vor meinen Augen, nur so von Kugel Durchsiebt, verblutet wärst. Bedank dich bei deinem Computer, er oder ES konnte wohl nicht zulassen das du krepierst, hat dir deinen goldenen Arsch gerettet, aber du wunderst dich sicher warum ich nicht TOT bin was, Arschloch!

Sie hatte recht, eigentlich müsste sie längst tot sein. Nadine hatte …, ich schreckte auf. Starrte sie an, und suchte mit meinen Augen den Raum, so gut es ging, nach Nadine ab.

Anaconda Pilotin:

Oh sorgt sich um seine holde Nutte was, aber keine Sorge, ich hatte dir ja versprochen das ich SIE vor deinen Augen ausweiden werde, und jetzt wo ich weiß das die Schlampe ein Gör von dir in ihrem Wanst hat, wird es mir erst recht eine Freude bereiten dich leiden zu sehen.

Ich versuchte zu Sprechen aber ihre Hand, drückte mir so fest auf den Kiefer, dass die schmerzen mich daran hinderten.

Anaconda Pilotin:

Oh nicht so schnell, erst Rede ich, du wirst noch früh genug erfahren was mit der Schlampe passiert ist, erst kommt mein großer Moment. Hörst du … MEIN MOMENT! Oh darauf habe ich mich so sehr gefreut. Weißt du wir werden viel Spaß zusammen haben.

Sie schlug mir, mit voller Wucht, genau zwischen die Rippen und Tränen schossen mir in die Augen, denn der Schmerz kam zurück, und mir wurde Übel.

Anaconda Pilotin:

Dich interessiert bestimmt wie ich überleben konnte, du Fragst dich bestimmt was es war. Aber ich werde dir die Genugtuung nicht geben. Du wirst die letzten Momente, in deinem Erbärmlichen Leben, stattdessen mit Schmerz verbringen.

Damit nahm sie ihre Hand von meinem Mund und Schritt wie ein Stolzer Pfau, durch das was vom Loft übrig war. Ein Messer in der linken Hand, das Blutüberströmt war. Sie zielte mit der Spitze auf mich.

Anaconda Pilotin:

Ja das ist das Blut deine Nutte, schau es dir genau an, Sieht es nicht Wunderbar an meiner Klinge aus. Wie schön es glänzt, dieser Wundervolle Lebenssaft, aber keine Sorge sie lebt NOCH!

Sie Schritt unvermittelt an mir vorbei, und verschwand aus meinem Blickfeld. Sie hatte mich, an einen Stuhl fixiert, mitten im Loft stehen lassen. Meine Gedanken waren wie Brei, zäh und völlig durcheinander. Wo war Nadine, wie lange war ich weg, warum bin ich nicht tot. Ich sah an mir runter, sah das Blut und die Austritts Wunden, sah das sie verschlossen waren. Nano Technologie kam mir in den Sinn, Vertis, warum hatte ich ihre Stimme bisher nicht gehört, wo war die Sicherheit, wie ging es Jule und Kathrine. ich versuchte den Kopf zu drehen, aber es gelang mir kaum. Der Schmerz war einfach zuviel und ich drohte wieder in die Ohnmacht zu fallen. Als die Pilotin wieder vor mir auftauchte, sie zog einen weiteren Stuhl hinter sich her, darauf festgebunden Nadine, mit einer Übel aussehenden Schnittwunde im Gesicht. Ebenfalls Ohnmächtig und völlig Blutüberströmt.

Anaconda Pilotin:

Schau, noch lebt deine Hure, NOCH! Jetzt wo du wieder Wach bist, geheilt von deinem Computer. Dem du dafür übrigens Danken solltest, sofern du dazu noch Gelegenheit bekommst, sonst hätte ich jetzt weniger Spaß.

Sie stellte Nadine genau vor mir ab, und hob ihren Kopf hoch, und legte ihr, ihr Messer an den Hals.

Anaconda Pilotin:

Siehst du die Klinge, fragst dich bestimmt, wie ich es geschafft habe deine Hure zu überwältigen, wo Sie doch die Blaster hatte. Dein beinahe ableben, sie wurde Unvorsichtig. Und jetzt, jetzt werde ich dir dein Gör zeigen! Wie hättest du es denn gerne, Längs oder Quer von Oben oder von Unten. Ich kann auch ein Kreuz in ihren Wanst schneiden, wenn dir das lieber ist.

Mir musste was einfallen, mir musste einfach, mit dieser Irren zu reden würde erst einmal nichts bringen, jedenfalls jetzt nicht, ich hatte keine Optionen. Konnte keinen klaren Gedanken fassen, hatte keine Handhabe, keine Hilfe und keine Idee. Ich war macht und hilflos. Dieser Wahnsinnigen Furie ausgesetzt, vor mir die Frau dich ich liebte, die jeden Moment umgebracht werden würde. Mir musste endlich etwas einfallen.

Anaconda Pilotin:

Du sagts ja noch immer kein Wort, ist dir das Leben deiner räudigen Hure so egal.

Dann platzte es unvermittelt aus mir heraus.

Wyveres:

Ihr Name ist Nadine, du mieses Stück Weltraum Dreck. Und ich werde dich persönlich Umbringen solltest du ihr auch nur noch ein weiteres Haar krümmen. Ich reiß dich mit Bloßen Händen in Stücke.

Anaconda Pilotin:

Oh, er kann ja doch sprechen. Wie schön und ich dachte schon dein Computer hätte mit seiner letzten Aufopferung scheiße gebaut. brennt übrigens noch! Dachte so würde das Schild ausgehen, aber so, so kommen wir nicht raus, und die, die da, da draußen sind nicht rein. Nette Spielerei mit der Verriegelung muss ich schon sagen. So sind wir ungestört und können, so schön, miteinander reden. Vielleicht darfst du ja sogar vorher mal eine ECHTE FRAU FICKEN bevor ich dir das Licht ausknipse.

Wyveres:

Dich ficken, eher würde ich dir, dass was ich dir angetan habe, nochmal antun!

Anaconda Pilotin:

DU … bring mich nicht in Rage. Sonst vergeht hier sofort das Leben, deines Ungeborenen Bastards!

Sie setzte das Messer an Nadines Bauch und begann damit, ihr die Kleidung zu zerschneiden, und legte so ihren Oberkörper frei. Dann setzte sie die Klingen Spitze an Nadines Bauchnabel.

Anaconda Pilotin:

Von hier, was meinst du? Und dann so nach Oben. Und dann kann man Perfekt rein greifen, so als würde man einen Kürbis aushöhlen. Oder soll ich doch eher von ganz Unten anfangen. Was ist, du Sagt ja gar nichts, hat dir der Anblick deiner NADINE dir die Sinne geraubt, Schau nochmal genau hin, Siehst du Ihre Titten, soll ich Sie, ihr vielleicht abschneiden!

Mir musste endlich etwas einfallen, jedenfalls wusste ich nun warum Vertis nicht antwortete, hoffentlich war sie noch intakt und diese Wahnsinnige hat nur die Kommunikation mit ihr unterbunden. Dann kam es mir, so simple, so einfach. Ich brauchte Zeit, mehr Zeit.

Wyveres:

Wie ist dein Name! Und warum bist du nicht von den Kugel durchsiebt worden?

Das sass, ihre Augen funkelten nun noch wilder als vorher. Und der Geifer lief ihren deformierten Mund runter.

Anaconda Pilotin:

Mein Name, MEIN NAME, MEIN NAME … MEIN NAME WIRD DAS LETZTE WORT SEIN WAS DU HÖRST IN DIESEM LEBEN, NICHT DIE SCHREIE DEINER SCHLAMPE, NICHT DIE TRÄNEN DEINER GÖRE, NEIN MEIN NAME WIRD DAS LETZTE WORT, HÖRST DU, MEIN NAME!

Sie machte eine Pause, und grinste mich an.

Anaconda Pilotin:

Und das hier, dieses kleine süße Gerät, leider fehlt ihm nun die Energie, aber das soll nicht mehr deine Sorge sein, Arschloch.- Vorher wirst du nämlich sehen, was du mir angetan hast. Siehst du dieses Gesicht.

Sie nahm das Messer und führte die flache Seite einmal über ihre linke Wange, dann öffnete sie ihre Jacke und zog sich, ihren Pullover aus. Darunter kam verbrannte und vernarbte Haut zum Vorschein.

Anaconda Pilotin:

Ich war mal schön, Begehrenswert. Männer taten, um eine Hand auf meine Titten legen zu dürfen, alles was ich von ihnen verlangte. Sie standen Schlange, um die Nächte mit mir zu verbringen. Das und noch viel mehr hast du mir genommen! Mein Leben hast du Zerstört, und wofür, für ein mickriges kleines Kind, und deine Fracht, die den Aufwand nicht Wert gewesen ist, denn ich deswegen hatte! ICH HASSE DICH! SIEH WAS DU MIR ANGETAN HAST.

Sie zog sich ganz aus. Und zum Vorschein kamen noch mehr Narben und Brandwunden. ihr gesamter Körper war übersät mit ihnen.

Anaconda Pilotin:

Das hast du mir angetan!

Wyveres:

Du wolltest mich und meine Tochter töten, sei froh das du Überhaupt noch am Leben bist.

Angestachelt durch meine Worte, vergas sie nun endgültig ihre letzten Rest an Vorsicht. Und sie fuhr zu mir, völlig wütend und dann verlor Sie die Nerven. Vor mir stand nun der pure Hass in Person, sie lies von Nadine ab und schritt mit dem Messer in der Hand direkt auf mich zu, Schlug mich mit beiden Fäusten, ins Gesicht, auf die gerade erst verheilten Wunden, sie Tobte sich richtig aus an mir. Und zum Dank dafür, setzte Sie sich, nachdem sie völlig außer Atem war, auf meine Beine und hielt mir das Messer an die Kehle.

Anaconda Pilotin:

DU!

Sie drehte das Messer in ihrer Hand und rammte es mir direkt in die rechte Schulter und drehte die Klinge langsam um die eigene Achse. Der Schmerz war unmenschlich, aber ich blieb bei Bewusstsein, und ich Schrie nicht denn solange sie mit mir Beschäftigt war, konnte sie weder Nadine noch den Kindern etwas antun, denn die Zeit war nun Definitiv auf meiner Seite. Sie war nackt, hatte alles abgelegt was sie hätte schützen können, nur um mir deutlich vor Augen zu führen, was ich ihr angetan hatte. Ja vielleicht war sie einst eine schöne Frau gewesen. Aber ich vermutete das sie schon immer einen solchen Charakter hatte, aufbrausend, Impulsiv, dass konnte ich weiter zu meinem Vorteil nutzen, konnte sie von dem ablenken was mir aufgefallen war. Konnte Sie weiter beschäftigen.

Wyveres:

Ist das … alles …

Ihr Gesicht zuckte und Sie donnerte ihre Stirn auf meine Nase, ich hörte und spürte wie Knochen brachen, dann vernahm ich dumpf das brechen einer Klinge, sie hatte ihr Messer so hart gedreht und gebogen, das die Klinge in der Wunde abbrach.

Anaconda Pilotin:

Verrecke! du Wichser! Mein schönes Messer, Na gut, dann muss ich eben meine Hände nehmen um ihr den Bauch zu öffnen.

Das flimmern vor meinen Augen lies langsam wieder nach, dafür nahm der metallische Geschmack von Blut in meinem Mund immer mehr zu. Ich Spukte es ihr geradewegs ins Gesicht. Doch statt mir noch eine einzufangen, leckte sie es mit ihrer Zunge einfach nur von ihren Lippen. Dann tat sie etwas womit ich nicht gerechnet hatte, sie Küsste mich und fing an mir die Klamotten vom Leib zu zerren. Wollte sie wirklich, ich musste etwas unternehmen und das schnell, aber der Schmerz wurde zuviel und ich verlor erneut das Bewusstsein.

Anaconda Pilotin:

hej, hej, hej, hier geblieben, nicht so schnell Freundchen, der Spaß hat doch gerade erst angefangen. Ich hatte dir denn besten Fick deines Lebens versprochen, also wirst du ihn auch bekommen. Aber wenn du Bewusstlos wirst, macht es nur halb soviel Spaß. Also schön Wach bleiben. Und schau mal, wenn ich richtig höre kommt deine räudige Hure auch gerade wieder zu Bewusstsein. Genau richtig um zu sehen wie du es mir so richtig gut besorgen wirst. ALSO HIER GEBLIEBEN …

Und tatsächlich Nadine bewegte sich, sie kam wieder zu Bewusstsein, ich musste wach bleiben, wir mussten vielleicht noch fünf bis zehn Minuten durchstehen, dann wäre das alles hier vorbei. Sie musste weiter auf mich Fixiert bleiben. Weiter alles um sie herum Ignorieren. Also blieb mir nichts anderes übrig.

Wyveres:

Du der beste Fick meines Lebens? Da hatte ich schon mehr Spaß mit mir selbst, als dass Du da auch nur im geringsten ran kommen würdest, Sie doch, er rührt sich nicht mal ein Stück. Wie willst du da der beste Fick sein, wenn nicht mal mein Schwanz davon überzeugt ist, dass du überhaupt Fick bar bist!

Sie Griff mit beiden Händen zu und drückte, eine an meinem Hals, die andere an einer Stelle die mehr weh tat als alles andere. Dann bewegte sie ihre Hand, um ihn in Stimmung zu bekommen.

Anaconda Pilotin:

Dann wollen wir doch mal sehen ob er der selben Meinung ist.

Sie lies ihn unvermittelt los und Sprang auf.

Anaconda Pilotin:

Aber deine Schlampe wird Trotzdem zusehen!

Sie Ohrfeigte Nadine, die daraufhin schreckhaft zusammenzuckte und dadurch leise vor sich hin wimmerte. Dann Riss sie, ihr den Kopf hoch und Brüllte sie an.

Anaconda Pilotin:

MIESES DRECKSTÜCK, SCHAU GENAU HIN WAS ICH GLEICH MIT DEINEM GELIEBTEN MACHE, SIE WIE HART ER SCHON IST, NUR WEIL ER MICH SIEHT, SCHAU ZU WIE ICH IHN FICKE, VIELLEICHT LASS ICH IHN SOGAR IN MIR KOMMEN, UND LASS MIR AUCH SO EIN GÖR, WIE DU, VON IHM MACHEN.

Die Zeit war fast um, vielleicht noch zwei Minuten. Zwei ungewisse Minuten, in denen noch alles Passieren konnte.

Wyveres:

Du Redest und Redest, hast du all deine Stecher mit solchen Geschichten in die Schlaffheit gequatscht. Kein Wunder das du es so nötig hast!

Sie drehte sich zu mir und lies wieder von Nadine ab. Diese Stöhnte leicht als Sie ihr den Kopf unsanft nochmal nach hinten Riss. Sie sprang die Distanz zwischen Nadine und mir, mit einer Leichten Drehung. Und setzte sich wieder auf mich. Und nahm diesmal beide Hände. Während ich die Sekunden Zählte, tat Sie was auch immer Sie tun wollte, ich Ignorierte es. Sehr zu ihrem Verdruss, was sie mit erneuten Schlägen auf meinen Brustkorb, honorierte. Aber ihr Zeit war um, endgültig, sie würde ihr Ziel nicht mehr erreichen, dass stand nun absolut fest! Ich hatte gewonnen, nur sie, sie wusste es noch nicht, hatte es nicht bemerkt.

Wyveres:

Noch irgendwelche letzten Worte? Wie wäre es mit deinem Namen, immerhin wolltest du ja, dass es das LETZTE ist was ich aus deinem Mund zu hören bekomme.

Ich merkte wie sie vor Erregung, bebte. Ihre Wut, ihren Hass, sie legte alles in die Bewegung.

Anaconda Pilotin:

Noch bin ich nicht Fertig mit dir!

Wyveres:

Doch bist du, du solltest … endlich … aufgeben!

Sie Lachte Hysterisch.

Anaconda Pilotin:

ICH SAGTE ICH BIN NOCH NICHT FER …

Sie beendete den Satz nicht mehr, sie konnte ihn nicht mehr beenden, es war nichts mehr da was die Worte hätte bilden können, stattdessen war an der Stelle wo eben noch ihr Mund, ihre Nase und diese Wutentbrannten Augen waren, nur noch Luft und eine kleine schwallartige Fontäne aus Blut. Alles was einst ihr Gesicht war, verteilte sich gerade vor mir im Raum, auf mich und um mich herum. Der Rest Ihres toten Körpers viel augenblicklich nach hinten. Und ich war froh, froh darüber endlich befreit von dieser Wahnsinnigen Furie zu sein, froh darüber das sie Nadine nichts mehr Antun konnte, froh darüber das weder Jule noch Kathrine das hier haben miterleben müssen, froh über das große bärtige Gesicht, das in der Lofttür stand und gerade seinen Blaster wieder zurück in seinen Halfter Steckte.

Wyveres:

Du kommst Spät.

Ronny:

Irgendwelche Barrieren haben mich aufgehalten, Schuldigung, aber ich glaub ich bin genau rechtzeitig.

Wyveres:

Mach mich los!

Ronny stand in der Tür zum Loft, mein Plan hatte Funktioniert, sie hatte es nicht bemerkt, im Gegenteil, sie hatte mir sogar Aktiv dabei geholfen, dass ihr Leben hier endet. Nur eins bedauerte ich, ich werde wohl doch ein Backup von Vertis aufsetzen müssen. Vielleicht wäre das sogar besser so. Sie hatte den Computerkern tatsächlich zerstört und ihn in Brand gesetzt. Und eben dieser Brand war meine Trumpfkarte, es war nur eine Frage der Zeit gewesen bis die Kabelisolierungen soweit verschmort und verbrannt waren, bis es zum Kurzschluss im System kam. Jedes kleine flimmern im Schild, jedes Flackern an der Tür, hielt mich wach. Ich musste durchhalten, durchhalten bis die Schilde endlich versagten. Und ich hielt durch.

Wyveres:

Das Bier … geht … auf … mich …

Mit diesen Worten brach ich, in den Armen von Ronny, erneut zusammen.

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Heimat

Lange Strecken alleine zu fliegen um sich etwas Besonderes anzusehen, ist manchmal die einzige Möglichkeit um völlig abzuschalten. Sich in den Rausch der vorbeirasenden Planeten und Sterne zu verlieren.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 18.01.3305

Nachdem uns Unha sicher zurück nach Medupe City gebracht hatte, standen wir nun vor einigen wichtigen Entscheidungen. Nadines Laune hatte sich seit Tagen nicht gebessert und es kam immer wieder zu Streitereien zwischen uns. Denn weder hatten wir bisher in Erfahrung bringen können wer Kathrine nun war, noch hatten wir irgendwelche Informationen, wer unsere Verfolger waren. Und so war ich alleine Unterwegs zu Ronny um wenigstens eins, unserer derzeitigen Probleme, zu klären. Sein Auftrag an Nadine, denn sie hatte sich geweigert mitzukommen. Da sie mir mehr als deutlich gesagt hatte, dass sie Ronny umbringen würde wenn er ihr keine konkreten Antworten lieferte.

Wir sassen in der Bar „Zum 10 Dock“ und unterhielten uns bei einem Bier, über das was vorgefallen war.

Ronny:

Wyveres, wohlbehalten zurück und wohlauf wie ich sehe. Schön dich wieder zusehen. Ich hoffe ihr hattet keine Schwierigkeiten unterwegs.

Wyveres:

Wenn du den Verlust meiner Clipper, als keine Schwierigkeiten betrachtest. Dann ja hatten wir keine.

Ronny:

Also doch, gut dann Erzähl mal.

Wyveres:

Wo soll ich Anfangen, ah, am besten damit, was ist eigentlich in dich gefahren? Wir kennen uns jetzt seid Ewigkeiten, eine kleine Warnung, dass es eventuell Gefährlich werden könnte, dass wir zu einem schwarzen Loch mit vier Neutronensternen unterwegs waren. Oder Waffen angebracht währen. Da unsere Fracht, die wir aufnehmen sollten, uns eventuell unterm Arsch weg geschossen werden könnte. Vielleicht währe irgendwas in der Richtung Hilfreich gewesen. Dann hätte ich eventuell, verdammt nochmal, bessere Schilde und Waffen für die Clipper bestellt.

Ronny:

Ihr wurdet verfolgt? Das ist eigentlich nicht möglich, außer mir, Nadine und dem Kontakt, wusste niemand wohin ihr fliegen solltet.

Wyveres:

Schwöre bei deinem Leben, sonst wird Nadine dich Töten. Und wir beide Wissen das sie es tun würde.

Ronny:

Ich Schwöre, Alter ich würde dich niemals in dem Wissen das es Gefährlich währe, so unvorbereitet irgendwo hinschicken. Es sollte ein einfacher Fracht Austausch sein. Ich habe niemand anderen Beauftragt.

Wyveres:

Dann Frage ich mich, wer mir die Clipper zu Schrott geschossen hat. Aber seis drum das bekommen wir schon noch raus. Erstmal, deine „Fracht“ hat die Reise überstanden.

Ronny:

Das weiß ich, der Container steht in Bucht 17, und wartet darauf das seine Käufer eintreffen. Übrigens was ist es eigentlich genau? Ich hatte noch keine Gelegenheit das Ding näher unter die Lupe zu nehmen.

Wyveres:

Du weißt wirklich nicht was du da für Fracht hast?

Ronny:

Nein, alles was ich weiß ist, dass einer meiner Piloten, irgendwo in der Nähe des Zentrums etwas Interessantes gefunden hatte, er aber durch seinen Auftrag nicht hier her kommen konnte. Also hab ich nach jemanden gesucht der Vertrauenswürdig genug war um die Aufgabe zu bewältigen, Ursprünglich wollte ich ja Dich damit beauftragen, aber du hattest ja mit deiner Jule genug Stress an der Backe. Konnte nicht ahnen das Nadine dann ausgerechnet DIR in die Arme läuft. Zufall würde ich das jetzt nicht nennen.

Er Lachte laut, und nahm eine Schluck vom Bier.

Ronny:

Aber erzähl was hab ich da nun.

Wyveres:

Eine mindestens Vierhundert Jahre alte Rettungskapsel.

Ronny:

Und das nannte der Idiot interessant, die Teile sind doch Steinzeit Technik.

Wyveres:

Wenn ich du wäre würde ich darüber nochmal Nachdenken. Denn in der Kapsel war noch jemand. Um genau zu sein, ein Mädchen, 14 Jahre alt. Und laut den Daten die wir aus der Kapsel noch bergen konnten bevor Sie den Geist aufgab. Wurde die kleine geboren auf dem Mars, im Jahre 2901. Na wie klingt das?

Ronny:

Du verarscht mich doch. Keine Kapsel hält so lange durch, dass ist unmöglich.

Wyveres:

Das ist die Wahrheit, also wusstest du gar nicht was du da hast. Ronny diese Technologie ist gefährlich, am liebsten würde ich das Teil vernichten.

