Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Kampf um Columbus

Wenn du kämpfen musst, dann mit ganzer Seele, kämpfe für das woran du glaubst, kämpfe für die Wahrheit oder für Liebe, doch eins tue niemals, kämpfe um des Kampfes Willen.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 10.05.3305

Wir wurden durch scheinbar endlose Gänge geführt, vielleicht zehn oder zwanzig Minuten einmal Quer durch die Station, nirgends waren Menschen zu sehen, die ganze Station lag da wie ausgestorben. Hier und da zeigte eine der Info Tafeln noch den Evakuierungsbefehl an. Darunter die Informationen zur angeblichen Militärübung die gerade Durchgeführt wurde. Jemand hatte das hier gut vorbereitet. Wir waren also doch, in eine nahezu perfekte Falle getappt. Die einzigen Menschen die Uns begegneten waren komischerweise alle vom Militär. Also wagte ich einen Versuch, einen Versuch um meinen Verdacht zu bestätigen.

Wyveres:

Wie lang geht das hier schon?

Ich erwartete ein Halts Maul oder ein anderweitige Bestrafung durch unsere Begleiter, aber stattdessen, kam eine kurz präzise Antwort.

Söldner:

Drei Wochen! Und So langsam aber sicher hab ich die Nase gestrichen voll, von diesem Unfug, ständig treffen wir auf Abschaum, wo auch immer der Herkommt! Ihr seid die ersten die tatsächlich durch den Mailslot geflogen sind! Und dabei sollte das hier alles nur eine Militärübung sein, Nein stattdessen Schießen wir immer wieder auf Schmuggler und anderen Abschaum!

Es überraschte mich, hielt er uns für Terroristen, Schmuggler oder Schlimmeres. Wir waren gerade wieder in einen der weniger beleuchteten Korridore eingebogen. Er war leer also stoppte ich abrupt, drehte mich zu dem der mir geantwortet hatte und starrte ihm in die Augen.

Wyveres:

Eine Militärübung?

Seine Waffe zuckte hoch und er machte einen Schritt zurück.

Söldner(Soldat):

JA! Scheiße, mach das nicht nochmal!

Seine Begleiter gingen ebenfalls in Angriffsposition über. Ilsa, John, Mario und Neraco blieben nun ebenfalls stehen und drehten sich zu den Soldaten.

Wyveres:

Was für eine Militärübung?

Er schaute mich verwundert an und lies seine Waffe wieder sinken.

Soldat:

Belagerung einer Station durch Terroristen, dummerweise glaube ich dass wir gar nicht üben, sondern wirklich gegen Terroristen Kämpfen!

Ich hatte ihn, war er noch ein Frischling, es schien jedenfalls so. Jetzt musste ich meine Karten nur Richtig ausspielen. Und statt Feinden, hätten wir dann ein paar Verbündete. Er wirkte unsicher, etwas überspannt, so als hätte er die letzten Tage kaum bis gar nicht geschlafen.

Wyveres:

Mir war nicht klar wie Lange ihr schon hier seid, ist das denn Normal?

Er stutzte Kurz und lies dann seine Waffe wieder sinken.

Soldat:

Eigentlich hätte wir schon vor zwei Wochen wieder abrücken sollen. Aber wie das halt so ist, die Oben haben halt beschlossen das wir hier noch weiter machen sollen.

Wyveres:

Pass auf, Soldat, mein Name ist Wyveres, ich bin kein Schmuggler oder Terrorist, in meiner Jacke ist meine Piloten ID, ich bin Föderaler Konteradmiral, damit bin ich im Rang weit über dir, hab ich recht?

Er kramte in meiner Jacke rum und fand nach einigem hin und her meine ID, ein kurzer Scann später, hatte er meine genaue Identität vor sich auf dem Bildschirm.

Soldat:

Oh ähm ja Sir! Jawohl, Sie sind Ranghöher als wir, Sir!

Wyveres:

Gut dann hört mir jetzt Gut zu. Wir kommen direkt vom Admiralitätsschiff, wir unterstehen dem direktem Befehl des Generals der Föderalen Flotte, diese Sache hier mit den Fesseln ist unnötig!

Soldat:

Das interessiert mich nicht, ich habe meinen Befehle direkt von der Admiralin erhalten. Außerdem, hat der General der Flotte selbst, befohlen alle nicht Militärischen Personen auf der Station aufzubringen und in Haft zu nehmen! Wenn er weiteres Personal geschickt hätte wüssten wir davon. Außerdem haben wir ganz andere Probleme!

Ich glaubte meine Ohren spielten mir einen Streich. General der Flotte Darlin. Konrad, das konnte nicht sein.

Wyveres:

General der Flotte? Konrad Darlin? Hat all das hier Befohlen?

Soldat:

Jetzt testest du mich, klar hat er. Hat groß geschwafelt, irgendwas von, vorbereitet sein auf den Tag an dem die Thargs angreifen würden, Stärkung der Truppen. Übungen wären nötig. Wo wart ihr denn? Das ihr das nicht mitbekommen habt.

Wyveres:

Geheime Mission, Spionage im Imperium, verzeih aber dadurch haben wir wohl einiges nicht Mitbekommen. Und wie gesagt, wir sind eigentlich gerade erst wieder Zurück aus dem Imperium.

Soldat:

Dann Frage ich mich, wisst ihr wer die Frau war, die da übers Intercom, euch begrüßt hat? Das gehörte bestimmt nicht mit zur Übung.

Ich konnte mir absolut keinen reim auf die Sache machen, wenn Konrad hier schon die Kontrolle hatte, wieso war Nadine dann noch nicht in Sicherheit, wieso hat er uns hier her geschickt. Wenn er doch das Militär schon hier hatte. Und wer war diese Admiralin, hatte er einen packt mit ihr geschlossen. In meinem Kopf wirbelten hunderte Gedanken durcheinander. Also brauchte ich Antworten, Antworten um die Situation in der wir steckten neu zu bewerten.

Wyveres:

Wie ist denn der Name der Admiralin?

Soldat:

Denn kenne ich nicht, wir wurden alle angehalten sie nur Admiralin zu nennen. Ist hier mit ihrer Assistentin, ganz zu Anfang aufgetaucht, gibt ständig irgendwelche komischen Befehle. Ständig jagen wir irgendwelchen Geistern hinterher. Und jetzt ihr!

Wyveres:

Kennst du den Namen der Assistentin?

Soldat:

Nein nicht wirklich, wir haben meistens den Kopf unten gehalten.

Wyveres:

Ok, Warum seid ihr dann noch hier? Wen oder was Jagt ihr hier auf der Station?

Soldat:

Jagen, offensichtlich niemanden Sir! Wir versuchen nun schon seid Tagen herauszufinden warum wir Überhaupt noch hier sind! Denn eigentlich war die Übung schon vor zwei Wochen vorbei, doch seid dem werden wir, immer wieder durch die Station gescheucht und von mal zu mal wird die Admiralin noch frustrierter. Denn wenn wir an dem Ort ankommen wo wir hinsollen, ist da nie irgendwas. Langsam glaube ich wir spielen hier mit irgendjemandem Katz und Maus, der im verstecken ein Weltmeister zu sein scheint.

Wyveres:

Wenn das stimmt, weiß ich ziemlich genau wenn ihr jagt, und diese Person Jagt ausgerechnet mich, ich geh davon aus das ihr mittlerweile einmal die gesamte Station auf den Kopf gestellt habt. Denn das ihr nichts gefunden habt, liegt daran das ihr eine Tode Frau jagt.

Die fünf Soldaten schauten uns verwirrt an. Allen voran der Junge Soldat der schon die ganze Zeit mit mir geredet hatte.

Soldat:

Und wer soll dir das glauben? Das würde ja bedeuten wir jagen hier Geister. Außerdem kann eine Einzelne Person nicht ewig auf so einer Station unerkannt bleiben. Vielleicht seit ihr ja doch Komplizen von der Frau!

Wyveres:

Komplizen, nein sie wollte mich schon einmal Umbringen, zwei mal um genau zu sein. Aber Ich habe so eine Ahnung, ich bin mir nicht ganz Sicher, denn das würde Bedeuten das wir in schlimmeren Schwierigkeiten stecken, als ich ursprünglich angenommen habe.

Soldat:

Schwierigkeiten, ich verstehe nicht, klärt uns auf!

Wyveres:

Also, hört gut zu, denn ich geh davon aus das uns die Zeit davon rennt. Zudem sollten wir weiter gehen, ich erzähle euch alles was ich weiß auf dem restlichen Weg.

Ich erzählte den Soldaten das Nötigste, wie sie damals in Unser Loft eingebrochen war, von der Entführung Nadines, wie wir zum General gelangt sind. Und der offensichtlichen Falle in die wir gerade geführt wurden. Er hörte gespannt zu.

Soldat:

Eine Falle? Der General würde das nicht tun, niemals! Seis drum, es gibt einen einfachen Weg festzustellen ob ihr die Wahrheit sagt, die Jungs hier und Ich, wir sorgen dafür das ihr Unbeschadet bis zur Admiralin gelangt. Versucht nichts Dummes. Die ganze Station wird überwacht.

Er lockerte zum Beweis seiner Worte unsere Fesseln und steckte jedem von uns einen Blaster zu, dann schoben Sie uns weiter vor sich durch den Gang. Wir waren ungefähr noch weitere fünf Minuten unterwegs, bevor wir vor einer Stahltür stoppten.

Soldat:

Wir sind da. Verhaltet euch Ruhig. Die Admiralin ist derzeit besonders übellaunig.

Wir traten in den Raum, vor uns befand sich ein Konferenztisch, der Raum selbst war größer als ich erwartet hatte, die Soldaten schoben uns hinein und Positionierten sich dann hinter uns an der Tür. Am anderen Ende des Raums stand sie, mit dem Rücken zu uns. Die Admiralin wie er gesagt hatte, Neben ihr Stand, zu unserer Überraschung, Konrad.

Admiralin:

Ah unsere Gäste sind eingetroffen, Endlich, ich wollte schon einen Suchtrupp losschicken. Nun Gut, Soldaten ihr seid Entlassen. Verlasst den Raum, sofort!

Soldat:

Verstanden, Admiralin!

Die Soldaten verließen, einer nachdem anderen, den Raum. dann Schloss sich die Tür hinter ihnen. Mir brannten hunderte Fragen auf der Zunge, doch am meisten musste ich den drang unterdrücken nicht sofort auf sie loszustürmen. Da ich noch immer annahm das die Admiralin ein doppeltes Spiel spielte.

Wyveres:

Was wird das hier?

Admiralin:

Dir hat niemand erlaubt zu Sprechen du Saboteur! Also Schweig oder ich erschieße erst dich und dann deine Kameraden, einem nachdem anderen!

Sie drehte sich endlich zu Uns. Ihr Gesicht war wunderschön, glatt, ihre Haut war aschfahl, Ihre Augen funkelten wie Smaragde, Ihr braunes Haar viel ihr über die Schultern, Sie wirkte wie sie da stand wie eine steinerne Statur, Sie war durch und durch Militärisch gedrillt. Ihr Kopf zuckte zum General, und sie funkelte ihn böse an.

Admiralin:

General, erklärt mir diese Eindringlinge? Haben wir nicht weit wichtigere Probleme als diesen Abschaum!

Sie drehte sich ganz zu Konrad.

Konrad:

Dies sind keine Spione oder Saboteure, Sie sind hier, weil ich es so wollte, vielleicht schaffen sie es ja unser Problem zu lösen. Und ihr Überreagiert, bedenkt, eurer Karriere steht, nach den letzten Fehlschlägen hier, auf sehr wackligen Beinen!

Admiralin:

Diese Probleme bekomme Ich auch selbst gelöst, ich benötige keine Hilfe bei dem was vor uns liegt! Es ist nur eine kleine Nebensächlichkeit und stört in keinster Weise unsere Übungen! Damit sollten meine Soldaten schon fertig werden!

Konrad:

Dies obliegt nicht mehr eurer Entscheidung. Ihr hattet fast einen Monat Zeit die Situation zu lösen! Ich habe mich weit aus dem Fenster gelehnt um die Sache so geheim wie möglich zu halten, die Absperrung und Evakuierung einer ganzen Station hat einige Sehr verunsichert. Also ihr spielt hier nun schon viel zu lange Katz und Maus mit denen! Und so werden wir die Strategie ändern!

Nun verstand ich gar nichts mehr.

Wyveres:

Konrad, was machst du hier? Was bedeutet dieser Unfug hier? Warum dieser Aufwand? Du hast uns auf dem Schiff belogen, gib es zu!

Konrad:

Entschuldige aber es gibt überall Spione! Ich konnte auf dem Flottenschiff nicht frei reden. Die Station ist auf meinen Befehlt hin abgeriegelt worden, selbst die Admiralin Harg kennt nicht alle Details. Über das Warum und Wieso.

Wyveres:

Wo ist sie?

Konrad:

Irgendwo auf der Station, zusammen mit meiner Tochter und einer sehr mächtigen Bombe. Alle Versuche ihrer habhaft zu werden, sind bisher gescheitert. Offiziell führen wir Übungen durch um die ganze Sache zu verschleiern.

Wyveres:

Was ist mit dem anderen Schiff das mit uns hier her gekommen ist? Und wie lange wusstest du schon das Nadine hier ist?

Konrad:

Alle Tod, die verrückte ist dafür verantwortlich. Seid wir die Station abgeriegelt haben, sie hat merkwürdigerweise selbst darauf bestanden, wir haben hier nur eine kleine Einheit von Soldaten, die restliche Station ist vollständig Evakuiert, seid dem gehört die Station quasi ihr. Bisher konnten wir ihren Aufenthaltsort nicht ausfindig machen.

Wyveres:

Mein Sohn?

Konrad:

Keine Informationen, wir wissen nur das Nadine noch lebt, Wir wissen weder ob sie alleine Agiert noch wie viel Personen zu ihrer vermeidlichen Gruppe gehören.

Admiralin Harg:

Herr General, sie verraten Staatsgeheimnisse an Zivilisten!

Noch bevor wir dazu kamen weitere Fragen zu stellen. Dröhnte Blaster Feuer von draußen durch die Tür. Geschrei wurde Laut, nur um dann eben so plötzlich wieder zu verstummen, es wurde auf einen Schlag gespenstisch Still.

Im nächsten Moment, flog auch schon die Tür quer durch den Raum. Die Schockwelle der Explosion hohlte uns alle von den Beinen. Durch den Lärm, und von der Explosion noch halb betäubt, bekam ich nur gerade so mit wie mehrere Personen den Raum stürmten. Dann hörte ich auch schon diese Heisere, mir so vertraut vorkommende, Stimme.

Pilotin:

Welch angenehmer Besuch, dass hat ja ganz schön gedauert, dachte wirklich du kommst direkt nachdem du von der Sache erfahren hast. Hättest mir einiges Ersparen können, aber nun bist du ja DA! Verzeih mein rüdes Eindringen. Aber diese Affen hier haben dich mir vor der Nase weggeschnappt. Naja, was solls, Jungs packt meine Geschenke hier ein und nehmt sie mit!

Mario:

Den Teufel wirst du TUN!

Aus dem Augenwinkel sah ich wie Mario mit gezogenem Blaster zwei ihrer Handlanger niederstreckte, bevor er von einem Blaster Schuss in die Schulter getroffen, zusammensackte.

Pilotin:

Oh, was sehen meine Entzündeten Augen denn da, seit wann gibt es dich denn zweimal! Jungs sorgt dafür das der andere nicht drauf geht! Doppelter Spaß, und vergesst den General und die Admiralin nicht.

Noch bevor auch nur jemand von den anderen reagieren konnten wurden wir auch schon durch gezielte Schüsse betäubt.

Pilotin:

Ich sagte du sollst Reden! Arschloch!

War das erste was ich hörte, als ich wieder zu mir kam. Noch immer gefesselt, es waren noch immer die selben Fesseln die mir die Soldaten angelegt hatten, ein Kurzer ruck und meine Fesseln lockerten sich tatsächlich, Sie hatte sie also nicht überprüft. Glück für mich, nur mein Blaster war weg, wie ich Feststellen musste, langsam ließen auch die Lichtblitze nach und das Schwindelgefühl.

Pilotin:

Ah, er wird Wach, wie schön. Na erfreut mich zu sehen?

Wyveres:

Dafür das du elendes Ass tot sein solltest, ja sehr erfreut, ich wollte mich noch gebührend für das im Loft bedanken!

Pilotin:

Weißt du wie Teuer das war, kannst du dir vorstellen, was für ein Aufwand das ist einen anderen Menschen so zu Kontrollieren! Mein ganzes Vermögen ist dabei drauf gegangen, und was hat es mir gebracht! Du Mistfliege lebst immer noch! Und nicht nur das, jetzt gibt es dich sogar schon zweimal! Aber dein Freund hier, spuckt keine Informationen darüber aus, wie und woher er stammt. Nur hämisches Grinsen! Das macht keinen Spaß! Aber vielleicht wirst du mir ja Antworten liefern!

Sie stand vor mir mit gezogenem Blaster, ich erkannte das die anderen im Kreis aufgereiht an Stühle gefesselt waren.

Wyveres:

Wo ist meine Frau du dämliche HURE! Ansonsten habe ich dir nichts zu sagen! Außer das ich dir einen Qualvollen tot wünsche!

Pilotin:

Deine Liebreizende Schlampe, die lebt noch, ich hatte dir ja da mal was versprochen.

Sie drehte sich im Raum, mal zu Konrad mal zur Admiralin, mal richtet sie ihren Blaster auf Ilsa oder John.

Wyveres:

Rede oder ich beende dein LEBEN hier und jetzt!

Pilotin:

Du mein Leben beenden? Ha! Schau dich um, ich habe deine Freunde, ich habe dich, und ich habe eine Bombe! Du beendest hier und Heute gar nichts, außer dein eigenes LEBEN!

Sie stellte sich in den Lichtkegel. So konnte ich sie zum ersten mal wirklich erkennen, Leichte Narben zierten ihre Schläfen, einige ihre Haare waren zu kleinen Zöpfen geflochten, die restlichen lagen lose auf ihrer Schulter, ihre Haarfarbe war eine Mischung aus Blond und Braun. Die rechte Seite Ihres Kopfes war vollständig Rasiert und durchzogen von einer längeren Narbe, auch konnte man noch einige weitere Brandnarben erkennen, einige davon verschwanden am Halsansatz und führten sich wahrscheinlich unterhalb ihres Anzuges fort, Ihre Haut selbst war Kastanien Braun, ihre Augen funkelten Giftgrün, unter dem Schutzanzug über dem Sie lediglich eine Raiders Jacke trug, befand sich ansonsten ein drahtiger schlanker Körper. Sie wippte leicht auf und ab. Murmelte immer wieder etwas vor sich hin, so als würde sie abwägen was Sie nun mit uns machen sollte.

Dann hörte ich zwischen dem Gestöhne der anderen, die ebenfalls langsam wach wurden, etwas das mein Blut zum Kochen brachte, etwas das mich fast meinen Verstand kostete, ein leises wimmern erst, das dann zu einem ausgewachsenem Geheule wurde. Das heulen eines Babys. Sie fuhr augenblicklich in die Richtung aus der das Geheule kam.

Pilotin:

BRINGT DAS BALG ZUM SCHWEIGEN! WIE OFT MUSS ICH DAS EIGENTLICH NOCH SAGEN! ER STÖRT MEINE KONZENTRATION! UND SCHAFFT AM BESTEN GLEICH SEINE SCHLAMPE HER!

Aus dem Augenwinkel sah ich wie sich zwei Personen im halb Dunkeln bewegten, einer ging nach Links der andere durchquerte den Raum, dann vernahm ich das öffnen von zwei Türen, es war die Linke, von Links wurde das Heulen Lauter, als die Tür aufging. der andere war also unterwegs zu Nadine. Wie viele waren noch im Raum, war sie nun alleine? Ich wagte es den Kopf zu drehen. Und zählte zwei weitere Personen, die völlig unbeeindruckt von dem ganzen auf einem kleinen Stapel Container Sassen und Karten spielten. Im Grunde standen überall Fracht Container rum, es musste also ein Frachtraum sein, vielleicht einer von denen die Tief in der Station gelegen sind. Es war schwer zu sagen. Da die meisten Details im Dunkeln verborgen blieben.

Dann ruckte John in seinem Stuhl hoch, Was ihre gesamte Aufmerksamkeit auf ihn Zog. Mario sass Links neben mir, John mir genau gegenüber, zwischen ihm und Mario sassen die Admiralin und Konrad, Neraco und Ilsa sassen zu meiner rechten. Neraco zuckte und öffnete kurz die Augen, er war also wach, Auch Konrad und die Admiralin kamen nun zu sich.

Mario, Konrad und die Admiralin hatten neue Fesseln, somit hatten sowohl John, Neraco, Ilsa und ich noch die alten Fesseln, die wie ich annahm auch bei ihnen noch gelockert waren, Es hieß also Drei gegen Vier, es wäre die Gelegenheit. Jetzt oder Nie. Sie baute sich gerade vor John auf.

Pilotin:

Ah, schau mal deine Freunde werden Wach, gerade Rechtzeitig fürs große Finale!

Sie stand genau vor ihm, Neraco hatte sich mittlerweile langsam aber stätig aus seinen Fesseln befreit, er hielt sie als Waffe fest geschlossen in der Hand. Und wartete eigentlich nur noch darauf, dass das Signal kam. Sie stand mit dem Rücken zu mir. Mein Adrenalin schoss durch meine Adern, wie eine Cutter durch den Hyperraum. Sie hatte einen entscheidenden Fehler gemacht, Sie hatte mich unterschätzt, von Anfang an unterschätzt.

Sie beugte sich zu John runter und Griff ihm mit der freien Hand an den Hals.

Pilotin:

Eigentlich ist der hier ja ganz Süß, könnte einen guten Sklaven abgeben, was meinst du?

Sie drehte den Kopf zu mir, machte dabei eine leichte Drehung zur Seite und konnte nicht mehr Reagieren. Der Stuhl krachte gerade in dem Moment auf ihren Kopf nieder.

Wyveres:

Das einzige was du noch in deinem Leben tun wirst ist STERBEN!

John, Neraco und Ilsa sprangen nun auch auf, die beiden die Karten gespielt hatten versuchten zu ihren Blastern zu greifen. Und bekamen jeder einen Stuhl in ihre Richtung geworfen. Gefolgt von Neraco und Ilsa, während John und Ich uns um Sie kümmerten.

Wyveres:

Mach die anderen los John, ich komm schon mit ihr Klar!

John:

Verstanden!

Sie strampelte unter mir, versuchte wieder an ihren Blaster zu gelangen, fluchte und Schrie, Schrie sich die Seele aus dem Leib.

Pilotin:

DAS WIRST DU BEREUEN! ICH WERDE DICH MIT BLOSSER HAND AUSWEIDEN! DU SCHEISS ABSCHAUM, ICH BRINGE DICH PERSÖNLICH UM, ICH WERDE DIR DEIN HERZ AUS DER BRUST REISSEN! DU VERDAMMTER SCHEISS KERL, IMPERIALER ABSCHAUM, HURENSOHN!

Wyveres:

Halts Maul! Oder ich töte dich gleich, hier auf der Stelle!

Pilotin:

DANN MACH ES DOCH! DU VERFICKTER DRECKSKERL! MACH SCHON BRING MICH UM! SO WIE DU ES SCHON EINMAL GETAN HAST, EINFACH SO KALTBLÜTIG UMGEBRACHT! DU KANNST ES NICHT WAS, DIR FEHLEN DIE EIER DAZU! HA DIR FEHLEN DIE EIER MICH EINFACH SO UMZUBRINGEN! SCHLAPPSCHWANZ! WEICHEIE!

Meine Faust donnerte auf ihr Gesicht, Sie spuckte Blut. Währenddessen ging die linke Tür auf und der Schmuggler der sich um meinen Sohn kümmern sollte, kam mit ihm im Arm und einem Blaster an seinem Kopf, in den Raum.

Schmuggler:

Loslassen, oder der kleine hier stirbt!

Ilsa war kurz hinter ihm, sie hatte Blut an den Händen und im Gesicht, sie wollte ihm gerade den Blaster aus der Hand schlagen, als ein Schuss sie von den Beinen fegte. Der Schmuggler drehte sich in ihre Richtung, seine Waffe zuckte von meinem Sohn weg, hin zu Ilsa, die sich nun vor Schmerzen auf dem Boden krümmte, der Schuss stammte nicht von ihm, mein Kopf fuhr von der Anführerin der Bande weg, hin zur Admiralin. Diese richtete den Blaster den sie in der Hand hielt nun auf Neraco, dann drückte sie ab. Er konnte gerade so noch zur Seite springen. Dann fuhr sie wieder zu uns, und richtete ihren Blaster erst auf John, dann auf Mario und Konrad und dann auf Mich. Und ging dann langsam in Richtung des Schmugglers, außerhalb unserer Reichweite.

Admiralin Harg:

Lass sie los! Und ihr, ihr geht alle einen Schritt zurück, oder das Leben dieser Frau hier endet!

Sie richtete den Blaster nun auf die am Boden liegende Ilsa. Nahm dem Schmuggler meinen Sohn ab, und richtete ihre volle Aufmerksamkeit auf ihn. Dann passierte das unerwartete, sie drückte Erneut ab, Der Schuss durchschlug Ilsas Linke Schulter. Sie Schrie auf und verstummte. Ich war wie erstarrt, die Admiralin grinste.

Admiralin Harg:

Entschuldige ich glaube Sie ist Ohnmächtig oder vielleicht doch schon tot, Aber Schatz schau mal, er ist so schön, was meinst du, wird mir das Mutter sein stehen?

Die Frau unter mir begann zu lachen. Befreite sich aus meinem nun lockeren Griff und Sprang augenblicklich zur Admiralin. Kam neben ihr zum Stehen, betrachtete erst meine Sohn, dann Sie. Dann küsste sie Sie. Nur um sich dann wieder zu mir zu drehen, ich sass mittlerweile auf meine Knie zusammengesackt und betrachtete halb geistig abwesend das Schauspiel vor mir.

Pilotin:

Dachtest wohl ich hätte keinen Trumpf im Ärmel was? Falsch gedacht Arschloch. Oh schau ich glaube deine Nebenhure hier stirbt gerade!

Sie Sprang zu Ilsa, Zog sie zu sich hoch, Ilsa röchelte, Blut lief ihr aus dem Mund und sie Hustete leicht.

Pilotin:

Schau, gleich ist es soweit, Gleich wird sie tot sein. Wirst schon sehen!

Die Admiralin hielt uns noch immer mit ihrem Blaster in Schach und auch der Schmuggler neben ihr hielt seinen Finger direkt am Abzug. Wir konnten nichts machen, keiner von uns wäre schnell genug, nah genug.

Wyveres:

Lass sie los! Ich flehe dich an, mach mit mir was du Willst!

Sie grinste, hob ihr linkes Bein an und Zog eine Klinge aus dem Stiefel. Richtete Ilsa vor sich auf, und hielt sie an der Schulter fest, drückte ihr den Daumen in die Schusswunde. Ilsa wimmerte, Tränen standen ihr in den Augen. Dann geschah das undenkbare, Ilsa bäumte sich auf, nahm all ihre Kraft zusammen und Donnerte ihr die Stirn auf ihre Nase. Knochen brachen, und sie taumelte leicht zurück, Griff sich ins Gesicht und lies Ilsa los. Diese wiederum taumelte ebenfalls vom Schlag noch benommen zwei, drei Schritte zurück und sackte dann erneut zusammen.

Pilotin:

DU!

Sie stürzte sich, wie eine wild gewordene Furie auf Sie, Nahm die Klinge und rammte ihr die selbige in den Bauch, immer und immer wieder, Ilsa spuckte Blut, Schrie, dann wurde das schreien leiser, nur um in gurgeln überzugehen, Ilsa Krallte und versuchte sich verzweifelt zu wehren, aber mit jedem Stich wurden ihre Bewegungen schlaffer, bis sie ganz aufhörten.

Pilotin:

Krepiere du MISTSTÜCK!

Sie richtete sich auf, ihr Werk war vollendet. Ilsa atmete nicht mehr. Aber es schien ihr nicht genug zu sein, so als wollte sie unbedingt sichergehen, Hob sie den nun leblosen Körper von Ilsa an, stellte sich hinter ihn.

Pilotin:

Sicher ist sicher, du Arsch hast ja auch ne Explosion und hunderte von Kugeln Überlebt!

Sie setzte die Klinge an ihren Brustkorb, und Zog sie von oben nach unten durch, Eingeweide quollen hervor, Darm, Leber und andere Organe vielen vor ihr auf den Boden. Die nun leblosen Augen von Ilsa starrten in meine Richtung, Starrten in meine Seele, wie eine Anklage, hämmerte sich ihr vor Blut verschmiertes Gesicht, mit diesen starren Augen in mein Gedächtnis. Ihr Herz hing offen in Ihrem Brustkorb. Sie Griff danach und zerrte es aus ihr heraus, schnitt es von ihrem Körper ab und warf es mir zu, zum beweiß das die Person, die mir eine gute Freundin geworden war, die Person die sich so Liebevoll um meine Töchter gekümmert hatte, tatsächlich tot war.

Pilotin:

Die steht garantiert nicht mehr auf!

Sie lies den toten Körper von Ilsa los, er sackte vor ihr, auf der Stelle zusammen, Blut quoll ihr noch aus dem Mund, dann fiel ihr Kopf nach vorne, und Sie glitt langsam zur Seite.

Neben mir schrie John schon die ganze Zeit, ich hatte es kaum wahrgenommen. Meine Gedanken waren davon gefegt worden, leere trat an dessen Stelle, ich betrachtete das Herz das vor mir lag. Griff danach, packte es und fing an zu rechnen, Zwei Blaster, gegen Mario, John, Neraco, Konrad und mich. Diesmal würde ich nicht zögern, diesmal Spalte ich ihr gleich den Schädel.

Pilotin:

Genau das selbe werde ich auch mit deiner anderen Schlampe machen! Aber vorher dürfen unsere Jungs alle nochmal ran! Und du wirst zusehen, während dir dein Blut langsam aus dem Körper fließt! HÖRST DU!

Sie sprang leicht Manisch auf der Stelle, und leckte sich das Blut von den Fingern.

Admiralin Harg:

Beruhig dich Schatz, Wir haben genug Zeit, komm erst einmal runter, und kümmere Dich darum das die wieder gefesselt werden. Mir schläft nämlich langsam aber sicher der Arm ein!

Pilotin:

Die kommen doch ej nicht weit, die ganze Station ist unter unserer Kontrolle. Ich hab meine Männer und du deine Soldaten. Die Kommen nirgendswo hin. Also beruhig du dich lieber, Caroline! Außerdem, ich glaube ich Bringe jetzt erst einmal diesen Kerl um der da so bitterlich weint. Sein Geheule … macht mich rasend!

Admiralin Harg:

Wenn es sein muss, aber mach schnell Yasha, der kleine braucht eine frische Windel!

Pilotin:

Nenn mich nicht so! Du weist ich hasse diesen Namen, Entweder nennst du mich bei meinem richtigen Namen oder ich rede nie wieder mit dir!

Admiralin Harg:

Ok, ok, meine liebe Allissandre würdest du so Freundlich sein, und dich endlich beeilen!

Die Beide fingen an miteinander zu Streiten, somit war ihre Aufmerksamkeit nicht mehr voll auf uns gerichtet, was nur zu unserem Vorteil war. Ich fasste einen Plan, Tollkühn und völlig Idiotisch aber er könnte uns allen das Leben retten. Was ich und auch die beiden nicht bemerkt hatten, war das sich während sie Zankten, eine der Türen die zum Frachtraum führten, geöffnet und auch wieder geschlossen wurde.

Wyveres:

Allissandre … so heißt du Dreckstück also!

Sie fuhr augenblicklich zu mir und stierte mich voller Hass in ihren Augen an. Doch Sie kam nicht dazu mir meine Spitze zu kontern. Denn noch während ich, ihr die letzten Worte entgegen warf, nahm ich das Herz, das ich umklammert hatte, und warf es in ihre Richtung. Es landete mitten in ihrem Gesicht. Sie schrie auf, Die Admiralin drehte sich gerade Zu ihr, als dass undenkbare passierte. Der Schmuggler der die ganze Zeit neben den beiden gestanden hatte, sackte von einem Blaster Salve getroffen, zusammen. Da niemand von uns bewaffnet war herrschte nun haltloses Chaos im Raum. John und Ich Sprangen augenblicklich auf und stürmten auf die beiden zu, wurden aber apport aufgehalten da die Admiralin nun ihrerseits ihren Blaster in unsere Richtung hielt und wahllos durch den Raum schoss. Wir schafften es gerade so zur Seite zu hechten. Das Blaster Feuer durchschnitt den Raum, überall loderten kleine Feuer auf. Da sie noch immer meinem Sohn in ihrem Arm hatte, traf sie größtenteils nur Metal und Container. Aber es reichte um uns zu verlangsamen, so das die beiden die Flucht antreten konnten.

Soldat:

Ihr Entkommt mir nicht!

Hallte es hinter uns durch den Raum. Während das Blaster Feuer beständig weiter ging, die beiden Schleuderten, den Soldaten alles was sie an Feuerkraft hatten entgegen, nur um dann doch noch durch die selbe Tür zu verschwinden, durch die auch der eine Schmuggler verschwunden war um Nadine zu holen. Doch als wollte das Universum, mir gegenüber etwas wieder gut machen, gelang es Neraco, dass was John und mir verwehrt geblieben war. Er schaffte es zur Admiralin, er schaffte es unter all dem Beschuss, ihr meinen Sohn zu entreißen, Sie schrie auf, konnte aber nichts mehr machen, denn die Soldaten hielten das Feuer auf die beiden aufrecht. Neraco bekam von ihr, zum Dank, mehrere Schüsse ab. Dann wurde es auf einmal gespenstisch still im Raum, Die beiden waren fort, schwer verletzt zwar aber sie hatten es durch die Tür geschafft. Es blieb nicht lange so still, denn nun fing eine kleine zarte Stimme an zu weinen.

Neraco:

Dem kleinen geht es gut! Was man von mir nicht gerade sagen kann.

Er kam zwischen den Containern hervor gehumpelt. Hielt meinen Sohn im Linken Arm, Sein rechtes Bein war, von den Treffern die er abbekommen hatte, versenkt. Sein rechter Arm hing schlaff zur Seite runter. Aber er Grinste, Grinste in meine Richtung.

Nachdem sich der erste Staub gelegt hatte, Und alle aus ihren Verstecken in dem sie Schutz gesucht hatten, hervorgekommen waren, fehlte jede Spur von Mario. Dafür war der Junge Soldaten und zwei seiner Kameraden nun zu uns gestoßen, Die drei sahen etwas Mitgenommen aus. John begann damit Neraco zu verarzten, während ich Konrad meinen Sohn anvertraute.

Wyveres:

Bring ihn zu Jule und Kathrine! Du bist uns bei der Verfolgung der Beiden, ej keine große Hilfe. Du kennst die Station, und solltest ohne Probleme zu einem Schiff gelangen. Flieh von der Station!

Konrad:

Nicht ohne meine Tochter!

Wyveres:

Konrad, siehst du nicht was hier gerade Passiert ist? Verstehst du die Lage in der wir uns befinden nicht! Deine Admiralin hat von Anfang an ein falsches Spiel gespielt. Und ich ahne warum. Also nimm meinen Sohn, und verlasse die Station! Sofort, um Nadine kümmern wir uns. Deine Aufgabe ist es dafür zu sorgen das deine Enkel ein gutes Leben haben!

Konrad:

Ich versteh. Na gut, Was sage ich deinen Töchtern, wenn Sie Fragen?

Wyveres:

Jule wirds verstehen, ansonsten erzähl ihnen das nötigste.

Er nickte, dann machte er sich mit einem der drei Soldaten und dem schwer verletzten Neraco an seiner Seite auf. Währenddessen wir uns bereit machten die beiden zu verfolgen. Die beiden Soldaten berichteten, währenddessen wir die Gänge entlang liefen, das sie während des Angriffes auf das Büro der Admiralin, das Glück gehabt hatten gerade Pissen gewesen zu sein. Sie hatten die Verwüstung zum Anlass genommen um die gesamten Soldaten auf der Station zu Mobilisieren. Da sie davon ausgingen das die Admiralin entführt wurde. Die Sensoren hatten ihnen Ausnahmsweise mal korrekte Wärmesignaturen in der Station geliefert. Außerdem konnten wir, einer klaren Blutspur folgen. Die beiden hatten vielleicht drei oder vier Minuten Vorsprung, nicht Viel, aber es reichte.

Soldat:

Die Admiralin, eine Deserteurin und sie Arbeit mit diesen Terroristen zusammen. Ich mag es eigentlich nicht glauben.

Wyveres:

Glaube es, und ich werde den beiden Persönlich den Gar ausmachen. Hier sie sind Links lang. Da ist ein blutiger Abdruck an der Wand.

Wir durchquerten vier Korridore bevor wir von einer weiteren Leiche abprobt gestoppt wurden. Ein Schmuggler, Er hatte keine Schusswunden, dafür befand sich aber sein Kopf in einer Unnatürlichen Stellung, jemand hatte ihm das Genick gebrochen. Er hielt noch ein paar Fesseln in der Hand.

Währenddessen in einem anderen Teil der Station, nicht weit entfernt von uns.

Sie hatten die beiden fast eingeholt, immer wieder schlug das Feuer aus ihren Blaster hinter ihnen ein, doch es traf sie einfach nicht, zu sehr hatte es sie Angestrengt die beiden zu verfolgen. Er hatte sie Überrumpelt, hatte sie wie ein Wild gewordener Stier von ihrer Beute verjagt, hatte schier unmenschliche Kraft bewiesen, und die beiden in Schach gehalten. Doch nun war er vor ihnen in eine Sackgasse abgebogen. Ein weiterer Hangar, darin ein Schiff, dass wussten Sie, denn es war ihr Schiff, dass Schiff das Allisande auf die Station gebracht hatte, ein Föderales Schiff. Gekauft von der Frau die Sie liebte, der Frau die sie von den Toten zurück geholt hatte, die all das hier unternommen hatte, nur um sich an dem Mann zu rächen der ihr, ihre Liebste so unverhofft entrissen hatte. Es hatte Wochen gedauert, bis Caroline Harg jemanden gefunden hatte, der die wenigen Überreste von Allisande wiederbeleben konnte, Und weitere Monate bis die Gentherapie, endlich ihren Körper soweit wieder hergestellt hatte. Doch anstelle der Frau die sie geliebt hatte, erwachte ein Monster, ein Monster das nichts anderes mehr kannte außer Qual, es hatte ewig gedauert bis Allisande das erste Wort sprach. Bis sie endlich erzählen konnte was passiert war. Und so wollte sie Rache, Rache an denen nehmen die ihr Ihre Allisande genommen hatten. Doch es lief alles nicht so wie sie es geplant hatten. Weder damals auf der Station Medupe City noch jetzt, immer wieder hatte ihnen das Universum einen Strich durch ihre Rechnung gemacht. Doch jetzt, jetzt hatten sie wenigstens eine der Personen die für all ihr Leid verantwortlich waren, endlich in die Enge getrieben, und diesmal würde Sie garantiert sterben. Keine weiteren Spielchen, kein Katz und Maus mehr. Eine einfache saubere Sache, Sie würden die Beiden einfach Umbringen und dann mit dem Schiff die Station verlassen.

Die Hangar Tür öffnete sich vor ihnen, eine Fer-De-Lance kam dahinter zum Vorschein, die Triebwerke waren Still, das Licht im Hangar war auf Notstrom und die Beleuchtung dadurch nur sehr schwach.

Allisande:

Ihr Entkommt uns nicht! HIER IST ENDSTATION FÜR EUCH BEIDE!

Es war Still im Hangar, doch bevor die beiden auch nur einen weiteren schritt in den Hangar machen konnten, sausten mehrere Schüsse an ihnen vorbei. Die Fer-De-Lance erwachte zum Leben, eine der Laserkanonen fixierte sie. Beide hechteten In Deckung und nahmen das Geschütz unter Feuer. Nach ein paar Schüssen explodierte es. Dann erklang eine Stimme aus der Fer-De-Lance.

