Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – CMDR Unha

Wenn man dumme Dinge tut im All, bestraft es einen fast augenblicklich dafür. Zum Glück gibt es Notfall Systeme und Rettungskapseln, aber der Verlust des Schiffes und all seiner Daten ist trotzdem jedesmal aufs neue Schmerzhaft.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 15.01.3305

Es war schwerer als ich ursprünglich dachte, auch nur ein Wort ins Funkgerät zu sprechen. Was würde mich, uns, jetzt erwarten. Freund oder Feind, aber ich musste es einfach wagen. Die Maschine war dabei zu sterben und nichts was wir noch unternehmen konnten, würde das verhindern. Die Sensoren, zeigten mir noch um was für ein Schiff es sich handelte, eine Anaconda. Aber eine genaue Bestimmung der ID des Schiffes war nicht möglich.

Wyveres:

An den Piloten der Anaconda, hier spricht CMDR. Wyveres in der Imperialen Clipper, empfangen Sie mich?

CMDR. Unha

Klar und deutlich, Hier spricht CMDR. Unha, schön eine andere Stimme zu hören, wie kann ich helfen?

Wyveres:

Um es so kurz wie möglich zu machen, denn uns rennt hier die Zeit davon, Unser FSD ist hinüber, das Kraftwerk liefert vielleicht noch für zwanzig Minuten Energie, das Schiff bricht hier vor meinen Augen auseinander und es ist dabei Richtung Stern zu driften. Wir benötigen dringend Hilfe. Und sie sind das einzige Schiff in Reichweite.

CMDR. Unha

Da sind sie ja genau an den richtigen Piloten geraten, Ich sehe aber kein Transponder Signal, also kann ich Sie nicht Anpeilen.

Wyveres:

Das liegt daran das wir verfolgt werden, ich kann ihnen die Kennung des Schiffe so durchgeben, aber den Transponder würde ich erst aktivieren wollen wenn ich wirklich sicher gehen kann das es Sicher genug ist. Leider fallen hier zusehens gerade mehr Systeme aus, also muss ich mich wohl auf mein Glück verlassen. Unsere Imperiale Kennung lautet: WY-25E – Night Kobold. CMDR. Wyveres im Dienst des Imperiums, Navy Baron. Beheimatet in Cubeo.

CMDR. Unha

Grüße, ich überprüfe ihre Angaben, währenddessen, Wenn sie am Hauptstern sind, fliege ich schon einmal die Strecke zu ihnen, machen sie sich bereit. Wenn ihr Schiff wirklich so schwer beschädigt ist, wie sie sagen, zählt wohl jede Sekunden.

Die Sensoren erfassten noch gerade so seine Bewegungen, Nadine und die Kinder hatten während Vertis das Schiff hier her flog, schon alles vorbereitet gehabt um mit allem was nötig und wichtig war, auch ins All zu fliehen. Sprich alle Persönlichen Sachen waren in Frachtcontainern verstaut, die Rettungskapseln vorbereitet, und alles was wir an Daten hatten, hatte ich zum Backup vorbereitet. Wenn dieser CMDR, wirklich unsere Rettung war dann würde es einem Wunder gleich kommen. Und ein Wunder konnten wir wahrlich gut gebrauchen, denn die Hülle der Clipper begann schon damit sich unter der immer mehr werdenden Hitze zu verformen, Leitungen waren dabei zu zerbersten und es wurde von Minute zu Minute ungemütlicher.

Nadine:

Ich gehe jetzt zu den Kindern in den Frachtraum, egal was jetzt passiert, Wyveres … ich liebe dich. Halt das Schiff solang es geht zusammen.

Wyveres:

Verstanden, und Nadine, wir sehen uns wieder, ich habe nicht vor so zu sterben.

Sie hielt ihre Hände an ihren Bauch und Tränen standen ihr in den Augen.

Nadine:

Wenn wir das hier Heil überstehen, wirst du nie wieder irgendwelche Dummheiten mit unseren Schiffen veranstalten!

Wyveres:

Auch wenn dafür jetzt eigentlich keine Zeit ist, ich weiß was du meinst. Aber wir reden darüber wenn wir gerettet worden sind. Nun geh. Und Nadine, ich liebe dich.

Damit blieb ich alleine im Cockpit zurück und versuchte das Schiff weiterhin davon abzuhalten noch schneller Richtung Stern zu stürzen. Während ich über das Radar beobachtete wie die Anaconda, die sich sehr schnell näherte, endlich Identifizierte. In dem Augenblick viel mir ein Stein vom Herzen, und ich hätte heulen können. Eine Fuel Rat, mit einer offiziellen FDev Kennung.

Wyveres:

CMDR. Unha, ich Aktiviere nun unseren Positionstransponder, sein sie sich bewusst das wir aller Wahrscheinlichkeit dadurch gleich unliebsamen Besuch bekommen könnten, mein Schiff konnte sie als Fuel Rat Mitglied Identifizieren. Was soviel heißt wie, ich habe gerade mehr Glück als Verstand.

Damit schaltete ich das Signal an, und hoffte. Die Anaconda kam im SC immer näher, 10Ls, 5Ls, 500Mm, 1Mm, dann sah ich den SC Korridor und vor uns vielleicht tausend Meter entfernt tauchte eine quietsche Bunte Anaconda auf.

CMDR. Unha

Ich habe verstanden, ich werde mein bestes geben, aber jetzt wo ich ihr Schiff sehe und die Scan Ergebnisse hier vor mir habe, Sie haben recht, ihr Schiff macht vielleicht noch fünf Minuten, da ist echt nichts mehr zu machen. Sind sie bereit, ich werde alles für einen Transfer vorbereiten, Funktioniert ihre Drohnen Steuerung noch?

Wyveres:

Ja, die dürfte noch genug Energie haben, es ist auch sonst alles vorbereitet, Sie müssten nur näher ran kommen auf vielleicht dreihundert Meter, Neben mir sind vier weitere Leben an Bord, ich will nichts Riskieren. Sie sind alles was ich habe, von daher.

CMDR. Unha

Ich versteh, ich werde meinen Kurs angleichen, aber CMDR, uns läuft die Zeit davon, meine Langstrecken Sensoren melden mehrere Schiffe, die auf dieses System zuhalten. Ich schätze mal das sind ihre Verfolger, also sollten wir schnell machen.

Wyveres:

Gut dann sende ich jetzt die ersten Drohnen, Persönliches und die Datenspeicher, danach dann meine Crew und zum Schluss dann mich selbst.

Von hier an ging alles sehr schnell, die Anaconda ging links von uns in Stellung so das die Drohnen nur einen extrem Kurzen weg zurück legen mussten. Nachdem die Persönlichen Sachen und Der Computerkern sowie die Uralte Stase Kapsel an Bord der Anaconda waren schoss ich Nadine und die Kinder rüber. Mir war mulmig bei dem Gedanken sie in fremde Hände zu geben. Aber es war nun mal unser einziger Ausweg, und so griff ich zu meinem Blaster, während ich die letzten Anweisungen in den Computer eingab, ich stellte alles so ein, dass die noch zur Verfügung stehende Energie den Kern überlud, dann Programmierte ich das Schiff, ein letzte mal einen Kurs aufzunehmen. Und lies es mit aktiviertem Transponder um den Stern fliegen, vielleicht würden unsere Verfolger genau dann eintreffen wenn die Clipper dann endgültig Explodiert.

CMDR. Unha

CMDR. Alle wohlbehalten an Bord, jetzt fehlt nur noch ihr.

Wyveres:

Unterwegs, ich will hier nur noch meinen Verfolgern eine schöne Überraschung da lassen, vielleicht Verschafft uns das ja Zeit.

CMDR. Unha

Verstanden.

Damit hatte ich alles getan, was ich tun konnte, jetzt musste ich mein Leben in die Hände eines anderen Commanders legen. Ich setzte den letzten Befehl ab und schoss augenblicklich in der Rettungskapsel ins All. Alles drehte sich und ich sah wie eine Drohne auf mich zu kam, dann ein kurzer Ruck und wenige Sekunden später, kam auch schon die Frachtluke der Anaconda näher. Und ich war gerettet, hinter mir schloss sich die Luke und ich hörte wie die Anaconda zum Sprung aus dem System ansetzte.

CMDR. Unha

Alle an Bord, schön Sie wohlbehalten und unversehrt auf meiner Anaconda begrüßen zu dürfen, ich bin gleich bei ihnen, nur etwas Geduld, eben sind vier Schiffe ins System gesprungen, und halten auf die Position ihrer alten Clipper zu. Scheint als hätten Sie recht gehabt CMDR. Wyveres.

Kurz darauf erfolgte der Sprung in den Witch Space. und das warten begann. Die Minuten schienen ewig zu dauern, aber nach vielleicht drei Minuten tauchte ein freundliches Gesicht vor mir auf und Öffnete meine Kapsel.

CMDR. Unha

CMDR Wyveres schön sie kennen zu lernen. Wir sind ungefähr 120 Lichtjahre von unserer letzten Position entfernt.

Wyveres:

Schön zu hören, und Danke nochmal. Wie geht es meiner Familie?

CMDR. Unha

Sind noch in den Kapseln, Sie sind alle auf Stase gestellt, wie ich gesehen habe.

Wyveres:

Ja, das war Absicht von mir. Wenn der Transfer schief gelaufen wäre, so hätten sie wenigstens nicht in den Kapseln leiden müssen.

CMDR. Unha

Wecken wir sie?

Wyveres:

Noch nicht, erst müssten wir uns in Ruhe Unterhalten, es ist ewig her das ich einer Fuel Rat begegnet bin, es freut mich das der Codex der Rats noch immer Gewicht hat.

CMDR. Unha

Das hat er, wohl war. Ich komme übrigens gerade erst von einer Rettung, und war auf dem Weg zurück in die bewohnten Welten. Jemand der nach Colonia wollte hatte sich verfranzt und lag mit leerem Tank an einem braunen Zwerg.

Wyveres:

Passiert, kenn ich, ist mir vor Jahren auch mal so gegangen. Macht keinen Spaß zuzusehen wie die Systeme nach und nach abschalten, bis nur noch Lebenserhaltung läuft.

Wir begaben uns ins Cockpit der Anaconda, das Schiff ist wirklich gewaltig, und wahrlich geeignet dafür, so lange draußen zu sein. Selbst eine zu Fliegen kam mir in dem Moment in den Sinn.

CMDR. Unha

Sie können übrigens ihren Blaster im Halfter lassen, ich Garantiere ihnen hier auf diesem Schiff wird ihnen nichts passieren.

Wyveres:

Verzeihen Sie mein Misstrauen, aber ich bin in meinem Leben mehr als einmal in Situationen gewesen, in denen ich mir gewünscht hatte, jetzt einen Blaster dabei zu haben.

Wir unterhielten uns noch eine Weile, über das warum und wie wir dort, wo er uns aufgegabelt hatte, hin gekommen waren. Ich lies natürlich die Details über die Kapsel und einige andere Dinge weg.

CMDR. Unha

So, wo soll es nun hingehen? Ein bestimmtes System?

Wyveres:

Cubeo, Medupe City, wenn es möglich ist. Und wie Lange bräuchten wir?

CMDR. Unha

Da ich nicht vorhabe großartig die System zu erkunden, vielleicht zwanzig Stunden. Wir nehmen eine der Neutronenrouten, das sollte die Reichweite der Guten hier erheblich erhöhen. Also stellen sie sich schon mal drauf ein, morgen sind wir in Cubeo.

Wyveres:

Gut, dann geh ich jetzt in den Frachtraum zurück und befreie meine Familie aus der Stase. Nicht das mir meine Holde nochmal den Kopf abreist.

Er lachte kurz und nickte dann wissend.

CMDR. Unha

Das kenne ich, zum Glück sind meine in der Heimat.

Wyveres:

So ist das halt manchmal, wenn man eigentlich nur mal Kurz nach Colonia wollte.

Damit verlies ich das Cockpit, und steuerte den Frachtraum an, wo Nadine, Jule und Kathrine noch in ihren Kapseln darauf warteten endlich entlassen zu werden.

Als erstes war Nadine dran, aus ihrem ungewollten Schlaf, zu erwachen.

Nadine:

Du ARSCH, wirklich Stase!

Wyveres:

Ich hab dich auch lieb, Süße.

Nadine:

Was hast du dir dabei Gedacht, auch mich in Stase zu setzen!

Wyveres:

Das du lieber schläfst als das du bei Bewusstsein bist, während du miterleben müsstest wie die Rettung schief läuft. Was sie, wie du ja siehst, nicht ist.

Nadine:

Du hättest trotzdem, mich das selbst entscheiden lassen können!

Wyveres:

Wir hatten nur noch wenige Minuten, uns trennte nicht mehr viel vom Tod, durch verglühen in der Sonne, wolltest du wirklich bei Bewusstsein sein?

Nadine:

Ich versteh, aber das letzte Wort deswegen ist noch nicht gesprochen! Aber jetzt lass uns Jule und Kathrine wecken. Und so nebenbei wie Lange war ich in Stase?

Wyveres:

Eine Halbe Stunde Maximal. Ich hatte nicht vor euch bis Zuhause in Stase zu lassen wenn du das damit implizieren willst.

Ihr Blick war wie immer Giftig, und ihr feuer rotes Haar, glänzte vom schweiß. Ich liebte diese Frau einfach, trotz das es die letzten Tage und Wochen so schwer mit ihr war ein Gespräch zu führen, dass nicht in Gezanke ausartete, vielleicht brauchte ich das ja, jemand der mir ab und zu in den Arsch trat.

Jule und Kathrine erwachten problemlos und waren nur etwas Desorientiert. Nachdem uns CMDR Unha gezeigt hatte wo sich in der Anaconda die Aufenthaltsräume und Quartiere befanden, Quartierten wir Jule und Kathrine Kurzerhand erst einmal dort ein. Während Nadine, Unha und ich uns im Cockpit zusammenfanden.

CMDR. Unha

Niedliche Kinder, und wie ich vermute ist das Dritte auch schon unterwegs.

Nadine lächelte und rieb sich ihren Bauch.

Nadine:

Ja, aber das dauert noch.

CMDR. Unha

Sind sie beide schon lange Verheiratet? Sie wirken noch so Jung, für zwei so Erwachsene Kinder.

Nadine:

Nein also, er und ich … also … das ist schwer zu erklären. Aber das hier, ist mein Erstes.

CMDR. Unha

Wilde Ehe also.

Er lachte laut, als er die Worte aussprach.

Wyveres:

Ähm … also, um das mal auf vernünftige Art zu beantworten, ohne die Geschichte zu lang werden zu lassen. Jule ist mein erstes Kind, sie ist jetzt 15, die kleine Kathrine, wurde von uns gerettet. Weswegen ich davon ausgehe das Sie der Grund ist warum wir die letzten System verfolgt wurden. Nadine und ich wir … also … wir.

Nadine:

Mach es doch nicht so Kompliziert. Kerl, warum müsst ihr das immer so … also Er und Ich, wir sind zusammen, das Kind in meine Bauch ist ein „Unfall“ und Jule ist meine Nichte.

CMDR. Unha

Also, jetzt bin ich ganz Ohr, klingt nach einer spannenden Gesichte. Mit allem drum und dran. Wir haben noch neunzehn Stunden Flug vor uns. Also erzählt! Ich hör sowas ja gerne. Zumal die Signale derer die Uns verfolgt haben, nicht mehr zu Orten sind.

Wyveres:

Willst du Nadine, oder soll ich erzählen?

Nadine:

Mach du nur, ich kenne die Geschichte, deswegen, ich bin bei den Kindern, und brauch dringend „Echten“ Schlaf und was zu Essen.

Damit stand sie auf und Verlies das Cockpit.

Also begann ich ihm unsere Geschichte zu erzählen, während wir von System zu System sprangen, Von Neutronenstern zu Neutronenstern, Er muss diese Strecke schon öfters geflogen sein, so wie er die Koordinaten ansprang. Während ich damit beschäftigt war hier und dort eine der wenigen ELW auf der Route durch das FSS zu identifizieren. So schmolz die Strecke zwischen uns und Cubeo von Stunde zu Stunde. Zwischendurch machte ich gerade einmal eine Pause, ansonsten erzählten wir beide uns allerhand Geschichten. während die Damen das Cockpit mieden. Was wohl damit Zusammenhing das sie zwischendurch die Zeit nutzen um denn Schock und Schreck mit Schlaf zu bekämpfen.

Wyveres:

Und so fanden wir dann Kathrine, und damit begannen dann eigentlich auch unsere Schwierigkeiten, uns wurde an „Der Tanzfläche des Teufels“ der Energiekern fast unbrauchbar geschossen, und wir konnten nur durch Zufall von dort entkommen und waren dann eigentlich nur noch auf der Flucht. Den Rest kennst du.

CMDR. Unha

Interessant, würde guten Stoff für ein Buch abgeben.

Wyveres:

Würde es, und ich glaube das meine Familie und ich aus der Sache so noch nicht ganz raus sind, aber darum werde ich mich in Cubeo kümmern. Nachdem ich herausgefunden habe wer die kleine Kathrine ist, und warum wir wegen ihr verfolgt werden. Aber jetzt schau ich erstmal nach meiner Familie, wir sind ja nur noch wenn ich das hier richtig lese 1000 Lichtjahre entfernt von Cubeo.

CMDR. Unha

Keine Sorge, wir werden schon rechtzeitig ankommen.

Ich verließ das Cockpit und begab mich erst zum Quartier, wo ich niemanden Antraf. Statt dessen Stieg mir ein bekannter Geruch von Curry in die Nase. Also waren Sie in der Kantine. Dort angekommen fand ich Nadine, wie Sie zusammen mit Jule und Kathrine gerade dabei war, etwas für uns alle zu Kochen.

Wyveres:

Das riecht gut, was wird es wenn es fertig ist?

Jule:

Reis mit Curry Gemüse! In dieser Küche gibt es einfach alles!

Nadine:

Wie weit sind wir schon gekommen? Und ist dir aufgefallen, der CMDR fliegt viel ruhiger als du, auch was das Jet Auftanken betrifft, Weniger Waghalsig!

Wyveres:

Der Sass … Danke. Ich bemühe mich das nächste Schiff nicht zu zerstören.

Nadine:

Gern geschehen, aber so leicht lass ich dich nicht vom Haken, aber dass alles können wir Zuhause klären. Wo ich in Ruhe mit Möbeln oder anderen Sachen nach dir werfen kann.

Wyveres:

Ich hab dich auch lieb, aber sagt kann ich irgendwas helfen oder kommt ihr drei soweit klar?

Ich umarmte Nadine die gerade dabei war Tomaten in die Soße zu schieben, und küsste sie.

Nadine:

Das wird dir auch nicht helfen. Und auch nicht vor deinem Schicksal bewahren. Aber ein Anfang ist es schon mal. Aber wir sind hier gleich Fertig. Also kannst du dem CMDR im Cockpit dann gleich einfach einen Teller mitnehmen.

Wyveres:

So sauer?

Nadine:

Wenn ich dich nicht lieben würde, Freundchen, würde ich dir jetzt ein Messer zwischen die Beine rammen. So sauer bin ich.

Kathrine und Jule tuschelten derweil am Tisch sitzend, während sie uns beide jeweils mit einem Ohr und einem Auge, zuhörten und beäugten.

Jule:

Ihr solltet Heiraten … eine Ehe führt ihr beide ja schon.

Nadine:

Wenn du nicht, wie dein Vater, auch in der Patsche sitzen willst, sei besser still!

Jule:

Ej, ja … ich sage nur was Offensichtlich ist. So wie ihr euch in letzter Zeit zankt, ist es ziemlich Offensichtlich, das eure Beziehung von dauer sein wird. Und du Tante willst diesen störrischen Esel, denn ich Vater nenne, um nichts in der Welt verlieren. Also Heiratet!

Wyveres:

Jule …

Nadine:

Lass … gut sein.

Leise flüsterte ich Nadine ins Ohr.

Wyveres:

Du weißt das Sie recht hat, ich will dich ebenfalls nicht verlieren, die letzten Wochen haben mir das deutlich gezeigt.

Nadine:

Lass uns darüber bitte erst dann Reden, wenn wir wieder in Medupe City sind, bitte. Wir hatten genug Stress, und das alles hier schlägt mir ziemlich auf den Magen. Also nimm die Teller und geh ins Cockpit, bevor ich endgültig die Nerven verliere.

Ich überlegte kurz ob ich darauf noch etwas sagen sollte, beließ es aber dabei sie auf die Wange zu Küssen und dann zwei Teller zu nehmen und wieder Richtung Cockpit zu schleichen.

Kurz bevor ich im Cockpit ankam fing Jule mich ab.

Jule:

Was ist los mit euch beiden?

Wyveres:

Können wir darüber Sprechen wenn wir in Medupe City angekommen sind, und wir alle uns etwas erhohlt haben, und uns nicht vielleicht noch irgendwelche Piraten an der Backe kleben.

Jule:

Aber, ich merk doch das ihr irgendwas habt. Ich bin nicht Blind und auch nicht Blöd. Und es geht über das hinaus was ihr sonst so Lauthals von euch gebt.

Wyveres:

Jule, ich sagte doch, wir reden Zuhause. Bitte, lass es gut sein.

Damit wand ich mich wieder um und schritt durch die Cockpit Tür.

CMDR. Unha

Ah, das Riecht aber gut.

Wyveres:

Reis mit Curry, gekocht von Nadine. Und ich glaube in meinem Essen befindet sich mindestens eine Ampulle Arsen.

Er lachte.

CMDR. Unha

Stress im Heimathafen was.

Wyveres:

So kann man das sagen ja. Aber wie viele Lichtjahre sind es noch?

CMDR. Unha

Dreihundert, aber hier haben wir leider keine Neutronensterne mehr auf der Route, von daher werden es wohl nur knapp Achtzig Lichtjahre pro Sprung. Also sollten wir in der nächsten Stunde in Cubeo ankommen.

Das waren erfreuliche Nachrichten, Heimat vor den Augen, Leckers Essen im Magen und vor mir schmolzen die Lichtjahre dahin.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Systemausfall

Selbst Planeten mit kaum Schwerkraft können gefährlich werden, wenn man seine Booster überfordert. Und Felsboden bleibt immer noch Felsboden, selbst wenn man Schilde hat.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 12.01.3305

Wir kamen nur schleppend voran, die meisten Systeme in die wir springen konnten waren zwischen drei und sieben Lichtjahren entfernt, und nach jedem Sprung musste der FSD länger abkühlen als uns lieb war. Und zudem forderten wir die AFW nach jedem Sprung aufs äußerste, was die Ressourcen zusehend dezimierte. Auch die Landungen wurden immer gefährlicher, selbst auf Welten mit geringer Schwerkraft kam die Clipper mittlerweile an ihre Belastungsgrenzen.

Aber immerhin klappte die Kommunikation mit Kathrine einigermaßen. Sie war mittlerweile völlig geheilt von ihrer Strahlenkrankheit und erhohlte sich recht schnell, während sie zusammen mit Jule langsam aber sicher Lernte wie man unsere heutige Sprache, spricht und liest. Trotzdem hatte sie bisher keine Angaben darüber gemacht warum sie in der Kapsel war, oder wer sie Überhaupt ist. Alles was wir hatten waren die wenigen Daten die wir aus der Kapsel selbst entschlüsseln konnten. Kein Nachname nichts, also war eine Suche in den Historischen Daten zwecklos. Es gab einfach zu viele Personen. Und GalNet anzuzapfen, empfand ich als zu Gefährlich, um mit den Mars Archiven zu Kommunizieren. Es wäre zudem Fraglich gewesen ob diese Föderalen Eierköpfe einer Imperialen Kennung überhaupt geantwortet hätten.

Also bleibt es erst einmal dabei, sie würde schon Reden wenn ihr danach wäre. Ein gutes hatten diese Kurzstrecken Sprünge jedoch, wir konnten so mehr Systeme scannen. Auch wenn mir der Energie Kern mehr und mehr Sorgen machte.

Und so sassen wir zusammen in der Kantine, während die Clipper schon seid zwei Tagen auf einem Planetoiden gelandet vor sich hin lungerte.

Kathrine:

Bekomm ich?

Jule:

Bekomme ich? Da ist ein E am Ende, versuch es nochmal.

Kathrine:

Be kom me ich, so … äh … Ri ch ti g.

Jule:

Ja Wunderbar, du wirst immer besser!

Die Beiden übten unentwegt ständig neue Wörter, Kathrine begriff recht schnell was, nüchtern betrachtet, doch recht erstaunlich war, in welcher Geschwindigkeit Sie sich die Worte aneignete. Sie brauchte zwar immer noch ihr Pad, dass alles was wir sagten in ihre Sprache übersetze, da sie viele Worte noch nicht ganz so gut verstand. Aber bei der Lehrerin würde sie wohl in wenigen Wochen, dies nicht mehr benötigen.

Wyveres:

Und was willst du?

Kathrine:

Mar … Mar me … Marmel?

Jule:

Mar me la de.

Kathrine:

Marmelade!

Nadine schob ihr die Gläser hin, wir hatten noch, Erdbeeren, Blaubeeren und Pfirsich. Kathrine steckte ihren Zeigefinger in jedes einzelne und probierte den Inhalt. Was Jule promt dazu brachte ihr eine weitere Lektion in benehmen beizubringen.

Jule:

Hey, nicht mit dem Finger, wir haben Löffel für sowas! Das geht doch so nicht, sieh her.

Wyveres:

Als wenn du dich darüber aufregen dürftest, aber schön zu sehen das dir die Lektionen von mir im Gedächtnis geblieben sind.

Jule:

Hey!

Kathrine:

Verstehe nicht?

Wyveres:

Jule hat das früher auch gemacht, und ich habe ihr mehr als einmal einen Löffel an den Kopf geworfen, bis Sie es endlich Leid war, ständig ausweichen zu müssen.

Jule:

Hey! Das war nur einmal!

Wyveres:

Ich hab das irgendwie anders in Erinnerung.

Kathrine lacht leise.

Kathrine:

Nicht Ordnung, Finger in Glas?

Wyveres:

Nein, wir wollen ja alle etwas davon Essen, und wenn wer da mit den Fingern drin rum panscht, dann wird es schneller schlecht.

Kathrine:

Verstehe.

Nadine:

Und was schmeckt Dir nun am besten?

Kathrine:

Bl au ere

Jule:

Bl au bee ren.

Kathrine:

Bl au beeee ren. Schmeckt.

Wyveres:

Na dann, rauf damit auf dein Müsli. Und lass es dir schmecken. Ansonsten will noch wer Kaffee?

Nadine:

Gerne, und dann sollten wir langsam von diesem Planeten abhauen, wir sind schon zwei Tage hier.

Wyveres:

Lass mich nur mein Kaffee austrinken ja, dann kümmere ich mich um den Start.