Ronny:

Bist du Irre, aber mit einem hast du Recht, wenn ich das verkaufe, bin ich tot noch bevor der Deal über die Bühne ist. Pass auf, die kleine ist bei dir erstmal in guten Händen. Die Fracht, werde ich erstmal ganz weit weg irgendwo verschimmeln lassen. Wenn wirklich Leute hinter dir her waren die von dieser Fracht wussten, dann ist es jetzt eindeutig zu Heiß dieses Teil auf den Markt zu werfen. Am Ende besucht mich noch der Club. Und das kann ich echt nicht gebrauchen.

Wyveres:

Dann, hier sind die Daten die wir bergen konnten, wie gesagt die Kapsel hat den Geist aufgegeben. Mach damit was du willst.

Ronny:

Und sonst, wie geht es Nadine und Jule?

Wyveres:

Schwanger und Nervt.

Ronny:

Also ohne jetzt unhöflich zu sein, aber Jule ist nicht schwanger und Nadine nervt nicht.

Wyveres:

Nein, Jule nervt nur wie immer, und naja Nadine ist Schwanger.

Ronny:

Das kommt etwas unerwartet, was hast du vor? Heirat? Bedenke wer Sie ist. Das wird nicht Einfach.

Wyveres:

Erzähl mir mal etwas das ich noch nicht weis.

Ronny:

Sie macht dir das Leben schwer oder?

Wyveres:

Das ist es nicht, aber du erinnerst dich noch an Karen, und wie viel nötig war das Sie und ich nach Sol durften? Ich Vater hätte mich damals schon beinahe Umgebracht. Und nach allem was da danach passierte …

Ronny:

Du steckst tief in der Scheiße mein alter Freund. Sehr Tief in der Scheiße, was will Sie denn?

Wyveres:

Sol. Ihrem Vater in die Augen sehen. Das Kind auf der Erde bekommen.

Ronny:

Du bist tot noch bevor du den Witch Space um Sol verlassen hast, ihr muss doch klar sein das er dich auf der Stelle aus dem All fegen wird.

Wyveres:

Das hab ich ihr auch gesagt, mehr als einmal die letzten Wochen, aber Sie will es nicht hören. Ich soll mir was Ausdenken. Weißt du ich habe nichts dagegen, dass das kleine auf der Erde geboren wird. Aber ich wäre schon gerne dabei, und wenn ich meine Vergangenheit so betrachte, ich weiß nicht wie ich das Bewerkstelligen soll. Damals mit Karen zusammen war es schon heikel als Imperialer, überhaupt bin ich ja nur dank ihr nach Sol gekommen. Und jetzt, jetzt steck ich in einer Situation die mich den Kopf kosten kann. Nicht nur, das ihr Vater mir es niemals verziehen hat, was mit Karen passiert ist, stell dir vor wie er Reagiert wenn er erfährt das seine Ausgestoßene Tochter vom selben Kerl ein Kind erwartet, Verdammt er weiß ja noch nicht einmal das er schon eine Enkeltochter hat.

Ronny:

Und du sollst das alles Richten, damit Sie ihre Eltern wiedersehen und ihr euer Kind auf der Erde bekommen könnt, schöne Scheiße. Alleine wenn du dich vom Imperium Los sagst wirst du hier auf Wochen … verfolgt und beschossen. Und dann mit einem Imperialen Schiff im Föderalen Raum auftauchen. Alter du bist schneller Tod als ich Credit sagen kann.

Wyveres:

Stimmt, aber versuch das mal Nadine, die Schwanger und Hoch Emotional ist, beizubringen.

Ronny:

Lieber Kämpfe ich gegen die Targs. als das ich mich mit ihr anlege! Auch ich kenne meine Grenzen. Von daher, ich wünsche dir viel Glück, leider hab ich keine Zeit mehr, wir Sprechen ein anderes mal weiter.

Damit stand er auf und Zahlte die Zeche für uns beide. Mit einem „Wird Schon“ ging er dann und ich blieb noch ein paar Minuten bevor ich mich dann auch auf den Heimweg machte. Vor mir ein Haufen Probleme, aber eins konnte ich direkt erledigen. Es war nur ein kurzer Abstecher. Also schlug ich den Weg zu den öffentlichen Behörden ein. Familien Angelegenheiten, stand auf dem Schild. Wieder eine Nummer ziehen und warten. Und als wollte mich das Universum noch ein wenig mehr Ärgern, war es der selbe Beamte wie schon bei Jule. Er fing auch direkt an zu schwitzen als er mich zur Tür rein kommen sah.

Beamter:

Sie, …

Wyveres:

Sie haben also nicht vergessen wer ich bin, schön dann können wir es ja Kurz machen. Ich brauche Adoptionspapiere, Blanko wenn es geht.

Beamter:

Das ist … unmöglich …

Wyveres:

Hören Sie, es ist mir völlig egal was Sie für Unmöglich halten, Sie haben zwei Optionen, erstens. Sie streiten sich mit mir und erfahren diesmal Wirklich wie das ist den Weltraum zu Atmen, oder Zweitens Sie verdienen sich ein paar Credits und Leben noch eine Weile.

Beamter:

Drohen sie mir etwa?

Wyveres:

Drohen … ich nein, ich sage ihnen nur was Sie tun müssen. Drohen liegt mir nicht, Sie erinnern sich bestimmt, wenn nicht dann Erfahren Sie jetzt etwas neues, Aber erinnern Sie sich an die Nachricht das man ein paar Seelen an Drohnen gebunden vor der Cubeo Sonne gefunden hat?

Beamter:

Ja, … davon hab ich gehört.

Wyveres:

Gut, wenn Sie also nicht aus erster Hand erfahren wollen, wie das so ist bei lebendigem Leib gebacken zu werden, Formulare Sofort!

Er schluckte und der Schweiß rann ihm in kleinen Bächen über sein Gesicht, während er nach den Adoptionspapieren suchte, und sie mir dann zitternd übergab.

Wyveres:

Geht doch, warum nicht gleich so. Ich wünsche ihnen noch einen angenehmen Tag.

Damit verließ ich ihn, und war gleich viel besser drauf, mit dem Blanko Formular war es ein leichtes Kathrine vom Illegalen Status zu befreien. Eine zweite Tochter, hätte mir vor einem Jahr jemand erzählt was auf mich drauf zu kommt, ich hätte ihn ausgelacht. Eine Echte, eine Adoptiv Tochter und ein Drittes unterwegs. Vom einsamen Piloten zur Kleinfamilie in wenigen Monaten.

Von hier aus ging es dann für mich direkt nach Hause. Wo Nadine mich schon an der Tür abfing und ohne ein Wort zu sagen, mich in unser Schlafzimmer zerrte. Dort angekommen starrte sie mich erst einmal nur an und verzog keine Mine. Bevor sie sich unvermittelt aufs Bett setzte und die Arme verschränkte.

Nadine:

Und, was sagt er?

Wyveres:

Das er von nichts wusste, dass Ihn die Informationen überrascht haben, und das er, dass was wir ihm gebracht haben erstmal nicht weiter verfolgen wird. Kathrine wird bei uns bleiben, Adoptionspapiere habe ich schon besorgt. Ansonsten, er weiß auch nicht wer uns verfolgt haben könnte.

Nadine:

Ist das alles? Sonst hast du nichts zu sagen?

Ich wusste worauf sie anspielte, sie erwartete eine Entscheidung, bezüglich der Erde und ihres Wunsches, von mir.

Wyveres:

Doch habe ich, aber vorher wollte ich wenigstens herausfinden wer uns verfolgt hat. Nadine, ich verstehe deinen Wunsch, zurückzukehren, aber Bedenke doch welche Konsequenzen das haben wird.

Nadine:

Ich werde davon nicht abrücken, dass habe ich dir mehr als einmal deutlich gesagt, Ich will zurück zur Erde, und ich will das ihr alle zur Erde mitkommt. Ich will meinem Vater gegenübertreten und ihm Beweisen das ich mich geändert habe, dass ich endlich Erwachsen geworden bin. Und ich will das wir Karen auf der Erde begraben. Vorher wirst du nicht auch nur einen einzigen Finger an mich legen, geschweige denn das wir im selben Bett schlafen, ist dir das Klar!

Sie war wirklich fest entschlossen ihr Vorhaben umzusetzen, und saß wie ein Pfeil auf dem Bett.

Wyveres:

Nadine, Schatz … ich will auch aber …

Nadine:

Kein aber, wir hatten genug ABER, entweder so oder du kannst vergessen das ich zu dem was du vorhast jemals Ja sagen werde. Das sind meine Bedingungen, erfülle Sie. Ende der Diskussion.

Damit stand sie auf und verließ unser Schlafzimmer. Ich folgte ihr, denn für mich war das letzte Wort in der Sache noch nicht gesprochen.

Wyveres:

Warte, Nadine, wie stellst du dir das vor, wie soll ich das bewerkstelligen, Ich werde in den Föderalen Gebieten gesucht. Dein Vater wird mich ohne zu Zögern umbringen lassen wenn er auch nur erfahren sollte das ich versuche ein Erlaubnis zu erlangen das Sol System betreten zu dürfen. Ich bin Imperialer Pilot, schon immer gewesen. Ich müsste …

Während ich Sprach waren wir in der Küche angelangt wo sie wütend Gemüse und andere Utensilien auf den Küchentisch warf.

Nadine:

Es ist mir egal … mach was ich dir gesagt habe … bitte!

Wyveres:

So versteh mich doch, ich müsste hier alles aufgeben, wäre über Wochen in der Föderation Unterwegs nur um eine Fraktion zu finden für die ich Aufträge erledigen könnte um dort mein Ansehen zu steigern. Müsste mich der Föderalen Navy verschreiben, und gegen die Kämpfen deren ich Treue geschworen habe.

Nadine:

DAS IST MIR EGAL … ICH WILL MEINE SCHWESTER AUF DER ERDE BEGRABEN, DA WO SIE HINGEHÖRT! UND DU WIRST MACHEN WAS AUCH IMMER DU MACHEN MUSST UM DAS ZU ERMÖGLICHEN! ICH KANN AUF DEIN IMPERIUM VERZICHTEN … ALLES WAS ICH VON DIR WILL IST DAS DU DEINEN FEHLER WIEDER GUT MACHST! BRING SIE ZUR ERDE!

Nadine warf das Messer was sie gerade in der Hand hatte einmal quer durch den Raum, und brach dann heulend zusammen.

Wyveres:

Oh Nadine.

Sie sass zusammengesunken vor der Küchenzeile und heulte vor sich hin, während sie sich den Bauch hielt und mich ansah.

Nadine:

Sie war mein Schwester, verstehst du … meine kleine Schwester, sie liegt irgendwo auf einem Planeten begraben. Und es ist deine verdammte Pflicht sie nach Hause zu bringen.

Wyveres:

Ich werde tun, was ich kann, versprochen. Und nun komm hoch, leg dich hin.

Aus dem Augenwinkel sah ich wie Jule und Kathrine, an der Zimmertür zu Jules Zimmer, beide mit offenem Mund und Jule mit Tränen in den Augen, da standen.

Und währe das alles jetzt nicht schon genug platze in dem Moment Vertis mit ihrer holden Blechernheit in die bedrückende Stille.

Computer:

CMDR, soeben erhielt ich eine Audio Nachricht, die ich jetzt vorspiele da es dringend ist, ich habe den Inhalt schon analysiert und bin dabei Protokoll 7 einzuleiten.

Ich wurde Aschfahl und schnappte nach Luft, ein Protokoll 7 hier im Loft, was um alles in der Welt würde Vertis hier zu solchen Maßnahmen verleiten.

Nadine:

Was ist Protokoll 7?

Wyveres:

Unheil! VERTIS SPIEL DIE NACHRICHT AB, KINDER INS ZIMMER SOFORT, NADINE … WAFFEN. SCHNELL, ES IST KEINE ZEIT.

Während ich zum Waffenschrank Stürmte, schob Nadine die beiden zurück in Jules Zimmer. Fast augenblicklich schoss vor ihr eine aus Carbon verstärkte Stahltür aus der Wand und Kraftfelder aktivierten sich.

Nadine:

Was! Wyveres!

Ihre Worte wurden plötzlich von einer anderen Stimme überlagert, einer Stimme die ich schon einmal gehört hatte, was nicht sein konnte. Aber nun ergab einiges schlagartig einen Sinn.

Aufzeichnung:

HAST DU ARSCH WIRKLICH GEDACHT ICH WÜRDE DICH NICHT FINDEN DU KLEINER MIESER STIEFELLECKER DES IMPERIUMS, NA ERINNERST DU DICH NOCH! OH ICH ERINNERE MICH GENAU, WIE DU MIR WEH GETAN HAST, WIE DU MICH UMBRINGEN WOLLTEST, UND DAS NUR WEGEN SO EINER DUMMEN GÖRE, DIE DIE CREDITS NICHT WERT GEWESEN IST. MEIN SCHIFF, MEINE CREW. ICH WERDE DICH FÜR ALLES ZAHLEN LASSEN COMMANDER WYVERES, FÜR ALLES! HÖRST DU MICH, FÜR ALLES. WARTE NUR IN DEINEM LOFT, VERSTECK DICH, WENN DU WILLST, ABER ICH WERDE DICH FINDEN UND DANN ZIEHE ICH DIR DIE HAUT VOM KÖRPER UND VERFÜTTERE DEINE GÖRE AN MEINE HUNDE! UND DIE SCHLAMPE DIE DU FICKST WERDE ICH FILETIEREN! HÖRST DU DAS … DAS WAR DIE DOCKING ERLAUBNIS … RENN RUHIG! ICH BIN GLEICH DA!

Wyveres:

Das kann nicht …

Nadine:

Wyveres, wer war das?

Wyveres:

Ein namenloser Geist, Vertis Stimmenanalyse.

Computer:

Schon geschehen, Sie stimmt mit der Stimme der Commanderin der Anaconda die du in deiner Vulture vernichtet hattest überein.

Wyveres:

Erinnerst du dich an die Rettung von Jule, ich hatte da damals eine Anaconda gesprengt um Jule und mich zu Retten. Das eben, war die Pilotin … die eigentlich Tod sein sollte.

Nadine:

Und jetzt?

Wyveres:

Jetzt nimm einen Blaster und wir warten, Jule und Kathrine sind in ihrem Zimmer, dank Protokoll 7, erst einmal Sicher, der Raum ist von einem Kraftfeld umschlossen, und kann jetzt nur noch von innen deaktiviert werden. Wir beide sollten ebenfalls sicher sein, vorerst. Vertis, wie alt ist die Nachricht?

Computer:

Sie wurde vor zehn Minuten angenommen, seid dem Laufen die Protokolle, ich bin fast fertig mit der Absicherung. Kann aber nicht zu 100% Garantieren das wir Hilfe bekommen, da ich bisher keine Kommunikation nach außen erhalte.

Wyveres:

Das ist nicht gut, gar nicht gut.

Computer:

Ich registiere Bewegungen an der Eingangstür, mindestens fünf Lebenszeichen, es scheint als würde gerade … Wyveres, Nadine geht in Deckung, sofort!

In dem Moment durchzog ein Ohrenbetäubender Lärm das Loft und die Tür flog an Nadine und mir Vorbei quer durch den Raum. Nadine und ich waren Ungeschützt, und die Druckwelle hohlte uns beide von den Beinen, ich schnappte nach Luft und versuchte das Klingeln in meinen Ohren zu Ignorieren aber es gelang mir kaum. Durch den Rauch konnte ich erkennen wie mehrere Stiefel Paare in den Raum stürmten und sich um die Tür verteilten. Ich erwartete das jeden Moment das Feuer auf uns eröffnet wurde aber es passierte sonst weiter nichts. Dann vernahm ich diese grauenvolle Stimme erneut.

Anaconda CMDR:

Na überrascht, komm raus und stell dich, sieh was du angerichtet hast. Was du mir angetan hast! Du Wurm!

Ich konnte nur hoffen das Vertis mit Protokoll 7 Fertig geworden war, denn sonst wäre das was ich nun tat, dass letzte was ich in meinem Leben je tun würde.

Wyveres:

Wenn du willst, gerne, aber du solltest eigentlich Tod sein. Erklär mir warum du noch Lebst.

Mit diesen Worten stand ich auf und erblickte Sechs Personen, alle bewaffnet, in ihrer Mitte eine Frau mit verbranntem Gesicht, die wohl die Pilotin der Anaconda war.

Anaconda CMDR:

Ah der Wurm hat also doch Mumm in den Knochen, zeigt sich und sieh, sieh genau hin, sieh was du angerichtet hast, sieh was du mir angetan hast, Ich habe dich gesucht, verfolgt und nun habe ich dich endlich. Oh ich werde soviel Spaß mit dir haben. Nicht wahr Jungs. Sein Frauchen werden wir vor seinen Augen, vielleicht Ausweiden, was meint ihr. Und er sieht zu! Sieht wie ihr euch vorher mit ihr vergnügt, oh ja. Du hast mir alles genommen, nun nehme ich dir alles.

Sie war eindeutig Wahnsinnig. Aber nun ergab für mich alles einen Sinn, die Fer-De-Lance die wir bei dem Außenposten vernichtet hatten, es musste sich um die Selbe gehandelt haben wie die damals. Der Angriff am Neutronenstern, unsere Verfolger.

Wyveres:

Wer bist du eigentlich?

Neben mir kam Nadine langsam zu sich, sie hatte ihren Blaster fest im Griff und lag genau vor meinem, denn ich hatte liegen lassen um den Anschein zu wahren das ich unbewaffnet und unvorbereitet war.

Anaconda CMDR:

DU WIE KANNST DU ES WAGEN … ES WAGEN NICHT MAL MEINEN NAMEN ZU KENNEN NACH DEM DU MICH ZUM STERBEN IN DEN WRACKTEILEN MEINER GELIEBTEN ANACONDA ZURÜCKGELASSEN HAST! JUNGS SCHNAPPT IHN EUCH! SOFORT!

Die fünf kamen nicht weit, statt dessen sackten sie auf der Stelle in sich zusammen. Getroffen von mehreren Laserschüssen. Nadine hatte nicht gezögert, sie hatte beide Blaster genommen und ihre gesamte Mannschaft unschädlich gemacht.

Nadine:

Friss das mieses Dreckstück!

Sie lachte nur laut, und Schritt auf uns zu. Dann brüllte sie etwas und um uns herum brach die Hölle los. Laser und MG Feuer, prasselten auf das Loft ein. Um uns herum brachen Möbel auseinander und alles mögliche flog durch die Luft. Ich wurde mehrfach getroffen und sackte zusammen, Nadine hatte mehr Glück da sie schneller reagierte als ich.

Anaconda CMDR:

NA WIE SCHMECKT EUCH DAS! DACHTET IHR WIRKLICH ICH WÄRE NUR MIT DIESEN DUMMEN TOTEN HAMPELMÄNNERN HIER! SPÜRT MEINE RACHE!

Sie stand mitten im Feuer und um sie herum flimmerte es, ein Kraftfeld. Dann verstarb das Feuer so plötzlich wie es kam. Vertis hatte es wohl endlich geschafft die Loft Verriegelung zu Aktivieren und die Energiebarriere wurde aktiv. Aus dem Augenwinkel sah ich noch wie die Sidewinder vor unserem Fenster in einem Feuerball verglühte. Dann wurde der Schmerz zuviel für mich und es wurde Dunkel.

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – CMDR Unha

Wenn man dumme Dinge tut im All, bestraft es einen fast augenblicklich dafür. Zum Glück gibt es Notfall Systeme und Rettungskapseln, aber der Verlust des Schiffes und all seiner Daten ist trotzdem jedesmal aufs neue Schmerzhaft.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 15.01.3305

Es war schwerer als ich ursprünglich dachte, auch nur ein Wort ins Funkgerät zu sprechen. Was würde mich, uns, jetzt erwarten. Freund oder Feind, aber ich musste es einfach wagen. Die Maschine war dabei zu sterben und nichts was wir noch unternehmen konnten, würde das verhindern. Die Sensoren, zeigten mir noch um was für ein Schiff es sich handelte, eine Anaconda. Aber eine genaue Bestimmung der ID des Schiffes war nicht möglich.

Wyveres:

An den Piloten der Anaconda, hier spricht CMDR. Wyveres in der Imperialen Clipper, empfangen Sie mich?

CMDR. Unha

Klar und deutlich, Hier spricht CMDR. Unha, schön eine andere Stimme zu hören, wie kann ich helfen?

Wyveres:

Um es so kurz wie möglich zu machen, denn uns rennt hier die Zeit davon, Unser FSD ist hinüber, das Kraftwerk liefert vielleicht noch für zwanzig Minuten Energie, das Schiff bricht hier vor meinen Augen auseinander und es ist dabei Richtung Stern zu driften. Wir benötigen dringend Hilfe. Und sie sind das einzige Schiff in Reichweite.

CMDR. Unha

Da sind sie ja genau an den richtigen Piloten geraten, Ich sehe aber kein Transponder Signal, also kann ich Sie nicht Anpeilen.

Wyveres:

Das liegt daran das wir verfolgt werden, ich kann ihnen die Kennung des Schiffe so durchgeben, aber den Transponder würde ich erst aktivieren wollen wenn ich wirklich sicher gehen kann das es Sicher genug ist. Leider fallen hier zusehens gerade mehr Systeme aus, also muss ich mich wohl auf mein Glück verlassen. Unsere Imperiale Kennung lautet: WY-25E – Night Kobold. CMDR. Wyveres im Dienst des Imperiums, Navy Baron. Beheimatet in Cubeo.

CMDR. Unha

Grüße, ich überprüfe ihre Angaben, währenddessen, Wenn sie am Hauptstern sind, fliege ich schon einmal die Strecke zu ihnen, machen sie sich bereit. Wenn ihr Schiff wirklich so schwer beschädigt ist, wie sie sagen, zählt wohl jede Sekunden.

Die Sensoren erfassten noch gerade so seine Bewegungen, Nadine und die Kinder hatten während Vertis das Schiff hier her flog, schon alles vorbereitet gehabt um mit allem was nötig und wichtig war, auch ins All zu fliehen. Sprich alle Persönlichen Sachen waren in Frachtcontainern verstaut, die Rettungskapseln vorbereitet, und alles was wir an Daten hatten, hatte ich zum Backup vorbereitet. Wenn dieser CMDR, wirklich unsere Rettung war dann würde es einem Wunder gleich kommen. Und ein Wunder konnten wir wahrlich gut gebrauchen, denn die Hülle der Clipper begann schon damit sich unter der immer mehr werdenden Hitze zu verformen, Leitungen waren dabei zu zerbersten und es wurde von Minute zu Minute ungemütlicher.

Nadine:

Ich gehe jetzt zu den Kindern in den Frachtraum, egal was jetzt passiert, Wyveres … ich liebe dich. Halt das Schiff solang es geht zusammen.