Mario:

Ihr beide werdet sterben, Gebt am besten einfach auf! Wir haben gewonnen!

Allisande:

Einen Scheiß habt ihr!

Sie griff zu ihrem Funkgerät und brüllte ein paar Befehle. Dann warteten die beiden, sicher hinter den Containern, die sie vor jeglichem weiterem Laserfeuer schützten. Allisande fluchte die gesamte Zeit, sie hatte sich das alles völlig anders vorgestellt. Hatte sich schon darauf gefreut, ihrem Peiniger endlich ausweiden zu können. Ihn zu Quälen und ihm nach und nach alles zu nehmen was ihm lieb und teuer war. Doch es kam alles anders. Nun waren sie und Caroline die gejagten. Und ihre Beute war in ihrem Schiff, blockierte ihre einzige Fluchtmöglichkeit. Und nicht einmal die Stimme von Caroline konnte sie wieder beruhigen, sie stand kurz davor völlig die Fassung zu verlieren. Dann kamen sie, ihre Söldner, sie brüllte und Befahl ihnen die Fer-De-Lance unter Beschuss zu nehmen. Diese erwiderte ihren Befehl prompt mit Geschützfeuer. Es war ihre Chance, sie wollte die beiden Tot sehen. Also lies sie alle Vernunft sausen, sprang aus ihrem Versteck und rannte, rannte zur Schleuse der Fer-De-Lance, lies Caroline hinter sich, sie hatte nur noch einen Gedanken, töten. Einige der Kugeln fanden weiche Stellen an ihrem Körper, Durchschlugen ihn, aber es war ihr egal, ihr Hass, ihr Wille und das Adrenalin in ihrem Körper ließen sie einfach weiter laufen. Und so erreichte sie die Schleuse, schwer Verletzt zwar, aber sie war außerhalb der Reichweite der Geschütze, Sie sah noch wie die Hangar Tür aus der sie kam, sich erneut öffnete, und mehrere Personen den Hangar betraten, es waren nicht ihre Leute, und auch keine Soldaten von Caroline. Caroline hatte sie nicht bemerkt, Stand mit dem Rücken zu ihnen. Sie sah die Blaster, wie er und seine Kameraden Sie einfach auf sie richteten, Sie sah noch wie sie einfach Abdrückten, Hörte wie Caroline Aufschrie, wie er sich vor Ihr aufbaute, und ihr dann einfach ins Gesicht Schoss, wie er ihr einfach so, ihre Caroline nahm. Es war der letzte funken, sie Explodierte, wollte ihm am liebsten in Stücke reißen, ihn zerfetzen, er der zwei mal Existierte, hatte ihr nun endgültig alles genommen. Sie würde alle mitnehmen, die Söldner, die Soldaten, ihn, seine Schlampe, einfach alle.

Allisande:

ICH WERDE DIR ALLES NEHMEN, DU AUSGEBURT EINER RÄUDIGEN HÜNDIN! ICH WERDE SIEGEN! HÖRST DU ICH WERDE SIEGEN!

Die Schleuse öffnete sich, kalte Luft kam ihr entgegen, trocknete etwas den Schweiß und das Blut, ihr Gesicht brannte vor Schmerzen, sie drohte Ohnmächtig zu werden, schleppte sich vorbei an den Fracht Containern, an der Schmuggelware, Richtung Cockpit. Da würden er und sie sein. Sie hörte wie das Feuer draußen verstarb. Das Geschütz aufgehört hatte zu feuern. Sie würde die beiden Überraschen, würde ihn zuerst töten. Doch sie brauchte erst etwas gegen die Schmerzen und etwas gegen ihre trockene Kehle. Ihr Quartier, die Drogen, der Alkohol. Dort waren sie, in einer kleinen Kiste, feinster Stoff.

Sie Schleppte sich den Gang entlang der zu ihrem Quartiert führte. Ihren Blaster fest in der Hand. Öffnete die Tür und Kroch hinein.

Draußen vor der Fer-De-Lance

Die Lage war endlich unter Kontrolle, die Söldner waren entweder geflohen oder tot. Wir hatten sogar die Admiralin erwischt, nur Allisande war in die Fer-De-Lance geflohen, hatte ihre Geliebte zurückgelassen. Ich sah noch wie sie die Schleuse schloss, dann kurz darauf Geschah das undenkbare, die Triebwerke starteten, die Gangway war dabei einzufahren, wir hatten also keine Zeit zu verlieren, doch die anderen waren zu weit im Hangar verteilt, hatten die Türen im Auge, falls sich doch noch Söldner blicken lassen sollten, so schafften Sie es nicht mehr rechtzeitig zur Schleuse, Nur ich, ich hatte es geschafft, an Bord zu gelangen. Sie war alleine, doch es war nicht mein Schiff, hier hatte ich keine Vertis, keine Kontrolle. Hier hatte Sie die Kontrolle. Und das Schiff startete, etwas das ich nicht verhindern konnte. Aber ich konnte sie nun Finden, sie sass mit mir hier fest. Mit mir, Mario und Nadine. Sie hatte alles Verloren und der Gedanken der mir in diesem Moment kam, als ich die ersten Schritte im Schiff machte, wurde mir auch sogleich vom Schiff selbst bestätigt. Selbstzerstörung in fünf Minuten, dröhnte an meine Ohren. Sie hatte es tatsächlich getan. Sie wollte sicher gehen das nicht nur sie stirbt, wir sollten mit ihr sterben. Das Cockpit, war mein erstes Ziel, sie müsste im Cockpit sein.

Ich irrte durch die Gänge, die Fer-De-Lance war nicht besonders groß, aber hatte trotzdem einige Winkel, wo man sich in Ruhe verstecken könnte. Während ich das Cockpit fast erreicht hatte, erklang ihre Stimme über Intercom.

Allisande:

ICH HABE MEINE RACHE! ICH HABE EUCH DA WO IHR MIR NICHT MEHR ENTKOMMEN KÖNNT! STERBT IHR ELENDEN …

Sie brach mitten im Satz ab, der Kanal blieb aber offen und so konnte ich hören wie sie Anfing zu schreien, wildes Gestammel, und Schüsse. Hatte Mario sie gefunden? Ich würde es gleich erfahren, da war es, das Cockpit, die Tür stand offen. Von hier kam ihre Stimme also nicht. Aber ich konnte wenigstens versuchen den Countdown zu stoppen. Während mir das Intercom, einen heftigen Kampf zwischen ihr und Mario übertrug. Die Zeit lief uns davon, wir standen mitten in der Station, still auf der Stelle, der Countdown zeigte noch zwei Minuten, knapp aber machbar. Dann sah ich die Informationen der Station, Acht Minuten bis wir mit der Fer-De-Lance die Station verlassen müssen. Der Computer des Schiffes reagierte auf gar nichts, weder auf die Kontrollen für schub noch auf sonstige eingaben. Ich trat die Konsole auf, Riss an ein paar Kabeln. Durchtrennte sie, der Countdown für die Selbstzerstörung verstummte. Doch die Fer-De-Lance bewegte sich noch immer nicht. Stattdessen verlangte sie einen Autorisierungscode, einen den nur Allisande kannte, die gerade dabei war entweder zu sterben, oder sowohl Mario als auch Nadine ermordete. Wir hatten also noch sechs Minuten. Ich lies die Kontrollen, Kontrollen sein und Stürmte dem wiederhall des Blaster Feuers entgegen. Wenn dann wollte ich meiner Nadine in die Augen sehen, wenn es denn zu Ende mit uns gehen sollte.

Im Quartier von Allisande

Die beiden hatten sie Überrascht, hatten sich in verschiedenen Ecken versteckt, hatten ihr aufgelauert. Gewartet hatten sie, aber sie war trotzdem schlauer gewesen. Hatte dem Computer schon als sie das Schiff betreten hatte, befohlen alle Kommandos außer das ihre zu Ignorieren, hatte ihm befohlen zu starten, in Wartestellung zu gehen und die Selbstzerstörung einzuleiten. Sie wollte nur sicher gehen das ihre Opfer auch wirklich an Bord blieben, das die beiden nicht zu den Rettungskapseln gelangen würden, sie hatten sich auf sie gestürzt. Ihr zugesetzt, Aber sie war schnell, hatte mehrfach mit ihrem Blaster auf ihn geschossen. hatte ihn in die Brust getroffen, ihn dabei verflucht. Trotzdem war ihr Blaster nun nutzlos, die Energiezelle war leer. Und er Stand noch, hatte noch seinen Blaster, konnte ihr aber nichts anhaben, denn sie hatte ihn überrumpelt, hatte die Hure zu fassen bekommen, hielt ihr, ihr letztes Messer an die Kehle und hielt ihn auf Abstand. Er wagte es nicht, wich zurück, sein Blick wurde trüb, sie hatte ihm wohl den Rest gegeben. Aber er hatte noch immer den Blaster und sie hatte Mühe, die Schlampe wie sie ihr das immer wieder ins Ohr flüsterte, ruhig zu halten. Der Blutverlust zollte langsam aber sicher seinen Tribut, aber das war nicht mehr Wichtig. In Wenigen Momenten wäre es sowieso aus mit ihnen, Sie spielte eigentlich nur noch mit den beiden. Denn sie wusste, sie hatte gewonnen, aber es bereitete ihr ein ungemeines Vergnügen, zu zu sehen wie er vor ihr verreckte, wie Sie mit ansehen musste, wie ihr Stecher langsam starb.

Allisande:

Schau, schau genau hin, Schlampe, gleich ist es aus mit ihm. Ich habe gewonnen, hörst du, ich habe gewonnen. Aber sorge dich nicht, du wirst ihm gleich Folgen. Schau er kann kaum noch stehen!

Nadine:

Dafür werde ich dich umbringen!

Allisande:

Witzig, da es eh egal ist, ich habe meine Rache, hörst du, der Countdown. Gleich ist es vorbei, so oder so. Also sei schön brav, UND HÖR AUF SO RUM ZU ZAPPELN! SCHAU LIEBER HIN WIE DEIN GELIEBTER WYVERES DAS ZEITLICHE SEGNET! DU VERDAMMTES STÜCK HURE DU! SCHAU ZU!

Er bäumte sich auf, hob den Kopf und grinste sie an.

Mario:

Du … irrst dich … ich … bin … nicht … er! Ich habe … diese … Frau … vor … Heute noch nie gesehen … dafür wird er dich …

Er beendete den Satz nicht, stattdessen grinste er sie einfach nur an bevor er zusammen brach. Sie hatte seine Worte gehört, gehört, wie er sagte er sei nicht Wyveres, sie hatte den Falschen und doch, stand ihr die Genugtuung ins Gesicht geschrieben, sie hatte ihn umgebracht, und auch die Schlampe würde gleich mit ihr sterben. Dann dämmerte es ihr, so plötzlich, der Countdown, sie hörte ihn gar nicht mehr. Alles was sie hörte waren die Worte der Hure.

Nadine:

Dafür schmorst du in der Hölle.

Was sie sagte war ihr egal, sie würde sie eh gleich umbringen, denn sie hörte den Countdown wirklich nicht mehr, was bedeutete das außer den beiden, noch jemand an Bord war, jemand der dafür gesorgt hatte, dass ihre Rache nicht vollendet werden konnte. Sie würde ihn finden, ihm die Eingeweide zerfetzen. Sie fing an hysterisch zu lachen, bei dem Gedanken, dass er eventuell auf dem Schiff war. Sie würde ihm die Überreste seiner Schlampe entgegen schleudern. Würde am Ende doch gewinnen.

Allisande:

Jetzt bist du dran, Schlampe. Dein Freund ist tot, nun Stirbst …

Zwei Hände packten ihren Kopf, Umklammerten ihn, es war als würde ihn jemand in einen Schraubstock packen und diesen Langsam zudrehen. Sie versuchte nach den Händen zu schlagen, so ließ sie ungewollt ihre Geisel los, sie merkte wie ihre Füsse den halt verloren, wie sie angehoben wurde. Sie wollte schreien, sie wollte Kämpfen, aber ihre Arme gehorchten ihr nicht mehr, sie hingen schlaff an ihr herunter, dass Gefühl das sie hatte war, mit purer Verzweiflung vergleichbar, ihre Gedanken rasten, sie hatte doch gewonnen. Wie war das möglich, wie hatte sie ihn überhört. Ihre Augen, erfasten die seinen. Sie wollte ihm die selbigen auskratzen, aber wieder, dem Gedanken folgten ihre Arme nicht, auch hatte sie das Geräusch gar nicht wirklich wahr genommen. Hatte nicht begriffen, was es bedeutete, hatte es für die erste Explosion gehalten. Stattdessen so begriff, sie nun voller entsetzen, es waren die Knochen in ihrem Hals gewesen, die Geräusche machten als sie brachen, sie wurde gar nicht angehoben, ihre Beine berührten noch immer den Boden. Ihre Augen zuckten wild umher. Sie wollte nicht, konnte nicht, durfte nicht verlieren. Doch es war zu spät, das wurde ihr klar, klar als er die Hände von ihrem Gesicht nahm. Wie sie seine Worte hörte.

Wyveres:

Die einzige die hier und Heute stirbt bist nur du Yasha!

Die letzten Worte in ihrem Leben und er hatte es tatsächlich gewagt, er hatte ihren Spitznamen benutzt, so als wollte er sie noch ein aller letztes mal verhöhnen, Yasha, so durfte Caroline sie nur nennen, und auch nur wenn sie alleine waren. Wenn Sie zusammen die Nächte verbrachten, ihre Caroline war vor ihren Augen von ihm umgebracht worden. Ihr Körper Schlug auf den Boden auf. Ihre Gedanken wurden davon gefegt, alles wurde zu einem dunklem Brei aus wirren Gedankenfetzen. Dann war da nur noch ein letzter verzweifelter Gedanke, ein letztes Wort, eins wollte sie noch sagen, aber bevor sie dieses eine Wort formen konnte, bevor sie es fassen konnte, festhalten und bewahren, war es fort, fort so wie alles was sie war. Nur eine Träne zeugte von ihrem letzten Gedanken. Eine Träne die weder von ihm noch von ihr beachtet wurde.

Ich hatte es geschafft, Nadine stand vor mir, meine Nadine, Allisande hatte sich so sehr darauf Konzentriert ihre Rache zu bekommen, das sie es nicht einmal gemerkt hatte, nicht wie die Tür aufging, nicht wie ich Hinter sie trat, nicht einmal als ich ihr den Kopf um Hundert Achtzig Grad gedreht hatte, nur dieses Entsetzten in ihren Augen. Aber es war mir egal. Es war kurz und schmerzlos.

Wyveres:

Nadine, geht es dir …

Sie viel mir die Arme, Küsste mich, Tränen standen in ihren Augen.

Nadine:

Unser Sohn … Schatz … hat sie ?

Wyveres:

Bei deinem Vater, er bringt ihn gerade in Sicherheit, es ist Überstanden Schatz, wir haben gewonnen. Hilf mir mit Mario.

Nadine:

Ich hielt ihn für dich … die beiden hielten ihn für dich … er hat gekämpft wie du, gesprochen wie du.

Wyveres:

Lebt er noch?

Sie beugte sich zu ihm, brachte ihn in eine stabile Lage. Der Blutlache unter ihm zu Urteilen grenzte es an einem Wunder, das er noch Atmete, aber sein Atem war kaum noch vorhanden.

Nadine:

Er lebt noch.

Wyveres:

Aber nicht mehr lange, wie ich befürchte, wahrscheinlich hält ihn nur noch sein Wille am Leben.

Nadine nahm ihn in ihre Arme, hielt ihn fest an sich gepresst und Weinte, dankte ihm, für alles was er für sie, für unsere Kinder, für mich getan hatte. Dann Küsste sie ihn, in seinen Augen sammelten sich ebenfalls Tränen. Mir kam es vor als versuchte er noch etwas zu sagen, aber stattdessen lächelte er nur, dann erschlaffte sein Körper.

Ich griff Nadine, Zog sie von ihm weg.

Nadine:

Du kannst ihn doch nicht hier lassen …

Noch während ich mit ihr durch die Tür glitt, zählte ich in Gedanken die Sekunden.

Wyveres:

Wir haben keine ZEIT MEHR. Die Station wird jeden Moment auf uns Schießen! Das Schiff hat keine Schilde und die Einzige die es Steuern kann liegt in ihrer Kabine tot am Boden. Wir haben nur eine Chance …

Wie zur Bestätigung meiner Worte, begann im selben Augenblick das Feuer der Station die Außenhaut des Schiffes anzugreifen. Explosionen innerhalb des Schiffes behinderten unseren Weg, es waren zwar nur wenige Meter aber es schien als würde Allisande ihre Rache doch noch bekommen. Die Triebwerke wurden getroffen, das Schiff verlor augenblicklich seine Stabilisation und begann zu beschleunigen und das innerhalb der Station, wir waren nun endgültig Verloren. Ich hatte meine Nadine wieder und würde sie doch verlieren. Wir erreichten unter immenser Anstrengung das Cockpit, mittlerweile hatte die Hülle beträchtlichen Schaden genommen, die Laser begannen sich durch die Innereien des Schiffes zu fressen. Der Lärm wurde Ohrenbetäubend. Wir schleppten uns mühsam Zentimeter um Zentimeter voran. Dann sah ich die Wand, sah wie sie näher kam, sah die Zahl auf dem Overlay Display, hörte den Computer des Schiffes Zählen, sah wie alles Verschwamm. Mein letzter Gedanke galt meiner Nadine, meinen Töchtern, meinem Sohn.

Wyveres:

NADINE ICH LIEBE DICH …

Ich machte meinen Frieden mit dem Universum und schloss die Augen.

Weniger Hunderte Meter unterhalb des Schiffes im Hangar.

Vom Hangar aus konnten John und die Soldaten beobachten wie die Fer-De-Lance unter dem Dauerfeuer der Station, langsam aber sicher zerrieben wurde. Er konnte noch sehen wie das Schiff beschleunigte, wie es seinen Kurs verlor, wie es anstatt Richtung Mailslot, Wild in der Station Umher flog, Wie die Laser ununterbrochen stumpf ihren automatischen Befehlen folgten. Dann sah er wie die Fer-De-Lance Kurs auf die Inner Wand der Station nahm, sah wie Sie sich Streckte, wie die Laser versuchten ihren Flug zu beenden, Er sah wie die Fer-De-Lance in der Stationswand verschwand, gefolgt von mächtigen Explosionen die an dem Punkt wo die Fer-De-Lance in die Wand einschlug, ein riesiges Loch in die gesamte Station schlug, wie die Laser ihre Feuer einstellten. Sie hatten ihre Arbeit beendet. Hatten das Schiff das den Verkehr aufgehalten hatte, das nach Ablauf der Startzeit noch immer in der Station war, laut Protokoll, vernichtet. Er sah keine Rettungskapseln. Nur Trümmer, Trümmer überall, es war nicht auszumachen, was vom Schiff stammte und was von der Station. Erst hatte er tatenlos mit ansehen müssen wie man seine Ilsa abgeschlachtet hatte, hatte sich an vielen der Schmuggler dafür gerächt, hatte sogar die Genugtuung die Admiralin unschädlich zu machen. Doch das alles schien nun so Bedeutungslos, Ilsas tot wurde in diesem Moment so bedeutungslos für ihn, Sie hatte für Nadine, für Wyveres Sohn, für Wyveres selbst gekämpft, so wie er. Und nun hatte er mit ansehen müssen wie sein Freund vor seinen Augen in einer gewaltigen Explosion verschwand. Wie sollte, wie könnte er das den beiden Mädchen erklären. Er wusste es nicht, alles was er noch tun konnte war weinen. Weinen um Ilsa, Weinen um Wyveres, Weinen um den Verlust seiner Freunde.

Einige Zeit später auf dem Flottenschiff von General Darlin.

Konrad:

Und Sie sind sich sicher?

Konrad starrte auf den Bericht der vor ihm lag, er ließ keinen Zweifel zu, er sackte resigniert in seinen Stuhl, Griff sich mit beiden Händen ins Gesicht und weinte, denn er hatte beide Töchter verloren. Hätte er mehr tun sollen, hätte er von Anfang an mit auf der Station sein sollen, wäre ihm dann nicht Entgangen das seine Admiralin ein doppeltes Spiel gespielt hat. Nun listete der Bericht, sie als Verstorben, neben all den anderen, die bei dieser Tragödie ums Leben gekommen sind. Ilsa, stand darunter, er hatte sie nur Kurz kennengelernt, bekam aber noch immer nicht das Bild ihres Toten Körpers aus seinen Gedanken. Wyveres, Mario und seine Nadine, sie wurden als, vermisst, vermutlich verstorben aufgeführt.

Er hatte genug für Heute, nur noch eine Pflicht hielt ihm im Büro, und er musste seiner Enkelin die bittere Wahrheit sagen. Er hatte ihr, ihren Bruder erst vor Kurzem übergeben, hatte Ihr versichert das ihr Vater und Ihre Tante bald Folgen würden. Doch er wusste da schon, das dies eine Lüge war. Jetzt wo er die Endgültige Gewissheit hatte, musste er diese Lüge aus der Welt schaffen.

Die Berichte blieben auf seinem Schreibtisch liegen, er verabschiedete den Soldaten der sie ihm gegeben hatte. Stand dann auf, entledigte sich seiner Uniform und schlüpfte in zivile Kleidung. Setzte sich wieder an den Tisch und machte seine letzte Unterschrift als General der Flotte. Er hatte genug, genug vom Kampf, vom Krieg, die Tinte auf dem Rücktrittschreiben war noch nicht einmal getrocknet, da hatte er das Büro schon verlassen. Nun würde eine neue Aufgabe auf ihn warten, eine weit aus Schwierigere, seine Enkelkinder.

Er begrüßte sie, die Drei warteten in Begleitung einiger Soldaten und Neraco an der Hangar Bucht. Jule hielt ihren Bruder im Arm, während Kathrine ihn die ganze Zeit beschäftigte. Er lächelte, es war ein falsches Lächeln, aber er musste für die drei nun da sein. Ihr Opa sein. Sie gingen an Bord seines Schiffes Richtung Erde, der nun neuen Heimat von Jule, Kathrine und ihrem kleinen Bruder, der noch immer keinen Namen hatte. Aber das war nun nebensächlich, sie würden schon einen finden für ihn. Er lies die beiden vorgehen, Salutierte noch ein letztes mal vor seinen Soldaten. Dann bestieg auch er das Schiff, das sie kurz drauf zur Erde brachte. Zu dem Ort wo ihre Oma, noch nicht einmal ahnte was nun auf sie zukommen würde.

Der Flug verlief ruhig, man lies sie in Ruhe, auch die Fragen bezüglich seiner Beteiligung an dem Desaster auf der Columbus Station blieben aus, dafür hatte er direkt seinen Rücktritt kommentarlos angenommen. Es ersparte ihm und seinen Enkeln unangenehme Fragen, über das wie und warum. Doch eine Frage konnte er nicht ausweichen, und Jule stellte sie ihm.

Jule:

Wo sind sie? Ich hab die Nachrichten gesehen, ich habe das Loch gesehen. Und gelesen was es verursacht haben soll. Also Opa, wo sind Sie?

In ihrer Stimme lag ein Unterton der ihm sagte, dass sie die Antwort eigentlich schon Längst wusste.

Konrad:

Offiziell gelten Nadine, Wyveres und Mario, als gestorben.

Jule:

Ich habe schon einige Schiffe gesehen, die in Stationen von den Internen System Zerfetzt wurden. Die Bilder Opa, das war keine dieser Zerstörungen! Ich Weigere mich zu glauben das mein Vater nicht doch NOCH ein Ass im Ärmel hatte. Hörst du … er kann …

Sie brach mitten im Satz ab und Fing bitterlich an zu weinen. Die Realisation das die beiden Menschen die ihr im gesamten Universum am wichtigsten waren, nicht mehr am Leben sein sollten, versetzte ihr einen solchen Schlag, dass nicht einmal der fröhlichste Clown mit dem besten Witz aller Zeiten, sie jetzt hätte aufmuntern können. Sie hatte gewusst, dass er dabei Sterben könnte, hatte im Kopf immer wieder mit sich selbst darüber geredet, dass sie für sich und ihre Schwester stark sein musste, wenn es zum schlimmsten kommen würde. Doch jetzt, jetzt war sie nicht Stark, nicht mutig, nicht schlagfertig, jetzt war sie das kleine Mädchen von damals, dass weinte, sie weinte um ihren Vater, Ihre Tante, um Ilsa. Sie war wieder das Mädchen das gerade erst von diesem bärtigen grobschlächtigen Mann aus der Kapsel gerettet worden war, Sie erinnerte sich an seine ersten Worte. „Alles wird gut kleine Jule, jetzt bin ich ja da und ich werde nicht zulassen das dir noch einmal jemand weh tut.“

Jule:

Er hatte mir doch … er hat es doch versprochen … warum bricht ausgerechnet er …,

Kathrine:

Ich wollte doch mit ihm …

Sie beruhigten sich nicht, den gesamten restlichen Flug, weinten beide, hielten sich aneinander Fest und ließen ihren Gefühlen freien lauf. Weder Neraco, noch Konrad konnten irgendetwas dagegen unternehmen.

John hatte sich, nach dem was passiert war, auf das nächst beste Schiff Richtung Imperium begeben. Er hatte die beiden noch besuchen wollen, konnte aber weder Jule, noch Kathrine in die Augen schauen. Er hatte ihnen nur ein paar Zeilen des Bedauerns geschrieben.

Drei Wochen später auf der Erde.

Jule:

Er und Nadine sind noch am Leben! Ich weiß es, und egal was du sagst oder als Gegenbeweis anbringst, ich habe die Bilder Analysiert, ich weiß was in den Geheimen Berichten steht OPA! Und ich lasse mich nicht davon abbringen. Ich werde ein Schiff nehmen und Sie suchen!

Sie fuhr ihn wie die letzten Tage auch schon, wieder und wieder an. Er möge ihr doch endlich das von ihr geforderte Schiff geben. Würde sie endlich von der Erde lassen, damit sie ihren Vater und ihre Tante finden konnte. Selbst die anstehende Beerdigung ihrer Mutter konnte sich von ihrem Vorhaben nicht abbringen. Sie wollte direkt danach los, sie hatte die Sektoren sogar schon alle Markiert. Denn sie war fest davon überzeugt das die Fer-De-Lance beim Kontakt mit der Stationswand nicht Explodiert war, das die Ursache für das Loch in der Station eine andere war. Denn die Berichte die ihr, Konrad auf ihr drängen hin, geben hatte, sprachen von einer Menge Ungereimtheiten. Aber eins lies ihr besonders keine Ruhe, Vertis war nicht mehr an Bord des Schiffes gewesen, die Speicher waren alle Leer, als man die Korvette zur Untersuchung an die Flotte überstellte. Jule hatte einen Verdacht, aber Niemand glaubte ihr, denn niemand hielt, was sie erzählte für möglich. Doch sie Wusste es besser, hatte sie doch selbst etwas ähnliches schon einmal selbst gesehen. Gesehen was diese Art von Schäden verursachen konnte. Sie wusste das er das einfach überlebt haben musste.

Und so kam der Tag an dem die Fünf Beerdigt werden sollten. Fünf Särge für Fünf verstorbene Personen, Nur die von Ilsa und Karen waren belegt. Wyveres, Nadines und Marios blieben Leer. Die beiden Mädchen standen vor ihnen, zusammen mit Ihren Großeltern. Jule schwor noch am Sarg ihrer Mutter das sie ihren Vater finden würde. Dann brach sie wie so oft in den letzten Tagen einfach heulend zusammen.

Zwei Tage später.

Konrad:

Was du vorhast Junge Dame ist Irrsinn. Ich kann das nicht zulassen, ich habe deinem Vater ein versprechen gegeben. Und an das werde ich mich halten. Du wirst hier bei mir auf der Erde bleiben.

Jule:

Ich lasse mich nicht von dir belehren, er hat aus mir eine verdammt gute Pilotin gemacht, Ich kann auf mich aufpassen! Und ich werde ins All aufbrechen! Du wirst mich nicht Aufhalten!

Konrad:

Das lasse ich nicht ZU! Versteh doch, dann hätte er das alles umsonst getan, du hast deinen Bruder, deine Adoptivschwester, du bist erst Sechzehn Jahre alt! Dein Vater ist gestorben, je früher du das endlich Akzeptierst, desto eher kannst du die Trauer zulassen, dass alles verarbeiten!

Jule:

Ich bleibe dabei! ER LEBT! Die Fer-De-Lance hat einen Hyperraum Sprung durchgeführt! WARUM GLAUBST DU MIR DAS DENN NICHT, ALLES SPRICHT DOCH DAFÜR!

Sie stritten noch eine Weile, aber beide konnten von ihrer Position nicht ablassen. Erst als Annabell, mit einem Machtwort dazwischen fuhr, beendeten sie ihren Streit der schon seit einigen Tagen zwischen ihnen herrschte.

Trotzdem, Jule hatte alles vorbereitet, hatte sich mit Ronny in Kontakt gesetzt, ihn davon überzeugt das er, ihr einfach helfen musste. Er hatte ihr nichts Versprochen, doch sie wusste das er, sie nicht im Stich lassen würde. Und so kam der Abend, an dem ihrer Flucht von der Erde, statt finden sollte. Jule hatte Koordinaten erhalten, Koordinaten die Sie in ein Feld in der Nähe führen würde. Und so schlichen sich die beiden Mädchen davon. Unbemerkt von ihren Großeltern. Die beiden hatten ihren Bruder, den sie „Lucien“ getauft hatten, noch einmal fest in den Arm genommen, bevor sie sich auf den Weg gemacht hatten. Sie wussten das sie ihre Eltern schon finden würden, davon waren sie fest überzeugt. Die beiden waren noch irgendwo da draußen und Sie brauchten ihre Hilfe.

Sie brauchten eine Weile um unerkannt aus dem Dorf zu gelangen, doch je näher sie dem besagtem Feld kamen, desto mehr hatte Kathrine, zweifel ob es richtig wäre, ihre Großeltern so zu hintergehen.

Jule:

Wenn du zurück willst dann geh! Ich werde nicht zurückgehen, hier hält mich nichts mehr!

Kathrine:

Das wollte ich damit nicht sagen, aber es ist trotzdem Gefährlich und Dumm von uns, wir hätten ihnen wenigstens einen Abschiedsbrief da lassen sollen.

Die beiden Unterhielten sich noch eine Weile, aber letztendlich überzeugte Jule, Kathrine davon das es so besser wäre für alle.

Sie erreichten Kurz nach ein Uhr das Feld und tatsächlich dort wartete ein Schiff auf sie. Eine Krait Phantom. Kaum hatten die beiden das Schiff betreten, wussten Sie dass sie Erfolg haben würden, Ronny hatte ihnen nicht irgendeine Krait geschickt, es war ihre Krait, Ihre Krait Phantom. Denn nachdem sich die Luke hinter den beiden geschlossen hatte. War da plötzlich diese vertraute blecherne Stimme von Vertis.

Vertis:

Willkommen an Bord Commander Jule, wir sollten Starten, Ich glaube nicht das meine Landung völlig unbemerkt geblieben ist, du musst mir nur sagen wohin.

Jule lächelte, es war dass erste mal seit sie die Botschaft über den Tod ihrer Eltern vernommen hatte, das sie lächelte.

Beide schlüpften mit einem Lächeln im Gesicht in die Bereitgelegten Raumanzüge, Warfen sich jeder eine der alten Jacken, die Ihr Vater so abgöttisch geliebt hatte, über und stapften dann Richtung Cockpit, dort angekommen, gab Jule ihren ersten Befehl als Commander ihres eigenen Schiffes.

Jule:

Vertis, setz einen Kurs Richtung Herz und Seele Nebel!

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – zur Erde

Das Sol System, es kommt mir vor wie eine lang verlorene Heimat, obwohl man nie dort Geboren wurde. Trotzdem, es ist seltsam, an den Ort, der die Wiege der Menschheit ist, zurückzukehren. Dieses einsame blaue Juwel zu sehen, an Jupiter, Saturn und dem Mars vorbei zu fliegen, den Erdmond zu betrachten. Zu sehen wie weit wir in den über tausend Jahren gekommen sind.


Und doch, herrscht noch immer Missgunst und Zwietracht in der Menschheit.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 08.04.3305
Pilotin:

Du verdammter Hurensohn, wie kannst du nach all dem noch am Leben sein! Scheiße Verdammt, warum kannst du nicht einfach Tot bleiben! Warum, bist du noch am LEBEN!

Sie stand vor mir, hatte völlig die Fassung verloren und Hielt einer Person die ich Kaum noch erkannte, ihren Blaster an den Kopf. Meine Sicht war verschwommen, mein Körper von den Strapazen gezeichnet, die Wunde in meiner Brust und der durch Sie verursachte Blutverlust nahm nun endgültig Lebensbedrohliche Ausmaße an. Aber ich stand noch, stand ihr gegenüber. Der Frau die eine ganze Station unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Sie war selbst dem Tode nahe, war wie ein verwundetes Raubtier in die Ecke gedrängt, mit dem Rücken zur Kabinentür. Blutüberströmt stand Sie da. Hielt Sie genau vor sich. Und Grinste mich an.

Pilotin:

Hier endet es noch lange nicht, du Sackgesichtiges Dreckschwein! Ich habe dich und deine Hure genau da wo ich euch haben wollte! Ihr Sterbt mit mir wenn es sein muss!

Dann ging die Tür hinter ihr auf, Eine Gestalt, so groß wie ich, so Bullig wie ich, tauchte hinter ihr auf. Ich nahm nur noch schemenhaft wahr was nun geschah, der Blutverlust zollte seinen Tribut. Ich hörte noch wie sie Aufschrie, sich drehte und Wendete, wie ihr ihre Geisel entrissen wurde. Ich sackte auf die Knie, versuchte mich mit dem Blaster abzustützen, es gelang mir kaum. Aber ich nahm noch etwas wahr, etwas wichtiges, etwas das mir sehr gefiel, ein erlösendes Seufzen, Stimmen, Geräusche, ich spürte wie mein Herzschlag langsamer wurde. Wie er begann auszusetzen, wie er vollständig stehen blieb. Hatte ich es geschafft? war die Aufgabe erfüllt? Es spielte keine Rolle mehr. Es war Unwichtig geworden, die Rüttler, die Stimmen, sie wichen immer weiter Zurück, wurden immer dumpfer und klangen von so weit entfernt zu mir, wie der Beagle Point von Sol entfernt war. Die Schwärze wurde dafür immer mehr, ich sah noch ein Gesicht, war es das ihre? Hatte ich Sie gerettet, war sie all die Mühe wert gewesen. In Ihren Augen, sammelten sich Tränen, weinte Sie um mich, Sie war doch eine Fremde, meine Erinnerungen verschwommen, verschwanden, nach und nach löste sich alles, was ich war, ins Nichts auf. Zeit, Raum das alles war zu einem Brei aus flüchtigen Momenten geworden, Momente die ich nie Erlebt habe. Die er erlebt hatte. Ich sah ihr Gesicht, zum aller letzten mal, es war Wunderschön, ihre Feuerroten Haare vielen ihr ins Gesicht, sie Berührten das meine, ihre Augen kamen näher. Das letzte aufflackern meiner Neuronen, eine Berührung, war das ein Kuss gewesen. Hörte ich da wirklich ein Danke. Mein letzter Gedanke, dass also ist Liebe.

Ein paar Tage zuvor.

Ich erwachte noch leicht Benommen, auf dem Boden liegend, während um mich herum ein paar Roboter die, von mir angerichteten, Schäden beseitigten. Das erste was ich bewusst wahrnahm war Vertis und ihre ihr eigene blecherne Stimme.

Vertis:

Geht es?

Wyveres:

Ja, aber das war wirklich unnötig von dir.

Ich rappelte mich auf und schlurfte zurück in den Pilotensitz, wo ich mir erst einmal einen dreifachen Whiskey genehmigte.

Vertis:

Du warst dabei wichtige Konsolen zu zerlegen, das musste ich verhindern. Außerdem, wirst du es den Kindern sagen?

Wyveres:

Nein, wir sind nicht vorbereitet und ich möchte die beiden nicht unnötig in Panik versetzten, Jule würde darauf bestehen das wir Sofort nach Sol aufbrechen und das würde Unser aller tot bedeuten. Und darauf kann ich gut und gerne Verzichten. Im Gegensatz, Kontaktiere sofort Ronny!

Vertis:

Was hast du vor?

Wyveres:

Unser aller Leben Retten, Ich leihe mir die Kredits von ihm, kaufe die Korvette, fliege zur Erde und rede dort mit Nadines Vater. Ich werde nicht unvorbereitet in diese Todesfalle fliegen.

Während die Roboter ihre Arbeit beendeten, baute Vertis die von mir gewünschte Verbindung zu Ronny auf.

Ronny:

Hallo Wyveres, ich kann mir Denken warum du dich meldest. Ich hatte zwei meiner Leute auf dem Schiff, sind beide tot. Aber ich schätze deswegen Kontaktierst du mich nicht.

Wyveres:

Du hast es erfasst, Ich stecke in einer Zwickmühle, ich brauche schnellstmöglich Kredits, genug um eine Korvette zu kaufen und diese Ausrüsten zu lassen. Und habe nicht mehr die Zeit um noch Void Opale abzubauen, denn Ich weiß wo diese verrückte Schlampe sich Momentan aufhält.

Ronny:

Kredits, wir sprechen hier nicht von ein paar Tausend oder einer Million. Das was du willst sind wohl eher zwei bis drei Milliarden, Wyveres diese Menge, was hast du vor?

Wyveres:

Diese verdammte Hure aus dem All fegen, zusammen mit all denjenigen die ihr geholfen haben. Und dafür brauch ich Feuerkraft, eine Feuerkraft die mir meine Krait nicht bieten kann.

Ronny:

Du wirst mehr als nur ein Schiff brauchen. Aber sag wo befindet Sie sich?

Wyveres:

Columbus Station im Sol System. Sie hat Nadine und meinen Sohn. Und Ronny ich bitte dich nicht um die Kredits, ich verlange sie von dir.

Ronny:

Du verlangst viel alter Freund. Aber gut, ich gebe sie dir. Dafür werde ich aber irgendwann eine Gegenleistung von dir fordern.

Wyveres:

Danke und Ronny, verlange was du willst, nur tue mir ein gefallen, schicke eine Sidewinder in ein System zu ganz bestimmten Koordinaten. Und sie muss unbemannt sein! Ich Übermittel dir gleich die Details und ein paar Daten diese überspielst du in die Sidewinder.

Ronny:

Und ich soll keine Fragen stellen, nehme ich an?

Wyveres:

Exakt.

Ich beendete augenblicklich die Verbindung, übermittelte die von mir angesprochenen Daten und bereitete alles nötig vor. Diese Hure hatte keine Ahnung mit wem sie sich da anlegte. Vertis befahl ich nach einem Raumhafen Ausschau zu halten, der Korvetten verkaufte. Zwar konnte ich nur die zivile Version, in die man nur eine Fighter Bucht einbauen durfte, erwerben. Aber das würde mir genügen. Mir war nur bei einer Sache, wirklich mulmig zu mute, wie sollte ich Jule und Kathrine überhaupt Erklären, warum wir plötzlich die Kredits hatten um die Korvette zu kaufen. Und warum sich unsere Pläne, von hier auf jetzt, so drastisch geändert hatten. Sollte ich es ihnen doch einfach sagen.

Ich stand vom Pilotensitz auf und lief mit der Whiskey Flasche in der Hand durchs Cockpit, am liebsten wäre ich jetzt schon im T9 nach Sol geflogen, Blindlings dem Tod in die Arme. Ich musste Ruhe bewahren. Also eins nach dem anderen.

Vertis:

Sag es ihnen, es wird nicht besser wenn du es deinen Töchtern verheimlichst! Wyveres, ich kenne dich jetzt schon so lange, höre auf mich, erinnere dich an früher, an all die Male wo du in ähnlichen Situationen warst.

Ich lief weiter Unruhig durchs Cockpit, und lies Vertis Worte auf mich wirken. Nahm einen weiteren Schluck aus der Flasche und noch einen und feuerte voller Wut die nun leere Flasche gegen eine der Cockpit Wände.