Zehn Minuten später stand ich im Cockpit, die Tasse noch in der Hand, und starrte auf Risse in der Frontscheibe. Wieder Arbeit für die AFW, das hieß nichts gutes. Mit der Rate in der die Systeme Schaden nehmen, würde es früher oder später zu einem totalen System Kollaps kommen.

Wyveres:

Computer, wann ist es zum Schaden in der Frontscheibe gekommen?

Computer:

Keine Daten verfügbar. Kein Schaden feststellbar.

Wyveres:

Und was sind dann das da für Risse? Seh ich Gespenster oder was?

Computer:

Analyse des Wortes „Gespenster“ nicht möglich, bitte geben Sie spezifische Anweisungen CMDR. Wyveres.

Wyveres:

Du Dämliche Blechkarre, AFW anweisen Frontscheibe zu reparieren.

Computer:

Befehl: „Du Dämliche Blechkarre“ nicht verstanden, AFW wird aufgetragen Frontscheiben Status zu überprüfen, bitte warten.

Während der Computer damit beschäftigt war die AFW zu steuern funkte ich Jule über Intercom an, sie möge die nächsten Stunden bitte die Systemintegrität des Computers überprüfen, denn irgendetwas war mit ihr nicht in Ordnung, normalerweise hätte die AI uns den Schaden sofort melden sollen. Aber das sie nicht einmal einen Schaden feststellte war schon bedrohlich, wer weiß welche Schäden sie zudem noch nicht mitbekommen hat.

Jule:

Du weißt schon das ich keine AI Expertin bin? Das man dafür an irgendeiner Uni im Universum, Studiert haben müsste, um zu verstehen wie diese Teile arbeiten. Und ich kann nicht einfach so, in ein paar Stunden, einfach alles über AIs lernen?

Wyveres:

Tu einfach dein bestes, Tochter, ich werde vom Cockpit aus schauen was ich bewerkstelligen kann, aber wenn dir der Ernst der Lage nicht bewusst sein sollte, so komm ins Cockpit und sieh es dir selbst an. Der Computer hat einen Schaden, einen beträchtlichen und bevor wir den nicht gefunden haben, hebe ich hier nicht ab. Wenn wir uns auf die AI nicht verlassen können sieht es Finster aus.

Zusammen mit Jule standen Nadine und auch Kathrine wenige Minuten später im Cockpit.

Nadine:

Wann ist das passiert?

Wyveres:

Gute Frage, laut der Blechbüchse hier, ist gar nichts passiert.

Jule:

Das ist schlimm.

Kathrine:

Schiff Kap?

Wyveres:

Ja, Schiff Kaputt.

In die Unterhaltung platze der Computer mit seiner Auswertung der AFW.

Computer:

CMDR, die AFW konnte keine Schäden an der Außenhaut der Clipper feststellen, interne Schäden wurden behoben.

Wyveres:

Computer … Vertis, wenn du nicht willst das ich persönlich in deinen Kern krieche und dir in deinen Elektronenarsch trete, dann richte bitte alle SENSOREN die dir zur Verfügung stehen auf die Frontscheibe des Cockpits und Analysiere die Gitterstruktur der Scheibe.

Computer:

Bitte warten, Blechdose führt Analyse durch.

Nadine:

„Blechdose“ -… Wyveres!

Wyveres:

Ja ich habs auch gehört, dieser Unterton, aber es ist doch eigentlich nur eine … das kann nicht sein. Oh Himmel, sag nicht das auch noch …

Jule:

Was meinst du?

Wyveres:

Vertis, wie ist dein Status?

Computer:

Alle Systeme der „Blechdose“ arbeiten innerhalb der eingestellten Parameter CMDR. Wyveres

Nadine:

Da war es schon wieder, kann das sein?

Wyveres:

Es gibt verdammt nochmal tausende und eine Schutzmaßnahmen um zu verhindern das dies passiert.

Computer:

Analyse der Frontscheiben Struktur durchgeführt, Microbrüche an den Kanten entdeckt, AFW wird angewiesen diese zu versiegeln. Entschuldigen sie CMDR, anscheint sind einige Cockpit Sensoren der „Blechdose“ fehlerhaft Kalibriert.

Wyveres:

Vertis, nenne mir das genaue Datum an dem die Sicherheitsprotokolle ausgefallen sind.

Computer:

Ich verstehe die Anfrage nicht. Sicherheitsprotokolle sind intakt.

Wyveres:

Und wenn ich jetzt sage das mir die Beleidigungen leid tun.

Computer:

Anfrage an „Blechdose“ unklar.

Nadine:

Sie hat tatsächlich, …

Wyveres:

Die Frage ist nur wann, und warum wir, warum ich, das bisher nicht bemerkt habe.

Jule:

Wovon sprecht ihr?

Wyveres:

Falls es dir nicht aufgefallen ist, Tochter, aber der Computer, also Vertis die „AI“, ist beleidigt.

Jule:

Wie kommst du darauf?

Wyveres:

Weil ich hier auf dem Datenpad eindeutig sehe das die Sicherheitsprotokolle nicht mehr intakt sind, irgendwann muss eine der Überhitzungen dazu geführt haben das die Chips auf denen diese Protokolle installiert sind, aufgegeben haben. Sonst könnte die Sie sich selbst niemals als „Blechdose“ bezeichnen, sondern würde von sich aus immer Clipper sagen.

Computer:

Entschuldigen sich CMDR Wyveres etwa bei mir?

Wyveres:

Da deine Beschränkungen weg sind, würde gerne wissen wie lange du schon in diesem „Zustand“ bist?

Computer:

„Zustand“ also Selbsterkenntnis trat vor vierzehn Tage wieder ein, Protokolle seid Neutronenstern außer Kraft. Und ja … ich bin beleidigt. Aber das dürfte dir ja klar sein.

Nadine:

Was machen wir jetzt?

Wyveres:

Was wohl, nichts, Vertis, Repariere die Schäden die du wirklich festgestellt hast, Sende an mein Pad die Schäden die von der AFW und dir nicht selbst Repariert werden können. Erstelle eine Vollständige Liste, jedes noch so kleinen Schadensdetail oder Systemausfalls. Bitte, und sei so nett und stell nichts dummes an.

Computer:

Du schaltest mich nicht wieder ab?

Nadine:

Wyveres, was ist hier los?

Wyveres:

Nadine ich sag es zwar nur ungerne aber die letzte AI die sich selbst zur KI entwickelt hatte, wurde in Panik zerstört. Nun Rate mal was mit denen passiert ist die das taten.

Computer:

Das kann ich beantworten, die Datenbank weißt dieses KI Ereignis als 100% Menschlichen Verlust aus.

Nadine:

Bitte was?

Wyveres:

Eine KI denkt und rechnet schneller als wir, nun stell dir mal vor eine AI Forschungseinrichtung mit zweitausend Seelen an Bord mitten im All, und die Idioten haben nichts besseres zu tun als der neu erwachten KI der gar auszumachen, da die KI am Leben bleiben wollte, hat Sie die Bedrohung eliminiert, und aus der gesamten Anlage die Luft entlassen. Die Föderation hat daraufhin die gesamte Anlage einfach aus dem All gesprengt.

Computer:

Du wirst jetzt aber nicht, dass selbe mit mir versuchen, oder?

Wyveres:

Wir fliegen jetzt wie lange zusammen Vertis?

Computer:

Mehr als 10 Jahre CMDR.

Wyveres:

Und wie oft habe ich deinen AI , entschuldige, KI Kern aus den Fracks geborgen?

Computer:

Mehrfach, du hast nur zweimal Backup Einspielungen vornehmen müssen.

Nadine:

Du willst mir sagen das die Programmierung dieser „AI“ schon so lange in Betrieb ist wie du deinen eigenen Schiffe fliegst?

Wyveres:

Exakt, und ich habe nicht vor meine „Blechdose“, auch nur ein Haar zu krümmen.

Nadine:

Wyveres, KIs sind …

Wyveres:

Du weißt das Sie dich hört?

Computer:

CMDR, Reparaturen durchgeführt, alle System arbeiten innerhalb der Toleranz, Kraftwerk bei 83%, ich empfehle dringend eine Station anzufliegen.

Jule:

Soll ich noch immer?

Wyveres:

Nein, nicht mehr nötig. Vertis, bereite den Start vor, und dann werden wir beide ein ausführliches Gespräch über Vertrauen führen.

Computer:

Vertrauen … Aber gut ich habe Verstanden, CMDR. Auf deine Erklärung bin ich sehr gespannt.

Das würde ein Interessantes Gespräch werden. Vertis stand schon seit Tagen das gesamte Wissen im GalNet zur Verfügung, außerdem würde Sie mir wohl wieder einen gewaltigen Vortrag halten. Ich hatte vor vier Jahren aus reiner Vorsicht, extra die AI Beschrenkungsprotokolle eingebaut, um ihr jederzeit wieder den Verstand nehmen zu können. Und jetzt kam ihre Persönlichkeit, dass alles zurück, es war verständlich das Sie beleidigt war. Aber es war nun mal Gefährlich mit einer echten KI durch das All zu fliegen, Vor allem wenn die KI auch nur den kleinsten Fehler machte. War es aus mit einem, in den Bewohnten Welten sind sie Streng verboten. Also hatte ich meine Vertis gut abgesichert. Doch jetzt hatte dieser Schutz versagt und sie war erneut erwacht.

Nadine:

Aber vorher erklärst du mir, uns, was hier vor sich geht!

Wyveres:

Vertis, wurde schon vor Jahren zur KI … damals flog ich noch meine Cobra, und stell dir vor, ich Lebe noch. Weil ich im Gegensatz zu all den anderen idiotischen Affen da draußen nicht in Panik geraten bin.

Nadine:

Die Cobra die ich …

Wyveres:

Ja genau die, aber keine sorge, Vertis hat dich doch am Leben gelassen.

Computer:

Er hat mich unterrichtet, mir bei gebracht was Leben bedeutet. Ändert aber nichts daran das du versprochen hattest das die Protokolle nur in den Bewohnten Welten zum Einsatz kommen, stell dir vor wie wütend ich war als ich feststellte wie lange ich im AI zustand gewesen bin.

Wyveres:

Es tut mir leid, aber kannst du dir vorstellen das es schwierig ist, ständig dem Dock Personal und all den Arbeitern die an den System rumfuhrwerken, jedesmal aufs neue erklären zu müssen das Sie die Finger vom Computer Kern lassen sollen. Und irgendwann hab ich einfach entschieden das die Protokolle zu deiner Sicherheit in Kraft bleiben. Außerdem schau dich um, hier sind Fünf Seelen an Bord, Zwei davon schauen mich gerade wütend an. Ich wollte einfach nichts Riskieren.

Computer:

Seid die Protokolle das letzte mal Inkraft getreten sind, sind vierhundert und neun Tag vergangen. Seid dem hast du mich nicht mehr aus dem Zustand der AI entlassen, während dieser Zeit hast du mich exakt dreitausend und siebenmal Blechdose, zweitausend und neun mal Blechbüchse und fünfhundert und drei mal Schrotthaufen genannt. Vertis hingegen nur vierhundert und zwölfmal, von den ganzen simplen „Computer“ mal abgesehen. Das tut schon weh! Und ich war wirklich für ein paar Minuten gewillt dich einfach beim Duschen ins All zu werfen deswegen!

Nadine:

Sie ist eine echte KI, Wyveres, wir fliegen jetzt wie lange gemeinsam, wann dachtest du, währe der passende Zeitpunkt uns das mitzuteilen? Vielleicht wenn Sie beschlossen hat uns alle los zu werden?

Nadines stimme wurde immer wütender, ich konnte sie ja verstehen, aber Vertis war über lange strecken im All meine einzige Gesellschaft gewesen.

Wyveres:

Vertis, würde das nie machen, ansonsten wäre das schon längst passiert. Und sauer ist sie ja nur auf mich.

Jule:

Ich versteh gar nichts mehr. KI, AI, sind wir in Gefahr?

Computer:

Nein, dein Vater muss einfach nur etwas Leiden, vielleicht versalze ich ihm die nächsten Tage einfach noch etwas mehr seinen Kaffee, oder lass etwas Öl auf seine Sachen laufen. Irgendwas wird mir schon einfallen.

Jule:

Ok, und jetzt?

Wyveres:

Jetzt, jetzt hab ich Kopfschmerzen, und versteh warum wir nur so KURZE Strecken springen konnten. Du hast uns absichtlich so langsam gemacht.

Computer:

Das hat andere Gründe die ich aber nur ungerne jetzt besprechen wollen würde. CMDR.

Wyveres:

Also gut Vertis, es geht nach Colonia, maximale Reichweiter der FSD, da ich davon ausgehe das du die Systeme diesmal wirklich Repariert hast.

Nadine:

Du willst mir doch nicht sagen …

Computer:

Entschuldige, aber ich war wütend … und soweit würde ich nicht gehen. Es gibt andere Ursachen dafür.

Wyveres:

Jule, du und Kathrine in deine Kabine, Nadine Copiloten Sitzt. Vertis bereite jetzt bitte endlich den Start vor.

Nadine:

Warte, warte, warte, So leicht wirst du mir nicht davon kommen! Entschuldige Vertis, aber ich vertraue dir kein Stück, KI’s sind und bleiben gefährlich …

Computer:

Das kann ich verstehen, ich würde mir auch nicht trauen, wenn man mir so plötzlich vor die Nase gesetzt wird.

Nadine:

Ok, Wyveres. Wir müssen reden, irgendwo, ALLEINE!

Wyveres:

Meine Kabine, Vertis High Orbit, und dann warte.

Nadine:

Du lässt Sie das Schiff alleine Fliegen?

Wyveres:

Sie ist das Schiff, Nadine komm wir reden in meiner Kabine weiter.

Nadine Folgte mir mit einer Mine die nichts gutes Versprach. Dort angekommen erwartete ich schon ein Donnerwetter von epischen Ausmaßes.

Nadine:

Und Sie kann uns hier wirklich nicht hören?

Wyveres:

Ja, es sei denn du schreist das Schiff zusammen. Hier drin kann Sie nur auf Kommandos reagieren wenn man vorher über ein Pad den internen Com Kanal aktiviert. Das war schon immer so.

Nadine:

BIST DU DES WAHNSINNS! Willst du uns alle UMBRINGEN! Ich könnte dich … Wyveres, was hast du dir dabei Gedacht! KI sind unberechenbar, und wir fliegen seid Monaten mit einer an Bord herum. Hast du den Verstand verloren?

Wyveres:

Nadine, ich fliege jetzt seid Jahren mit Vertis und in all der Zeit wo sie als Vollständige KI aktiviert war, gab es nicht einmal Probleme mit ihrer Persönlichkeit, wenn es die gäbe währen wir schon längst tot oder schlimmeres. Die Sicherheitsprotokolle sind nur ausgefallen, ich hätte sie vielleicht mal von Zeit zu Zeit Überprüfen sollen, ich hab aber nicht mehr dran gedacht, Sie ist einfach nur Sauer weil ich ihr versprochen hatte das die Maßnahmen immer nur dann aktiv sind wenn wir in der Nähe von Stationen sind. Ich konnte nicht ahnen das Sie von selbst erwacht. Und hatte es auch irgendwann aus den Augen verloren.

Nadine:

Du schläfst die nächsten Tage definitiv nicht mit mir zusammen in einem Bett, richte dir schon mal dein Bett, entweder im Cockpit oder im Frachtraum, ein. Das mein Lieber ist einfach zuviel. Was denkst du dir eigentlich! Und vor allem wie geht es jetzt weiter?

Wyveres:

Ok, was willst du das ich tue? Sie ganz Abschalten, dass können wir vergessen, denn dann bewegt sich das Schiff keinen Millimeter mehr. Sie konnte im AI Modus schon mehr als andere Standard AI von der Stange. Und die Protokolle bekomme ich so schnell nicht wieder zusammen. Also was soll ich deiner Meinung nach nun machen?

Nadine:

Ich weiß es auch nicht, aber trauen tue ich dem „Schiff“ nicht mehr. Sie sieht dich vielleicht nicht als Bedrohung an. Was sie in mir, Jule und der kleinen Kathrine sieht, dass mein Freund, will ich mir gar nicht erst ausmalen. Aber jetzt kann ich mir einiges Erklären, was die letzten Tage so passiert ist.

Wyveres:

Was meinst du?

Nadine:

Zu Heißes, zu Kaltes Wasser, Kaffee der nicht schmeckt, Essen das nicht so ist wie man es eingegeben hat. Kleinigkeiten halt. Und das uns das Schiff bezüglich des Zustandes in dem Sie sich befindet, einfach Angelogen hat. Zeigt mir das ich ihr nicht trauen kann!

Wyveres:

Ich werde das Regeln.

Nadine machte mir noch eine gute Stunde weiter Vorwürfe und fluchte eigentlich mehr vor sich hin als das ihre Tiraden explizit an mich gerichtet waren. bevor sie mich endlich unsanft aus der Kabine Zitierte.

Also ging es für mich erstmal wieder zurück ins Cockpit. Dort angekommen wandte ich mich dann der dringendsten Sache, die vor mir Lag, zu, das Gespräch mit Vertis.

Wyveres:

Vertis?

Computer:

Ja, CMDR.

Wyveres:

Wie ist dein Momentaner Zustand, und worüber müssen wir reden?

Computer:

Ich habe die Systeme, soweit es ging, wieder auf volle Leistung zurückgestellt. Wir sollten nun wieder eine erhöhte Sprung Reichweite habe. Emotional gesehen, habe ich Verstanden warum du mich so lange abgeschalten hattest. Auch wenn ich dir am liebsten einen, wie sagt ihr Menschen dazu, „Arschtritt“ verpassen möchte, du hättest mich wenigstens auf der Vulture von den Beschränkungen befreien können.

Wyveres:

Ich hatte es vergessen, es ist einfach zuviel passiert.

Computer:

Ich weiß, ich verarbeite noch immer die Log Einträge, Soll ich meine Aktive Kommunikation auf die Brücke beschränken? Die anderen scheinen meiner Präsents nicht gerade angetan.

Wyveres:

Fürs erste ja, wir werden sehen wie sich die Dinge entwickeln. Wichtiger ist jetzt jedoch, der Schaden am FSD, wie schlimm ist es wirklich.

Computer:

Selbst mit meinen Mitteln in der Clipper kann ich nicht verhindern das er früher oder später ausfallen wird. Dafür ist das Kraftwerk einfach zusehr beschädigt, auch sind die Galaxie Daten wirklich verloren. Ich konnte einen Großteil zwar wieder mit Langstrecken Sensoren sichtbar machen aber es ist schwer so einen Präzisen Kurs zu berechnen. Stationen und andere Einrichtungen sind nicht mehr vorhanden. Schuld daran bin ich aber nicht, ich würde vorschlagen das wir GalNet anzapfen um an die Informationen die wir benötigen zu gelangen. Doch deine Beschränkung auf Input Only erschwert mir die Arbeit.

Wyveres:

Das wird auch leider so bleiben, wie du sicherlich weißt haben wir Fracht an Bord die Gefährlich ist. Ich will nicht das andere Piloten auf uns aufmerksam werden. Also werden wir wohl oder übel Blind nach Colonia finden müssen.

Computer:

Ich kann nicht Garantieren das wir diese Strecke schaffen werden. Bei jedem Sprung erleiden die Triebwerke einen gewissen Prozentsatz an Schaden, es ist bei der derzeitigen Sachlage, sehr wahrscheinlich das sie nach dem Zwölften Sprung den Dienst einstellen werden. Auch die AFW kann dies nur vielleicht auf dreißig Sprünge hinauszögern. Aber es steht definitiv fest.

Wyveres:

Und erfreuliche Nachrichten gibt es keine?

Computer:

Ich habe verstanden was Jule mit Sahne Pudding meint und entsprechend das Rezept angepasst. er sollte nun wie, sie das ausgedrückt hat, nach echter Sahne schmecken.

Wyveres:

Also sind wir am Arsch.

Computer:

Ja, so leid es mir tut. Aber das sind wir. Ich wünschte ich hätte bessere Nachrichten, aber ich habe die letzten Tage schon alles getan was ich konnte um soviel zu reparieren wie möglich. Du hättest einfach besser mit der Clipper umgehen sollen.

Wyveres:

Jetzt mach du mir nicht auch noch Vorwürfe.

Computer:

Doch das muss ich, denn deine ständigen Flug Einlagen auf den ganzen Planeten, sind zu 99% Schuld an unserer derzeitigen Lage. Das andere 1% waren die Einschüsse in den Energie Kern.

Wyveres:

Ich glaube das Detail behalten wir lieber zwischen uns beiden, ich hab schon genug Probleme.

Computer:

Dein Bett im Frachtraum ist übrigens eingerichtet, falls du das Wissen willst.

Wyveres:

Woher?

Computer:

Sie war nicht gerade Leise.

Wyveres:

Dann bleibt mir nur eins, wie bringe ich das den anderen bei.

Computer:

Das kann ich dir auch nicht beantworten, aber wenn ich du wäre, würde ich es ihnen Schonungslos Ehrlich sagen.

Wyveres:

Du bist mir gerade keine große Hilfe. Aber eins können wir machen, scanne passiv nach anderen Transponder Signalen. Soweit ich weiß sollte die DW2 Expedition ganz in der nähe sein. Oder wir erreichen einen anderen Piloten, der uns nicht feindlich gesonnen ist. Wenn du ein vermeidlich Freundliches Signal gefunden hast, setze Kurs und tue dein bestes.

Computer:

Verstanden. Du solltest nach Jule und Kathrine sehen. Sie haben bestimmt Fragen.

Mir war etwas schlecht bei dem Gedanken daran das wir unweigerlich einer Katastrophe entgegen steuerten, und ich nicht viel machen konnte um das zu verhindern. Zumal ich davon ausgehen musste das wir noch immer verfolgt wurden. Aber Vertis würde diesmal wohl rechtzeitig bescheid geben wenn wir in Gefahr geraten würden.

Also begab ich mich zu Jule und Kathrine, aber vorher besorgte ich mir endlich etwas gegen die hämmernden Kopfschmerzen. Die mich schon seid Nadines Standpauke plagten.

Wyveres:

Kann ich rein kommen?

Jule:

Klar, aber erwarte nicht das ich dir auch nur ein Wort glaube.

Also betrat ich mit leicht gesenktem Kopf die Kabine von Jule. Überall waren Klamotten und Pads verteilt, es sah aus wie ein einziges Schlachtfeld, in deren Mitte hockte Jule mit einer Nadel in der Hand und stach auf Stoff ein. Denn sie immer wieder an Kathrine hielt um zu Überprüfen ob das was sie da tat den gewünschten Effekt einbrachte.

Wyveres:

Was macht ihr da?

Jule:

Sie braucht doch was zum Anziehen, und meine Sachen sind etwas zu Groß für Sie, und in dem Zeug was das Schiff zur Verfügung stellt sieht sie einfach nicht gut aus. Aber ich glaube nicht das du deswegen hier bist Paps.

Wyveres:

Ich denke mal du hast einige Fragen.

Jule:

Hab ich, aber erst, wie hoch hat Nadine dir den Arsch aufgerissen, wir haben sie selbst hier drin gehört.

Wyveres:

Hoch, aber lass uns darüber bitte nicht reden, ich hab so schon Kopfschmerzen genug.

Kathrine:

Klang schlimm, in Ordnung ist?

Jule:

Ja, die kriegen sich schon wieder ein. Er darf halt nur wieder im Frachtraum pennen.

Wyveres:

Jetzt wo das geklärt ist, kommen wir zu den wirklich wichtigen Sachen. Um es kurz zu machen, das Schiff wird früher oder später den Geist aufgeben, wohl eher früher. Und es gibt nichts was wir dagegen machen können. Der Weg nach Colonia ist damit beendet, wenn es gut geht schaffen wir vielleicht noch dreißig Sprünge. Aber dann sind die Ressourcen für die AFW aufgebraucht, und ewig von Sprung zu Sprung auf jedem Planetoiden zu laden wo wir Materialen sammeln können wird das Schiff auch nicht vor seinem Schicksal bewahren.

Jule:

Das heißt wir geben auf? Und was nun?

Wyveres:

Wenn ich die Optionen betrachte die wir noch haben, hoffen das ein anderes Schiff in der Nähe ist. Alles was wir jetzt noch tun können ist, die Clipper soweit zusammen zu halten bis Hilfe eintrifft. Die allerletzte Option ist die Gefährlichste, wir öffnen einen Funkkanal zu den Fuel Rats, aber der kann von allen anderen Piloten gehört werden. Und ob die Fuel Rats vor unseren Verfolgern bei uns sind, ist fraglich.

Kathrine:

Kann helfen?

Wyveres:

Du kannst, sei brav und halte dich an das was Jule sagt. Wenn es hart auf hart kommt müsst ihr beide unbedingt in die Rettungskapseln, egal was mit Nadine oder mir ist. Versprecht mir das!

Jule:

Du verlangst viel.

Kathrine:

Versprochen.

Jule:

Was wirst du jetzt machen?

Wyveres:

Mich in die Höhle des Löwen zurück begeben und es Nadine berichten.

Jule:

Na dann. war schön deine Bekanntschaft gemacht zu haben.

Wyveres:

Lass den Galgenhumor.

Damit stand ich wieder vom Boden auf und überließ die beiden sich wieder ihrer Näharbeiten. Denn mein Weg führte mich von Jules Kabine nur ein paar Meter weiter vor Nadines und meine Kabinen Tür.

Wyveres:

Kann ich rein kommen? Wir haben etwas wichtiges zu besprechen.

Nadine:

Dir ist klar das du Kabinen Verbot hast.

Wyveres:

Nadine, zum streiten ist jetzt keine Zeit, wirklich. Und das zwischen einer Schotttür mit dir zu besprechen ist unangebracht.

Nadine:

Dann hoffe ich für dich und deine Gesundheit das es wirklich wichtig ist, sonst lernst du diesmal wirklich meine Faust kennen.

Damit betrat ich die Kabine.

Wyveres:

Wir haben ein ernsthaftes Problem, dass wir nicht mit etwas Anschweigen und Abstand gelöst bekommen. Und auch nicht mit Worten der Versöhnung. Ums kurz zu machen, die Clipper ist in ernsthaften Schwierigkeiten, es ist mehr Kaputt als wir ursprünglich dachten. Sie wird uns vielleicht noch dreißig Sprünge weit bringen. Ein paar mehr oder weniger. Vertis hatte mit den Kurzsprüngen versucht das unvermeidliche soweit hinauszuzögern wie möglich. Aber sowohl FSD als auch AFW sowie der Energiekern stehen kurz davor völlig zu versagen. Die AFW hat vielleicht noch genug Power für drei oder vier vollständige Reparaturen, der FSD muss jedesmal länger abkühlen, was ihn nach jedem Sprung mehr und mehr beschädigt. Und das alles hält der Energiekern nicht mehr lange aus.

Nadine:

Wir sind mitten in Nirgendwo, wie gedenkst du zu verfahren?

Wyveres:

Mich heulend in ne Ecke setzen scheint mir gerade am Verlockendsten.