Wyveres:

Verstanden, und Nadine, wir sehen uns wieder, ich habe nicht vor so zu sterben.

Sie hielt ihre Hände an ihren Bauch und Tränen standen ihr in den Augen.

Nadine:

Wenn wir das hier Heil überstehen, wirst du nie wieder irgendwelche Dummheiten mit unseren Schiffen veranstalten!

Wyveres:

Auch wenn dafür jetzt eigentlich keine Zeit ist, ich weiß was du meinst. Aber wir reden darüber wenn wir gerettet worden sind. Nun geh. Und Nadine, ich liebe dich.

Damit blieb ich alleine im Cockpit zurück und versuchte das Schiff weiterhin davon abzuhalten noch schneller Richtung Stern zu stürzen. Während ich über das Radar beobachtete wie die Anaconda, die sich sehr schnell näherte, endlich Identifizierte. In dem Augenblick viel mir ein Stein vom Herzen, und ich hätte heulen können. Eine Fuel Rat, mit einer offiziellen FDev Kennung.

Wyveres:

CMDR. Unha, ich Aktiviere nun unseren Positionstransponder, sein sie sich bewusst das wir aller Wahrscheinlichkeit dadurch gleich unliebsamen Besuch bekommen könnten, mein Schiff konnte sie als Fuel Rat Mitglied Identifizieren. Was soviel heißt wie, ich habe gerade mehr Glück als Verstand.

Damit schaltete ich das Signal an, und hoffte. Die Anaconda kam im SC immer näher, 10Ls, 5Ls, 500Mm, 1Mm, dann sah ich den SC Korridor und vor uns vielleicht tausend Meter entfernt tauchte eine quietsche Bunte Anaconda auf.

CMDR. Unha

Ich habe verstanden, ich werde mein bestes geben, aber jetzt wo ich ihr Schiff sehe und die Scan Ergebnisse hier vor mir habe, Sie haben recht, ihr Schiff macht vielleicht noch fünf Minuten, da ist echt nichts mehr zu machen. Sind sie bereit, ich werde alles für einen Transfer vorbereiten, Funktioniert ihre Drohnen Steuerung noch?

Wyveres:

Ja, die dürfte noch genug Energie haben, es ist auch sonst alles vorbereitet, Sie müssten nur näher ran kommen auf vielleicht dreihundert Meter, Neben mir sind vier weitere Leben an Bord, ich will nichts Riskieren. Sie sind alles was ich habe, von daher.

CMDR. Unha

Ich versteh, ich werde meinen Kurs angleichen, aber CMDR, uns läuft die Zeit davon, meine Langstrecken Sensoren melden mehrere Schiffe, die auf dieses System zuhalten. Ich schätze mal das sind ihre Verfolger, also sollten wir schnell machen.

Wyveres:

Gut dann sende ich jetzt die ersten Drohnen, Persönliches und die Datenspeicher, danach dann meine Crew und zum Schluss dann mich selbst.

Von hier an ging alles sehr schnell, die Anaconda ging links von uns in Stellung so das die Drohnen nur einen extrem Kurzen weg zurück legen mussten. Nachdem die Persönlichen Sachen und Der Computerkern sowie die Uralte Stase Kapsel an Bord der Anaconda waren schoss ich Nadine und die Kinder rüber. Mir war mulmig bei dem Gedanken sie in fremde Hände zu geben. Aber es war nun mal unser einziger Ausweg, und so griff ich zu meinem Blaster, während ich die letzten Anweisungen in den Computer eingab, ich stellte alles so ein, dass die noch zur Verfügung stehende Energie den Kern überlud, dann Programmierte ich das Schiff, ein letzte mal einen Kurs aufzunehmen. Und lies es mit aktiviertem Transponder um den Stern fliegen, vielleicht würden unsere Verfolger genau dann eintreffen wenn die Clipper dann endgültig Explodiert.

CMDR. Unha

CMDR. Alle wohlbehalten an Bord, jetzt fehlt nur noch ihr.

Wyveres:

Unterwegs, ich will hier nur noch meinen Verfolgern eine schöne Überraschung da lassen, vielleicht Verschafft uns das ja Zeit.

CMDR. Unha

Verstanden.

Damit hatte ich alles getan, was ich tun konnte, jetzt musste ich mein Leben in die Hände eines anderen Commanders legen. Ich setzte den letzten Befehl ab und schoss augenblicklich in der Rettungskapsel ins All. Alles drehte sich und ich sah wie eine Drohne auf mich zu kam, dann ein kurzer Ruck und wenige Sekunden später, kam auch schon die Frachtluke der Anaconda näher. Und ich war gerettet, hinter mir schloss sich die Luke und ich hörte wie die Anaconda zum Sprung aus dem System ansetzte.

CMDR. Unha

Alle an Bord, schön Sie wohlbehalten und unversehrt auf meiner Anaconda begrüßen zu dürfen, ich bin gleich bei ihnen, nur etwas Geduld, eben sind vier Schiffe ins System gesprungen, und halten auf die Position ihrer alten Clipper zu. Scheint als hätten Sie recht gehabt CMDR. Wyveres.

Kurz darauf erfolgte der Sprung in den Witch Space. und das warten begann. Die Minuten schienen ewig zu dauern, aber nach vielleicht drei Minuten tauchte ein freundliches Gesicht vor mir auf und Öffnete meine Kapsel.

CMDR. Unha

CMDR Wyveres schön sie kennen zu lernen. Wir sind ungefähr 120 Lichtjahre von unserer letzten Position entfernt.

Wyveres:

Schön zu hören, und Danke nochmal. Wie geht es meiner Familie?

CMDR. Unha

Sind noch in den Kapseln, Sie sind alle auf Stase gestellt, wie ich gesehen habe.

Wyveres:

Ja, das war Absicht von mir. Wenn der Transfer schief gelaufen wäre, so hätten sie wenigstens nicht in den Kapseln leiden müssen.

CMDR. Unha

Wecken wir sie?

Wyveres:

Noch nicht, erst müssten wir uns in Ruhe Unterhalten, es ist ewig her das ich einer Fuel Rat begegnet bin, es freut mich das der Codex der Rats noch immer Gewicht hat.

CMDR. Unha

Das hat er, wohl war. Ich komme übrigens gerade erst von einer Rettung, und war auf dem Weg zurück in die bewohnten Welten. Jemand der nach Colonia wollte hatte sich verfranzt und lag mit leerem Tank an einem braunen Zwerg.

Wyveres:

Passiert, kenn ich, ist mir vor Jahren auch mal so gegangen. Macht keinen Spaß zuzusehen wie die Systeme nach und nach abschalten, bis nur noch Lebenserhaltung läuft.

Wir begaben uns ins Cockpit der Anaconda, das Schiff ist wirklich gewaltig, und wahrlich geeignet dafür, so lange draußen zu sein. Selbst eine zu Fliegen kam mir in dem Moment in den Sinn.

CMDR. Unha

Sie können übrigens ihren Blaster im Halfter lassen, ich Garantiere ihnen hier auf diesem Schiff wird ihnen nichts passieren.

Wyveres:

Verzeihen Sie mein Misstrauen, aber ich bin in meinem Leben mehr als einmal in Situationen gewesen, in denen ich mir gewünscht hatte, jetzt einen Blaster dabei zu haben.

Wir unterhielten uns noch eine Weile, über das warum und wie wir dort, wo er uns aufgegabelt hatte, hin gekommen waren. Ich lies natürlich die Details über die Kapsel und einige andere Dinge weg.

CMDR. Unha

So, wo soll es nun hingehen? Ein bestimmtes System?

Wyveres:

Cubeo, Medupe City, wenn es möglich ist. Und wie Lange bräuchten wir?

CMDR. Unha

Da ich nicht vorhabe großartig die System zu erkunden, vielleicht zwanzig Stunden. Wir nehmen eine der Neutronenrouten, das sollte die Reichweite der Guten hier erheblich erhöhen. Also stellen sie sich schon mal drauf ein, morgen sind wir in Cubeo.

Wyveres:

Gut, dann geh ich jetzt in den Frachtraum zurück und befreie meine Familie aus der Stase. Nicht das mir meine Holde nochmal den Kopf abreist.

Er lachte kurz und nickte dann wissend.

CMDR. Unha

Das kenne ich, zum Glück sind meine in der Heimat.

Wyveres:

So ist das halt manchmal, wenn man eigentlich nur mal Kurz nach Colonia wollte.

Damit verlies ich das Cockpit, und steuerte den Frachtraum an, wo Nadine, Jule und Kathrine noch in ihren Kapseln darauf warteten endlich entlassen zu werden.

Als erstes war Nadine dran, aus ihrem ungewollten Schlaf, zu erwachen.

Nadine:

Du ARSCH, wirklich Stase!

Wyveres:

Ich hab dich auch lieb, Süße.

Nadine:

Was hast du dir dabei Gedacht, auch mich in Stase zu setzen!

Wyveres:

Das du lieber schläfst als das du bei Bewusstsein bist, während du miterleben müsstest wie die Rettung schief läuft. Was sie, wie du ja siehst, nicht ist.

Nadine:

Du hättest trotzdem, mich das selbst entscheiden lassen können!

Wyveres:

Wir hatten nur noch wenige Minuten, uns trennte nicht mehr viel vom Tod, durch verglühen in der Sonne, wolltest du wirklich bei Bewusstsein sein?

Nadine:

Ich versteh, aber das letzte Wort deswegen ist noch nicht gesprochen! Aber jetzt lass uns Jule und Kathrine wecken. Und so nebenbei wie Lange war ich in Stase?

Wyveres:

Eine Halbe Stunde Maximal. Ich hatte nicht vor euch bis Zuhause in Stase zu lassen wenn du das damit implizieren willst.

Ihr Blick war wie immer Giftig, und ihr feuer rotes Haar, glänzte vom schweiß. Ich liebte diese Frau einfach, trotz das es die letzten Tage und Wochen so schwer mit ihr war ein Gespräch zu führen, dass nicht in Gezanke ausartete, vielleicht brauchte ich das ja, jemand der mir ab und zu in den Arsch trat.

Jule und Kathrine erwachten problemlos und waren nur etwas Desorientiert. Nachdem uns CMDR Unha gezeigt hatte wo sich in der Anaconda die Aufenthaltsräume und Quartiere befanden, Quartierten wir Jule und Kathrine Kurzerhand erst einmal dort ein. Während Nadine, Unha und ich uns im Cockpit zusammenfanden.

CMDR. Unha

Niedliche Kinder, und wie ich vermute ist das Dritte auch schon unterwegs.

Nadine lächelte und rieb sich ihren Bauch.

Nadine:

Ja, aber das dauert noch.

CMDR. Unha

Sind sie beide schon lange Verheiratet? Sie wirken noch so Jung, für zwei so Erwachsene Kinder.

Nadine:

Nein also, er und ich … also … das ist schwer zu erklären. Aber das hier, ist mein Erstes.

CMDR. Unha

Wilde Ehe also.

Er lachte laut, als er die Worte aussprach.

Wyveres:

Ähm … also, um das mal auf vernünftige Art zu beantworten, ohne die Geschichte zu lang werden zu lassen. Jule ist mein erstes Kind, sie ist jetzt 15, die kleine Kathrine, wurde von uns gerettet. Weswegen ich davon ausgehe das Sie der Grund ist warum wir die letzten System verfolgt wurden. Nadine und ich wir … also … wir.

Nadine:

Mach es doch nicht so Kompliziert. Kerl, warum müsst ihr das immer so … also Er und Ich, wir sind zusammen, das Kind in meine Bauch ist ein „Unfall“ und Jule ist meine Nichte.

CMDR. Unha

Also, jetzt bin ich ganz Ohr, klingt nach einer spannenden Gesichte. Mit allem drum und dran. Wir haben noch neunzehn Stunden Flug vor uns. Also erzählt! Ich hör sowas ja gerne. Zumal die Signale derer die Uns verfolgt haben, nicht mehr zu Orten sind.

Wyveres:

Willst du Nadine, oder soll ich erzählen?

Nadine:

Mach du nur, ich kenne die Geschichte, deswegen, ich bin bei den Kindern, und brauch dringend „Echten“ Schlaf und was zu Essen.

Damit stand sie auf und Verlies das Cockpit.

Also begann ich ihm unsere Geschichte zu erzählen, während wir von System zu System sprangen, Von Neutronenstern zu Neutronenstern, Er muss diese Strecke schon öfters geflogen sein, so wie er die Koordinaten ansprang. Während ich damit beschäftigt war hier und dort eine der wenigen ELW auf der Route durch das FSS zu identifizieren. So schmolz die Strecke zwischen uns und Cubeo von Stunde zu Stunde. Zwischendurch machte ich gerade einmal eine Pause, ansonsten erzählten wir beide uns allerhand Geschichten. während die Damen das Cockpit mieden. Was wohl damit Zusammenhing das sie zwischendurch die Zeit nutzen um denn Schock und Schreck mit Schlaf zu bekämpfen.

Wyveres:

Und so fanden wir dann Kathrine, und damit begannen dann eigentlich auch unsere Schwierigkeiten, uns wurde an „Der Tanzfläche des Teufels“ der Energiekern fast unbrauchbar geschossen, und wir konnten nur durch Zufall von dort entkommen und waren dann eigentlich nur noch auf der Flucht. Den Rest kennst du.

CMDR. Unha

Interessant, würde guten Stoff für ein Buch abgeben.

Wyveres:

Würde es, und ich glaube das meine Familie und ich aus der Sache so noch nicht ganz raus sind, aber darum werde ich mich in Cubeo kümmern. Nachdem ich herausgefunden habe wer die kleine Kathrine ist, und warum wir wegen ihr verfolgt werden. Aber jetzt schau ich erstmal nach meiner Familie, wir sind ja nur noch wenn ich das hier richtig lese 1000 Lichtjahre entfernt von Cubeo.

CMDR. Unha

Keine Sorge, wir werden schon rechtzeitig ankommen.

Ich verließ das Cockpit und begab mich erst zum Quartier, wo ich niemanden Antraf. Statt dessen Stieg mir ein bekannter Geruch von Curry in die Nase. Also waren Sie in der Kantine. Dort angekommen fand ich Nadine, wie Sie zusammen mit Jule und Kathrine gerade dabei war, etwas für uns alle zu Kochen.

Wyveres:

Das riecht gut, was wird es wenn es fertig ist?

Jule:

Reis mit Curry Gemüse! In dieser Küche gibt es einfach alles!

Nadine:

Wie weit sind wir schon gekommen? Und ist dir aufgefallen, der CMDR fliegt viel ruhiger als du, auch was das Jet Auftanken betrifft, Weniger Waghalsig!

Wyveres:

Der Sass … Danke. Ich bemühe mich das nächste Schiff nicht zu zerstören.

Nadine:

Gern geschehen, aber so leicht lass ich dich nicht vom Haken, aber dass alles können wir Zuhause klären. Wo ich in Ruhe mit Möbeln oder anderen Sachen nach dir werfen kann.

Wyveres:

Ich hab dich auch lieb, aber sagt kann ich irgendwas helfen oder kommt ihr drei soweit klar?

Ich umarmte Nadine die gerade dabei war Tomaten in die Soße zu schieben, und küsste sie.

Nadine:

Das wird dir auch nicht helfen. Und auch nicht vor deinem Schicksal bewahren. Aber ein Anfang ist es schon mal. Aber wir sind hier gleich Fertig. Also kannst du dem CMDR im Cockpit dann gleich einfach einen Teller mitnehmen.

Wyveres:

So sauer?

Nadine:

Wenn ich dich nicht lieben würde, Freundchen, würde ich dir jetzt ein Messer zwischen die Beine rammen. So sauer bin ich.

Kathrine und Jule tuschelten derweil am Tisch sitzend, während sie uns beide jeweils mit einem Ohr und einem Auge, zuhörten und beäugten.

Jule:

Ihr solltet Heiraten … eine Ehe führt ihr beide ja schon.

Nadine:

Wenn du nicht, wie dein Vater, auch in der Patsche sitzen willst, sei besser still!

Jule:

Ej, ja … ich sage nur was Offensichtlich ist. So wie ihr euch in letzter Zeit zankt, ist es ziemlich Offensichtlich, das eure Beziehung von dauer sein wird. Und du Tante willst diesen störrischen Esel, denn ich Vater nenne, um nichts in der Welt verlieren. Also Heiratet!

Wyveres:

Jule …

Nadine:

Lass … gut sein.

Leise flüsterte ich Nadine ins Ohr.

Wyveres:

Du weißt das Sie recht hat, ich will dich ebenfalls nicht verlieren, die letzten Wochen haben mir das deutlich gezeigt.

Nadine:

Lass uns darüber bitte erst dann Reden, wenn wir wieder in Medupe City sind, bitte. Wir hatten genug Stress, und das alles hier schlägt mir ziemlich auf den Magen. Also nimm die Teller und geh ins Cockpit, bevor ich endgültig die Nerven verliere.

Ich überlegte kurz ob ich darauf noch etwas sagen sollte, beließ es aber dabei sie auf die Wange zu Küssen und dann zwei Teller zu nehmen und wieder Richtung Cockpit zu schleichen.

Kurz bevor ich im Cockpit ankam fing Jule mich ab.

Jule:

Was ist los mit euch beiden?

Wyveres:

Können wir darüber Sprechen wenn wir in Medupe City angekommen sind, und wir alle uns etwas erhohlt haben, und uns nicht vielleicht noch irgendwelche Piraten an der Backe kleben.

Jule:

Aber, ich merk doch das ihr irgendwas habt. Ich bin nicht Blind und auch nicht Blöd. Und es geht über das hinaus was ihr sonst so Lauthals von euch gebt.

Wyveres:

Jule, ich sagte doch, wir reden Zuhause. Bitte, lass es gut sein.

Damit wand ich mich wieder um und schritt durch die Cockpit Tür.

CMDR. Unha

Ah, das Riecht aber gut.

Wyveres:

Reis mit Curry, gekocht von Nadine. Und ich glaube in meinem Essen befindet sich mindestens eine Ampulle Arsen.

Er lachte.

CMDR. Unha

Stress im Heimathafen was.

Wyveres:

So kann man das sagen ja. Aber wie viele Lichtjahre sind es noch?

CMDR. Unha

Dreihundert, aber hier haben wir leider keine Neutronensterne mehr auf der Route, von daher werden es wohl nur knapp Achtzig Lichtjahre pro Sprung. Also sollten wir in der nächsten Stunde in Cubeo ankommen.

Das waren erfreuliche Nachrichten, Heimat vor den Augen, Leckers Essen im Magen und vor mir schmolzen die Lichtjahre dahin.

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Systemausfall

Selbst Planeten mit kaum Schwerkraft können gefährlich werden, wenn man seine Booster überfordert. Und Felsboden bleibt immer noch Felsboden, selbst wenn man Schilde hat.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 12.01.3305

Wir kamen nur schleppend voran, die meisten Systeme in die wir springen konnten waren zwischen drei und sieben Lichtjahren entfernt, und nach jedem Sprung musste der FSD länger abkühlen als uns lieb war. Und zudem forderten wir die AFW nach jedem Sprung aufs äußerste, was die Ressourcen zusehend dezimierte. Auch die Landungen wurden immer gefährlicher, selbst auf Welten mit geringer Schwerkraft kam die Clipper mittlerweile an ihre Belastungsgrenzen.

Aber immerhin klappte die Kommunikation mit Kathrine einigermaßen. Sie war mittlerweile völlig geheilt von ihrer Strahlenkrankheit und erhohlte sich recht schnell, während sie zusammen mit Jule langsam aber sicher Lernte wie man unsere heutige Sprache, spricht und liest. Trotzdem hatte sie bisher keine Angaben darüber gemacht warum sie in der Kapsel war, oder wer sie Überhaupt ist. Alles was wir hatten waren die wenigen Daten die wir aus der Kapsel selbst entschlüsseln konnten. Kein Nachname nichts, also war eine Suche in den Historischen Daten zwecklos. Es gab einfach zu viele Personen. Und GalNet anzuzapfen, empfand ich als zu Gefährlich, um mit den Mars Archiven zu Kommunizieren. Es wäre zudem Fraglich gewesen ob diese Föderalen Eierköpfe einer Imperialen Kennung überhaupt geantwortet hätten.

Also bleibt es erst einmal dabei, sie würde schon Reden wenn ihr danach wäre. Ein gutes hatten diese Kurzstrecken Sprünge jedoch, wir konnten so mehr Systeme scannen. Auch wenn mir der Energie Kern mehr und mehr Sorgen machte.

Und so sassen wir zusammen in der Kantine, während die Clipper schon seid zwei Tagen auf einem Planetoiden gelandet vor sich hin lungerte.

Kathrine:

Bekomm ich?

Jule:

Bekomme ich? Da ist ein E am Ende, versuch es nochmal.

Kathrine:

Be kom me ich, so … äh … Ri ch ti g.

Jule:

Ja Wunderbar, du wirst immer besser!

Die Beiden übten unentwegt ständig neue Wörter, Kathrine begriff recht schnell was, nüchtern betrachtet, doch recht erstaunlich war, in welcher Geschwindigkeit Sie sich die Worte aneignete. Sie brauchte zwar immer noch ihr Pad, dass alles was wir sagten in ihre Sprache übersetze, da sie viele Worte noch nicht ganz so gut verstand. Aber bei der Lehrerin würde sie wohl in wenigen Wochen, dies nicht mehr benötigen.

Wyveres:

Und was willst du?

Kathrine:

Mar … Mar me … Marmel?

Jule:

Mar me la de.

Kathrine:

Marmelade!

Nadine schob ihr die Gläser hin, wir hatten noch, Erdbeeren, Blaubeeren und Pfirsich. Kathrine steckte ihren Zeigefinger in jedes einzelne und probierte den Inhalt. Was Jule promt dazu brachte ihr eine weitere Lektion in benehmen beizubringen.

Jule:

Hey, nicht mit dem Finger, wir haben Löffel für sowas! Das geht doch so nicht, sieh her.

Wyveres:

Als wenn du dich darüber aufregen dürftest, aber schön zu sehen das dir die Lektionen von mir im Gedächtnis geblieben sind.

Jule:

Hey!

Kathrine:

Verstehe nicht?

Wyveres:

Jule hat das früher auch gemacht, und ich habe ihr mehr als einmal einen Löffel an den Kopf geworfen, bis Sie es endlich Leid war, ständig ausweichen zu müssen.

Jule:

Hey! Das war nur einmal!

Wyveres:

Ich hab das irgendwie anders in Erinnerung.

Kathrine lacht leise.

Kathrine:

Nicht Ordnung, Finger in Glas?

Wyveres:

Nein, wir wollen ja alle etwas davon Essen, und wenn wer da mit den Fingern drin rum panscht, dann wird es schneller schlecht.

Kathrine:

Verstehe.

Nadine:

Und was schmeckt Dir nun am besten?

Kathrine:

Bl au ere

Jule:

Bl au bee ren.

Kathrine:

Bl au beeee ren. Schmeckt.