Wyveres:

Verdammt! Na gut, ich überlege mir ein paar Worte die ich den beiden sagen kann.

Vertis schwieg wieder, ich wusste das sie recht hatte, recht mit ihren Worten, es Jule zu verheimlichen würde nur zu einem Bruch zwischen uns führen. Mir blieb also keine andere Wahl, wollte ich sichergehen dass meine Tochter nicht auf dumme Gedanken kam.

Vertis:

Die Kredits von Ronny sind eingetroffen. Die Datenübertragung ist abgeschlossen. Mach jetzt das richtige! Sonst mache ich es.

Wyveres:

Na schön, öffne das Intercom.

Vertis:

Verstanden.

Ich hörte das übliche knacken, spürte wie mir der Mund austrocknete und meine Nerven bis zum Zerreißen gespannt waren, der Schweiß sammelte sich in meinem Gesicht. Und mir wurde Warm. Mit Fast heiserer Stimme sprach ich ins Intercom.

Wyveres:

Mädchen kommt bitte Sofort ins Cockpit. So schnell wie möglich!

Die Sekunden zogen sich hin, nervös Schritt ich durch den Raum, dann ging die Tür das erste mal auf und vor mir stand Kathrine völlig schlaftrunken und im Nachthemd, ein paar Minuten später folgte auch Jule, die sich gerade die Haare trocknete.

Jule:

Was ist los?

Mir schnürte es die Kehle zu, die beiden zu sehen, zu Wissen was für eine Reaktion sie gleich haben würden, zu wissen das sie beide gleich, gleichzeitig wütend, verzweifelt und dann in Aktionismus übergehen würden. Es war grauenhaft für mich.

Wyveres:

Setzt euch, es … wird nicht …

Meine Gedanken zerfaserten, hunderte, tausende von Bildern, Szenarien gingen mir durch den Kopf, ich verlor die Fassung, verlor meine Klarheit, mein Gleichgewicht, am liebsten hätte ich mich direkt in die nächste Flasche gestürzt.

Wyveres:

Vertis, spiel die Nachricht ab …

Vertis:

Verstanden, Mädchen was ihr jetzt hört wird euch nicht gefallen, es hat auch eurem Vater nicht gefallen, Ich haben vor einer Weile folgende Nachricht erhalten. Verzeiht bitte das ihr erst jetzt darüber Informiert werdet, aber euer Vater und ich mussten erst einmal ein paar Dinge vorbereiten. Bitte bleibt Ruhig.

Die Beiden schauten mich verwundert und mit großen Augen an, während Sie der Aufzeichnung die Vertis ihnen Vorspielte gebannt zuhörten. Sie schlugen fast Zeitgleich die Hände vor den Mund, als die Explosion zu hören war, und man die Stimme der Frau hörte.

Jule:

Ist Nadine …

Kathrine:

Ist Sie … ?

Beide waren den Tränen nahe.

Wyveres:

Nein, sie ist noch am Leben … gefangen von dieser …

Jule fuhr augenblicklich hoch und Starrte mich mit Wut und Hass ihn ihren Augen an.

Jule:

Was machen wir dann noch hier, wir sollten schon längst in Sol sein! PAPS!

Ich fuhr sie ebenfalls wütend an.

Wyveres:

Und uns Blindlings in eine Todesfalle stürzen! Denk Nach Tochter!

Jule tobte durchs Cockpit, während sie mich unentwegt anstarrte und immer wieder Grunzlaute von sich gab.

Jule:

Na schön und was sollen wir deiner Meinung nach dann machen?

Wyveres:

Ruhe bewahren, wir können nicht Hals über Kopf ins Sol System fliegen. Auch wenn ich das selbst nur zu gerne veranstalten würde, aber zu erst einmal brauchen wir Hilfe, und müssen eine Korvette besorgen. Eine saubere Korvette und wir müssen ungesehen zur Erde und ins Sol System gelangen.

Jule:

Wie kommst du darauf?

Wyveres:

Diese Irre hält Nadine im Sol System gefangen, genau vor der Nase ihres Vaters, seid ein paar Tagen, auf Columbus. Um so was zu veranstalten braucht man Mächtige Verbündete, Leute die auch uns aufspüren können. Also Tochter denkst du nicht auch das wenn wir einfach so hin fliegen, wir eventuell aufgebracht werden würden und nur um dann zusammen mit Nadine zu sterben?

Jule:

Das leuchtet mir ein. Also was machen wir nun?

Wyveres:

Jemanden finden der für uns nach Sol fliegen kann, jemand der mit all dem Nichts zu tun hat. Jemand der so Kontakt zu Nadines Vater aufnehmen kann für uns.

Sie überlegte kurz, dann platzte es förmlich aus ihr heraus.

Jule:

Neraco!

Wyveres:

Stimmt, ich erinnere mich, zwischen all seinem Geschwafel, er wollte ja auch nach Sol.

Ich schickte Jule und Kathrine wieder in ihre Kabine, bei dem was nun vor uns lag bräuchten sie all ihre Kräfte. Währenddessen hatte Vertis einen Markt ausfindig gemacht wo ich eine saubere zivile Korvette kaufen konnte. Und so kontaktierte ich Neraco. Gab ihm unsere aktuelle Position und stellte ihm Informationen Über Raxxla in Aussicht wenn er sich mit uns im Tilian System treffen könnte.

Die Zeit zog sich hin, die Stunden vergingen nur Zäh und mit jeder weiteren Minute die verging, wurde meine Nerven weiter und weiter auf die Probe gestellt. Die Korvette hatte ich mittlerweile in LHS 3262 im Lacaille Prospect in Auftrag gegeben. Und vor mir saß Neraco, der sich schon seit Minuten still schweigend vor mir aufgebaut hatte. Nachdem er von mir über den eigentlichen Grund seines Hierseins ins Bild gesetzt wurde.

Neraco:

Schön, ich helfe gerne, aber die Finte mit Raxxla, wäre unnötig gewesen. Aber bitte ich verstehe warum Ihr so gehandelt habt. Eine entführte Frau in Not, ihr könnt auf mich Zählen. Denn Commander Neraco der Dritte, wird immer da zur Stelle sein, wo holde Damen in Not sind. Ich werde erledigen worum ihr mich gebeten habt.

Ich nickte nur, übergab ihm den Datenspeicher, denn ich vorbereitetet hatte und wünschte ihm viel Glück. Denn das würde er brauchen, um bis zu Admiral Darlin durchzukommen. Er hatte gerade einmal einen Tag dafür Zeit, so lange bräuchten die Leute im Lacaille Prospect noch, um die Korvette fertigzustellen. Wenn alles wie geplant abläuft, wovon ich ganz und gar nicht ausging, würde die Zeit völlig reichen.

Wir selbst begaben uns vom Treffpunkt aus direkt zum Lacaille Prospect, mir war noch immer mulmig zu mute, würde mein Plan funktionieren, würden alle Variablen zusammenspielen, hatte ich an alles gedacht, nichts übersehen. Die Ungewissheit machte mir zu schaffen, wie ging es Nadine, wie ging es meinem Sohn, waren sie Wohl auf. Im Schiff war es still, stiller als sonst. Jule trainierte verbissen mit John, während Ilsa sich um Kathrine kümmerte.

Im Prospect angekommen, bestiegen wir nach ein paar weiteren Stunden des Wartens dann auch endlich die Korvette. Die Übertragung von Vertis in die Schiffssysteme dauerte dann noch zwei weitere Stunden, Zeit, wertvolle Zeit die mir da durch die Finger rann. Aber eins war gewiss der ganze Aufwand war nötig, nötig um Nadine zu retten, um sie und meinen Sohn zu retten, ich musste unweigerlich an Karen denken, an all die Jahre in denen ich nach ihr Gesucht hatte, sie fand und dann doch verlor. Ich würde nicht zulassen das es Nadine ebenso erging. Und wenn ich zum Äußersten greifen müsste. Dann würde ich das tun. Auch wenn es bedeuten würde ein extremes Risiko einzugehen, aber meine Familie war mir so wichtig geworden. So das ich auch für den Unmöglichsten Fall geplant hatte. Es würde mich zwar alles Kosten, aber ich konnte sie einfach nicht verlieren.

Mein Plan war Simple, die Föderation nutzen um das Versteck der Hure zu finden, durch die Truppen ihre Handlanger beschäftigen und dann mit John und Neraco zusammen Die Hure und Nadine ausfindig machen und dann, ja dann würde der Rest sich schon ergeben.

Wir flogen die Korvette noch eine weitere Stunde ein um wirklich sicher zu gehen das alles wie gewünscht funktionierte, und dann war es endlich soweit. Auf nach Sol. Ein paar Dutzend Lichtjahre, trennten uns von Nadine. Zwei Sprünge in der Korvette und dann kam sie, die Anfrage auf die Erlaubnis Sol anzuspringen. Standard Anfrage und es gab keine Probleme, da war Sie, die Sonne, die Sonne unter der die Menschheit geboren wurde, das System das uns hervorgebracht hat, von dem wir ins All aufgebrochen sind. Von dem wir uns in die gesamte Milchstraße ausgebreitet haben, sie war Wunderschön und es wäre noch schöner gewesen sie mit Nadine zusammen zusehen. So wie damals mit Karen, es weckte Erinnerungen.

Jule:

Das ist also die Sol Sonne.

Kathrine:

Zuhause, fliegen wir wenn wir Nadine gerettet haben, dann zum Mars?

Wyveres:

Wenn alles gut geht, werden wir das.

Wir steuerten die Erde an, wenn Neraco durchgekommen ist, würden wir im Erdorbit von einem Schiff erwartet werden. Einem Schiff auf dem Konrad auf uns warten sollte.

Während wir uns dem Planeten Erde näherten, fing Vertis einen verschlüsselten Funkspruch auf, eine Kurze Folge von Piep tönen, dann nahm das Radar ein kleines Schiff vor uns ins Visier. Eine Sidewinder, die Sidewinder. Sie war schneller hier als ich es erwartete hatte. Würde es erneute Probleme bedeuten oder wäre es die Rettung, hatten Sie die Botschaft verstanden oder kam da nun mein Exekutionskommando. Die Sidewinder dockte über die Fighter Bucht an. Mir gingen Hunderte Gedanken durch den Kopf. Wie würden Jule und Kathrin reagieren. Ich würde es gleich erfahren, seine Nachricht über Intercom war kurz aber Prägnant. „Sie Starren mich nur an, sind in zwei Minuten im Cockpit.“

Dann ging die Tür auf, Jule, Kathrine und unser neuer Gast kamen gemeinsam herein. Die beiden wichen ihm keinen Meter von der Pelle.

Jule:

PAPS! Erkläre ihn! Sofort!

Wyveres:

Setz dich irgendwo hin, Tochter und du auch Kathrine. Seid Still, für Frage Antwortspiele ist keine Zeit.

Er stand neben den beiden und Grinste sie einfach nur an. Sagte kein Wort und begab sich dann zu einen der anderen Sitze. Er wählte den Sitz links neben mir.

Unbekannte Person:

Dir ist hoffentlich Klar was du hier tust.

Wyveres:

Ich bin mir der Situation wohl bewusst, und eigentlich bist du viel zu Früh hier, die Anweisungen waren doch klar und deutlich. Warte auf Vertis Signal. Also warum bist du hier?

Unbekannte Person:

Weil du Selbstmord begehst und wofür? Für diese Menschen hier, für eine Frau und ein paar Kinder. Ich hatte genug Zeit alles zu lesen. Dein Plan ist gelinde gesagt Schwachsinnig.

Wyveres:

Hast du einen besseren?

Unbekannte Person:

Wie wäre es wenn du deinen Kindern erst einmal erklärst wer ich bin. Gemessen an der Reaktion der beiden, als ich von Bord der Sidewinder ging, haben sie keine Ahnung.

Jule:

Ja Paps, erklär es uns. Wie kommt es das Er genau so aussieht wie du!

Wyveres:

Weil Er, ich ist, genau so alt wie ich. Uns trennt nur eins, Er ist deiner Mutter nie begegnet, er ist …

Klon:

Wie dein Vater auch, ein Klon, ein Klon mit einer Aufgabe und die Verrate ich gerade, die du schon vor langer Zeit verraten hast, eigentlich müsste ich dich Umbringen!

Jule:

Klon? Wie, was?

Wyveres:

Ein Klon, und ich wäre dir Dankbar wenn du es nicht tust, und stattdessen einfach machst worum ich dich gebeten hatte.

Klon Wyveres:

Dir ist schon klar, dass ich nur hier bin, weil die Konsequenz deines Handelns, weit aus schlimmer sind als du dir Vorstellen magst. Hast du denn Vergessen was unser eigentliches Ziel ist. Oder sind dir diese Menschen wirklich so Wichtig geworden, das du so weit gehst, und mehr als Tausend Jahre Planung einfach so über Bord wirfst, und das nur wegen Kindern?

Ich starrte ihn an. Starrte mir selbst ins Gesicht. Ein Gesicht, dass nicht von dem gekennzeichnet war, was mir widerfahren ist, dessen Augen noch die Eigenen waren, ein Ich das keine Narben im Gesicht hatte. Das die Liebe von Nadine nicht kannte und auch nicht das Gefühl seine Kinder im Arm zu halten. Er war wie ich bevor ich Karen kennen lernte.

Wyveres:

Ja sie sind mir das wichtigste im Universum! Wir hatten in all den Jahrhunderten immer wieder damit zu tun, also wo bin ich da anders als die, die vor uns da waren! Und nun genug davon wir haben eine Aufgabe zu erfüllen.

Wir setzten wieder Kurs auf die Erde, steuerten das Schiff von Konrad an. Es war eins dieser Mega Schiffe. Wir wurden, wie ich es erwartet hatte, schon erwartet. Eine Eskorte fing uns ab und lenkte uns zu einer der Andockbuchten. Der Ganze Vorgang dauerte vielleicht zwei Minuten, dann waren wir gelandet. Vom Cockpit aus konnte man schon das Militär in der Bucht sehen. Was würde uns nun erwarten.

Vertis blieb Aktiv, zu groß war das Risiko das irgendwer im Schiff umherschleichen könnte ohne das wir es mitbekommen würden.

Und so gingen wir dann von Bord. Jule, Kathrine, John, Ilsa und mein Klon und ich. Obwohl ich ihn am liebsten an Bord gelassen hätte, es würde nur unnötige Fragen aufwerfen. Also beließen wir es bei Zwillingen, falls wer Fragen würde. Wir beide einigten uns darauf das er unter dem Namen, Mario agieren würde, während ich weiterhin als Wyveres auftrete.

Wir wurden von einigen Soldaten der Föderation empfangen. Und als Gruppe in einen Konferenzraum auf dem Schiff gebracht, wo man uns dann warten ließ. Wenn Neraco durchgekommen war, würde Konrad bestimmt einige Unangenehme Fragen stellen. Aber sich darum jetzt zu sorgen war unnötig, denn ich kam gar nicht erst dazu mir ausführlich darüber weiter Gedanken zu machen. Denn die Tür ging auf, Zwei Soldaten gefolgt von Commander Neraco und Konrad, betraten den Raum. Neraco setzte sich grinsend zu uns, während Konrad mit den beiden Soldaten an der Tür stehen blieb. Er starrte in den Raum, erst zu mir dann zu Jule, dann zu meinem anderem Ich, dann wieder zu Jule und mir. Er setzte Sich ans Ende des Tisches, legte die Hände vor sich auf den Tisch und atmete tief durch. Sein Gesicht war gezeichnet von den Jahren in der Föderation, er war Alt geworden, Sein blick war Eisern und er wirkte wie er so da saß wie ein Monument eines Steins, Wie eine dieser Figuren die man aus alten Erden Filmen kannte, durch und durch Militär.

Konrad:

Meine Enkeltochter also und mein Enkelsohn und meine Tochter sind in Lebensgefahr. Habe ich das so zu verstehen, das ihr die Hilfe des Föderalen Militärs erbittet um meine Missratene Tochter und ihren Sohn zu retten? Eine Tochter die ich schon vor langer Zeit begraben habe, neben ihrer Schwester, die ebenso durch euch ums Leben gekommen ist, unter ähnlichen Umständen. Die nie wieder nach Hause kommen wird. Nicht mal für ihre ewige Ruhe. Eine Tochter die ihr mir nahmt, und nun droht meiner Nadine das selbe Schicksal. Und das ebenfalls durch euch.

Wyveres:

Ich kann deine Wut verstehen, ich hätte damals nicht einfach verschwinden sollen.

Konrad:

Meine Wut, wärst du alleine gekommen ohne meine Enkeltochter, hätte ich dein elendes Schiff vernichten lassen! Meine Enkeltochter, kannst du dir Überhaupt vorstellen, wie es ist, über einen Boten, zu erfahren das ich eine ENKELTOCHTER HABE! Das meine Geliebte Karen ein Kind hatte. Das durch eine einzige Entscheidung die du getroffen hast, mir meine Enkeltochter vor zu enthalten, sich bestimmte Dinge anders entwickelt hätten! Und jetzt sieh wohin es dich gebracht hat! Karen hatte dich, du Imperialer Abschaum, geliebt! Ihr zu liebe ließ ich das zu! Ließ euch gewähren, und was hat es mir gebracht! SIE IST DEINETWEGEN GESTORBEN! UND NUN KOMMST DU HIER HER ZUR ERDE UND ERZÄHLST MIR DAS MEINE NADINE NUN AUCH DEINETWEGEN STERBEN KÖNNTE!

Er holte Tief Luft, ballte beide Hände zu Fäusten und stand auf.

Konrad:

Ich werde dir geben worum du gebeten hast! Wegen meiner Enkelkinder! Und weil ihre Oma, meine Frau es so will. Weil sie ihr Kind wiedersehen möchte, weil sie ihre Enkelkinder in die Arme nehmen will! Du kannst von mir aus dabei Drauf gehen! Mehr habe ich dir nicht zu sagen!

Wyveres:

Aber ich habe noch etwas zu sagen. Etwas das ich nicht in die Nachricht geschrieben habe. Nadine wollte unbedingt zur Erde, sie wollte mehr als alles andere im Universum, das du ihr vergibst! Das du mir vergibst, wir … wir wollten unter völlig anderen Umständen dir gegenüber treten. Es tut mir leid das es so gekommen ist.

Konrad:

Alle Beteuerungen des Universum können meine Karen nicht wieder lebendig machen! Also versuch es erst gar nicht! Geh und Rette meine Nadine und wenn mir das Universum wohl gesinnt ist, erfüllt es mir vielleicht endlich meinen Wunsch und bringt dich dabei Um!

Wyveres:

Ich kann dir nichts versprechen, aber wir werden alles Menschen mögliche unternehmen um Sie zu retten!

Konrad:

Nun gut, die beiden Herren hier werden euch begleiten! Die von dir geforderten zusätzlichen Schiffe kann ich dir geben, aber du bist auf dich allein gestellt! Heure von mir aus irgendwelche Kamikaze Piloten an! Es ist mir egal! Aber meine Enkeltochter bleibt hier auf diesem Schiff! Die Beiden Mädchen bleiben hier! Und darüber wird auch nicht Verhandelt!

Wyveres:

Das dachte ich mir schon, einverstanden, die beiden bleiben in deiner Obhut, bis wir Nadine gerettet haben.

Jule:

Das kann ich immer noch selbst entscheiden!

Konrad:

Junge Dame, dies obliegt hier auf diesem Schiff mir, wer wie wo wann von Bord geht! Und ich habe Entschieden. Daran wird nichts im Universum etwas ändern, DU und deine Adoptivschwester bleiben hier! Keine weiteren Widerworte!

Jule:

Aber!

Wyveres:

Jule! Du wirst machen was er sagt! Verstanden!

Jule:

Das ist ungerecht!

Wyveres:

Das ist mir egal! Du bleibst mit Kathrine hier! Ende der Diskussion!

Konrad:

Soldat Vernan! Begleiten sie die beiden Damen in meine Kabine! Sie Bürgen mit ihrem Leben!

Der Linke Salutierte Kurz, schrie fast ein ja Sir, und Legte dann seine Waffe auf halb Acht Stellung und schritt bei Seite um die Tür freizugeben. Jule Stierte mich und Konrad an, schnaubte und nuschelte ein paar Flüche vor sich hin, Stand dann auf und stampfte zusammen mit Kathrine aus dem Raum, gefolgt vom Soldaten.

Konrad:

Jetzt wo die Kinder aus dem Raum sind! Könnte ich dich und deine Crew einfach in ein Loch werfen lassen! Aber es scheint als wollte das Universum, dass ausgerechnet du Nadine retten musst. Die Person aus deiner Nachricht, befindet sich wirklich auf Columbus, es wurde von höchster Stelle aus angeordnet, dass das Militär auf Columbus keine Präsens zu zeigen hat! Also wer auch immer dahinter steckt, will verhindern das wir was auch immer da vor sich geht, mitbekommen. Von daher, Zivile Schiffe können noch immer andocken. Daher stelle ich dir fünf Schiffe zur Verfügung, nur Crews, die musst du dir selbst besorgen! Kein Militär wird dich bei dem was du vorhast, begleiten. Auch wenn mir das persönlich Missfällt! Ich habe mich an die Order zu halten!

Wyveres:

Dann soll es so sein.

Konrad:

Ihr fliegt nach Daedalus, dort warten die Schiffe! Beschafft euch eure Crews dort bei den Kooperationen! Und Wyveres, bring mir meine Tochter lebend! Oder ich werde dir diesmal die Haut persönlich abziehen!

Wyveres:

Verstanden, damit hätten wir dann soweit alles geklärt. Nur eins noch, falls wir scheitern, hier sind die Koordinaten wo Karen begraben liegt. Eigentlich wollte ich sie … aber ich finde es obliegt dir, deine Tochter heim zu holen.

Er nahm das Pad entgegen und starrte es eine Weile lang an, dann übergab er es dem Soldaten hinter ihm. Dieser Nickte nur Wortlos und verabschiedete sich dann mit einem kurzen Militärgruß und verließ den Raum.

Er selbst stand wenig später mit einer Kurzen Verabschiedung vom Tisch auf und lies uns alleine im Raum.

Neraco:

Na das war ja mal eine Interessante Unterhaltung, was ist denn jetzt der weitere Plan?

Wyveres:

Wir werden die Schiffe hohlen, Crews finden und dann nach Columbus fliegen, laut der Aktuellen berichte läuft auf der Station alles Normal, Das Heißt es wird schwierig werden unser Ziel ausfindig zu machen, Wir können also keine Hilfe erwarten. Und ich glaube auch nicht mehr daran, das wir großartig auf Gegenwehr stoßen werden, Also sollte ein kleinerer Trupp völlig ausreichen. Denn sonst hätte sich Konrad uns definitiv angeschlossen, entweder das oder die Berichte sind gefälscht.

Neraco:

Wissen wir denn überhaupt wo auf der Station deine Nadine sein soll?

Wyveres:

Laut diesen Geheimdienstberichten hier, wurde vor einer weile eine kleinere Sektion der Station an eine Kooperation verkauft, seit dem liegt dort alles wie Tod, kaum jemand geht oder kommt von dort. dort werden wir anfangen. Ilsa, John ich kann euch beide nicht zwingen mitzukommen, und auch dich Neraco, ihr Drei könnt jetzt noch eurer Wege gehen, denn es wird definitiv Gefährlich.

Die Drei wiegelten mit Kopfschütteln ab, und bedeuteten mir dann das sie nur zu gerne mich begleiten wollten. Also war eigentlich alles geklärt. Wir gingen noch die Restlichen Unklarheiten durch und machten uns dann auf weitere Crews anzuheuern. Insgesamt wurden wir so ein Trupp aus Vierundzwanzig Seelen auf zwei Schiffen. Mehr war einfach nicht in der Zeit bereit mir zu helfen.

Eine Stunde später standen wir vor dem Mailslot der Columbus Station, es herrschte weit weniger Verkehr als ich erwartet hatte, es war einfach viel zu wenig los, für meinen Geschmack. Aber das sollte uns nicht stören, viel mehr störte mich die kaum vorhandene Militärpräsenz. Gerade einmal zwei kleine Schiffe patrouillierten um die Station, etwas war definitiv nicht in Ordnung auf ihr. Nach kurzem Hin und Her zwischen den Kontrolle und uns, erhielten wir dann doch endlich die ersehnte Landeerlaubnis.

Alles war vorbereitet, wir folgen ohne Scann durch den Slot und dann brach die Hölle über uns ein. Kaum hatten wir das Kraftfeld überwunden, schloss sich der Slot hinter uns, wir waren Buchstäblich in der Station gefangen. Und die Internen Waffen Fokussierten uns. Zwei Schiffe, gerade einmal zwei schiffe waren in der Station, die Geschäftigkeit die uns die Radar Daten geliefert hatten, waren gefälscht. Die Station war im Inneren wie ausgestorben.

Man hatte uns also erwartet. Wenn sie wollten konnten sie uns jetzt einfach vernichten. Genug Feuerkraft hatten die Station, ich hatte das schon mehr als einmal miterlebt, wenn die Automatischen Anlagen ein Schiff im inneren ins Visier nahmen, man hatte selbst in einer hochgezüchteten Anaconda kaum eine Chance umzudrehen oder zu fliehen. Und wir hätten auch keine gehabt. Also ergaben wir uns unserem Schicksal. Und landeten auf den bereitgestellten Landeplätzen. Beim Andockvorgang hörten wir Sie dann. Wie sie über die Internen Kommunikation der Station lauthals lachte.

Hure:

Ihr seid wirklich Dümmer als ich Gedacht hatte, habt ihr wirklich geglaubt ihr könntet unbemerkt die Station anfliegen. Vergesst eure Pläne, die Station ist unter meiner Kontrolle! Hört ihr, unter meiner Kontrolle! Die Station gehört mir! Mir ganz alleine! Ich sehe euch, ein falschen Murks und ich Puste eure armseligen Schiffe aus dem Universum!

Wurden wir verraten, hatte Konrad uns verraten? Vielleicht einen Deal mit dieser Verrückten gemacht, er liefert mich an sie aus, und er bekommt dafür seine Tochter wieder. Meine Gedanken überschlugen sich. Wir hatten extra saubere Schiffe besorgt, neue ID und Kennungen, Nichts deutete auf unsere eigentliche Identität hin. Ich hatte an alles gedacht. Nur nicht daran, dass Sie doch die gesamte Station beherrschte. Oder benutzte Konrad uns, benutzte uns um sie zu beschäftigen, damit er mit dem Militär in die Station eindringen konnte. All das Denken half nichts, wir saßen fest. In der Falle, und in wenigen Minuten würde eins von beiden dingen wahr werden, Entweder gehen wir von Bord oder sie Sprengen die Türen auf.

Hure:

Jungs, holt diesen Abschaum von Bord und bringt Sie zu mir! Ich freue mich schon darauf ihnen die Haut vom Körper zu schälen, COMMANDER WYVERES, Komm raus oder deine geliebte Nutte geht drauf!

Die Andockprozedur war abgeschlossen, und wir standen in beiden Schiffen bereit, Bereit für das was kommen würde. Neraco, Ilsa, John, Mario und ich waren auf meinem Schiff, während die Angeheuerte Crew auf dem anderen war. Gerade als wir die Tür öffnen wollten, hörten wir es. Eine Explosion in der Bucht nebenan. Dann noch eine. Waffen feuer und dann war es still.

Hure:

War das alles? Idioten, naja ein Schiff und ein Problem weniger. Aber lasst auf dem zweiten Schiff die Leute am Leben! Sonst!

Sie hatten kurzen Prozess gemacht. Mir Rutschte das Herz in die Hose, also war Kämpfen keine Option. Langsam öffnete sich vor uns die Schott Tür. Hatte ich an alles Gedacht? Hatte ich alle Variablen richtig gesetzt. Dieser Moment würde es uns Zeigen, jetzt kam es drauf an. Beim betreten der Schleuse ging ich in Gedanken noch einmal alles Durch. Es gab keinen anderen Weg, Entweder Oder dies war der Moment.

Dann war es soweit, die Schott Tür öffnete sich und wir wurden Prompt von einem Dutzend Blaster empfangen.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Konteradmiral

Man wird unweigerlich unvorsichtig, wenn man stupide ein und dieselbe Sache macht. Waghalsig sogar. Unweigerlich rutscht man ab in den Trott der Routine, Bewegungen werden wie selbstverständlich und man hört auf, darüber Nachzudenken.

Ein gefährliches Spiel.

CMDR. Wyveres. Sternzeit 25.03.3305

Furukawa, Ich hatte mittlerweile aufgehört zu zählen, wie viele Menschen wir nun genau gerettet hatten. Wenn da nicht Vertis, und ihre kühle Logik wäre, die mir diese Frage mit einer einfachen kalten Nummer beantwortet hätte, Dreitausend siebenhundert und Acht und Sechzig Leben. Eine Kleinstadt an Menschen wenn man so sagen konnte. Wir hatten sogar die Menge an Passagieren die wir befördern konnten um fünfzig Prozent erhöhen können. Statt der vier Sechzehn Personen Kabinen konnten wir sie, beim Rettungsschiff, durch Zweiunddreißig Personen Kabinen ersetzten. Bräuchten wir nicht die Schilde, um nicht von der Station selbst Zerstört zu werden, wäre es noch Sechzehn Personen mehr. So hatten wir in dem T9, dank der Umrüstung, nun genug Platz für Einhundertvierundfünfzig Passagiere. Mehr Passagiere, waren aber auch gleich bedeutend mit wesentlich mehr Stress und mehr Gefahr verbunden. Und so flogen wir, nur Unterbrochen von kurzen Pausen, die Station an. Wir hatten einen straffen Zeitplan, dem wir störrisch folgten.

Denn wir waren nun schon eine ganze Weile im Föderalen Raum, länger als es mir lieb war. Vor uns stand, zwischen den ganzen Rettungen, nun auch noch die nächste Aufstiegsmission an. Diesmal war es Tee, vierzig Tonnen davon. Eine einfache Aufgabe, sollte man meinen. Also wurde der T9 wieder einmal zum Frachter umgerüstet. Während Vertis uns die benötigten Informationen, für einen nahen Sternen Hafen, zusammenstellte. Wir hatten Glück, keine Dreizehn Lichtjahre entfernt, gab es noch sechshundertdreißig Tonne im Bugas System. Also machten wir uns auf den Weg, vom Shepard Terminal aus, Richtung Bugas. Jule und Kathrine verbrachten die Zeit, in der wir endlich mal nicht mit dem Retten von Menschen beschäftigt waren, damit sich in ihrer Kabine auszuruhen. Es waren zwar nur ein paar Stunden, aber die beiden Nutzten die gesamte Zeit, um mal so richtig die Seele baumeln zu lassen. Zu meinem Verdruss taten sie das die meiste Zeit zwar in ihrer Kabine, aber bei belagerten auch hin und wieder zusammen mit ihren Katzen das Cockpit des T9. Der T9 hatte ein mehr Ebenen Cockpit und darin konnte man gut Fange und andere Spiele spielen, vor allem mit den beiden Katzen. Die sonst die meiste Zeit in ihrer Kabine verbrachten.

Alles in allem war es ein einfacher Auftrag, der nur an einer einzigen Stelle etwas Heikler wurde, wie ich Piraten hasse. Da wir von Bugas aus, nicht direkt zurück springen konnten, mussten wir über ROSS 695 fliegen. Und dort wurden wir direkt nach dem wir aus dem Wichspace kamen, an der Sonne noch, abgefangen. Der FSD kühlte noch immer ab und auch die Sonne hatte uns noch in der Massensperre. So konnten wir in dem T9, dem Piraten, eigentlich nicht entkommen. Er Verfolgte uns in eine Cutter, ein mieser Dreckskerl der uns da am Hintern klebte, also gab ich auf. Stoppte und sprang in den Normalraum, während ich das tat bekamen die Behörden in ROSS 695 eine Notruf von uns. So leicht würden wir es diesem Typen nicht machen.

Im Normalraum stoppte ich den T9 augenblicklich und wartete, wartete darauf, was er denn nun wollte. Und die Forderung kam prompt, Zwanzig Tonnen Fracht. Zwanzig Tonnen waren jetzt nicht viel, wenn man in Betracht zog das wir über siebenhundert Tonnen an Bord hatten. Die Sechshundertdreißig Tonnen Tee und das was noch frei war, hatten wir mit Tiernahrung vollgestopft. Also brauchten wir einen Moment um die Fracht frei zu geben. Und wie das so ist mit diesen Dreckskerlen, alles ungeduldige Arschgeigen. Entweder das oder die Tatsache das ich während des Eintrittes in den Normalraum einen Notruf an die Systembehörden abgesetzt hatte. Aber irgendwas hatte ihn, dann doch dazu Veranlasst das Feuer auf uns zu eröffnen.

Jule:

Was, ej dieser … Scheiße und wir können nicht mal Zurückschießen …

Wyveres:

Konzentriere dich! Lass dich dadurch nicht ablenken. Halte die Schilde aufrecht. In Zehn Sekunden ist der Kerl nicht mehr unser Problem.

Jule:

Aber sein Feuer durchschlägt die Hülle!

Wyveres:

Vertis, tu was du kannst um diesem Irren auszuweichen.

In dem Moment tauchten vier Schiffe auf, große Schiffe die auf der Stelle, die Cutter unter Beschuss nahmen.

Pirat:

Was nein, so hatte ich das nicht geplant! Du Dreckskerl!

Ich Griff zum Funkgerät.

Wyveres:

Du schießt auf einen Wehrlosen T9 der nichts anderes außer Tee und Tiernahrung bei sich hat. Was hast du Typ erwartet? Das wir hier Fremde sind, die von den Systembehörden Ignoriert werden?

Pirat:

Wir sehen uns wieder, Ihr Maden!

Die Schilder der Cutter waren deutlich unter dem Dauerfeuer der anderen Schiffe zu sehen, sie Flackerten schon und er versuchte mit verschiedenen Manövern zu entkommen. War aber in seiner Cutter den drei Schiffe völlig unterlegen. Und so konnten wir dem Schauspiel das uns die Systembehörden lieferten, gebannt aus der Ferne zuschauen, wie seine Cutter erst von ihnen Zerfetzt wurde und er dann in seiner Rettungskapsel aufgelesen wurde.

System Pilot:

CMDR, brauchen Sie noch weitere Hilfe?

Wyveres:

Wir kommen klar, die Fracht ist Sicher und das Schiff Schafft den Sprung, vielen Dank für die schnelle Hilfe.

System Pilot:

Verbündeten zu Helfen ist unsere Pflicht. Guten Weiterflug CMDR!

Dann schwieg der Funk und wir sahen wie die Schiffe eins nach dem anderen den Normalraum verließen. Sammelten, dass was wir von den Zwanzig Tonnen Tiernahrung, die wir Abgeworfen hatten, noch retten konnten, wieder ein und machten uns dann auch auf zu unserem eigentlichem Ziel, Kapitän zu werden.

Vierzig Tonnen Tee, mit Tee zum Kapitän irgendwie schon witzig, wenn man bedenkt das ich für die ersten Ränge so viele haben Töten müssen.

Im Shepard Terminal angekommen, durften wir den T9 erst einmal in die Wartung schicken, eine Woche, eine Woche würde die vollständige Reparatur dauern. Aber immerhin waren wir fast an unserem Ziel, der Konteradmiral war nun zum Greifen nah. Leider würde die Reparatur auch bedeuten, dass wir hier nun fest saßen, Kredits für ein Ersatzschiff der Größe waren nicht vorhanden, die Einhundert Zwanzig Millionen würden für einen weiteren T9 nicht ausreichen. Also blieben wir im Terminal. Es würde uns gut tun, Ilsa und John machten ihr eigenes Ding, während ich mir zusammen mit Jule und Kathrine eins der besten Hotelzimmer in der gesamten Station nahm. Baron, Kapitän, Verbündeter der Föderation, Verbündeter des Imperiums, Beliebt bei den Örtlichen Kooperationen, es hat auch seine Vorteile. Also machten wir eine Woche Urlaub von all dem was wir bisher erlebt hatten. Ich wäre ja gerne mit den Beiden nach Medupe City geflogen, aber Nadine war mittlerweile dann doch schon aufgebrochen zur Erde, sie war das Warten leid gewesen. Sie nahm eine der langsameren Routen um uns so genug Zeit zu geben.

Also hatten die Beiden nur meine Gesellschaft und die Ihrer Katzen. Eine Woche Urlaub mit mir, Jule hatte das schon durch, und da sahen wir am Ende aus wie Wilde. Diesmal hielten wir aber ein Mindestmaß an Zivilisation aufrecht. Gingen Shoppen, besuchten die Örtlichen Vergnügungseinrichtungen und ließen ansonsten die Seelen baumeln. So verbrachten wir drei die Woche auf dem Planeten damit, uns zu unterhalten, allerhand zu Unternehmen und ein paar Dinge zu klären.

Somit ging die Woche sehr schnell rum, und wir konnten mit dem generalüberholten T9 wieder aufbrechen. Diesmal ging es in das Coriccha System zum Schirra Dock, denn die Evakuierungen hier waren, derweil wir hier fest saßen, abgeschlossen worden. Somit würde der Konteradmiral Rang nun im Coriccha auf mich warten. Dort angekommen, war die Station in einem desolatem Zustand. Zwar war es nicht ganz so schlimm wie in Furukawa aber auch hier waren wir ständig der Gefahr ausgesetzt, entweder durch die noch immer vorhandene Thargoiden Präsenz oder durch die Station selbst vernichtet zu werden.

Wir verbrachten auch hier die meiste Zeit damit, Menschen in den T9 zu Pferchen und sie im Rettungsschiff, quasi von Bord zu werfen. So ging das die ersten beiden Tage ununterbrochen. In der Station landen, innerhalb von Zehn Minuten so viele Menschen wie möglich in den T9 bringen, starten und dann zum Rettungsschiff. es wurden immer weniger Schiffe die sich an dieser Aufgabe beteiligten. In den letzten Wochen hatten wir uns quasi ein Netzwerk aus Piloten geschaffen, die Organisiert vorgingen. Nur selten kamen neue Schiffe dazu, aber immer häufiger fielen Schiffe aus, oder die Piloten gaben auf. Wir machten das hier jetzt schon seit über einem Monat, und auch mir war langsam aber sicher danach, diese ganze Sache einfach hinzuwerfen. Zu selten wurde es einem Wirklich richtig Gedankt das man diese Undankbare Aufgabe erledigte. Zu Oft gab es Streit, Streit zwischen den Piloten, Streit zwischen den Fraktionen. Streit darüber wer wem nun wieder beim Anflug auf die Station den Platz wegnahm. Es war schwer den Haufen beisammen zu halten. Und so unterbrachen wir die Anstrengungen und versammelten die Piloten und ihre Crews im Rettungsschiff, erstens um die Lage zu sondieren und im Schwelende Konflikte zwischen ihnen zu lösen. Wir brauchten dringend eine neue Organisation. Denn die bisherige Führung hatte sich abgesetzt und auch wir würden uns Bald absetzten, denn auf uns wartete Sol.

Und so saßen wir nun schon ein paar Stunden im Größten Saal den das Schiff zu bieten hatte und Diskutierten über Flugpläne, Rangordnungen und Lande reinfolgen. Denn eins musste man bei all dem bedenken, die Rettungsschiffe hatten üblicherweise nur einen großen Landeplatz und der konnte oder sollte nur von den größeren Schiffen benutzt werden. Also Legten wir fest wer nun in welchen Abständen wann, andocken, reparieren und auftanken sollte. Zwischen all denen die da Ihre Persönlichkeit zur Schau stellen mussten, kristallisierte sich für mich eins mit Gewissheit heraus. Wenn ich den Konteradmiral in der Tasche habe, bin ich weg. Sollen sie doch alle ihre Egos weiter mit ihren Streitereien, Sticheleien und Gezanke puschen. Mir war das alles zuwider. Aber am Ende hatten wir immerhin das Nötigste geklärt. Vorschriften für Neulinge erlassen, Rang und Reinfolgen festgelegt und konnten dann so die Rettungen wieder aufnehmen.

Nach der Besprechung, statten wir zusammen mit einigen anderen Piloten der Kantine des Rettungsschiffes eine Besuch ab. Wir waren vielleicht dreißig Personen. Der Kern der Rettungsoperationen, mit ein paar der Piloten wollte ich noch Gespräche führen, erstens wegen dem Weggang von mir und meinem Schiff und zweitens um die Aufgaben, die ich im Laufe der Zeit, hier Übernommen hatte, in fähige Hände zu legen.