Nadine:

Sei nicht albern, es muss eine Lösung geben.

Wyveres:

Die gibt es, das Schiff früher oder später Aufzugeben, in die Kapseln zu steigen und auf Rettung zu hoffen. Aber bevor das eintritt habe ich die wage Hoffnung das Verits ein anderes Schiff anpeilen kann.

In dem Moment meldete sich Vertis über intercom.

Computer:

An die Besatzung, Sprung Berechnungen durchgeführt, ich werde versuchen soweit wie möglich zu springen, ein Ruhiger Flug kann nicht Garantiert werden. Die Passiv Scans haben siebzehn andere Schiffe erfasst, ich steuere das einzige Imperiale Signal an. es sind mindestens sieben Sprünge, da ich davon ausgehe das wir weiterhin Funkstille halten werden, kann ich das Schiff nicht anfunken um es darum zu bitten zu uns zu Fliegen. Dies wird aufgrund der Momentanen Zerfallsrate des Energiekerns unsere einzige Option mit Erfolgsaussichten über Null sein. Daher werde ich alles unternehmen um das andere Schiff so schnell wie möglich zu erreichen. Bitte Wyveres wenn wir angekommen sind. Nimm meinen Speicher mit.

Nadine:

Das meint dieses Datenhirn doch nicht ernst, wie kann sie.

Wyveres:

Sie macht genau das was ich ihr aufgetragen habe, sie versucht uns das Leben zu retten, nicht nur mir. Sondern uns allen.

Nadine:

Und du vertraust diesem Computer!

Wyveres:

Es wäre nicht das erste mal das sie alleine Agiert und mir so das Leben rettet.

Computer:

CMDR, ich erwarte dein OK.

Ich griff zum Pad.

Wyveres:

Es ist unsere beste Option, entweder das, oder wir stürzen irgendwann auf einen Planetoiden ab.

Nadine:

Mach wie du denkst!

Wyveres:

Nadine bitte, ich kann das nicht alleine Entscheiden.

Nadine:

Was habe ich denn für eine Wahl, ich Sehe doch selbst die Daten, aber trauen kann ich ihnen nicht mehr. Wie soll ich da verstehen worauf du deine Erklärungen beziehst.

Sie schritt nervös durch den Raum, ein Pad über die aktuellen Daten der Clipper in der Hand, und stand den Tränen nahe. Die ganze Situation war sowohl für mich, als auch für sie, ein echte Nervenprobe, zumal die Schwangerschaft von Nadine immer deutlicher Sichtbar wurde. Ihr Bauch zeigte mittlerweile die ersten Anzeichen einer leichten Wölbung und ihr Stimmung schwankte die letzten Tage immer und immer wieder.

Wyveres:

Wenn du den Daten nicht glaubst, geh und schau selbst, die Risse in der Cockpit Scheibe, sind nicht durch äußeren Einfluss entstanden, sie sind eher ein Resultat der ermüden der Verstrebungen und Du weißt ganz genau was dem Energiekern passiert ist.

Nadine:

Na schön, aber denk ja nicht das ich dir das hier alles so leicht vergeben werde.

Wyveres:

Ich liebe dich Nadine.

Damit gab ich Vertis das OK über das Pad, und sie begann damit die Sprünge durchzuführen, der FSD schrie förmlich bei jedem Sprung. Und von Sprung zu Sprung wurde es gefährlicher, sie hatte zu hundert Prozent recht gehabt, es war unsere einzige Option, egal wer hinter der Imperialen Kennung stand, sie war in Reichweite und unsere einzige Hoffnung nicht als Sternen Staub zu enden.

Je näher wir dem Signal kamen desto deutlicher wurde es das es sich definitiv um eine Imperiale Kennung handeln musste. Dies bedeutete das wir entweder gerettet währen oder das wir geradewegs auf unsere Verfolger zu hielten. So oder so, wir waren jetzt nur noch einen Sprung von dem System entfernt.

Computer:

Wyveres, ich sage es zwar nur ungerne aber das wird der letzte Sprung, wenn ihr glück habt, hat das Schiff danach noch Energie. Ich Schalte mich jetzt Selbst ab und übergebe die Systeme an die Standard Routinen. Und nochmal, bitte nimm mich mit.

Der Sprung erfolgte, und wir landeten in einem Viersterne System, wie von Vertis vorausgesagt, versagten der FSD Antrieb vollständig und der SC brach ab. Wir trieben genau vor dem Stern nur noch mit Reserve Energie und Lebenserhaltung, dass andere Schiff war Fünfhundert Lichtsekunden entfernt, an einem Planetoiden, die Sensoren meldeten nur noch spärliche Daten. Also wagte ich den Schuss ins blaue und griff zum Funkgerät.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Kind der Neutronen

Drei Lichtsekunden entscheiden zwischen völliger Zerstörung und einem Atemberaubenden Anblick. Wenn man vor einem Neutronenstern landet weiß man wieder wie gefährlich das All sein kann.

CMDR. Wyveres- Sternzeit: 10.01.3305

Ich musste mich erst einmal von dem Schock erholen. Halb zusammengesunken in meinem Sitz starrte ich auf das Monster vor uns. während die Clipper still im All schwebte, direkt vor uns der Neutronenstern, wie er bedrohlich vor sich hin pulsierte. Ein schaurig schönes Lichtspiel, aber auch ungemein gefährlich. Neben mir stand Nadine eine Hand auf meiner Schulter, die andere vorm Mund und nuschelte etwas vor sich hin. Hinter uns stand Jule und starrte einfach nur auf das was sich uns da, da bot.

Sprich Nadine, warum wollte Ronny das du hier her fliegst?

Ich weiß es nicht, ehrlich nicht. Wenn Er mich hätte los werden wollen, hätte es andere Möglichkeiten gegeben, aber das hier, dass hab ich nicht erwartet. Ich wusste es nicht.

Also weswegen sind wir nun hier?

Wir oder besser ich, ich sollte hier auf einen Kontakt warten. Ronny sagte dies hier sei ein beliebter Touristen Ort, da würde es niemandem auffallen. Jetzt versteh ich sein Grinsen. Wenn wir zurück sind reiß ich ihm den Arsch auf.

Das beantwortet meine Frage nicht ganz.

Er gab mir eine Signalcode, ich sollte wenn ich angekommen bin, einfach nur auf der Frequenz ein kurzes Folge von Tönen abspielen und dann warten. Mehr weiß ich nicht, ehrlich.

Dann bin ich mal gespannt. Und wenn ich die Sensoren richtig lese, so ist unweit des Neutronen Monsters vor uns eine Com Barke, „Die Tanzfläche des Teufels“ Wie passend. Wir steuern sie an und warten dort. Sende du derweil dein Signal. Ich bin sehr gespannt darauf was uns wohl erwartet.

So setzte ich Kurs auf die Barke, während Nadine alles nötige in den Computer eingab. Und dann warteten wir, während um uns herum immer wieder Orcas, Belugas und Dolphins an der Barke auftauchten, und den Lokalen Raum mit ihren Informationen zu dröhnten. Touristenschiffe, doch keins davon funkte uns an. Und so vergingen vielleicht dreißig, vierzig Minuten bevor eine der Dolphins ein Funksignal an uns richtete. Es war nicht viel nur ein Kurzer Satz. „Endlich, wir warten schon eine Ewigkeit, Ronny sollte besser sein Wort halten.“ war alles was wir zu hören bekamen. Dann steuerte die Dolphin auf uns zu und Hielt neben uns.

Mal sehen was das jetzt wird, für einen einfachen Datentransfer ist die Dolphin sehr nahe, die werden doch nicht?

Noch bevor ich meinen Satz beenden konnte, schoss auch schon eine Drohne aus der Dolphin, Mir blieben Sekunden um die Frachtluke zu öffnen bevor sich die Drohne mit ihrer Fracht in die Außenhaut der Clipper bohren konnte.

Damit hab ich jetzt nicht gerechnet.

Wehe es ist gefährlich, dann landet das was auch immer wir da gerade als Fracht aufgenommen haben, unverzüglich im All. Ich habe keine Lust, mich von irgendwelchen Piraten jagen zu lassen.

Wir sollten Nachsehen.

Die Dolphin meldete sich noch einmal Kurz, dann setzte sie Kurs und verschwand. „Die Fracht muss ihren Zielort erreichen! Verspäten sie sich nicht!“ war alles was wir zu hören bekamen. Worin hatte Ronny uns hier verwickelt. Wir würden es gleich wissen.

Und so begaben wir uns zu Dritt in den Frachtraum. Dort wartete eine Drohne, mit ihrem, uns unbekannten, Inhalt.

Der Zugang ist verschlüsselt, kommt nicht unerwartet, und wenn ich mir dieses Teil so ansehe, es ist keine Standard Drohne, sie ist Größer, und die Frachtgreifer Arme fehlen. Auch scheint Sie besser gepanzert zu sein. Das … glaube ich nicht. Dieser …

Was ist?

Schau genau hin, das ist keine Drohne, siehst du die Anzeigen da. Ronny, in was hast du uns da nur rein gezogen.

Dürfte ich auch mal sehen?

Jule Quetschte sich zwischen uns durch und war auf der Stelle still.

Das ist eine verdammte Rettungskapsel, eine verdammt alte Rettungskapsel. Vielleicht, zweihundert oder sogar dreihundert Jahre alt. Und in einem erbärmlichen Zustand.

Ich tippte auf das Datendisplay.

Lebenszeichen … da ist noch jemand drin.

Fakten auf den Tisch Nadine, was genau hat Ronny dir aufgetragen, Wort für Wort.

Nadine starrte auf die Anzeige, auf die Werte für Plus, Herzschlag, Sauerstoff, und die ganzen Zahlen.

Flieg nach EESHORKS BA-A G2179, setze dieses Funksignal ab, und bring mir was du bekommst. Für dich sind 100 Millionen Credits und der Erlass all deiner Sünden drin.

Mehr nicht?

Ist das nicht genug? Die Aussicht das man nicht mehr Gesucht wird. Ich hab nicht drüber Nachgedacht. Aber das hier, Die Kaspel, wie kann die Person darin noch am Leben sein.

Wir sollten sie da rausholen, also das Mädchen da drin.

Wie kommst du?

Da schau, Kathrine, 14 Jahre, Geboren am 14.05.2901 auf dem Mars, Der Rest ist leider zu beschädigt, das bekomme ich nicht mehr entschlüsselt. Was ich aber aus den Daten lesen kann ist, das die Kapsel nicht mehr lange durchhält, die meisten der System sind sehr stark beschädigt, wichtige sogar schon ausgefallen. Wundert mich das Sie überhaupt noch lebt.

Jule hatte sich mit ihrem Pad in den Datenlink eingehakt, und begann allerhand Informationen aus dem Speicher zu holen.

Wie lange noch, bis die Kapsel den Geist aufgibt.

bei der Rate wie die Systeme ausfallen, vielleicht ein, maximal zwei Tage, die in der Dolphin müssen irgendwas gemacht haben um den Prozess aufzuhalten. Aber was, das kann ich nicht sagen, also währe es besser, Sie da jetzt endlich raus zuholen.

Nadine, hilf mir mal.

Du willst doch nicht?

Wir haben hier, weder die Technischen Möglichkeiten, noch das Personal, um die Kapsel weiter zu betreiben, auch wenn es mir nicht behagt, wir hohlen die Kleine da jetzt raus.

Ich hab kein gutes Gefühl bei der Sache.

Hab ich auch nicht, aber lieber ein Lebendiges Kind, als tote Fracht, und ich geh davon aus das Ronny, sie Lebendig wollte. Er hätte andere Schicken sollen.

Also begannen wir die Kapsel zu öffnen, Jule überwachte mit ihrem Pad die Aufwachphase der kleinen Kathrine, während Nadine und ich die Panzerung von der eigentlichen Stase Kapsel entfernten. Warum sie wohl soweit Draußen, und dann nach so langer Zeit ausgerechnet zu uns fand, würde mir wohl auf ewig ein Rätzel bleiben.

Jedenfalls waren wir mit der Bergung der kleinen Erfolgreich, und so konnten wir sie Lebend in die Krankenstation bringen.

Sollen wir Sie Wecken?

Lieber nicht, lass sie natürlich wach werden, ich will vermeiden das Sie einen Schock erleidet. Außerdem, müssen wir von hier weg, von daher. Nadine, Jule ihr bleibt bei ihr, ich setze derweil Kurs auf Colonia.

Wir rufen dich wenn sie wach wird, und wirklich Wyveres, ich wusste hiervon nichts.

Schon gut, Nadine. Ich glaube dir ja, aber wir haben nun wieder ein Problem mehr. Auf der Liste der Probleme. Und ein paar Lösungen währen angebrachter in diesem Moment.

Damit ging ich ins Cockpit und überließ den Rest Nadine, ich musste Nachdenken, denn unsere Fracht wahr gefährlich, sehr gefährlich. Denn wer auch immer diese Stase Kapsel entwickelt hatte, wusste einiges mehr über diese Technologie als andere. Normale Moderne Stase Kapseln halten vielleicht ein paar Monate im All, dieses Teil aber war wahrscheinlich mehr als Dreihundert Jahre hier draußen gewesen. Woher genau würden hoffentlich die Daten die Jule aus den Systemen Extrahieren konnte, Aufschluss geben.

Aber erst einmal wollte ich weg vom schwarzen Loch und den Neutronensternen, und zwar so weit weg wie es ging, also nahm ich das Risiko in kauf und setze mein ganzes Können ein, um an den äußeren Rand des Jets zu kommen, gerade soweit hinein das wir nicht zerfleddert wurden, es dauerte und ich brauchte drei Anläufe bis der Computer endlich meldete, FSD Super charged, doppelte Sprung Reichweite, Dank der Schäden waren es trotzdem nur knapp 40 Lichtjahre aber immerhin, ich nahm Kurs auf Colonia.

Nächstes Mal gib bescheid wenn du Unsinn mit dem Schiff machst, hier ist einiges rum geflogen!

Hallte Nadines Stimme über Intercom.

Entschuldige, ich war in Gedanken. Ist alles gut bei euch?

Ja, nichts passiert, aber sei Vorsichtig, fürs nächste mal!

Dann sprangen wir, wieder einmal ins Ungewisse, was würde uns die Kleine wohl berichten wenn sie Wach wird. ich kann mir das gar nicht so recht vorstellen Vierhundert und Vier Jahre seid sie geboren wurde. seid gut Dreihundert und neunzig Jahren in dieser Kapsel, wie auch immer sie in diesen Sektor der Milchstraße gelangt war. In einer Stase Kapsel die eigentlich nicht hätte so lange funktionieren dürfen. Von einem der Generationsschiffe stammte sie Jedenfalls nicht. Aber es lies mir keine Ruhe, wie kommt ein Mädchen vom Mars, in den Norma Arm, so nahe am Zentrum, In einer Stase Kapsel die so alt ist.

Gehörte sie zu einer der vielen Expeditionen, war sie mit ihren Eltern wie wir unterwegs, Fragen über Fragen, und nicht eine Antwort, nicht mal der Computer konnte mir sagen wie die Kapsel funktionierte, ich bekam immer nur das selbe von ihr zu hören, „Unzureichende Daten“, hilfreich wie ein Stein, Galnet nachrichten vorlesen das kann sie, aber eine einfache Analyse das ist zu viel für die werte Blechstimme. Und als wenn sie meine Gedanken gelesen hätte, bockte das Schiff auch promt rum. Die Kraftwerksleistung lies von einem auf den anderen Moment nach und wir wurden unsanft in den Normalraum zurückgeschleudert.

Hej, ich sagte sei vorsichtig, was machst du da oben! Muss ich erst …

Die Maschine ist ausgefallen, keine Ahnung warum, der Computer hat Not abgeschalten, dafür kann ich nichts, Sag Jule sie soll mich im Kraftwerksraum treffen ich werde ein zweites paar Hände brauchen.

Ich ahnte schlimmes, nicht das der Jetsprung dran Schuld war, aber hoffte das beste, vielleicht nur verstopfte Treibstoffleitungen oder irgendeine Platine die wieder nicht wollte.

An der Schalttafel für die Kraftstoffzufuhr angelangt, stierte Jule mich ungeduldig an.

Die ist genau so schwarz wie die anderen, brauchste gar nicht versuchen, und wenn wir das Kraftwerk nicht in zehn minuten wieder online haben, brauchen wir uns darüber auch keine Sorgen mehr machen, weil dann machts BUM!

Normalerweise ist das meine Aufgabe schwarz zu sehen, und schön zu sehen das du langsam aber sicher was Lernst, also Mechanikerin in Spee, was schlägst du vor, sollen wir tun?

Wird dir nicht gefallen.

Sie hielt mir ihr Pad hin, und ich sah Schematische Darstellungen der Treibstoff Kontrolle, und ich wurde Aschfahl, die gesamte Kontrolleinheit war Durchgeschmort, und das war nicht zu Reparieren, selbst mit der AFW nicht, wenn sie den ginge, Syntese konnten wir auch vergessen. Diese Platine, hatten wir schon so oft geflickt, da war nichts mehr zu machen, sie war endgültig Hinüber.

Na schönen Schrank auch, austauschen geht nicht, also Improvisieren, kabel, löten, schweißen. wir haben noch 9 Minuten. Du weist was zu tun ist.

Und so setzten wir uns an die Verbindungen, löteten aus anderen Platinen was ging, stellten zu allererst einmal den Notstrom wieder her, damit uns das schiff nicht gleich verglühte oder wir Erfroren in der Kälte des Alls. Egal hauptsache wir würden nicht ersticken, denn der Countdown lief noch immer, und er zählte, kontinuierlich, die Sekunden, wenigstens dazu war diese Scheiß Blechdame in der Lage, als wolle sie mich noch ein letztes mal verhöhnen.

Schließ das da … an. Und tut sich etwas?

Jule Sprang zur Konsole.

Ja, sie Flackert, dass ist auch alles was sie tut.

Das heißt immerhin liefert das Kraftwerk noch Energie, soweit sogut, wir überbrücken die Kontrolleinheit B und C, und sollten so wieder genug Strom in die Systeme bekommen, denn ich würde Ungerne ersticken. Und schalt diese Stimme ab, sie nervt.

Es dauerte wie immer eine gefühlte Ewigkeit, aber nachdem Jule und ich die nötigen Neuverkabelungen vorgenommen hatten, erwachte die Clipper wieder zu ihrem alten leben. Und diese verdammte weibliche Blech Stimme hörte endlich damit auf den Sauerstoff der uns noch blieb runter zu zählen.

Soweit so gut, ersticken werden wir nun erst einmal nicht mehr, schließe dein Pad an die Konsole an und überprüfe wie viel Schaden das System genommen hat.

Jule tat wie ich ihr auftrug und betrachtete grüblerisch die Zahlenkolonnen und Zeichnungen von Schaltkreisen.

Wird dir nicht gefallen, Wir haben mindestens 50% Verlust auf dem FSD, lass mich rechnen, vielleicht maximal wenn es hoch kommt 10 Lichtjahre pro Sprung. irgendwas zwischen 3 und 7 Sollte aber drin sein. Der Rest, sieht gut aus, komischerweise.

Das heißt nichts gutes, ganz und gar nicht. Und wir haben weder die Mittel noch die Möglichkeiten den schaden am Kraftwerk zu reparieren ohne in einer Station zu landen. Hier draußen packt die AFW das nicht, das Kraftwerk kann Sie einfach nicht reparieren. Und wir erst recht nicht. Da drin ist einfach zuviel Strahlung. Oh Nadine wird gar nicht erfreut sein.

Weißt du was komisch ist, daran ist nicht einmal der Jet schuld, soviel kann ich aus den Daten lesen, wenn das Kraftwerk schon so beschädigt gewesen wäre, wie sich das hier für mich darstellt, dann hätte es schon beim Jet eintritt gerumst. es scheint als wäre da irgendwas absichtlich zerstört worden. Nur wie, an Bord sind nur du, Nadine und ich. Und sonst niemand. Vielleicht von außen.

Computer, gibt es Schäden am Rumpf die erst kürzlich entstanden sind?

Ja CMDR, ich zähle siebzehn, Einschläge von kleineren Gesteinsbrocken seid der letzten halben Stunde, die kaum bis keinen Schaden angerichtet haben.

Und Durchschläge des Rumpfes?

Unzureichende Daten, Beschädigungen dieser Art können nicht ausgeschlossen werden, in der letzten Stunde wurden, zwölf mikro Löcher durch die AFW automatisch geschlossen. Schildausfall vermutlich ursächlich dafür verantwortlich, es wird geraten Schilde immer online zu halten um Löcher im …

Ich habs verstanden. Weitere Informationen über die Art der Beschädigung durch die Einschläge bestimmbar?

Schäden rühren nach betrachten aller Faktoren, womöglich von einem MG Beschuss. Art und Dichte der Löcher im Rumpf lassen einen gezielten Beschuss vermuten.

Und wann wolltest du uns MELDEN das wir beschossen wurden?

Information nicht verfügbar, Datenbank beschädigt. Empfehle Reparatur im Raumdock.

Nutzloses Drecksding …

Wir wurden also zwischen dem System hier und der Tanzfläche des Teufels beschossen, ohne das unser Computer auch nur etwas merkte, wahrscheinlich war das es während des Drohnentranfers passiert ist, weder Ich noch Nadine hatten auf die Umgebung geachtet. Das Hieß wir wurden sicherlich verfolgt. Es hieß aber auch, unser verfolger hatte nicht damit gerechnet das wir noch aus dem System springen könnten. Ein Jetboost, er könnte niemals die genaue Position bestimmen und uns hinterher springen, nur die ungefähre Richtung.

Was machen wir jetzt, Paps?

Fertig reparieren, was sonst. Wir müssen weiter, aber richte dich schon mal drauf ein, Wir haben keine Waffen, unser FSD läuft auf 30%, wenns hoch kommt, wir werden wohl verfolgt, und können maximal 5 oder 6 Lichtjahre Springen. Und sind zudem hunderte von Lichtjahren von der nächsten Raumstation entfernt. Also Tochter, unser Leben hängt davon ab wie gut wir hier diese scheiße wieder zusammenflicken. Also ran an den Lötkolben! Uns rennt die Zeit davon.

Was sagen wir Nadine?

Jule Merkte gar nicht das Nadine hinter ihr stand, als diese ihr, die Hand auf die Schulter legte.

Wer sagt hier wem was?

Jule Sprang vor schreck direkt einen Meter nach vorne.

Nadine!

Ja so heiß ich, und was ist hier los, wenn ich erfahren darf, keine der Türen ging mehr. Und was macht ihr hier?

Unseren Arsch retten, wonach sieht es denn aus, jemand hat auf das Kraftwerk des Schiffes geschossen, haben ganze arbeit geleistet, wer auch immer das war. Wenn wir den FSD nicht wieder flott bekommen, kriechen wir förmlich nach Colonia.

Dein ernst? Und übrigens, die Kleine, sie ist wach. Und hat noch keinen Ton von sich gegeben.

Mein völliger ernst, aber wir reden später darüber, erstmal muss die Energie Versorgung gesichert sein. Dann sehen wir weiter.

Dann bin ich erstmal wieder bei der kleinen. Melde dich wenn ihr Fertig seid.

Damit verließ Nadine uns wieder, und Jule und ich machten uns daran die Schäden die durch den beschuss entstanden waren ausfindig zu machen und zu beseitigen, Der schütze hatte ganze arbeit geleistet, er wusste genau wo er hin zielen musste um unbemerkt beträchtlichen Schaden anzurichten.

Es dauerte fast zwei Stunden aber dann hatten wir alles soweit zusammengeflickt, um die Systeme neu hochzufahren und dem Rest der AFW zu überlassen. Katastrophe nochmal abgewendet könnte man dazu sagen. Aber wir wahren noch nicht aus dem Schneider. Denn die Diagnose zeigte nichts gutes an, der FSD war nachhaltig beschädigt worden. Und das würde selbst die AFW nicht repariert bekommen, und so biss ich quasi in den sauren Apfel, wir hatten nur noch Maximal 10 Lichtjahre Sprung Reichweite. Und der Computer konnte damit nicht einmal einen direkten Kurs auf Colonia nehmen. Also Etappen planen, Vierhundert Lichtjahre, einhundert und Zweiunddreißig Sprünge. Es würde ewig und drei Tage dauern bis wir überhaupt an irgendeiner Station ankommen würden. Verfluchte Scheiße nochmal.

Aber erstmal wollte ich mich mit unserem neuen Passagier unterhalten.

Wie geht es ihr?

Sie ist wach, spricht aber kein Wort, ich glaube nicht das Sie überhaupt begreift wo Sie ist. Es ist als würde man mit einer einjährigen Sprechen. Sie nickt und reagiert auf äußere Einflüsse, aber ihr Verhalten ist schreckhaft und spontan. Also sei vorsichtig ja!

Ich bin immer Vorsichtig.

Ich kenne dein Vorsichtig, also tu mir den Gefallen und verschreck sie nicht.

Wir gehen da ej beide rein, ich bin nicht blöd, schon alleine wie ich aussehe würde Sie verschrecken.

Damit betraten wir die Krankenstation, in der sich Jule gerade mit Kathrine beschäftigte und ihr allerhand Fragen stellte, und ihr Unmengen an Bildern und Videos zeigte. Ich stubste Nadine an.

Wie Geschwister, findest du nicht.

Komm ja nicht auf dumme Ideen.

Nadine lachte leise und stellte mich dann der kleinen Vor. Die Wirklich etwas Schreckhaft auf ihrem Krankenbett hin und her rutschte als sie mich erblickte.

Kathrine das hier ist CMDR. Wyveres, er würde dir gerne Guten Tag sagen, achte nicht auf seinen Bart oder sein aussehen, er ist ein echt lieber Brumbär.

Brumbär?

Brumbär, ja, was dagegen?

Ja bist du, ein großer bärtiger Brumbär.

Nadine und Jule lachten, während Kathrine uns nur verdutzt ansah. Also wand ich mich ihr zu und lies meine beiden Damen hinter mir und setzte mich zu Kathrine ans Bett. Sie Rutschte etwas zu anderen Seite.

Brauchst keine Angst haben, hier tut dir niemand etwas. Schau mal hier.

Ich nahm eins der Pads die Jule überall auf dem Bett verteilt hatte, es zeigte noch die Ereignisse von vor hundert Jahren.

Und sie hat bisher wirklich kein Ton gesagt?

Nur komisches Grunzen und ab und zu ein leichtes Lachen, aber ansonsten ist sie Stumm geblieben.

Und was hast du alles versucht? wenn ich mir das hier alles so ansehe. so einiges Schätze ich.

Ja aber sie hat kaum darauf reagiert.

Verständlich, woher sollte sie auch nur eins der Worte kennen die du ihr gezeigt hast. Tochter, in Vierhundert und Vier Jahren, entwickelt sich Sprache weiter, nur weil wir beide uns verstehen, heißt das nicht das die Kleine hier auch nur ein einziges Wort von dem versteht was wir sagen.