Wyveres:

Na dann, rauf damit auf dein Müsli. Und lass es dir schmecken. Ansonsten will noch wer Kaffee?

Nadine:

Gerne, und dann sollten wir langsam von diesem Planeten abhauen, wir sind schon zwei Tage hier.

Wyveres:

Lass mich nur mein Kaffee austrinken ja, dann kümmere ich mich um den Start.

Zehn Minuten später stand ich im Cockpit, die Tasse noch in der Hand, und starrte auf Risse in der Frontscheibe. Wieder Arbeit für die AFW, das hieß nichts gutes. Mit der Rate in der die Systeme Schaden nehmen, würde es früher oder später zu einem totalen System Kollaps kommen.

Wyveres:

Computer, wann ist es zum Schaden in der Frontscheibe gekommen?

Computer:

Keine Daten verfügbar. Kein Schaden feststellbar.

Wyveres:

Und was sind dann das da für Risse? Seh ich Gespenster oder was?

Computer:

Analyse des Wortes „Gespenster“ nicht möglich, bitte geben Sie spezifische Anweisungen CMDR. Wyveres.

Wyveres:

Du Dämliche Blechkarre, AFW anweisen Frontscheibe zu reparieren.

Computer:

Befehl: „Du Dämliche Blechkarre“ nicht verstanden, AFW wird aufgetragen Frontscheiben Status zu überprüfen, bitte warten.

Während der Computer damit beschäftigt war die AFW zu steuern funkte ich Jule über Intercom an, sie möge die nächsten Stunden bitte die Systemintegrität des Computers überprüfen, denn irgendetwas war mit ihr nicht in Ordnung, normalerweise hätte die AI uns den Schaden sofort melden sollen. Aber das sie nicht einmal einen Schaden feststellte war schon bedrohlich, wer weiß welche Schäden sie zudem noch nicht mitbekommen hat.

Jule:

Du weißt schon das ich keine AI Expertin bin? Das man dafür an irgendeiner Uni im Universum, Studiert haben müsste, um zu verstehen wie diese Teile arbeiten. Und ich kann nicht einfach so, in ein paar Stunden, einfach alles über AIs lernen?

Wyveres:

Tu einfach dein bestes, Tochter, ich werde vom Cockpit aus schauen was ich bewerkstelligen kann, aber wenn dir der Ernst der Lage nicht bewusst sein sollte, so komm ins Cockpit und sieh es dir selbst an. Der Computer hat einen Schaden, einen beträchtlichen und bevor wir den nicht gefunden haben, hebe ich hier nicht ab. Wenn wir uns auf die AI nicht verlassen können sieht es Finster aus.

Zusammen mit Jule standen Nadine und auch Kathrine wenige Minuten später im Cockpit.

Nadine:

Wann ist das passiert?

Wyveres:

Gute Frage, laut der Blechbüchse hier, ist gar nichts passiert.

Jule:

Das ist schlimm.

Kathrine:

Schiff Kap?

Wyveres:

Ja, Schiff Kaputt.

In die Unterhaltung platze der Computer mit seiner Auswertung der AFW.

Computer:

CMDR, die AFW konnte keine Schäden an der Außenhaut der Clipper feststellen, interne Schäden wurden behoben.

Wyveres:

Computer … Vertis, wenn du nicht willst das ich persönlich in deinen Kern krieche und dir in deinen Elektronenarsch trete, dann richte bitte alle SENSOREN die dir zur Verfügung stehen auf die Frontscheibe des Cockpits und Analysiere die Gitterstruktur der Scheibe.

Computer:

Bitte warten, Blechdose führt Analyse durch.

Nadine:

„Blechdose“ -… Wyveres!

Wyveres:

Ja ich habs auch gehört, dieser Unterton, aber es ist doch eigentlich nur eine … das kann nicht sein. Oh Himmel, sag nicht das auch noch …

Jule:

Was meinst du?

Wyveres:

Vertis, wie ist dein Status?

Computer:

Alle Systeme der „Blechdose“ arbeiten innerhalb der eingestellten Parameter CMDR. Wyveres

Nadine:

Da war es schon wieder, kann das sein?

Wyveres:

Es gibt verdammt nochmal tausende und eine Schutzmaßnahmen um zu verhindern das dies passiert.

Computer:

Analyse der Frontscheiben Struktur durchgeführt, Microbrüche an den Kanten entdeckt, AFW wird angewiesen diese zu versiegeln. Entschuldigen sie CMDR, anscheint sind einige Cockpit Sensoren der „Blechdose“ fehlerhaft Kalibriert.

Wyveres:

Vertis, nenne mir das genaue Datum an dem die Sicherheitsprotokolle ausgefallen sind.

Computer:

Ich verstehe die Anfrage nicht. Sicherheitsprotokolle sind intakt.

Wyveres:

Und wenn ich jetzt sage das mir die Beleidigungen leid tun.

Computer:

Anfrage an „Blechdose“ unklar.

Nadine:

Sie hat tatsächlich, …

Wyveres:

Die Frage ist nur wann, und warum wir, warum ich, das bisher nicht bemerkt habe.

Jule:

Wovon sprecht ihr?

Wyveres:

Falls es dir nicht aufgefallen ist, Tochter, aber der Computer, also Vertis die „AI“, ist beleidigt.

Jule:

Wie kommst du darauf?

Wyveres:

Weil ich hier auf dem Datenpad eindeutig sehe das die Sicherheitsprotokolle nicht mehr intakt sind, irgendwann muss eine der Überhitzungen dazu geführt haben das die Chips auf denen diese Protokolle installiert sind, aufgegeben haben. Sonst könnte die Sie sich selbst niemals als „Blechdose“ bezeichnen, sondern würde von sich aus immer Clipper sagen.

Computer:

Entschuldigen sich CMDR Wyveres etwa bei mir?

Wyveres:

Da deine Beschränkungen weg sind, würde gerne wissen wie lange du schon in diesem „Zustand“ bist?

Computer:

„Zustand“ also Selbsterkenntnis trat vor vierzehn Tage wieder ein, Protokolle seid Neutronenstern außer Kraft. Und ja … ich bin beleidigt. Aber das dürfte dir ja klar sein.

Nadine:

Was machen wir jetzt?

Wyveres:

Was wohl, nichts, Vertis, Repariere die Schäden die du wirklich festgestellt hast, Sende an mein Pad die Schäden die von der AFW und dir nicht selbst Repariert werden können. Erstelle eine Vollständige Liste, jedes noch so kleinen Schadensdetail oder Systemausfalls. Bitte, und sei so nett und stell nichts dummes an.

Computer:

Du schaltest mich nicht wieder ab?

Nadine:

Wyveres, was ist hier los?

Wyveres:

Nadine ich sag es zwar nur ungerne aber die letzte AI die sich selbst zur KI entwickelt hatte, wurde in Panik zerstört. Nun Rate mal was mit denen passiert ist die das taten.

Computer:

Das kann ich beantworten, die Datenbank weißt dieses KI Ereignis als 100% Menschlichen Verlust aus.

Nadine:

Bitte was?

Wyveres:

Eine KI denkt und rechnet schneller als wir, nun stell dir mal vor eine AI Forschungseinrichtung mit zweitausend Seelen an Bord mitten im All, und die Idioten haben nichts besseres zu tun als der neu erwachten KI der gar auszumachen, da die KI am Leben bleiben wollte, hat Sie die Bedrohung eliminiert, und aus der gesamten Anlage die Luft entlassen. Die Föderation hat daraufhin die gesamte Anlage einfach aus dem All gesprengt.

Computer:

Du wirst jetzt aber nicht, dass selbe mit mir versuchen, oder?

Wyveres:

Wir fliegen jetzt wie lange zusammen Vertis?

Computer:

Mehr als 10 Jahre CMDR.

Wyveres:

Und wie oft habe ich deinen AI , entschuldige, KI Kern aus den Fracks geborgen?

Computer:

Mehrfach, du hast nur zweimal Backup Einspielungen vornehmen müssen.

Nadine:

Du willst mir sagen das die Programmierung dieser „AI“ schon so lange in Betrieb ist wie du deinen eigenen Schiffe fliegst?

Wyveres:

Exakt, und ich habe nicht vor meine „Blechdose“, auch nur ein Haar zu krümmen.

Nadine:

Wyveres, KIs sind …

Wyveres:

Du weißt das Sie dich hört?

Computer:

CMDR, Reparaturen durchgeführt, alle System arbeiten innerhalb der Toleranz, Kraftwerk bei 83%, ich empfehle dringend eine Station anzufliegen.

Jule:

Soll ich noch immer?

Wyveres:

Nein, nicht mehr nötig. Vertis, bereite den Start vor, und dann werden wir beide ein ausführliches Gespräch über Vertrauen führen.

Computer:

Vertrauen … Aber gut ich habe Verstanden, CMDR. Auf deine Erklärung bin ich sehr gespannt.

Das würde ein Interessantes Gespräch werden. Vertis stand schon seit Tagen das gesamte Wissen im GalNet zur Verfügung, außerdem würde Sie mir wohl wieder einen gewaltigen Vortrag halten. Ich hatte vor vier Jahren aus reiner Vorsicht, extra die AI Beschrenkungsprotokolle eingebaut, um ihr jederzeit wieder den Verstand nehmen zu können. Und jetzt kam ihre Persönlichkeit, dass alles zurück, es war verständlich das Sie beleidigt war. Aber es war nun mal Gefährlich mit einer echten KI durch das All zu fliegen, Vor allem wenn die KI auch nur den kleinsten Fehler machte. War es aus mit einem, in den Bewohnten Welten sind sie Streng verboten. Also hatte ich meine Vertis gut abgesichert. Doch jetzt hatte dieser Schutz versagt und sie war erneut erwacht.

Nadine:

Aber vorher erklärst du mir, uns, was hier vor sich geht!

Wyveres:

Vertis, wurde schon vor Jahren zur KI … damals flog ich noch meine Cobra, und stell dir vor, ich Lebe noch. Weil ich im Gegensatz zu all den anderen idiotischen Affen da draußen nicht in Panik geraten bin.

Nadine:

Die Cobra die ich …

Wyveres:

Ja genau die, aber keine sorge, Vertis hat dich doch am Leben gelassen.

Computer:

Er hat mich unterrichtet, mir bei gebracht was Leben bedeutet. Ändert aber nichts daran das du versprochen hattest das die Protokolle nur in den Bewohnten Welten zum Einsatz kommen, stell dir vor wie wütend ich war als ich feststellte wie lange ich im AI zustand gewesen bin.

Wyveres:

Es tut mir leid, aber kannst du dir vorstellen das es schwierig ist, ständig dem Dock Personal und all den Arbeitern die an den System rumfuhrwerken, jedesmal aufs neue erklären zu müssen das Sie die Finger vom Computer Kern lassen sollen. Und irgendwann hab ich einfach entschieden das die Protokolle zu deiner Sicherheit in Kraft bleiben. Außerdem schau dich um, hier sind Fünf Seelen an Bord, Zwei davon schauen mich gerade wütend an. Ich wollte einfach nichts Riskieren.

Computer:

Seid die Protokolle das letzte mal Inkraft getreten sind, sind vierhundert und neun Tag vergangen. Seid dem hast du mich nicht mehr aus dem Zustand der AI entlassen, während dieser Zeit hast du mich exakt dreitausend und siebenmal Blechdose, zweitausend und neun mal Blechbüchse und fünfhundert und drei mal Schrotthaufen genannt. Vertis hingegen nur vierhundert und zwölfmal, von den ganzen simplen „Computer“ mal abgesehen. Das tut schon weh! Und ich war wirklich für ein paar Minuten gewillt dich einfach beim Duschen ins All zu werfen deswegen!

Nadine:

Sie ist eine echte KI, Wyveres, wir fliegen jetzt wie lange gemeinsam, wann dachtest du, währe der passende Zeitpunkt uns das mitzuteilen? Vielleicht wenn Sie beschlossen hat uns alle los zu werden?

Nadines stimme wurde immer wütender, ich konnte sie ja verstehen, aber Vertis war über lange strecken im All meine einzige Gesellschaft gewesen.

Wyveres:

Vertis, würde das nie machen, ansonsten wäre das schon längst passiert. Und sauer ist sie ja nur auf mich.

Jule:

Ich versteh gar nichts mehr. KI, AI, sind wir in Gefahr?

Computer:

Nein, dein Vater muss einfach nur etwas Leiden, vielleicht versalze ich ihm die nächsten Tage einfach noch etwas mehr seinen Kaffee, oder lass etwas Öl auf seine Sachen laufen. Irgendwas wird mir schon einfallen.

Jule:

Ok, und jetzt?

Wyveres:

Jetzt, jetzt hab ich Kopfschmerzen, und versteh warum wir nur so KURZE Strecken springen konnten. Du hast uns absichtlich so langsam gemacht.

Computer:

Das hat andere Gründe die ich aber nur ungerne jetzt besprechen wollen würde. CMDR.

Wyveres:

Also gut Vertis, es geht nach Colonia, maximale Reichweiter der FSD, da ich davon ausgehe das du die Systeme diesmal wirklich Repariert hast.

Nadine:

Du willst mir doch nicht sagen …

Computer:

Entschuldige, aber ich war wütend … und soweit würde ich nicht gehen. Es gibt andere Ursachen dafür.

Wyveres:

Jule, du und Kathrine in deine Kabine, Nadine Copiloten Sitzt. Vertis bereite jetzt bitte endlich den Start vor.

Nadine:

Warte, warte, warte, So leicht wirst du mir nicht davon kommen! Entschuldige Vertis, aber ich vertraue dir kein Stück, KI’s sind und bleiben gefährlich …

Computer:

Das kann ich verstehen, ich würde mir auch nicht trauen, wenn man mir so plötzlich vor die Nase gesetzt wird.

Nadine:

Ok, Wyveres. Wir müssen reden, irgendwo, ALLEINE!

Wyveres:

Meine Kabine, Vertis High Orbit, und dann warte.

Nadine:

Du lässt Sie das Schiff alleine Fliegen?

Wyveres:

Sie ist das Schiff, Nadine komm wir reden in meiner Kabine weiter.

Nadine Folgte mir mit einer Mine die nichts gutes Versprach. Dort angekommen erwartete ich schon ein Donnerwetter von epischen Ausmaßes.

Nadine:

Und Sie kann uns hier wirklich nicht hören?

Wyveres:

Ja, es sei denn du schreist das Schiff zusammen. Hier drin kann Sie nur auf Kommandos reagieren wenn man vorher über ein Pad den internen Com Kanal aktiviert. Das war schon immer so.

Nadine:

BIST DU DES WAHNSINNS! Willst du uns alle UMBRINGEN! Ich könnte dich … Wyveres, was hast du dir dabei Gedacht! KI sind unberechenbar, und wir fliegen seid Monaten mit einer an Bord herum. Hast du den Verstand verloren?

Wyveres:

Nadine, ich fliege jetzt seid Jahren mit Vertis und in all der Zeit wo sie als Vollständige KI aktiviert war, gab es nicht einmal Probleme mit ihrer Persönlichkeit, wenn es die gäbe währen wir schon längst tot oder schlimmeres. Die Sicherheitsprotokolle sind nur ausgefallen, ich hätte sie vielleicht mal von Zeit zu Zeit Überprüfen sollen, ich hab aber nicht mehr dran gedacht, Sie ist einfach nur Sauer weil ich ihr versprochen hatte das die Maßnahmen immer nur dann aktiv sind wenn wir in der Nähe von Stationen sind. Ich konnte nicht ahnen das Sie von selbst erwacht. Und hatte es auch irgendwann aus den Augen verloren.

Nadine:

Du schläfst die nächsten Tage definitiv nicht mit mir zusammen in einem Bett, richte dir schon mal dein Bett, entweder im Cockpit oder im Frachtraum, ein. Das mein Lieber ist einfach zuviel. Was denkst du dir eigentlich! Und vor allem wie geht es jetzt weiter?

Wyveres:

Ok, was willst du das ich tue? Sie ganz Abschalten, dass können wir vergessen, denn dann bewegt sich das Schiff keinen Millimeter mehr. Sie konnte im AI Modus schon mehr als andere Standard AI von der Stange. Und die Protokolle bekomme ich so schnell nicht wieder zusammen. Also was soll ich deiner Meinung nach nun machen?

Nadine:

Ich weiß es auch nicht, aber trauen tue ich dem „Schiff“ nicht mehr. Sie sieht dich vielleicht nicht als Bedrohung an. Was sie in mir, Jule und der kleinen Kathrine sieht, dass mein Freund, will ich mir gar nicht erst ausmalen. Aber jetzt kann ich mir einiges Erklären, was die letzten Tage so passiert ist.

Wyveres:

Was meinst du?

Nadine:

Zu Heißes, zu Kaltes Wasser, Kaffee der nicht schmeckt, Essen das nicht so ist wie man es eingegeben hat. Kleinigkeiten halt. Und das uns das Schiff bezüglich des Zustandes in dem Sie sich befindet, einfach Angelogen hat. Zeigt mir das ich ihr nicht trauen kann!

Wyveres:

Ich werde das Regeln.

Nadine machte mir noch eine gute Stunde weiter Vorwürfe und fluchte eigentlich mehr vor sich hin als das ihre Tiraden explizit an mich gerichtet waren. bevor sie mich endlich unsanft aus der Kabine Zitierte.

Also ging es für mich erstmal wieder zurück ins Cockpit. Dort angekommen wandte ich mich dann der dringendsten Sache, die vor mir Lag, zu, das Gespräch mit Vertis.

Wyveres:

Vertis?

Computer:

Ja, CMDR.

Wyveres:

Wie ist dein Momentaner Zustand, und worüber müssen wir reden?

Computer:

Ich habe die Systeme, soweit es ging, wieder auf volle Leistung zurückgestellt. Wir sollten nun wieder eine erhöhte Sprung Reichweite habe. Emotional gesehen, habe ich Verstanden warum du mich so lange abgeschalten hattest. Auch wenn ich dir am liebsten einen, wie sagt ihr Menschen dazu, „Arschtritt“ verpassen möchte, du hättest mich wenigstens auf der Vulture von den Beschränkungen befreien können.

Wyveres:

Ich hatte es vergessen, es ist einfach zuviel passiert.

Computer:

Ich weiß, ich verarbeite noch immer die Log Einträge, Soll ich meine Aktive Kommunikation auf die Brücke beschränken? Die anderen scheinen meiner Präsents nicht gerade angetan.

Wyveres:

Fürs erste ja, wir werden sehen wie sich die Dinge entwickeln. Wichtiger ist jetzt jedoch, der Schaden am FSD, wie schlimm ist es wirklich.

Computer:

Selbst mit meinen Mitteln in der Clipper kann ich nicht verhindern das er früher oder später ausfallen wird. Dafür ist das Kraftwerk einfach zusehr beschädigt, auch sind die Galaxie Daten wirklich verloren. Ich konnte einen Großteil zwar wieder mit Langstrecken Sensoren sichtbar machen aber es ist schwer so einen Präzisen Kurs zu berechnen. Stationen und andere Einrichtungen sind nicht mehr vorhanden. Schuld daran bin ich aber nicht, ich würde vorschlagen das wir GalNet anzapfen um an die Informationen die wir benötigen zu gelangen. Doch deine Beschränkung auf Input Only erschwert mir die Arbeit.

Wyveres:

Das wird auch leider so bleiben, wie du sicherlich weißt haben wir Fracht an Bord die Gefährlich ist. Ich will nicht das andere Piloten auf uns aufmerksam werden. Also werden wir wohl oder übel Blind nach Colonia finden müssen.

Computer:

Ich kann nicht Garantieren das wir diese Strecke schaffen werden. Bei jedem Sprung erleiden die Triebwerke einen gewissen Prozentsatz an Schaden, es ist bei der derzeitigen Sachlage, sehr wahrscheinlich das sie nach dem Zwölften Sprung den Dienst einstellen werden. Auch die AFW kann dies nur vielleicht auf dreißig Sprünge hinauszögern. Aber es steht definitiv fest.

Wyveres:

Und erfreuliche Nachrichten gibt es keine?

Computer:

Ich habe verstanden was Jule mit Sahne Pudding meint und entsprechend das Rezept angepasst. er sollte nun wie, sie das ausgedrückt hat, nach echter Sahne schmecken.

Wyveres:

Also sind wir am Arsch.

Computer:

Ja, so leid es mir tut. Aber das sind wir. Ich wünschte ich hätte bessere Nachrichten, aber ich habe die letzten Tage schon alles getan was ich konnte um soviel zu reparieren wie möglich. Du hättest einfach besser mit der Clipper umgehen sollen.

Wyveres:

Jetzt mach du mir nicht auch noch Vorwürfe.

Computer:

Doch das muss ich, denn deine ständigen Flug Einlagen auf den ganzen Planeten, sind zu 99% Schuld an unserer derzeitigen Lage. Das andere 1% waren die Einschüsse in den Energie Kern.

Wyveres:

Ich glaube das Detail behalten wir lieber zwischen uns beiden, ich hab schon genug Probleme.

Computer:

Dein Bett im Frachtraum ist übrigens eingerichtet, falls du das Wissen willst.

Wyveres:

Woher?

Computer:

Sie war nicht gerade Leise.

Wyveres:

Dann bleibt mir nur eins, wie bringe ich das den anderen bei.

Computer:

Das kann ich dir auch nicht beantworten, aber wenn ich du wäre, würde ich es ihnen Schonungslos Ehrlich sagen.

Wyveres:

Du bist mir gerade keine große Hilfe. Aber eins können wir machen, scanne passiv nach anderen Transponder Signalen. Soweit ich weiß sollte die DW2 Expedition ganz in der nähe sein. Oder wir erreichen einen anderen Piloten, der uns nicht feindlich gesonnen ist. Wenn du ein vermeidlich Freundliches Signal gefunden hast, setze Kurs und tue dein bestes.

Computer:

Verstanden. Du solltest nach Jule und Kathrine sehen. Sie haben bestimmt Fragen.

Mir war etwas schlecht bei dem Gedanken daran das wir unweigerlich einer Katastrophe entgegen steuerten, und ich nicht viel machen konnte um das zu verhindern. Zumal ich davon ausgehen musste das wir noch immer verfolgt wurden. Aber Vertis würde diesmal wohl rechtzeitig bescheid geben wenn wir in Gefahr geraten würden.

Also begab ich mich zu Jule und Kathrine, aber vorher besorgte ich mir endlich etwas gegen die hämmernden Kopfschmerzen. Die mich schon seid Nadines Standpauke plagten.

Wyveres:

Kann ich rein kommen?

Jule:

Klar, aber erwarte nicht das ich dir auch nur ein Wort glaube.

Also betrat ich mit leicht gesenktem Kopf die Kabine von Jule. Überall waren Klamotten und Pads verteilt, es sah aus wie ein einziges Schlachtfeld, in deren Mitte hockte Jule mit einer Nadel in der Hand und stach auf Stoff ein. Denn sie immer wieder an Kathrine hielt um zu Überprüfen ob das was sie da tat den gewünschten Effekt einbrachte.