In der Kantine ging es wie üblich zu, sie war voll, es war laut und überall konnte man Menschen sehen die sich über irgendetwas aufregten, entweder war das Essen gerade mal gut genug für das eigene Haustier oder der Nachbar war ein Arsch von der Verfeindeten Kooperation, ständig musste die Sicherheit einschreiten. Es kam häufiger vor als man annehmen würde, aber Menschen die unter so enormen Stress stehen, neigen nun einmal dazu völlig Irrational zu handeln. Aber Heute, heute war es nur Laut, die Kantine war gut gefüllt und ansonsten blieb es ruhig. Wäre da nicht ein Pilot gewesen, einer der Neuen, ein harmloser Typ, vielleicht so um die zwanzig, fünfundzwanzig Jahre, er übertönte alle anderen Gespräche. Quatschte während er Kartoffelbrei in sich schob, und fuchtelte dann wild mit seinem Löffel rum. Etwas pummelig, bärtig, mit Brille und völlig von sich Überzeugt. Und wie ich, kaum Haare auf seinem Kopf.

Neraco:

Wenn ich es euch doch sage! Raxxla existiert, und ich, ICH CMDR. Neraco der Dritte werde Raxxla finden, und so meinen Namen für alle Ewigkeit Unsterblich machen!

Er war wirklich nicht zu überhören, schwafelte gerade eine andere Pilotin voll, die ihn schon die gesamte Zeit, völlig entnervt anstarrte, nur um dann Unvermittelt ihren Löffel in ihre Schüssel feuerte, aufstand ihn nochmal giftig anstarrte und dann Kommentarlos die Kantine verließ. Was auch immer er ihr wohl gerade Erzählt haben mag, angenehm war es wohl nicht. Doch das brachte uns wiederum in eine Unangenehme Lage, denn er saß am einzigen freien Tisch, und so blieben Jule, Kathrine und mir nichts weiter übrig, wollten wir im Sitzen essen so mussten wir uns zu ihm setzten. Jule hatte sich Kartoffelbrei, Speck, Steak und ein Bier geben lassen, während Kathrine mit Salat, Obst und einer Limo vorliebnahm. Für mich gab es ebenfalls Speck, Eier, ein Schnitzel, Kartoffelbrei und Kaffee. So bewaffnet setzten wir uns schweigend zu ihm.

Neraco:

Ah Gesellschaft und So Wunderschöne noch obendrein. Hi, Ich bin Neraco der Dritte! Und ihr seid?

Jule saß Neraco genau gegenüber. Während Kathrine sich neben ihn gesetzt hatte und mir gegenüber saß.

Jule:

Nicht interessiert.

Kathrine:

Ich bin Kathrine, die nicht interessiert ist mein Schwester Jule und das da ist unser Paps Wyveres

Jule:

Kathrine … das heißt er da, seid wann ist Paps ein Ding.

Wyveres:

Mädchen, benehmt euch. Esst und seid Still.

Neraco:

Schön euch kennen zu lernen, also ich bin ja heute das erste Mal hier, hab bisher nur Fracht geliefert in meiner geliebten Cobra MK III, tolles Schiff übrigens, dachte mir das es hier spaßig werden könnte, außerdem soll man ja so viel schneller die Erlaubnis für Sol bekommen, Also hab ich mir gedacht, Neraco da kannst du noch was Gutes tun, kaufst dir eine Dolphin, fliegst hier her und rettest Holde Jungfern in Not! Vielleicht braucht ja mal eine der Damen meine Hilfe, ich würde der kleinen Schwester und ihrer reizenden großen Schwester jederzeit zur Seite stehen. Denn mein Motto ist, jede Dame ist es Wert gerettet zu werden, vor diesen Bösen Thargoiden! Kein Weg ist mir zu weit, keine Gefahr zu gefährlich. Ist eine Jungfer in Not bin ich zur Stelle.

Nun verstand ich warum die Pilotin vorhin so giftig geschaut hatte, er war ein Trottel, ein Trottel wie er im Buche stand, völlig von sich selbst Überzeugt und hielt keine fünf Minuten durch ohne zu Reden. Während Kathrine ihn fasziniert anschaute und sich von ihm einlullen ließ, wurde Jules Laune ebenfalls Frostig. Aber es schien, trotz seiner Redseligkeit, dass sein Herz doch am rechten Fleck war. Während wir also versuchten, zwischen seinen Monologen in denen er uns immer wieder vom Essen abhielt, unser Essen zu genießen. Unterhielt er sich eigentlich mehr mit sich selbst als mit uns, nur Kathrine schien keinerlei Probleme mit ihm zu haben denn nicht einmal Jules Todesblick ließ ihn verstummen.

Jule:

Sag mal, kannst du auch Still sein?

Neraco:

Natürlich, aber bei so wundervoller Gesellschaft wie der euren, fällt es mir wahrlich schwer, an mich zu halten, wisst ihr da draußen, da ist es einsam, man ist Wochenlang unterwegs, fliegt von Stern zu Stern und hat außer der Stille des Alls niemanden zum Reden, also warum sollte ich nicht die Gelegenheit nutzen und mich mitteilen, es ist so schön, vor allem eure Augen Holde Jule, diese Juwelen.

Wyveres:

Bevor Sie weiter reden, und sich in Schwierigkeiten quatschen, aus denen sie nicht wieder herauskommst, Jule ist Sechzehn, Kathrine wird Fünfzehn, Also wenn Sie nicht Bekanntschaft mit der Krankenstation machen wollen, überlegen Sie sich ihre Worte vielleicht noch einmal.

Neraco:

Oh ähm, nein, nein, schon gut, so hatte ich das nicht Gemeint, es ist nur eure Töchter sind so Liebreizende Dinger, da geht es manchmal mit mir und meinem Mundwerk durch.

Jule:

Darf ich ihm eine Scheuern, vielleicht lässt das ihn ja für ein paar Minuten verstummen?

Neraco:

Warum so Feindselig, werte Jule, ich habe euch doch nichts Getan, und Verwerfliche Dinge nicht vor.

Jule:

Du hältst mich vom Essen ab, das ist Grund genug und nun sei wenigstens für eine Weile still. Mein Essen ist schon Kalt, also Ruhe sonst!

Wyveres:

Jule, immer mit der Ruhe.

Neraco:

Also was ich sagen wollte, habt ihr eigentlich schon von Raxxla gehört? Wenn nicht, dann hört her, Raxxla wisst ihr, ich werde es finden, Gewiss werde ich das, denn ich habe einen Plan, wisst ihr, ich habe die Sterne studiert und alles darüber gelesen was man nur lesen kann. Ich kenne jede Geschichte, jede Einzelheit, über das Dark Wheel, die Mythen und Legenden über die Ryders, und ich glaube das ich es wirklich finden kann. Denn wisst ihr, das Dark Wheel hat kleine Geheime Botschaften in ihren Texten versteckt, Informationen mit denen man den Weg nach Raxxla entschlüsseln kann. Und ich, Ich habe es geknackt! Ha da staunt ihr was?

Wyveres:

Das was Sie da von sich geben, kann Sie ihren Kopf kosten Junge, dass ist ihnen hoffentlich klar.

Neraco:

Ach was, ich kann auf mich aufpassen!

Wyveres:

Piloten ID?

Neraco:

Öhm, klar Moment, hier also N-9Z5GBH. Aber sag es nicht weiter.

Ich tippte ein paar Befehle in mein Pad.

Wyveres:

Kampf Rang Harmlos, Handels Rang Bettelarm, Erkunder Rang Total Planlos. Kein Rang im Imperium oder der Föderation, unbekannt in der Allianz. Also entweder sind Sie ein Neuling, als Pilot oder Sie sind einfach nicht gut in dem was Sie bisher gemacht haben.

Neraco:

Öhm, woher hast du diese Informationen? Und das stimmt doch gar nicht, ich bin gar nicht Bettelarm und auch nicht Harmlos oder Total Planlos, ich hab schon Ahnung von dem was ich da mache.

Wyveres:

Wie lange sind Sie schon Pilot, Ein, maximal vielleicht zwei Monate? Schauen Sie hier, selbst mein Tochter Jule, die jetzt gerade erst ihren Pilotenschein bekommen hat, mit Sechzehn, hat alleine Dadurch das sie mit mir Fliegt schon ihre ersten Einträge in der Piloten Allianz. Also entweder schwatzen Sie einfach nur viel, oder und das ist sehr, sehr unwahrscheinlich, wissen Sie aus irgendeinem mir unerfindlichem Grund wirklich wovon Sie da reden, aber das glaube ich kaum.

Ich überreichte ihm mein Pad, mit dem was er bisher Offiziell an die Piloten Allianz gemeldet hatte.

Neraco:

Öhm, das kann nicht sein, da fehlt ja das meiste, Ich … hey ich bin schon eine Weile Unterwegs ja, von irgendwas muss ich mir ja immerhin meine Cobra und die Dolphin gekauft haben … und das hier … kommt gerade frisch aus dem Eravate System, das ist doch völlig veraltet. Ich war schon bei Palin mit meiner Cobra und hab auch schon etwas erkundet. Das ist doch Bockmist. Wie bekomme ich diese Daten denn Aktualisiert?

Wyveres:

In dem Sie sich Regelmäßig melden bei ihnen, niemand übernimmt das für Sie, dass müssen Sie schon selbst machen. Oder Sie richten ihren Computer ihres Schiffes so ein das er oder sie das Automatisch an die Piloten Allianz meldet. Ansonsten passiert da gar nichts. Da können Sie so viel Fliegen wie sie wollen.

Neraco:

Das Heißt alles was ich bisher gemacht habe war umsonst?

Wyveres:

Wenn Sie ihre Flug Logs noch haben, nein. Ansonsten Jupp alles umsonst.

Er schnaubte, sprang vom Tisch auf und ließ uns drei Sitzen. Endlich Ruhe. Aber mein Gefühl sagte mir, das wir nicht das letzte Mal etwas von diesem Piloten gesehen haben. Ein Raxxla Verrückter, solche wie ihn gab es da draußen zuhauf, sie alle behaupteten auf die ein oder andere Art, sie würden Raxxla finden. Aber in all den Jahrhunderten, hat niemand offiziell irgendetwas über Raxxla gehört, es sind alles nur Gerüchte und Vermutungen. Und das echte Dark Wheel würde auch weiterhin dafür sorgen, dass dies auch so bleibt.

Aber es sollte mich nicht weiter kümmern, denn ich wusste dass wenn man großartig rum posaunt das man nach Raxxla sucht, einen niemand wirklich ernst nehmen würde. Also beließ ich die Zusammenkunft mit CMDR Neraco als das was sie war, eine Episode mit einem Spinner. Immerhin hatten wir so etwas worüber meine Töchter und Ich reden konnten und dabei in Ruhe fertig aßen.

Nachdem wir unseren aktualisierten Flugplan erhalten hatten, wurde Jule etwas bleich, man hatte uns zusammen mit Neraco in denselben Wing gesteckt. Und da ich mir ungerne meinen T9 von einem völligen Neuling beschädigen lassen wollte, der mit seiner Dolphin wahrscheinlich noch nicht einmal umgehen konnte, suchten wir ihn in der Docking Bucht auf. Er Diskutierte gerade mit einem der Crew Member seiner Dolphin, der daraufhin entnervt die Hangar Bucht verließ.

Wyveres:

CMDR. Neraco auf ein Wort!

Neraco:

Ignoriert den, der wollte doch tatsächlich 5% Mehr Kredits, so ein … Aber naja, CMDR. Wyveres das ist ja nicht dein Problem, also gerne doch auf ein Wort, wie ich gehört habe, werden wir zusammen fliegen, Zufall oder eher Schicksal. Ich würde mal vom zweiten ausgehen.

Wyveres:

Wie auch immer, wir müssen ein paar Sachen klären bevor wir aufbrechen, zu allererst wie ist Ihre Dolphin ausgerüstet?

Neraco:

Standard, sie ist ja noch Tau frisch.

Wyveres:

Ok, dann hier, ein Flugplan, und lassen Sie diese Spezifikationen in die Dolphin einbauen, ansonsten, Passagierkabinen, Eco Klasse, bieten den meisten Platz und sind Billiger als die anderen. Und vergessen Sie die Kühlkörper nicht! Wir starten in einer Stunde, wenn die Dock Crew mit den Umbauarbeiten an ihrer Dolphin fertig sind, Kontaktieren sie uns, wir werden ab da dann gemeinsam Fliegen. Und halten sie sich an den Flugplan, ich habe keine Lust auch ihren Arsch aus dem All zu fischen.

Neraco:

Verstande, Sie scheinen ja wirklich was drauf zu haben. CMDR. Wyveres nun gut, ich werde sehen was meine Kredits sagen und so weit wie möglich ihre Anforderungen erfüllen, Aber dafür möchte ich auch etwas von ihnen, sehen sie ich bin hier wegen der Sol Erlaubnis. In der Föderation bin ich noch völlig Unbekannt und mir ist ihr Asling Duval Emblem an ihrer Schulter nicht entgangen, da hier niemand ihnen zu Leibe Rückt und auch sonst niemand ihnen offen Feindselig gegenübersteht. Was muss ich tun um von den meisten nicht mehr Angespuckt zu werden?

Wyveres:

Zu Allererst mal, bin ich ein Veteran in der Piloten Allianz, Elite Erkunder, Entrepreneur ihm Handel und Kompetent im Kampf. Baron des Imperiums und derzeit Kapitän in der Föderalen Navi kurz vorm Aufstieg zum Konteradmiral. Hoch geschätzt und angesehen bei mehr als ein paar Dutzend Kooperationen. Und Freier Pilot, das Abzeichen der Duval zeigt nur woher ich stamme.

Neraco:

Ach so, also wie erreiche ich dann nun genau einen eben solchen Rang wie Sie?

Wyveres:

Wenn das Universum einen Guten Tag hat, durch Glück ansonsten durch Jahrelange harte Arbeit im All. Aber nun gut, mein Schiff wartet, kümmern Sie sich um das worum ich sie gebeten habe.

Neraco:

Na gut, ich Freue mich schon darauf mit euch zu fliegen, Jule, Kathrine, CMDR. Auf eine Lange Freundschaft!

Jules Blick war Frostig und ihre Nackenhaare stellten sich augenblicklich auf.

Jule:

Mach Unsinn und ich werfe dich Persönlich aus einer Frachtluke ins All!

Wyveres:

Jule!

Neraco:

Schon gut, ich versteh das, Frauen waren mir gegenüber schon immer irgendwie Feindselig. Ich komm damit klar, aber holde Dame, wenn ihr mich erst einmal besser Kennengelernt habt, werdet ihr schon feststellen, das auf CMDR. Neraco wirklich verlass ist! Ich bin euer ergebener Diener wenn ihr denn wollt.

Jule:

Dann nehme Abstand, du hast mein Vater gehört. Komm mir zu nah und ich tue dir weh!

Neraco:

Ok, also ich verstehe, du magst mich nicht besonders, verständlich. Aber Jule ich habe wirklich keinerlei böse Absichten.

Jule:

Na schön, trotzdem irgendein krummes Ding von dir und ich breche Dir etwas!

Wyveres:

Jule, übertreibst du nicht gerade etwas?

Noch bevor Jule weiter mit ihm Diskutieren konnte, griff ich mir meine Damen und ließ ihn, nachdem ich ihm nochmal verdeutlicht hatte, dass er sich an die Vereinbarung halten sollte, in seinem Hangar alleine. Damit ging es dann direkt zum T9. John und Ilsa waren schon damit beschäftigt alles für den Start vorzubereiten, somit mussten wir nur noch unsere Plätze einnehmen und konnten dann los.

Am Schirra Dock angekommen ging es dann direkt los, Anscheint hatten einige Piloten die Anweisungen, die an alle herausgegeben wurden, Ignoriert. Und es kam zum Stau vor dem Mailslot, also reiten wir uns ein und beobachteten wie die Piloten nach und nach die Buchten ansteuerten, hin und wieder schaffte es einer dann doch nicht wieder aus der Station, und so gesellten sich zu den Wrackteilen der Station dann auch noch Wrackteile von Schiffen. Die Situation war chaotisch, die Crews der Buchten überfordert, die meisten Buchten wurden Doppelt und manche sogar dreifach den wartenden Schiffen zugewiesen. Der Funk war grauenhaft und es schien nicht besser zu werden. Eigentlich hatte ich auf diesen ganzen Müll keine Lust mehr, ich wollte nur noch eins, die letzten Prozente einsammeln und dann auch abhauen. Aber so würden wir hier wohl mehr warten als fliegen. Also blieb mir nichts anderes übrig, ich funkte einige der größeren Schiffe an und Organisierte mich mit den Piloten, zwei wurden abgestellt vor dem Slot für Ordnung zu sorgen und Piloten die sich nicht an die Vereinbarten Pläne hielt, aufzubringen und dann gegebenenfalls unschädlich zu machen. Nach einer Weile kehrte dann auch endlich Ruhe ein und wir konnten die erste Rettung an diesem Tag durchführen. Die Station war im inneren in einem erbärmlichen Zustanden. Hier und da sah man Sidewinder mit Löschvorrichtungen ganze Bereiche der Station löschen.

Wir landeten und dann ging alles ganz schnell, die einhundertvierundfünfzig Kabinen füllten sich im Sekundentakt und keine sieben Minuten Später waren wir auch schon wieder aus der Station raus. Jule und Kathrine waren jetzt schon völlig fertig, denn einige der Passagiere waren extrem Unfreundlich, gelinde gesagt, Also stoppte ich den T9 Kurz nach dem Mailslot, und griff mir den Anführer derer die auf meinem Schiff Stunk machen wollten, Steckte ihn in einen Raumanzug und warf das Intercom an, Vertis legte den Videofeed über alle Schiffe und die Station.

Wyveres:

Wir freien Piloten sind hier, um eure Leben zu retten, Wir riskieren unser Leben und das unserer Crews um euch aus dieser Station zu bringen. Das letzte was wir da gebrauchen können sind Personen, die sich nicht an die Anweisungen halten können. Möge euch, die mich gerade hören und sehen, dies eine Warnung sein. Sollte noch einmal auch nur einer von euch der Meinung sein, das es eine gute Idee ist, die Crew die euch Rettet anzugreifen, warum auch immer, ob ihr das Schiff Kapern wollt, oder weil euch die Flugdauer zu lange erscheint, ihr nicht schnell genug gerettet werden. Oder was auch immer ihr für Gründe haben mögt. Es ist mir egal, der nächste der aus der Reihe tanzt landet ohne Rettungsanzug im All!

Damit stieß ich das Vorstandsmitglied einer der Kooperationen aus der Frachtluke. Sichtbar für alle. Ohne Seil, ohne sonstige Sicherung und sah zu wie er langsam davon trieb.

Wyveres:

Dann ergeht es euch wie ihm. Ich mache dies hier jetzt seit Wochen, und immer wieder gab es Menschen wie ihn, Menschen die sich nicht an die Anweisungen halten wollten und ich bin es leid, meine Crew weiterhin dieser Gefahr auszusetzen. Von daher lasst euch dies hier eine Mahnung sein! Der nächste Stirbt!

Dann schloss ich die Verbindung, sammelte den im Raum treibenden Vorstandsaffen wieder ein und flog zum Rettungsschiff.

Nachdem wir alle von Bord gebracht hatten, ging es direkt wieder zur Station, diesmal hatte sich dann auch endlich CMDR. Neraco uns angeschlossen. Er flog mit seiner Dolphin neben uns. Und quatschte uns über Intercom voll, während wir im Anflug auf die Station waren. Er hatte Unmengen an Fragen, es war verständlich, immerhin war es seine erste Rettungsmission und das würde für die Dolphin eine echte Gefahr darstellen wenn er auch nur einen Fehler beim Landen machen würde. Mittlerweile hatte sich der Verkehr beruhigt und die Organisation der Schiffe klappte nun reibungslos. Die beiden abgestellten Pythons die den Mailsolt überwachten standen mit ihren Waffen am Slot und sorgten weiterhin dafür dass alles nach Plan lief.

Nun war es an uns, Neraco und ich bekamen unsere Buchten. Wir landeten und fingen an die Passagiere einzuladen, doch aus irgendeinem Grund waren bei Neraco nicht die von mir angenommenen Zweiunddreißig Leben an Bord. Er konnte gerade einmal Vierzehn Personen mitnehmen. Hatte er etwa meine Anweisungen nicht befolgt? Aber jetzt hier in der Station war nicht die Zeit darüber zu streiten, also beließ ich es erst einmal dabei und vertröstete die restlichen Personen auf die nächste Tour von uns.

Im Rettungsschiff angekommen, führte mich mein Weg direkt in seine Hangar Bucht, und in sein Schiff. Eine kurze Analyse später wusste ich dann genau warum er nur so wenige hat mitnehmen können. Er hatte statt der Economy Kabinen, Erste Klasse Kabinen genommen. Also hieß es wieder auf ihn warten, denn die Kabinen auszutauschen würde mindestens eine Stunde dauern. Eine Stunde in der ich drei Mal die Strecke geflogen bin. Also ließ ich ihn erst einmal wieder alleine. Möge er mir dann einfach wieder Folgen wenn er die nötige Umrüstung durchgeführt hatte.

Neraco:

Ich kann mir das echt nicht erklären, ich hatte doch extra angegeben nur das Beste vom Besten, kann ja nicht ahnen dass da nur so wenige rein passen.

Wyveres:

Ich hatte explizit in die Liste geschrieben, Eco Kabinen. Was war daran so unmissverständlich. Aber egal, tauschen Sie die Kabinen aus und dann melden Sie sich wenn Sie damit fertig sind. Wir sind jetzt schon dank ihnen hinter dem Zeitplan. Eigentlich hätten wir vor fünf Minuten wieder starten sollen. Mein Schiff belegt gerade denn einzigen großen Landeplatz, und da warten andere Piloten um anzudocken. Also von daher, kommen Sie, in die Pusche!

Damit überließ ich ihm wieder sich selbst, stapfte zum T9 und startete augenblicklich, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Nach zwei Stunden war er dann wieder bei uns und wir konnten weiter wie Ursprünglich geplant, unseren Flugplan einhalten. Diesmal mit der tatsächlichen Menge an Kabinen.

So Flogen wir die Woche durch, und außer den anfänglichen Schwierigkeiten, machte er sich in der Dolphin recht gut. Die einzigen Schwierigkeiten die wir nun noch hatten, bereitete uns die Station selbst, Kaum hatten die Wartung und Dock Crew eine der Buchten wieder in Betrieb nehmen können, explodierte eine andere, so kamen immer wieder neue Wrackteile und Zerstörte Schiffe dazu. Hin und wieder ging auch eine der Buchten gerade dann in die Luft wenn gerade eins Andocken wollte, was wiederum zu Schwierigkeiten führte.

So verbrachten wir zwischendurch mehr Zeit im Raum zwischen dem Rettungsschiff und der Station als in beiden zusammen. Manchmal mussten wir Stundenlang warten bevor es dann weiter gehen konnte. Aber so lernten wir diesen verrückten auch etwas besser kennen. Er hörte zwar nicht auf mit seinem Gequatsche, aber immerhin wurde Jule etwas freundlicher ihm gegenüber. Und auch Kathrine hatte ihren Spaß an seinen Geschichten. Nur eins machte mir Sorgen. Er redete immer wieder von Raxxla, von seiner Entdeckung, die er angeblich gemacht hat, die ihn berühmt machen würde, er bräuchte nur jemanden der mit ihm zu den Guardian Ruinen fliegt, da er vorher noch sich den Booster besorgen wollte, da ich das selbe vorhatte. Machte ich ihm einen Vorschlag, nachdem wir hier fertig waren und nachdem ich das was ich auf der Erde erledigen musste, würde ich ihn Kontaktieren und mit ihm zusammen dann die Ruinen anfliegen. Er stimmte augenblicklich zu. Er hätte ja eh Massiv Zeit, und könnte so noch einige seiner Theorien überprüfen. Mir sollte es recht sein.

So ging die Woche zu Ende, und ich konnte meinen Fortschritt sowohl an die Piloten Allianz als auch an die Föderation melden. Und bekam nun die Mission, auf die ich so lange hin gearbeitet hatte. Meine Mission um Konteradmiral zu werden. Dreißig Tonnen Bertrandite besorgen, abzuliefern in Rushd City im Coriccha System. Eine angenehme Mission, wieder einmal, es freute mich und so wurde der T9 abermals zum Frachter und wir flogen nach LHS 417 zum Gernhardt Camp um dort so viel Bertrandite einzuladen wie in den Frachtraum passte. Ein Sprung von nicht einmal fünf Lichtjahren später waren wir auch schon im System und steuerten den Sternhafen an. Luden dort den T9 voll und Flogen augenblicklich wieder zurück. Gaben die Fracht in Rushd City ab und verkauften den restlichen Überschuss der Fracht an den örtlichen Warenmarkt.

Konteradmiral, stand im Schreiben der Navy. Man beglückwünschte mich und ein paar Hände wurden geschüttelt. Es war mir im Grunde völlig egal wer diese Affen waren. Ich hatte mein Ziel erreicht, das war mir Wichtig gewesen. Aber ich ging mit Jule, Kathrine, Ilsa und John meinen neuen Rang feiern. Die Beiden hatten sich als sehr gute Crew Mitglieder herausgestellt. Ilsa mit ihren Siebenundzwanzig Jahren und John mit seinen Zweiunddreißig, stellen eine solide Crew da, zusammen mit Kathrine und Jule habe ich nun eine außerordentlich gute Crew, für das was noch auf mich drauf zukommt.

Jule:

Was jetzt Paps? Mit dem T9 zur Erde?

Wir saßen alle im Cockpit des T9 und beobachteten das All, während Wir nun überlegten was jetzt anstand, doch noch die Corvette besorgen, oder mit dem T9, oder der Krait nach Sol fliegen.

Wyveres:

Der T9 hat genug mitgemacht, ich bin am Überlegen ob wir ihn jetzt nicht doch noch zum Miner umrüsten und damit ein paar Hundert Tonnen Void Opale abbauen. Von den Kredits die Corvette kaufen, wie Ursprünglich geplant. Und mit ihr dann nach Sol fliegen.

Jule:

Nadine ist aber schon unterwegs, und wahrscheinlich schon Längst in Sol angekommen, wir sollten uns Sputen, sonst kommen wir zur Geburt doch noch zu Spät. Außerdem vielleicht hast du das in dem ganzen Stress den wir hatten vergessen, aber Nadine hat sich seit gut einer Woche nicht mehr bei Kathrine, dir oder mir gemeldet. Und ich mache mir da wirklich Sorgen! Also sollten wir so schnell wie möglich zur Erde! Ich ertrage diese Ungewissheit nicht mehr länger.

Jule hatte Recht, die letzte Nachricht von ihr war Tage her, ein kurzes Update wo sie gerade war, mehr stand nicht drin. Wir waren selbst nur circa Sechsundzwanzig Lichtjahre von Sol entfernt. Ein Katzensprung möchte man meinen, Aber ich wollte ums Verrecken nicht in dem T9 in Sol auftauchen. Für Nadine waren es gut zweihundertzwanzig Lichtjahre, Und sie wollte eine Langsame Route nehmen. Ich musste mich also entscheiden. Krait oder Corvette, bis zur Geburt war noch Zeit, und die Strecke würden wir eh in ein paar Stunden schaffen.

Wyveres:

Wir haben alle Zeit der Welt, Nadine wird sicherlich einfach auf der Erde von ihren Eltern in Beschlag genommen, immerhin hat Sie nur eine Strecke von Maximal Zweihundertzwanzig Lichtjahren zu überwinden, selbst wenn Sie nur kleine Sprünge macht, sollte sie schon längst da sein. Von daher mach dir darüber mal keine Sorgen. Viel wichtiger ist nun, Corvette oder Krait, denn in dem T9 fliegen wir definitiv nicht nach Sol.

Jule:

Die Krait, wirklich, Paps es ist ein Kampfschiff, da ist niemals genug Platz für uns alle drin. Mal von dem Zustand des Schiffes abgesehen, hängt sie irgendwo in einer Raumstation und gammelt seit Wochen vor sich hin.

Wyveres:

Dann eine Corvette. Gut dann werden wir den T9 Umrüsten, Opale Minen, und dann die Corvette kaufen. Und dann als Crew mit ihr nach Sol fliegen, das ganze Sollte nicht länger als drei Tage dauern.

Jule:

Einverstanden, drei Tag, Länger nicht, wenn wir bis dahin nicht die Kredits haben, fliegen wir in dem T9, egal in welchem Zustand er dann ist. Einverstanden?

Wyveres:

Einverstanden. Was sagen ihr dazu?

Kathrine:

Einverstanden! Auf in die Schlacht!

Ilsa und John nickten nur zustimmend.

Wyveres:

Dann gut, wir werden dann jetzt den T9 umrüsten, die Corvette kaufen, mit der Corvette Jules Mutter bergen und dann nach Sol fliegen.

Wir hatten uns geeinigt, also stand der Erde nun nichts mehr im Weg. Eine Mining Operation, Karen bergen und dann zur Erde. Ich schickte alle zurück auf Ihre Posten, und Blieb alleine im Cockpit zurück.

Wyveres:

Vertis, verriegel das Cockpit.

Vertis:

Verstanden.

Wyveres:

Und spiel die letzte Nachricht von Nadine noch einmal vor.

Vertis:

Bist du dir sicher?

Wyveres:

Mach einfach …

Vertis:

Na schön.

Dann begann die Aufzeichnung, ich hatte sie vor Jule und Kathrine geheim gehalten, ich wollte nicht das sie Sich sorgen machten. Ließ alles so wie es sein sollte, so als ob nichts wäre, als wenn noch immer alles nach Plan lief, aber dem war nicht so. Ganz und gar nicht. Das Gegenteil war der Fall, ich wusste ganz genau wo Nadine war, was mit ihr war, und es machte mir eine Heiden Angst, auch nur darüber nachzudenken. Ich hatte mich die letzten zwei Tage nur mit Aufputschmitteln und anderen Drogen bei Verstand halten können, auch war CMDR Neraco eine willkommene Abwechslung von dem was mich plagte. Denn Nadine war zwar in Sol, aber nie auf der Erde angekommen. Laut Flugplan den ich von ihr bekommen hatte, hätte sie schon Anfang der Woche dort ankommen müssen und sie hatte mir persönlich versichert, dass sie sich Melden würde, Sobald sie den Raum um Sol anfliegen würde, statt einer Versicherung ihrerseits, bekam ich jedoch eine Nachricht von Ihr, die mir ganz und gar nicht gefiel.

Nadine:

Wyveres, ich hab nicht viel Zeit, dass Schiff auf dem ich Untergekommen bin, wird Angegriffen! Ich schätze mal es sind Piraten, ich kann sie draußen Leute töten hören, sie schlachten alle ab … Schatz … ich … ich liebe DICH, Jule und Kathrine, vergiss das nie … Oh Gott … Sie sind an der Tür …

Man konnte einen deutliche Explosion hören.

Nadine:

… SIE …

Fremde Stimme:

GEFUNDEN …

Dann wurde die Transmission undeutlich und sie brach ab. Seit dem hatte ich Vertis damit beauftragt die Ohren offen zu halten, nach allem was wichtig erschien. Und nun war der Zeitpunkt gekommen, die Ergebnisse ihrer Suche zu hören.

Vertis:

Ich habe alle mir zur Verfügung stehenden Ressourcen bemüht, ihr Schiff wurde kurz vor Sol, von einer Unbekannten Gruppe, beim Auftanken an einer Planetenlosen Sonne abgefangen. Sie hatte einen Beluga Liner bestiegen, getarnt als Reiche Touristin Abigal Hudson, laut Passagierliste waren zu dem Zeitpunkt vierhundert und Einundfünfzig Personen an Bord, gefunden hat man vierhundert zwanzig Leichen, Nadine ihre ist nicht unter den Leichen. Alle Berichte deuten auf eine Entführung und Erpressung von Lösegeld hin. Jedoch gab es bisher keine Forderungen.

Wyveres:

Und keine weiteren Hinweise?

Vertis:

Nein, es fehlt jede Spur von ihr. Die Spurensicherung, konnte feststellen dass es in ihrer Kabine zu einem Heftigen Kampf kam, Man hat Blutspuren und Fruchtwasser gefunden. Ich konnte an die DNA Analysen gelangen. Es handelt sich um DNA von Nadine, ich habe es geschafft die Naniten aus den Berichten zu Tilgen. Die andere DNA stammt von vier Personen.

Wyveres:

Du verheimlichst mir etwas … das höre ich an der Modulation deiner Worte. Sprich Vertis oder ich werde es dir aus deinem Speicher reißen!

Vertis:

Es wurde eine Nachricht in der Kabine hinterlassen. Wyveres … bitte mich nicht, sie dir vorlesen zu müssen.

Wyveres:

Wenn du nicht abgeschaltet werden willst, LIES!

Vertis:

Na schön, ich halte schon einmal Betäubungsmittel bereit. Denn du wirst nicht ruhig bleiben.

Wyveres:

Vertis!

Vertis:

Ok. Also: „Ich habe dein Kind und deine HURE … Komm nach Columbus wenn du sie wieder haben willst! Und Arschloch, diesmal wird mir niemand einfach so in den Kopf schießen!“

Wyveres:

Und es besteht kein Zweifel an der Echtheit der Nachricht?

Vertis:

Keiner, die Überwachungseinrichtungen, haben sie aufgenommen. Nach Abgleich mit dem Bildmaterial aus dem Loft und der Stimmenanalysen, kann ich zu 99% Bestätigen, Sie ist es.

Mir gefror das Blut in den Adern und ich ließ meiner Wut freien Lauf. Diese verdammte Hure, ich würde sie diesmal eigenhändig in Stücke reißen. Und diejenigen Finden die hinter ihr Standen, In meiner Rage zerstörte ich fast das gesamte Cockpit, bevor ich von Vertis mit der von ihr angedrohten Betäubung außer Gefecht gesetzt wurde. Mein letzter Gedanke, bevor die Nacht mich empfing, galt Nadine und meinem Sohn.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – ROSS 695

Wenn, dass retten von Menschen, zur Routine wird. Sollte man darauf Acht geben wie viel Wert jedes einzelne davon hat. Jedes Leben hat eine Geschichte, eine Geschichte die man rettet oder beendet.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 18.03.3305

Jule hatte sich nach der Sache in der Bar verändert, ihr leicht verträumter Blick war einer gewissen Abgeklärtheit gewichen, ihre Augen wirkten Müde, ob vom Weinen, oder dem was wir schon seit ein paar Wochen taten, war nicht genau zu sagen. Doch ich fand auf dem Weg nach ROSS 695 etwas Zeit so dass sie und ich, endlich ein ausführliches Gespräch führen konnten. Sie hatte sich anfangs geweigert Überhaupt mit mir darüber zu sprechen, aber ich ließ ihr keine Ruhe, keine andere Wahl. Denn ich wusste würde sie es nicht tun, würde das erlebte sie irgendwann auffressen, so wie schon viele vor ihr.

Sie machte mir die üblichen Vorwürfe, zeterte und heulte hin und wieder. Aber im Kern war es ein notwendiger Schritt zur Heilung.

Wyveres:

Willst du mir nun mitteilen was dich Quält, oder willst du weiter vor dich hin brüten?

Jule:

Vor mich hin brüten wäre mir jetzt lieber, aber du wirst ja eh nicht locker lassen. Von daher, Paps, du, manchmal möchte ich dich einfach nur schlagen. Weißt du, wie schwer mir das alles hier fällt, noch vor einem Jahr war ich nichts weiter als eine Unbeschwerte fünfzehnjährige die nichts weiter wollte, als zu Wissen wer ihr Vater ist. Und jetzt, jetzt habe ich gemordet, getötet, und das nur weil du in mein Leben getreten bist, und nun muss ich damit Leben. Damit leben wozu meine Entscheidungen Geführt haben. Und es ist so verdammt schwer. Tut ständig weh, immer und immer wieder sehe ich diese Bilder, von den Schiffen, wie meine Hände die Taster betätigen. Wie ich töte, und ich erinnere mich daran, wie du mir diese Erinnerungen nahmst, mir die Chance nahmst, damit auf vernünftige Art umzugehen. Wie es mir Angst macht, dass du wieder hingehst und in meinen Erinnerungen rum fuhrwerkst. Nur weil du der Meinung bist ich wäre nicht stark genug!

Wyveres:

Dafür habe ich mich mehr als einmal Entschuldigt. Und dir hoch und heilig versprochen dich nie wieder zu Manipulieren. Was dein Wunsch angeht, folg mir.

Ich stand auf und verließ die Kabine. Jule stand erst leicht genervt im Raum, ging mir dann aber doch wortlos hinterher. Der T9 hatte jede Menge Platz, und so gab es in ihm, hier und da kleiner Örtlichkeiten wo man ungestört sein konnte. Ich hatte schon vor Tagen von Vertis einen der kleineren Räume mit Polstern auslegen lassen, und Matten verteilt.

Dort angekommen, in meinem Privaten provisorischen Trainingsraum. Starrte meine Tochter, mich einfach nur an.

Jule:

Was ist das hier?

Wyveres:

Training, wird dir gut tun, du wolltest mich Schlagen, nun kannst du es, du gegen mich. Schläge unterhalb der Gürtellinie sind verboten. Alles andere Erlaubt.

Jule:

Dein Ernst?

Wyveres:

Mein völliger Ernst.

Ich zog meine Jacke und das Hemd aus, entledigte mich meiner Stiefel und ging in den Raum und fing an mich aufzuwärmen. Während Jule noch immer in der Tür stand und in den Raum starrte.

Wyveres:

Was ist, willst du da weiter Maulaffen feilhalten. Komm rein!

Sie zögerte erst tat es mir aber dann doch gleich, Pullover, Jacke und Stiefel blieben ebenfalls draußen und so stand Sie, wie ich, im Unterhemd und Hose da, grinste und fing an sich ebenfalls aufzuwärmen.

Jule:

Und ich darf dir so richtig Wehtun?

Wyveres:

Wenn du zukommst, darfst du das ja. Tue dir keinen Zwang an. Und wenn ich K.O. Gehe dann, gehe ich das halt. Heul aber nicht, wenn du dir Weh tust.

Sie hob die Fäuste.

Jule:

Paps, du wirst leiden. Das verspreche ich dir!

Wyveres:

Starke Worte, von so einem Hemd wie dir, aber bitte. Dann komm, zeig mir was du kannst.

Ich überlegte noch, ob ich wirklich volle Kraft einsetzten sollte, immerhin Kämpfte ich hier gegen meine eigene Tochter, aber sie sollte sich austoben, auspowern und etwas Lernen. Und so entschied mich dann, nach ihrem ersten Haken, doch dazu, ihr so richtig den Hintern zu versohlen.

Während Jule also von Anfang an, beinahe ihr gesamte Kraft in ihre Schwünge legte, hielt ich mich anfangs noch zurück. Erst wollte ich genau sehen, was meine Tochter mittlerweile alles drauf hatte. Und das war so einiges, wo auch immer Sie die Gewandtheit her nahm. Mein Auge hatte zu tun, ihren, doch sehr agilen, Bewegungen zu folgen. Ich war ihr in der Hinsicht, diesmal völlig unterlegen, denn ein Auge gegen zwei Gesunde, war ein gewaltiger Nachteil für mich. Ein Nachteil denn ich sehr lange mit einigen technischen Hilfsmitteln ausgeglichen hatte. Die mir hier in diesem Raum aber nicht viel nützten. Denn hier, hier war meine Gegnerin meine eigene Tochter und die wusste ganz genau, wo meine blinden Flecken, in meinem Sichtfeld waren. Also fing sich mein Gesicht, ein ums andere Mal, ihre Fäuste ein. Immer und immer wieder auf dieselbe blinde Stelle. Es Schmerzte höllisch, aber sie würde es nicht mehr lange so leicht haben.

Wyveres:

Stopp! Auszeit, gib mir eine Minute!

Jule:

Was, jetzt schon, ich bin gerade erst Warm geworden.

Wyveres:

Du, ich sagte eine Minute. Warte Bitte.