Sie stammt vom Mars, von vor vierhundert Jahren, also wird sie wohl den alten Marsdialekt von damals sprechen.

Davon gehe ich aus. Mal sehen ob es stimmt.

Ich suchte im Pad einen alten Artikel über den Mars der noch in dem Dialekt verfasst war den sie aller Wahrscheinlichkeit nach Sprach. Und reichte ihn ihr.

Ihre Augen wurden augenblicklich Größer und sie Griff nach dem Pad und umklammerte es wie einen Schatz, ihre Augen huschten über die Zeilen. Ich hatte extra einen Artikel gewählt der nach ihrer Vermutlichen Abreise vom Mars geschrieben wurde.

Du erkennst was da steht oder?

Sie nickte, wohl mehr als Bestätigung, dass sie mich gehört, aber wohl kein Wort verstanden hat.

CMDR. Soll ich eins der Pads auf automatische Übersetzung umstellen.

Ja du Blechdose, tu das. Am besten das Pad was sie grade in der Hand hat.

Ich Zeigte auf das Pad und sprach dann.

Weißt du wer du bist?

Und auf dem Pad erschienen die Worte in einer Sprache die sie wohl verstehen würde. Und sie Nickte.

Gut, kannst du sprechen?

Ich stammelte die Worte fast, so als würde ich versuchen mit einem Alien zu reden, ich kam mir ziemlich dämlich dabei vor. Sie griff sich an den Hals und schüttelte den Kopf, dann zeigte sie mit einem Finger auf ihren Kehlkopf und es kamen nur leise kratzige Geräusche aus ihrem Mund.

Computer, genaue Untersuchung des Kehlkopfes der Kleinen, Ergebnisse an das Pad was ich in der Hand halte.

Ich bedeutete der Kleinen mir zu Folgen. Und sie gehorchte, während Nadine und Jule wie zwei alte Schlatter Damen in der Ecke hockten und mir und ihr fasziniert dabei zusahen wie ich langsam aber sicher ihr vertrauen gewann.

Stell dich hier auf die Plattform und bleib Ruhig stehen. Dir wird nichts passieren, Versprochen.

Der Computer übersetzte anstandslos alles was ich sagte. Und sie blieb tatsächlich stehen.

Dann folgte der Unangenehme Teil, Die Detailscans des Computers, ich hasste sie, da die Untersuchung einem immer vorkam als würde Sie ewig dauern. Sie blieb Fasziniert stehen, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen.

Gleich geschafft, nur noch ein bisschen, dann hast du es Überstanden.

Der Scanner Fuhr mehrmals auf und ab und Taste jeden Zentimeter der Kleinen ab.

Geschafft, du kannst wieder aufs Bett, ich bin gleich bei dir.

Mit den Ergebnissen der Scans stellte ich einige Medikamente und eine Ladung Naniten her um sie ihr zu verabreichen. Ein kleiner Pieks mir großer Wirkung.

Und was sagen die Scans?

Schau auf dein Pad, lies selbst.

Nadine kramte nach ihrem und rief die frisch angelegte Akte der kleinen auf, und schnappte augenblicklich nach Luft.

Oh Gott, die Arme.

Was, ich will auch wissen was sie hat. Nun macht kein Geheimnis daraus.

Schwere Strahlenvergiftung, In Ihr tobt sich der Krebs gerade prächtig aus. Ich schätze mal deswegen war Sie in der Kapsel, wo auch immer Sie war, dort hatte man nicht die Möglichkeit ihre Krankheit zu heilen. Aber keine Sorge, die Naniten sollten die Schäden in wenigen Stunden beseitig haben.

Es grenzt an ein Wunder das Sie überhaupt noch lebt. Und das nach so langer Zeit.

Ich verabreichte ihr den Cocktail aus Medizin und den Naniten, sie zuckte Kurz und rieb sich dann die Stelle wo die Nadel die Haut durchstochen hatte. Die Naniten nahmen augenblicklich ihre Arbeit auf.

Es würde trotzdem ein paar Stunden dauern bis sie in der Lage währe mit uns zu reden, und so hatte ich ein leichtes Schlafmittel mit in die Spritze getan, das sie fast augenblicklich einschlafen lies.

Das sollte fürs erste genügen, Jule du bleibst hier und passt auf sie auf, melde dich wenn sie Wach werden sollte. Ansonsten behalte die Naniten im Auge. Es dauert mindestens Drei Stunden bis alle Schäden in ihrem Körper beseitig sind, solange kannst du dir schon einmal überlegen wie wir ihr am besten die heutige Sprache bei bringen, denn auf dauer wird eine Kommunikation über Pad ermüdend.

Wird gemacht, und ich hab auch schon eine Idee für neue Klamotten für Sie, sie kann ja nicht ewig in diesem Komischen Nachthemd was Sie da an hat, auf dem Schiff rum laufen.

Nadine, kommst du, wir müssen reden.

Sie folgte mir wortlos, Richtung Cockpit.

Sprich. Dir liegt doch was auf der Seele das sehe ich.

Mal von unserem Gast auf der Krankenstation abgesehen, bin ich mir nun ziemlich sicher das Ronny nicht hinter ihr her ist, sondern hinter der Kapsel. Eine Stase Kapsel die Nahezu Perfekt einen Menschlichen Körper erhalten kann, ohne das dieser merklich altert, das übersteigt alles was ich kenne. Und ich denke mir das eine solche Erfindung vor über Vierhundert Jahren doch irgendwo erwähnt worden wäre.

Du denkst doch nicht etwa das er neben uns noch andere Personen auf die Fracht angesetzt hat.

So wie ich ihn kenne, doch, wird er wahrscheinlich getan haben, nachdem Du nicht sofort aufgebrochen warst. Warum wir trotzdem die ersten am Treffpunkt waren macht mir am meisten Sorgen. Vor allem da uns der Antrieb unbrauchbar geschossen worden ist. Und nur meine Blöde Idee mit dem Jetstream Sprung uns wohl vor schlimmeren bewahrt hat.

Wie meinst du das?

Jemand hat uns am Neutronenstern angegriffen, gezielt angegriffen, und nur die Tatsache das wir in den Jet eingetaucht und dann gesprungen sind, hat uns vor schlimmeren bewahrt. Ich habe fast vierzig Patronen aus dem Kraftwerk gepuhlt. Jemand wollte uns ausschalten.

Und da wir, keine Waffen eingebaut haben … ich versteh.

Wir haben die Kanonen der Scarabs, im Notfall Montieren wir die auf die oberen Plätze, viel schlimmer ist, der FSD schaft nur noch maximal 10 Lichtjahre pro Sprung. Und der Computer kann keinen Kurs mehr berechnen, wie Fliegen also Blind und mit Krücken. Und ich habe keine Ahnung wo die nächste Station ist. Geschweige denn wie lange wir nach Colonia brauchen werden. Da wir weder, Neutronensterne noch die FSD Einspeisung nutzen können um abzukürzen. Würde ich davon ausgehen, das unsere Reise gerade ungemein Komplizierter geworden ist. Zumal die Anzeige hier, mir gerade sagt das sich der Zustand des Energie Kerns bei 83% Prozent befindet. Und wir ihn wohl kein zweites mal repariert bekommen.

Und wir können niemanden Anfunken, weil wir nicht wissen ob nicht zufällig unser Verfolger die Signale auffängt und uns so findet. Wir sitzen als Buchstäblich in der Scheiße. Was machen wir jetzt?

Richtung Colonia fliegen, was sonst, es ist näher als Cubeo oder eine der Stationen am Rande der bewohnten Welten.

Und die DW 2 Expedition? Was ist mit der Basisstation von DW 1.

Schau auf die Galaxie Karte, und such sie.

Nadine tippte die Koordinaten der DW 1 Basisstation ein.

Keine Information vorhanden. Wie kann da keine Information vorhanden sein.

Sabotage, ich weiß noch wo Colonia liegt, die Richtung und Systemnamen sind noch auf der Karte, aber alles andere wie Kursberechnung, Detailsuche, alles weg. Wir haben nur noch diese Doofe Sternen Ansicht. Und sonst nichts.

Wir sind am Arsch, wie willst du so Navigieren. Das dauert doch Wochen, Monate.

Sterne, bewegen sich nur Langsam. Aber ich bin zu Müde um jetzt noch klar zu Denken, Lass uns Schluss machen für Heute. Ich geb noch Jule bescheid und dann werde ich mich hinlegen. Vielleicht fällt mir im Schlaf ja was ein.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – immer Gerade aus

Und es geht immer nur in eine Richtung, zum nächsten Sternen System, zum nächsten Stern, zum nächsten Gasriesen, zum nächsten Planeten, zum nächsten Mond. Und da gibt es dann zwischen durch diese Perlen. Die die einen Staunen lassen. Wo man sich dann wieder sagt, da dafür bist du hier draußen, Um genau das hier zu sehen.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 07.01.3305

Die Zeit schien sich in die Ewigkeit zu denen, wir hatten, nach der Schwarzen Loch Episode, auf einem Planetoiden halt gemacht, um nach Ressourcen zu suchen, Hauptsächlich Eisen, Mangan und andere Halbleiter Materialien. Das Schiff hatte ordentlich was abbekommen, und so Unterzogen wir es einer gründlichen Wartung. Leider fehlten uns einige Bauteile und das Schiff war auch nicht in der Lage, Sie ohne weiteres Anzufertigen, jedenfalls nicht ohne die passenden Materialien, Wir konnten nur hoffen, dass Nadine und ich, hier draußen in den Scarabs die nötigen Felsen fanden.

Der Planetoid hatte jedenfalls laut System Informationen alles was wir bräuchten. Und so fuhren wir schon ein paar Stunden über diesen 0,04G Mond, und suchten.

Wenn ich das hier richtig Deute, dann sollten wir ganz in der Nähe sein, Ich schätze mal in dem Krater vor uns. Was meinst du?

Wenn dort auch wieder nur Dreck ist, brechen wir hier ab und fliegen auf die andere Seite, denn wenn ich mir den Stand des anderen Planetoiden so ansehe, bleibt es nicht mehr lange so angenehm Kühl hier. Und ich habe keine Lust Lavafeldern auszuweichen.

Bisher haben sich meine Anzeigen jedenfalls noch nicht geirrt. Das du in deinem Scarab nur Dreck findest dafür kann ich nichts.

Danke für die Aufmunterung, du weißt das wir nur noch eine Halbe Tonne Quecksilber brauchen, also sollten wir weniger zanken und mehr Ausschau halten. Denn so langsam aber sicher steigt mir die Schwerkraft hier zu Kopf.

Endlich hatten wir den Krater Rand erreicht, und tatsächlich, vor uns in der Senke befand sich ein kleiner Quecksilber See. Nadine grinste mich, von ihrem Scarab aus, frech an.

Na was hab ich gesagt. Auf meine Nase ist verlass.

Schön, dann sammel du das Quecksilber ein, ich fahre derweil zurück zum Schiff und fliege her.

Nichts is, du bleibst schön hier. Jule kann mit der Clipper hier her kommen.

Wenn du meinst, Hauptsache wir können bald von hier verschwinden.

Also funkte ich die Clipper an und gab Jule unsere Koordinaten durch. Jedenfalls versuchte ich es, denn im Cockpit erreichte ich niemanden. Also war sie wohl in ihrer Kabine, und tat dort wer weiß was. Und da kam mir eine Idee, ich hatte schon lange nicht mehr die Clipper per Fernsteuerung bedient und so könnte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Meiner Tochter eine Lektion erteilen, die eigentlich auf Stand By im Cockpit sein sollte, und Testen ob der Computer noch tut was er soll. Erstes würde ihr wohl einen gehörigen Schreck bereiten. Also verband ich den Scarab mit dem Clipper Computer und erteilte ihr direkt den Befehl zu starten, unsere Position anzufliegen und am Krater Rand zu landen.

Es dauerte eine Weile, aber dann sahen wir, die Clipper, wie sie langsam näher kam. Während Nadine und ich im Krater die Scarabs mit Quecksilber füllten. Erreichte uns aus der Clipper endlich eine junge weibliche Stimme.

Wenn ihr das nochmal macht, dann verwüste ich eure Kabine! Mir wäre beinahe das Herz stehen geblieben, und außerdem seid wann kann die Clipper von alleine Fliegen?

Wyveres!

Was ist, die Clipper konnte das schon immer, den normalerweise sind Piloten ja meistens alleine Unterwegs, und dann steuert halt auch mal der Computer das Schiff, niemand hat Bock 900 Kilometer oder mehr zu seinem Schiff zurück zu legen. Also wartet der Computer meist im Orbit.

Ja aber du hättest bescheid sagen können!

Hab ich, hat ja niemand Reagiert. Und nun heul nicht rum, wir sind gleich wieder im Schiff.

Die Scarabs meldeten das der Laderaum voll war, also ging es für Nadine und mich direkt zum gelandeten Schiff. Wir hatten wirklich ein gefühlte Ewigkeit auf diesem Mond unseren Spaß, 0.04G da kann man schon einmal Richtig abheben. Wir hatten beschlossen Jule von unserer Spritztour nichts zu erzählen, und wenn dann die Flugdauer Details raus zu lassen. Jedenfalls brauchten beide Scarabs auch eine ausführliche Wartung.

Wir blieben noch zwei weitere Stunden auf dem Mond, dann waren alle möglichen Reparaturen durchgeführt.

Von hier aus direkt zu unserem Ziel!

Dann werden wir direkt durch den nächsten Nebel steuern, könnte Interessant werden.

Und so hoben wir ab, zu einem Sprung Marathon, anders kann man das nicht sagen, über Sechszig Systeme in nicht einmal zwei Tagen, wir hatten den Nebel in BLAA HYPAI AA-A H68 in nicht einmal zwei Tagen erreicht, es gab einige Interessante Sterne und sogar Leben. Aber ansonsten fühlte es sich nicht anders an als die letzten Hundert System, und so sprangen wir nach ein paar Runden, auch schon weiter, EESHORKS BA-A G2179 war nur noch einhundert siebzehn Sprünge entfernt.

Wir machten kurz nach dem Nebel ein ganzen Tag Pause, die Maschinen warten und dringend benötigten Schlaf nachhohlen, während ich mir Punkte auf der Galaxie Karte aussuchte um sie Später einmal zu besuchen, denn je näher wir unserem ersten Ziel kamen desto nervöser wirkte Nadine, und desto mehr wich sie mir aus. Sie hatte noch immer nicht darüber gesprochen warum wir nun eigentlich da hin fliegen. Und so langsam aber sicher verlor ich dann doch die Geduld. Aber es half nichts, sie gab einfach keine Antwort und vertröstete mich immer wieder darauf, dass wir an unserem Ziel darüber Reden würden.

Also flogen wir weiter, weiter Richtung EESHORKS BA-A G2179, die meistens System waren einfache Gesteins und Eisbrocken die um Sonnen flogen, nichts wo man näher dran fliegen wollte, nur zweimal gab es Systeme die ich hatte, seit dem Schwarzen Loch, vollständig scannen wollen, eins mit einem Erdähnlichen Planeten, mein Zweiter auf dieser Reise und eins wo alle Hauptreihen Planeten und Gasriesen (bis auf einen der Schlingel) einen Ring hatte, in Systemen wo vor uns noch niemand war. Ich musste einfach, auch wenn Jule und Nadine es nicht verstanden. Aber man bekommt als Pilot nicht so häufig die Chance seinen Piloten Namen an einen Erdähnlichen Planeten zu hängen.

Warum, sind wir noch hier?

Weil es das zweite System ist, mit einem Erdähnlichem Planeten, dass muss einfach genauer Untersucht werden.

Aber warum, nur damit du da deinen Namen in die Galaxie Karte eintragen kannst, was hat das Überhaupt für einen Sinn?

Tochter, du fragst mich doch jetzt nicht wirklich warum, ich hier an diesem Planeten Sonden aussetze um anderen Piloten zu Signalisieren, das ich der erste war der hier diesen Planeten entdeckt hat.

ähm, doch ja tu ich. Weil es erscheint mir sinnlos, es würde doch auch einfach reichen wenn wir die Daten die wir gesammelt haben dann einfach bei Universal Catographics abgeben. dann bekommst du doch auch deinen Namen als Entdecker eingetragen.

Einfach damit mir niemand anderes zuvorkommen kann.

Also deswegen, „Pinkelst“ du da gerade mit Sonden deinen Piloten Namen auf den Planeten, sehr erwachsen von dir Paps, sehr erwachsen.

Tochter du kannst es wahrscheinlich nicht nachvollziehen aber, wir sind die ersten die diese Erdähnliche Welt zu Gesicht bekommen. Und von daher werde ich diesen Planeten entsprechend Markieren!

Mitten in unsere Unterhaltung kam Nadine ins Cockpit.

Wir halten hier in diesem System, nur damit du deinen Namen in den Schnee Pinkeln kannst. Wyveres, werd erwachsen!

Nicht du auch noch, es ist ein Erdähnlicher Planet, ich scanne ihn „Gründlich“ was ist daran falsch.

Das die Sonden deinen Namen auf die Oberfläche schreiben, und du quasi gerade einen Haufen Müll in das Ökosystem des Planeten kippst. Also lass den Unsinn, und flieg weiter!

Ihr gönnt mir aber auch überhaupt keinen Spaß.

Spaß, Paps, Spaß wäre es, wenn wir endlich auch die anderen Planeten untersuchen würden, oder weiter fliegen, oder überhaupt mal von der Stelle kommen. Und nein ich verstehe es immer noch nicht warum das nötig ist, wenn wir doch alle Informationen die wir brauchen durch das FSS bekommen. Wir könnten schon längst weiter fliegen. Und dir ist bewusst das es nur noch Sechzig Sprünge sind. Also mach was Nadine dir gesagt hat.

Frauen, sie würden es wohl nie verstehen, dieses Gefühl irgendwo der erste zu sein, ich frage mich was wohl Neil Armstrong, gedacht hat als er damals vor so vielen Jahrhunderten, die Fahne in den Erdmond gesteckt hat. Als erster Mensch einen anderen Himmelskörper betreten.

Sie unterhielten sich hinter mir noch eine Weile, während ich das restliche System sondierte. Es war auf der Reise das Dritte mit einem Erdähnlichen, und das Zweite was ich als erster Fand.

Aber es wurde wirklich Zeit die letzten Sprünge anzugehen. Eine vier Stunden Rotation oder jeder zwanzig Sprünge was eher eintrat, je nach Größe der noch vor uns liegenden Systeme.

Reine Routine, die Sterne wechselten, von Weiß zu Gelb, zu Rot, zu Braun, und wieder zu Weiß. Mal waren es nur Sterne, mal waren zwischen sechs und zwanzig Eisbrocken, und hin und wieder waren es aber auch, dreißig oder fünfzig Signale. Fünf oder Vierstern Systeme. Es war wirklich alles dabei.

Die letzte Etappe hatte Nadine. Es waren noch Vierzehn Sprünge, und ich, nachdem ich nicht mehr Schlafen konnte, mimte den Co-Piloten. Und sah gespannt zu Wie die Frau die mein zweites Kind unter ihrem Herzen trug, gekonnt die Clipper um Sterne Navigierte. Während ich mehr halbherzig das FSS bediente.

Nimm die Augen von meinen Brüsten und Konzentriere dich lieber auf das FSS.

Woher willst du Wissen, dass ich genau da hin schaue?

Ich Spüre das! Und nun Augen auf das FSS.

Sie hatte mich tatsächlich ertappt. Also blieben meine Augen vorerst beim FSS. Die Distanz zwischen uns und EESHORKS BA-A G2179 schmolz. Zehn Sprünge, Sechs Sprünge, Vier Sprünge und dann war es nur noch einer. Nadine richtete die Clipper auf den Punkt im All, und leitete die Sprung Sequenz ein, während ich die ersten zaghaften Informationen über das System erhielt. Und in dem Moment stockte mir der Atem. Aber es war zu Spät, der Computer zählte in dem Moment, wo ich die Informationen über die Sterne in dem System deutlich vor mir sah, gerade auf Null und Sprang.

Runter vom Pilotensitz, schnell! Sonst wirds gleich ungemütlich.

ich sprang aus meinem Sitz und noch während ich Nadine unsanft aus dem Sitz schmiss, sah ich wie wir im Witch Space dem „Stern“ immer näher kamen, vielleicht noch 10 Sekunden trennten uns vom Normalraum, und dann währe alles zuspät.

Schiffe haben Sicherheitsvorkehrungen, man kann im Witch Space dem Schiff sagen das man sofort auf Null Geschwindigkeit gehen soll beim Eintritt. Aber mit Nadine wollte ich jetzt nicht reden.

Was soll das!

Keine Zeit! Halt dich irgendwo FEST.

In dem Moment kam es, plop und wir rauschten direkt dran vorbei, direkt durch den Strudel, Direkt zu auf das mörderische Ding vor uns. Die Clipper schrie förmlich auf, als der gegenschub einsetzte und sie auf null abbremste, ein verdammter Neutronenstern, und wir keine Drei Lichtsekunden dahinter, vor uns ein verdammtes schwarzes Loch. Überall gingen Warnlampen an.

Was zum …

Genau das, was zum Teufel … , ich brauch ne neue Hose.

Sind das … vier und ein …

Ja, es sind vier Neutronensterne und ein schwarzes Loch. Du hast es erfasst, verstehst du nun warum ich das steuer so plötzlich übernommen habe. Entschuldige dafür übrigens. ich hoffe du hast dir nicht Weh getan.

Mir ist schlecht, ich wäre …

… genau rein geflogen.

Nadine rappelte sich vom Boden auf, während ich versuchte Abstand vom Neutronenstern zu bekommen, ohne dabei in die Jets zu geraten. Dieses Teil war echt enorm und unsagbar gefährlich, denn einmal im Jet ist es aus mit der Clipper, dafür ist sie einfach nicht gerüstet. Und wir würden uns in Sekunden den Energie Kern grillen.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins, erklär mir warum Ronny uns hier her geschickt hat!

Ich bring ihn um! Dieser … jetzt versteh ich sein hämisches Grinsen. Dieses Arschloch.

Nadine, was jetzt?

Sie starrte das Monstrum, vor uns, an, und bekam kein weiteres Wort heraus. In dem Moment kam Jule, die sich den Arm fest hielt, ins Cockpit.

Was sollten die Warnlampen? Ich bin aus meinem Bett gefallen vor schre … Heilige … was ist das?

Direkt vor uns ein Neutronenstern, da Links ein schwarzes Loch, da rechts zwei weitere Neutronensterne, und irgendwo 300k Lichtsekunden entfernt ein vierter Neutronenstern.

Und hier wollten wir hin?

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Nebelschwaden

Du betrachtest die Galaxie Karte und denkst dir, dieser Nebel da, es sind nur ein paar Sprünge vom eigentlichen Kurs, was soll schon passieren. Schaust dir das mal einfach an.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 03.01.3305

Ich sollte mir angewöhnen öfters auf den Kalender zu schauen. Heute ist der 04.01.3305, Seid Sylvester waren Jule und Nadine fast die gesamte Zeit zu nichts zu gebrauchen. Anscheint hatte der Whiskey bei Jule eine äußerst unschöne Reaktion. Denn sie wurde von dauerhaften Kopfschmerzen geplagten, was zu einer Tochter führte, die nur am Nörgeln war. Und Nadine, die hatte sich am Essen quasi Überfressen. Beide liefen also Gestern und Vorgestern wie Zombies durchs Schiff. Und so blieb es an mir Hängen den Kurs weiter zu verfolgen.

Hinzukam das beide sich jedesmal über Intercom beschwerten wenn ich in den Hyperraum Sprang, oder das Schiff aus dem Supercruise glitt. Jedesmal dieses kleine Hop. Und ich hatte zwei Nörgeltanten im Ohr. Hoffentlich würde es bis Heute Abend aufhören. Wenn nicht betäube ich beide einfach.

Und so schafften wir gerade einmal vielleicht dreißig Systeme. Waren nicht sehr viele Interessante Sachen dabei. Weder biologische Signale noch interessante Ring Systeme, einfach nur ein Haufen stupide Eiswelten und hier und da ein paar Gasriesen. Einen der Riesen Markierte ich mir aber auf der Galaxie Karte, der Scan der Ringe ergab ein äußerst interessantes Resultat, Nicht nur waren ein paar schöne Stellen dabei, nein die Ringe waren voll mit sogenannten Hotspots, mehrere Leeren Opale, Niedertemperatur Diamanten und allerhand anderes Zeugs. Wenn wir von unserem Trip zurück sind, werde ich eins der größeren Schiffe kaufen, ein T9 oder T10, oder ich Rüste so wahnsinnig wie das auch klingt einen Beluga um, und Mine dort mit Style. Jedenfalls werde ich mir die Zeit wohl damit vertreiben das Perfekte Fracht Monster zusammen zustellen. Sollte nicht all zuschwer werden.

Also blieb es erstmal beim betrachten der Galaxie Karte, würden wir unseren derzeitigen Kurs stumpf beibehalten, so würden wir direkt unterhalb des NGC 6357 Nebels vorbeikommen. Ich zoomte auf den Nebel und durchsuchte die spärlichen Informationen die mir das Galaxie System da bot. Es währen nur wenige Sprünge außerhalb der Route, also Markierte ich einen Weg in den Nebel, und dort dann zwei spezielle System CL PISMIS 13 und 3, sie stachen aus den ganzen NGC 6357 Sektoren heraus. Weiße Riesen, soviel gaben die Informationen Preis. Es ist sehr Wahrscheinlich das schon andere Piloten vor mir da waren. Aber was sollte es schon Schaden, ob nun dreißig oder vierzig Sprünge mehr oder weniger, auf die Kam es derzeit sowieso nicht an.

Du hast den Kurs geändert wie ich sehe.

Nadine stand, wie aus dem nichts, plötzlich hinter mir und betrachtete den neuen Kurs.

Schön zu sehen das es dir besser geht, und ja habe ich, auf den Nebel, die letzten Systeme waren alles öde Sonnen mit einem Haufen Eis. Also dachte ich es könnte nicht schaden einen Abstecher zu machen. Wir sollten den ersten Punkt, CL PISMIS 13 in weniger als einer Stunde erreichen.

Dann ist gut, mir fällt hier im Schiff, ej gerade die Decke auf den Kopf. Mal wieder Landen und raus mit einem Scarab wäre was.

Wenn meine Informationen Stimmen, sollte es in der Nähe und im Nebel sogar Planeten mit Biologischem Leben geben. wäre schön einen zu finden.

Also sprangen wir die Systeme durch, schnelle Scans, und nach fünfundzwanzig Sprüngen standen wir vor dem Weißen Riesen bei CL PISMIS 13, nichts besonderes, außer das er noch ein paar Gelbe und einen braunen Stern mit Ringen im Schlepptau hatte. Aber wir fanden wonach ich suchte, Biologisches Leben. Der O Stern tauchte alles in ein gespenstisches Blau Weiß. während wir den Planetoiden mit Ringen anflogen, der um den Braunen Zwerg, der ebenfalls Ringe hatte, trudelte. Die Aussicht war atemberaubend. Wir landeten in der Nähe der Signale und Nadine und Jule nahmen die Scarabs, während ich die Kamera Drohne vom Schiff aus steuerte.