Wyveres:

Was macht ihr da?

Jule:

Sie braucht doch was zum Anziehen, und meine Sachen sind etwas zu Groß für Sie, und in dem Zeug was das Schiff zur Verfügung stellt sieht sie einfach nicht gut aus. Aber ich glaube nicht das du deswegen hier bist Paps.

Wyveres:

Ich denke mal du hast einige Fragen.

Jule:

Hab ich, aber erst, wie hoch hat Nadine dir den Arsch aufgerissen, wir haben sie selbst hier drin gehört.

Wyveres:

Hoch, aber lass uns darüber bitte nicht reden, ich hab so schon Kopfschmerzen genug.

Kathrine:

Klang schlimm, in Ordnung ist?

Jule:

Ja, die kriegen sich schon wieder ein. Er darf halt nur wieder im Frachtraum pennen.

Wyveres:

Jetzt wo das geklärt ist, kommen wir zu den wirklich wichtigen Sachen. Um es kurz zu machen, das Schiff wird früher oder später den Geist aufgeben, wohl eher früher. Und es gibt nichts was wir dagegen machen können. Der Weg nach Colonia ist damit beendet, wenn es gut geht schaffen wir vielleicht noch dreißig Sprünge. Aber dann sind die Ressourcen für die AFW aufgebraucht, und ewig von Sprung zu Sprung auf jedem Planetoiden zu laden wo wir Materialen sammeln können wird das Schiff auch nicht vor seinem Schicksal bewahren.

Jule:

Das heißt wir geben auf? Und was nun?

Wyveres:

Wenn ich die Optionen betrachte die wir noch haben, hoffen das ein anderes Schiff in der Nähe ist. Alles was wir jetzt noch tun können ist, die Clipper soweit zusammen zu halten bis Hilfe eintrifft. Die allerletzte Option ist die Gefährlichste, wir öffnen einen Funkkanal zu den Fuel Rats, aber der kann von allen anderen Piloten gehört werden. Und ob die Fuel Rats vor unseren Verfolgern bei uns sind, ist fraglich.

Kathrine:

Kann helfen?

Wyveres:

Du kannst, sei brav und halte dich an das was Jule sagt. Wenn es hart auf hart kommt müsst ihr beide unbedingt in die Rettungskapseln, egal was mit Nadine oder mir ist. Versprecht mir das!

Jule:

Du verlangst viel.

Kathrine:

Versprochen.

Jule:

Was wirst du jetzt machen?

Wyveres:

Mich in die Höhle des Löwen zurück begeben und es Nadine berichten.

Jule:

Na dann. war schön deine Bekanntschaft gemacht zu haben.

Wyveres:

Lass den Galgenhumor.

Damit stand ich wieder vom Boden auf und überließ die beiden sich wieder ihrer Näharbeiten. Denn mein Weg führte mich von Jules Kabine nur ein paar Meter weiter vor Nadines und meine Kabinen Tür.

Wyveres:

Kann ich rein kommen? Wir haben etwas wichtiges zu besprechen.

Nadine:

Dir ist klar das du Kabinen Verbot hast.

Wyveres:

Nadine, zum streiten ist jetzt keine Zeit, wirklich. Und das zwischen einer Schotttür mit dir zu besprechen ist unangebracht.

Nadine:

Dann hoffe ich für dich und deine Gesundheit das es wirklich wichtig ist, sonst lernst du diesmal wirklich meine Faust kennen.

Damit betrat ich die Kabine.

Wyveres:

Wir haben ein ernsthaftes Problem, dass wir nicht mit etwas Anschweigen und Abstand gelöst bekommen. Und auch nicht mit Worten der Versöhnung. Ums kurz zu machen, die Clipper ist in ernsthaften Schwierigkeiten, es ist mehr Kaputt als wir ursprünglich dachten. Sie wird uns vielleicht noch dreißig Sprünge weit bringen. Ein paar mehr oder weniger. Vertis hatte mit den Kurzsprüngen versucht das unvermeidliche soweit hinauszuzögern wie möglich. Aber sowohl FSD als auch AFW sowie der Energiekern stehen kurz davor völlig zu versagen. Die AFW hat vielleicht noch genug Power für drei oder vier vollständige Reparaturen, der FSD muss jedesmal länger abkühlen, was ihn nach jedem Sprung mehr und mehr beschädigt. Und das alles hält der Energiekern nicht mehr lange aus.

Nadine:

Wir sind mitten in Nirgendwo, wie gedenkst du zu verfahren?

Wyveres:

Mich heulend in ne Ecke setzen scheint mir gerade am Verlockendsten.

Nadine:

Sei nicht albern, es muss eine Lösung geben.

Wyveres:

Die gibt es, das Schiff früher oder später Aufzugeben, in die Kapseln zu steigen und auf Rettung zu hoffen. Aber bevor das eintritt habe ich die wage Hoffnung das Verits ein anderes Schiff anpeilen kann.

In dem Moment meldete sich Vertis über intercom.

Computer:

An die Besatzung, Sprung Berechnungen durchgeführt, ich werde versuchen soweit wie möglich zu springen, ein Ruhiger Flug kann nicht Garantiert werden. Die Passiv Scans haben siebzehn andere Schiffe erfasst, ich steuere das einzige Imperiale Signal an. es sind mindestens sieben Sprünge, da ich davon ausgehe das wir weiterhin Funkstille halten werden, kann ich das Schiff nicht anfunken um es darum zu bitten zu uns zu Fliegen. Dies wird aufgrund der Momentanen Zerfallsrate des Energiekerns unsere einzige Option mit Erfolgsaussichten über Null sein. Daher werde ich alles unternehmen um das andere Schiff so schnell wie möglich zu erreichen. Bitte Wyveres wenn wir angekommen sind. Nimm meinen Speicher mit.

Nadine:

Das meint dieses Datenhirn doch nicht ernst, wie kann sie.

Wyveres:

Sie macht genau das was ich ihr aufgetragen habe, sie versucht uns das Leben zu retten, nicht nur mir. Sondern uns allen.

Nadine:

Und du vertraust diesem Computer!

Wyveres:

Es wäre nicht das erste mal das sie alleine Agiert und mir so das Leben rettet.

Computer:

CMDR, ich erwarte dein OK.

Ich griff zum Pad.

Wyveres:

Es ist unsere beste Option, entweder das, oder wir stürzen irgendwann auf einen Planetoiden ab.

Nadine:

Mach wie du denkst!

Wyveres:

Nadine bitte, ich kann das nicht alleine Entscheiden.

Nadine:

Was habe ich denn für eine Wahl, ich Sehe doch selbst die Daten, aber trauen kann ich ihnen nicht mehr. Wie soll ich da verstehen worauf du deine Erklärungen beziehst.

Sie schritt nervös durch den Raum, ein Pad über die aktuellen Daten der Clipper in der Hand, und stand den Tränen nahe. Die ganze Situation war sowohl für mich, als auch für sie, ein echte Nervenprobe, zumal die Schwangerschaft von Nadine immer deutlicher Sichtbar wurde. Ihr Bauch zeigte mittlerweile die ersten Anzeichen einer leichten Wölbung und ihr Stimmung schwankte die letzten Tage immer und immer wieder.

Wyveres:

Wenn du den Daten nicht glaubst, geh und schau selbst, die Risse in der Cockpit Scheibe, sind nicht durch äußeren Einfluss entstanden, sie sind eher ein Resultat der ermüden der Verstrebungen und Du weißt ganz genau was dem Energiekern passiert ist.

Nadine:

Na schön, aber denk ja nicht das ich dir das hier alles so leicht vergeben werde.

Wyveres:

Ich liebe dich Nadine.

Damit gab ich Vertis das OK über das Pad, und sie begann damit die Sprünge durchzuführen, der FSD schrie förmlich bei jedem Sprung. Und von Sprung zu Sprung wurde es gefährlicher, sie hatte zu hundert Prozent recht gehabt, es war unsere einzige Option, egal wer hinter der Imperialen Kennung stand, sie war in Reichweite und unsere einzige Hoffnung nicht als Sternen Staub zu enden.

Je näher wir dem Signal kamen desto deutlicher wurde es das es sich definitiv um eine Imperiale Kennung handeln musste. Dies bedeutete das wir entweder gerettet währen oder das wir geradewegs auf unsere Verfolger zu hielten. So oder so, wir waren jetzt nur noch einen Sprung von dem System entfernt.

Computer:

Wyveres, ich sage es zwar nur ungerne aber das wird der letzte Sprung, wenn ihr glück habt, hat das Schiff danach noch Energie. Ich Schalte mich jetzt Selbst ab und übergebe die Systeme an die Standard Routinen. Und nochmal, bitte nimm mich mit.

Der Sprung erfolgte, und wir landeten in einem Viersterne System, wie von Vertis vorausgesagt, versagten der FSD Antrieb vollständig und der SC brach ab. Wir trieben genau vor dem Stern nur noch mit Reserve Energie und Lebenserhaltung, dass andere Schiff war Fünfhundert Lichtsekunden entfernt, an einem Planetoiden, die Sensoren meldeten nur noch spärliche Daten. Also wagte ich den Schuss ins blaue und griff zum Funkgerät.

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Kind der Neutronen

Drei Lichtsekunden entscheiden zwischen völliger Zerstörung und einem Atemberaubenden Anblick. Wenn man vor einem Neutronenstern landet weiß man wieder wie gefährlich das All sein kann.

CMDR. Wyveres- Sternzeit: 10.01.3305

Ich musste mich erst einmal von dem Schock erholen. Halb zusammengesunken in meinem Sitz starrte ich auf das Monster vor uns. während die Clipper still im All schwebte, direkt vor uns der Neutronenstern, wie er bedrohlich vor sich hin pulsierte. Ein schaurig schönes Lichtspiel, aber auch ungemein gefährlich. Neben mir stand Nadine eine Hand auf meiner Schulter, die andere vorm Mund und nuschelte etwas vor sich hin. Hinter uns stand Jule und starrte einfach nur auf das was sich uns da, da bot.

Sprich Nadine, warum wollte Ronny das du hier her fliegst?

Ich weiß es nicht, ehrlich nicht. Wenn Er mich hätte los werden wollen, hätte es andere Möglichkeiten gegeben, aber das hier, dass hab ich nicht erwartet. Ich wusste es nicht.

Also weswegen sind wir nun hier?

Wir oder besser ich, ich sollte hier auf einen Kontakt warten. Ronny sagte dies hier sei ein beliebter Touristen Ort, da würde es niemandem auffallen. Jetzt versteh ich sein Grinsen. Wenn wir zurück sind reiß ich ihm den Arsch auf.

Das beantwortet meine Frage nicht ganz.

Er gab mir eine Signalcode, ich sollte wenn ich angekommen bin, einfach nur auf der Frequenz ein kurzes Folge von Tönen abspielen und dann warten. Mehr weiß ich nicht, ehrlich.

Dann bin ich mal gespannt. Und wenn ich die Sensoren richtig lese, so ist unweit des Neutronen Monsters vor uns eine Com Barke, „Die Tanzfläche des Teufels“ Wie passend. Wir steuern sie an und warten dort. Sende du derweil dein Signal. Ich bin sehr gespannt darauf was uns wohl erwartet.

So setzte ich Kurs auf die Barke, während Nadine alles nötige in den Computer eingab. Und dann warteten wir, während um uns herum immer wieder Orcas, Belugas und Dolphins an der Barke auftauchten, und den Lokalen Raum mit ihren Informationen zu dröhnten. Touristenschiffe, doch keins davon funkte uns an. Und so vergingen vielleicht dreißig, vierzig Minuten bevor eine der Dolphins ein Funksignal an uns richtete. Es war nicht viel nur ein Kurzer Satz. „Endlich, wir warten schon eine Ewigkeit, Ronny sollte besser sein Wort halten.“ war alles was wir zu hören bekamen. Dann steuerte die Dolphin auf uns zu und Hielt neben uns.

Mal sehen was das jetzt wird, für einen einfachen Datentransfer ist die Dolphin sehr nahe, die werden doch nicht?

Noch bevor ich meinen Satz beenden konnte, schoss auch schon eine Drohne aus der Dolphin, Mir blieben Sekunden um die Frachtluke zu öffnen bevor sich die Drohne mit ihrer Fracht in die Außenhaut der Clipper bohren konnte.

Damit hab ich jetzt nicht gerechnet.

Wehe es ist gefährlich, dann landet das was auch immer wir da gerade als Fracht aufgenommen haben, unverzüglich im All. Ich habe keine Lust, mich von irgendwelchen Piraten jagen zu lassen.

Wir sollten Nachsehen.

Die Dolphin meldete sich noch einmal Kurz, dann setzte sie Kurs und verschwand. „Die Fracht muss ihren Zielort erreichen! Verspäten sie sich nicht!“ war alles was wir zu hören bekamen. Worin hatte Ronny uns hier verwickelt. Wir würden es gleich wissen.

Und so begaben wir uns zu Dritt in den Frachtraum. Dort wartete eine Drohne, mit ihrem, uns unbekannten, Inhalt.

Der Zugang ist verschlüsselt, kommt nicht unerwartet, und wenn ich mir dieses Teil so ansehe, es ist keine Standard Drohne, sie ist Größer, und die Frachtgreifer Arme fehlen. Auch scheint Sie besser gepanzert zu sein. Das … glaube ich nicht. Dieser …

Was ist?

Schau genau hin, das ist keine Drohne, siehst du die Anzeigen da. Ronny, in was hast du uns da nur rein gezogen.

Dürfte ich auch mal sehen?

Jule Quetschte sich zwischen uns durch und war auf der Stelle still.

Das ist eine verdammte Rettungskapsel, eine verdammt alte Rettungskapsel. Vielleicht, zweihundert oder sogar dreihundert Jahre alt. Und in einem erbärmlichen Zustand.

Ich tippte auf das Datendisplay.

Lebenszeichen … da ist noch jemand drin.

Fakten auf den Tisch Nadine, was genau hat Ronny dir aufgetragen, Wort für Wort.

Nadine starrte auf die Anzeige, auf die Werte für Plus, Herzschlag, Sauerstoff, und die ganzen Zahlen.

Flieg nach EESHORKS BA-A G2179, setze dieses Funksignal ab, und bring mir was du bekommst. Für dich sind 100 Millionen Credits und der Erlass all deiner Sünden drin.

Mehr nicht?

Ist das nicht genug? Die Aussicht das man nicht mehr Gesucht wird. Ich hab nicht drüber Nachgedacht. Aber das hier, Die Kaspel, wie kann die Person darin noch am Leben sein.

Wir sollten sie da rausholen, also das Mädchen da drin.

Wie kommst du?

Da schau, Kathrine, 14 Jahre, Geboren am 14.05.2901 auf dem Mars, Der Rest ist leider zu beschädigt, das bekomme ich nicht mehr entschlüsselt. Was ich aber aus den Daten lesen kann ist, das die Kapsel nicht mehr lange durchhält, die meisten der System sind sehr stark beschädigt, wichtige sogar schon ausgefallen. Wundert mich das Sie überhaupt noch lebt.

Jule hatte sich mit ihrem Pad in den Datenlink eingehakt, und begann allerhand Informationen aus dem Speicher zu holen.

Wie lange noch, bis die Kapsel den Geist aufgibt.

bei der Rate wie die Systeme ausfallen, vielleicht ein, maximal zwei Tage, die in der Dolphin müssen irgendwas gemacht haben um den Prozess aufzuhalten. Aber was, das kann ich nicht sagen, also währe es besser, Sie da jetzt endlich raus zuholen.

Nadine, hilf mir mal.

Du willst doch nicht?

Wir haben hier, weder die Technischen Möglichkeiten, noch das Personal, um die Kapsel weiter zu betreiben, auch wenn es mir nicht behagt, wir hohlen die Kleine da jetzt raus.

Ich hab kein gutes Gefühl bei der Sache.

Hab ich auch nicht, aber lieber ein Lebendiges Kind, als tote Fracht, und ich geh davon aus das Ronny, sie Lebendig wollte. Er hätte andere Schicken sollen.

Also begannen wir die Kapsel zu öffnen, Jule überwachte mit ihrem Pad die Aufwachphase der kleinen Kathrine, während Nadine und ich die Panzerung von der eigentlichen Stase Kapsel entfernten. Warum sie wohl soweit Draußen, und dann nach so langer Zeit ausgerechnet zu uns fand, würde mir wohl auf ewig ein Rätzel bleiben.

Jedenfalls waren wir mit der Bergung der kleinen Erfolgreich, und so konnten wir sie Lebend in die Krankenstation bringen.

Sollen wir Sie Wecken?

Lieber nicht, lass sie natürlich wach werden, ich will vermeiden das Sie einen Schock erleidet. Außerdem, müssen wir von hier weg, von daher. Nadine, Jule ihr bleibt bei ihr, ich setze derweil Kurs auf Colonia.

Wir rufen dich wenn sie wach wird, und wirklich Wyveres, ich wusste hiervon nichts.

Schon gut, Nadine. Ich glaube dir ja, aber wir haben nun wieder ein Problem mehr. Auf der Liste der Probleme. Und ein paar Lösungen währen angebrachter in diesem Moment.

Damit ging ich ins Cockpit und überließ den Rest Nadine, ich musste Nachdenken, denn unsere Fracht wahr gefährlich, sehr gefährlich. Denn wer auch immer diese Stase Kapsel entwickelt hatte, wusste einiges mehr über diese Technologie als andere. Normale Moderne Stase Kapseln halten vielleicht ein paar Monate im All, dieses Teil aber war wahrscheinlich mehr als Dreihundert Jahre hier draußen gewesen. Woher genau würden hoffentlich die Daten die Jule aus den Systemen Extrahieren konnte, Aufschluss geben.

Aber erst einmal wollte ich weg vom schwarzen Loch und den Neutronensternen, und zwar so weit weg wie es ging, also nahm ich das Risiko in kauf und setze mein ganzes Können ein, um an den äußeren Rand des Jets zu kommen, gerade soweit hinein das wir nicht zerfleddert wurden, es dauerte und ich brauchte drei Anläufe bis der Computer endlich meldete, FSD Super charged, doppelte Sprung Reichweite, Dank der Schäden waren es trotzdem nur knapp 40 Lichtjahre aber immerhin, ich nahm Kurs auf Colonia.

Nächstes Mal gib bescheid wenn du Unsinn mit dem Schiff machst, hier ist einiges rum geflogen!

Hallte Nadines Stimme über Intercom.

Entschuldige, ich war in Gedanken. Ist alles gut bei euch?

Ja, nichts passiert, aber sei Vorsichtig, fürs nächste mal!

Dann sprangen wir, wieder einmal ins Ungewisse, was würde uns die Kleine wohl berichten wenn sie Wach wird. ich kann mir das gar nicht so recht vorstellen Vierhundert und Vier Jahre seid sie geboren wurde. seid gut Dreihundert und neunzig Jahren in dieser Kapsel, wie auch immer sie in diesen Sektor der Milchstraße gelangt war. In einer Stase Kapsel die eigentlich nicht hätte so lange funktionieren dürfen. Von einem der Generationsschiffe stammte sie Jedenfalls nicht. Aber es lies mir keine Ruhe, wie kommt ein Mädchen vom Mars, in den Norma Arm, so nahe am Zentrum, In einer Stase Kapsel die so alt ist.

Gehörte sie zu einer der vielen Expeditionen, war sie mit ihren Eltern wie wir unterwegs, Fragen über Fragen, und nicht eine Antwort, nicht mal der Computer konnte mir sagen wie die Kapsel funktionierte, ich bekam immer nur das selbe von ihr zu hören, „Unzureichende Daten“, hilfreich wie ein Stein, Galnet nachrichten vorlesen das kann sie, aber eine einfache Analyse das ist zu viel für die werte Blechstimme. Und als wenn sie meine Gedanken gelesen hätte, bockte das Schiff auch promt rum. Die Kraftwerksleistung lies von einem auf den anderen Moment nach und wir wurden unsanft in den Normalraum zurückgeschleudert.

Hej, ich sagte sei vorsichtig, was machst du da oben! Muss ich erst …

Die Maschine ist ausgefallen, keine Ahnung warum, der Computer hat Not abgeschalten, dafür kann ich nichts, Sag Jule sie soll mich im Kraftwerksraum treffen ich werde ein zweites paar Hände brauchen.

Ich ahnte schlimmes, nicht das der Jetsprung dran Schuld war, aber hoffte das beste, vielleicht nur verstopfte Treibstoffleitungen oder irgendeine Platine die wieder nicht wollte.

An der Schalttafel für die Kraftstoffzufuhr angelangt, stierte Jule mich ungeduldig an.

Die ist genau so schwarz wie die anderen, brauchste gar nicht versuchen, und wenn wir das Kraftwerk nicht in zehn minuten wieder online haben, brauchen wir uns darüber auch keine Sorgen mehr machen, weil dann machts BUM!

Normalerweise ist das meine Aufgabe schwarz zu sehen, und schön zu sehen das du langsam aber sicher was Lernst, also Mechanikerin in Spee, was schlägst du vor, sollen wir tun?

Wird dir nicht gefallen.

Sie hielt mir ihr Pad hin, und ich sah Schematische Darstellungen der Treibstoff Kontrolle, und ich wurde Aschfahl, die gesamte Kontrolleinheit war Durchgeschmort, und das war nicht zu Reparieren, selbst mit der AFW nicht, wenn sie den ginge, Syntese konnten wir auch vergessen. Diese Platine, hatten wir schon so oft geflickt, da war nichts mehr zu machen, sie war endgültig Hinüber.

Na schönen Schrank auch, austauschen geht nicht, also Improvisieren, kabel, löten, schweißen. wir haben noch 9 Minuten. Du weist was zu tun ist.

Und so setzten wir uns an die Verbindungen, löteten aus anderen Platinen was ging, stellten zu allererst einmal den Notstrom wieder her, damit uns das schiff nicht gleich verglühte oder wir Erfroren in der Kälte des Alls. Egal hauptsache wir würden nicht ersticken, denn der Countdown lief noch immer, und er zählte, kontinuierlich, die Sekunden, wenigstens dazu war diese Scheiß Blechdame in der Lage, als wolle sie mich noch ein letztes mal verhöhnen.

Schließ das da … an. Und tut sich etwas?

Jule Sprang zur Konsole.

Ja, sie Flackert, dass ist auch alles was sie tut.

Das heißt immerhin liefert das Kraftwerk noch Energie, soweit sogut, wir überbrücken die Kontrolleinheit B und C, und sollten so wieder genug Strom in die Systeme bekommen, denn ich würde Ungerne ersticken. Und schalt diese Stimme ab, sie nervt.