Ich ging zur Bedienungstafel. Drückte ein paar Knöpfe und rief nach Vertis.

Wyveres:

Vertis. Naniten Protokoll sieben strich neun, zweiundzwanzig.

Jule:

Was wird das?

Vertis:

Verstanden, bist du dir sicher? Du weißt, dass es nicht ohne Verlust des Auges Rückgängig gemacht werden kann! Und höllisch wehtun wird. Geschweige denn das du danach direkt Vollständig damit klar kommen wirst.

Wyveres:

Vertis, mach einfach, ich kann mich hier nicht von meiner Tochter so verdreschen lassen, nur weil sie meinen Blinden Punkt genau kennt.

Jule:

Was hast du vor?

Wyveres:

Etwas das ich schon vor langer Zeit hätte machen sollen. Aber nie bereit war es auch zu tun.

Dann kam der Schmerz, das brennen im Auge, als die Naniten anfingen die Trübungen zu Entfernen und Nerven wieder herzustellen, die Lichtblitze, das Feuern der Neuronen. Ich brauchte ganze fünf Minuten um überhaupt das Auge öffnen zu können.

Jule:

Es ist Blau … Du hast eine blaue Iris?

Wyveres:

Überrascht dich das, es tut aber höllisch weh. Und ich sehe noch leicht verschwommen. Also, gib mir bitte, fünf Minuten, ich muss mich erst wieder dran gewöhnen mit zwei Augen zu sehen.

Ich versuchte ein Punkt im Raum zu fixieren, anfangs gelang mir das gar nicht und stattdessen wurde mir Übel von den beiden Bildern. Aber mit jedem Schlag und jeder Drehung wurde es besser. Und so wurde nach gut vier Minuten aus dem was meine beiden Augen mir lieferten, endlich ein scharfes Bild.

Wyveres:

Nun gut, dein Vorteil mir gegenüber sollte nun weg sein.

Jule:

Und das nur damit du keine mehr von mir auf die Zwölf bekommst. Paps … also wirklich, aber das Blau in deinem Auge gefällt mir. Schade, dass es gleich völlig Blutunterlaufen sein wird.

Wyveres:

Na dann, auf geht’s, Ring frei für Runde zwei.

Sie tanzte wieder um mich herum, versuchte wieder dieselben Tricks und kassierte entsprechend, einen Haken nach dem anderen. Das neue Auge fühlte sich zwar noch seltsam an, aber es tat seinen Dienst. Meine Tochter hatte ordentlich zu tun, nun aus der Reichweite meiner Fäuste zu bleiben, um nicht noch mehr Schwinger auf Brustkorb und Gesicht ab zubekommen.

So schlugen wir abwechselnd aufeinander ein, vielleicht zehn, vielleicht auch zwanzig Minuten. Mal landete sie einen Treffer, mal ich, mir schwoll schon leicht der Kiefer und meine Muskeln fingen an zu brennen, aber meine Tochter hatte noch immer Kraft, noch immer Feuer in den Augen. Noch immer diese Wut in sich. Also ging es weiter. Weiter mit dem Kampf, Vater gegen Tochter. Sie gab einfach nicht nach, trotz der Wunden, trotz des Blutes das wir beide vergossen, Sie Prügelte auf mich ein wie eine Furie, verlor immer wieder die Kontrolle über sich und Kassierte dafür schwere Schwinger ins Gesicht oder auf den freien Brustkorb.

Wyveres:

Kontrolliere deine Wut, du wirst Unvorsichtig!

Jule:

Sag mir nicht was ich zu tun habe!

Wyveres:

Wenn du weiterhin Blind links in meine Faust läufst, beschwer dich hinterher nicht.

Und sie kam erneut auf mich drauf zu, schwitzte, atmete schwer und war hier und da von ihrem eigenen Blut bedeckt, das ihr leicht über die Lippen, und aus der Nase tropfte, eins ihrer Augen fing sogar schon an, anzuschwellen, aber sie hatte noch immer nicht genug. Wollte noch immer weiter kämpfen. Und kassierte den nächsten Schwinger, den nächsten Aufwärtshaken, und wurde dann von mir letztendlich eingekeilt und zu Boden gedrückt.

Wyveres:

Hast du genug?

Jule:

Du kämpfst Unfair!

Wyveres:

Unfair?

Ich ließ sie aufstehen.

Jule:

Ich hätte dich schon längst besiegt! Doch du nutzt deine Naniten …!

Wyveres:

Meine Naniten? Jule, dieselben Naniten die auch durch deinen Körper wandern, die gerade dabei sind ohne Unterlass deine Wunden zu flicken? Schau auf deinen Handrücken, die Knöchel waren eben noch offen, von deinem Schlag gegen die Wand.

Jule:

Wie …

Wyveres:

Sie tun in unseren beiden Körpern, genau das was sie sollen. Nur im Gegensatz zu dir, Kämpfe ich nicht mit blinder Wut.

Jule:

Ich bin aber Wütend. Wütend auf dich … du mieser Scheißkerl … von einem Vater …

Wyveres:

Da liegt der Hase also begraben, wir kommen dem Kern doch so langsam aber sicher immer näher.

Jule:

Du, warum kannst du nicht einfach Ehrlich zu mir sein!

Sie schlug erneut nach mir.

Wyveres:

Ich bin doch ehrlich zu dir.

Jule:

Nein! Du bist alles andere als Ehrlich! Scheiß Heuchler … du warst nicht ehrlich zu mir als du mich fandst, du warst nicht ehrlich zu mir als du mich auf Emerald gelassen hattest, du warst nicht ehrlich zu mir als ich dich fand, du … du hast mir ja bis heute noch nicht einmal gesagt wer du eigentlich BIST! Wer BIST DU … PAPS! WER! Wessen Tochter bin ich!

Wyveres:

Du bist meine Tochter, die Tochter von Wyveres und Karen Darlin. Jule Darlin Hunt. Wer ich in dieser Gleichung bin, spielt außer das ich dein Vater bin, keine Rolle.

Jule:

Doch das spielt es! Ich denke, denn ich suche jetzt schon seit Wochen nach einer Antwort, du schuldest mir das einfach!

Sie kam erneut auf mich zu, schlug mit beiden Fäusten auf meinen Brustkorb ein und prügelte mich mit schier purer Verzweiflung gegen die Kabinenwand.

Jule:

Sag mir endlich wer du bist!

Ihre Angriffe verloren an Schwung, und aus den Schlägen wurde verzweifeltes Geklopfe auf meine Brust, ihr Kopf versank in meinem Hemd und sie fing bitterlich an zu weinen.

Jule:

Sag mir wer bin ich … sind das wirklich meine Gedanken … oder stammt das einfach alles von dir … Sind meine Erinnerungen denn wirklich meine Erinnerung?

Ich drückte sie fest an mich, und sackte mit ihr im Arm völlig erschöpft zu Boden.

Wyveres:

Darum geht es also. Die Manipulation deiner Erinnerungen. Du zweifelst an dir selbst, weil ich an dir gezweifelt habe. Gezweifelt habe, ob meine Tochter stark genug ist um mit dem was uns Tag täglich umgibt, klar zu kommen. Weil ich dich vor dir selbst schützen wollte. Ich schätze ich habe mehr Zerstört als mir klar war. Schatz, wer ich bin weißt du, wir haben so oft darüber Gesprochen.

Jule:

Du hast Geschichten erzählt! Über das was du erlebt hast! Nicht darüber Wer diese Geschichten erlebt hat. Du hast mir viel beigebracht in den Monaten, Sehr viel … also sag mir endlich deinen Namen! Oder vertraust du nicht einmal deiner eigenen Tochter!

Wyveres:

Ich wünschte ich könnte dir meinen Namen nennen, wirklich Schatz, aber es geht einfach nicht. Mein Name existiert nicht! Er darf einfach nicht existieren … versteh das bitte, aber es gibt Dinge in diesem Universum, die bleiben besser in der Vergangenheit!

Jule:

Ich dachte mir schon das du das sagst, Heuchler … elender … Heuchler … wenn du schon bei so etwas einfachem Lügst! Wie soll ich dir da noch irgendetwas Glauben!

Ihr Blick war voller Wut. Wut auf mich und meine Antwort, traute ich wirklich meiner eigenen Tochter nicht, traute ich wirklich niemandem in Universum, nicht einmal meinem eigenem Fleisch und Blut. Hatte die Zeit mich wirklich so Zynisch gemacht?

Wyveres:

Na schön, Vertis verriegle den Raum, Sorge dafür, dass kein Signal hier rein oder raus kommt!

Vertis:

Verstanden, Raum wird verriegelt.

Jule:

Ist das wirklich Notwendig?

Wyveres:

Ja, und du wirst auch gleich verstehen warum.

Vertis:

Verriegelung erfolgreich.

Wyveres:

Gut, zu aller erst, ja ich Lüge, ja ich habe wegen vielem Gelogen, vieles von dem was ich über mein Leben bisher erzählt habe ist teilweise völlig erstunken und erlogen. Das meine liebe Tochter ist leider die Wahrheit. Vertis und ich … sind nicht erst seit ein paar Jahren im All unterwegs.

Jule:

Wie meinst du das?

Wyveres:

Der Planet der Klone, sagt dir doch etwas oder?

Jule:

Teorge. Ja …

Wyveres:

Ich habe dir die Geschichte von Salomé nicht umsonst erzählt, sie war ein Klon, das Imperium Klont schon seit Jahrhunderten Menschen.

Jule:

Soll das heißen du bist auch ein Klon?

Wyveres:

Ja, ich stamme zwar nicht direkt von Teorge, aber ja ich bin ein Klon, ich habe weder Eltern noch kenne ich den genauen Ort meiner Geburt. Ich kann dir nicht einmal sagen, der wievielte Klon, meiner selbst, ich bin. Vertis hat darüber nie Auskunft gegeben. Und ich habe es in all den Jahrhunderten auch vergessen.

Jule:

Die Geschichte mit der DNA Veränderungen … das ergibt Sinn. Aber warum machst du so ein Geheimnis daraus?

Wyveres:

Was denkst du wie Alt ich bin?

Jule:

Fünfunddreißig, bestimmt nicht …

Wyveres:

Oh doch, dieser Körper ist fünfunddreißig Jahre alt. Nur meine Erinnerungen, die sind älter, viel, viel älter. Schau, ich wäre ich, mein Ursprüngliches Ich geblieben, wenn ich damals nicht deine Mutter kennengelernt hätte, nach all den Jahrhunderten, einen Menschen zu treffen, der so völlig selbstlos war, sich um all das, was ich war nicht geschert hat, sondern den Jungen der ich damals war geliebt hat, es hat mich verändert. Ich konnte einfach nicht so weiter machen. Also verschwand ich. Löschte meine Vergangenheit aus.

Jule:

Wer warst du?

Wyveres:

Pilot des Imperiums, schon seit Hunderten von Jahren, einfach nur ein Pilot des Imperiums. Das Problem ist nur, wessen Klon ich bin, darf niemals ans Licht kommen. Etwas das ich mit in mein ewiges Grab nehmen werde. Etwas das ich nicht einmal dir anvertrauen kann. Ob du es verstehst oder nicht, dass kann ich nicht beeinflussen. Aber Schatz, es ist wichtig das du folgendes Verstehst. Sollte es jemals ans Licht kommen wer ich bin, wirst du Sterben, werden Nadine, dein ungeborener Bruder, wir alle Sterben.

Jule:

Den sterben Teil habe ich verstanden, doch warum machst du darum so ein Geheimnis? Warum bist du so weit gegangen und hast deine DNA verändert, warum all der Aufwand? Warum das alles?

Wyveres:

Wenn man so viele Leben gelebt hat, so oft gelebt hat, erfährt man Dinge, unweigerlich. Das lässt sich nicht vermeiden, und ich habe in früheren Leben schon genug Menschen deswegen Verloren. Menschen die mir ebenso Wichtig waren, wie du! Wie deine Mutter, Sie starb weil ich unvorsichtig wurde. Weil ich nicht aufgepasst habe, also versteh bitte meine Sorge. Ich möchte einfach nicht, dass es dir genau so ergeht. Das es Nadine genau so ergeht.

Jule:

Deswegen also all die Lügen? Deswegen hast du mich belogen?

Wyveres:

Eltern Lügen ständig um ihre Kinder zu schützen. Das ist nun mal so, das lässt sich auch nicht ändern.

Jule:

Dann erklär mir jetzt eins, was bin ich für dich?

Ich musste bei der Frage schlucken, sehr schwer schlucken. Was war sie für mich, wertvoll, unersetzbar, einzigartig. Ich wusste nicht wie ich es in Worte fassen sollte, geschweige denn ob Worte hier ausreichen würden. Ich durchforstete meine Erinnerungen, nach all den Momenten in denen mich wer genau das Gefragt hatte, was waren sie alle für mich.

Wyveres:

Meine Tochter, mein ein und alles, dass bist du schon immer gewesen, von dem Moment an als ich dich das erste Mal erblickte.

Jule:

Dann sag mir, warum du mich wirklich zurückgelassen hast!

Wyveres:

Aus dem Grund denn ich dir damals schon genannt hatte, weil deine Existenz in Gefahr war. Weil du meine Tochter bist, was ich weggelassen habe war nur folgendes. Weil ich nicht wollte das es dir genau so ergeht wie meinen Kindern vor dir. Du solltest dein Leben, leben, ohne mich, in Sicherheit vor mir, vor denen die noch immer da draußen sind. Und alles Unternehmen werden, um meiner doch noch Habhaft zu werden. Ich wollte nicht, dass du da mit hineingezogen wirst. In diesen Konflikt, zwischen denen die die Geschicke der Menschheit Lenken und denen die der Meinung sind, das sie dafür nicht das Recht hätten.

Jule:

Der Club.

Wyveres:

Exakt, willst du sonst noch etwas Wissen?

Jule:

Wie lange lebst du schon?

Wyveres:

Lass mich überlegen, beinahe Tausend Jahre müssten es jetzt sein.

Jule:

Alter Mann, wahrlich ein uralter Mann! Wirst du mir irgendwann alles erklären?

Wyveres:

Kann ich dir nicht sagen, vielleicht auf deinem Sterbebett, wenn du die Geheimnisse mit in die Ewigkeit nimmst.

Jule:

Und du wirst diese Unterhaltung hier nicht Löschen?

Wyveres:

Schatz, diese Unterhaltung hat nie stattgefunden, etwas das nie stattgefunden hat kann nicht gelöscht werden. Haben wir uns verstanden?

Sie lächelte, so wie sie früher gelächelt hat, die Naniten in ihr hatten mittlerweile die Schwellung ihres Auges erfolgreich bekämpft. Und auch in mir waren sie Fleißig dabei alles wieder in Ordnung zu bringen. Sie Kuschelte sich an mich und seufzte.

Jule:

Ich bin also die Tochter eines Tausend Jahre alten Niemands … das macht die Sache nicht gerade leichter für mich. Aber schön, ich hab es verstanden, da draußen sind Menschen die, dich, mich, Kathrine und Nadine töten werden, wenn man wüsste das es dich noch gibt.

Wyveres:

So sieht es aus, stellt dich das zufrieden?

Jule:

Nicht wirklich, aber damit kann ich erst einmal Leben. Und niemand weiß das?

Wyveres:

Nicht einmal Nadine, nur du und Vertis. Also wir sollten zurück auf unsere Posten, ROSS 695 wartet, wir haben Menschen zu retten.

Damit schob ich sie von mir runter, und gab die Verriegelung wieder frei. Trat vor die Tür, griff mir meine Sachen und ging erst einmal Duschen, dicht gefolgt von Jule, die sich prompt in die Kabine neben mir stellte.

Jule:

Mir tut alles Weh, und ich hab überall blaue Flecke, machen wir, von nun an, das jetzt jede Woche?

Wyveres:

Wenn du willst, aber dann sollte ich einen richtigen Trainingsraum einrichten.

Jule:

Und dann werde ich dir beim nächsten Mal so richtig das Fürchten lehren, Paps!

Wyveres:

Tue das, aber jetzt heißt es erst einmal, weiter Menschen retten, wir sollten mittlerweile in ROSS 695 angekommen sein.

Jule:

Na gut, also dann, retten wir weiter Arschgeigen!

Sie lachte und warf ihren Schwamm über die Kabinenwand.

ROSS 695 war wie die anderen Systeme davor auch, Thargoiden verseuchtes Kampfgebiet, an der Station Bresnik Orbital angekommen bot sich uns auch hier ein erschreckendes Bild. Die gesamte Station brannte Lichterloh, trotz Vakuum. Also hieß es, Kühlkörper bereit machen und einreihen. Diesmal war der Verkehr angenehmer, weniger Schiffe dafür war der Sprung zum Rettungsschiff diesmal besonders Kurz, eigentlich brauchte man fast gar nicht in den Super Cruise gehen, die Leitstrahlen waren diesmal so ausgerichtet das man sobald man im Super Cruise war, auch schon auf die Position des Schiffes geloggt wurde, ein Traum.

Wir konnten so am ersten Abend schon zehn Flüge absolvieren. Bevor der T9 durch eine längere Wartung musste, da uns beim letzten Anflug auf unsere Landebucht eine gewaltige Explosion in der benachbarten Bucht, uns einmal quer durch die Station schob. Ich hatte Mühe den T9 wieder unter Kontrolle zu bekommen, und rammte so einige Inneneinrichtungen und Wrackteile der Station. Zu meinem Glück blieben die Strafen für so ein Verhalten aus, also zeigten die Verantwortlichen hier, etwas mehr Grips als die Letzten.

Die geretteten blieben, bis auf ein, zwei hysterisch reagierende Passagiere, ruhig und alles lief im üblichen Rahmen ab. Vor allem nachdem wir, deutliche Warnhinweise installiert hatten, das wir Störenfriede und ähnlich agierende Personen einfach ins All werfen würden. Kam es zu keinerlei Übergriffen mehr gegenüber Jule und Kathrine. Ilsa und John hatten sich zudem als Glücksgriff erwiesen, die beiden machten ihren Job ohne zu Murren oder sich daneben zu benehmen.

Und so nutzte ich der Zeit im Raum Dock, um meine aktuellen Daten mit den Servern der Föderation abzugleichen, und bekam prompt einen Auftrag, Für den nächsten Rang sollten wir Indit liefern, sage und schreibe ganze zwölf Tonnen, leichter ging es schon gar nicht mehr. Also ließ ich Vertis die Daten der örtlichen Handelsrouten Analysieren und lagerte derweil alle Passagier Module auf dem Rettungsschiff zwischen. Das ganze sollte nach 61 Virginis zum Furukawa Port Transportiert werden. Vertis fand, nach wenigen Minuten, einen Preiswerten Markt in LHS 380 im Qureshi Orbital, also nahmen wir Kurs auf LHS 380 das Ungefähr knapp Dreißig Lichtjahre entfernt von ROSS 695 lag. Im Qureshi Orbital angekommen, Stopften wir den T9 mit so viel Indit voll, wie rein ging. Etwas mehr als Siebenhundert und Fünfzig Tonnen. Somit mussten wir um nach 61 Virginis zu kommen einen Umweg nehmen, denn für den direkten Sprung nach 61 Virginis war der T9 nun zu schwer. Und so ging es über Wolf 1481 nach 61 Virginis zum Furukawa Port. Alles in allem dauerte der Transport einen halben Tag.

Und am Ende war ich dann wie sie es nannten Lt Commander, gefiel mir besser als Korvettenleutnant. Aber damit waren wir einen Schritt weiter auf dem Weg zum Konteradmiral und zur Föderalen Korvette. Und damit hatte ich schon ein neues Problem, ein einhundertsiebenundachtzig Millionen Credit Problem. Soviel bräuchte ich nur um die Korvette zu kaufen. Das hieß Mining, unweigerlich und unumgänglich Mining. Mit dem T9 würde das wohl eine Menge Spaß bringen, aber auch Stress bedeuten.

Die Rettungsaktion dauerte eine Woche, eine Woche ununterbrochen von der Station zum Schiff. Es war mörderisch anstrengend, dabei bei Verstand zu bleiben. Jule und Kathrine hatten mit sich zu kämpfen, ihnen Half es, das sie ihre Katzen dabei hatten, die beiden verkrochen sich in jeder freien Minute die sie hatten, in ihrer Kabine und taten da drinnen was auch immer sie wollten. Mal war es so laut, durch ihre Musik, im T9 das man der Meinung war sie hätten den T9 als Klangkörper benutzt, Mal konnte man den beiden quasi im gesamten Schiff dabei zuhören wie sie sich über eine Serie stritten, miteinander zofften oder zusammen lachten. Leider würden sich an der Situation in der wir derzeit waren vorerst nichts ändern. Denn nun ging es von ROSS 695 direkt nach 61 Virginis. Dort wurde, während wir hier in ROSS 695 beschäftigt waren, der Furukawa Port von den Thargoiden überrannt.

Nadine hatte die letzten Tage, öfters als sonst, kleinere Nachrichten und Video Konferenzen mit den beiden abgehalten. Sie und ich hingegen hatten vereinbart, dass ich mich hauptsächlich auf die vor mir liegende Aufgabe konzentrieren sollte. Und so hatte ich bisher den Kontakt zwischen uns auf ein Minimum gehalten, gerade so dass es für uns beide noch erträglich schien. Sie war mittlerweile hoch Schwanger und früher oder Später wäre es soweit. Die Pläne für den Fall, dass wir nicht Rechtzeitig zurück wären, standen fest. Sollte ich es nicht Rechtzeitig schaffen, würde sie von Medupe City aus, ohne uns nach Sol aufbrechen. Während wir drei dann parallel zu ihr nach Sol fliegen würden. Ihr war es mittlerweile auch völlig egal in welchem Schiff wir dort ankommen würden und mit welchem Rang. Denn die letzten Wochen alleine hatten ihr ziemlich zugesetzt.

Im Grunde hatten wir alles um nach Sol zu fliegen, nur eins nicht. Und vor dem fürchtete ich mich am meisten. Karens Leichnam war noch immer auf dem Mond dieser Anarchie Welt, am Rande der bewohnten Welten. Ich müsste Sie hohlen, mit den beiden Mädchen. Was mir eine scheiß Angst einjagte, nach all den Jahren dahin zurückzukehren. Ich überlegte wirklich ob ich sie nicht vor dem Konteradmiral aus ihrer Ruhestätte bergen sollte. Aber ich wollte Jule damit nicht noch zusätzlich belasten. Zu Wissen das sie im Frachtraum in ihrem Sarg liegt, während wir damit beschäftigt sind weiter alles nötige zu unternehmen um so gut wie möglich vorbereitet nach Sol zu fliegen. Sol dieses Drecks System. Der Ursprung der Menschheit, wir waren weit gekommen seid der ersten Mondlandung. Sehr weit, doch waren wir Menschen keinen Schritt weitergekommen in der Evolution, wir stritten noch immer um Territorium, Macht und Rohstoffe, bekämpften uns noch immer gegenseitig aufgrund unserer Ansichten. Eigentlich hätten wir nach dem wir endgültig zu den Sternen aufgebrochen waren, ein Goldenes Zeitalter haben sollen, aber Gier und Macht haben all diese Pläne zu Staub zermahlen. Wir sind nur eins, aus den paar Milliarden die einst die Erde bevölkert haben, sind nun aber Milliarden von Menschen geworden die ein Teil der Milchstraße bewohnen. Anstelle von einer geeinten Menschheit, sind da draußen unzählige Kooperationen, Kolonien und Verwaltungen entstanden, die alle ihr eigenes Süppchen kochen.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – In einer Bar auf Opila

Eine Rettung nach der anderen, man stumpft ab für die Belange all derer die man rettet. Pfercht sie in die Kabinen und wirft Sie keine fünf Minuten später, einfach den Rettungskräften in die Arme, nur um so schnell wie möglich wieder zu starten.

CMDR. Wyveres. Sternzeit 14.03.3305

Padhyas, man könnte meinen nach so vielen Rettungen, wäre es mittlerweile einfacher geworden. Einfacher für uns alle. Aber jeden Tag den wir hier verbrachten, zurück flogen in die noch immer Brennende Station, war erneut ein riskantes Unterfangen. Mehr als einmal wurden wir ordentlich durchgeschüttelt. Hatten damit zu kämpfen das Schiff in der Station zu landen und dabei nicht drauf zu gehen. Aber wir waren nun schon eine Woche hier, und langsam aber allmählich beruhigte sich die Situation. Die Feuer wurden weniger, und der größte Teil der Bevölkerung war gerettet worden. Also nahm ich erneut Kontakt zur Föderalen Navy auf, übermittelte meinen Status und erbat um die Rang Aufwertung.

Erfreulicherweise war es diesmal etwas Angenehmes, ein einfacher Transport von Titan, benötigt wurde es in Opila im Temple Dock, besorgen sollten wir das Titan in Fular im Kotov Orbital. Also blieben die Passagierkabinen im Rettungsschiff, Wir flogen direkt nach Fular, dort angekommen, stattete ich den T9 mit soviel Frachtkapazität aus wie möglich war. Insgesamt konnten wir so etwas mehr als Siebenhundert Tonnen transportieren. Vierzig für die Mission, der Rest wurde einfach so am Örtlichen Markt verkauft. Was ein rein Gewinn von mehr als Fünfhundert tausend Credits entsprach. Es konnte sich sehen lassen.

Wir machten dann noch in Opila im Temple Dock eine längere Pause und ließen den T9 Generalüberholen, bei der Gelegenheit gab ich ihm direkt einen Namen, Thunder, angelehnt an den armen T10 den ich verkaufen musste, ihn hatte ich nämlich Thundercat getauft. Damit stand dann für mich fest, ich behielt den Transporter. Würde ihn später zu einem Mining Schiff umrüsten. Und mit ihm dann die benötigten Credits verdienen. Die Krait blieb also ein reines Kampfschiff. Ich würde am liebsten jetzt schon damit beginnen, aber mir sass die Zeit im Nacken. Nachdem wir die Bestätigung erhalten hatten, durfte ich mich nun Kapitänleutnant nennen. Ich hatte sogar den irren Gedanken doch bis zum Admiral, weiter den Thargoiden auf ihrer Zerstörungstour durch die bewohnten Welten hinterher zu fliegen.

Wir waren gerade wieder in Padhyas angekommen, die Meldungen von der Station sahen gut aus, nur noch wenige Tausend Menschen die Gerettet werden müssten, bei der Fülle der Schiffe die an dieser Rettung beteiligt waren würde es bedeuten wir wären heute Abend fertig. Fertig mit Padhyas, aber noch lange nicht fertig mit den Rettungen, denn die nächsten Systeme meldete schon erneute Angriffe der Thargoiden, es waren einfach zu viele Systeme gleichzeitig, in der Piloten Allianz herrschte deswegen helle Aufruhr, niemand wusste mehr wo er zuerst helfen, angreifen oder verteidigen sollte. Hinzu kamen die ständigen anhaltenden Streitereien der einzelnen Fraktionen, die trotz der Gefahr durch die Thargoiden, einfach weiter ihren verdammten Zwistigkeiten nachgingen.

Frei nach dem Motto, das sind nicht unsere Leute die da Sterben.

Aber ich hatte nur noch drei Ränge bis ich Konteradmiral werden würde, Korvettenleutnant, Fregattenkapitän und Kapitän. Damit hieß es, weiter fliegen nach ROSS 695 zum Bresnik Orbital, dort würde nach heute Abend, das Spiel dann von vorne beginnen.

Jule hatte sich nach der letzten Auseinandersetzung mit mir, noch mehr zurückgezogen, sie mied es Überhaupt mit mir zu reden. Und das gerade jetzt zum ihrem Sechszehnten Geburtstag, sie wusste das ihre Sidewinder in Medupe City auf sie wartete, sie brauchte nur sagen, „ich fliege hin.“ und ich hätte es ihr anstandslos gestattet.

Wir hatten hier in Padhyas alles getan was wir konnten, die Station war gesichert, und wir ließen gerade den T9 in Opila erneut einer genauen Inspektion unterziehen. Somit hatten wir Zeit, Zeit um uns auszuruhen. Ilsa und John hatten sich bereit erklärt uns nach ROSS 695 zu begleiten, und waren beim Schiff geblieben um die anfallenden Reparaturen zu Überwachen, während ich meine beiden Töchter eingesackt hatte, meine mürrische Jule und die immer fröhliche Kathrine, die ihr schon den gesamten Tag nicht von der Seite wich. Auch wenn wir nicht in Medupe City waren, so wollte ich doch wenigstens Sicher gehen das meine Tochter einen fröhlichen Geburtstag hatte.

In der Station gab es, neben den üblichen Vergnügungsmöglichkeiten, auch einen Schießstand, also begannen wir da. Jule sollte sich erst einmal, all ihren Frust von der Seele schießen. Was sie auch ausgiebig tat. Man merkte es ihr richtig an das sie dringend Erholung braucht, Erholung von dem was wir die letzten Tage alles erlebt hatten, Erholung von all dem Stress. Vertis meldete mir sogar das ein paar von denen die Ihr auf dem Schiff zugesetzt hatten sich auf der Station befanden. Es war Riskant, aber ich wollte mich unbedingt ganz ausführlich bei ihnen Bedanken, dass sie so Freundlich zu meinen Kindern gewesen sind. Also spürten wir sie auf, in einer der weniger gut besuchten Ecken der Station. Eine kleine schäbige Bar. Das Schild war kaum noch zu erkennen, und nur die Tatsache das davor einer seinen Rausch ausschlief lies diesen Schuppen als Bar erkennbar sein.

Wyveres:

Überlasst mir das Reden und bleibt an meiner Seite. Jule du passt auf Kathrine auf. Sollte es zu einer Schlägere kommen und das wird es gewiss, halte mir den Rücken frei und pass auf deine Schwester auf, verstanden?

Jule:

Das ich auf sie aufpasse ist selbstverständlich, dass ich den Typen da drin nicht auch ein oder zwei Mitgeben werde, dass kann ich dir nicht versprechen.

Wyveres:

Egal was ist, passt auf das ihr beide nicht verletzt werdet.

Damit betraten wir die Bar. Das innere war, wie ich von außen schon vermutet hatte, genau so schäbig. Die Einrichtung wirkte als würde sie hier schon Hunderte von Jahren stehen. Schäbig, abgegriffen. In der Bar waren vielleicht, fünf, maximal sechs Personen, inklusive der Bardame. Die ihre beste Zeit auch schon hinter sich hatte. In einer Ecke saßen die beiden, an einem der besseren Tische, sie hatten kurz aufgeschaut als wir die Bar betraten und sich dann wieder ihren Bieren, und ihrer Unterhaltung gewidmet. Ich dirigierte Jule und Kathrine zur Theke, bestellte für mich und Jule, ein Bier und für Kathrine einen Tee.

Ich hatte schon seid Ewigkeiten keine Kneipenschlägerei mehr gehabt, die letzte war für mich nicht besonders gut ausgegangen, gebrochenes Handgelenk und zertrümmerte Nase. Der eine Barhocker der mir die Lichter ausgehen lies, war dann der krönende Abschluss, einer Sauftour durch ein Nest von Bars auf einem anarchistischem Außenposten irgendwo in den freien Welten. Hier war föderales Gebiet, also musste ich damit rechnen, erstens Verhaftet zu werden, und zweitens, noch ein wenig mehr einzustecken. Aber im Gegensatz zu damals hatte ich diesmal die Hilfe der Naniten. Schmerz Unterdrückung, Um Knochenbrüche musste ich mir auch keine Gedanken machen. Also ging ich zu den Beiden.

Noch bevor ich einen Ton sagen konnte, um mich vorzustellen, blicke einer der beiden erst zu mir auf, dann an mir vorbei, grinste etwas Hämisch und eröffnete dann mit einem Satz, der mein Blut zum kochen brachte.

Schleimiger Typ:

Schöne kleine Dinger hast du da, wie viel für beide, für eine Nacht?

Sein Kumpan stimmte direkt mit ein.

Kumpan:

Ja man, wir sitzen hier auf dem Trockenen, sag an, was kostet uns der Spaß mit ihnen! Oder sind sie etwa, etwas so exotisches das wir edlen Herren nicht genügen für deine Waren.

Wyveres:

Weder das eine, noch das andere. Weder Verkaufe ich sie, noch sind sie Käuflich.

Schleimiger Typ:

Was willst du dann von uns, wenn wir schon nicht über die Süßen drüber dürfen. Vor allem die kleine da. Man …

Ich musste mich förmlich zusammen nehmen um ihm nicht sofort sein Gesicht einzudrücken und ihm seine Verdammten Zähne in den Hals zu schieben. Aber es stand nun für mich fest, diese beiden, würden diese Spelunke nur auf eine einzige Art und Weise verlassen. In zwei Säcken, mit den Beinen Voraus.

Wyveres:

Ihr beide seid, vor wenigen Tagen aus dem Padhyas System gerettet worden, habe ich gehört.

Schleimiger Typ:

Ja und, was geht dich das an. Selbst wenn, was für ein Nutzen hätte das für dich.

Wyveres:

Einen ziemlichen, aber lass mich ausreden. Also wenn meine Informationen Stimmen, und das tun sie eigentlich immer, dann wurdet ihr beide von einem T9 von der Station befördert.

Schleimiger Typ:

Kann sein, aber was geht dich das an?

Kumpan:

Hey, erinnerst dich, die beiden Süßen Mädchen von dem Transporter, die waren doch Saftige kleine Leckerbissen. Und die Große die so fest Brüste hatte. Gott wenn ich nur dran denk bekomm ich nenn Harten.

Schleimiger Typ:

Oh Gott ja, und die kleine … hey warte mal … zwei Mädels …

Langsam dämmerte es ihm und er schaute Nervös nochmal zu Jule und Kathrine, dann zu mir. Noch bevor er auch nur reagieren konnte, geschweige denn noch ein weiteres Wort hervor brachte, donnerte sein Kopf vorbei an seinem Bierglas auf die Tischplatte, Während dem anderen ein Blaster jegliche Regung die er gerade vor hatte Unterband.

Wyveres:

Hände zurück auf den Tisch, eine falsche Bewegung und deine armen Eltern, so denn Sie noch Leben, bekommen das was von dir übrig bleiben wird, in einem Schuhkarton nach Hause geschickt!

Der Kumpan rührte sich keinen Meter, an der Bar zog Jule gerade ihren Blaster um etwaige Personen in Schach zu halten, die irgendwas versuchen wollten.

Ich donnerte erneut den Kopf von dem Schleimigen Kerl auf die Tischkante.

Wyveres:

Dein Name lautet!

Er Spuckte Blut.

Schleimiger Typ:

Lum, Lum Argno, was soll das werden, Scheißkerl!

Sein Kopf begrüßte erneut die Tischplatte, dann zog ihn ihn in die Mitte des Raumes, er fluchte und versuchte sich los zu winden, was ich ihm, mit einem festeren Griff in seinen Nacken, belohnte.

Wyveres:

Du erkennst die beiden oder?

Lum:

Ja man, das sind die Mädchen von dem T9, aber was hast du damit zu tun, haben Sie dich Engagiert, was auch immer die Zahlen, ich verdoppel es, und nun lass mich los!

Ich donnerte ihn mit der Nase voraus an einen der Pfosten, sie dienten zur Zierde, Alte Holzpfosten, sie gaben der Bar einen unverwechselbaren Look, so als wäre alles von der Erde aus dem Zwanzigsten Jahrhundert, was die Bar noch schäbiger erscheinen ließ. Und Sie rundeten die ganze Szenerie einfach ab. Er fluchte und Spuckte erneut Blut, denn seine Nase brach augenblicklich.

Wyveres:

All deine Credits, werden dir hier jetzt nicht mehr Helfen, Lum Argno, im Gegenteil. Du und dein Kumpan, der soweit ich weiß, Nathan Halon sein müsste. Ihr habt auf dem falschen Rettungsschiff den falschen Personen, versucht an die Wäsche zu gehen!

Lum:

Alter, was … lass mich Los, Kämpf wenigstens wie ein echter Kerl.

Ich musste mich zusammenreißen ihm nicht gleich das Licht auszuknipsen, Jule und Kathrine wussten es nicht, noch nicht. Aber zumindest Jule würden es gleich erfahren. Würden gleich sehen wozu ihr Vater im Stande war, wozu sie in der Lage war. Aber das konnte ich Kathrine nicht mit ansehen lassen.

Wyveres:

Bring deine Schwester raus. Sofort!

Jule:

Verstanden …

Lum:

Schwestern … Alter … was bist du … der Stecher der beiden. Lass mich los du Dreckskerl!

Sein Kopf donnerte erneut gegen den Pfosten, während Jule, Kathrine vor die Tür brachte, ihr einen Blaster gab und ihr Befahl, Wache zu halten, und egal was passieren würde, nicht wieder rein zukommen. Dann betrat sie wieder die Bar.

Jule:

Was wirst du jetzt tun?

Wyveres:

An alle Anwesenden, Sie haben zwei Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer Eins. Sie greifen ein und enden wie dieser Abschaum, Möglichkeit Nummer Zwei, Sie verlassen das Lokal und Leben noch eine Weile. Werte Besitzerin, für Schäden und die Unkosten die ihnen gleich entstehen werden, werde ich Voll umfänglich aufkommen.

Die Bardame nickte, sie musste das hier, wohl schon mehr als ein mal miterlebt haben. Die anderen wenigen Gäste blieben ruhig, keiner machte auch nur den Anschein als würde er den Helden mimen wollen. Das machte mir meine Sache leichter.

Jule:

Darf ich auch?

Lum:

Darf sie auch was?

Wyveres:

Gleich, Lum Argno, Gesucht im Imperium, wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kinderschänder, und Schwerverbrecher. Zum Tode verurteilt auf mindestens Neun Planeten, wegen Mordes an neunundzwanzig Kindern, sieben Frauen und ein Dutzend Männern.

Lum:

Scheiße … Lass mich LOS! Kämpfe du mieser Scheißkerl.

Sein Kumpel sass noch immer am Tisch, regte sich nicht und starrte nur zu uns rüber, ob er realisiert hatte das auch er gleich dran wäre, würde er auch um sein erbärmliches Leben betteln, oder würde er es einfach Akzeptieren. Akzeptieren, das ich hier war um die sieben Millionen die auf seinen Kopf ausgesetzt waren, einzutreiben. Und er müsste dafür nicht einmal lebendig übergeben werden, genau so wenig wie sein Freund Lum, für den es sogar neunzehn Millionen gab.

Sein Kopf begrüßte erneut den Pfosten. Diesmal brachte es ihm eine Platzwunde an der Stirn ein. Dann lies ich ihn los. Er sollte die wage Hoffnung noch eine Weile weiter hegen, doch noch lebendig aus dieser Bar zu kommen.

Lum:

Arschloch, mieses Dreckstück … dafür reiße ich dir die Eier ab! Nathan schwing endlich deinen Arsch hoch, hilf mir verdammt!

Doch sein Freund blieb sitzen, starrte uns an und tat nichts.

Wyveres:

Scheint als wenn dein Kumpel, weiß was gut für ihn ist. Nun zeig was du kannst.

Er erhob die Fäuste, Wischte sich das Blut aus dem Gesicht und kam auf mich zu. Der erste Schwinger ging in die Leere und er strauchelte. Kassierte dafür einen Leberhaken, und sackte augenblicklich zu Boden. Ich richtete das miese sSück Dreck wieder auf, und begrüßte sein Blutendes Gesicht mit meiner Faust. Brach ihm mehrere Zähne aus dem Gesicht, Drosch noch ein Paar mal auf seine Kiefer und schickte ihn dann genau vor Jules Füsse.

Wyveres:

Dein Geburtstagsgeschenk, er gehört ganz dir! Doch bedenke, was auch immer du jetzt tust, du wirst damit Leben müssen, für den Rest deines Lebens.

Jule:

Er ist Abschaum, Abschaum der es nicht Wert ist, ein zweites mal darüber Nachzudenken!

Sie hob ihn an. Hielt sein Blutüberströmtes Gesicht genau vor ihres.