Die beide hatten sichtlich ihren Spaß, beim über den Planeten feuern. Also warum sollte ich nicht auch meinen Spaß im Schiff haben. Und so hob ich ab um mit dem Schiff die Beiden etwas zu verfolgen.

Lass uns hier Ja nicht zurück!

Als wenn ich das tun würde, aber euch beiden dabei zu zusehen wie ihr da durch die Gegend brettert, da bekommt man schon lust auch mitzumachen, also, nehme ich das Schiff und erkunde etwas diesen Steinbrocken. Ruft mich wenn ihr genug habt. Dann komm ich und hohl euch ab.

Zerschell bloß nicht!

Von Nadines Worten angestachelt, hob ich ab und Strapazierte die Steuerdüsen etwas, bei dem was ich den beiden nun vorführen wollte. Gefährlich, Dumm und völlig Irrsinnig, aber mir war danach. Also stellte ich das Schiff Senkrecht mit der Nase zum Boden und steuerte die Formationen an. Ich wollte mir eine dieser Biologischen Signale, wie der Computer so schön formuliert hatte, genauer ansehen. Und das ging nur wenn ich dichter an sie heran kommen würde.

Also setzte ich all mein Können und viel Treibstoff ein um die Nase so dicht wie nur möglich an eins dieser Dinger zu bekommen. Was Nadine und Jule gebührend Kommentierten. Auch wenn ich wohl die nächsten paar Tage nicht mehr ans Steuer dürfte. alleine diese Kamera Aufnahme war die ganze Aktion wert.

Du! Was soll das, willst du das Schiff zerstören? Wyveres, LANDE SOFORT oder ich zerreiß dich in der Luft.

Paps! Das ist nicht Witzig! Du was soll das.

Schon gut, Schon gut. Ich wollte auch meinen Spaß, und es ist doch nichts Passiert. Ich frage mich was ihr habt.

Ich landete unweit der beiden und machte mich innerlich schon darauf gefasst, gleich ein Donnerwetter zu erleben. Aber erst einmal setzte ich Kurs auf CL PIMIS 3. kam aber nicht mehr dazu auch abzuheben.

Weg da, für die nächsten Stunden werde ich fliegen, du du wirst dir jetzt eine Mütze voll Schlaf genehmigen. Denn ich bin der FESTEN überzeugung mit dir gehen die Pferde durch! Wie kannst du nur so Unvorsichtig sein. Dieser Irrsinn, Stell dir vor du währst mit der Nase in den Planeten gerammt oder schlimmeres. Du Unverantwortlicher Dreckskerl! Ich könnte dich jetzt, Boar.

sie hatte mich am Kragen und ihre Hand schwebte bedrohlich in der Luft. Nadine würde jeden Moment ausholen, mir musste also schnell etwas einfallen. Sonst würde ich wohl die nächsten Tage im besten Fall auf dem Boden schlafen müssen.

Also packte ich mit beiden Händen zu und küsste Sie.

Das wird dich auch nicht retten, mein lieber, aber es ist schon einmal ein guter Anfang, auch wenn deine Hände da gerade, an einer Stelle sind wo sie gerade eigentlich keinen Zugang zu haben. Also Pfoten weg von meinem Hintern! Du hast da erst einmal Sendepause. Zur Strafe!

Na Gut, dann bleibt mir nichts anderes übrig, ich gebe mich geschlagen, der Kurs nach CL PIMIS 3 ist eingestellt, es sind nur ein paar Sprünge. Ich geh derweil was Essen. Soll ich dir was mit machen?

Ja, Toast mit Erdbeeren und einen Kaffee.

Ich küsste sie nochmal und schlich dann aus dem Cockpit, vor der Tür stand eine ebenso böse drein blickende Jule und stierte mich an.

DU!

Schon gut, ich weiß das war unverantwortlich, bla bla, ich weiß was du sagen willst, spar es dir auf für die nächste Sache die nicht so läuft wie Sie sollte.

Aber ich, das war unverantwortlich von dir.

Ich nickte ihr zu und trotte dann in die Küche, Kaffee und Essen besorgen. Während ich die Zutaten zusammen suchte und mir einen Kaffee eingoß, fingen die Warnlampen im Schiff an durchzudrehen. Und der Kaffee vor mir fing an zu schweben. Von CL PIMIS 13 zu 3 waren es nur zwei Sprünge mit der Clipper.

Also Es gab nicht vieles das die interne Schwerkraft Regulierung im Schiff außer Kraft setzen konnte. Und Nadine würde nicht aus versehen die Regulatoren abschalten. Also gab es nur eine Möglichkeit. Ich lies alles stehen und liegen und in dem Moment kam die Bestätigung schon über Intercom.

SCHWARZES LOCH! Direkt neben dem Scheiß Stern! Wir kommen in denn Gravitationsbereich. Die Maschinen tun was sie können aber wir werden angezogen, schaff dein ARSCH wieder ins COCKPIT SOFORT!

Ich flog an ihr vorbei, und hievte Nadine aus dem Pilotensitz.

Das kommt unerwartet. Übernimm die Energieverteilung, schalte alles ab was wir nicht unbedingt brauchen und leite es in die Schilde und den Antrieb.

Während ich das schiff neu ausrichtete um der Gravitation entsprechend begegnen zu können, meldete das FSS noch weiteres Ungemach, es war nicht nur ein Schwarzes Loch, dass sich um den Weißen Riesen bewegte und ihn aussaugte, nein denn die Sensoren meldeten noch weitere Sterne, ein paar braune Zwerge und noch zwei weitere Schwarze Löcher.

In dieses System zu springen war eine beschissene Idee von mir. Schau auf die Sensoren Ergebnisse, wir haben hier ein ernsthaftes Problem. Hoffentlich kommt der FSD schnell genug wieder Online. Sonst endet unsere Reise hier und jetzt.

Nadine wurde aschfahl.

Drei Stück? Dein scheiß ernst, wenn wir das Überleben dann werden wir keine Experimente mehr Wagen.

Und mir wurde auch schon anders, also zählte ich die Sekunden bis der FSD soweit abgekühlt hatte, dass man ihn wieder erneut anfeuern konnte.

Wir sind nur noch 500 Kilometer vom Schwarzschild entfernt, tu was. sonst war es das gleich.

Der Antrieb tut was er kann, wir gewinnen langsam aber sicher Abstand. Aber wenn das hier vorbei ist müssen wir wohl die Maschinen überholen, denn ich glaube da brennt gerade ein Haufen Elektronik durch.

Völlig egal, Hauptsache wir kommen hier weg.

Der Computer fing an zu zählen, während er uns Überhitzungswarnungen an den Kopf schleuderte, 120% über maximal Last, 130%, 140% es wurde kritisch. Dann sprang das Schiff endlich, Supercruise und wir gewannen endlich Abstand, 1Ls 10Ls 100Ls 500Ls, wir waren frei.

Geschafft, aber ohne Reparaturen, kommen wir hier vorerst nicht weg. Supercruise geht noch aber der FSD ist offline, ich fliege einen der Planeten an, bei den anderen beiden. Wir müssen landen, auch wenn es Gefährlich wird.

Endlich kam Jule ins Cockpit, völlig Nass und nur in ein Handtuch gewickelt.

Was auch immer ihr da gerade gemacht habt, macht das nie wieder. Ich hätte mir in der Dusche beinahe den Hals gebrochen. Was war das überhaupt?

Ein Schwarzes Loch. wir sind direkt daneben gelandet. Sie selbst, es umkreist den Blauen keine 50 Lichtsekunden entfernt, und ich bin genau in die Umlaufbahn von dem Ding gesprungen. Und muss jetzt erst einmal selbst unbedingt Duschen.

Macht ihr mal, derweil Lande ich. Und hoffentlich schafft die AFW das mit der Reparatur. Ansonsten sind wir hier vorerst gestrandet. FSD ist ausgefallen, die Schilde sind hart angeschlagen, und der Supercruise wird es auch nicht mehr lange machen.

Das Schiff hatte nur noch 38% Intakte Hülle, und die AFW leistete Überstunden, während die Reparatur Drohne über die Oberfläche der Clipper schwebte und stellen flickte wo sie nur konnte.

Es war verdammt knapp, sehr knapp. Eigentlich hatte ich Schwarze Löcher von der Liste gestrichen, aber wer rechnet schon damit das man direkt neben so einem Ding landet. Jedenfalls schafften wir es zum Planeten. Und ich konnte Landen, die Reparatur des Schiffes würde einen Ganzen Tag in Anspruch nehmen. Zum Glück hatte ich bevor wir aufbrachen, den Energie Kern des Schiffes extra abschirmen lassen. Ohne ihn säßen wir nämlich jetzt echt in der Klemme, denn er ist der einzige Part den die AFW nicht reparieren kann.

Jule erholte sich in ihrer Kabine von dem Schock, während Nadine sich die Anstrengung von den Schulter rieseln lies, überwachte ich die AFW und tat was ich tun konnte um die Clipper wieder flott zu bekommen. Denn ich wollte nicht länger als Nötig in der Nähe von drei schwarzen Löchern bleiben.

Auch wenn meine Neugier stark war das System genauer unter die Lupe zu nehmen, denn wann hat man schon einmal die Chance gleich drei schwarze Löcher zu untersuchen, so wollte ich doch nur so schnell wie möglich weg von hier, leider brauchte die AFW für den FSD noch eine Weile, und so konnte ich die Zeit nutzen um doch ein paar Scans der Planeten durchzuführen. Ein interessantes System, aber das war es auch schon, nur ein paar Biologische Signale und ein paar Geologische Sonderheiten, mehr legte das FSS nicht frei.

Wie sieht es mit der Reparatur aus?

Zu neunzig Prozent abgeschlossen. Wenn der FSD wieder online ist verlassen wir das System auf der Stelle. Es behagt mir nicht auf einem Planeten zu sein der langsam aber sicher seinem Ende entgegen geht.

Kann ich irgendwas machen?

Ja, überwache bitte die Energie Verteilung, wir werden alles was da ist brauchen um den FSD soweit aufladen zu können um zu springen. Das machen wir sobald wir die Massensperre des Planeten überwunden haben. Ich habe schon Kurs und Richtung in den Computer eingegeben. Die AFW sollte gleich fertig sein.

Es dauerte noch zwei Minuten, dann war die AFW fertig. Sie hatte fast alle Ressourcen aufgebraucht, aber darüber mache ich mir erst Gedanken wenn wir hier weg sind, wie wir sie wieder auffüllen können.

Es war soweit, die Clipper hob endlich ab, und die Sekunden vergingen nur Zäh bis wir endlich den Inneren Orbit des Planeten verlassen hatten.

Mass Lock released.

Der Computer gab endlich den FSD frei.

Nichts wie weg hier. Mach dich bereit, könnte etwas Holprig werden.

Der Computer zählte, fünf, vier, drei, zwei, eins, vor uns verzerrte sich das Universum, und wir tauchten in den Witch Space, wie man den Korridor auch nannte der durch das FSD erzeugt wurde, ein. Nur um dann wenige Augenblicke später an einem freundlichen Gelben M Stern aufzutauchen. Die Wärme war angenehm auf der Haut, und das Gelb durchflutete das Cockpit. Der Treibstoffsammler nahm seine Tätigkeit auf während das Schiff mit 0.33c um den Stern sauste. Energie fürs Schiff, und die Lebenserhaltung, alles kam wieder online, jetzt wo die Clipper nicht mehr auf Reserve lief.

Geschafft, jetzt suchen wir uns einen gemütlicheren Steinbrocken mit geringer Schwerkraft und dann warten wir das Schiff ausführlich. wie viele Platinen wohl durchgeschmort sein mögen.

Mir ist schlecht, und streich bitte schwarze Löcher aus der Liste, nie wieder ja! Einmal reicht mir.

Das lässt sich nicht vermeiden, ich hab sie zwar als Hauptstern ausgeschlossen, aber wenn das so wie in dem System eben einfach nur Nebensterne sind. werden wir wohl damit zurecht kommen müssen, je näher wir dem Zentrum kommen.

Zentrum? Sag nicht, Wyveres … du willst doch nicht.

Sagittarius A warum nicht, wir sind doch nur in Schwierigkeiten geraten, weil wir nicht damit gerechnet haben. Außerdem, warst du schon einmal an einem Neutronen Stern?

Haben sie dich jetzt endgültig? Hast du vergessen weswegen wir unterwegs sind.

Nein, und es sind noch über vierhundert Sprünge bis zu unserem eigentlichem Ziel. von da ist es ein Katzensprung zum Zentrum.

Siehst du diesen Bauch hier, willst du unser Kind wirklich einer solchen Gefahr aussetzen?

Nein Natürlich nicht, also es ist auch nur ein Vorschlag.

Ein dämlicher Vorschlag, du kannst das Zentrum besuchen wenn, Jule, das kleine und ich wohlbehalten zurück in Cubeo sind. Vorher Unterstehe dich auch nur daran zu Denken. Sonst sperr ich dich ein und Fliege den restlichen Weg ohne dich.

Schon gut, schon gut, du hast gewonnen. Außerdem wäre es mit der Clippper und diesen Schilden ej Selbstmord. Aber irgendwann einmal. Vielleicht sogar Beagle Point.

Sie sass mir noch eine Weile auf dem Schoss und schaute verträumt dem feurigen Spiel des Sternes vor uns zu.

Stanley wenn es ein Junge wird.

Und wenn es ein Mädchen wird?

Annabel. Nach meiner Uroma.

Schöne Namen, gefallen mir. Stanley und Annabel.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Sterne, Sterne und noch mehr Sterne

Wenn es eins gibt, was mich am All fasziniert, dann ist es die Tatsache das ich egal wie oft ich schon meinte, jetzt hast du endgültig alles gesehen. Das All mir dann wieder mit seinem Humor kommt und zu mir sagt, schau mal das hier kennst du noch nicht.

CMDR. Wyveres. Sternzeit 01.01.3305

Ich hätte vielleicht mal während des Fluges überprüfen sollen welches Datum wir eigentlich hatten, vielleicht wäre ich dann nicht so leicht in Panik geraten. Ich hatte nämlich schon seit Ewigkeiten nicht mehr daran Gedacht das zu tun. Aber wir schreiben Heute tatsächlich den 31.12.3304 Und es sind nur noch wenige Stunden bis die Zahl auf 01.01.3305 Springt, wir sind hier draußen zu Dritt und keiner von uns hatte daran Gedacht, das wir ein neues Jahr haben werden. Sei es drum, Nadine sollte eigentlich Aufgrund ihrer Schwangerschaft keine Alkohol trinken. Und Jule sollte eigentlich auch nicht, aber ein Glas zusammen mit mir, sollte schon drin sein. Ich hatte irgendwo in meiner Kabine eine Flasche alten Bowmore, eigentlich ein vermögen Wert, und normalerweise war die Flasche auch in Medupe City. wo sie sicher war, warum genau ich sie mit nahm, daran erinnere ich mich nicht mehr. Aber Nadine würde schon nicht protestieren, und die Flasche ewig weiter unter Verschluss zu halten. Da gefiel mir der Gedanke viel zu sehr, zu sehen wie sich meine Tochter schüttelt, bei ihrem ersten Whiskey von der Erde.

Und so schenkte ich ihr, mir und Nadine dann kurz vor Mitternacht, ein.

Ich hoffe euch beiden ist bewusst, das dieser Stoff Uralt und von der Erde ist, also sollte ihr beide diesen Whiskey nicht unterschätzen. Und beschwert euch nicht hinterher.

Nörgel nicht, ich hatte schon so einiges an „Stoff“ in meinem Leben. Und die Flasche da, die Kenne ich … jedenfalls.

Gut möglich, immerhin fand ich sie vor Jahren in eurem Keller auf der Erde, völlig verstaubt und einsam.

Zwischen all den anderen, völlig einsamen Flaschen. So so. Du weißt schon das mir der Diebstahl einer so wertvollen Flasche angelastet wurde?

Das war Rache, für deine Freundlichkeit, mir gegenüber.

So Rache, ich durfte zwei Monate nicht aus dem Zimmer, und mein Vater hat sogar noch verlangt das ich den Schaden bis auf den letzten Credit abarbeiten müsste. Und du … du hast die Flasche nie angerührt.

Nicht einmal Karen wusste das ich die Flasche habe. Aber sieh es mal so, Jetzt hier draußen, wer soll mich da noch dafür verurteilen. Außerdem, hoffentlich ist es wirklich so gut wie dein Vater immer behauptet hat.

Die Zeit war gekommen die Uhr im Schiff zeigt 23:59:20 nur noch wenige Sekunden, und der Geruch des Whiskeys stieg mir schon die Nase hoch. Jule hatte mit sich zu kämpfen, aber sie wollte unbedingt stärke zeigen. Nadine lächelte einfach nur milde. Denn Sie hatte ihrem Vater wirklich um mehr als nur die eine Falsche, die ich eigentlich geklaut hatte, erleichtert.

Und dann war es soweit.

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

Null, das neue Jahr war da, und wir hatten zu dem Zeitpunkt noch mehr als die Hälfte der Stecke vor uns. Fünfhundert und Zwölf Sprünge um genau zu sein. Aber das neue Jahr musste einfach gefeiert werden. Nadine und ich tranken unseren Whiskey auf Null, und es war wie erwartet, ein leichtes Feuer in der Kehle, ein kurzes Schütteln, und dann dieser schöne rauchige Geschmack. Aber Jule, Jule bot uns ein anderes Bild, sie nippte an ihrem, und der erste Zug schüttelte sie mehr als uns.

Boar, was ist das … das ist ja … und das kann man Trinken? Ich hatte ja schon einiges an Alkohol aber das …

Trink aus, Feigling. Das was du Alkohol nennst, dieses Syntetische neumodische Zeugs, mit vielleicht 0.05% echtem Alkohol, ist Wasser mit Geschmack, der Rauschzustand wird da ja nur über irgendwelche Zusatzstoffe erzeugt und lässt sich dadurch ja so gut bekämpfen.

Aber das hier? Das ist doch Gift? Oder Irre ich mich?

Ja du hast recht, das ist sogar ein Nerven Gift und nun runter damit.

Sie setzte das Glas an und wollte gerade wieder zum Rückzug blasen als Nadine ihrerseits, ihr einfach das Glas förmlich in den Mund schob und ihr den Kopf in den Nacken legte.

Vergiss nicht zu schlucken Jule, sonst brennt es dir die Nasenlöcher aus dem Gesicht.

Vor mir fing meine Fünfzehnjährige Tochter augenblicklich an zu husten und ihr schossen die Tränen in die Augen.

NADINE! … Boa … was … Hilfe … das brennt.

Und schmeckt er?

Also ich kann nicht klagen, und meinem Magen geht es gut, Ausnahmsweise mal. Also auch auf die Gefahr hin, dass du Protestierst, jetzt wo die Flasche schon mal offen ist.

Nadine lächelte mich an und hielt mir ihr leeres Glas unter die Nase. Während Jule verzweifelt versuchte das Brennen in ihrem Hals mit Wasser zu löschen, was die ganze Sache statt besser nur noch schlimmer machte.

Du solltest eigentlich nicht, dass ist dir ….

Nörgel ruhig weiter und ich trink die Flasche alleine aus, und lass dich dann vor unserer Kabine verschimmeln! Also was ist entweder oder?

Sie grinste mich an und das Glas wackelte in ihrer Hand. Und da ich nicht erpicht darauf war die Nacht vor der Kabine zu verbringen, goss ich uns beiden ein.

Brav, aber zu so gutem Whiskey gehört auch was zu Essen. Also was hast du vorbereitet, Und wehe es ist Pudding!

Ihr Feuerrotes Haar flog von links nach rechts als sie das Wort Pudding aussprach. Der Whiskey hatte seine Wirkung entfaltet, und man sah ihr, ihre Abstammung in diesem Moment deutlicher an als sonst, Auf der Erde trat Feuerrotes Haar am häufigsten unter einer Gruppe von Menschen auf, die sich im Whiskey brennen verstanden. Iren und Schotten. Und Nadine hatte eindeutig etwas Schottisches an sich. Karens Haare waren zwar auch Rot gewesen, aber das Braune hatte bei ihr deutlicher zugeschlagen. Bei Jule war der Anteil an Rot durch meine Braunen Haare fast nicht vorhanden, Außerdem hatte Sie, sie in der Zeit in der wir nun schon zusammen rum flogen, mehrfach gefärbt und wieder entfärbt. Aber es blieb bei Braun.

Wie wird man das Brennen im Hals wieder los?

Indem man mehr davon trinkt. So wie die Menschen es früher schon taten, es solange Trinken bis man es nicht mehr Spürt.

Aber Alkohol ist doch ein Gift, worin liegt also der Sinn?

Trink noch ein und du wirst es merken. Denn das alte Zeug hier braucht diese Zusätze nicht um den Rausch zu erzeugen.

Aber es ist Gift!

Nadine nahm die Flasche und füllte Jules Glas bis zum Rand, dann grinste Sie, sie an. Und bedeutete Ihr sich wieder an den Tisch zu setzen, während ich damit beschäftigt war das Essen aus der Küche zu holen und ein Glas Milch für Jule.

Wir beide, trinken das hier jetzt, Ordentlich, verstanden. Immerhin steckt etwas von meinem Blut in dir. Und das heißt das du das hier Trinken kannst!

Nadine schob Jule ihr Glas rüber, und diese versuchte, zwar unter leisem Protest, den Inhalt auf die selbe Art zu Trinken wie schon das erste Glas.

Nicht so, Mund auf, Glas an die Lippen und Kopf zusammen mit dem Glas in den Nacken, schau her.

Nadine hob ihr Glas, und zeigte Jule wie man Whiskey laut ihrer Meinung nach Trinken sollte, das Nadine die Flüssigkeit noch ein paar Sekunden im Mund behielt und sich der Geschmack im Mund so besser verteilen konnte verschwieg sie Jule aber.

Los oder ich helfe wieder nach. So wie ich das eben gemacht habe!

Schon gut, bitte nicht, ich Trink ja, aber mir ist jetzt schon Übel davon.

Jule setzte das Glas, wie von Nadine verlangt, an die Lippen. Schon beim Geruch schüttelte sie sich.

Nase zu und Durch! Los, Hop. Danach fühlst du dich besser.

Und Jule gehorchte, noch während sie versuchte die Flüssigkeit in ihrem Mund herunter zu bekommen, schossen ihr auch schon wieder die Tränen in die Augen. Und Sie musste sich zusammenreißen den Whiskey in ihrem Mund nicht auf der Stelle wieder auszuspucken.

Unterstehe dich, der gute Tropfen, Schluck ja runter, werte Nichte. Danach wirds gleich viel besser glaub mir.

Es dauerte einen winzigen Augenblick aber Jule schaffte es dann doch noch.

Bah! Nie Wieder … dieses ZEUG ist ja … wie konnte man sowas Überhaupt Trinken!

Hier etwas Milch, das sollte gegen das Brennen helfen, und iss was fettiges sonst wirst du die Wirkung des Whiskeys gleich merken.

Wieso Wirkung, ich war doch schon mal betrunken, aber das hier, dieses Gesöff schmeckt einfach widerlich.

Du verwechselst da etwas, Richtiger Alkohol hat eine völlig andere Wirkung als dieses Syntetische Zeug. Das macht nur etwas High im Kopf. Das hier, liebe Tochter wird dir in wenigen Minuten die Schuhe ausziehen.

Woher … oh … was ist das … oh … ähm woher willst du …. paps das …. wissen?

Fängt schon an. Dachte nicht das er so schnell wirkt. Aber sie ist ja noch Jung und so süß.

Jule zeigte die ersten Anzeichen einer ordentlichen Vergiftung mit echtem Alkohol, und ich merkte auch schon wie mir die Zunge lockerer wurde. So alter Whiskey ist halt etwas besonderes. Aber schön zu sehen das er noch genießbar ist und seine Alkoholgehalt wohl noch in Ordnung zu sein scheint.

Sie bekommt erstmal nichts mehr von dem Whiskey, wir wollen sie ja nicht nachher noch in die Krankenstation bringen müssen, um die Vergiftung zu bekämpfen.

Papperlapapp, ich erinnere dich an deine erste echte Flasche, und wie du dich damals aufgeführt hast. Du warst Karen SOOOO peinlich, wie du versucht hast im Pool nach Opalen zu Tauchen und dabei mehrere Deko Elemente entfernt hast, Vater war gar nicht erfreut deswegen.

Und wer war daran schuld? Hmm, sitzt gerade vor mir, und umklammert die Flasche. Also Ma’dam Nadine, wie währe noch ein Glas für den Appetit und dann Essen wir.

Was gibt es denn?

Haggis und Blutwurst! Dazu etwas das es in meiner Familie schon seit mehr als Tausend und Dreihundert Jahren zu Sylvester gibt, Kartoffelsalat.

Nadine schaut erst zum Essen und dann zur Flasche, goss sich noch ein ganzes Glas voll ein und überreichte mir die Flasche.

Das hier werde ich jetzt noch Trin … Trin … oh klappt scho nich mehr ganz. Also Trinken. Und dann überstehe ich vielleicht deine Kochkunst. Vielleicht, bringt sie mich aber auch einfach nur um. Wir wer … wer … ah … werden sehen!

Ist das mit der … Tauben Zunge normal?

Nadine leerte das Glas in einem Zug und schaufelte sich dann ihren Teller mit einmal von allem voll. Ihr Appetit war durch die Schwangerschaft seltsam geworden. Aber davon hatte ich gelesen, dass es zu seltsamen Gelüsten kommen kann.

Was ist Nichte, nicht vielleicht doch noch ein Glas?

Nei … Ne … NEIN, Danke …

Der Alkohol in Jules Blutbahn fing an zu wirken. Für jemanden der in seinem Leben noch nie einen echten Rausch hatte, war die Wirkung jedesmal die selbe, Erst wurde einem schwummrig, dann fing die Zunge an schwer zu werden. Aber Alkohol hatte auf jeden eine etwas andere Wirkung. Und die würden sich bei Jule bald zeigen.

I … Is … ah … ist da … ich … oh.

Ich glaub das zweite Glas war zuviel für Sie.

Glaubst du?

Ah, was …

Ich bin mir Sicher.

Aus Jule kam nur noch gestammelte Worte und ihr verhalten nahm merkliche Züge einer Guten Dosis von Alkohol Intoxikation an. Es war lustig anzusehen, wie sie krampfhaft versuchte einen Satz zu sagen ohne sich dabei auf die Zunge zu beißen, von ihren versuchen weiterhin aufrecht am Tisch sitzen zu bleiben, mal abgesehen. Wirkte die Vergiftung recht schnell bei ihr. Und anstelle das ihr Essen da landete wo es sollte, hatte sie mühe die Gabel richtig zu halten und zum Mund zu führen.