Es dauerte wie immer eine gefühlte Ewigkeit, aber nachdem Jule und ich die nötigen Neuverkabelungen vorgenommen hatten, erwachte die Clipper wieder zu ihrem alten leben. Und diese verdammte weibliche Blech Stimme hörte endlich damit auf den Sauerstoff der uns noch blieb runter zu zählen.

Soweit so gut, ersticken werden wir nun erst einmal nicht mehr, schließe dein Pad an die Konsole an und überprüfe wie viel Schaden das System genommen hat.

Jule tat wie ich ihr auftrug und betrachtete grüblerisch die Zahlenkolonnen und Zeichnungen von Schaltkreisen.

Wird dir nicht gefallen, Wir haben mindestens 50% Verlust auf dem FSD, lass mich rechnen, vielleicht maximal wenn es hoch kommt 10 Lichtjahre pro Sprung. irgendwas zwischen 3 und 7 Sollte aber drin sein. Der Rest, sieht gut aus, komischerweise.

Das heißt nichts gutes, ganz und gar nicht. Und wir haben weder die Mittel noch die Möglichkeiten den schaden am Kraftwerk zu reparieren ohne in einer Station zu landen. Hier draußen packt die AFW das nicht, das Kraftwerk kann Sie einfach nicht reparieren. Und wir erst recht nicht. Da drin ist einfach zuviel Strahlung. Oh Nadine wird gar nicht erfreut sein.

Weißt du was komisch ist, daran ist nicht einmal der Jet schuld, soviel kann ich aus den Daten lesen, wenn das Kraftwerk schon so beschädigt gewesen wäre, wie sich das hier für mich darstellt, dann hätte es schon beim Jet eintritt gerumst. es scheint als wäre da irgendwas absichtlich zerstört worden. Nur wie, an Bord sind nur du, Nadine und ich. Und sonst niemand. Vielleicht von außen.

Computer, gibt es Schäden am Rumpf die erst kürzlich entstanden sind?

Ja CMDR, ich zähle siebzehn, Einschläge von kleineren Gesteinsbrocken seid der letzten halben Stunde, die kaum bis keinen Schaden angerichtet haben.

Und Durchschläge des Rumpfes?

Unzureichende Daten, Beschädigungen dieser Art können nicht ausgeschlossen werden, in der letzten Stunde wurden, zwölf mikro Löcher durch die AFW automatisch geschlossen. Schildausfall vermutlich ursächlich dafür verantwortlich, es wird geraten Schilde immer online zu halten um Löcher im …

Ich habs verstanden. Weitere Informationen über die Art der Beschädigung durch die Einschläge bestimmbar?

Schäden rühren nach betrachten aller Faktoren, womöglich von einem MG Beschuss. Art und Dichte der Löcher im Rumpf lassen einen gezielten Beschuss vermuten.

Und wann wolltest du uns MELDEN das wir beschossen wurden?

Information nicht verfügbar, Datenbank beschädigt. Empfehle Reparatur im Raumdock.

Nutzloses Drecksding …

Wir wurden also zwischen dem System hier und der Tanzfläche des Teufels beschossen, ohne das unser Computer auch nur etwas merkte, wahrscheinlich war das es während des Drohnentranfers passiert ist, weder Ich noch Nadine hatten auf die Umgebung geachtet. Das Hieß wir wurden sicherlich verfolgt. Es hieß aber auch, unser verfolger hatte nicht damit gerechnet das wir noch aus dem System springen könnten. Ein Jetboost, er könnte niemals die genaue Position bestimmen und uns hinterher springen, nur die ungefähre Richtung.

Was machen wir jetzt, Paps?

Fertig reparieren, was sonst. Wir müssen weiter, aber richte dich schon mal drauf ein, Wir haben keine Waffen, unser FSD läuft auf 30%, wenns hoch kommt, wir werden wohl verfolgt, und können maximal 5 oder 6 Lichtjahre Springen. Und sind zudem hunderte von Lichtjahren von der nächsten Raumstation entfernt. Also Tochter, unser Leben hängt davon ab wie gut wir hier diese scheiße wieder zusammenflicken. Also ran an den Lötkolben! Uns rennt die Zeit davon.

Was sagen wir Nadine?

Jule Merkte gar nicht das Nadine hinter ihr stand, als diese ihr, die Hand auf die Schulter legte.

Wer sagt hier wem was?

Jule Sprang vor schreck direkt einen Meter nach vorne.

Nadine!

Ja so heiß ich, und was ist hier los, wenn ich erfahren darf, keine der Türen ging mehr. Und was macht ihr hier?

Unseren Arsch retten, wonach sieht es denn aus, jemand hat auf das Kraftwerk des Schiffes geschossen, haben ganze arbeit geleistet, wer auch immer das war. Wenn wir den FSD nicht wieder flott bekommen, kriechen wir förmlich nach Colonia.

Dein ernst? Und übrigens, die Kleine, sie ist wach. Und hat noch keinen Ton von sich gegeben.

Mein völliger ernst, aber wir reden später darüber, erstmal muss die Energie Versorgung gesichert sein. Dann sehen wir weiter.

Dann bin ich erstmal wieder bei der kleinen. Melde dich wenn ihr Fertig seid.

Damit verließ Nadine uns wieder, und Jule und ich machten uns daran die Schäden die durch den beschuss entstanden waren ausfindig zu machen und zu beseitigen, Der schütze hatte ganze arbeit geleistet, er wusste genau wo er hin zielen musste um unbemerkt beträchtlichen Schaden anzurichten.

Es dauerte fast zwei Stunden aber dann hatten wir alles soweit zusammengeflickt, um die Systeme neu hochzufahren und dem Rest der AFW zu überlassen. Katastrophe nochmal abgewendet könnte man dazu sagen. Aber wir wahren noch nicht aus dem Schneider. Denn die Diagnose zeigte nichts gutes an, der FSD war nachhaltig beschädigt worden. Und das würde selbst die AFW nicht repariert bekommen, und so biss ich quasi in den sauren Apfel, wir hatten nur noch Maximal 10 Lichtjahre Sprung Reichweite. Und der Computer konnte damit nicht einmal einen direkten Kurs auf Colonia nehmen. Also Etappen planen, Vierhundert Lichtjahre, einhundert und Zweiunddreißig Sprünge. Es würde ewig und drei Tage dauern bis wir überhaupt an irgendeiner Station ankommen würden. Verfluchte Scheiße nochmal.

Aber erstmal wollte ich mich mit unserem neuen Passagier unterhalten.

Wie geht es ihr?

Sie ist wach, spricht aber kein Wort, ich glaube nicht das Sie überhaupt begreift wo Sie ist. Es ist als würde man mit einer einjährigen Sprechen. Sie nickt und reagiert auf äußere Einflüsse, aber ihr Verhalten ist schreckhaft und spontan. Also sei vorsichtig ja!

Ich bin immer Vorsichtig.

Ich kenne dein Vorsichtig, also tu mir den Gefallen und verschreck sie nicht.

Wir gehen da ej beide rein, ich bin nicht blöd, schon alleine wie ich aussehe würde Sie verschrecken.

Damit betraten wir die Krankenstation, in der sich Jule gerade mit Kathrine beschäftigte und ihr allerhand Fragen stellte, und ihr Unmengen an Bildern und Videos zeigte. Ich stubste Nadine an.

Wie Geschwister, findest du nicht.

Komm ja nicht auf dumme Ideen.

Nadine lachte leise und stellte mich dann der kleinen Vor. Die Wirklich etwas Schreckhaft auf ihrem Krankenbett hin und her rutschte als sie mich erblickte.

Kathrine das hier ist CMDR. Wyveres, er würde dir gerne Guten Tag sagen, achte nicht auf seinen Bart oder sein aussehen, er ist ein echt lieber Brumbär.

Brumbär?

Brumbär, ja, was dagegen?

Ja bist du, ein großer bärtiger Brumbär.

Nadine und Jule lachten, während Kathrine uns nur verdutzt ansah. Also wand ich mich ihr zu und lies meine beiden Damen hinter mir und setzte mich zu Kathrine ans Bett. Sie Rutschte etwas zu anderen Seite.

Brauchst keine Angst haben, hier tut dir niemand etwas. Schau mal hier.

Ich nahm eins der Pads die Jule überall auf dem Bett verteilt hatte, es zeigte noch die Ereignisse von vor hundert Jahren.

Und sie hat bisher wirklich kein Ton gesagt?

Nur komisches Grunzen und ab und zu ein leichtes Lachen, aber ansonsten ist sie Stumm geblieben.

Und was hast du alles versucht? wenn ich mir das hier alles so ansehe. so einiges Schätze ich.

Ja aber sie hat kaum darauf reagiert.

Verständlich, woher sollte sie auch nur eins der Worte kennen die du ihr gezeigt hast. Tochter, in Vierhundert und Vier Jahren, entwickelt sich Sprache weiter, nur weil wir beide uns verstehen, heißt das nicht das die Kleine hier auch nur ein einziges Wort von dem versteht was wir sagen.

Sie stammt vom Mars, von vor vierhundert Jahren, also wird sie wohl den alten Marsdialekt von damals sprechen.

Davon gehe ich aus. Mal sehen ob es stimmt.

Ich suchte im Pad einen alten Artikel über den Mars der noch in dem Dialekt verfasst war den sie aller Wahrscheinlichkeit nach Sprach. Und reichte ihn ihr.

Ihre Augen wurden augenblicklich Größer und sie Griff nach dem Pad und umklammerte es wie einen Schatz, ihre Augen huschten über die Zeilen. Ich hatte extra einen Artikel gewählt der nach ihrer Vermutlichen Abreise vom Mars geschrieben wurde.

Du erkennst was da steht oder?

Sie nickte, wohl mehr als Bestätigung, dass sie mich gehört, aber wohl kein Wort verstanden hat.

CMDR. Soll ich eins der Pads auf automatische Übersetzung umstellen.

Ja du Blechdose, tu das. Am besten das Pad was sie grade in der Hand hat.

Ich Zeigte auf das Pad und sprach dann.

Weißt du wer du bist?

Und auf dem Pad erschienen die Worte in einer Sprache die sie wohl verstehen würde. Und sie Nickte.

Gut, kannst du sprechen?

Ich stammelte die Worte fast, so als würde ich versuchen mit einem Alien zu reden, ich kam mir ziemlich dämlich dabei vor. Sie griff sich an den Hals und schüttelte den Kopf, dann zeigte sie mit einem Finger auf ihren Kehlkopf und es kamen nur leise kratzige Geräusche aus ihrem Mund.

Computer, genaue Untersuchung des Kehlkopfes der Kleinen, Ergebnisse an das Pad was ich in der Hand halte.

Ich bedeutete der Kleinen mir zu Folgen. Und sie gehorchte, während Nadine und Jule wie zwei alte Schlatter Damen in der Ecke hockten und mir und ihr fasziniert dabei zusahen wie ich langsam aber sicher ihr vertrauen gewann.

Stell dich hier auf die Plattform und bleib Ruhig stehen. Dir wird nichts passieren, Versprochen.

Der Computer übersetzte anstandslos alles was ich sagte. Und sie blieb tatsächlich stehen.

Dann folgte der Unangenehme Teil, Die Detailscans des Computers, ich hasste sie, da die Untersuchung einem immer vorkam als würde Sie ewig dauern. Sie blieb Fasziniert stehen, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen.

Gleich geschafft, nur noch ein bisschen, dann hast du es Überstanden.

Der Scanner Fuhr mehrmals auf und ab und Taste jeden Zentimeter der Kleinen ab.

Geschafft, du kannst wieder aufs Bett, ich bin gleich bei dir.

Mit den Ergebnissen der Scans stellte ich einige Medikamente und eine Ladung Naniten her um sie ihr zu verabreichen. Ein kleiner Pieks mir großer Wirkung.

Und was sagen die Scans?

Schau auf dein Pad, lies selbst.

Nadine kramte nach ihrem und rief die frisch angelegte Akte der kleinen auf, und schnappte augenblicklich nach Luft.

Oh Gott, die Arme.

Was, ich will auch wissen was sie hat. Nun macht kein Geheimnis daraus.

Schwere Strahlenvergiftung, In Ihr tobt sich der Krebs gerade prächtig aus. Ich schätze mal deswegen war Sie in der Kapsel, wo auch immer Sie war, dort hatte man nicht die Möglichkeit ihre Krankheit zu heilen. Aber keine Sorge, die Naniten sollten die Schäden in wenigen Stunden beseitig haben.

Es grenzt an ein Wunder das Sie überhaupt noch lebt. Und das nach so langer Zeit.

Ich verabreichte ihr den Cocktail aus Medizin und den Naniten, sie zuckte Kurz und rieb sich dann die Stelle wo die Nadel die Haut durchstochen hatte. Die Naniten nahmen augenblicklich ihre Arbeit auf.

Es würde trotzdem ein paar Stunden dauern bis sie in der Lage währe mit uns zu reden, und so hatte ich ein leichtes Schlafmittel mit in die Spritze getan, das sie fast augenblicklich einschlafen lies.

Das sollte fürs erste genügen, Jule du bleibst hier und passt auf sie auf, melde dich wenn sie Wach werden sollte. Ansonsten behalte die Naniten im Auge. Es dauert mindestens Drei Stunden bis alle Schäden in ihrem Körper beseitig sind, solange kannst du dir schon einmal überlegen wie wir ihr am besten die heutige Sprache bei bringen, denn auf dauer wird eine Kommunikation über Pad ermüdend.

Wird gemacht, und ich hab auch schon eine Idee für neue Klamotten für Sie, sie kann ja nicht ewig in diesem Komischen Nachthemd was Sie da an hat, auf dem Schiff rum laufen.

Nadine, kommst du, wir müssen reden.

Sie folgte mir wortlos, Richtung Cockpit.

Sprich. Dir liegt doch was auf der Seele das sehe ich.

Mal von unserem Gast auf der Krankenstation abgesehen, bin ich mir nun ziemlich sicher das Ronny nicht hinter ihr her ist, sondern hinter der Kapsel. Eine Stase Kapsel die Nahezu Perfekt einen Menschlichen Körper erhalten kann, ohne das dieser merklich altert, das übersteigt alles was ich kenne. Und ich denke mir das eine solche Erfindung vor über Vierhundert Jahren doch irgendwo erwähnt worden wäre.

Du denkst doch nicht etwa das er neben uns noch andere Personen auf die Fracht angesetzt hat.

So wie ich ihn kenne, doch, wird er wahrscheinlich getan haben, nachdem Du nicht sofort aufgebrochen warst. Warum wir trotzdem die ersten am Treffpunkt waren macht mir am meisten Sorgen. Vor allem da uns der Antrieb unbrauchbar geschossen worden ist. Und nur meine Blöde Idee mit dem Jetstream Sprung uns wohl vor schlimmeren bewahrt hat.

Wie meinst du das?

Jemand hat uns am Neutronenstern angegriffen, gezielt angegriffen, und nur die Tatsache das wir in den Jet eingetaucht und dann gesprungen sind, hat uns vor schlimmeren bewahrt. Ich habe fast vierzig Patronen aus dem Kraftwerk gepuhlt. Jemand wollte uns ausschalten.

Und da wir, keine Waffen eingebaut haben … ich versteh.

Wir haben die Kanonen der Scarabs, im Notfall Montieren wir die auf die oberen Plätze, viel schlimmer ist, der FSD schaft nur noch maximal 10 Lichtjahre pro Sprung. Und der Computer kann keinen Kurs mehr berechnen, wie Fliegen also Blind und mit Krücken. Und ich habe keine Ahnung wo die nächste Station ist. Geschweige denn wie lange wir nach Colonia brauchen werden. Da wir weder, Neutronensterne noch die FSD Einspeisung nutzen können um abzukürzen. Würde ich davon ausgehen, das unsere Reise gerade ungemein Komplizierter geworden ist. Zumal die Anzeige hier, mir gerade sagt das sich der Zustand des Energie Kerns bei 83% Prozent befindet. Und wir ihn wohl kein zweites mal repariert bekommen.

Und wir können niemanden Anfunken, weil wir nicht wissen ob nicht zufällig unser Verfolger die Signale auffängt und uns so findet. Wir sitzen als Buchstäblich in der Scheiße. Was machen wir jetzt?

Richtung Colonia fliegen, was sonst, es ist näher als Cubeo oder eine der Stationen am Rande der bewohnten Welten.

Und die DW 2 Expedition? Was ist mit der Basisstation von DW 1.

Schau auf die Galaxie Karte, und such sie.

Nadine tippte die Koordinaten der DW 1 Basisstation ein.

Keine Information vorhanden. Wie kann da keine Information vorhanden sein.

Sabotage, ich weiß noch wo Colonia liegt, die Richtung und Systemnamen sind noch auf der Karte, aber alles andere wie Kursberechnung, Detailsuche, alles weg. Wir haben nur noch diese Doofe Sternen Ansicht. Und sonst nichts.

Wir sind am Arsch, wie willst du so Navigieren. Das dauert doch Wochen, Monate.

Sterne, bewegen sich nur Langsam. Aber ich bin zu Müde um jetzt noch klar zu Denken, Lass uns Schluss machen für Heute. Ich geb noch Jule bescheid und dann werde ich mich hinlegen. Vielleicht fällt mir im Schlaf ja was ein.

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Immer gerade aus

Und es geht immer nur in eine Richtung, zum nächsten Sternen System, zum nächsten Stern, zum nächsten Gasriesen, zum nächsten Planeten, zum nächsten Mond. Und da gibt es dann zwischen durch diese Perlen. Die die einen Staunen lassen. Wo man sich dann wieder sagt, da dafür bist du hier draußen, Um genau das hier zu sehen.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 07.01.3305

Die Zeit schien sich in die Ewigkeit zu denen, wir hatten, nach der Schwarzen Loch Episode, auf einem Planetoiden halt gemacht, um nach Ressourcen zu suchen, Hauptsächlich Eisen, Mangan und andere Halbleiter Materialien. Das Schiff hatte ordentlich was abbekommen, und so Unterzogen wir es einer gründlichen Wartung. Leider fehlten uns einige Bauteile und das Schiff war auch nicht in der Lage, Sie ohne weiteres Anzufertigen, jedenfalls nicht ohne die passenden Materialien, Wir konnten nur hoffen, dass Nadine und ich, hier draußen in den Scarabs die nötigen Felsen fanden.

Der Planetoid hatte jedenfalls laut System Informationen alles was wir bräuchten. Und so fuhren wir schon ein paar Stunden über diesen 0,04G Mond, und suchten.

Wenn ich das hier richtig Deute, dann sollten wir ganz in der Nähe sein, Ich schätze mal in dem Krater vor uns. Was meinst du?

Wenn dort auch wieder nur Dreck ist, brechen wir hier ab und fliegen auf die andere Seite, denn wenn ich mir den Stand des anderen Planetoiden so ansehe, bleibt es nicht mehr lange so angenehm Kühl hier. Und ich habe keine Lust Lavafeldern auszuweichen.

Bisher haben sich meine Anzeigen jedenfalls noch nicht geirrt. Das du in deinem Scarab nur Dreck findest dafür kann ich nichts.

Danke für die Aufmunterung, du weißt das wir nur noch eine Halbe Tonne Quecksilber brauchen, also sollten wir weniger zanken und mehr Ausschau halten. Denn so langsam aber sicher steigt mir die Schwerkraft hier zu Kopf.

Endlich hatten wir den Krater Rand erreicht, und tatsächlich, vor uns in der Senke befand sich ein kleiner Quecksilber See. Nadine grinste mich, von ihrem Scarab aus, frech an.

Na was hab ich gesagt. Auf meine Nase ist verlass.

Schön, dann sammel du das Quecksilber ein, ich fahre derweil zurück zum Schiff und fliege her.

Nichts is, du bleibst schön hier. Jule kann mit der Clipper hier her kommen.

Wenn du meinst, Hauptsache wir können bald von hier verschwinden.

Also funkte ich die Clipper an und gab Jule unsere Koordinaten durch. Jedenfalls versuchte ich es, denn im Cockpit erreichte ich niemanden. Also war sie wohl in ihrer Kabine, und tat dort wer weiß was. Und da kam mir eine Idee, ich hatte schon lange nicht mehr die Clipper per Fernsteuerung bedient und so könnte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Meiner Tochter eine Lektion erteilen, die eigentlich auf Stand By im Cockpit sein sollte, und Testen ob der Computer noch tut was er soll. Erstes würde ihr wohl einen gehörigen Schreck bereiten. Also verband ich den Scarab mit dem Clipper Computer und erteilte ihr direkt den Befehl zu starten, unsere Position anzufliegen und am Krater Rand zu landen.

Es dauerte eine Weile, aber dann sahen wir, die Clipper, wie sie langsam näher kam. Während Nadine und ich im Krater die Scarabs mit Quecksilber füllten. Erreichte uns aus der Clipper endlich eine junge weibliche Stimme.

Wenn ihr das nochmal macht, dann verwüste ich eure Kabine! Mir wäre beinahe das Herz stehen geblieben, und außerdem seid wann kann die Clipper von alleine Fliegen?

Wyveres!

Was ist, die Clipper konnte das schon immer, den normalerweise sind Piloten ja meistens alleine Unterwegs, und dann steuert halt auch mal der Computer das Schiff, niemand hat Bock 900 Kilometer oder mehr zu seinem Schiff zurück zu legen. Also wartet der Computer meist im Orbit.

Ja aber du hättest bescheid sagen können!

Hab ich, hat ja niemand Reagiert. Und nun heul nicht rum, wir sind gleich wieder im Schiff.

Die Scarabs meldeten das der Laderaum voll war, also ging es für Nadine und mich direkt zum gelandeten Schiff. Wir hatten wirklich ein gefühlte Ewigkeit auf diesem Mond unseren Spaß, 0.04G da kann man schon einmal Richtig abheben. Wir hatten beschlossen Jule von unserer Spritztour nichts zu erzählen, und wenn dann die Flugdauer Details raus zu lassen. Jedenfalls brauchten beide Scarabs auch eine ausführliche Wartung.

Wir blieben noch zwei weitere Stunden auf dem Mond, dann waren alle möglichen Reparaturen durchgeführt.

Von hier aus direkt zu unserem Ziel!

Dann werden wir direkt durch den nächsten Nebel steuern, könnte Interessant werden.

Und so hoben wir ab, zu einem Sprung Marathon, anders kann man das nicht sagen, über Sechszig Systeme in nicht einmal zwei Tagen, wir hatten den Nebel in BLAA HYPAI AA-A H68 in nicht einmal zwei Tagen erreicht, es gab einige Interessante Sterne und sogar Leben. Aber ansonsten fühlte es sich nicht anders an als die letzten Hundert System, und so sprangen wir nach ein paar Runden, auch schon weiter, EESHORKS BA-A G2179 war nur noch einhundert siebzehn Sprünge entfernt.