Jule:

Meine Brüste haben dir also gefallen, ja, wolltest eine Orgie mit mir und deinen Kumpels feiern, weil wir dich gerettet haben, wolltest mich als Gespielin behalten. Das Schiff unter dein Kontrolle bringen und uns zu deinen Huren machen. Wie hast du das ausgedrückt. Ach ja, „Dich Rammel ich, bis du nur noch meinen Schwanz willst! Und dann Filetiere ich deine kleine Freundin. Und du wirst mir mit Freuden dabei zusehen!“ Das einzige was du noch Filetieren wirst, ist dein eigener Schwanz!

Sie trat ihm mit dem rechten Knie genau zwischen die Beine. Er sackte erneut zusammen und fing an zu wimmern. Sie drückte ihm ihren Blaster auf die Stirn.

Jule:

Zieh deine Scheiß Hose aus!

Lum:

Mädchen … wir können doch … das war doch nicht …

Sie trat erneut zu, drückte ihm ihren linken Stiefel auf den Kiefer.

Jule:

HOSE AUS! SOFORT!

Er versuchte sich aus seiner Lage zu befreien, versuchte seinem Schicksal zu entkommen, und bekam dafür erneut ihren Stiefel ins Gesicht. Was Blut, Speichel und Zähne durch den Raum fliegen ließ.

Jule:

Wenn ich es nochmal sagen muss, schieße ich dir ins Knie, Verstanden! ZIEH DEINE SCHEIß HOSE AUS!

Endlich tat er, was sie sagte, er zog unter Tränen seine Hose aus.

Lum:

Zufrieden, Miststück … Scheiß Hure …

Für seine Worte bedankte sie sich entsprechend und trat ihm mit voller Wucht und allem was sie an Kraft aufbringen konnte genau in die Kronjuwelen. er schrie auf, flehte um Gnade, rief nach Hilfe. Doch niemand im Raum rührte auch nur einen Finger. Nicht einmal Ich, obwohl ich genau wusste was Sie gleich tun würde.

Jule:

Hörst du, siehst du, niemand interessiert sich für dich! Niemand kommt dir zur Hilfe, Du bist Abschaum. Abschaum der übelsten Sorte. Typen wie du verdienen keine Hilfe, keine zweite Chance um sich zu Bessern. Ich werde dir deine gerechte Strafe zeigen. Dich Spüren lassen was du all denen angetan hast, die dir Hilflos ausgeliefert waren.

Wyveres:

Sag wenn du genug hast.

Jule:

Lass mich, pass lieber auf das sein Freund nicht doch noch so etwas wie Mut entwickelt!

Meine Tochter war in Rage, sie jetzt aufzuhalten war töricht, also lass ich stattdessen nochmal ausführlich seine Verbrechen vor, jedes Detail. Sowohl den Anwesenden als auch ihm, damit ihm endgültig klar wurde, das hier wären seine letzten Minuten im Universum. Und es wurde ihm klar, klar in dem Moment wo Jule ein Messer zog.

Jule:

Hast du gehört, hast du alles gehört? Gehört was du getan hast. Was du für ein Stück Scheiße bist, was für Abschaum du bist.

Lum:

JA, und ich werde dir deine Scheiß Brüste abschneiden, dich TOT FICKEN … HÖRST DU … DU MIESE ABGEFUCKTE HURE … ICH FICK DICH TOT …

Er wollte gerade aufstehen, um sein erbärmliches Leben Kämpfen, doch Jule ließ ihn nicht, stattdessen rammte sie ihm unvermittelt das Messer durch seinen rechten Oberschenkel. Drehte es um Hundert achtzig Grad und Zog es wieder heraus. Er schrie auf, zuckte zusammen, und hielt sich das Bein fest.

Lum:

Fick dich Schlampe … FICK DICH … du dreckiges Miststück, Hure … FOTZE …

Er Fluchte und Fluchte, spuckte dabei immer wieder Blut und speichel in Jules Richtung, es lies sie völlig Kalt, in ihren Augen stand die blanke Wut geschrieben, Sie war Blind für alles um sie Herum, selbst ich hätte in der Situation nichts mehr tun können außer sie zu betäuben, aber ich wollte nicht, ich wollte das sie all ihre Wut raus lässt. Und dieser Abschaum von Mensch kam mir da gerade recht.

Jule:

Fotze, ja … Gleich vergeht dir dein Gekeife mieser Kinderficker …

Sie griff ihn, zerrte ihm zum Balken, Schob ihn langsam daran hoch, so dass sie ihn direkt vor sich hatte, stemmte mit der linken Hand seinen Kiefer auf. Wenn dieser nicht gebrochen war, so brach er jetzt, er schrie erneut auf, schrie vor schmerzen, ihm lief das Blut aus dem Mund, und seine Augen waren Tränen unterlaufen. Die Naniten in ihr gaben ihr die Kraft, die Kraft dieses Elende Schwein anzuheben, der mehr als Sie Wog, der größer als Sie war. Es machte ihr nichts aus, das Adrenalin in ihrem Körper pulsierte und würde sie nicht im Stich lassen. Sie nahm das Messer, Drehte den Griff so das die Stumpfe Seite auf seinen Mund zielte, und Brach ihm die restlichen Zähne aus dem Mund.

Sie lies ihn los, und er sackte Wimmernd zusammen. um ihn herum lagen seine Zähne, blutige kleine Dinger, er hatte während sie mit ihm beschäftigt war, vor schmerzen unter sich gemacht. so lag er da, ein Haufen Elend.

Lum:

Du Beschissene HURE … ohne deinen Aufpasser da währst du nicht so mutig, ohne das er mich überrascht hätte, wärst du jetzt mein scheiß Samen Loch du verschissene Drecksnutte!

Er gab nicht auf, kroch halb hilflos über den Boden, wimmerte, fluchte und schimpfte.

Jule:

Er, er hat dir doch gar nicht Weh getan, wärst du auch nur irgendetwas mehr als eine verschissene Made hättest du scheiß Typ die paar Schläge locker weggesteckt!

Sie ging erneut auf ihn los, trat mit ihren Stiefeln auf seinen Brustkorb, und Brach ihm mehrere Rippen.

Jule:

Das hätte ich jetzt fast vergessen, du wolltest ja was Filetieren, dann auf Filetieren wir etwas das dir in Zukunft nicht mehr Wichtig sein wird!

Sie Packte ihn, zerrte ihn zu einem der Tische und warf ihn darauf, schnitt sein Unterhose auf und Legte das was von seinem Schwanz und seinen Eiern noch Übrig und kein blutiger Brei war frei und setzte das Messer an.

Jule:

Verabschiede dich von ihnen, du wirst nie wieder in deinem Leben etwas Ficken!

Das Messer schnitt wie durch Butter, er Schrie auf, dann wurde es still, sie schob das was sie ihm genommen hatte, vom Tisch und sein Hoden und der Großteil seines Gliedes fielen zu Boden. Dann warf sie ihn vom Tisch, er blutet und war dem Tode nahe, sie trat nochmal nach ihm. Griff über die Theke, nahm ein Handtuch und Wischte sich sein Blut von den Fingern und der Klinge. Er lag am Boden, wäre ohne ärztliche Hilfe in den nächsten paar Minuten ausgeblutet. so wohl ich als auch Jule dachten, das der Schmerz ihn hat ohnmächtig werden lassen, doch dem war nicht so, ob es Blinde Verzweiflung, das Adrenalin in seinem Körper oder einfach nur sein Todeswunsch war, würden wir nie Erfahren. Aber gerade als Jule mitten im Raum war. Sprang er auf, Sprang auf Sie zu und wollte Sie zu Boden drücken.

Lum:

Du verfickte dreckige Hure, du. Dafür weide ich dich aus … ficke dich bis du nur noch ein scheiß stück fleischige Masse bist, ICH MACH DICH KALT DU VERSCHISSENES DRECKSTÜCK VON EINER REUDIGEN SCHLAMPE …

Ihr Messer Blitze auf, die Handbewegung war Schnell, so wie ich es ihr beigebracht hatte, den Schwung des Gegners nutzen, sie Wirbelte ihn herum, Drückte ihn mit voller Wucht gegen einen der Balken und schob das Messer, das sie gerade sauber gemacht hatte, durch seinen Kehlkopf, und Nagelte ihn so an den Balken. Seine Augen zuckten, seine Hände verkrampften, verzweifelt versuchte er ihren Griff um die Klinge zu lösen. Zappelte, und Blut lief ihm aus dem Mund, aus der Wunde in seinem Hals, in seine Lungen, sein Schicksal war besiegelt. Seine Augen verrieten uns, dass er wusste das er verloren hatte, den Kampf verloren, sein Leben verloren, alles Verloren hatte. Und das nur, weil er meiner Tochter an die Wäsche wollte, sie auf dem T9 nicht in Ruhe gelassen hatte, ihr nachgestellt hatte, Ihr und Kathrine. weil er beinahe sein Ziel erreicht hätte, ich hatte die Aufnahmen gesehen, und ihn mir als aller erstes Opfer ausgesucht, weil er genau das war, mieser Abschaum ohne jede Berechtigung weiter zu Leben. Weil er Jule an die Wäsche ging. Nun endete sein Leben. Beendet durch ihre Hand.

John hatte ihn auf dem Schiff aufgehalten, doch er verschwand in dem Chaos danach, ich hatte Vertis alle Fluglogs durchsuchen lassen. Hatte alles mir mögliche Unternommen um dieses Stück Dreck zu finden. Und nun war sein Leben vorbei. Beendet durch die Frau die er als sein letztes Opfer auserkoren hatte, seine Bewegungen erschlafften, die Hände hatten keine Kraft mehr, die Zuckungen wurden Schwer fälliger und ließen dann ganz nach. Als letztes starb die Bewegungen in seinen Augen. Jule stand noch immer da, umklammerte noch immer den Griff des Messers, Atmete schwer und starrte auf die sterblichen Überreste des Kerls. Völlig apathisch, völlig außer atmen, sie bewegte sich keinen Zentimeter.

Wyveres:

Jule, es ist vorbei. Du kannst los lassen.

Sie zuckte kurz. Schaute zu mir und Tränen liefen ihr die Wangen runter.

Jule:

Was hab ich … oh Gott!

Wyveres:

Ganz Ruhig, du brauchst nur das Messer los zu lassen.

Hinter mir bewegte sich sein Kumpan.

Wyveres:

Bleib sitzen, oder du endest wie dein Freund!

Er erstarte auf der Stelle. Jule starrte auf die leblose Person vor ihr, nahm die Hand vom Messer, und fing an wie wild auf das leblose Stück Fleisch was er nun war, einzuschlagen. Wahllos, völlig ohne Sinn und Verstand. Sie lies alles was sich in ihr angestaut hatte raus. Schrie ihn an, und drosch auf ihn ein. Bis er endlich zu Boden sackte. Sie wollte weiter machen, weiter auf ihn einschlagen, weiter ihren Hass heraus lassen, doch es war genug.

Ich ging auf sie zu, packte Sie und drückte sie an mich.

Wyveres:

Geht’s?

Jule:

Nein, es tut Weh, am liebsten würde ich dir das antun. warum hast du zugelassen das ich so weit gehe!

Ich Zog meine Blaster, drehte uns beide um und Schoss. Sein Kumpel sackte auf der Stelle zusammen, sein Blaster fiel zu Boden, und da wo eben noch sein Gesicht war, klaffte ein Loch sowohl in der Rückenlehne als auch in Ihm.

Jule:

Was …

Wyveres:

Kurz und Schmerzlos, es Reicht für Heute, außerdem wollte er gerade abdrücken.

Jule:

Ich sollte mir die Hände Waschen gehen, und mich Frisch machen.

Wyveres:

Mach das, ich kümmere mich um den Rest.

Sie ging und ich wendete mich an die Dame an der Bar. Rechte ihr die Steckbriefe der beiden, und deutete auf die Belohnungen.

Wyveres:

Wir waren nie hier, nehmen Sie die Credits und machen sie was auch immer sie wollen. Doch sollte die Sicherheit bei mir Anklopfen, dann komme ich wieder. Ansonsten, es tut mir leid das die Typen ausgerechnet in Ihrem Lokal waren. Ich nehme dann noch zwei Bier.

Sie nickte, reichte mir zwei Flaschen, und nahm die Steckbriefe an sich. Ich ging nach draußen zu Kathrine, die noch immer ihren Blaster umklammerte und in alle Richtungen schaute.

Wyveres:

Gib mir das Ding.

Kathrine:

Sind die Kerle?

Wyveres:

Mausetot, ja, alle beide.

Kathrine:

Ich hab viel gehört, zwar nicht alles aber viel. Jule war richtig Wütend, sehr Wütend. Ich sollte da wohl besser nicht rein gehen oder?

Wyveres:

Wir warten auf Jule und gehen dann was Essen.

Kathrine lächelte und lehnte sich an mich an, in mir pumpte noch immer das Adrenalin, aber dieses Sanfte Lächeln in ihrem Gesicht lies mich runter kommen. Sie schaffte es mit einem einfachen Lächeln das ich mich beruhigte. Nicht doch noch die Kontrolle verlor. So standen wir beide vor der Bar und warteten, warteten auf eine Sechzehn Jahre alte Frau, kein Mädchen mehr, sondern eine Frau, Jule war da drin endgültig Erwachsen geworden.

Sie trat vor die Tür.

Jule:

Ich hab Hunger auf Kuchen und hätte gerne etwas neues zum Anziehen.

Ich reichte ihr, ihr Bier. Nickte, Hob Kathrine an setzte sie auf meine Schultern und ging mit den beiden Einkaufen. Kuchen essen und Jules Geburtstag Feiern.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Evakuierung

Du landest, pferchst die Flüchtlinge, so schnell es geht, in die Kabinen, startest und hörst die ganze Zeit die Überhitzungswarnungen. Siehst wie Teile der Station deinen Weg kreuzen, versuchst so schnell wie möglich zum Mailslot zu gelangen und musst dann trotzdem noch mit Ungeduldigen Menschen zurechtkommen.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 04.03.3305

Die Katzen kamen pünktlich, und hatten genau die Fellfarben die Jule und Kathrine wollten. Beide waren sehr zufrieden mit ihren Katzen Babys. Und ich musste nicht einen Credit ausgeben dafür. Jule nahm mir das zwar noch immer Übel aber damit musste sie nun mal leben. Man bekommt halt nicht alles einfach so geschenkt. Nadine hielt sich, wie ich es erwartet hatte, von den beiden Katzen so fern wie sie nur konnte. Sie hatte wirklich mit sich zu kämpfen. Die Tiere in ihrer Nähe zu akzeptieren, aber wie sich herausstellte, blieben die allergischen Reaktionen aus.

Während der Woche hatte ich die Dolphin soweit umrüsten lassen, dass sie die Tour nach LTT 911 durchsteht und dort sofort bereit war um Passagiere aufzunehmen. Es war also alles vorbereitet, die Kabinen für mich, Jule und Kathrine teilten sich eine mit ihren beiden Katzen, alles war vorhanden. Wir konnten also jederzeit Starten.

Unseren letzten Abend vor dem Start verbrachten wir vier gemeinsam, mit ein paar Gesellschaftsspielen und einem üppigen Abendessen. Nadine und ich hatten noch eine angenehme Nacht zusammen. Mehr oder Weniger, denn sie machte sich massiv Sorgen, dass wir in Schwierigkeiten geraten könnten. Vor allem da ich Kathrine mitnahm, machte ihr sehr zu schaffen. Zumal die Evakuierungen eine Weile anhalten würden, da derzeit einige Stationen Hilfe benötigten. Sie hatte vor allem Angst davor, dass wir in der Dolphin gegen die Thargs Kämpfen müssten.

Und so kam der nächste Morgen. Wir drei starteten relativ Pünktlich mit der Dolphin Richtung LTT 911. Nadine hielt uns etwas auf, da sie die Beiden eigentlich nicht gehen lassen wollte, Während sie sich Ausführlich von Jule und Kathrine verabschiedete, stattete Ronny uns im Hangar noch einen Besuch ab, und schob mir ein Pad zu. Wichtige Informationen, wie er sagte.

Nach LTT 911 waren es nur wenige hundert Lichtjahre. Die wir drei mit leichter Unterhaltung verbrachten. Während die beiden mehr oder weniger die gesamte Zeit mit ihren neuen Katzen spielten.

Kathrine:

Was müssen wir eigentlich machen wenn wir in LTT 911 angekommen sind? Ich hab das noch nicht so ganz verstanden.

Wyveres:

Menschenleben retten, Kurze. Es wird Hart, da unsere Tage lang sein werden, Wir müssten, aller Voraussicht nach, mehr als vierzig Flüge pro Tag absolvieren. Die Dolphin hat nur begrenzt Platz, und den müssen wir, mit so vielen Menschen füllen wie möglich. Deine und Jules Aufgabe wird sein, die Menschen an Bord zu bringen und sie in die Kabinen zu führen. Not zu versorgen und dann auf der Rettungsstation wieder von Bord zu schaffen. Das werden wir über viele Tage hinweg, Tag für Tag machen.

Kathrine:

Also tun wir etwas Gutes?

Wyveres:

Ja.

Jule:

Und was machen wir mit denen, die Randalieren?

Wyveres:

Dafür habt ihr die Roboter und eure Fäuste, es sollte aber nicht dazu kommen, da die Stationssicherheit euch zur Seite stehen wird. Der Flug zwischen Station und Rettungsschiff sind 5 Millionen Kilometer, der Flug zwischen ihnen dauert nur Minuten. Trotzdem stellt euch drauf ein, dass es Kräftezehrend wird.

Jule:

Deswegen haben wir also extra sichere Kabinen, mit Verriegelung.

Wyveres:

Nicht alle die wir „Retten“ sind freundliche Menschen. Vertis wird auf alles ein Auge haben. Also macht euch keine Sorgen.

Wir besprachen dann noch ihre genauen Aufgaben, worauf sie zu achten, wie sie mit Gefährlichen Situationen umzugehen zu hatten, während Vertis den restlichen Flug nach LTT 911 übernahm.

Kurz vor LTT 911 geschah dann das undenkbare, Vertis war gerade dabei den aktuellen Sprung einzuleiten und wir traten gerade in den Witchspace ein als es passierte. Ich hatte schon davon gehört, Der Tunnel destabilisiert, die Farben verschieben sich von ihren schönen leuchtenden Violet, Blauen und Orangen Tönen hin zu einem bedrohlich wirkendem Giftgrün, und dann brach der Tunnel unvermittelt zusammen, und wir waren irgendwo zwischen den Sterne in der Leere des Raumes. Thargoiden, sie hatten die Dolphin aus dem Witchspace gezogen. Kurz vor LTT 911, das hieß sie waren hier noch immer aktiv. Die Dolphin war im Grunde völlig wehrlos, würden sie uns jetzt Angreifen, wäre es das gewesen. Zu unserem Unglück kam noch hinzu, dass es sich nicht um ein einfaches Scout Schiff handelte, sondern es waren zwei Hydras, wie sie auch, von den Menschen, genannt wurden. Zwei, gleich Zwei Schiffe. Mir blieb förmlich das Herz stehen. Tausende Gedanken schossen mir durch den Kopf, was konnte ich tun, gab es eine Möglichkeit zu fliehen, würden sie uns Angreifen, so wehrlos wie wir waren.

Jule:

Sind das?

Wyveres:

Ja, Thargoiden, und wir können nichts machen, Bereitet euch beide schon mal auf die Evakuierung vor, eventuell müssen wir gleich das Schiff aufgeben. Schöne Scheiße auch!

Kathrine:

Die Sehen bedrohlich aus. Wollen sie uns Angreifen?

Wyveres:

Das werden wir gleich erfahren! Macht euch bereit.

In dem Moment fing eine der Hydras an uns zu Scannen, Sie war direkt über der Dolphin und ihr Scann lies alle System verrücktspielen. Dann vielen sie gänzlich aus und wir trieben durch den Raum. Nichts ging mehr, nicht mal der Notstrom. Wir waren ihnen Hilflos ausgeliefert. So vergingen vielleicht zwei, drei Minuten. Dann brach der Scann ab und die System kamen langsam wieder Online. Ich richtete die Dolphin neu aus und starrte direkt in das Auge der Hydra. Würde sie jetzt feuern, oder würde sie einfach davon fliegen. Die Ungewissheit war Quälend. Dann leuchtete sie Grün auf und ein Ohrenbetäubender Lärm durchzog die Dolphin, wie der Schrei eines Wales von der Erde. Dann drehten beide Schiffe ab und verschwanden vor uns im Witchspace. Die Scanner konnten ihnen nicht Folgen. Meine erste Begegnung mit den Thargoiden, und ich war nicht darauf vorbereitet, hatte meine beiden geliebten Töchter bei mir. Wir hätten nicht einmal Feuern können, die Dolphin hatte keine Waffen an Bord, nur Passagierkabinen und sonst nichts. Mir war mehr als nur Übel, ich hatte zum ersten Mal seit Jahren, wieder echte Todesangst gehabt.

Jule:

Haben wir es überstanden?

Wyveres:

Sieht so aus. Hätten wir Guardian Technologie an Bord gehabt währen wir wohl jetzt tot, Mausetot sogar.

Kathrine:

Ich hab Angst, die kommen bestimmt wieder.

Wyveres:

Wir sollten weiter Fliegen, Vertis?

Vertis:

Ja CMDR?

Wyveres:

Nimm den Kurs wieder auf. Bring uns nach LTT 911, Mädchen ich bin in meiner Kabine.

Damit verließ ich das Cockpit und schlich in meine Kabine, mir zitterten die Hände, Thargoiden, ich hatte es nicht für möglich gehalten. Aber sie waren es, und es machte mir Angst, verdammt viel Angst. Der Griff zum Whisky war schon fast eine automatische Handlung. Nerven beruhigen, runterkommen. Bei Verstand bleiben, mir gingen die alten Geschichten durch den Kopf. Dinge die ich mal gehört, gesehen oder gelesen hatte. Insektoide Lebewesen, Zwei Fraktionen, die Oresrianer und die Klaxianer, Bilder, eine Menge Erinnerungen schossen augenblicklich durch meinen Kopf, viele Dinge die ich lang vergessen hatte. Ironie, völlige Ironie, ich dachte ich käme damit klar, aber diese Begegnung zeigte mir erneut. Seiner Vergangenheit zu entkommen ist unmöglich. Selbst wenn man ein völlig neues Leben hat. Aber für derlei Gedanken hatte ich später noch Zeit. Jetzt lag erst einmal etwas Wichtigeres vor mir, Evakuierungen, jede Menge davon.

Wir traten in den Weltraum um LTT 911 ein, wie üblich genau an der Sonne, Vertis lenkte zusammen mit Jule die Dolphin zum Raumhafen, Jokester’s Station war unser Ziel. Beim Eintritt in den normalen Raum, sahen wir welchen Schaden die Thargoiden angerichtet hatten. Die halbe Station brannte noch, überall flogen Piloten in ihren Schiffen, ständig kamen neue Schiffe und verließen die Station wieder. Die Evakuierung war im Vollen Gange, Hunderttausende von Menschen wollten weg. Also reihten wir uns in die Kolonen aus Schiffen ein und warteten auf Docking Erlaubnis und flogen dann durch den Mailslot, es wurde Augenblicklich ungemütlich in der Dolphin, die Anzeige für Umgebungshitze schlug an, und das Schiff begann sich aufzuheizen, der erste von vielen weiteren Kühlkörpern kam zum Einsatz, wir brauchten zwei Stück bis wir durch die ganzen Schrottteile und Wracks zum Landeplatz durchgekommen waren. Hier und da Explodierten noch immer Teile der Station, zweimal wären wir beinahe an die Stationswand gedrückt worden, es herrschte ein echtes Chaos.

Jule:

Überall Rettungskapseln … Gott im Himmel, und wir können niemandem Helfen.

Wyveres:

Wir haben nicht die Ausrüstung dabei um sie aus dem Raum zu fischen, die in den Hangar Buchten haben Vorrang, es gibt andere Piloten die sich um die durch den Raum treibenden Kümmern, Ihr kennt eure Aufgaben, geht an eure Plätze, gleich geht es los. Wir haben vielleicht Zehn, Maximal Fünfzehn Minuten, dann müssen wir mit der Dolphin wieder aus der Station sein, Länger halten wir das im Hangar nicht durch. Also auf und bleibt Konzentriert. Ich halte das Schiff so kühl es geht! Nun Geht.

Damit stürmten Jule und Kathrine aus dem Cockpit, Richtung hinterer Luke, während ich im Cockpit die Koordinierung übernahm, an Stationsservice war nur die Rettungsgesuche verfügbar, alles andere war abgeschalten, jede Kooperation hatte eigene Gesuche, unterschiedliche Anzahl an Personen. Wer mehr Zahlte wurde bevorzugt. Das übliche Spiel selbst in solchen Notsituationen, wer mehr Zahlt kommt zuerst von der Station. Und auch ich würde mich jetzt Schuldig machen, denn ich entschied wer in den Hangar durfte, wer durch die Schleuse kam. Diesen Part hatte ich Jule und Kathrine verschwiegen, auch ich musste mich entscheiden, zwischen Gewinn und Gewissen. Zwischen Föderation und Imperium oder den freien Fraktionen. Ich wählte die Föderation, wählte die Anzahl der Passagiere, wählte was mir am meisten Ruf in der Föderation einbrachte, wählte kleine Gruppen. Stellte ein Leben über das eines anderen. Die Whisky Flasche immer Griffbereit um die Schreie und Funksprüche vertragen zu können.

Die Kabinen füllten sich schnell und so konnten wir nach dreizehn Minuten wieder starten, Vertis feuerte, während das Schiff Startete, mit ihrerer, ihr eigenen Blechernen Stimme durch das Schiff, immer und immer wieder.

Vertis:

Hitze Warnung, Module nehmen Schaden, Hitze Warnung!

Die Verankerungen wurden freigegeben und ein weiterer Kühlkörper verließ uns. Wieder ging es vorbei an dem Schrott, der durch die Station flog, vorbei an den Rettungskapseln im Raum, einige Kollidierten mit den Schilden der Dolphin und platzten, leblose Körper trieben neben uns im Raum. Überall brannte es, ständig Explodierte irgendetwas um uns herum. Zum Glück mussten Jule und Kathrine das nicht mit ansehen, nicht sehen wie einige Leblose Personen mit uns, mit durch den Mailslot gezogen wurden, wie sie von der Schutzbarriere zu Sternstaub verbrannt wurden. Wie um uns herum immer und immer wieder Menschen starben. Sie im Schiff, waren dabei die Passagiere zu beruhigen. Während ich Kurs auf das Rettungsschiff setzte, dass glücklicherweise keine fünf Millionen Kilometer entfernt wartete, wartete um so viele Menschen wie möglich aufzunehmen.

Der Sprung war kurz vielleicht gerade mal zwei Minuten, dann waren wir auch schon am Schiff, holten die Landeerlaubnis ein und landeten. Zum ersten Mal an diesem Tag, die Passagiere verließen in kleinen Gruppen die Schleuse. Nach Zehn Minuten waren alle von Bord und die erste Rettung abgeschlossen. Es folgten noch eine Menge weitere dieser Rettungen an diesem Tag, unzählige Male dasselbe Spiel. Zur Station, Kühlkörper abwerfen, landen, Passagiere aufnehmen, starten, durch das Chaos navigieren, an dem Rettungsschiff andocken. Schiff Reparieren, Kühlkörper auffüllen und wieder zurück. Es war Mörderisch, und zerrte an meinen, Jules und Kathrines Kräften, die nur die Minuten die wir in der Reparatur verbrachten, hatten um sich etwas zu erholen. So vergingen die Stunden, zehn, vielleicht auch fünfzehn an der Zahl, dann konnte ich nicht mehr. Nicht mehr Denken, nicht mehr ertragen, Wir dockten gerade wieder am Rettungsschiff an, Ich wäre beinahe in das verdammte Teil geflogen, so müde war ich. Also beendete ich diese Rettung damit, dass wir das Schiff ein letztes Mal Reparieren ließen. Dann hoben wir ab, ich flog ein paar hundert Meter von dem Schiff weg, schaltete alles ab und beendete so den Tag für uns drei.

Wyveres:

Mädchen, Schluss für Heute, es reicht, räumt das nötigste auf, wir Treffen uns in der Kantine, Abendessen und dann geht es in die Kabinen.

Hallte meine Stimme über Intercom durchs Schiff.

Wenige Minuten später standen beide völlig erledigt neben mir und sabberten fast auf die Teller beim Anblick von einfachen Rationen und Kaffee.

Jule:

Das war Grauenhaft, Paps, völlig Grauenhaft. Ich kann nicht mehr, Kathrine kann nicht mehr, sie wurde zwischendurch sogar Hysterisch, und hat wie ein Schlosshund vor sich hin geheult. All die Verletzten, Gott.

Sie weinte leicht bei dem was sie sagte. Ich konnte es gut verstehen, auch mir viel das nicht leicht, zu verarbeiten was wir hier Heute erlebt hatten.

Kathrine:

Es waren so viele, so viele Menschen. Und überall war Blut, wir konnten nichts machen, außer ihnen die Kabinen zeigen, auf Sie einzureden, das war alles so schwer. Ich versteh das nicht, warum greifen diese Thargoiden uns an, wir haben ihnen doch nichts getan.

Wyveres:

Doch, haben wir! Vor vielen, vielen Jahren, vor mehr als Einhundert fünfzig Jahren, haben wir sie angegriffen, wollten Sie vernichten. Warum sie uns diesmal angreifen weiß ich nicht genau. Aber eins kann ich euch beiden sagen, wenn sie einen Grund dafür haben, dann einen berechtigten.

Jule:

Wie das?

Wyveres:

Was ich euch jetzt erzähle behaltet ihr für euch, zu niemanden ein Wort darüber, verstanden?

Ich hörte von beiden ein Kurzes „Ja“ während ich das Essen auf den Tisch stellte und beide anfingen wie zwei ausgehungerte Hyänen über das Essen herzufallen. Ich hatte Mühe mir mein Stück vom Essen von den Tellern zu nehmen. Sie kauten fast gar nicht sondern würgten die meisten Brocken einfach nur herunter und Spülten mit Kaffee und Wasser nach.

Wyveres:

Also schön, hört genau zu. Um die Jahre 3120 rum gab es das erste Mal Berichte über eine Alien Rasse die in der Lage war, Schiffe aus dem Hyperraum zu ziehen, die Geschichten wurden anfangs als Unsinn abgetan. aber um 3123 rum fand man Schiffe, Schiffe denen wir unsere FSD Technologie verdanken. um 3125 wurden dann immer mehr Berichte von Piloten vermeldet die anscheint aus dem Hyperraum gezogen wurden, so wie uns das Passiert ist. Alles ist selbst mir nicht bekannt, aber was ich weiß ist, dass die ersten Angriffe der Thragoiden durch die Menschheit Provoziert wurden. Im System Veliaze, kam es zu einem Zwischenfall mit ihnen, worauf hin der erste Thargoiden Krieg ausbrach. Wir gewannen, weil wir einen Bio Virus eingesetzt hatten der unter dem Namen „mycoid bio-weapon“ bekannt wurde. Diese Informationen sind Streng Geheim. Man dachte lange Jahre danach, dass wir sie ausgelöscht hätten, durch den Virus vernichtet. Und so wurden sie im Laufe der Jahrzehnte zu Mythen. Ihre Existenz wurde geleugnet. Und jeder der versuchte die Wahrheit zu erfahren oder zu verbreiten, Verschwand oder wurde Tod aufgefunden.

Thargoid Ships
Jule:

Und jetzt sind sie wieder da, und wollen sich an uns Rächen?

Wyveres:

Wohl kaum, wenn Sie sich an der Menschheit rächen wollten, würden sie Überall angreifen, im gesamten bewohnten Raum. Ich habe die Bewegungen verfolgt, verfolgt welche Raumstationen angegriffen wurden, sie durchqueren unseren bewohnten Raum mit einem Ziel. Einem Ziel dem sie immer näher kommen. Und sie greifen auf dem Weg dahin, alle an die Guardian oder Thargoid Technologie bei sich haben. Die FSD Technologie ist Thargoiden Technologie. Und wenn ich mich recht Erinnere, so gibt es zwei Fraktionen in der Thargoiden Spezies, die Oresrianer und Klaxianer. Wie sie aussehen weiß ich nicht. aber was ich weiß ist das wir den Oresianern Helfen. Definitiv Helfen. Wir, der größte Teil der Menschheit sind Kanonenfutter, Barrikaden, Blockade für den Vormarsch der Klaxianer. Denn sie suchen die Oresrianer.

Jule:

Woher weißt du das alles?

Wyveres:

Geschichten, Gerüchte, Geheime Informationen und Erlebtes. Aber genug davon, esst auf, Duscht und dann ab in die Kojen. In wenigen Stunden fliegen wir wieder zur Station.

Jule:

Das ist keine Antwort auf meine Frage, Paps. Ich sehe dir an der Nasenspitze an das du Kathrine und mir was verheimlichst!

Wyveres:

Jeder verheimlicht irgendetwas, so ist das nun mal mit Geheimnissen, manche sollten besser geheim bleiben. Und nun genug davon. Ich bin müde. Ich geh Duschen, kommt dazu wenn ihr wollt. Aber in einer Stunde ist Zapfenstreich, da gehen alle Lichter auf dem Schiff aus!

Damit beendete ich meine Unterhaltung mit den beiden, aß auf und ging Duschen. Kathrine folgte mir, während Jule es vorzog noch in der Kantine zu bleiben und dort auf ihrem Pad noch etwas zu lesen. Ich hatte in letzter Zeit wenig mit der kleinen zu tun, und nutzte die Gelegenheit um ihr ein paar Antworten zu entlocken, und um sie besser zu verstehen. Sie hatte zwar immer wieder kleinere Botschaften von Medupe City aus an Jule und mich gesendet, und von ihrem Alltag erzählt, aber es war schon etwas anderes, sie nun um mich zu haben. Zeit mit ihr verbringen zu können. Und so konnte ich ihr auch besser helfen das erlebte zu verarbeiten. Denn sie musste ebenfalls lernen, lernen, dass der Weltraum grausam zu einem sein kann.

Und so Duschten wir gemeinsam, es war ihr anfangs unangenehm da sie bisher nur mit Nadine oder Jule zusammen geduscht hatte, aber noch nie mit mir alleine war. Und so war es ihr mehr als peinlich, sich aus ihren Sachen zu schälen, an denen noch Blutreste, Schmutz und Schweiß klebten.

Wyveres:

Du kannst Ruhig etwas an behalten, wenn es dir unangenehm ist.

Ich selbst behielt meine Shorts an, und sie tat es mir gleich, grinste dabei etwas verlegen und stellte sich dann unter das warme Wasser.

Kathrine:

Geht schon, aber das ist schon etwas Merkwürdig. Mit Mami mach ich das dauernd, aber da ist das nicht so wie jetzt, liegt das daran das ich heute so viel gesehen habe?

Wyveres:

Wohl eher daran das du zum ersten Mal, mit mir zusammen duschst, von daher, setzt dich, ich wasch dir erstmal die Haare.

Kathrine:

Ok, meinst du Jule kommt auch noch?

Wyveres:

Glaube eher nicht, die hat das hier für ihren Geschmack einmal zu oft durch.

Kathrine:

War ihr das auch jedes Mal Peinlich?

Wyveres:

Und wie, und das obwohl ich ihr Vater bin. Aber so ist das nun mal bei euch Mädchen, irgendwann wird das Peinlich.

Kathrine:

Verstehe, aber nur weil die hier wachsen, ist schon komisch. Aber sag mal, Papa. Wird dass die nächsten Tage so weiter gehen, mit dem Blut und den Verletzten?

Wyveres:

Leider ja, so lange bis die Station gesichert ist, bis die Menschen auf ihr in Sicherheit sind. Gib mir deine Arme, und halt bitte still.

Sie zappelte etwas auf dem Stuhl und versuchte hin und wieder ein paar Wassertropfen mit ihrer Zunge aufzufangen, ihr unbekümmertes Gemüt schien ihr durch das, was sie heute erlebt hatte, zu helfen. Sie schien die Sache äußerlich gut verkraftet zu haben.

Kathrine:

Kann ich heute bei dir Schlafen?

Wyveres:

Ich Schnarche aber ziemlich Doll.

Kathrine:

Jule schnarcht auch ab und zu, dass halte ich schon aus. Aber darf ich nun?

Wyveres:

Klar. So anderen Arm Und hör auf zu Zappeln, sonst werden wir nie fertig.

Sie grinste wieder leicht und hielt mir dann ihren anderen Arm hin. Sie war wirklich aufgeblüht, ihre Aussprache der Modernen Sprache war hervorragend. Und man merkte es ihr kaum noch an das sie eigentlich nicht in dieses Jahrhundert gehörte. Aber da war noch immer diese Ungewissheit, woher sie eigentlich nun kam. Und wer sie nun eigentlich wirklich war. Wir hatten in all den Wochen nie herausgefunden wie ihr Nachname war.

Ich erinnerte mich an das Pad von Ronny, ich hatte es nur kurz überflogen, irgendwas wegen der Kapsel, ich nahm mit vor die Informationen nachher noch genauer zu studieren.

Kathrine:

Dieses Zeug klebt wirklich überall an mir. Schrecklich, aber du Papi machst das fast genau so gut wie Mami Nadine.

Wyveres:

Nur fast?

Sie lachte wieder.

Kathrine:

Ja Mami hat sanftere Hände, aber weißt du, den Rest kann ich alleine, außer mein Rücken, denn Darfst du noch Schrubben.

Ich seifte sie dann nochmal Komplett ein und stellte die Dusche auf volle Kraft, das Blut, der Dreck und meine Sorgen wurden unter dem warmen Wasser und Dampf davon gespült. Kathrine lächelte die gesamte Zeit über und Spielte mit der Seife. Ihre Sorglosigkeit war ansteckend. Ich wickelte sie in eins der großen Handtücher, rubbelte sie trocken und wollte sie sie gerade wie ein zugeschnürtes Paket anheben, als in dem Moment die Tür aufging und Jule herein kam, sie sah müde und völlig fertig aus. Hatte sich schon ihrer Sachen entledigt und starrte uns beide etwas Ungeduldig an.

Jule:

Ihr seid fertig nehme ich an, kann ich dann die Dusche jetzt für mich haben?

Wyveres:

Gleich, wie du siehst, bin ich noch Tropfnass. Aber du kannst schon rein kommen und Duschen.

Jule:

Nä, ich warte lieber, bis ihr raus seid.

Wyveres:

Na schön, dann warte halt.

Ich griff mir noch eins der Handtücher wickelte es mir um die Hüfte und hob dann Kathrine an.

Wyveres:

So bitte, sie gehört ganz dir.

Jule:

Danke.

Die Tür schloss sich hinter mir. Jule, sie hatte wirklich mit sich zu kämpfen. Man sah ihr die nervliche Anspannung förmlich an. Ich hätte ihr gerne geholfen, aber der Fratz in meinen Armen brauchte sie eben so dringend. Im Gegensatz zu ihr, war Kathrine, laut meinem Verständnis, zum ersten Mal in so einer Situation. Und die nächsten Tage würden wahrlich nicht leichter werden. Ich wusste das sie da drin gerade wohl bitterlich Weinen würde. Ich konnte aber gerade jetzt nur leider nichts für sie tun.

In meiner Kabine angekommen setzte ich das Bündel in meinen Armen auf mein Bett, sie wickelte sich aus dem Handtuch, und kroch Splitterfasernackt unter die Decke.

Wyveres:

Willst du nicht erst rüber in eure Kabine und dir wenigstens Schlaf Zeug anziehen?

Kathrine:

Könnte ich ja, aber der Fußboden ist kalt, gehst du und holst mir was?

Wyveres:

Und was genau?

Kathrine:

Na Hemd und … ähm du weißt schon! Halt etwas zum Anziehen.

Wyveres:

Na schön.

Ich trocknete mich fertig ab, zog mir was an und ging ihr etwas zum Anziehen holen. Hemd und eine der leichten Stoffhosen, die sie im Loft eigentlich ständig trug. Die beiden Katzen schliefen Seelen ruhig in ihren Körben. Und reagierten nicht einmal, nur ein kurzes Schnurren war zu vernehmen. Ich hob „Eisflocke“, wie Kathrine ihre getauft hatte, an und nahm sie ebenfalls mit in meine Kabine.