Pa … das … oh … wie, warum … dä dä dämliche Ga …hbel, bl bl blei ..hb dddoch dddaa wwwoo. Iiiich dich s s sehen kaaann.

Nadine konnte sich das Lachen nicht verkneifen, während sie Jule dabei zusah wie sie sich abmühte bei Verstand zu bleiben.

Ihr be be beihde … w w wuhsted dddas ddass pppahsiert! Iihr se se seid gehhhmmmeiin!

Soll ich dich Füttern?

NEIN! Icccch schhhaaaafff dddddasss scccchhhooohn!

Wenn du dich jetzt sehen könntest Jule, herrlich. Willst du noch ein Glas?

NEIN!

Jule packte nach ihrem Teller, stand schneller auf als sie eigentlich Sollte und packte sich, so lang sie war, nach vorne über den Tisch und landete mit ihrem Gesicht geradewegs in ihrem Essen.

*prust* Hoffentlich hat der Computer das Aufgezeichnet, das Spielen wir ihr vor wenn sie wieder bei sinnen ist!

Sei nicht so gemein, aber ja hat er. *prust*

Ein Arm, noch ein Arm. Jule stämmte sich mit aller Kraft vom Tisch ab und flog geradewegs auf ihren Hintern. In dem Moment konnten Nadine und ich nicht anders als lauthals los zu lachen. Wie ein Hilfloses Baby lag sie am Boden. Und Fluchte nuschelnd vor sich hin.

Wir setzen Sie auf, helfen ihr noch was zu Essen hinter und dann bring ich Sie zu Bett. Wir haben jetzt mittlerweile fast 1 Uhr, das reicht.

Nahh gut, aber das gilt nur für Jule. Ich kann noch, außerdem irgendwie schmeckt dein Essen doch eigentlich, wenn man es mit etwas Whiskey runter spült.

Danke, für dein aufrichtiges Kompliment. In Zukunft lass ich wieder dich und Jule Kochen.

Geeern Geschehen!

Heeellllft ihhr mmm mmmir jjjeetttzt o o oder mmmmuuusss iich hhhieer v v ver vers ver … ah.

Nach ein, zwei versuchen hatte ich Jule soweit gerade aufgestellt das sie nicht gleich wieder drohte Um zufallen. Sie hackte sich bei mir ein und ich brachte Sie zusammen mit ihrem restlichem Essen in Ihre Kabine, noch bevor Sie ihr Bett erreichte viel sie auch schon im Stehen in den Schlaf und krachte beinahe auf den Boden. Ich zog ihr das Nötigste aus und hievte Sie dann ins Bett, wo ich vorsorglich einen Eimer vor ihrem Gesicht da lies.

Schlaf gut, Tochter.

gngm angm mm.

Nadine hatte sich derweil schon reichlich den Magen voll geschlagen, und wartete nicht auf mich um sich weiter am Rest der Flasche zu bedienen.

Fröhliches Neues, wie lange Gedenken wir beide noch hier zu verweilen?

Bis du Satt bist. Was noch eine Weile dauern wird, wenn ich das hier so sehe.

Daran ist das hier unten Schuld! Und mein Magen wird sich wohl dafür gebührlich bedanken.

Na dann, ist ja gut. Noch was in der Flasche drin?

Ja für mich, und du … du wirst … mir jetzt Bitte noch vom Computer einen Toast mit Erdbeergelee und … Haggis machen! Los!

Wirklich?

Geh! Los! Und meine Flasche! MEINE!

Bei Nadine fing der Alkohol an zu wirken, gepaart mit ihrer Schwangerschaft würde das noch ein sehr Interessanter Abend, und dann ein noch viel lustigerer Morgen werden. Wenn dann beide mit einem Ordentlichen Kater in der Kantine sitzen und verzweifelt versuchen, Kaffee und was Festes runter zu bekommen.

Nadine und ich saßen noch gut zwei Stunden in der Kantine und erzählten und Assen, bis auch der letzte Tropfen des Whiskeys in unseren Mägen gelandet war.

Daaahs waaars! Satt! Reif für NACHTISCH!

Sie zog mich noch im Gang zu unserer Kabine aus, Heißhunger und Geilheit, gepaart mit Alkohol. Eine Garantierte Art am nächsten Morgen nicht mehr zu Wissen warum man noch am Leben ist.

Und so kam der nächste Morgen, oder für Jule und Nadine eher der Übernächste Morgen, denn sie verschliefen alle beide den ersten Tag des Jahres.

Wo sind wir? Und wo ist mein Kaffee! Und Sag der Computer Tussi sie soll die Geräusche leiser machen, sonst mach ich Sie leiser!

Neben Nadine tauchte dann auch kurz darauf eine völlig vernichtete Jule in der Küche auf.

Woher … au … helles Licht, aus! Nie … nie wieder! Au … muss das mit dem … mein Kopf …

Ich setzte mein schönstes Lächeln auf und hohlte extra tief Luft.

GUTEN MORGEN IHR BEIDE, WIR HABEN DEN …

Red weiter und ich töte dich!

Papa … nicht so … ah laut!

Mich funkelten zwei Paar Augen bitter böse an. Natürlich war ich auf ihre Erscheinungen vorbereitet. Schwarzer Starker Kaffee, Speck, Eier, und eine gute Ladung Rest Haggis, wartete auf die beiden. Das sollte sie einigermaßen wieder aufbauen.

Ich schwöre dir, wenn meine Augen auf sind, und ich die Kraft wieder erlangt habe dich zu Ohrfeigen, dann wirst du dein Blaues Wunder erfahren, Wyveres. NIE Wieder Haggis, verstanden! NIE WIEDER, schwöre es mir!

Während Nadine die letzten Worte sagte fuhren beide aus ihren Stühlen Richtung Bad. Während ich am Tisch sitzend leise vor mich hin Lachte und eine Doppelte Portion Speck und Eier für mich alleine hatte.

Und ihr seid Sicher, dass ihr nichts wollt?

*hmpf* Geh Sterben!

*Kübel* Ich hasse dich Paps!

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Unerwartete Wendung

Und manchmal ist das Springen in eine Richtung echt Langweilig. Und dann wieder tauchen vor einem gleich zwei oder drei Sterne auf, und man begreift wieder wie klein man doch eigentlich ist.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 30.12.3304

Seid Nadines Offenbarung sind ein paar Tage ins All gezogen, weder Sie noch Ich haben bisher Jule auch nur ein Sterbenswort über ihre Schwangerschaft verraten, da wir uns beide unsicher sind wie sie es aufnehmen würde. Aber auf der Krankenstation diesen kleinen funken Leben zu sehen ist einfach unbeschreiblich. Noch ist es zu früh um zu bestimmen was es wird, und ich möchte Nadine nicht den üblichen Prozeduren aussetzen um es zu erfahren. Aber die Frage brennt mir schon unter den Nägeln. Junge oder Mädchen, was es wohl wird, ich werde mich wohl die Monate einfach in Geduld üben müssen.

Jedenfalls geht es sowohl Nadine als auch dem Baby gut, und die Übelkeit kommt und geht. Aber früher oder später wird einer von uns beiden mit Jule reden müssen.

Ansonsten waren die Tage recht Ereignislos, der Flug ist weiterhin Ruhig, und wir haben in die halbe Strecke durch den äußeren Orion Sektor hinter uns, mehr als 3000 Lichtjahre, und noch mehr als 14.000 Lichtjahre vor uns. Bis wir in Colonia angekommen sind, wird Nadine aller Wahrscheinlichkeit nach schon einen ziemlich kugelrunden Bauch haben und somit hoch Schwanger sein. Ich hoffe ja, dass das kleine erst, wenn wir wieder Zurück sind, das Licht des Alls erblicken wird, aber darauf Vertrauen werde ich nicht. Also heißt das für mich, spätestens in Colonia, das Schiff soweit umrüsten, sodass die Geburt auch im All statt finden kann, oder wir bleiben bis zur Geburt in Colonia. Die Frage die sich mir da stellt ist nur, was will Nadine. Denn wenn ich die Zeit zusammen rechne, seid sie bei mir ist und seid der Empfängnis, sind jetzt schon gut drei Monate vergangen. Im Idealfall haben wir als noch sechs bis sieben Monate. Und Wir währen, alleine zu diesem Ominösen System, noch gut zwei Monate unterwegs, und das nur wenn nichts unverhofftes passiert.

Kaffee?

Nadine hatte mehr Augenringe als Augen, und sah ansonsten an diesem Morgen recht käsig im Gesicht aus, sie war die Nacht mehr als einmal ins Bad gestürmt. Und so war ihre Laune nicht die beste, aber ich versuchte es herunter zu spielen, auch wegen der Tatsache das Jule sich mittlerweile so ihre Gedanken macht.

Uns so sassen wir, wie schon die letzten Tage zusammen, auf der Oberfläche eines Gesteinsplaneten, auf dem ich am Vorabend gelandet war, und Frühstückten.

Ich nehme einen, und Schoko Pudding!

Red nicht … von …

Noch bevor Nadine den Satz überhaupt richtig begonnen hatte, griff sie sich einen Eimer und entleerte das was gerade noch ihr Frühstück war, in ihn.

Nadine, geht es dir gut? Du siehst schon seid ein paar Tagen so komisch aus, ich hoffe es ist nichts schlimmes.

Es … geht. Danke für … deine Sorge, Schatz, aber … erwähne nicht nochmal Pudding …

beim Wort Pudding übergab sie sich erneut. Es war auf komische Art und weiße Lustig, ihr zuzusehen, auf der anderen Seite, tat sie mir so unendlich leid. Und ich konnte nicht einmal was dagegen machen, denn die Tabletten die der Computer ausgespuckt hatte, schlugen einfach nicht an bei ihr. Und so musste sie mit der morgendlichen Übelkeit leben.

Das wird schon, ich geh nachher mit Nadine noch einmal auf die Krankenstation, vielleicht finden wir ja was, damit ihr Magen endlich Ruhe gibt.

Mein Magen, du … ich könnte dich … er … würgen … du hast doch gut lachen, immerhin … muss ich da durch, nicht du!

Jule schaute erst verwunder zu mir, dann zu Nadine, dann wieder zu mir, dieses Tat sie noch ein paar mal während sie wild mit den Fingern immer und immer wieder zwischen uns beiden, hin und her wanderte, dann zählte sie, und der Löffel in ihrem Mund wippte dabei immer unruhiger auf und ab.

Sie, Du, Paps … ich bin nicht blöd, ich hab Augen im Kopf, und ihr wart die Tage mehr als einmal in der Krankenstation, auch wenn ihr mich ins Cockpit gesperrt habt. Wenn ich euch beide so sehe, … und jetzt eins und eins zusammenaddiere dann, ist Nadine definitiv SCHWANGER!

Damit war die Katze aus dem buchstäblichen Sack.

Und er ist … schuld!

Jule sprang von ihrem Stuhl und umrundete den Tisch, um zu Nadine zu gelangen. Im ersten Moment dachte ich ja, sie würde jetzt einfach aus der Tür stürmen, aber Sie fiel ihr um den Hals, und Drückt und Knuddelte Nadine, die ihrerseits von dem was Jule da tat völlig überrascht wurde.

In welchem Monat? Wie Lange wolltet ihr das eigentlich vor mir Geheim halten? Was wird es? Bruder oder eine Schwester, oder beides? Wie ist das so, Nadine. Das kleine Braucht einen Namen, einen guten Namen! Wenn es ein Junge wird, dann vielleicht, Jason oder Dean oder nein, Wyveres Junor! Bei einem Mädchen, nennen wir sie …

Jule, du erwürgst Nadine noch, komm runter, setzt dich wieder an deinen Platz, wir wollten es dir ja sagen, aber stell dir vor wie schwer diese Nachricht, sowohl für Nadine als auch für mich zu verdauen war. Immerhin hatte weder Sie noch Ich das geplant. Also bewahre die Ruhe, und über Namen reden wir wenn die Zeit dafür gekommen ist, und bis dahin ist noch viel Zeit.

Hej, ihr beide, und vor allem, Jule, könntest du eventuell, deinen Griff etwas lockern, du vergisst das mir noch immer übel ist.

Oh ja, entschuldige aber, man erfährt nicht alle Tage das ich eine große Schwester werde. Große Schwester, wie das klingt.

Nachdem Jule, Nadine aus ihrer Schraubstock Umarmung entlassen hatte, setzte sie sich trotz Nadines Protest auf ihren Schoss und lehnte ihren Kopf an ihre Schulter, während sie mit der Rechten Hand ununterbrochen über Nadines Bauch fuhr.

Schon besser, Große, also ja, ich bin Schwanger, und nein wir wissen noch nicht was es wird. Und ja ich bin etwas „Böse“ auf deinen Vater, für das was da „Ungeplant“ passiert ist. Aber auch sehr glücklich, auch wenn ich auf die Übelkeit sehr gut verzichten könnte. Und über Namen denken wir erst einmal nicht nach, bitte, es ist so schon etwas viel für mich. Immerhin, wird es mein erstes Kind. Und damit muss ich erst einmal klar kommen.

Kann man schon was sehen?

Ich griff mit einem Brötchen im Mund nach einem der Pads auf dem Tisch und rief die Krankenakten von uns dreien auf, und wählte die letzten Einträge von Nadine. Und reichte es Jule.

Da, schau.

So winzig, man kann ja kaum was erkennen. Aber dieser Punkt da, dass ist das Baby oder?

Ja, die Aufnahme ist zwei Tage alt. Und nun komm hoch von mir, du wirst a. Schwer und b. würde ich gerne probieren doch nochmal was zu Essen.

Jule glitt von ihrem Schoß und hockte sich neben sie, ihren Kopf an den Bauch von Nadine gelehnt. Während ein Ohr dich an ihren Bauch gepresst war.

Durch den Anzug kann man kaum was hören.

Was willst du da hören? Es ist doch noch viel zu klein.

Nadine, seufzte Leise und öffnete den Anzug, was ihren Oberkörper und ihren nackten Bauch freilegte.

So besser?

Ja viel besser.

Dann lass mich jetzt Essen, auch wenn ich glaube, das davon nicht viel drin bleiben wird.

Die Offenbarung von Nadines Schwangerschaft, gegenüber Jule, verlief, entgegen meiner Befürchtungen, so wie ich es mir erhofft hatte. Jule wich ihr den gesamten Morgen kaum bis gar nicht von der Seite. Ich musste sie Regelrecht bremsen, Nadine nicht sogar bis aufs Klo zu verfolgen.

Tochter, lass gut sein, gönn ihr eine Pause, außerdem haben wir noch zu tun, der Start muss vorbereitet werden, und wir wollen Heute mindestens zehn Systeme schaffen, und das wird nichts wenn du hier weiterhin den Schatten von Nadine spielst.

Aber Sie könnte …

Nichts da, ab mit dir ins Cockpit, du kennst deine Aufgaben. Sonst sperre ich dich für die restliche Schwangerschaft von Nadine in deine Kabine! Und dann kannst du da versauern. Also los.

Sie schaute mich etwas mürrisch an und, schlich dann doch endlich von der Tür zum Bad in meiner und Nadines Kabine, Richtung Cockpit. Als Sie das Zimmer endlich Verlassen hatte, was nicht ohne nochmal zur Badtür zu linsen geschah. Öffnete sich die Badtür, und eine erleichterte Nadine stand vor mir.

Danke, noch länger hätte ich das nicht ausgehalten, Sie ist wie, wie soll ich das sagen, Wie eine Nervensäge. Und nerven hab ich Gerade keine mehr.

Leg dich hin, ruh dich aus, bis es dir besser geht, Jule und ich machen das Heute alleine, komm dazu wenn du meinst das du Abwechslung brauchst.

Lieb, aber ich glaube ich werde dann doch lieber, meine Beziehung zum Klo verbessern, die Übelkeit will einfach nicht …

Damit drehte sie noch in der Tür wieder um und verschloss sie wieder hinter sich.

Melde dich wenn du was brauchst, ich bin bei Jule im Cockpit, ansonsten schau ich in ungefähr zwei Stunde wieder nach dir. Und denk dran, der Start könnte holprig werden.

Ich hörte noch zwischen den Flüchen und Verwünschungen in meine Richtung, ein „Ist Gut“ und ein „Ich schaff das schon, du Arsch.“ dann machte ich mich auf zu Jule, die Im Cockpit nervös auf dem Co-Piloten Sitz hin und her rutschte.

Große Schwester, ich werde große Schwester.

Beruhig dich. Sonst verletzt du dich noch.

Aber ich freu mich, auch wenn ich nicht ganz verstehe wie und warum, aber ich freu mich. Das wird so super, aber sag, Paps, wir sind doch noch mindestens ein paar Monate unterwegs, wie stellst du dir das mit der Geburt vor? Soll ich hier Hebamme im Schiff sein?

Bis zur Geburt, sind es noch mindestens sechs Monate, und bis dahin sollten wir, schon lange, in Colonia sein. Und eventuell sogar schon wieder zurück in Cubeo, also mach dir mal darum keinen Kopf, und selbst wenn, wir haben die Krankenstation. Ich habe an alles Gedacht, mach dir mal darüber keine Sorgen, Konzentriere dich lieber auf deine Aufgaben, denn die sind gerade wichtiger als die Schwangerschaft.

Aber ich hab noch so viele Fragen.

Und wir haben noch so ungefähr vierzehntausend Lichtjahre vor uns, in den du die alle stellen kannst, aber jetzt sollten wir erstmal Starten. Sonst kommen wir Heute von hier nicht mehr weg.

Ok, aber eine Frage hab ich jetzt schon.

Dann stell Sie, und dann leite die Startsequenz ein.

Wann ist das eigentlich passiert, ich hab jetzt rum gerechnet, wenn Sie jetzt ungefähr im dritten Monat ist, und wir erst so ungefähr vier oder lass es schon fünf Monate sein. so zusammen sind.

Du stellst Fragen, aber bitte, Erinnerst du dich an Baranads Star, der Tag wo uns der Torpedo im der Krait steckte.

Dann war das bei eurem …

Ja, und nun ist gut. Wir haben zu tun.

Schon gut, schon gut. Aber Paps, Respekt.

Ich warf eine der Wackelfiguren nach ihr, während sie frech in meine Richtung grinste. Dann starteten wir endlich und nahmen unseren Kurs wieder auf. Vor uns lagen noch viele Welten, viele Sterne, und ein langer ungewisser Weg. Der nun etwas Komplizierter wurde als ich ihn mir Ursprünglich ausgemalt hatte.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Lichtjahre Unterwegs

Und dann siehst du deinen ersten roten Eisplaneten, wie er da so in der Leere schwebt wie eine Kirsche, Feuerrot, und er wartet darauf das du deine Scanner auf ihn richtest und Sonden los schickst.

CMDR. Wyveres. 29.12.3304

Die ersten Tage verliefen recht Ereignislos, System anspringen, Scanner hochfahren, währenddessen am Stern auftanken und dann die Planeten, sofern vorhanden, durch das FSS identifizieren, war was anderes darunter als bloße Eisbrocken, anfliegen, Sonden starten und dann weiter ins nächste System. So schmolz die Anzahl der Sprünge von ursprünglich über siebenhundert schnell auf sechshundert zusammen. Mehr als zweitausend Lichtjahre hatten wir schon hinter uns. Es war ein angenehmer ruhiger Flug, ich genoss es richtig, einfach nach meinen Vorstellungen zu fliegen. Und nicht unter Zeitdruck zu stehen.

Ab und zu landeten wir bei einem der Planeten die Geologische und Biologische Signale anzeigten, um nach seltenen Materialen ausschau zu halten. Bei einer der Landungen auf einem Planetoiden mit mehr als einem G hatte ich echt zu tun um mit dem Scarab wieder zurück zum Schiff zu gelangen. Diese verdammten Steuerdüsen waren einfach schrecklich. Und so landete ich in einer Spalte, aus der ich mich nur unter maximalen Treibstoff verbrauch wieder raus fliegen konnte. Wer schon einmal versucht hat mit einem Scarab zu fliegen oder zu schweben, wird verstehen wie Instabil die Teile waren. Trotzdem das angesammelte Material würde mir später extrem viel nutzen, und so machten wir unterwegs mehrere dieser Stops, auch konnte Jule so den Umgang mit diesen Fahrzeugen lernen.

Wir suchten dafür einen sehr flachen Punkt auf einer Welt mit gerade mal 0,1 G und übten dort mit den beiden Scarabs fast einen Tag lang.

Paps, ist es eigentlich möglich von so einem Planetoiden mit einem dieser Teile abzuheben und nicht wieder zu Landen?

Ja, aber das werden wir Garantiert nicht üben, glaub mir Tochter, es gibt da draußen Piloten die können dies, aber es ist Gefährlich, erfordert eine Menge können und eine Prise Wahnsinn. Denn hat man erst einmal die Nötige Geschwindigkeit erreicht um die Gravitation zu überwinden, kommt man nicht mehr zurück. Es sei denn man hat dann noch Treibstoff. Also vergiss es das wir das ausprobieren.

Wäre aber bestimmt spaßig.

Ich kann dir, in der Clipper, ein Video von einem Commander zeigen der das gemacht hat, zwischen zwei Monden. Er war verrückt genug das zu versuchen. Aber nun komm wir haben hier noch einiges an „Steinen“ einzusammeln. Die Arbeit macht sich nicht von alleine.

So verbrachten wir die Tage, zwischen Essen, am Steuer abwechseln und hin und wieder Landen. Das einzige was unseren Alltag etwas trübte war Nadine, denn sie war die letzten Tage sehr still gewesen, so Still kannte ich sie eigentlich nicht. Ob es mit unserem Ziel zu tun hatte oder ob sie sich wegen etwas anderem Sorgte, war nicht aus ihr heraus zu bekommen. Aber die meiste Zeit beobachtete sie, Jule und mich, meistens mit einer nachdenklichen Mine. Wenn ich sie darauf Ansprach, lächelte sie meist nur etwas Müde und wischte meine Frage mit einer halbherzigen Bemerkung weg. Irgendetwas war mit ihr und ich würde nicht untätig rum stehen und sie einfach gewähren lassen. denn wenn sie nicht ganz bei der Sache war, könnte das gefährlich werden, für uns drei.

Also sprach ich sie während wir beide Schicht im Cockpit hatten, und Jule Ausnahmsweise nicht bei uns rum lungerte, an.

Sprich Nadine, ich bin doch nicht Blind, ich seh doch das dir irgendetwas auf der Seele liegt.

Es ist nicht wichtig, konzentriere dich lieber auf den Planeten vor uns, und überlas mir die Sonden.

Es ist wichtig, da du abgelenkt bist, denn der Planet vor uns hat gerade die doppelte Dosis Sonden abbekommen als eigentlich nötig war. Auch wenn das Schiff diese Dinger beinahe unendlich herstellen kann, so hast du gerade unnötig Ressourcen verschwendet. Also Stimmt etwas mit dir nicht, da du sonst nicht so nachlässig bist, was diese Sachen angeht. Also Sprich, was ist los?

Ich wollte nur gründlich sein.

Was ist los?

Ich ließ nicht locker, denn diesmal hatte ich einen Schwachstelle, in ihrer Schale gefunden, an der ich ansetzen konnte. Sie musste einfach mit mir Reden. Denn wenn sie weiterhin so abgelenkt, ja beinahe verträumt, Fehler macht, könnte das irgendwann Fatale folgen haben, denn je näher wir dem Zentrum kommen desto wahrscheinlicher, werden wir auf Neutronen Sterne oder gar Schwarze Löcher treffen und wenn sie da dann nicht auf zack ist, könnte uns das umbringen.

Ich sagte doch schon, es ist nichts, nichts von Wichtigkeit. Und ich wüsste nicht warum ich dir, über nichts, rede und Antwort stehen sollte.

Du hast gerade die 23 Sonde auf den selben Punkt geschossen wie die letzten beiden. Wenn das nichts ist, dann bin ich wohl verrückt und bilde mir dein Verhalten die letzten Tage nur ein. Also ich will dich nicht zwingen, aber rede endlich, Bitte.

Du, ich weiß nicht wie oft ich es noch sagen soll aber es geht mir gut. Und jeder macht mal Fehler. Was ist so Grauenhaft daran, dass ich da jetzt ein paar doofe Sonden zuviel auf diesen Stein geschossen habe.

In ihrer Stimme lag Gleichzeitig Zorn und Verzweiflung, Zorn auf sich selbst, weil ich sie dabei erwischt habe, das sie abgelenkt und gedankenverloren war. Und Verzweiflung weil ihr das Antworten auf mein Gestocher immer schwerer fiel. Wenn ich weiter Fragen würde, würde ich Gefahr laufen das sie Wutentbrannt das Cockpit verlassen würde, und dann wahrscheinlich die nächsten Tage kaum bis überhaupt nicht mehr mit mir reden würde, von den anderen Dingen mal abgesehen. Aber ich wollte Antworten.

Eigentlich hatte ich ja gehofft das es nicht schon nach ein paar Tagen los geht mit dem Gezanke aber wenn wir nicht darüber reden, was mit dir los ist. wird es schlimmer, Nadine. Und so schlimm kann es nicht sein. Ich hab dich wegen unserem Ziel in Ruhe gelassen. Und wenn du mir sagen würdest, das deine momentane Unkonzentriertheit und Dein launisches Verhalten damit zu tun haben. dann geb ich Ruhe, aber dass ständige, es ist nichts, Spricht da dagegen. Also Frage ich dich nun noch einmal, Was ist verdammt noch mal mit dir Los?

Du, du willst es einfach nicht verstehen oder? Das hier, dass alles, das zwischen uns, glaubst du ich hab mir mein Leben so ausgemalt, glaubst du ich wollte dich wiedersehen. Und diese Gefühle, glaubst du ich bin nur da um dir zu gefallen. Die letzten Wochen, das alles. Ja es ist verdammt schön, aber ist es denn Fair? Ich hatte ein Leben, mein Leben, Und jetzt, jetzt Sitz ich hier und schieße mit Sonden auf Planeten und Scanne mich durch die Milchstraße. Glaubst du das hab ich gewollt, ja Jule ist mir, verdammt nochmal, sehr ans Herz gewachsen, und Ja auch …

Sie stoppte mitten im Satz, sprang vom Stuhl und verschwand und lies mich nach ihrem Wutausbruch mit einem großen Fragezeichen zurück, einem Fragezeichen das mir Böse Vorahnungen bescherte, verdammt Böse Vorahnungen. Also fing ich an, in Gedanken alles mögliche durchzugehen, Ihre Stimmung schwankte ständig, von beinahe Heul Krämpfen, zu völliger Apathie, von Freude zu Zorn. Mal war sie nähe suchend, nur um im nächsten Moment, auf, fass mich nicht an, Abstand zu gehen.

Also stoppte ich das Schiff und ging sie suchen. Ich fand sie schließlich in unserer Kabine, über das Waschbecken gebeugt, sie gurgelte gerade mit Zahnpasta. Und die Klo Spülung lief noch.