Wir machten kurz nach dem Nebel ein ganzen Tag Pause, die Maschinen warten und dringend benötigten Schlaf nachhohlen, während ich mir Punkte auf der Galaxie Karte aussuchte um sie Später einmal zu besuchen, denn je näher wir unserem ersten Ziel kamen desto nervöser wirkte Nadine, und desto mehr wich sie mir aus. Sie hatte noch immer nicht darüber gesprochen warum wir nun eigentlich da hin fliegen. Und so langsam aber sicher verlor ich dann doch die Geduld. Aber es half nichts, sie gab einfach keine Antwort und vertröstete mich immer wieder darauf, dass wir an unserem Ziel darüber Reden würden.

Also flogen wir weiter, weiter Richtung EESHORKS BA-A G2179, die meistens System waren einfache Gesteins und Eisbrocken die um Sonnen flogen, nichts wo man näher dran fliegen wollte, nur zweimal gab es Systeme die ich hatte, seit dem Schwarzen Loch, vollständig scannen wollen, eins mit einem Erdähnlichen Planeten, mein Zweiter auf dieser Reise und eins wo alle Hauptreihen Planeten und Gasriesen (bis auf einen der Schlingel) einen Ring hatte, in Systemen wo vor uns noch niemand war. Ich musste einfach, auch wenn Jule und Nadine es nicht verstanden. Aber man bekommt als Pilot nicht so häufig die Chance seinen Piloten Namen an einen Erdähnlichen Planeten zu hängen.

Warum, sind wir noch hier?

Weil es das zweite System ist, mit einem Erdähnlichem Planeten, dass muss einfach genauer Untersucht werden.

Aber warum, nur damit du da deinen Namen in die Galaxie Karte eintragen kannst, was hat das Überhaupt für einen Sinn?

Tochter, du fragst mich doch jetzt nicht wirklich warum, ich hier an diesem Planeten Sonden aussetze um anderen Piloten zu Signalisieren, das ich der erste war der hier diesen Planeten entdeckt hat.

ähm, doch ja tu ich. Weil es erscheint mir sinnlos, es würde doch auch einfach reichen wenn wir die Daten die wir gesammelt haben dann einfach bei Universal Catographics abgeben. dann bekommst du doch auch deinen Namen als Entdecker eingetragen.

Einfach damit mir niemand anderes zuvorkommen kann.

Also deswegen, „Pinkelst“ du da gerade mit Sonden deinen Piloten Namen auf den Planeten, sehr erwachsen von dir Paps, sehr erwachsen.

Tochter du kannst es wahrscheinlich nicht nachvollziehen aber, wir sind die ersten die diese Erdähnliche Welt zu Gesicht bekommen. Und von daher werde ich diesen Planeten entsprechend Markieren!

Mitten in unsere Unterhaltung kam Nadine ins Cockpit.

Wir halten hier in diesem System, nur damit du deinen Namen in den Schnee Pinkeln kannst. Wyveres, werd erwachsen!

Nicht du auch noch, es ist ein Erdähnlicher Planet, ich scanne ihn „Gründlich“ was ist daran falsch.

Das die Sonden deinen Namen auf die Oberfläche schreiben, und du quasi gerade einen Haufen Müll in das Ökosystem des Planeten kippst. Also lass den Unsinn, und flieg weiter!

Ihr gönnt mir aber auch überhaupt keinen Spaß.

Spaß, Paps, Spaß wäre es, wenn wir endlich auch die anderen Planeten untersuchen würden, oder weiter fliegen, oder überhaupt mal von der Stelle kommen. Und nein ich verstehe es immer noch nicht warum das nötig ist, wenn wir doch alle Informationen die wir brauchen durch das FSS bekommen. Wir könnten schon längst weiter fliegen. Und dir ist bewusst das es nur noch Sechzig Sprünge sind. Also mach was Nadine dir gesagt hat.

Frauen, sie würden es wohl nie verstehen, dieses Gefühl irgendwo der erste zu sein, ich frage mich was wohl Neil Armstrong, gedacht hat als er damals vor so vielen Jahrhunderten, die Fahne in den Erdmond gesteckt hat. Als erster Mensch einen anderen Himmelskörper betreten.

Sie unterhielten sich hinter mir noch eine Weile, während ich das restliche System sondierte. Es war auf der Reise das Dritte mit einem Erdähnlichen, und das Zweite was ich als erster Fand.

Aber es wurde wirklich Zeit die letzten Sprünge anzugehen. Eine vier Stunden Rotation oder jeder zwanzig Sprünge was eher eintrat, je nach Größe der noch vor uns liegenden Systeme.

Reine Routine, die Sterne wechselten, von Weiß zu Gelb, zu Rot, zu Braun, und wieder zu Weiß. Mal waren es nur Sterne, mal waren zwischen sechs und zwanzig Eisbrocken, und hin und wieder waren es aber auch, dreißig oder fünfzig Signale. Fünf oder Vierstern Systeme. Es war wirklich alles dabei.

Die letzte Etappe hatte Nadine. Es waren noch Vierzehn Sprünge, und ich, nachdem ich nicht mehr Schlafen konnte, mimte den Co-Piloten. Und sah gespannt zu Wie die Frau die mein zweites Kind unter ihrem Herzen trug, gekonnt die Clipper um Sterne Navigierte. Während ich mehr halbherzig das FSS bediente.

Nimm die Augen von meinen Brüsten und Konzentriere dich lieber auf das FSS.

Woher willst du Wissen, dass ich genau da hin schaue?

Ich Spüre das! Und nun Augen auf das FSS.

Sie hatte mich tatsächlich ertappt. Also blieben meine Augen vorerst beim FSS. Die Distanz zwischen uns und EESHORKS BA-A G2179 schmolz. Zehn Sprünge, Sechs Sprünge, Vier Sprünge und dann war es nur noch einer. Nadine richtete die Clipper auf den Punkt im All, und leitete die Sprung Sequenz ein, während ich die ersten zaghaften Informationen über das System erhielt. Und in dem Moment stockte mir der Atem. Aber es war zu Spät, der Computer zählte in dem Moment, wo ich die Informationen über die Sterne in dem System deutlich vor mir sah, gerade auf Null und Sprang.

Runter vom Pilotensitz, schnell! Sonst wirds gleich ungemütlich.

ich sprang aus meinem Sitz und noch während ich Nadine unsanft aus dem Sitz schmiss, sah ich wie wir im Witch Space dem „Stern“ immer näher kamen, vielleicht noch 10 Sekunden trennten uns vom Normalraum, und dann währe alles zuspät.

Schiffe haben Sicherheitsvorkehrungen, man kann im Witch Space dem Schiff sagen das man sofort auf Null Geschwindigkeit gehen soll beim Eintritt. Aber mit Nadine wollte ich jetzt nicht reden.

Was soll das!

Keine Zeit! Halt dich irgendwo FEST.

In dem Moment kam es, plop und wir rauschten direkt dran vorbei, direkt durch den Strudel, Direkt zu auf das mörderische Ding vor uns. Die Clipper schrie förmlich auf, als der gegenschub einsetzte und sie auf null abbremste, ein verdammter Neutronenstern, und wir keine Drei Lichtsekunden dahinter, vor uns ein verdammtes schwarzes Loch. Überall gingen Warnlampen an.

Was zum …

Genau das, was zum Teufel … , ich brauch ne neue Hose.

Sind das … vier und ein …

Ja, es sind vier Neutronensterne und ein schwarzes Loch. Du hast es erfasst, verstehst du nun warum ich das steuer so plötzlich übernommen habe. Entschuldige dafür übrigens. ich hoffe du hast dir nicht Weh getan.

Mir ist schlecht, ich wäre …

… genau rein geflogen.

Nadine rappelte sich vom Boden auf, während ich versuchte Abstand vom Neutronenstern zu bekommen, ohne dabei in die Jets zu geraten. Dieses Teil war echt enorm und unsagbar gefährlich, denn einmal im Jet ist es aus mit der Clipper, dafür ist sie einfach nicht gerüstet. Und wir würden uns in Sekunden den Energie Kern grillen.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins, erklär mir warum Ronny uns hier her geschickt hat!

Ich bring ihn um! Dieser … jetzt versteh ich sein hämisches Grinsen. Dieses Arschloch.

Nadine, was jetzt?

Sie starrte das Monstrum, vor uns, an, und bekam kein weiteres Wort heraus. In dem Moment kam Jule, die sich den Arm fest hielt, ins Cockpit.

Was sollten die Warnlampen? Ich bin aus meinem Bett gefallen vor schre … Heilige … was ist das?

Direkt vor uns ein Neutronenstern, da Links ein schwarzes Loch, da rechts zwei weitere Neutronensterne, und irgendwo 300k Lichtsekunden entfernt ein vierter Neutronenstern.

Und hier wollten wir hin?

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Nebelschwaden

Du betrachtest die Galaxie Karte und denkst dir, dieser Nebel da, es sind nur ein paar Sprünge vom eigentlichen Kurs, was soll schon passieren. Schaust dir das mal einfach an.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 03.01.3305

Ich sollte mir angewöhnen öfters auf den Kalender zu schauen. Heute ist der 04.01.3305, Seid Sylvester waren Jule und Nadine fast die gesamte Zeit zu nichts zu gebrauchen. Anscheint hatte der Whiskey bei Jule eine äußerst unschöne Reaktion. Denn sie wurde von dauerhaften Kopfschmerzen geplagten, was zu einer Tochter führte, die nur am Nörgeln war. Und Nadine, die hatte sich am Essen quasi Überfressen. Beide liefen also Gestern und Vorgestern wie Zombies durchs Schiff. Und so blieb es an mir Hängen den Kurs weiter zu verfolgen.

Hinzukam das beide sich jedesmal über Intercom beschwerten wenn ich in den Hyperraum Sprang, oder das Schiff aus dem Supercruise glitt. Jedesmal dieses kleine Hop. Und ich hatte zwei Nörgeltanten im Ohr. Hoffentlich würde es bis Heute Abend aufhören. Wenn nicht betäube ich beide einfach.

Und so schafften wir gerade einmal vielleicht dreißig Systeme. Waren nicht sehr viele Interessante Sachen dabei. Weder biologische Signale noch interessante Ring Systeme, einfach nur ein Haufen stupide Eiswelten und hier und da ein paar Gasriesen. Einen der Riesen Markierte ich mir aber auf der Galaxie Karte, der Scan der Ringe ergab ein äußerst interessantes Resultat, Nicht nur waren ein paar schöne Stellen dabei, nein die Ringe waren voll mit sogenannten Hotspots, mehrere Leeren Opale, Niedertemperatur Diamanten und allerhand anderes Zeugs. Wenn wir von unserem Trip zurück sind, werde ich eins der größeren Schiffe kaufen, ein T9 oder T10, oder ich Rüste so wahnsinnig wie das auch klingt einen Beluga um, und Mine dort mit Style. Jedenfalls werde ich mir die Zeit wohl damit vertreiben das Perfekte Fracht Monster zusammen zustellen. Sollte nicht all zuschwer werden.

Also blieb es erstmal beim betrachten der Galaxie Karte, würden wir unseren derzeitigen Kurs stumpf beibehalten, so würden wir direkt unterhalb des NGC 6357 Nebels vorbeikommen. Ich zoomte auf den Nebel und durchsuchte die spärlichen Informationen die mir das Galaxie System da bot. Es währen nur wenige Sprünge außerhalb der Route, also Markierte ich einen Weg in den Nebel, und dort dann zwei spezielle System CL PISMIS 13 und 3, sie stachen aus den ganzen NGC 6357 Sektoren heraus. Weiße Riesen, soviel gaben die Informationen Preis. Es ist sehr Wahrscheinlich das schon andere Piloten vor mir da waren. Aber was sollte es schon Schaden, ob nun dreißig oder vierzig Sprünge mehr oder weniger, auf die Kam es derzeit sowieso nicht an.

Du hast den Kurs geändert wie ich sehe.

Nadine stand, wie aus dem nichts, plötzlich hinter mir und betrachtete den neuen Kurs.

Schön zu sehen das es dir besser geht, und ja habe ich, auf den Nebel, die letzten Systeme waren alles öde Sonnen mit einem Haufen Eis. Also dachte ich es könnte nicht schaden einen Abstecher zu machen. Wir sollten den ersten Punkt, CL PISMIS 13 in weniger als einer Stunde erreichen.

Dann ist gut, mir fällt hier im Schiff, ej gerade die Decke auf den Kopf. Mal wieder Landen und raus mit einem Scarab wäre was.

Wenn meine Informationen Stimmen, sollte es in der Nähe und im Nebel sogar Planeten mit Biologischem Leben geben. wäre schön einen zu finden.

Also sprangen wir die Systeme durch, schnelle Scans, und nach fünfundzwanzig Sprüngen standen wir vor dem Weißen Riesen bei CL PISMIS 13, nichts besonderes, außer das er noch ein paar Gelbe und einen braunen Stern mit Ringen im Schlepptau hatte. Aber wir fanden wonach ich suchte, Biologisches Leben. Der O Stern tauchte alles in ein gespenstisches Blau Weiß. während wir den Planetoiden mit Ringen anflogen, der um den Braunen Zwerg, der ebenfalls Ringe hatte, trudelte. Die Aussicht war atemberaubend. Wir landeten in der Nähe der Signale und Nadine und Jule nahmen die Scarabs, während ich die Kamera Drohne vom Schiff aus steuerte.

Die beide hatten sichtlich ihren Spaß, beim über den Planeten feuern. Also warum sollte ich nicht auch meinen Spaß im Schiff haben. Und so hob ich ab um mit dem Schiff die Beiden etwas zu verfolgen.

Lass uns hier Ja nicht zurück!

Als wenn ich das tun würde, aber euch beiden dabei zu zusehen wie ihr da durch die Gegend brettert, da bekommt man schon lust auch mitzumachen, also, nehme ich das Schiff und erkunde etwas diesen Steinbrocken. Ruft mich wenn ihr genug habt. Dann komm ich und hohl euch ab.

Zerschell bloß nicht!

Von Nadines Worten angestachelt, hob ich ab und Strapazierte die Steuerdüsen etwas, bei dem was ich den beiden nun vorführen wollte. Gefährlich, Dumm und völlig Irrsinnig, aber mir war danach. Also stellte ich das Schiff Senkrecht mit der Nase zum Boden und steuerte die Formationen an. Ich wollte mir eine dieser Biologischen Signale, wie der Computer so schön formuliert hatte, genauer ansehen. Und das ging nur wenn ich dichter an sie heran kommen würde.

Also setzte ich all mein Können und viel Treibstoff ein um die Nase so dicht wie nur möglich an eins dieser Dinger zu bekommen. Was Nadine und Jule gebührend Kommentierten. Auch wenn ich wohl die nächsten paar Tage nicht mehr ans Steuer dürfte. alleine diese Kamera Aufnahme war die ganze Aktion wert.

Du! Was soll das, willst du das Schiff zerstören? Wyveres, LANDE SOFORT oder ich zerreiß dich in der Luft.

Paps! Das ist nicht Witzig! Du was soll das.

Schon gut, Schon gut. Ich wollte auch meinen Spaß, und es ist doch nichts Passiert. Ich frage mich was ihr habt.

Ich landete unweit der beiden und machte mich innerlich schon darauf gefasst, gleich ein Donnerwetter zu erleben. Aber erst einmal setzte ich Kurs auf CL PIMIS 3. kam aber nicht mehr dazu auch abzuheben.

Weg da, für die nächsten Stunden werde ich fliegen, du du wirst dir jetzt eine Mütze voll Schlaf genehmigen. Denn ich bin der FESTEN überzeugung mit dir gehen die Pferde durch! Wie kannst du nur so Unvorsichtig sein. Dieser Irrsinn, Stell dir vor du währst mit der Nase in den Planeten gerammt oder schlimmeres. Du Unverantwortlicher Dreckskerl! Ich könnte dich jetzt, Boar.

sie hatte mich am Kragen und ihre Hand schwebte bedrohlich in der Luft. Nadine würde jeden Moment ausholen, mir musste also schnell etwas einfallen. Sonst würde ich wohl die nächsten Tage im besten Fall auf dem Boden schlafen müssen.

Also packte ich mit beiden Händen zu und küsste Sie.

Das wird dich auch nicht retten, mein lieber, aber es ist schon einmal ein guter Anfang, auch wenn deine Hände da gerade, an einer Stelle sind wo sie gerade eigentlich keinen Zugang zu haben. Also Pfoten weg von meinem Hintern! Du hast da erst einmal Sendepause. Zur Strafe!

Na Gut, dann bleibt mir nichts anderes übrig, ich gebe mich geschlagen, der Kurs nach CL PIMIS 3 ist eingestellt, es sind nur ein paar Sprünge. Ich geh derweil was Essen. Soll ich dir was mit machen?

Ja, Toast mit Erdbeeren und einen Kaffee.

Ich küsste sie nochmal und schlich dann aus dem Cockpit, vor der Tür stand eine ebenso böse drein blickende Jule und stierte mich an.

DU!

Schon gut, ich weiß das war unverantwortlich, bla bla, ich weiß was du sagen willst, spar es dir auf für die nächste Sache die nicht so läuft wie Sie sollte.

Aber ich, das war unverantwortlich von dir.

Ich nickte ihr zu und trotte dann in die Küche, Kaffee und Essen besorgen. Während ich die Zutaten zusammen suchte und mir einen Kaffee eingoß, fingen die Warnlampen im Schiff an durchzudrehen. Und der Kaffee vor mir fing an zu schweben. Von CL PIMIS 13 zu 3 waren es nur zwei Sprünge mit der Clipper.

Also Es gab nicht vieles das die interne Schwerkraft Regulierung im Schiff außer Kraft setzen konnte. Und Nadine würde nicht aus versehen die Regulatoren abschalten. Also gab es nur eine Möglichkeit. Ich lies alles stehen und liegen und in dem Moment kam die Bestätigung schon über Intercom.

SCHWARZES LOCH! Direkt neben dem Scheiß Stern! Wir kommen in denn Gravitationsbereich. Die Maschinen tun was sie können aber wir werden angezogen, schaff dein ARSCH wieder ins COCKPIT SOFORT!

Ich flog an ihr vorbei, und hievte Nadine aus dem Pilotensitz.

Das kommt unerwartet. Übernimm die Energieverteilung, schalte alles ab was wir nicht unbedingt brauchen und leite es in die Schilde und den Antrieb.

Während ich das schiff neu ausrichtete um der Gravitation entsprechend begegnen zu können, meldete das FSS noch weiteres Ungemach, es war nicht nur ein Schwarzes Loch, dass sich um den Weißen Riesen bewegte und ihn aussaugte, nein denn die Sensoren meldeten noch weitere Sterne, ein paar braune Zwerge und noch zwei weitere Schwarze Löcher.

In dieses System zu springen war eine beschissene Idee von mir. Schau auf die Sensoren Ergebnisse, wir haben hier ein ernsthaftes Problem. Hoffentlich kommt der FSD schnell genug wieder Online. Sonst endet unsere Reise hier und jetzt.

Nadine wurde aschfahl.

Drei Stück? Dein scheiß ernst, wenn wir das Überleben dann werden wir keine Experimente mehr Wagen.

Und mir wurde auch schon anders, also zählte ich die Sekunden bis der FSD soweit abgekühlt hatte, dass man ihn wieder erneut anfeuern konnte.

Wir sind nur noch 500 Kilometer vom Schwarzschild entfernt, tu was. sonst war es das gleich.

Der Antrieb tut was er kann, wir gewinnen langsam aber sicher Abstand. Aber wenn das hier vorbei ist müssen wir wohl die Maschinen überholen, denn ich glaube da brennt gerade ein Haufen Elektronik durch.

Völlig egal, Hauptsache wir kommen hier weg.

Der Computer fing an zu zählen, während er uns Überhitzungswarnungen an den Kopf schleuderte, 120% über maximal Last, 130%, 140% es wurde kritisch. Dann sprang das Schiff endlich, Supercruise und wir gewannen endlich Abstand, 1Ls 10Ls 100Ls 500Ls, wir waren frei.

Geschafft, aber ohne Reparaturen, kommen wir hier vorerst nicht weg. Supercruise geht noch aber der FSD ist offline, ich fliege einen der Planeten an, bei den anderen beiden. Wir müssen landen, auch wenn es Gefährlich wird.

Endlich kam Jule ins Cockpit, völlig Nass und nur in ein Handtuch gewickelt.

Was auch immer ihr da gerade gemacht habt, macht das nie wieder. Ich hätte mir in der Dusche beinahe den Hals gebrochen. Was war das überhaupt?

Ein Schwarzes Loch. wir sind direkt daneben gelandet. Sie selbst, es umkreist den Blauen keine 50 Lichtsekunden entfernt, und ich bin genau in die Umlaufbahn von dem Ding gesprungen. Und muss jetzt erst einmal selbst unbedingt Duschen.

Macht ihr mal, derweil Lande ich. Und hoffentlich schafft die AFW das mit der Reparatur. Ansonsten sind wir hier vorerst gestrandet. FSD ist ausgefallen, die Schilde sind hart angeschlagen, und der Supercruise wird es auch nicht mehr lange machen.

Das Schiff hatte nur noch 38% Intakte Hülle, und die AFW leistete Überstunden, während die Reparatur Drohne über die Oberfläche der Clipper schwebte und stellen flickte wo sie nur konnte.

Es war verdammt knapp, sehr knapp. Eigentlich hatte ich Schwarze Löcher von der Liste gestrichen, aber wer rechnet schon damit das man direkt neben so einem Ding landet. Jedenfalls schafften wir es zum Planeten. Und ich konnte Landen, die Reparatur des Schiffes würde einen Ganzen Tag in Anspruch nehmen. Zum Glück hatte ich bevor wir aufbrachen, den Energie Kern des Schiffes extra abschirmen lassen. Ohne ihn säßen wir nämlich jetzt echt in der Klemme, denn er ist der einzige Part den die AFW nicht reparieren kann.

Jule erholte sich in ihrer Kabine von dem Schock, während Nadine sich die Anstrengung von den Schulter rieseln lies, überwachte ich die AFW und tat was ich tun konnte um die Clipper wieder flott zu bekommen. Denn ich wollte nicht länger als Nötig in der Nähe von drei schwarzen Löchern bleiben.

Auch wenn meine Neugier stark war das System genauer unter die Lupe zu nehmen, denn wann hat man schon einmal die Chance gleich drei schwarze Löcher zu untersuchen, so wollte ich doch nur so schnell wie möglich weg von hier, leider brauchte die AFW für den FSD noch eine Weile, und so konnte ich die Zeit nutzen um doch ein paar Scans der Planeten durchzuführen. Ein interessantes System, aber das war es auch schon, nur ein paar Biologische Signale und ein paar Geologische Sonderheiten, mehr legte das FSS nicht frei.

Wie sieht es mit der Reparatur aus?

Zu neunzig Prozent abgeschlossen. Wenn der FSD wieder online ist verlassen wir das System auf der Stelle. Es behagt mir nicht auf einem Planeten zu sein der langsam aber sicher seinem Ende entgegen geht.

Kann ich irgendwas machen?