Die Katze schnurrte Sanft und versuchte sich aus meinem Griff zu winden, aber es gelang ihr nicht. Und so landete sie auf Kathrines Bauch, zusammen mit ihren Sachen. Sie grinste und nahm ihre Eisflocke und Kuschelte erst einmal ausgiebig mit ihr. Bevor sie sich anzog und mit Eisflocke auf dem Bett sitzen blieb und mich beobachtete.

Kathrine:

Ich dachte wir gehen Schlafen?

Wyveres:

Gleich, ich muss hier nur noch was wichtiges Lesen. Leg dich hin, Kuschel mit deiner Eisflocke, dass hier dauert nicht Lange.

Und so nahm ich das Pad von Ronny und lass. Ein vollständiger Bericht über die Kapsel in der Kathrine gefunden wurde. Er hatte es doch Tatsächlich geschafft die Verschlüsselung zu knacken, verkauft hat er sie trotzdem nicht, sie steht noch immer sicher verwahrt in Medupe City. Seine Notiz diesbezüglich war, „hätte ich das Teil verkauft, hätten sie nicht nur mich, sondern alle die sie zu Gesicht bekommen haben, getötet. Danke Alter.“ Wie zu erwarten war, die Technologie war ungewöhnlich, hoch entwickelt, lieferte mir aber kaum Hinweise auf Kathrine. Dafür lieferte das Pad einen Anhaltspunkt, der Mars, es war eine Kennung, und einige Quellcode Brocken, dinge die augenscheinlich nicht von geringster Bedeutung waren. Aber genug Daten lieferten um die dafür verantwortliche Kooperation auf dem Mars ausfindig zu machen. Vielleicht fanden wir da die Antwort, darauf wer Kathrine ist, wer ihre Eltern waren. Also war es nun klar, neben der Erde und Nadines Familie, würde auch der Mars von uns besucht werden.

Kathrine:

Was liest du denn da?

Wyveres:

Etwas über dich, über die Kapsel, in der wir dich fanden. Leider liefert das Pad keine Antworten, nur einen weiteren Hinweis auf den Mars.

Kathrine:

Das ich vom Mars stamme, so so. Aber das wissen wir doch schon. Noch irgendwas neues?

Wyveres:

Etwas über eine Kooperation, die an der Programmierung der Kapsel beteiligt war. Mehr neues steht da leider nicht drin, jedenfalls nicht das es jetzt Relevant wäre.

Kathrine:

Es wäre so toll, wenn ich mich nur erinnern könnte, ich hab keine Erinnerungen, an meine echte Mama, an meinen echten Papa, absolut keine. Das ist doof, und alles woran ich mich erinnere sind nur Empfindungen, Gefühle, Momente die aufblitzen und dann wieder weg sind. Das nervt, nicht zu Wissen Wer ich bin.

Wyveres:

Du bist, Kathrine, meine Adoptivtochter, ein kleiner Engel der jetzt schlafen geht.

Sie grinste über beide Ohren, schob sich auf dem Bett Richtung Kabinenwand, während ihre Eisflocke es sich auf ihrer Brust gemütlich machte. So musste ich sie nicht Bitten rüber zu rutschen. Ich gesellte mich zu ihr, griff mir eine zweite Decke und legte mich hin, Vertis war darauf eingestellt uns in sechs Stunden wieder zu wecken, falls wir nicht vorher wach wurden. Kathrine Kuschelte sich augenblicklich an mich, umklammerte meinen Arm und schlief fast auf der Stelle ein. Sie murmelte noch etwas vor sich hin, während ihre Eisflocke sich irgendwo am Fußende einen neuen Schlafplatz einrichtete.

Sechs Stunden später erklang Vertis Stimme, durch das Schiff, die Nacht war vorbei. Kathrine hatte in der Zeit gut mehr als die Hälfte vom Bett eingenommen und lag mehr Quer als Längs, während ihre Katze es sich irgendwo zwischen uns gemütlich gemacht hatte. Also hieß es die Kurze von mir runter zu werfen, sie zu wecken und dann Frühstück und weiter machen.

Weiter mit den Rettungen, eine fast eine ganze Woche lang, im zwanzig Minuten Takt zwischen Station und Rettungsschiff. es nahm die Dolphin sichtlich mit. Mehr als man vermuten würde. Und so mussten wir nach Drei Tagen mit der Dlophin in ein echtes Raumdock, zwei Systeme weiter. Dort angekommen, nahm ich Kontakt zur Örtlichen Föderationsfraktion auf. Die Aufstiegsmissionen, wieder waren es Tötungsbefehle für örtliche Piraten. Also ließ ich die Krait aus Medupe City kommen, der Transit würde einen halben Tag dauern. Die Zeit nutzte ich gut, denn mit der Dolphin würden wir nicht weiter die Rettungen durchführen können. Ein Beluga oder Orca, die Beluga währen zu groß um vernünftig und vor allem sicher zu landen. Orcas gab es hier nicht, dafür aber T9 Transporter. Groß gut gepanzert und vor allem, mehr Platz. Also kaufte ich einen, lies ihn vom Frachter zum Personen Transport umrüsten. Während der Zeit verbrachten Kathrine, Jule und ich ein paar ruhige Stunden auf der Station. Und erholten uns ausgiebig bei, Massagen, gutem Essen und seichter Unterhaltung.

Nachdem die Krait ankam, nahmen wir uns den Aufträgen an, drei Ziele, alle im aktuellen System. Jule, Ging routiniert, wie sie mittlerweile war, die Steuerung der Waffen, sehr leicht von der Hand, während Kathrine uns beim Verfolgen der Schiffe gebannt zusah. Das erste fanden wir schnell, fingen es ab, und seine Liste war Lang, sehr lang. es gab über fünfhundert tausend Credits für seinen Kopf. Und so hatten wir keinerlei Bedenken zu feuern. Ein Arschloch in der Galaxie weniger. Die verbesserten Laser Pulverisierten seine Schilde in Sekunden und schnitten durch seine Hülle, wie durch weiche Butter. Die Aufrüstungen hatten sich wirklich gelohnt. Wir brauchten, fast neun Stunden um die anderen beiden zu finden. Kathrine hatte sich zwar beschwert, so wie Jule sich anfangs auch. Das wieso und warum, verstummte aber, nachdem sie die Liste der Verbrechen gelesen hatte, auf der Stelle. Schwerverbrecher, durch und durch. Keiner von den dreien war auch nur einen Gedanken wert gewesen. Gesucht in mindestens fünf weiteren Systemen, für Dinge die ich nicht einmal Aussprechen möchte.

Es brachte mich bis zum Oberfähnrich, nachdem wir das erledigt hatten, war der T9 auch bereit, bereit um zurück nach LTT 911 zu fliegen, um dort wieder Menschen zu retten. Also von 
Malannher direkt nach LTT 911. Wir flogen und flogen, Einsatz um Einsatz, vor meinen Augen wurde Kathrine langsam ein wenig Erwachsener, sie hatte die anfänglichen Probleme, die auch Jule mit all dem hatte, weinte und verkroch sich hin und wieder, aber sie hatte sowohl Jule als auch mich, sie konnten beide jederzeit zu mir ins Cockpit kommen, wenn ihnen alles zu viel wurde. Und das wurde es, sowohl Jule als auch Kathrine standen nach einer Woche, beide mit Tränen in den Augen, am Rande der völligen Erschöpfung. Doch die Station war Evakuiert, und wir hatten mehr als eintausend Leben gerettet. Die Brände waren erloschen, die Station gesichert. Es würde Wochen, Monate sogar, dauern bis sie wieder vollständig repariert wäre, aber da wir die Station nicht die einzige, wie diese Station gab es mittlerweile hunderte, ob in Reparatur, oder ob Sie gerade Angegriffen wurden, da draußen gab es noch jede Menge zu tun. Und bis zum Konteradmiral waren es noch vier Rang aufstiege. Denn mit beenden der letzten Rettungen wurde ich für die Hilfe zum Leutnant ernannt.

Kathrine:

Was jetzt?

Jule:

Japp, was jetzt alter Mann, weiter Menschen retten? Oder gönnst du uns endlich mal eine längere Pause?

Wyveres:

Euch beiden ist bewusst das wir weiter machen, weiter Menschen retten werden, denn während wir hier in LTT 911 geholfen haben, wurden weitere Stationen angegriffen, wir werden in das Padhyas System fliegen. Und dort beginnt das Spiel von vorne. Also bevor wir aufbrechen noch irgendwelche Bitten, Wünsche?

Kathrine:

Hilfe, können wir nicht ein paar andere Menschen aufs Schiff nehmen, so dass sie Jule und mir helfen?

Jule:

Glaub mir das willst du nicht, wir beide schaffen das auch alleine, haben wir ja die Woche auch geschafft, bisher!

Wyveres:

Ich denke darüber nach, aber wenn sonst nichts weiter ist?

Jule:

Doch, neue Anzüge! Schau uns an, Papa, die Sachen von Kathrine und mir sind völlig Hinüber, wir haben so viele Sachen zerschlissen, weggegeben, oder verloren. Das ich selbst nur noch diesen Anzug habe. Und sie hier, der geht auch schon Kaputt. Also Einkaufen! Auf dem Weg nach Padhyas, sollten wir wohl irgendwo was finden können, oder?

Wyveres:

Und was ist mit den Standard Anzügen? Die kann Vertis doch unendlich oft herstellen.

Jule:

Hauteng … HAUTENG, ohne Hose … Schuhe und Jacke bekommst du mich nicht aus dem Schiff. Nope, vergiss es. Entweder Einkaufen oder ich fliege und du pferchst die Typen und Gestalten in die Kabinen.

Wyveres:

Dir wurde also einmal zu oft an den Arsch gepackt, nehme ich an.

Jule:

Siebenundvierzig mal, Kathrine dreiundzwanzig mal, von den ganzen an die Titten grabschen, red ich am besten gar nicht erst, also Einkaufen!

Wyveres:

Gebongt, und dann stell ich euch einen Aufpasser zur Seite.

Wir machten auf halber Strecke eine zwischen Stopp, kauften ein und ich engagierte zwei Crew Mitglieder die Jule und Kathrine unterstützen sollten. Und dafür Sorge tragen, dass den beiden nichts weiter Passiert. So musste ich zwar von den Gewinnen jeweils weitere 5% abtreten, aber lieber so als das meinen beiden Töchtern noch weitere Grabscher ertragen müssten.

In Padhyas bot sich uns an der Station dasselbe Bild, überall brannte es, die Station war völlig zerstört, dass sie noch immer im Orbit um den Planeten war, kam einem Wunder gleich. Das Rettungsschiff war diesmal nur 2 Millionen Kilometer entfernt, ein sehr kurzer weg im Supercruise, vielleicht maximal 1 Minute, dies kam dem T9, der im Normalraum extrem langsam, gerade gelegen. Das Padhyas System wurde rein von der Föderation Kontrolliert, somit blieb an dieser Stelle der, Konflikt mit dem Imperium aus. Mir hatte das in LTT 911 schon gereicht, die ständigen Beschwerden, und kleineren Streitereien zwischen den Fraktionen und Kooperationen. Hier hatten wir nur Föderale affen zu retten.

Also ging es wieder los, mit dem T9 landen, die erste Landung war brutal, wir wurden direkt vor dem Pad von einer riesigen Explosion begrüßt, die uns an die Stationswand drückte, und die Schilde zusammenbrechen lies, Vertis geriet in Panik und warf gleich zwei Kühlkörper ab, um die Hitze auszugleichen die augenblicklich den T9 erfasste. wir brauchten für die Landung dann noch einen weiteren. Es war wirklich mörderisch in eine Explodierende Station zu fliegen, aber die Mädchen waren vorbereitet. Sie wollten das hier, sie fühlten das, dass was wir hier taten, ausnahmsweise Mal das Richtige war. Vor allem Jule, sie war in ihrem Element, sie kommandierte, wie eine echte Pilotin, die beiden Crew Mitglieder und Kathrine durch das Schiff.

Anfangs nahmen wir nur kleine Gruppen auf, maximal acht Personen gleichzeitig, so vermieden wir, das Panik auf dem Schiff ausbrach, und konnten so die Flüchtlinge besser verteilen. So verging der erste Tag in Padhyas. Der T9 wurde an dem Tag noch zweimal Repariert. Er würde wohl nach all dem hier den Geist aufgeben. Aber das war mir egal. Ich plante sowieso nicht ihn zu behalten, Eigentlich taugten sie nur für Mining Operationen, wenn man Geleitschutz dabei hatte. Ich erinnerte mich an die Schenks und die Unterhaltung damals. Wo sie wohl gerade waren.

Und so saßen wir nach einem sehr langen Tag, zu fünft in der Kantine und besprachen unser weiteres Vorgehen.

Kathrine:

Helfen ist toll, ich hab mir überlegt was ich mal werden will!

Wyveres:

Lass hören.

Kathrine:

Ärztin!

Kathrine gluckste vor Freude und ihre Augen leuchteten bei dem was sie sagte. Ihr war es wohl wirklich ernst, mit ihrer Aussage, dass sie Ärztin werden wollte.

Wyveres:

Na dann, hoffentlich ist dir bewusst das du dafür jede Menge lernen musst. Es dauert Jahre, aber wenn du dich anstrengst dann kannst du gewiss Ärztin werden.

Jule:

Zum Glück bringst nicht du ihr das bei!

Sie kicherte leicht.

Wyveres:

Was willst du mir damit sagen Jule?

Jule:

Och, nur das du ein ziemlicher Stümper bist, sonst nichts weiter.

Wyveres:

Stümper? Immerhin kannst du dank mir Schiffe fliegen. Ich könnte dich auch einfach auf die Piloten Akademie schicken. Dort geht es weniger Locker zu als hier.

Jule:

Piloten Akademie? Dafür gibt es eine Akademie. Man muss doch nur ein paar Werte im Auge behalten.

Wyveres:

Und sein Schiff in und auswendig kennen, wissen wo was im Schiff ist, wie man Reparaturen durchführt, Landungen und Kampf. es ist nicht nur stumpfes im Kreis fliegen. Junge Dame, soll ich dich an deine ersten Flugversuche erinnern.

Jule:

Ne bitte nicht, ich versteh schon. Oller Quarkkopf!

Crew Member (John):

Sie bringen ihr das fliegen bei? So wie Jule ihr Befehlston derzeit schon ist, könnte Sie nicht nur einfach Pilotin werden. Hat gut was drauf die Kleine.

Jule:

Ich bin nicht klein! Und besser als mein Paps alle mal! Ich hab noch nie ein Schiff zu Schrott geflogen.

Sie grinste über beide Ohren und giftete John etwas an, Jule hasste es klein genannt zu werden.

Wyveres:

Sidewinder …

Jule:

Das eine mal … aber zerstört hab nicht ich sie, sondern DU!

Wyveres:

Um dir den Arsch zu retten, wenn ich mich recht erinnere.

Jule giftete mich mit einem Todesblick an, der wenn ich Gedanken lesen könnte mir wohl gerade sagen sollte, dass es ihr völlig unangenehm war, das wir dieses Thema zur Sprache brachten.

Crew Member (Ilsa):

CMDR. wenn ich Fragen darf, was haben sie und ihre Töchter vor wenn wir hier mit den Rettungen fertig sind?

Wyveres:

Zur Erde fliegen, wenn ich in der Föderalen Navy zum Konteradmiral aufgestiegen bin.

Ilsa:

Sie wollen also eine Föderale Korvette ihr eigen nennen?

Wyveres:

Wollen, von wollen kann nicht die Rede sein, es ist eher ein Muss, als ein Wollen. Als Freier Pilot hätte ich ja lieber eine Imperiale Cutter, oder würde lieber alles in der Krait Phantom erledigen, aber bei einigen Menschen macht halt nur die Größe des Schiffes richtig Eindruck. Wenn es nach mir ginge wäre ich schon lange nicht mehr im bewohnten Raum. Die Spannungen zwischen den Fraktionen nehmen stetig zu, die Thargoiden Angriffe auch. Irgendwann explodiert hier alles, und dann will ich mit meiner Familie, weit, weit weg am anderen Ende der Milchstraße sein.

John:

Sie planen also eine Deep Space Mission?

Wyveres:

Seit einem Jahr jetzt, ja. Wenn ich alles zusammen habe, was man für so ein Unterfangen braucht, werde ich die beiden hier, meine Frau und unseren ungeborenen Sohn nehmen, und dann umrunden wir die Milchstraße.

Jule:

Wir werden was?

Kathrine:

Echt? Die gesamte Milchstraße?

Die beiden starrten mich mit offenem Mund und aufgerissenen Augen an. Jule wollte direkt los poltern und stampfte schon mit den Füßen, aber erst wollte ich mich erklären, also unterbrach ich sie, bevor sie ansetzten konnte.

Wyveres:

Ihr scheint mir in der Vergangenheit nicht zugehört zu haben was? Natürlich die gesamte Milchstraße! Ich plane die Route jetzt schon seit Monaten, nur eure Mutter und das was sie will haben meinen Plan etwas verzögert. Wenn wir mit allem fertig sind, werde ich entweder, eine Cutter oder dann die Korvette für eine solche Reise ausrüsten und dann mit euch los fliegen. Du Jule wirst auf der Reise die Co-Pilotin, Kathrine kann da dann in Ruhe ihrer Ausbildung als Ärztin nachgehen, wenn sie das da dann noch immer werden will. Und Nadine und ich können in Ruhe euren Bruder groß ziehen.

Jule:

Und wann wolltest du uns Fragen. ob wir beide mit wollen? Vor oder nachdem wir los geflogen wären? Eventuell hab ich ja andere Pläne!

Wyveres:

Pläne? Die Reise dauert, maximal ein, ein halb Jahre. Es gibt Piloten die waren sogar schneller. Also so wichtig können deine Pläne nicht sein. Gesetz dem Fall du hast Überhaupt schon welche. Hinzukommt bis du Achtzehn bist, habe immer noch ich das letzte Wort.

Jule:

Gefällt mir trotzdem nicht, aber wir reden wann anders ausführlich darüber Paps. Sehr ausführlich!

Kathrine:

Also ich bin dabei!

Jule:

Und was ist mit Nadine?

Wyveres:

Die ist ebenfalls dabei. Und ich habe mit ihr zusammen das ganze geplant. Du warst oft genug anwesend, aber anscheint nur körperlich und nicht geistig, sonst würdest du was wir letztendlich vorhaben.

Jule:

Ja aber ich dachte ich wäre da dann nicht dabei … mir war nicht klar das du mich unbedingt mitschleifen willst.

Wyveres:

Nun gut, es wird ey noch jede Menge Zeit vergehen bevor wir aufbrechen werden. Von daher, lass uns dieses Gespräch zu Hause fortsetzen.

Ilsa:

Sollte ich da noch am Leben sein, kontaktieren sie mich CMDR. eine Milchstraßen Reise klingt aufregend.

Wyveres:

Werde ich machen, aber wie ich sagte, es dauert noch eine ganze Weile.

Wir beendeten die Unterhaltung damit, das Jule etwas entnervt die Kantine verließ, während Ilsa und John zusammen mit Kathrine noch eine Unterhaltung über ihre Katze führten.

Am liebsten wäre ich Jule jetzt gefolgt um sie zur Rede zu stellen, aber sie würde mir wohl nicht zuhören, geschweige denn erzählen was sie plagt, ich nahm mir aber fest vor sie deswegen noch einmal in einer ruhigen Minute anzusprechen, um zu erfahren was ihr derzeit auf der Leber liegt.

Aber jetzt mussten erst einmal die Rettungen weitergehen, sie hatten definitiv Vorrang vor den Eskapaden meiner Tochter. Padhyas forderte viel von uns, sehr viel. Mattingly Dock war wirklich gefährlich, der T9 hatte jedes Mal zu kämpfen mit der Hitze innerhalb der Station.

Wir verbrachten die Tage damit ununterbrochen von Station zum Rettungsschiff zu fliegen, und hatten doch erst Neunhundert und Vierundfünfzig Seelen gerettet. Im Padhyas System lebten insgesamt Dreiundzwanzig Millionen Menschen, und wir hatten während den letzten Tagen immer und immer wieder Signale von Thargoiden auf dem Schirm, eins war immer in der Nähe, auf der anderen Seite von Padhyas 6 dort wurde, während wir von Station zum Rettungsschiff flogen, gerade immer noch gegen die Thargoiden gekämpft. Das gesamte Systeme war eine einzige Kampfzone, zum Glück konnte ich dies vor Jule und Kathrine bisher Geheimhalten, denn ich wollte unbedingt vermeiden das die beiden in Panik geraten, denn der T9 hatte nur das nötigste an Bord, die Kabinen und Kühlkörper Vorrichtungen, ansonsten hatte ich an allem gespart. Wir waren sowieso nur wenige Minuten unterwegs von der Station zum Rettungsschiff, da sollte uns eigentlich nicht all Zuviel zustoßen.

Leider hatte ich meine Rechnung ohne die Station selbst gemacht. Die Explosionen und Flüchtlinge waren eine wahre Zumutung, man retten fast Tausend Seelen und zum Dank wird man auch noch bestraft von den anscheint noch immer funktionierenden Raumhafen Sensoren, zweimal in den letzten zwei Tagen durften wir so kaum das wir an der Station angekommen waren, wieder abfliegen, weil die Automatischen Systeme uns Strafen wegen rücksichtslosem Fliegen auferlegt hatten. Wenn man von einer Explosion vom Landeplatz weggedrückt wird und dann in einem T9 durch die Wrackteile navigieren soll um wieder zum Pad zu kommen, kann man schon einmal den Überblick verlieren. Es war ärgerlich und kostete uns wertvolle Zeit, zum Rettungsschiff zurück zu fliegen, die Strafe zu bezahlen. Und dann erneut zur Station aufzubrechen.

So verbrachten wir die letzten vier Tage unter ständigem Stress. Stress durch das ewige hin und her, Stress durch die panischen Passagiere, Stress untereinander. Selbst Jule verstummt, sie hatte sich mittlerweile völlig in sich zurückgezogen, und sprach weder mit Kathrine noch mit der Crew, noch mit mir. Sie machte einfach Störrisch wie sie war ihre Aufgabe, und beschäftigte sich ansonsten mit ihrer Katze, die sie Shiro getauft hatte. Eigentlich müsste ich eine Unterbrechung einlegen, schauen wie weit wir mittlerweile waren, schauen ob die Föderation eine Rang Aufstiegsmission für mich hatte, aber die konnte auch noch warten, warten bis wir hier fertig waren. Der Konteradmiral lief mir ja nicht davon. Jede gerettete Seele war ein Prozent mehr auf der Leiste im Schiff, jede abgeschlossene Mission brachte uns Ruf, Einfluss und Credits. Es war ein Perverses Spiel mit Menschenleben, aber es war nun mal die Schnellste, am wenigsten Brutalste Methode, man beruhigte also sein Gewissen damit, dass man im Grunde das Richtige tat und dafür Anerkennung und Credits bekam.

Jule:

Wie viele Flüge denn noch? Sind da nicht bald mal alle von der Station weg! Hier fliegen doch Hunderte von Schiffen rum, mir reicht es langsam!

Hallte es hinter mir durchs Cockpit, Jule stand plötzlich hinter mir, während ich gerade durch den Mailslot flog.

Wyveres:

Solltest du nicht bei den anderen sein?

Jule:

Ich kann nicht mehr, wenn ich noch einen dieser schmierigen Typen zu Gesicht bekomme, die wir da Retten, dreh ich durch und erschieße das Arschloch!

Wyveres:

Du hast ein Problem damit wenn wir retten?

Jule:

Ja, verdammt, du bist ja nicht da unten, du musst ja nicht hören was diese Arschgesichter von sich geben, nicht ertragen wenn dir mal wieder „aus Versehen“ einer von denen an den Arsch packt, oder ganz ungeniert an die Titten greif, oder schlimmeres versucht! Wir retten da immer wieder irgendwelche schleimigen Typen, Tussis und was weiß ich noch alles für Geschmeiß, es dreht mir einfach nur noch den Magen um.

Wyveres:

Verstehe, und was ist mit Kathrine, findest du nicht das es ihr gegenüber ungerecht ist, wenn du dich jetzt einfach so aus der Gleichung nimmst. Und sie dann mit diesen Menschen klar kommen muss.

Jule:

Du wirst, diesmal da runter gehen! Du wirst dafür sorgen, dass uns nichts mehr passiert. Du wirst mitkommen! Vertis kann die Kühlung des Schiffes auch ohne dich durchführen.

Wyveres:

Bitte, wenn du meinst, hier ein Pad mit den Rettungsgesuchen, entscheide du wer an Bord kommt. Werden wir gemeinsam auswählen, welche schleimigen Typen an Bord dürfen.

Jule:

Aber so … so war das nicht gemeint!

Wyveres:

Wie dann? Denkst du es fällt mir leicht? Leicht da auf diesem Pad zu entscheiden, wer durch die Schleuse darf und wer nicht? Das ich von hier aus nicht sehe was unten Passiert. Das ich von all dem nichts mitbekomme. Jule, ich überwache das gesamte Schiff, mir ist nicht einer der Vorfälle entgangen. Und ich habe jeden einzelnen Namen Notiert. Und wir werden zusammen wenn wir hier fertig sind, jeden Grabscher, Fummler und Perverslinge besuchen, und dann wirst du sehen wie sehr ich dein Vater sein kann.

Jule:

Und warum hast du bisher nichts unternommen?

Wyveres:

Vertis, wie viel Zeit bleibt noch bis wir wieder starten müssen?

Vertis:

Zwei ein halb Minuten, dann fangen die Schäden an die Module anzugreifen, und die Umgebung wird Toxisch.

Wyveres:

Wir sind vor sechs Minuten gelandet, unten Pferchen wir jedes Mal bis zu Neunzig Personen in die Kabinen, für den ganzen Vorgang haben wir zehn Minuten, mir bleibt da keine Zeit, absolut keine Zeit mich darum zu sorgen wer dir gerade an den Hintern greift, Vertis zeichnet das alles auf, denn ich bin damit Beschäftigt das Schiff so schnell wie möglich wieder aus der Station zu bekommen, So schnell es geht zum Rettungsschiff zu gelangen, dort die Schäden zu reparieren, alles aufzufüllen und zurück zu fliegen! Ich weiß es gefällt dir nicht. Aber du kannst dem nächsten der dir an deinen Körper geht einfach mal eine Donnern. Anstelle von „Lassen sie das!“ Ilsa und John sind extra deswegen da. Die Typen dann wieder in den Hangar zu werfen.

Jule:

Ok, aber es schmeckt mir trotzdem nicht!

Wyveres:

Das muss es auch nicht, aber ich muss mich jetzt um den Start kümmern, du solltest wieder unten sein! Los, wir reden wenn wir Pause machen weiter.

Damit ließ ich sie stehen drehte mich wieder in meinem Stuhl zu den Kontrollen und bereitete den T9 auf den Start vor, um mich herum flogen schon wieder vereinzelnd Funken, und die Anzeigen verzerrten sich, das Schiff war diesmal drei Minuten Länger in der Station als sonst, und das machte sich bemerkbar, die Steuerung wurde schwammiger, auf die Annäherungssensoren war schon kein Verlass mehr. Und so Kollidierte ich mehrfach mit Wrackteilen im Raum. Bevor wir dann doch endlich den Mailslot erreichten, und das Schiff begann langsam abzukühlen. Diesmal verbrauchten wir alle sechs Kühlkörper. Und nahmen beträchtlichen Schaden.

Nur weil Jule mich abgelenkt hatte, nur weil ich nicht auf die Zeit geachtet hatte. Wir hatten jedesmal ein fünfzehn Minuten Fenster, alles darüber war einfach zu gefährlich, zu gefährlich fürs Schiff, für die Crew und für meine Kinder. Fünfzehn Minuten, und wir mussten wieder raus sein. Doch meine Größte Angst bestand darin, das es die Hangar Bucht zerreist in der wir gerade Flüchtlinge aufnehmen. Zweimal hatten wir jetzt schon andere Pads zugewiesen bekommen, weil die vorhergehende Bucht zerfetzt wurde, wenn es so weiter ging war bis zum ende der Woche keine der großen Buchten mehr in Betrieb, und dann müssten wir auf ein kleineres Schiff umsteigen.

Sie war mittlerweile wirklich gegangen, Kathrine, Ilsa und John dabei zu helfen die Passagiere auf den Ausstieg vorbereiten.

An diesem Abend, nahm ich sie bei Seite, schleifte sie am Arm in meine Kabine und Stellte meine Tochter zur Rede.

Wyveres:

Was ist los mit dir?

Jule:

Nichts ist los, was soll die Frage.

Wyveres:

Du benimmst dich jetzt seit ein paar Tagen nun schon so. Irgendwas stimmt doch nicht mit dir! Und ich will Wissen was es ist.

Jule:

Als wenn es dich wirklich interessieren würde, aber na schön, wenn du es denn unbedingt Wissen willst. Ich hab schlechte Laune mehr nicht. darf man ja wohl mal haben. Immerhin steh ich hier ja nicht unter anklage, außerdem haben wir genug Stress.

Wyveres:

Aha, und das ist alles?

Jule:

Ja das ist alles, mehr gibt es da nicht, wirklich nicht. Und nun lass gut sein.

Wyveres:

Und es hat nichts damit zu tun das du Sechsen wirst? rein gar nichts, nicht im geringsten.

Jule:

Du, du hast mich belauscht!

Wyveres:

Dafür muss ich dich nicht „belauschen“ das sieht man dir an der Nasenspitze an, dass es dir Stinkt das du zu deinem Sechzehnten Geburtstag hier draußen im All bist, anstelle von Freunden, hast du hier nur, mich, Kathrine und zwei Fremde. keine Feier nichts. Ich denke mal so hast du dir deinen Geburtstag nicht vorgestellt oder?

Jule:

Du hast es erfasst, und ändert das jetzt irgendetwas, ich bin hier gefangen, mit dir und deinen Aufgaben, anstatt das ich mir einen Schönen Tag machen könnte, nein Jule muss Menschen Retten, damit ihr Paps irgendeinen Dämlichen Rang bekommt, damit wir zur Erde können, was ich möchte oder Will hat dich in den letzten Wochen überhaupt nicht Interessiert. Und das Stinkt mir gewaltig!

Sie stapfte wütend durchs die Kabine, kurz davor vollständig zu Explodieren. Ich überlegte ob ich es ihr gestatten sollte, all ihren Frust raus zu lassen. Denn ich wusste, würde sie es nicht rauslassen, würde sie mit ihrer derzeitigen miesen Stimmung irgendwann einen Fehler begehen.

Wyveres:

Willst du nach Medupe City?

Jule:

Nein, ich weiß ja wie Wichtig das alles hier ist, aber ich hatte so gehofft, gewünscht das Wir meinen Geburtstag richtig feiern können, aber stattdessen wird es wohl nur ein Glückwunsch und bei einem verdammten Stück Kuchen bleiben. Immerhin ist er ja schon Morgen, von daher. Machen wir weiter, aber ich werde dich das hier alles nicht vergessen lassen. Dafür wirst du durch eine Hölle gehen, das schwöre ich dir Paps. Es ist mein Sechzehnter Geburtstag, Und denn verbringe ich damit das ich irgendwelche Schmierigen Typen davon abhalten muss, mir oder Kathrine an die Wäsche zu gehen. Schöner Geburtstag meinst du nicht auch!

Sie war völlig außer sich, wurde irrational und Zeterte noch eine Stunde rum, bevor sie resigniert in eine Stuhl viel und mit heulen anfing. Mir war selbst mulmig zu Mute, natürlich hatte ich ihren Geburtstag nicht vergessen. Aber im Leben läuft nun mal nicht immer alles nach Plan.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Katzen

Um dich herum brechen Feuer aus, Teile fliegen durch die Gegend und hier und da Explodiert etwas. Während du versuchst Punktgenau auf einem Pad zu landen. Adrenalin schießt durch deine Adern und du merkst gar nicht mehr wie Müde du eigentlich schon bist.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 25.02.3305

Der zwischen Stop beim Dweller war Kurz und wurde uns nur durch ein paar andere Commander verlängert. In einer Krait ohne Fracht, ohne wirklich etwas von Wert dabei zu haben. Angegriffen zu werden während man eigentlich nur in Ruhe Landen will, ist ätzend. Ich ließ mich auf keinen Kampf ein, vom Kämpfen hatte ich genug. Also sprangen wir mehrmals in den Normalraum und dann zweimal in andere System bevor wir dann endlich unsere Ruhe hatten und beim Außenposten landen konnten. Dweller stellte sich als recht Kompetent heraus. Und so konnte ich alle Waffen verbessern, es dauerte nur wenige Stunden, und dann waren Jule und ich schon wieder auf dem Weg, zurück nach Hause, zurück zu Nadine und Kathrine.

Einen halben Tag später waren wir dann endlich in Medupe City, Heimat, ich meldete mich wie ich es versprochen hatte bei Nadine, noch bevor wir nach Cubeo sprangen. Und so erwartete sie uns schon im Hangar, zusammen mit Kathrine, die leicht bedröppelt da stand.

Nadine viel mir in die Arme, während Jule und Kathrine sofort die Köpfe zusammensteckten und mit einander tuschelten, nur um dann leise vor sich hin zu lachen und verschwörerisch in unsere Richtung zu starren.

Nadine:

Hallo Schatz, wir müssen unbedingt was mit deinem Bart machen, der kratzt. Ansonsten schön dich wiederzusehen.

Wyveres:

Ich liebe dich, du und der bleibt wie er ist. Gefällt mir irgendwie. Hat etwas Nachdenkliches, Grüblerisches.

Sie Küsste mich und strich mir dann mit beiden Händen durch den Bart.

Nadine:

Dann wenigstens etwas zurecht stutzen. Dieser Wildwuchs, geht gar nicht. Aber nun kommt, das Loft wartet.

So begaben wir uns direkt ins Loft, wo Kathrine und Jule fast augenblicklich, sowohl Nadine als auch mich in Beschlag nahmen.

Jule:

So, wir sind Zuhause, was ist nun mit Katzen als Haustiere? Sprecht!

Kathrine:

Ja, wir wollen beide eine Katze! Wir haben auch schon die Farben, und Geschlechter ausgesucht!

Nadine:

Nein, nicht jetzt, einfach Nein, wir sind keine fünf Minuten Zuhause, fangt nicht davon an. Lasst mir und eurem Vater doch mal etwas Zeit runter zu kommen.

Wyveres:

Ich stimme Nadine da zu, nicht jetzt, wir klären das Morgen Früh beim Frühstück, jetzt will ich nur noch eins, aus den Schuhen, aufs Sofa und mit der Frau hier in meinem Arm Kuscheln, was ihr beide macht ist mir egal. Also verschieben wir das auf Morgen!

Jule:

Aber du hast gesagt, wenn wir Zuhause sind, und wir sind Zuhause.

Wyveres:

Jule, Morgen Früh. Keine weiteren Widerworte!

Jule:

Ok, nörgel Paps!

Kathrine:

Aber wir bekommen dann Katzen? Sie sind so Süß, und Flauschig.

Nadine:

Kein weiteres Wort darüber bitte, du bist mir die letzten Tage schon genug damit auf die Nerven gegangen. Von daher, ab mit euch, geht irgendwas Spielen. Aber lasst uns beide für den restlichen Tag einfach in Ruhe, Bitte!

Beide grinsten frech und wollten gerade wieder ansetzten weiter zu Diskutieren, doch Nadine ihr Blick sprach mehr als tausend Worte und so verstummten sie auf der Stelle. Stattdessen griff Jule sich Kathrine und beide verschwanden in Jules Zimmer. Während Nadine sich aufs Sofa fielen lies, machte ich mir und ihr ein paar Snacks und entkorkte eine Flasche Rotwein. So vorbereitet, starten wir in den Abend, mit uralten Filmen, Aneinandergekuschelt auf dem Sofa. Als ersten Film nahmen wir einen alten Action Film, Deadpool, Witzig und ziemlich brutal. Was uns beide auf die ein oder andere Art ansprach. Dann war Nadine mit ihrem Film dran, sie entschied sich für etwas romantisches, als Ausklang für den Abend und um abzuschalten. Während wir Midnight Sun so gut wie fertig geschaut hatten, eigentlich lief er nur noch nebenbei. Da wir uns schon, kurz nach dem Filmstart weniger um das kümmerten was auf dem Bildschirm vor sich ging, als mehr um das was zwischen uns beiden vor sich ging, So bekamen wir nur Stellenweise mit, worum es im Film eigentlich ging.

Auch kam es uns gerade recht, dass Sowohl Jule als auch Kathrine sich gnädigerweise den gesamten Abend nur sehr selten sehen ließen. Und wenn doch, dann um höchstens etwas aus der Küche zu stibitzen oder mal ins Bad zu schleichen. Dadurch konnten wir uns völlig entspannen, genießen und abschalten. Nadine sprach kaum ein Wort, und außer das wir ab und zu lachten oder uns kurz neckten, blieben wir bei unseren Unterhaltungen beide Wortkarg. Es waren auch kaum Worte nötig um auszudrücken was wir beide im Sinn hatten. Nachdem der Film sich dem Ende geneigt hatte, verlagerten wir das womit wir während des Films begonnen hatten, promt ins Schlafzimmer. So endete der Abend für uns beide erste sehr Spät in der Nacht.

Doch der nächste Morgen kam für uns trotzdem viel zu früh, denn sowohl Jule als auch Kathrine standen schon um sieben Gewehr bei Fuß, um uns erneut mit ihren Katzen zu Piasken.

Jule:

Hey, Aufstehen! Los wir haben eine Unterhaltung zu führen!

War das erste was ich Wahrnahm, noch bevor ich meinen ersten Kaffee in mir oder Überhaupt etwas am Leib hatte. Sie sassen beide am Fußende des Bettes vor Nadine und mir und machten uns sehr Unsanft wach.

Kathrine:

Lass uns an der Decke ziehen!

Jule:

Oh Ja!

Wyveres:

Untersteht euch! Raus mit euch beiden Sofort!

Noch bevor ich reagieren konnte, hatten beide schon an der Decke gezogen, was sowohl Nadine als auch mir gar nicht passte. Denn weder Sie noch ich hatten irgendetwas am Leib.

Jule:

Na Sieh an … jetzt müsst ihr aufstehen!

Kathrine:

Schau mal, Mamis Bauch, Kugelrund!

Nadine:

Wenn ihr beide nicht sterben wollt, geht! Und ich hoffe für euch das Kaffee und Frühstück fertig sind. Sonst sperre ich euch beide NACKT vor die Tür, da können dann die Nachbarn auch mal etwas zu Schmunzeln haben. Und nun Decke wieder her!

Wyveres:

Würdet ihr Bitte, sonst setzt es was!

Jule:

Schon gut, steht auf, wir sind in der Küche.

Beide sprangen vom Fußende ganz aufs Bett, gaben erst Nadine und dann Mir einen Kuss auf die Wange. Und verschwanden dann aus dem Zimmer.

Nadine:

Manchmal könnte ich sie …, Ich bleib liegen, ich mag mich nicht bewegen, ich KANN mich nicht bewegen. Nicht so wie ich das gerne wollte.

Wyveres:

Muskelkater?

Ich lachte bei dem was ich sagte.

Nadine:

Rückenschmerzen, und ja … MUSKELKATER … also steh auf, gib mir die Decke wieder. Und beaufsichtige die beiden, ich brauch noch ne halbe Stunde.

Ich rappelte mich aus dem Bett, warf die Decke wieder über Nadine, zog mich an und trottete ins Bad.

Zehn Minuten Später saß ich mit Jule und Kathrine am Frühstückstisch, die beiden hatten sich wirklich ins Zeug gelegt. Mir war völlig klar warum sie diesen Aufwand betrieben. Sie wollten unbedingt Katzen, beide grinsten unentwegt, und tuschelten immer wieder miteinander. Während sie mich beäugten. Doch für mich war erst einmal, Kaffee und Essen wichtiger als das ich mir anhören wollte was sie zu sagen hatten. Während ich mir das zweite Brötchen mit Marmelade einverleibte, schlich dann auch endlich Nadine, in eine Decke gehüllt, ins Bad. Nur um dann fast fünfzehn Minuten Später, wieder in die Decke gehüllt, zurück ins Schlafzimmer zu schleichen.

Jule:

Katzen! Paps, was ist nun, du sagtest beim Frühstück, du hast Frühstück gehabt, nun sprich.