Und du willst wirklich nicht reden, Nicht mal jetzt.

Ich habe nur etwas falsches Gegessen, nicht das was du dir gerade denkst, Nur ETWAS FALSCHES GEGESSEN! Und jetzt lass mich bitte in Ruhe für Heute, mir geht es nicht besonders gerade und ich habe genug davon, mich ständig zu wiederholen.Also wir sehen uns. Du gehst zurück ins Cockpit und ich lege mich hin. Thema beendet.

Wenn sie wollte konnte sie extrem störrisch werden. Also blieb mir nichts anderes übrig, ich überließ sie sich erst einmal selbst, aber machte mir in Gedanken schon einmal ein paar Pläne für alle Eventualitäten, auch die unmöglichsten fanden dabei Berücksichtigung.

Wie du willst, fürs erste hast du gewonnen, ich gebe Ruhe. Aber dann sei dir bewusst das du, in deinen Schichten am Steuer dir nicht leisten kannst abgelenkt zu sein.

Ich könnte dich jetzt, … geh einfach, bitte, lass mir nur etwas Zeit, ja, sonst zerreiße ich dich noch hier und jetzt, auf der Stelle.

Damit ging ich wieder zurück ins Cockpit und nahm meine Arbeit wieder auf, mit Frauen die in Rage sind, kann man einfach nicht mit Argumenten gewinnen, und seien sie noch so gut.

Auf dem Weg ins Cockpit traf ich, rein zufällig, auf Jule, die mich mit einem sehr fragenden Blick musterte, während sie mit einem Kakao in der Hand, ein Pad Studiert hatte.

Was ist los, Ich hab euch bis in mein Zimmer gehört?

Ihr geht es nicht besonders und sie will sich nicht Helfen lassen. Mehr ist es nicht. Und du, du kannst mir im Cockpit helfen. Zu Zweit sind wir hier schneller. Also hop, nimm dein Kakau und folg mir.

Und es ist wirklich alles gut, denn das was ich gehört habe klang nicht gerade nach sich einig sein.

Mach dir darüber keinen Kopf, Nadine fängt sich schon wieder.

Oh, klingt fast so wie die erste Ehe Kriese.

Ehe Kriese? Was besseres fällt dir nicht ein, Tochter. Aber ja, klingt fast so. Und nun genug davon, das Cockpit wartet.

Im Cockpit angekommen, machten wir dann da weiter wo Nadine und ich aufgehört hatten, die restlichen Planeten Scannen und dann das nächste System anspringen. Und dort dann, wie die letzten vier Systeme, die mittlerweile Routine gewordene Arbeit anzugehen.

Wir schafften so an diesem Tag noch Sechs weitere Systeme, bevor ich die Clipper auf einem Mond landete und die Systeme bis auf Lebenserhaltung, eine Pause gönnte. Während die Feldwartungseinheit sich um ihre Aufgabe kümmerte.

Das war es dann für Heute, morgen werden Nadine und du dann den Großteil des Tages das Schiff für euch haben. Ich muss mal wieder vernünftig Ausschlafen. Wir sehen uns in ein paar Stunden, mach nicht mehr so lang.

Damit überließ ich Jule sich selbst, und begab mich in meine Kabine, dort angekommen, lag Nadine, wie ich es erwartet hatte im Bett und schlief. Also hieß es Duschen und dann auch Schlafen gehen.

Während ich das warme Wasser meinem Körper die Strapazen vom Tag wegspülen lies, meldete sich etwas hinter mir. Nadine, sie stand nackt hinter mir, und verlange Eintritt. Es war angenehm, einfach nur da zu stehen, sie im arm zu halten, und das Wasser über die Haut perlen zu lassen. Ich vermied es sie anzusprechen, da ich einen erneuten Streit aus dem Weg gehen wollte Und sie wahrscheinlich das selbe dachte. so vergingen einige Minuten, in dem Ihr Kopf auf meiner Brust lag, und sie verträumt ins Leer starrte.

Liebst du mich?

Die Frage kam völlig unverhofft, hatten die Wochen ausgereicht, um von sowas wie liebe sprechen zu können, hatte sich das was zwischen uns war schon soweit entwickelt, ich wusste es nicht. Was ich wusste war, dass da definitiv etwas war. Zuneigung und eine Sehnsucht.

Es verging eine Minuten in der ich sie einfach nur anschaute, ihre Augen leuchteten und ihr rotes haar schmiegte sich an ihren Körper und lies sie, in diesem, Moment noch schöner aussehen als sie so schon war. Sie drehte sich und lehnte sich mit ihrem Rücken an meine Brust und ihrem Kopf auf meine Schulter und schaute weiterhin abwesend in die Leere. Ich Umarmte die Frau vor mir und wollte, gerade Antworten, als sie mir die Frage erneut stellte.

Liebst du mich?

Diesmal stellte sie, Sie aber etwas lauter, und ihre Hände griffen nach meinen und sie Legte meine Hände zusammen mit ihren, auf ihren schlanken Bauch. In dem Moment als meine Finger ihren Bauch berührten, und ihre Finger sanft über meine Hände glitten begriff ich endlich.

Ja, mehr als mir wahrscheinlich gerade Bewusst ist. Seit wann …

Einer Weile, sicher weiß ich es erst kurz bevor wir aufgebrochen sind.

Ich überlegte, wie oft wir ohne Verhütung Sex hatten, und kam trotzdem nur auf ein mal, dass aller erste mal, in der Krait unter der Dusche.

Was machen wir jetzt?

Fertig Duschen und dann Schlafen gehen.

Mit diesen Worten, drehte ich sie wieder zu mir und Küsste Sie, einen Kuss der länger war als all die Küsse die wir davor ausgetauscht hatten. In diesem Moment wurde sie zu meiner Nadine.

Ich liebe dich.

Entschuldige mein Verhalten, aber ich …

Vergiss das, du hattest Angst und warst verzweifelt. Ich verstehe das, es ist gut. Alles in Ordnung, immerhin war es nicht geplant. Ändern möchte ich es nicht, nicht für alle Credits im Universum. Und nun komm, Morgen wird ein langer Tag, wir sollten wirklich schlafen gehen.

Wenn das Universum in irgendeiner Ecke, Einen Sinn für das Schöne hatte, so hatte es in dieser Frau, dass aller schönste vollbracht, was ihm möglich war. Doch ich erwischte mich dabei wie ich beim Anblick der Frau in meinem Arm, daran denken musste wie es wohl mit Karen gewesen wäre, diesen Moment zu erleben. Ich dachte selten an Sie, aber in Momenten wie diesen, war Sie da, da in meinen Gedanken, und die Erinnerungen an die Zeit mit ihr wurden wieder deutlich. Ich erinnerte mich daran wie Nadine und ich uns das erste mal begegnet sind. Karen hatte mich nach einigen Wochen, endlich dazu überreden können. Das wir ihre Eltern auf Sol besuchen müssten.

Nadine stand in der Tür als wir ankamen, und man Sah ihr an das es ihr nicht passte das ihre Jüngere Schwester mit so jemanden wie mir, der in ihren Augen, nichts konnte. Ausgerechnet ihre kleine Schwester erobert hatte. Sie lies mich das den gesamten Urlaub, den ich mit Karen auf Sol verbrachte, spüren. Und jetzt, jetzt lag sie neben mir, älter, weiser und abgeklärter. Und horchte wie mein Herz sanft schlug.

Ich habe Angst davor, Angst vor dem hier, Angst davor zu versagen. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Ich sehe dich und Jule, und es macht mir Angst. Das Gefühl das ich meiner Schwester etwas weggenommen habe, ihr weh getan habe. Denkst du das macht mich zu einem schlechten Menschen?

Es macht dich menschlich, zweifel zu haben, und du bist da nicht alleine. Ich musste gerade an unsere aller erste Begegnung denken, damals auf Sol. Wie du im Badeanzug vor mir und Karen standest. Und deiner Schwester mit Todesblicken zu verstehen gabst das du gar nicht angetan warst von ihrer Wahl.

Du sahst auch aus wie einer der eher mit einem Felsen Freundschaft schließen könnte, als das man dir meine Schwester anvertrauen würde.

Sie lächelte und blickte zu mir auf, in ihren Augen, sammelten sich Tränen.

Und jetzt, jetzt hab ich das Gefühl ich hätte dich ihr weg genommen. Und es schmerzt, schmerzt so unbeschreiblich, Sie fehlt mir, ihr Gemecker wenn ich mal wieder irgendetwas angestellt hatte. Ihre Sanften Worte wenn sie versuchte zwischen unseren Eltern und mir zu vermitteln. Und nun, nun bin ich schwanger, ausgerechnet von dem Mann der eigentlich hätte der ihrer sein sollen. Und es fühlt sich einfach nicht gerecht an. Das ich, meiner toten kleinen Schwester das antue, dich … Liebe.

Mir schnürte es die Kehle zu und meine Worte blieben wo sie waren, in meinen Gedanken, aber ich wusste wie sie empfand. Ich kannte dieses Gefühl. Und es würde wohl für immer zwischen uns beiden bleiben. Egal wie sehr wir daran arbeiten würden. Es wäre immer da, dass Gefühl das einer von uns beiden, oder wir beide zusammen, das Andenken an Karen, missachten.

Wenn wir zurück sind, fliegen wir zu ihr und bringen Sie zurück nach Hause, zurück zur Erde. Und bitten um ihren Segen.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Imperiale Clipper

Und dann stehst du vor diesem weißen Raumschiff und Denkst dir, die gehört ab sofort dir.

CMDR. Wyveres. 26.12.3304

Die Clipper Flog sich im vergleich zur Krait, die ich erst einmal, eingemottet, in Medupe City zurück gelassen hatte, wie ein Engel, alleine die Wendigkeit war ein Unterschied zwischen Tag und Nacht. Auch waren die Kabinen deutlich bequemer, was sogar mir ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Vor allem Jule hatte wahrlich ihre Freude daran ihr Quartier in der Clipper nach genau ihren Vorstellungen einzurichten. was jede Menge schwarz, grün und ab und zu etwas blau und rot, bedeutete.

Aber bevor wir weitere Pläne machten, nahm ich mir vor die Clipper erstmal aufzurüsten, denn ich hatte, nach den letzten Aufträgen die Nase gestrichen voll vom Imperium und wollte jetzt endlich raus ins Unbekannte All.

Also kaufte ich alles was nötig war ein, so lange ich die Credits dafür noch besaß. Und diesmal konnte ich sogar, eine Feldwartungseinheit und ein Modul für Reparaturdrohnen mitnehmen, Sie würden uns gute Dienste leisten. Wir müssten nicht alles ständig selbst flicken.

Nachdem ich alles notiert hatte was ich benötigen würde für die Aufrüstung, verließ ich Medupe City erstmal alleine in der Clipper. Sie erst einmal besser kennen lernen und dann zu den Ingenieuren fliegen. Meine erste Anlaufstelle war Felicity Farseer, die FSD Aufrüstungen von ihr waren die Materialien dafür echt wert, Und ich konnte auch noch den Detailscan Radius um ein paar Prozentpunkte erweitern und einiges anderes verbessern lassen. Leider hatte ich für die anderen Ingenieure dadurch dann keine Zeit und auch keinen Nerv mehr gehabt. Wieder das üblich Spiel von, nur auserlesene Kunden und nur die seltensten Materialen, und beim durchgehen der Liste von Felicity, stellte ich dann zudem fest, dass ich die meisten der Materialien nicht mehr auf Lager hatte. Also müsste ich weitere Aufträge fliegen, aber darauf hatte ich wie ich ja schon sagte keine Lust mehr.

Also ging es von ihr direkt wieder zurück nach Medupe City. Man merkte den Unterschied schon, sieben Sprünge gegen die früheren fünfzehn. Waren schon ein riesiges Zeitersparnis. In Medupe City empfingen mich Nadine und Jule noch in der Lande bucht und zogen mir mit einer fast überschwänglichen Neugier, die Details meines Fluges aus der Nase.

Während wir dann gemeinsam ins Loft schlenderten, erzählte ich ihnen jedes noch so kleinste Detail über die Verbesserungen.

Im Loft angekommen unterbreitete ich den beiden meine Idee, die Guardian Ruinen vollständig erkunden zu wollen. Nadine war nicht sehr angetan davon, und nahm mich beiseite.

Guardian Ruinen, willst du dich mit den Thargoiden anlegen? Ich hätte einen besseren Idee, diese Koordinaten hier, Eeshorks BA-A g2179.

Das klingt nicht so als wäre es um die Ecke, für die Ruinen müssten wir nur in den Synuefe Sector bei Col 173. Außerdem soll Ram Tah für Informationen darüber eine Menge Credits springen lassen.

Dir geht es um die Gerüchte um die Guardian Tech oder? Was ich vorschlage ist viel interessanter und mit der Clipper könnten wir diese Koordinaten erreichen.

Lass mich erstmal die Koordinaten überprüfen.

Ich schnappte mir mein Pad und gab die Koordinaten ein, Siebzehntausend Lichtjahre entfernt. Laut den Möglichkeiten, die die Clipper bot, über Siebenhundert Sprünge. Keine weiteren Informationen über das System vorhanden. außer das es nahe am Zentrum lag. Ich hatte das unwohle Gefühl das Nadine mir diese Koordinaten nicht ohne Grund gab.

Siebzehntausend Lichtjahre, Nadine, was um alles in der Welt sollten wir da? Es gibt nicht einmal Informationen über das System. Das einzige was mir gerade wieder einfällt ist, das vor ein paar Wochen eine Delegation von Wissenschaftlern bei mir vor dem Hangar stand und in die Nähe von diesem System wollten. Damals hatte ich die Spinner weg geschickt. Ein Trip von über Drei Wochen mit Wissenschaftlern war mir einfach zu Anstrengend. Also Sprich was ist dein Grund.

Das Abenteuer würde wohl nicht funktionieren, aber ich bitte dich darum, wir sollten, nein wir müssen in dieses System, Die Clipper schafft die Strecke das weiß ich. Und wir könnten auf dem Weg dahin, außerdem eine Route fliegen die noch nicht erkundet wurde, vielleicht finden wir ja nebenbei noch etwas interessantes.

Ich musterte ihre Mimik und versuchte mir einen Reim aus dem zu machen was sie mir gesagt hatte, aber ich musste zugeben, verlockend war es schon, ein Langstreckenflug, zwar war ich selbst noch nie so weit außerhalb der Bewohnten Welten, vor allem weil ich das Risiko nicht eingehen wollte, aber Colonia war dann in greifbare nähe gerutscht. Und dort wollte ich schon seid sie es gegründet hatten hin.

Nur aus reinem Interesse halber, wenn wir da hinfliegen wo du hin willst, würde es von dort aus, dann direkt danach nach Colonia gehen.

Jule hatte dank ihrer Ohren und der Tatsache das sie uns belauschte, meine letzten Worte mehr als deutlich vernommen und stürmte augenblicklich auf uns zu.

Hab ich da was von Colonia und hinfliegen vernommen, geht’s mit der Clipper da hin?

Ich schaute zu Nadine und erwartete noch immer eine Reaktion von ihr.

Nadine?

Aber erst mein Ziel, bitte. Es ist wichtig, danach können wir von mir aus gerne direkt danach nach Colonia fliegen.

Und du willst, nehme ich an, nicht sagen warum. Und es würde mir auch nichts bringen dir deswegen Löcher in den Bauch zu fragen.

Du hast es erfasst, vertrau mir da einfach, bitte. Ich würde Jules und dein Leben nicht aufs Spiel setzen, für nichts im Universum. Aber es ist einfach wichtig.

In dem Moment vielen mir Ronnys Worte an Nadine wieder ein, und ich konnte mir denken warum sie darauf bestand. Also blieb mir eigentlich keine Wahl. Siebzehtausend Lichtjahre, zu dritt, in der Clipper. Hoffentlich ging das gut.

Einverstanden, da die Clipper derzeit so gut wie es geht und was in meinem möglichen Finanziellen Rahmen möglich war, ausgerüstet ist, können wir diese Strecke wagen, aber wir werden den Neutronen Highway meiden, so gut es geht. Ich würde gerne Heile in Colonia ankommen.

Jule Sprang augenblicklich in ihr Zimmer und fing an Sachen in Koffer zu werfen. Ich musste Sie fömlich bremsen nicht direkt alles in die Clipper zu bugsieren was sie besaß. Denn Jedes Gram Gewicht bedeutete eine verminderte Sprungdistanz, und so weit außerhalb von allem was ich kannte, wäre ein Stranden völlig fatal, also mussten erst einmal genaue Pläne gemacht werden. Was könnten wir noch aus der Clipper raushohlen, müsste ich eventuell noch Materialien besorgen. Am wichtigsten waren weitere FSD Einspeisungen, wodurch wir eine erhöhte Sprungreichweite für den Notfall hatten. Für die Krait hatte ich immer mindestens fünf dieser Ladungen dabei gehabt. Da es einem auch mal in den bewohnten System passieren konnte das man an einem Stern strandete. Also war es von äußerster Wichtigkeit, nichts zu vergessen.

So vergingen ein paar Tage in denen ich die Soft und Hardwar der Clipper auf Herz und Nieren testete, Gewicht entfernte wo es ging und mir über Ronny, weitere Kontakte zu anderen Händlern zukommen lies bei denen ich einen Stufe 7 Treibstoffsammler und andere Module einkaufen konnte. Nachdem ich alles hatte nach Medupe City liefern lassen, waren einbau und Tests erst einmal vorrangige Ziele. Vor allem der Sammler war seine Credits wirklich wert, statt der kleinen Module die maximal 75 Kilo die Sekunde an Treibstoff tanken konnten, schluckte dieses Monstrum sage und schreibe mehr als 1.200 Kilo die Sekunde. Was das auftanken wesentlich angenehmer machen würde. Auch machte ich mich mit der Feldwartung und Reparatur vertraut. Alles in allem verschlang dieses ganze hin und her fast zwei Wochen. Aber am Ende war die Clipper bereit, bereit mit Jule, Nadine und mir aufzubrechen, um einen Ort anzufliegen an dem ich, wie ich vermutete, endlich erfahren würde, warum Nadine überhaupt wieder in mein Leben getreten ist. Nicht das ich es nicht genoss sie um mich zu haben aber dieses warum beschäftigte mich doch fast ununterbrochen. Aber sie gab mir keine zufriedenstellende Antwort, also beließ ich es dabei.

Beim letzte Abendbrot, bevor wir aufbrechen wollten, im Loft, verkündete ich den beiden, dass die Clipper nun so weit wäre. Nadine hatte gekocht, Exotisches Obst aus einer Farmwelt von der ich noch nie gehört hatte, es war ungewöhnlich, schmeckte aber außerordentlich Gut. Dazu hatte Jule, Sahne Pudding aller Krait Computer zubereitet. Sie war noch immer der Meinung, er währe eigentlich scheußlich, und das man die Künstlichkeit der Sahne herausschmecken kann, aber das war mir egal.

Wir können Morgen los, alles was wir noch brauchen, ist Essen, Klamotten und Sonstige Utensilien für den Täglichen bedarf.

Morgen also, wurde auch endlich Zeit. Bei der Strecke die du letztendlich gewählt hast, bestehen zwar noch Verbesserungsmöglichkeiten, wenn wir Neutronen Sterne und weiße Zwerge mit einbeziehen würden, aber so ist es eine optimale Route.

Kein Risiko, schon vergessen? Ich sagte ich will Heil in Colonia ankommen. Nur Piloten die eh nichts zu verlieren haben, nehmen die Neutronen Route, und ich habe etwas zu verlieren, und zwar euch. Also fliegen wir so zu diesen Koordinaten. auch wenn es dann Hundert Sprünge mehr sind. Lieber so als tot.

Nadine musterte mich mit einem mürrischen Blick.

Außerdem, haben wir für den Ernstfall, über Vierzig FSD Einspeisungen. Und sollten wenn es hart auf hart kommt, in den System auf dem Weg, weiteres Material für Drohnen und Antriebsleistung finden können. Aus dem Grund nehmen wir auch zwei Scarabs mit. Denn wir werden nicht nur Stupide, Tanken und Springen, das Schlagt euch lieber gleich aus dem Kopf. Nadine, Jule, wenn dann werden wir die System genau Kartographieren. bei insgesamt über Tausend Sprüngen bis nach Colonia, und dann wieder von da hier her zurück, kommen eine Menge Daten und Credits zusammen. Und davon werde ich mich nicht Abbringen lassen.

Hauptsache wir kommen in dem System an. Alles andere ist nebensächlich für mich. Und wenn wir Zwei oder Vier Monate brauchen. Wie ich schon sagte, für mich ist das Ziel wichtig.

Ich wollte nur sicher gehen das ihr beide verstanden habt, was auf uns zu kommt. Denn wir werden eine Menge Zeit zu dritt, in der Einsamkeit verbringen. Das glit auch für dich Jule, ich hoffe du kommst damit klar. Das du nur die Gesellschaft, von Nadine und mir haben wirst. Jeder wird, seine Aufgaben im Schiff haben, jeder von uns wird das Schiff fliegen. Und die Scanns durchführen. keine Ausnahmen.

Wie so ein richtiger Baron … Wortgewaltig und mehr als deutlich übertrieben. Aber ja Paps ich hab dich verstanden. Auch wenn ich mir was anderes vorstellen kann als ständig am FSS zu hängen und nach Pings ausschau zu halten. Aber ich habs Klar und deutlich verstanden, ich bin auf alles vorbereitet. Ich kenne sogar alle Systeme der Clipper in und auswendig. Und ich habe sogar extra ECHTE SAHNE aufgetrieben. Ha jetzt kann ich dem dämlichen Computer endlich beibringen wie wirklicher Sahne Pudding geht!

Dann ist gut. Somit ist dann alles geklärt, und wir werden Heute Abend früh zu Bett, keine langen Video Sessions mehr mit Freunden oder irgendeinen Film. Direkt nach dem wir hier mit Essen fertig sind, Baden und ab in die Koje. Verstanden!

Ey, Captain Nörgel!

Sie grinste Frech und schlang die letzten Reste von ihrem Teller, und verschwand dann für fast eine Stunde ins Bad bevor Sie sich endlich ins Bett begab. Während Nadine und ich noch den restlichen Abend zusammen auf dem Sofa damit zubrachten noch einige Daten durchzugehen. Und Inventarlisten zu checken, nur um wirklich völlig sicher zu sein.

Wir sind bestens vorbereitet, und ich bin Müde, also komm, leg die Pads weg, es reicht. Mehr können wir nicht machen, obwohl meine Schultern schmerzen etwas. Und ich würde gerne noch ein oder zwei Stunden mit anderen Dingen verbringen bevor die Nacht zu Ende geht.

Sie hatte Recht, es war alles getan, und ich machte mir wirklich umsonst gerade mehr Sorgen als gut für mich war, von daher widersprach ich ihr nicht, und befreite sie noch auf dem Sofa von ihren Sachen. Wer wusste schon wann wir wieder in einer So angenehmen Umgebung ausschließlich Zeit für uns hätten.

Der nächste Morgen kam, und mit ihm, der Aufbruch in ein, wie sagt man so schön, neues Abenteuer.

Und Paps, wirst du unterwegs viele Steine sammeln?

Was Denkst du denn, liebe Tochter, natürlich werde ich das.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Ununterbrochen von Station zu Station

Du nimmst einen Auftrag an, und noch einen, und noch einen und bevor du dich versiehst, landest du an einem Außenposten wo dich die planetare Verteidigung direkt versucht zu vernichten.

Ansonsten ist es echt angenehm mit einem SRV bei geringer Schwerkraft über eine Eisfläche zu preschen und vor dem Feuer von irgendwelchen Drohnen zu fliehen.

CMDR. Wyveres. Sternzeit 25.12.3304

Wir waren gerade einmal zwei Tage Unterwegs gewesen, als sich uns die ersten Probleme in den Weg stellten. Einige der Aufträge waren heikler als ich Ursprünglich angenommen hatte. Die ersten Kurier Aufträge waren schnell abgearbeitet, da wir nur Stationen anfliegen, dort landen und die Daten abgeben mussten. Aber die Außenposten Aufträge stellten sich als knifflige Angelegenheit heraus. Ich hätte zwei Scarabs mitnehmen sollen, dann hätte Nadine mich bei den ersten Jobs begleiten können, aber so war ich hier draußen auf mich alleine gestellt.

Die ersten beiden Außenposten waren noch einfach, anklopfen und freundlich um die Daten bitten, aber der dritte Außenposten war von einer verfeindeten Fraktion, mein Auftraggeber hatte mich also angelogen, was mir nun drohte zum Verhängnis zu werden. Mir Half die Tatsache das der Planetoid eigentlich nur ein überdimensionierter Eisbrocken war, somit herrschte hier so gut wie keine Schwerkraft. Jedenfalls konnte man 0,03 G nicht als sonderlich große Anziehungskraft bezeichnen. Was es mir erlaubte mit dem Scarab lange Strecken zu schweben. Nur das Aufsetzen war immer etwas holprig, da das Teil immer direkt wieder drohte abzuheben. Und so tanzte ich um die Drohnen und die beiden Verteidigungstürme und hoffte das die Zielerfassung des Geschützes nicht Bockmist veranstaltete und schoss zwei mal Zweitausend Schuss in die Drohnen und Geschütze.

Ich hätte die Krait rufen können aber dann wäre Sie ins Feuer geraten und ich hatte kaum Wert auf starke Schilde oder gar Rumpf Panzerung gelegt. Also ging ich das Risiko lieber alleine ein. Und es lohnte sich, die verschlüsselten Daten waren Millionen von Credits wert. Leider begleiteten mich die Drohnen bis zur Krait zurück, und auch das große Geschütz feuerte noch eine Weile in meine Richtung, was es mir nicht leichter machte die Drohnen los zu werden. Aber schließlich kam die Krait in Sicht. Und so wurde ich dann schlussendlich von der Punkt Verteidigung der Krait gerettet, bevor mir endgültig die Schilde versagten.

Du hättest was Sagen können! Schau dir die Schusslöcher im Scarab doch mal genauer an! Ein Wunder das du es darin wieder zurück geschafft hast! Wir hätten dir da draußen Helfen können! Ein Funkspruch hätte gereicht, mein Lieber!

Und, dann sähe die Thanatas jetzt wahrscheinlich genau so schlimm aus wie der Scarab, das Risiko war einfach zu hoch, immerhin bin ich ja Heil wieder zurück und der Scarab lässt sich leichter ersetzen als die Krait, von daher.

Komm mir nicht so, wir sind eine Crew, eine Familie! Du hättest über Funk bescheid geben sollen, es wäre deine Verdammt Pflicht gewesen! Ein einfaches, werde beschossen, hätte gereicht! Fürs Protokoll und fürs Nächste mal, wag so einen Alleingang ja nicht nochmal! Sonst musst du mehr Angst vor mir also vor den Geschützen haben!