Ja, überwache bitte die Energie Verteilung, wir werden alles was da ist brauchen um den FSD soweit aufladen zu können um zu springen. Das machen wir sobald wir die Massensperre des Planeten überwunden haben. Ich habe schon Kurs und Richtung in den Computer eingegeben. Die AFW sollte gleich fertig sein.

Es dauerte noch zwei Minuten, dann war die AFW fertig. Sie hatte fast alle Ressourcen aufgebraucht, aber darüber mache ich mir erst Gedanken wenn wir hier weg sind, wie wir sie wieder auffüllen können.

Es war soweit, die Clipper hob endlich ab, und die Sekunden vergingen nur Zäh bis wir endlich den Inneren Orbit des Planeten verlassen hatten.

Mass Lock released.

Der Computer gab endlich den FSD frei.

Nichts wie weg hier. Mach dich bereit, könnte etwas Holprig werden.

Der Computer zählte, fünf, vier, drei, zwei, eins, vor uns verzerrte sich das Universum, und wir tauchten in den Witch Space, wie man den Korridor auch nannte der durch das FSD erzeugt wurde, ein. Nur um dann wenige Augenblicke später an einem freundlichen Gelben M Stern aufzutauchen. Die Wärme war angenehm auf der Haut, und das Gelb durchflutete das Cockpit. Der Treibstoffsammler nahm seine Tätigkeit auf während das Schiff mit 0.33c um den Stern sauste. Energie fürs Schiff, und die Lebenserhaltung, alles kam wieder online, jetzt wo die Clipper nicht mehr auf Reserve lief.

Geschafft, jetzt suchen wir uns einen gemütlicheren Steinbrocken mit geringer Schwerkraft und dann warten wir das Schiff ausführlich. wie viele Platinen wohl durchgeschmort sein mögen.

Mir ist schlecht, und streich bitte schwarze Löcher aus der Liste, nie wieder ja! Einmal reicht mir.

Das lässt sich nicht vermeiden, ich hab sie zwar als Hauptstern ausgeschlossen, aber wenn das so wie in dem System eben einfach nur Nebensterne sind. werden wir wohl damit zurecht kommen müssen, je näher wir dem Zentrum kommen.

Zentrum? Sag nicht, Wyveres … du willst doch nicht.

Sagittarius A warum nicht, wir sind doch nur in Schwierigkeiten geraten, weil wir nicht damit gerechnet haben. Außerdem, warst du schon einmal an einem Neutronen Stern?

Haben sie dich jetzt endgültig? Hast du vergessen weswegen wir unterwegs sind.

Nein, und es sind noch über vierhundert Sprünge bis zu unserem eigentlichem Ziel. von da ist es ein Katzensprung zum Zentrum.

Siehst du diesen Bauch hier, willst du unser Kind wirklich einer solchen Gefahr aussetzen?

Nein Natürlich nicht, also es ist auch nur ein Vorschlag.

Ein dämlicher Vorschlag, du kannst das Zentrum besuchen wenn, Jule, das kleine und ich wohlbehalten zurück in Cubeo sind. Vorher Unterstehe dich auch nur daran zu Denken. Sonst sperr ich dich ein und Fliege den restlichen Weg ohne dich.

Schon gut, schon gut, du hast gewonnen. Außerdem wäre es mit der Clippper und diesen Schilden ej Selbstmord. Aber irgendwann einmal. Vielleicht sogar Beagle Point.

Sie sass mir noch eine Weile auf dem Schoss und schaute verträumt dem feurigen Spiel des Sternes vor uns zu.

Stanley wenn es ein Junge wird.

Und wenn es ein Mädchen wird?

Annabel. Nach meiner Uroma.

Schöne Namen, gefallen mir. Stanley und Annabel.

Elite Dangerous: CMDR Wyveres – Logbuch – Sterne, Sterne und noch mehr Sterne

Wenn es eins gibt, was mich am All fasziniert, dann ist es die Tatsache das ich egal wie oft ich schon meinte, jetzt hast du endgültig alles gesehen. Das All mir dann wieder mit seinem Humor kommt und zu mir sagt, schau mal das hier kennst du noch nicht.

CMDR. Wyveres. Sternzeit 01.01.3305

Ich hätte vielleicht mal während des Fluges überprüfen sollen welches Datum wir eigentlich hatten, vielleicht wäre ich dann nicht so leicht in Panik geraten. Ich hatte nämlich schon seit Ewigkeiten nicht mehr daran Gedacht das zu tun. Aber wir schreiben Heute tatsächlich den 31.12.3304 Und es sind nur noch wenige Stunden bis die Zahl auf 01.01.3305 Springt, wir sind hier draußen zu Dritt und keiner von uns hatte daran Gedacht, das wir ein neues Jahr haben werden. Sei es drum, Nadine sollte eigentlich Aufgrund ihrer Schwangerschaft keine Alkohol trinken. Und Jule sollte eigentlich auch nicht, aber ein Glas zusammen mit mir, sollte schon drin sein. Ich hatte irgendwo in meiner Kabine eine Flasche alten Bowmore, eigentlich ein vermögen Wert, und normalerweise war die Flasche auch in Medupe City. wo sie sicher war, warum genau ich sie mit nahm, daran erinnere ich mich nicht mehr. Aber Nadine würde schon nicht protestieren, und die Flasche ewig weiter unter Verschluss zu halten. Da gefiel mir der Gedanke viel zu sehr, zu sehen wie sich meine Tochter schüttelt, bei ihrem ersten Whiskey von der Erde.

Und so schenkte ich ihr, mir und Nadine dann kurz vor Mitternacht, ein.

Ich hoffe euch beiden ist bewusst, das dieser Stoff Uralt und von der Erde ist, also sollte ihr beide diesen Whiskey nicht unterschätzen. Und beschwert euch nicht hinterher.

Nörgel nicht, ich hatte schon so einiges an „Stoff“ in meinem Leben. Und die Flasche da, die Kenne ich … jedenfalls.

Gut möglich, immerhin fand ich sie vor Jahren in eurem Keller auf der Erde, völlig verstaubt und einsam.

Zwischen all den anderen, völlig einsamen Flaschen. So so. Du weißt schon das mir der Diebstahl einer so wertvollen Flasche angelastet wurde?

Das war Rache, für deine Freundlichkeit, mir gegenüber.

So Rache, ich durfte zwei Monate nicht aus dem Zimmer, und mein Vater hat sogar noch verlangt das ich den Schaden bis auf den letzten Credit abarbeiten müsste. Und du … du hast die Flasche nie angerührt.

Nicht einmal Karen wusste das ich die Flasche habe. Aber sieh es mal so, Jetzt hier draußen, wer soll mich da noch dafür verurteilen. Außerdem, hoffentlich ist es wirklich so gut wie dein Vater immer behauptet hat.

Die Zeit war gekommen die Uhr im Schiff zeigt 23:59:20 nur noch wenige Sekunden, und der Geruch des Whiskeys stieg mir schon die Nase hoch. Jule hatte mit sich zu kämpfen, aber sie wollte unbedingt stärke zeigen. Nadine lächelte einfach nur milde. Denn Sie hatte ihrem Vater wirklich um mehr als nur die eine Falsche, die ich eigentlich geklaut hatte, erleichtert.

Und dann war es soweit.

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Null, das neue Jahr war da, und wir hatten zu dem Zeitpunkt noch mehr als die Hälfte der Stecke vor uns. Fünfhundert und Zwölf Sprünge um genau zu sein. Aber das neue Jahr musste einfach gefeiert werden. Nadine und ich tranken unseren Whiskey auf Null, und es war wie erwartet, ein leichtes Feuer in der Kehle, ein kurzes Schütteln, und dann dieser schöne rauchige Geschmack. Aber Jule, Jule bot uns ein anderes Bild, sie nippte an ihrem, und der erste Zug schüttelte sie mehr als uns.

Boar, was ist das … das ist ja … und das kann man Trinken? Ich hatte ja schon einiges an Alkohol aber das …

Trink aus, Feigling. Das was du Alkohol nennst, dieses Syntetische neumodische Zeugs, mit vielleicht 0.05% echtem Alkohol, ist Wasser mit Geschmack, der Rauschzustand wird da ja nur über irgendwelche Zusatzstoffe erzeugt und lässt sich dadurch ja so gut bekämpfen.

Aber das hier? Das ist doch Gift? Oder Irre ich mich?

Ja du hast recht, das ist sogar ein Nerven Gift und nun runter damit.

Sie setzte das Glas an und wollte gerade wieder zum Rückzug blasen als Nadine ihrerseits, ihr einfach das Glas förmlich in den Mund schob und ihr den Kopf in den Nacken legte.

Vergiss nicht zu schlucken Jule, sonst brennt es dir die Nasenlöcher aus dem Gesicht.

Vor mir fing meine Fünfzehnjährige Tochter augenblicklich an zu husten und ihr schossen die Tränen in die Augen.

NADINE! … Boa … was … Hilfe … das brennt.

Und schmeckt er?

Also ich kann nicht klagen, und meinem Magen geht es gut, Ausnahmsweise mal. Also auch auf die Gefahr hin, dass du Protestierst, jetzt wo die Flasche schon mal offen ist.

Nadine lächelte mich an und hielt mir ihr leeres Glas unter die Nase. Während Jule verzweifelt versuchte das Brennen in ihrem Hals mit Wasser zu löschen, was die ganze Sache statt besser nur noch schlimmer machte.

Du solltest eigentlich nicht, dass ist dir ….

Nörgel ruhig weiter und ich trink die Flasche alleine aus, und lass dich dann vor unserer Kabine verschimmeln! Also was ist entweder oder?

Sie grinste mich an und das Glas wackelte in ihrer Hand. Und da ich nicht erpicht darauf war die Nacht vor der Kabine zu verbringen, goss ich uns beiden ein.

Brav, aber zu so gutem Whiskey gehört auch was zu Essen. Also was hast du vorbereitet, Und wehe es ist Pudding!

Ihr Feuerrotes Haar flog von links nach rechts als sie das Wort Pudding aussprach. Der Whiskey hatte seine Wirkung entfaltet, und man sah ihr, ihre Abstammung in diesem Moment deutlicher an als sonst, Auf der Erde trat Feuerrotes Haar am häufigsten unter einer Gruppe von Menschen auf, die sich im Whiskey brennen verstanden. Iren und Schotten. Und Nadine hatte eindeutig etwas Schottisches an sich. Karens Haare waren zwar auch Rot gewesen, aber das Braune hatte bei ihr deutlicher zugeschlagen. Bei Jule war der Anteil an Rot durch meine Braunen Haare fast nicht vorhanden, Außerdem hatte Sie, sie in der Zeit in der wir nun schon zusammen rum flogen, mehrfach gefärbt und wieder entfärbt. Aber es blieb bei Braun.

Wie wird man das Brennen im Hals wieder los?

Indem man mehr davon trinkt. So wie die Menschen es früher schon taten, es solange Trinken bis man es nicht mehr Spürt.

Aber Alkohol ist doch ein Gift, worin liegt also der Sinn?

Trink noch ein und du wirst es merken. Denn das alte Zeug hier braucht diese Zusätze nicht um den Rausch zu erzeugen.

Aber es ist Gift!

Nadine nahm die Flasche und füllte Jules Glas bis zum Rand, dann grinste Sie, sie an. Und bedeutete Ihr sich wieder an den Tisch zu setzen, während ich damit beschäftigt war das Essen aus der Küche zu holen und ein Glas Milch für Jule.

Wir beide, trinken das hier jetzt, Ordentlich, verstanden. Immerhin steckt etwas von meinem Blut in dir. Und das heißt das du das hier Trinken kannst!

Nadine schob Jule ihr Glas rüber, und diese versuchte, zwar unter leisem Protest, den Inhalt auf die selbe Art zu Trinken wie schon das erste Glas.

Nicht so, Mund auf, Glas an die Lippen und Kopf zusammen mit dem Glas in den Nacken, schau her.

Nadine hob ihr Glas, und zeigte Jule wie man Whiskey laut ihrer Meinung nach Trinken sollte, das Nadine die Flüssigkeit noch ein paar Sekunden im Mund behielt und sich der Geschmack im Mund so besser verteilen konnte verschwieg sie Jule aber.

Los oder ich helfe wieder nach. So wie ich das eben gemacht habe!

Schon gut, bitte nicht, ich Trink ja, aber mir ist jetzt schon Übel davon.

Jule setzte das Glas, wie von Nadine verlangt, an die Lippen. Schon beim Geruch schüttelte sie sich.

Nase zu und Durch! Los, Hop. Danach fühlst du dich besser.

Und Jule gehorchte, noch während sie versuchte die Flüssigkeit in ihrem Mund herunter zu bekommen, schossen ihr auch schon wieder die Tränen in die Augen. Und Sie musste sich zusammenreißen den Whiskey in ihrem Mund nicht auf der Stelle wieder auszuspucken.

Unterstehe dich, der gute Tropfen, Schluck ja runter, werte Nichte. Danach wirds gleich viel besser glaub mir.

Es dauerte einen winzigen Augenblick aber Jule schaffte es dann doch noch.

Bah! Nie Wieder … dieses ZEUG ist ja … wie konnte man sowas Überhaupt Trinken!

Hier etwas Milch, das sollte gegen das Brennen helfen, und iss was fettiges sonst wirst du die Wirkung des Whiskeys gleich merken.

Wieso Wirkung, ich war doch schon mal betrunken, aber das hier, dieses Gesöff schmeckt einfach widerlich.

Du verwechselst da etwas, Richtiger Alkohol hat eine völlig andere Wirkung als dieses Syntetische Zeug. Das macht nur etwas High im Kopf. Das hier, liebe Tochter wird dir in wenigen Minuten die Schuhe ausziehen.

Woher … oh … was ist das … oh … ähm woher willst du …. paps das …. wissen?

Fängt schon an. Dachte nicht das er so schnell wirkt. Aber sie ist ja noch Jung und so süß.

Jule zeigte die ersten Anzeichen einer ordentlichen Vergiftung mit echtem Alkohol, und ich merkte auch schon wie mir die Zunge lockerer wurde. So alter Whiskey ist halt etwas besonderes. Aber schön zu sehen das er noch genießbar ist und seine Alkoholgehalt wohl noch in Ordnung zu sein scheint.

Sie bekommt erstmal nichts mehr von dem Whiskey, wir wollen sie ja nicht nachher noch in die Krankenstation bringen müssen, um die Vergiftung zu bekämpfen.

Papperlapapp, ich erinnere dich an deine erste echte Flasche, und wie du dich damals aufgeführt hast. Du warst Karen SOOOO peinlich, wie du versucht hast im Pool nach Opalen zu Tauchen und dabei mehrere Deko Elemente entfernt hast, Vater war gar nicht erfreut deswegen.

Und wer war daran schuld? Hmm, sitzt gerade vor mir, und umklammert die Flasche. Also Ma’dam Nadine, wie währe noch ein Glas für den Appetit und dann Essen wir.

Was gibt es denn?

Haggis und Blutwurst! Dazu etwas das es in meiner Familie schon seit mehr als Tausend und Dreihundert Jahren zu Sylvester gibt, Kartoffelsalat.

Nadine schaut erst zum Essen und dann zur Flasche, goss sich noch ein ganzes Glas voll ein und überreichte mir die Flasche.

Das hier werde ich jetzt noch Trin … Trin … oh klappt scho nich mehr ganz. Also Trinken. Und dann überstehe ich vielleicht deine Kochkunst. Vielleicht, bringt sie mich aber auch einfach nur um. Wir wer … wer … ah … werden sehen!

Ist das mit der … Tauben Zunge normal?

Nadine leerte das Glas in einem Zug und schaufelte sich dann ihren Teller mit einmal von allem voll. Ihr Appetit war durch die Schwangerschaft seltsam geworden. Aber davon hatte ich gelesen, dass es zu seltsamen Gelüsten kommen kann.

Was ist Nichte, nicht vielleicht doch noch ein Glas?

Nei … Ne … NEIN, Danke …

Der Alkohol in Jules Blutbahn fing an zu wirken. Für jemanden der in seinem Leben noch nie einen echten Rausch hatte, war die Wirkung jedesmal die selbe, Erst wurde einem schwummrig, dann fing die Zunge an schwer zu werden. Aber Alkohol hatte auf jeden eine etwas andere Wirkung. Und die würden sich bei Jule bald zeigen.

I … Is … ah … ist da … ich … oh.

Ich glaub das zweite Glas war zuviel für Sie.

Glaubst du?

Ah, was …

Ich bin mir Sicher.

Aus Jule kam nur noch gestammelte Worte und ihr verhalten nahm merkliche Züge einer Guten Dosis von Alkohol Intoxikation an. Es war lustig anzusehen, wie sie krampfhaft versuchte einen Satz zu sagen ohne sich dabei auf die Zunge zu beißen, von ihren versuchen weiterhin aufrecht am Tisch sitzen zu bleiben, mal abgesehen. Wirkte die Vergiftung recht schnell bei ihr. Und anstelle das ihr Essen da landete wo es sollte, hatte sie mühe die Gabel richtig zu halten und zum Mund zu führen.

Pa … das … oh … wie, warum … dä dä dämliche Ga …hbel, bl bl blei ..hb dddoch dddaa wwwoo. Iiiich dich s s sehen kaaann.

Nadine konnte sich das Lachen nicht verkneifen, während sie Jule dabei zusah wie sie sich abmühte bei Verstand zu bleiben.

Ihr be be beihde … w w wuhsted dddas ddass pppahsiert! Iihr se se seid gehhhmmmeiin!

Soll ich dich Füttern?

NEIN! Icccch schhhaaaafff dddddasss scccchhhooohn!

Wenn du dich jetzt sehen könntest Jule, herrlich. Willst du noch ein Glas?

NEIN!

Jule packte nach ihrem Teller, stand schneller auf als sie eigentlich Sollte und packte sich, so lang sie war, nach vorne über den Tisch und landete mit ihrem Gesicht geradewegs in ihrem Essen.

*prust* Hoffentlich hat der Computer das Aufgezeichnet, das Spielen wir ihr vor wenn sie wieder bei sinnen ist!

Sei nicht so gemein, aber ja hat er. *prust*

Ein Arm, noch ein Arm. Jule stämmte sich mit aller Kraft vom Tisch ab und flog geradewegs auf ihren Hintern. In dem Moment konnten Nadine und ich nicht anders als lauthals los zu lachen. Wie ein Hilfloses Baby lag sie am Boden. Und Fluchte nuschelnd vor sich hin.

Wir setzen Sie auf, helfen ihr noch was zu Essen hinter und dann bring ich Sie zu Bett. Wir haben jetzt mittlerweile fast 1 Uhr, das reicht.

Nahh gut, aber das gilt nur für Jule. Ich kann noch, außerdem irgendwie schmeckt dein Essen doch eigentlich, wenn man es mit etwas Whiskey runter spült.

Danke, für dein aufrichtiges Kompliment. In Zukunft lass ich wieder dich und Jule Kochen.

Geeern Geschehen!

Heeellllft ihhr mmm mmmir jjjeetttzt o o oder mmmmuuusss iich hhhieer v v ver vers ver … ah.

Nach ein, zwei versuchen hatte ich Jule soweit gerade aufgestellt das sie nicht gleich wieder drohte Um zufallen. Sie hackte sich bei mir ein und ich brachte Sie zusammen mit ihrem restlichem Essen in Ihre Kabine, noch bevor Sie ihr Bett erreichte viel sie auch schon im Stehen in den Schlaf und krachte beinahe auf den Boden. Ich zog ihr das Nötigste aus und hievte Sie dann ins Bett, wo ich vorsorglich einen Eimer vor ihrem Gesicht da lies.

Schlaf gut, Tochter.

gngm angm mm.

Nadine hatte sich derweil schon reichlich den Magen voll geschlagen, und wartete nicht auf mich um sich weiter am Rest der Flasche zu bedienen.

Fröhliches Neues, wie lange Gedenken wir beide noch hier zu verweilen?

Bis du Satt bist. Was noch eine Weile dauern wird, wenn ich das hier so sehe.

Daran ist das hier unten Schuld! Und mein Magen wird sich wohl dafür gebührlich bedanken.

Na dann, ist ja gut. Noch was in der Flasche drin?

Ja für mich, und du … du wirst … mir jetzt Bitte noch vom Computer einen Toast mit Erdbeergelee und … Haggis machen! Los!

Wirklich?

Geh! Los! Und meine Flasche! MEINE!

Bei Nadine fing der Alkohol an zu wirken, gepaart mit ihrer Schwangerschaft würde das noch ein sehr Interessanter Abend, und dann ein noch viel lustigerer Morgen werden. Wenn dann beide mit einem Ordentlichen Kater in der Kantine sitzen und verzweifelt versuchen, Kaffee und was Festes runter zu bekommen.

Nadine und ich saßen noch gut zwei Stunden in der Kantine und erzählten und Assen, bis auch der letzte Tropfen des Whiskeys in unseren Mägen gelandet war.

Daaahs waaars! Satt! Reif für NACHTISCH!

Sie zog mich noch im Gang zu unserer Kabine aus, Heißhunger und Geilheit, gepaart mit Alkohol. Eine Garantierte Art am nächsten Morgen nicht mehr zu Wissen warum man noch am Leben ist.

Und so kam der nächste Morgen, oder für Jule und Nadine eher der Übernächste Morgen, denn sie verschliefen alle beide den ersten Tag des Jahres.

Wo sind wir? Und wo ist mein Kaffee! Und Sag der Computer Tussi sie soll die Geräusche leiser machen, sonst mach ich Sie leiser!

Neben Nadine tauchte dann auch kurz darauf eine völlig vernichtete Jule in der Küche auf.

Woher … au … helles Licht, aus! Nie … nie wieder! Au … muss das mit dem … mein Kopf …

Ich setzte mein schönstes Lächeln auf und hohlte extra tief Luft.

GUTEN MORGEN IHR BEIDE, WIR HABEN DEN …

Red weiter und ich töte dich!

Papa … nicht so … ah laut!

Mich funkelten zwei Paar Augen bitter böse an. Natürlich war ich auf ihre Erscheinungen vorbereitet. Schwarzer Starker Kaffee, Speck, Eier, und eine gute Ladung Rest Haggis, wartete auf die beiden. Das sollte sie einigermaßen wieder aufbauen.

Ich schwöre dir, wenn meine Augen auf sind, und ich die Kraft wieder erlangt habe dich zu Ohrfeigen, dann wirst du dein Blaues Wunder erfahren, Wyveres. NIE Wieder Haggis, verstanden! NIE WIEDER, schwöre es mir!

Während Nadine die letzten Worte sagte fuhren beide aus ihren Stühlen Richtung Bad. Während ich am Tisch sitzend leise vor mich hin Lachte und eine Doppelte Portion Speck und Eier für mich alleine hatte.

Und ihr seid Sicher, dass ihr nichts wollt?

*hmpf* Geh Sterben!

*Kübel* Ich hasse dich Paps!