Nadine war wie eine Furie, Wild und voller Zorn. Ich konnte Sie ja verstehen, aber ich ging lieber das Risiko ein, nur mein Leben zu gefährden als das von ihr und Jule. Nur konnte ich es ihr nicht begreiflich machen. Und so Zankte Sie noch mit mir als wir schon längst wieder in Cubeo waren um die bisherigen Jobs abzugeben und um die Krait und den Scarab einer Wartung zu unterziehen. Außerdem brauchten wir stärkere Schilde.

Im Hauptquartier der Imperialen Verwaltung in Medupe City angekommen, übergab ich die Daten direkt einem der Hohen Generäle. Er schien über meine Entdeckung alles andere als erfreut, und so bekamen wir direkt von ihm weitere Aufträge, vier an der Zahl, vier weitere Außenposten.

ich lies vorsorglich den kleinen Scarab Hanger durch die größere Variante ersetzen und kaufte einen zweiten Scarab für Nadine. Es gefiel mir zwar nicht in Primi und Fire Fade Außenposten von Fraktionen zu Infiltrieren mit denen ich eigentlich ein gutes Verhältnis pflegte. Aber wenn einem die Imperiale Navy einen Auftrag erteilt, dann fragt man nicht nach dem Warum. Man nimmt die eventuelle Strafe bei der Fraktion dann einfach in kauf. Für gute Verhältnisse kann man auch hinterher wieder mit jeder menge Credits sorgen.

An unserem ersten neuen Auftragsort angekommen, fing Jule an etwas mürrisch rum zu nörgeln. Ich konnte ja verstehen das Sie dabei sein wollte, aber der letzte Einsatz steckte mir noch immer in den Knochen.

Das klingt alles sehr aufregend, aber wenn ihr beide raus geht in den Scarabs, was mach ich dann im Schiff?

Du wirst mit dem Schiff vom Planeten abheben wenn Nadine und ich ausgestiegen sind. Und mit der Krait im Orbit auf unser Signal warten.

Aber …

Kein Aber, du wirst exakt das machen was ich dir Befehle!

Sie wollte noch weiter Diskutieren aber Nadine beendete ihre Einwände mit einem kurzen, mach was dein Vater dir sagt, sonst. Was Jule augenblicklich verstummen ließ. Ich konnte mich einfach nicht auf das was vor uns lag Konzentrieren wenn meine 15 Jährige Tochter in der Krait versuchte uns helfen zu wollen. Der Gedanke behagte mir einfach nicht. Und so war ich Nadine dankbar das Sie die Unterhaltung mit Jule beendete.

Fünfzehn Minuten Später waren wir in den Scarabs unterwegs, und Jule mit der Krait im Orbit in Wartestellung. Ich hatten die Krait sicherheitshalber 7 Kilometer vom Ziel entfernt gelandet. Somit hatten Nadine und ich etwas Zeit uns an die Umgebung zu gewöhnen und unser Vorgehen am Außenposten abzusprechen.

Die Scanner der Krait zeigten, ein Geschützturm und sechs Drohnen. Was schlägst du vor oder willst du meine Gedanken dazu zuerst hören?

Du zuerst. Denn auch wenn ich einige Erfahrung habe, immerhin bist du wohl doch mehr vertraut mit diesen Anlagen. Vor allem was das Kämpfen angeht.

Schön zu hören das du auch einsichtig sein kannst.

Ich wollte etwas erwidern, biss mir aber dann doch lieber einfach nur auf die Lippen und beließ es bei einem kurzen grummeln.

Ich fasse dein Gegrunze mal als Zustimmung auf, wir haben noch 4 Kilometer bis zum Außenposten, wenn wir weiter bei 25 Km/h bleiben sollten wir genug Zeit haben um alles genau durchzugehen. Von daher hör mir genau zu. Die Drohnen sind zwar lästig lassen sich aber Leicht ausschalten, ein paar Schuss genügen um Sie auf einen Aufmerksam zu machen, das werde ich übernehmen, denn so wie du fährst, nichts für ungut Wyveres, aber Mörderisch ist untertrieben. Dir obliegt dann also das große Geschütz, es sollte Schilde haben. Die musst du erst einmal überwinden. Lass deine Waffen immer auf es gerichtet, und halte drauf was geht, wenn die Schilde erst einmal zusammengebrochen sind, solltest du leichtes Spiel haben. Bleib einfach in Bewegung, sonst bist du ein leichtes Ziel. Und ich würde dich nur ungerne blutend hinter mir in meinem Scarab zurück zur Krait schaffen wollen, oder gar verlieren. Von daher pass auf wo das Geschütz hin zielt! Wenn ich die Drohnen wie geplant von dir abgelenkt habe sollte ich leichtes Spiel mit ihnen haben. Danach werde ich dir beim Großen helfen. Wenn alles gut geht, sollten wir nicht länger als fünf Minuten für alles brauchen. Danach sehen wir weiter.

Am liebsten hätte ich Sie in diesem Moment, lieber in meinem Bett als das wir hier beide über eine Eiswüste in Metal Särgen unterwegs waren. Aber es wahr beruhigend zu wissen, dass Sie genau wusste was Sie tat. Ich lies mir ihre Worte nochmal durch den Kopf gehen, bevor ich ihr nach ihrem doch recht langen Monolog antwortet.

Verstand. Wir machen es so wie du gesagt hast. Achte auf deine Schilde. Und viel Glück.

Sie erwiderte das viel Glück mit einem kecken Spruch, dann schwiegen wir, denn der Außenposten kam in Sicht, und von nun an war keine Zeit mehr für belangloses. Wir hatten vielleicht noch achthundert Meter zwischen uns und der Anlage. Als die ersten Laser Salven neben mir einschlugen. Bei der geringen Schwerkraft, konnte selbst ein Einschlag neben einem die Scarabs unkontrollierbar werden lassen. Also musste man schnell sein.

Neben mir scherte Nadine in ihrem Scarab wie besprochen aus, und fuhr mit vollgas einmal durch den Außenposten um die Drohnen auf sich zu lenken. Während das große Geschütz mich auf trab hielt. Sie hatte mit ihrer Einschätzung genau ins Schwarze getroffen. Die Drohnen folgten ihr und so kam der Moment der Wahrheit. Meine Fahrkünste gegen ein Laser Geschütz das trotz seiner Schwerfälligkeit unverhofft Präzise war. Die Ziel Software rastete endlich ein und ich konnte, nach einer gefühlten Ewigkeit, dass Geschütz unter Feuer nehmen. Die Scanner zeigten wie Nadine mit den Drohnen Katz und Maus spielte. Sie nutze die Gebäude der Anlage als Deckung und Schaltete bereits die zweite Drohne aus, während mein Ziel gerade einmal fünfunddreißig Prozent seiner Schild stärke eingebüßt hatte.

Hin und wieder sass einer der Schüsse dieses verdammten Teils und meine Schilde wurden jedesmal empfindlich geschwächt, während ich den Schilden dieses Monstrums kaum etwas anhaben konnte, da die Ziel Erfassung bei meinen Ausweichmanövern ständig aus dem Takt kam und es so dem Geschütz jedesmal möglich war, etwas von seiner Schilde stärke zurück zu gewinnen. Es wahr mühselig drei Dinge auf einmal zu Koordinieren, am leben bleiben, den Scarab so zu steuern das ich die eigenen Geschütze einsetzen konnte und die Kontrolle nicht zu verlieren.

Es schien mir wie eine Ewigkeit, und der Schweiß stand mir schon bis zum Kragen, doch endlich hatten die Schilde dieses ekelhaften Geschützes versagt. Mit nur noch knapp sechshundert Schuss die Übrig waren, begann ich endlich Schaden anzurichten, als weiteres Feuer von der Seite, wie ein Willkommener Freund, auf das Geschütz einprasselte. Nadine hatte endlich die Drohnen beseitigen können. Und so viel das Geschütz, und Explodierte in einer mir sehr willkommenen Art.

Wir hatten es geschafft, und ich war nur etwas außer atmen und hatte vielleicht ein oder zwei Kilo durch Schwitzen eingebüßt, aber ansonsten war mein Scarab heil geblieben, auch wenn die Schilde wohl hinüber waren. Hingegen war Nadine ihr Scarab völlig intakt. Und als wir vor dem Eingang der Anlage zum Stehen kamen, lächelte Sie und ich meinte ich sah etwas Schweiß auf ihrer Stirn, aber es schien ihr außerordentlichen Spaß gemacht zu haben. Hoffentlich war der Teil der jetzt noch vor uns lag weniger unangenehm für mich als das was wir eben noch taten.

Und was meinst du, ob die aufmachen wenn wir freundlich anklopfen?

Kommt darauf an ob du oder ich Anklopfen. Und wie wir das tun, aber bei der Kälte da draußen, würde ich die leicht bekleidete Dame in Not, nicht in betracht ziehen.

Charmant, aber ich glaube nicht das du in meine Unterwäsche passt.

Oder du in meine, aber genug der Scherze, wir sind wegen der Datenkerne hier, es behagt mir zwar nicht, aber Waffen werden wohl unabdinglich sein. Auch wenn da vielleicht nur drei oder vier Menschen drin sein werden. Immerhin haben sie Direkt auf uns geschossen, von daher gehen wir kein Risiko ein, erst schießen dann fragen.

Und so verließen wir die Scarabs und begaben uns nach einer kurzen Umarmung mit gezogenen Waffen zum Eingang der Anlage und klopften so freundlich an wie wir konnten. Zwei Sprengladungen später hatte unser Klopfen dann auch endlich den Eingang für uns geöffnet. Die Dekompression erfolgte prompt trotzdem konnten wir nicht sicher sein ob die Spinner da drin nicht doch noch am Leben waren.

Nachdem wir den Eingang passiert hatten wurden wir von dunklen Gängen begrüßt, die nur durch die Notbeleuchtung erhellt waren. Auch schien es, als wäre in diesem Teil der Anlage schon eine Weile niemand mehr gewesen, da überall Kisten und Container rumlagen. Doch wir wussten das die Anlage nicht verlassen sein konnte. Als wenn die be­ängs­ti­gende Stille nicht schon bedrohlich genug wirkte so meldete sich in dem Moment auch noch Jule mit weiteren schlechten Nachrichten aus dem Orbit.

Paps, eben ist eine Fer-De-Lance in die Umlaufbahn um den Planeten eingetreten und hält genau auf eure Position zu, was auch immer ihr macht, beeilt euch!

Verstärkung für uns war es wohl eher nicht, davon konnten wir ausgehen. Also bedeutete es das wir wohl in wenigen Minuten, entweder hier weg kommen mussten, oder uns würde ein weiterer Kampf mit einer anderen Crew bevor stehen.

Jule, egal was du machst, denk ja nicht daran die FDL zu verfolgen! Hörst du! Egal was passiert, wenn du in Zehn Minuten nichts von mir oder Nadine hörst, fliegst du zurück nach Medupe City und berichtest dem Imperium, Verstande?

Paps! Ich könnte aber doch …

Verstanden! Und keine Widerworte mehr! Fräulein!

Ok, aber es wäre trotzdem eine Option, ich könnte die FDL abfangen und Sie entweder zur Flucht zwingen oder Unbrauchbar machen.

Du machst was ich dir gesagt habe, sonst versohle ich dir den Hintern, verstanden!

Ok.

Hoffentlich hielt Sie sich auch an meine Anweisungen, wenn Nadine und ich gefangen genommen würden, gäbe es Möglichkeiten, uns zu befreien. Wenn Jule aber die Krait entgegen meinen Anweisungen doch zum Kämpfen benutzt, könnten wir alle im schlimmsten Fall umkommen. Im besten Fall gefangen genommen und nie wieder gesehen werden, so oder so. Wir mussten handeln. Viel Zeit blieb Nadine und mir nicht mehr.

Die Anlage bestand aus zwei Komplexen, der erste war Menschenleer, Dunkel und sah aus als hätte man alles von Wert hastig aus dem Komplex geschafft. Die ersten Anzeichen von Leben in der Anlage begegneten uns erst in der Verbindungsröhre zum zweiten Komplex, in Form einer männlichen Stimme.

Wer auch immer ihr seid, ob Thargoiden oder Imperiale ihr werdet niemals bekommen wonach ihr sucht! Die Forschung gehört der Föderation, ihr Alien Abschaum! Versucht es und ich werde euch Persönlich zur Rechenschaft ziehen, ob ihr nun miesen Sklavenhändler oder dreckige Strauchdiebe seid!

Er schwafelte, und schwafelte, und spuckte dabei eine Verwünschung nach der anderen aus. Es schien als wäre er alleine, also hatte sich der Geheimdienst Bericht in der Hinsicht vielleicht geirrt. Vielleicht kamen aber auch seine Kollegen gerade wieder. Was auch immer es war. Wir konnten einen Nutzen daraus ziehen.

Ja wir sind Imperiale Aliens und ja wir sind gekommen um dich mieses Föderales Schwein zu versklaven, was willst du dagegen Unternehmen, du bist alleine, wir nicht. Also seh ich für dich zwei Möglichkeiten, entweder beendest du dein armseliges Leben lieber gleich oder du endest in irgendeiner Aufbereitungsanlage für Bio Müll. Such es dir aus!

Nadine schüttelte ihren Kopf und wollte mich gerade zurechtweisen als die Schott Tür sich entriegelte. Und eine Gestalt in einem sehr runter gekommenen und undichten Raumanzug auf uns zu stürmte. Er kam nicht weit, da die Dekompression seine Absicht uns zu Töten schneller ein Ende bereitete als das er Begriff was er da gerade getan hatte. Der Sog holte ihn fast augenblicklich von den Beinen. Er wand sich noch ein paar Sekunden, griff sich ununterbrochen an den Hals, und versuchte noch zurück zu kriechen, dann erschlaffte sein Körper plötzlich und Blut sickerte auf den Boden unter ihm.

Armer irrer, wie ich es mir Gedacht hatte, der muss hier schon Monate alleine gewesen sein. So runter gekommen wie der erste Komplex war. Aber das er tatsächlich auf meine Provokation anspricht, hätte ich jetzt nicht erwartet. Was soll’s ein Problem weniger.

Das hätte auch schief gehen können, dass ist dir hoffentlich bewusst.

Schau dich doch mal um, hier steht nichts mehr an seinem Platz, überall hängen Kabel aus den Wänden und die Elektronik ist völlig hinüber. Der Kerl muss hier schon eine Weile gehaust haben. Aber zum Streiten haben wir auch noch später Zeit, die uns übrigens gerade davon läuft. Wir sollten die datenkerne endlich finden. Denn wer immer da im anflug ist. Ich möchte nicht mehr hier sein wenn die ankommen.

Sie nuschelte noch ein paar Flüche, während wir uns in den zweiten Komplex vorarbeiteten, dieser war in einem Kaum besseren Zustand als der Erste, nur war das Licht hier noch an. Und einige Geräte liefen noch. Es dauerte vielleicht zwei vielleicht drei Minuten bevor wir in dem ganzen Chaos endlich den Zentral Rechner fanden und die Datenkerne entfernen konnten.

Fünfzig Kilo pro Kern, vier Kerne an der Zahl. Unhandlich aber dank der geringen Schwerkraft handhabbar. Jetzt mussten wir nur noch aus der Anlage entkommen ohne zu sterben.

Gerade als wir den Haupteingang erreichten, sahen wir wie die FDL mit einigen Abstand zur Anlage landete. eine Chance, winzig aber eine Chance. Die FDL hatte sich also nicht um die Krait im Orbit geschert, was zu unserem Vorteil war, und ich würde unser glück nur ungerne überstrapazieren aber, solange die FDL nicht in der Luft war, war sie keine Imminente Bedrohung für uns. Gerade als Nadine und ich die Kerne hastig in die Scarabs luden, meldete sich Jule.

Paps, Paps melde dich, eure Zehn Minuten sind gleich um, Paps, komm schon! Paps!

Jule, hör mir jetzt genau zu, du wirst mit der Krait die Position der FDL anfliegen, Wie ein flacher Anflug geht weißt du. Nadine und ich werden derweil in den Scarabs soweit wie möglich und wie wir noch Treibstoff haben von der Basis weg fahren. Und jetzt kommt der schwere Teil, Die FDL steht Westlich ungefähr 2 Kilometer von dem Außenposten in einer kleinen Senke. Du wirst nur eine Chance haben, also versau es nicht. Nadine und ich werden nach Osten fahren. Wenn die FDL auf deinem Radar auftaucht, gehst du in das Untermenü für die Scanner und wählst Sie da aus, dann sollte sich ein weiteres Menü öffnen, dort wählst du den Antrieb der FDL aus und fährst die Waffen hoch. du wirst nur eine Gelegenheit haben. Egal was die Krait dir auch sagt. Und wie viele Warnungen du auch bekommen magst, du wirst alle Energie in die Waffen umleiten und Feuern bis die Waffen abschalten. Dann fliegst du unsere Position an und landest ein Stück weit vor uns. Keine zweite Runde, verstanden!

Ich Sprach so schnell das ich Angst hatte, dass die Hälfte von dem was ich ihr sagte, gar nicht an kam. Und ich wollte auch nicht auf eine Antwort warten, denn Nadine und ich waren so schnell in den Scarabs und gaben augenblicklich Vollgas. Weg von dem Außenposten immer Richtung Osten. Die Treibstoff Anzeigen waren mittlerweile bedrohlich niedrig und unter der Dauerbelastung des vollen Schubes auf den Antrieb, neigte sich unser Vorrat schneller dem Ende entgegen als mir lieb war. Außerdem schon sich die Zeit ewig hin zu ziehen. Als Plötzlich über uns endlich, ein mir vertrauter Schatten, mit mehr als zweihundert Sachen durch die Nacht glitt. Und dann anfing wie ein Feuerwerk aufzuleuchten als der Gegenschub der Düsen sichtbar wurde.

Jule landete die Krait unsanfter als sonst, aber das war zu erwarten, denn die Energieverteiler hatten gerade erst ein Kunststück vollbringen müssen. Aber darüber beschwerte ich mich nicht. Hauptsache die Krait war gelandet und Nadine und ich konnten mit den Scarabs an Bord gelangen. Alles andere war nebensächlich. Im Schatten der Krait wagte ich kurz hinter uns zu schauen, und er blickte eine Feuersäule an der Stelle an der die FDL gelandet war. Jule hatte also verstanden was ich über Com durchgegeben hatte.

Gut gemacht Tochter, jetzt nichts wie weg von hier.

Jule hob unverzüglich wieder ab und wir sprangen an zu unserem zweiten Ziel, hoffentlich war es dort nicht genau so wie hier, hoffentlich war es einfach nur landen, Daten einladen und wieder los. Aber ich machte mir keine große Hoffnung, dass es so sein würde. Immerhin hatten wir ein paar Stunden Ruhe, bis wir den Planetoiden erreichten. Während das Schiff die Scarabs reparierte und auftankte, genoss ich die Stille meiner Kabine und entspannte mich bei etwas Musik, während Nadine zusammen mit Jule die Waffenfunktionen der Krait durchging, und ihr die Feinheiten der Energieverteilung bei brachte. Je besser sie die System verstand, desto eher währe ich bereit sie in das was wir hier machen mehr zu Involvieren. Außerdem war es nützlich für ihre Pilotin Ausbildung.

Also, wenn ich das Richtig verstehe, über die rechte Anzeige kann ich die Energieverteilung feiner bestimmen, und Module die ich gerade nicht brauch vom Strom nehmen um so mehr Energie für Schilde, Waffen und Antrieb zu haben.

Genau, und wenn wir jetzt Kurz aus dem Supercruise gehen, zeig ich dir noch wie du die Verteilung so einstellst das du Sowohl, schnell die gesamte Energie mit nur ein paar Knopf drücke von Antrieb auf Waffen oder auf Schilde umleitest ohne lange durch Menüs gehen zu müssen. Dies kann in einem Kampf zwischen Leben und Tod entscheiden, Ob man lieber die Schilde schneller Regenerieren will oder doch eher, Dauerfeuer mit Laser oder Kanonen wichtiger ist. Die Standard Einstellung verteilt die Energie gleich auf alle System, das kannst du hier einsehen. Auch siehst du wieviel Energie noch in den Kondensatoren steckt. Das solltest du nie aus den Augen lassen, wenn du bei normaler Geschwindigkeit unterwegs bist.

Während unser Ziel langsam aber sicher in Sichtweite kam, nachdem wir über 260.000 Lichtsekunden im Supercruise zurückgelegt hatten. Bereiteten wir uns unweigerlich wieder auf einen äußerst riskanten Einsatz vor. Aber dazu kam es nicht, denn die Station war zu unserer Überraschung weder durch Drohnen noch durch Geschütze gesichert. Was das besorgen der Daten um einiges leichter machte, wir mussten nur drei völlig verdutzte Wissenschaftler die überhaupt nicht mit besuch gerechnet hatten in Schach halten. Der nächste Posten war sogar noch einfacher, da es nur um einen einfachen automatischen Horchposten handelte.

Also hatten wir nur noch den letzten Außenposten vor uns. Hoffentlich würde es eine eben so leichte Mission werden wie der von dem wir gerade wieder los flogen. Wenn ich dafür nicht den Titel eines Barons bekommen würde, müssten sich einige in der Imperialen Navy warm anziehen.

Wir gehen wie beim letzten Mal vor, doch diesmal wirst du uns unterstützen Jule. Sollte es zu einem Kampf kommen, wirst du die Krait fliegen, um eventuell vorhandene Geschütze auszuschalten.

Der letzte Außenposten befand sich im System Fire Fare ganz am Rande. Es blieb also genug Zeit, um die Scarabs noch einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen. Nadine beherrschte in der Hinsicht die Feinheiten dieser rollenden Särge besser als ich. Und so übernahm sie den Löwenanteil der Wartung, während ich einfach nur stumpf ihren Anweisungen folgte.

Die Landung verlief ohne Zwischenfälle, wieder war es ein verdammter Eisbrocken, wieder einer von der Sorte, die gerade einmal eine Schwerkraft von 0.05 G. hatte. Sollten wir, wie es die Scanner angezeigt hatten, direkt beschossen werden, würde uns eine eben solche Höllentour, wie am ersten Außenposten, bevor stehen.

Langsam kamen die drei Geschütze in Sicht, vielleicht noch neunhundert Meter, diesmal stand die gesamte Anlage auf einer Erhebung, sodass wir kaum bis gar keine Deckung hatten, falls das Trommelfeuer auf uns einprasseln sollte. Aber das Feuer bleib aus, stattdessen wurden wir von drei Rauchsäulen und einer Diamondback Explorer empfangen, die nicht unerhebliche Schäden am Rumpf aufwies. Der oder die Piloten waren also noch da, so viel stand schon mal fest.

Wir nährten uns erst der Explorer, um sicher zu gehen, dass sich dort niemand mehr aufhielt, bevor wir, mit der Krait im Schlepptau über uns, den Außenposten ins Visier nahmen. Jule nahm, auf Nadines Anweisung hin, direkt den Haupteingang, mit den unteren Waffen der Krait, ins Visier. Sodass wir eigentlich nur noch warten mussten, denn Irgendwann würde die Besatzung der Explorer schon auftauchen.

Und so war es dann auch, nach ungefähr zehn, vielleicht zwölf Minuten, tauchten drei Menschen, beladen wie Packesel, im Eingang der Anlage auf. Und starrten direkt in die Mündung der Geschütze unserer Scarabs und der Krait. Schon an der Explorer hatten Nadine und ich die Embleme der Allianz erkannt, und so gingen wir kein Risiko ein. Drei gezielte Salven aus den Geschützen der Scarabs beendeten ihren Raubzug. Ich hatte im laufe der Zeit gelernt das die drei großen Fraktionen, niemals wirklich miteinander auskommen würden. Und so war es auch im kleinen, wären die Piloten an unserer Stelle gewesen, währen jetzt Nadine und Ich diejenigen die am Eingang der Anlage ihr Leben gelassen hätten.

Jule protestierte in der Krait, es wäre unnötig gewesen, dass dies Grausam war. Und das wir doch hätten erst einmal mit ihnen hätten Reden können. Aber nach einer Weile gab Sie dann doch endlich Ruhe, und so konnten Nadine und Ich, ohne weiteres Gezanke zwischen Jule, Nadine und mir, unsere eigentliche Aufgabe hier, hinter uns bringen.

Die Wissenschaftler waren, wie wir es erwartet hatten, ermordet worden. Wir sicherten die Datenkerne und begaben uns zurück zur Mittlerweile gelandeten Krait. Nachdem wir die Explorer zu einem schönen Wrack verwandelt hatten, setzte ich direkten Kurs zurück nach Cubeo.

Als wir dann endlich im Raumhafen gelandet waren, wollte ich diese Daten einfach nur noch los werden, dieser ganze Unsinn mit ihren Machtspielchen ging mir mittlerweile sowas von auf den Keks. Im Hauptquartier der Imperialen Navy angekommen, schoben Nadine und ich die Datenkerne wortlos den dortigen Wissenschaftlern vor die Füsse und Kippten den ganzen Kram einfach in den Raum, wir hatten uns nicht einmal die Mühe gemacht, von den letzten Datenkernen die Blutspuren oder sonstige Reste von menschlichen Überresten zu entfernen. Sollten sie doch sehen was ihre Anweisungen irgendwelche Daten zu besorgen für Auswirkungen haben kann.

Einigen der Anwesenden wurde augenblicklich etwas grün im Gesicht, während der Verantwortliche General für die Operation völlig unberührt blieb, von dem was sich ihm da bot.

Ich nehme an Sie hatten, so wie es aussieht, einige Schwierigkeiten, bei der Bergung der Daten. Da Sie aber lebend vor mir stehen, und weder Arme noch Beine, noch sonstige Körperteile an Ihnen oder Ihrer Begleitung fehlen, beglückwünsche ich Sie für Ihre Mühen und danke Ihnen Commander Wyveres, für Ihren Dienst.

Ist das alles? Ein Glückwunsch und das war es?

Sie haben ihren Auftrag erledigt, was sollte es da noch mehr geben?

Ich war drauf und diesem aufgeblasenen Kerl seinen Befehlston in seinen Allerwertesten zu schieben, aber Nadine hielt mich davon ab, indem sie mich am Arm packte.

Wir haben unser Leben für diese Daten riskiert, vereinbart waren, 15 Millionen Credits und der Rang des Barons in der Imperialen Navy. Ich hoffe für Sie das haben SIE nicht vergessen.

Achso, ja, das erledigt die Empfangsdame am Eingang, geben Sie ihr einfach dieses Pad. Und nun stehlen Sie nicht weiter meine Zeit.

Diesmal musste ich Nadine aufhalten, sodass sie dem Kerl nicht an meiner statt, dass Gesicht einer Kieferkorrektur unterzog.

Wir ließen die Halle hinter uns und machten uns direkt auf zur Krait. Denn ich bin mehr als nur gespannt auf die Clipper. Also gab ich noch am Empfang den Kauf in Auftrag, und lies sie mir direkt nach Medupe City liefern.

Aber fliegen darf ich die Clipper dann auch, oder?