Kathrine:

Ja, wir möchten beide eine, Bitte!

Wyveres:

Darf ich davon ausgehen, dass ihr beide Nicht locker lassen werdet?

Jule:

Du hast es erfasst.

Wyveres:

Und ihr beide auch schon den Perfekten Plan habt, wie ihr Nadine und mich Überzeugen wollt.

Kathrine:

Das haben wir!

Wyveres:

Dann last mal hören.

Kathrine:

Also, erstmal, sie sind total flauschig, weich und süß. Außerdem kann man durch Katzen sehr viel lernen, den Umgang mit Tieren, wie man Verantwortung übernimmt, und sagte ich schon das sie absolut Süß sind. Außerdem habe ich dann hier etwas worum ich mich kümmern kann und geh Mami Nadine nicht mehr so auf den Senkel. Außerdem kann ich jederzeit mit der Katze spielen, was auch heißt das ich Nadine da auch weniger in Beschlag nehme. Zudem Katzen sind ein sehr guter Wecker, und sie können einen sogar beschützen. Und sie wären für mich da, wenn ich mal Traurig bin und können mich aufmuntern. Und sie sind so verdammt Süß, Flauschig und Niedlich. Ich möchte, ich will eine Katze!

Wyveres:

Nun hohl mal Luft Kathrine, du erstickst ja gleich. Und Jule was willst du?

Jule:

Kathrine hat alles gesagt, wenn wir unsere Katzen bekommen, dann sind wir Friedlich! Wenn nicht, werden sowohl Nadine als auch Du, in den nächsten Wochen, bis wir unsere Katzen haben! Jeden Morgen von uns geweckt mit folgenden Worten: „Katzen, wir wollen Katzen!“ ihr werdet Bilder und Videos von Katzen, überall um euch herum finden. Katzenbilder auf dem Klopapier, Katzenbilder auf deinem Bier, Katzenbilder und Videos statt normales TV, Und Vertis wird nur noch MIUAEN, und Fakten über Katzen von sich geben! Solange bis wir unsere Katzen erhalten haben.

Wyveres:

Du mimst also die Erpresserin, Verstehe. Nadine hast du gehört was Sie gesagt haben?

Sie schlich gerade zum Tisch und schaute beide recht grimmig an.

Nadine:

Jedes Wort, und das letzte Wort in der Sache habe ich, denn immerhin würden die Tiere ja hier bei Kathrine und mir bleiben. Somit entscheide ich, ob oder ob nicht. Und erst einmal entscheide ich mich für Kaffee, Brötchen mit Mett und Zwiebeln, Pudding mit Schlagsahne und Gewürzgurken. Und zwei Eier. Derweil lasse ich mir in Ruhe durch den Kopf gehen was ihr da von euch gegeben habt und Entscheide dann.

Jule:

Wenn ihr noch nicht Überzeugt seid, wir können euch gerne eine Kostprobe geben.

Nadine:

Unterstehe dich …

Jule grinste frech, und wollte gerade ansetzen um Vertis einen Befehl zu geben.

Jule:

Es wird euch gefallen, bestimmt!

Wyveres:

Was habt ihr angestellt?

Jule:

Nichts, wir sind nur vorbereitet. Vertis würdest du Bitte.

Vertis:

Verstanden, Miau.

Augenblicklich war das gesamte Loft in Katzen Miauen getaucht, alle Pads und Monitore zeigten Bilder und Videos von Katzen.

Kathrine:

Ah sie sind so Süß!

Nadine:

MACH DAS AUS! Sofort!

Jule:

Geht nicht, erst müsst ihr zustimmen, vorher wird Vertis nicht damit aufhören.

Damit lehnte Jule sich in ihrem Stuhl zurück und nagte weiter an ihrem Brötchen, während Kathrine fasziniert in alle Richtungen Schaute und bei jedem neuen Katzenbild das sie erblickte vor sich hin seufzte.

Wyveres:

Vertis beende diesen Unsinn.

Vertis:

Miau, es tut mir leid, aber das kann ich nicht, Miau. Sie hat mir eine Kommando sperre eingebaut, Miau. Ohne das Richtige Passwort wird dieses Programm nicht enden. Miau.

Wyveres:

Ich sehe schon, wir sollen uns Geschlagen geben damit das aufhört.

Jule:

Ja so ist der Plan. Ihr beide werdet nicht drum rum kommen. Übrigens, Vertis wird alle fünfzehn Minuten einen Interessanten Fakt über Katzen vorlesen.

Nadine:

Euer Ernst, ihr beide … legt es wirklich drauf an das ich euch in den Weltraum stoße, macht diesen Infernalischen Krach aus …

Jule:

Katzen! Das sind süße Katzen Stimmen. Und Kathrine und ich möchten eine haben.

Kathrine:

Ja bitte! Schaut doch sie sind so Süß! Wir hatte auf dem Mars auch Katzen, Ich hab mal einen Schnuffels gehabt, er war weich und flauschig, und das liebste Tier auf dem gesamten Mars, aber aus irgendeinem Grund war Schnuffels dann nicht mehr da. Und ich möchte wieder einen Schnuffels. BITTE.

Wyveres:

Nadine, Sie werden nicht aufhören.

Nadine:

Meine Nerven halten das nicht länger aus. Schön gut, ihr wollt Katzen, ich bin verdammt nochmal allergisch gegen Katzen! Ihr beide wisst hoffentlich was das Heißt, und mach endlich den Krach aus, beende das oder ich schicke sowohl dich als auch Kathrine für eine Woche zum Putzen der Bio Müll Aufbereiter. Schluss jetzt mit diesem Kindertheater.

Jule:

Ok, Vertis beende die Kostprobe.

Es wurde augenblicklich wieder Still im Loft.

Nadine:

Wir schicken sie beide auf ein Internat nach Emerald … sollten sie nochmal so etwas veranstalten. Meine Nerven …

Wyveres:

Nun Gut, ihr beide habt euren Standpunkt klar gemacht. Lasst Nadine und mich kurz in Ruhe darüber Nachdenken.

Beide nahmen ihr Essen und verzogen sich augenblicklich in Jules Zimmer. Jule rief noch beim Schließen der Tür, einmal Quer durchs Loft.

Jule:

Ruft uns wenn ihr eine Entscheidung gefällt habt!

Dann war es still im Loft. Nadine kaute völlig entnervt an ihrem Brötchen rum, und spülte es mit Kaffee herunter.

Wyveres:

Was machen wir jetzt?

Nadine:

Erwürgen wäre eine Option. Die ich gerade in betracht ziehe. Kathrine hat ja schon genervt, aber mit Jule würde ich jetzt am liebsten Schlitten fahren …

Wyveres:

Sie werden nicht aufgeben. So viel steht schon mal fest. Glaubst du sie würden sich wirklich jede um eine Katze kümmern?

Nadine:

Wenn nicht hagelt es Kopfnüsse, aber da ist auch noch meine Allergie … die Episode mit der Designer Katze von Kathrine hat mir schon gereicht. Außerdem mag ich Katzen Überhaupt nicht. Sind miese kleine Mistviecher … die ständig rum nerven.

Wyveres:

Schlechte Erfahrungen gemacht, schätze ich mal.

Nadine:

Allergie … mit sieben wäre ich beinahe daran gestorben, also JA Sehr schlechte Erfahrung gemacht! Von daher, kommen mir nicht ins Loft.

Wyveres:

Und DNA veränderte? Welche wo die Allergie Auslöser herausgenommen wurden.

Nadine:

Keine Katzen, ich mag keine Katzen. Aber bitte, die beiden Stur Köpfe geben eh nicht auf.

Wyveres:

Von wem Jule das hat wissen wir beide, dass Stur sein liegt in deiner Familie.

Nadine:

Du.

Wyveres:

Also versuchen wir es?

Nadine:

Von mir aus, bitte, aber wenn Sie sich nicht zu hundert Prozent um die Mistviecher Kümmern, wandern Sie direkt in den Müllbeseitiger!

Wyveres:

Ich glaube das Tierheim tut es auch. Aber schön versuchen wir es. Vertis, die beiden haben doch bestimmt schon Daten über die Tiere angelegt die Sie haben möchten.

Vertis:

Positiv, ich beziehe die Allergie Auslöser direkt mit ein. Beide wollen Weibliche Katzenbabys, die niemals vollständig erwachsen werden sollen. Was ich Persönlich etwas übertrieben finde, den Wachstumsprozess auszuhebeln. Möchtest du daran Anpassungen vornehmen?

Wyveres:

Ja, denn zwei Monster Katzen will ich auch nicht im Haus haben.

So griff ich nach meinem Pad und begann einige Änderungen an den beiden Katzen vorzunehmen, von wegen werden niemals erwachsen. Wenn sie schon Katzen bekommen dann richtige Katzen. Ich stellte zudem sicher, dass jede Krankheitsform die bekannt war, bei den beiden nicht Auftreten konnte. Lies aber aussehn so wie es war, auch verpasste ich beiden Katzen ein ruhigeres Gemüt, und Genügsamkeit. Nachdem ich die Anpassungen durchgeführt hatte, verschlüsselte ich die Dateien und sendete den Auftrag ans Tierlabor.

Nadine:

Ich hoffe nur das es gut geht.

Wyveres:

Ich ruf die beiden dann mal.

Nadine:

Lass sie noch zappeln. Nach der beinahe Herzattacke von vorhin verdienen sie es jetzt noch eine Weile warten zu müssen.

Sie lachte leicht und Grinste etwas fies. Dann stand sie auf ging zur Zimmertür von Jule und Klopfte, zweimal.

Nadine:

Ihr könnt raus kommen, wir haben eine Entscheidung getroffen.

Augenblicklich wurde die Tür aufgerissen und beide standen vor Nadine und schoben sie mit sich zurück zum Küchentisch.

Jule:

Sprecht!

Wyveres:

Nun mal ganz Langsam, setzt euch beide wieder hin!

Jule:

Ja, schon gut.

Beide pflanzten sich wieder auf ihre Stühle und starrten mich und Nadine ungeduldig an.

Wyveres:

Also, wir haben uns geeinigt, ihr bekommt eure Katzen …

Jule:

Echt, Ja schön!

Kathrine:

Juhu! Ihr seid die Besten.

Wyveres:

Aber, nach Nadines und meinen Bedingungen. Ich hab mir eure Katzen angesehen. Und Modifikationen vorgenommen. Die beiden sind auch schon bestellt.

Jule:

Aber sie waren doch Perfekt, was hast du verändert!

Wyveres:

Erst einmal, das Nadine nicht drauf geht. Dann habe ich eurer „Wird nie Alt“ rückgängig gemacht, wenn ihr schon Katzen wollt, dann richtig, ich finde es eine Quälerei das die beiden ewig Baby Kätzchen beleiben sollen. Dann habe ich noch Modifikationen am Gemüt der beiden vorgenommen. Erstens um sicher zu gehen das die Tiere nicht unabsichtlich Schaden anrichten, und damit sie Verträglicher zueinander und zu uns sind. Denn das habt ihr beide völlig außer acht gelassen. Eure Schmusekatzen währen nämlich nach euren Spezifikationen wahre Monster geworden. Von wegen Perfekt.

Jule:

Ok und wann bekommen wir Sie nun?

Wyveres:

In einer Woche, bis dahin, hier ist eine Liste, mit Sachen die sie brauchen werden. Du und Kathrine ihr werdet alleine, alles darauf besorgen. Es sind eure Tiere, also denkt gar nicht erst daran, dass Nadine oder ich diesbezüglich auch nur einen Finger Krum machen werden. Ich wünsche euch viel Spaß beim Einkaufen. Wovon auch immer ihr das alles bezahlen wollt.

Jule:

Wie jetzt, wir müssen das alles von unseren eigenen Credits besorgen, Aber wie stellst du dir das vor Paps, Kathrine bekommt Taschengeld, und ich, ich habe das meiste vom Letzten Auftrag schon … och Menno, du willst das wir beide Arbeiten gehen, stimmst.

Wyveres:

So sieht es aus, oder glaubst du etwa ich bezahle die Katzen? Ihr wolltet sie, also werdet ihr für alles selbst aufkommen. Eine Katze kostet Dreihundertfünfundsiebzig Tausend Credits, die Spielsachen und Utensilien sind nochmal fünfundzwanzig Tausend Credits. Also braucht ihr zusammen mindestens Achthundert Tausend Credits, von den laufenden Kosten für Futter, Tierarztbesuche und und und mal abgesehen. Zahl ich erst einmal die Kosten für die Tiere, die Credits dafür werdet ihr beide, Mir bis auf den letzten Credit zurück zahlen. Hier ist ein Pad mit Gelegenheitsarbeiten auf der Station. Fangt schon mal an zu suchen.

Kathrine:

Arbeiten? Warum, ich geh doch noch zur Schule, und muss lernen, und Hausaufgaben machen, und dann noch Arbeiten gehen?

Nadine:

Wie viel ist von deinem Taschengeld denn noch übrig?

Kathrine:

Fünftausend Credits.

Wyveres:

Dann wirst du wohl einen Job brauchen, etwas das du einmal die Woche machen kannst, Schau zusammen mit Jule die Daten an. Sucht euch was aus, ihr habt eine Woche bis die Katzen da sind.

Jule:

Du kannst echt Gemein sein, jetzt zwingst du mich wirklich an mein erspartes zu gehen. Das ist so mies von dir Paps.

Wyveres:

Genau so mies wie Vertis zu zwingen zu miauen?

Jule:

Mieser, viel viel Mieser und Fies, sehr Fies. Ich wollte davon Irgendwo Urlaub machen, Menno.

Jule stapfte leicht wütend im Kreis.

Jule:

Na schön, ich zahl … Halsabschneider!

Wyveres:

Die vollen Achthundert Tausend Credits?

Jule:

Ja, die vollen Achthundert Tausend Credits, mein gesamtes Erspartes, bist du zufrieden. So muss Kathrine nicht Arbeiten, und du hast mich erst einmal weiter an der Backe … denn Unsinn auf der Station werde ich nicht machen.

Wyveres:

Ich fliege in wenigen Tagen nach LTT 911 um an den dortigen Evakuierungen zu helfen. Das heißt du willst also mitkommen und auch noch Bezahlt werden?

Jule:

Ja, stellst du mich ein?

Wyveres:

Standardvertrag, dir stehen ein Prozent vom Auftragsvolumen zu. Mehr ist nicht drin.

Jule:

Fünf Prozent!

Wyveres:

Das ist nicht Diskutable, es bleibt bei ein Prozent.

Jule:

Nicht mal so ein Bisschen? Du Oller Sklaventreiber.

Wyveres:

Nein und damit ist die Sache durch. Ihr bekommt eure Katzen zu unseren Bedingungen. Ansonsten platzt der Deal. Verstanden?

Jule und Kathrine schauten beide etwas miesepetrig vor sich hin, gaben dann aber beide doch ein kleinlautes „Ok“ von sich. Damit war die Sache dann beschlossen. Und Nadine und ich hatten endlich wieder unseren Frieden.

Nach dem Frühstück schnappte Jule sich Kathrine und beide gingen zusammen, für die Katzen das was auf der Liste stand, einkaufen. Während ich Nadine zu einer Routine untersuchen ins Krankenhaus begleitete. Bis zur Geburt waren es nur noch wenige Wochen. Vielleicht zwei maximal drei Monate, dann würde der Kleine zur Welt kommen.

Während sie von ihrem Frauenarzt untersucht wurde, stritten wir erneut darüber wie er denn nun letztendlich heißen würde.

Nadine:

Warum fängst du erneut davon an. Es ist doch noch jede Menge Zeit, und außerdem bin ich gerade in einer Ziemlich unangenehmen Position. Und habe keinen Nerv mich mit dir über seinen Namen zu Zanken.

Wyveres:

Weil es wichtig ist, wir sollten uns da schon endlich einig werden. Außerdem, ich finde das du äußerst Vorteilhaft da liegst.

Nadine:

Vorteilhaft? Dein ernst, Kerl wenn ich hier aufstehen könnte würde ich dir jetzt einen Donnern, Vorteilhaft, ich liege hier mit gespreizten Beinen, ohne etwas an, werde gepiesackt von irgendwelchen Geräten, und die Findest das Vorteilhaft.

Wyveres:

Wir könnten so einen Stuhl für das Loft kaufen …

Nadine:

Ich trete dich, genau da hin wo es am meisten schmerzt, wenn du das tust! Und Sissi, bitte dein Hände … sind KALT.

Ärztin

Entschuldigen, aber das kommt durch das Gel, das wird jetzt etwas Ziehen.

Wyveres:

Ähm, soll ich raus gehen? Immerhin …

Ärztin:

Sie können ruhig bleiben, immerhin sind SIE ja der Vater, und so eine Muttermund Untersuchung geht nun mal am besten auf die gute alte Art.

Wyveres:

Indem sie, meiner Frau einen Stab einführen … verstehe …

Ärztin:

Machen sie so etwas zum ersten mal mit?

Wyveres:

Ja.

Sie grinste mich an. Griff nach meinem Arm und Zog mich zu Sich. Ich rollte ohne Widerstand, mit meinem Stuhl zu ihr und sass nun neben ihr, und konnte Nadine so genau zwischen die Beine schauen. Unangenehm beschrieb nicht mal annähernd, was mir gerade alles durch den Kopf ging. Ich hatte sie nun schon oft Nackt und in allen Möglichen Positionen gesehen. Aber so, war mir das dann doch etwas zu sehr peinlich. Was die Ärztin gekonnt umschiffte indem sie mich in die Prozeduren mit einbezog. Was für mich bedeutet ich bediente einige der Geräte. Während Sie die Untersuchungen vornahm. Am liebsten wäre ich getürmt.

Nadine:

Sei bitte etwas Sanfter, da unten. Immerhin haben wir gerade keinen Sex.

Wyveres:

Sanfter? Nadine, bitte es ist so schon peinlich genug für mich.

Ärztin:

Sie sind also eher die Groben, oder stört es sie etwa das ich hier Untersuchungen vornehme?

Sie Lachte laut.

Nadine:

Mal von der Tatsache abgesehen, dass du meinen Zukünftigen da unten an mir rum Fuhrwerken lässt, und er mir gerade eine Sonde bis zum Anschlag rein schiebt, denkst du nicht eventuell das ich das A. etwas unangenehm finden könnte und B. der verdammte Mistkerl mich gerade auch noch Geil macht.

Ärztin:

Entschuldige, Nadine, wir sind hier so gut wie fertig. Herr Mistkerl, sie können dann aufhören und Nadine du kannst dich wieder anziehen. Ich werte jetzt nur noch die Ergebnisse aus und dann sehen wir uns im Besprechungszimmer.

Damit stand sie auf, reichte mir ein paar Tücher zum Saubermachen. Und verließ uns.

Wyveres:

Soll ich oder schaffst du das alleine?

Nadine:

Unterstehe dich, da jetzt auch noch mit deinen Fingern rum zu machen. Wir sind nicht Zuhause. Und meine Nerven halten das nicht auch noch aus.

Ich stand auf, legte die Apparaturen bei Seite, gab ihr die Tücher und küsste sie.

Wyveres:

Zeit hätten wir aber schon.

Nadine:

Du, nicht hier, nicht jetzt.

Sie hob sich aus dem Stuhl, zog sich wieder an und trotte mit mir im Schlepptau ins Besprechungszimmer.

Ärztin:

Also Nadine, bisher sieht alles sehr gut aus, der kleine Entwickelt sich prächtig, nur ein zwei Hormonelle Werte machen mir Sorgen. Und ich schätze mal das du meinen Ratschlag vom letzten mal nicht umgesetzt hast, ich hatte dich doch gebeten ruhiger zu machen, Dein Stresslevel ist viel zu hoch und das wirkt sich, ja bekanntlich auch auf das Kind aus. Also nochmal, Beine hoch, weniger Alkohol, ruhe, du kommst jetzt in die letzte Phase der Schwangerschaft, dass heißt für Sie Herr Vater, kümmern sie sich um das meiste, Nadine hier hat ab sofort Sendepause. Kein Putzen, Alkohol, oder sonstigen Stress. Vermeidet alles was damit zu tun hat, sonst lass ich dich ins Krankenhaus bringen. Und da bekommst du dann deine Ruhe.

Wyveres:

Ähm, ich bin Pilot, ich habe Aufträge zu erledigen. Und wir haben zwei, Töchter zuhause, wie stellen sie sich das vor?

Ärztin:

Nehmen sie die Kinder einfach mit. Egal was sie machen, Nadine braucht Ruhe. Wenn sie nicht dafür sorgen, sorge ich dafür, Verstanden?

Nadine:

Er, soll beide mit ins All nehmen, damit ich weniger Stress habe? Die beiden, zusammen mit dieser Katastrophe von Kerl. Sissi, aber das ist mehr Stress als du dir vorstellen magst.

Wyveres:

Na gut, was dann, noch eine Haushaltshilfe? ne Nanni für Kathrine. Oh Gott, sag nicht …

Nadine grinste, als ihr die Erkenntnis kam.

Nadine:

Oh doch, jetzt wo du es ansprichst, die Idee ist gut. Du nimmst sie mit! Basta!

Wyveres:

Sie und die beiden Katzen … zu den Evakuierungen … Nadine. Da wäre es mir lieber, ich lasse Kathrine und Jule hier auf der Station bei einer Nanni, und bei Ronny, und schicke dich nach Emerald als das ich dieses Risiko eingehe.

Nadine:

Du wirst sie mitnehmen. Beide plus Katzen!

Wyveres:

Ich schätze mal das jede weitere Unterhaltung darüber was sinniger wäre damit hinfällig ist?

Nadine:

Du schätzt richtig.

Wyveres:

Na schön, dann werden sie mich begleiten. Auch wenn ich das viel zu Riskant finde. Das wird ein Donnerwetter von den beiden geben.

Ärztin:

Gut wo sie das geklärt haben, Nadine, erhohl dich gut, Iss mehr und Sie, ihre Frau braucht Ruhe, sorgen sie dafür!

Damit verabschiedete sie uns.

Wie Jule und Kathrine wohl darauf Reagieren würden. Immerhin hatte ich mindestens eine Woche Zeit um mir darüber Gedanken zu machen, wie ich das ganze Organisiert bekomme. Katzen mit ins Weltall zu nehmen. Plus meine beiden Katastrophen Damen. Mir war leicht übel bei dem Gedanken, was alles schief laufen wird.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Schmuggel

Manchmal brennt man, bei dem was man Tag täglich macht, einfach aus. Dann wird es Zeit sich zurück zulehnen und einfach mal eine Weile nichts zu tun.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 19.02.3305

Wir feierten meinen Beförderung, zum Maat, mit ein paar Bier und einem weiteren Besuch in der Wellness Oase, wo Jule sich abermals mit Joschua traf. Damit war Sol nun in erreichbarer Nähe gerückt. Doch als Maat hätte ich kaum eine Chance zu Nadines Vater zu gelangen, mir schmeckte das Ganze überhaupt nicht. Aber es war nun mal nötig, nötig um mit der Suche zu beginnen, nötig um mit meiner Vergangenheit abzuschließen. Aber jetzt musste ich erst einmal eine schwere Entscheidung treffen. Wollte ich meine Waffen verbessern, so musste ich unweigerlich Schwarzmarkt Handel betreiben, etwas das mir ganz und gar nicht Lag. Aber ich kenne ja nun mal einige Personen, allen voran eine der das viel mehr Lag als mir, meine Nadine, da sie als ehemalige Schmugglerin, immer noch so einiges an Kontakten haben müsste. So blieb mir nichts anderes Übrig, ich musste die Frau die ich liebte, um ihre Schmuggler Geheimnisse bitten.

Nadine:

Du willst was?

Wyveres:

Hab ich doch gesagt, schmuggeln. Ich brauch ein paar Tipps, sonst endet das wie beim letzten Mal wo ich das unabsichtlich getan hatte, mit Strafe und Aufenthalt in einer der Strafkolonien oder Schiffe.

Nadine:

Und das nur um Zugang zu „The Dweller“ zu erhalten. Sag mal Tickst du nicht mehr Richtig?

Wyveres:

Es ist notwendig, ich brauch die verbesserten Laser, wenn ich weiterkommen will.

Nadine:

Na schön. Schmuggeln, also erstmal, hast du einen Schwarzmarkt in der Nähe?

Wyveres:

Ja, Shaara Horizons, sogar mit großem Landepad. Immerhin etwas.

Nadine:

Du kannst jetzt zwei Dinge tun, Schiffe aufbringen und ihre Fracht klauen oder Missionswaren an den Schwarzmarkt liefern. Bedenke aber das du dabei nicht gescannt werden darfst. Also Kühlkörper und Schleichpfad. Wie das geht muss ich dir ja jetzt nicht auch noch erklären, oder Schatz?

Wyveres:

Das sollte ich hin bekommen. Wenn ich den Zugang zum Dweller habe, werde ich mich, mit Jule zusammen, an den Evakuierungen beteiligen.

Die Angriffe der Thargoiden nahmen in den letzten Wochen stätig zu. Mehr und mehr Raumhäfen wurden angegriffen, sie wollten eindeutig irgendwo hin. Bisher hatte ich es vermeiden können mit diesen Dingern zu interagieren, sie waren gefährlich, und keins meiner Schiffe war für den Kampf gegen sie gerüstet. Und die Guardian Technologie zu bergen, würde auch noch eine Weile dauern. Nachdem ich damals an den Ruinen war, hatte ich kaum Zeit gehabt um mich darum zu kümmern, etwas Nützliches aus dem was ich gefunden hatte, zu machen. Ich hatte aber erfahren das man in den Ruinen Baupläne für Fighter, Antriebe und Waffen finden konnte. Nützliches Zeugs wenn man den Plante sich an diesem irrsinnigem Kampf zu beteiligen.

Nadine:

Du hast die Nachrichten also auch verfolgt. Es wird heftiger, mit jeder Woche die vergeht, kommen neue Häfen dazu, es ist beängstigend. Sogar hier spürt man die Anspannung, alle machen sich Sorgen, das die Dinger abdrehen und in den Imperialen Raum fliegen könnten.

Wyveres:

Wenn ich der Föderation bei den Evakuierungen Helfe, bringt mich das viel schneller weiter. Ansonsten würden Jule und ich, hier weiter mit Tötungsaufträgen belästigt werden. Und von den hab ich erst einmal die Nase voll. Gestrichen voll sogar.

Nadine:

Kommt ihr, bevor ihr aufbrecht, vorher noch nach Medupe City? Würde dich gern mal wieder neben mir haben.

Jule:

Klar doch!

Wyveres:

Werden wir. Immerhin wollte ich nicht mit der Krait los fliegen, die Dolphin wirds schon machen.

Nadine:

Gut dann sehen wir uns in ein paar Stunden, Tagen?

Wyveres:

Morgen, Jule und ich müssen hier nur noch diesen Schmuggel Unsinn absolvieren und dann verlassen wir das System, nachdem wir in Wyrn waren gehts dann nach Medupe City.

Nadine:

Meldet euch bevor ihr hier seid.

Wyveres:

Machen wir. Ansonsten grüß Kathrine von uns.

Nadine:

Hör mir bloß auf, die hat Stubenarest.

Wyveres:

Was passiert?

Nadine:

Sie hat einen Spline für Katzen von der Erde entwickelt und ging mir die letzten Tage, konstant auf die Nerve, Sie möchte unbedingt eine haben.

Wyveres:

Das rechtfertigt aber noch keinen Stubenarest.

Nadine:

Nein, aber ich hab ihr Hundert mal gesagt das dies nicht drin ist, doch Madam hatte ihren eigenen Kopf, und hat sich heimlich daran gemacht sich eine Designer Katze zusammenzustellen, die hier bis vor einer Stunden durch das Loft getobt ist.

Jule:

Süß, kann ich sie mal sehen?

Nadine:

Das Vieh ist weggesperrt, und ich hab genug zu Tun, also nein. Wir klären das wenn ihr hier seid. Bis dahin bleibt die Katze da wo sie gerade ist, im Tierheim.

Jule:

Aber, Mami, Tante, Nadine das ist Gemein, dass arme Tier.

Nadine:

Hat das gesamte Schlafzimmer markiert und das Sofa ruiniert. Das bleibt im Tierheim. Keine Diskussion.

Wyveres:

Eine Designer Katze? Und ja es bleibt erst einmal da. Wir klären das wenn wir beide in Medupe City angekommen sind.

Nadine:

Ok, ansonsten, ich muss ein Schlafzimmer entgiften, du kannst dir den Gestank gar nicht vorstellen.

Wyveres:

Doch, kann ich, ist ungefähr genau so angenehm wie Hunderte Tonnen Biomüll. Aber gut, wir halten dich nicht weiter auf. Lass dich nicht unterkriegen, und Nadine ich liebe dich.

Nadine:

Werd ich nicht, und Wyveres, ich vermisse dich. Hab euch beide Lieb. Und Jule das Mami, das üben wir noch.

Damit beendeten wir die Verbindung. Jule machte sich daran ihre Sachen zu packen, während ich alles vorbereitete um diesen Raumhafen, hinter uns zu lassen. Die restlichen Ränge würden wir nun mit Rettungsmissionen absolvieren, es war sicherer und auch angenehmer als weiterhin Tötungsmissionen zu erledigen.

Aber erst einmal wollte ich Dweller einen Besuch abstatten, also nahm ich ein paar Lieferaufträge an. Simple Waren die nicht weiter weh tun werden. Doch anstelle sie an ihrem Zielort abzuliefern, würde ich das erste mal seid Jahren die Lieferung einfach an einem Schwarzmarkt Händler verticken. Das währe dann das fünfte Mal und damit hätte ich dann Dwellers Bedingungen erfüllt. Es gibt Menschen in der Galaxie denen absolut nichts Heilig ist. Ich will nie einer von denen werden. Aber wenn man bestehen will im All muss man unweigerlich alle Möglichkeiten nutzen. Das bedeutet, man muss sich mit Dingen beschäftigen die einem nicht Liegen. Und das waren bei mir diese vom Club finanzierten Ingenieure. Nur eine von ihnen interessierte mich wirklich, Ryder, Liz Ryder. War sie wirklich eine der Ryders. Irgendwann würde ich das schon erfahren. Irgendwann wäre ich auch endlich dreifach Elite, Elite im Kampf, Elite im Handel und Elite im Erkunden. Den Erkunder Elite hatte ich schon. Also blieben nur noch die anderen beiden. Und Kampf stank mir am meisten.

Wir hatten alles in der Wohnung, was wir in der Zeit angehäuft hatten, in der wir beide hier waren, zusammengepackt und in der Krait verstaut. Während ich die Fracht in den T7 Laden Lies, die armen, Haushaltsgeräte und Klamotten, der Schwarzmarkt Händler in Shaara Horizions würde sich freuen, es ging mir nicht einmal um den Gewinn. Aber so würde ein Scann mir keine Schwierigkeiten bereiten. Die Wahre war nicht illegal, sondern würde nur nie dort ankommen wo sie hin sollte. Die siebzig tausend Credits Strafe nahm ich billigend in kauf. Immerhin wollte ich nochmal in der Gagarin Installation Andocken.

Jule:

Und du meinst das Funktioniert?

Wyveres:

Währe es dir lieber wir würden, einen Transporter abfangen, und den Tropf um seine Fracht bringen?

Jule:

Nein natürlich nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen das, es so einfach sein soll. Wir Laden die Waren hier ein, fliegen ohne Probleme zu bekommen, zum Schwarzmarkt im System, verkaufen das Zeug da, und uns passiert rein gar nichts.

Wyveres:

Genau das ist der Plan.

Jule:

Na dann, hoffe ich das du Recht behältst.

Wyveres:

Mach dir da mal keine Sorgen.

So starten wir den T7 und Flogen die wenigen tausend Lichtsekunden zur Shaara Horizions. Sie befand sich auf einer der Monde eines Gasriesen des Systems, ein Mond mit 0,61 Gravitation. es war ein ruhiger kurzer Flug.

Jule:

Paps, das mit der Katze, ich hab mir da ein paar Gedanken gemacht. Und finde wir sollte uns wirklich eine zulegen. So ne kleine Flauschige.

Wyveres:

Du nicht auch noch. Und wer von euch beiden kümmert sich dann um das Tier?

Jule:

Na Kathrine und ich.

Wyveres:

Sicher, so ein Tier bedeutet Verantwortung, es ist nicht nur damit getan, es zu füttern und ab und zu mal das Klo sauber zu machen. Sie wollen beschäftigt werden. So eine Katze hat ihre eigene Persönlichkeit, Du kannst dich nicht nur ein paar Tage um sie kümmern, und wenn es dann zuviel für euch wird, die Verantwortung einfach auf Nadine und mich abwälzen.

Jule:

Aber sie sind doch so süß. Und Überhaupt das wäre doch gar kein Problem, so können Kathrine und ich doch Verantwortung für ein anderes Leben lernen.

Wyveres:

Sie geht noch zu Schule in Medupe City, was du eigentlich hättest auch noch machen sollen. Ihr habt beide eure Pflichten und Aufgaben, du wirst von mir zur Pilotin ausgebildet. Was schon anstrengend genug ist. Wo wollt ihr da beide euch noch um eine Katze kümmern. Wollt ihr das Tier abwechselnd bei euch haben? Mal ne Woche sie, mal ne Woche du? Ein Tier, dass geht auf lange Sicht nicht gut.

Jule:

Dann halt zwei Katzen, eine für Kathrine und eine für mich.

Wyveres:

Wir reden weiter darüber wenn wir in Medupe City sind. Ob oder ob nicht. Und jetzt konzentriere dich lieber auf die Landung.

Ich stand hinter ihr, während Sie im Piloten Sitz, aus dem Orbital Cruise austrat und aus mehreren Millionen Kilometer die Sekunde, erst Zweitausend Fünfhundert und dann Zweihundert Kilometer die Stunde wurden. Der Außenposten kam stätig näher und wir merkten wie die halbe Erdschwerkraft anfing am T7 zu ziehen. Wir waren noch Sieben Kilometer Entfernt vom Landepunkt. Als die vollen 0,61 G einsetzten, Jule hohlte die Erlaubnis zum landen ein. Und uns wurde Pad Elf zugewiesen. Kein Scan, keine Patrouillenschiffe Unterwegs, also brauchten wir weder Schleichpfad noch Kühlkörper, wir konnten einfach so landen.

Sie landete den T7 zum ersten mal unter Schwerkraft, was man ihr deutlich ansah, das Schiff trudelte immer wieder hin und her, und Sie hatte Mühe die Nase auf Kurs zu halten.

Wyveres:

Du kommst zu Steil rein, deswegen Trudelt das Schiff, geh auf unter Dreißig Grad.

Jule:

Aber dann sehe ich doch nicht wo das Pad ist.

Wyveres:

Das Cockpit hat mehr als nur die Frontscheibe, Schau zu deinen Füssen, oder nutze die Sensoren. Wir sind nur noch Achthundert Meter vom Boden entfernt. Und du Willst bestimmt nicht daneben Landen oder gar mit der Nase die Oberfläche knutschen.

Jule:

In der Krait ist das Leichter. Da hat man bessere freiere Sicht. Ah da drüben ist das Pad. Also etwas Seitwärts steuern und dann sollten wir genau davor sein.

Wyveres:

Langsamen Schub, denk dran zuviel und wir fliegen dran vorbei!

Jule:

Vertis könnte mich doch Unterstützen.

Wyveres:

Du wirst schön selbst Landen. Apropos, du vergisst da gerade etwas.

Jule:

Die Landebeine … menno, ja verstanden.

Wir waren noch dreihundert Meter vom Boden entfernt und kamen Leicht seitlich auf das Pad drauf zu. Die im Tower riefen schon über Intercom nach uns, und fragten ob es dem Schiff gut ginge, Oder ob etwas mit dem Landecomputer nicht stimmt. Also griff ich zum Funk und Meldete mich bei ihnen.

Wyveres:

Alles in Ordnung, hier wird nur gerade eine Schwerkraft Landung geübt, keine Panik, wir lassen den Lack des Pads schon ganz.

Tower:

Ok, aber das könnten Sie auch auf dem Mondboden Üben. Und hier nicht über drei Weitere Pads steuern. Und sie so blockieren. Sie haben noch drei Minuten, dann entziehen wir ihnen die Landeerlaubnis wieder, und erlegen ihnen eine Strafe auf, wegen Rücksichtslosem Fliegen.

Wyveres:

Nun bleibt mal ganz geschmeidig. Wir sind doch schon über dem Pad.

Jule richtete den T7 gerade aus um zu landen, sie war wirklich über drei Pads seitwärts drüber geflogen, ohne darauf zu achten, ob nicht eventuell gerade ein anderes Schiff starten oder landen wollte. Immerhin ging es gut, außer das sie etwas schwitze und ihre Hände leicht verkrampften.

Wyveres:

Kein schub mehr. Mach den Rest rein über die Steuerdüsen, ganz langsam und Sanft, es sind nur noch vierzig Meter. Und du bist etwas zu weit Links.

Jule:

Ich hab schmerzen in der rechten Hand. Vom ständigen gegensteuern und Korrigieren. diese T7 ist wie ein Stein. Und alles Vibriert und Zittert. Wie soll man da Punktgenau Landen.

Wyveres:

In dem man sich auf das was wichtig ist Konzentriert, und nicht an Katzen denkt. Nur noch fünf Meter. Sieht gut aus, jetzt nur noch leicht einmal nach unten und wir sind gelandet.

Jule:

Ha, geschafft, na was sagst.

Wyveres:

Das ganze nur ohne die anderen Pads zu überfliegen, beim nächsten mal.

Jule:

Du könntest mich ruhig richtig Loben.

Wyveres:

Hast du Fein gemacht, und nun komm, wir müssen einen Schwarzmarkt Händler aufsuchen. Ohne dabei verhaftet zu werden.

Wir trotteten aus dem T7, Richtung Zentrale des Außenpostens, vorbei an den Dock Arbeitern. Die, die Fracht löschen wollten, was ich gekonnt mit ein paar Credits verhinderte, da wir ja noch keinen Abnehmer für die Waren hatten. Wir mussten uns zwar durch einige Bars quatschen und etwas suchen, aber fanden dann endlich nach einer Weile einen Abnehmer.

Schmuggler

Na schön, achtzig tausend Credits, mein letztes Angebot, immerhin sind das nicht die feinsten Waren und ihr seht auch nicht aus wie die üblichen Schmuggler. Von daher Nimm was ich dir gebe, denn du findest hier sonst niemanden der dir dein Zeug … Abnimmt.

Er starrte die gesamte Zeit zu Jule rüber, und leckte sich immer und immer wieder mit der Zunge über die Lippen.

Wyveres:

Na gut, abgemacht. Meine gesamte Fracht, gegen achtzig tausend Credits, und deinen Daumen auf diesem Pad.

Schmuggler

Aber verhandeln kannst du, schön das du Einsichtig bist. Aber Schade das du nur diesen Schrott anzubieten hast. Willst du nicht vielleicht noch über andere Dinge mit mir Verhandeln. Ich wüsste da schon etwas das mir mehrere Millionen Credits Wert wäre.

Wyveres:

Es gibt nichts weiter zu verhandeln. Deine Wahre wartet in Hangar Elf. Mehr haben wir nicht miteinander zu tun.

Jule Zuckte fast augenblicklich vom Tisch weg und schubste mich dabei leicht.

Jule:

Finger weg du SCHWANZLOSES ARSCHLOCH …

Schmuggler

Ho entschuldige, dass war ein Verstehen, manchmal wissen meine Hände einfach nicht was sich gehört. Verzeih aber deine Haut … sie ist … aber … Na gut wir haben einen Deal. Geht löscht eure Fracht, ein Mittelsmann von mir wird euch im Hangar Elf, erwarten.

Er war wirklich ein zwielichtiger und ziemlich merkwürdiger Typ, aber immerhin konnte ich so meine fünfte Bestätigung an Dweller übermitteln. Nur das Grinsen des Typen, als wir gingen, gefiel mir nicht, er hatte etwas sehr hinterhältiges an sich.

Am T7 angekommen wusste ich warum er so hinterhältig gegrinst hatte, eine ganze Bande von Piraten umlagerten den Transporter, und von der Dock Crew war weit und breit nichts zu sehen, auch fehlte jede Spur von Sicherheitspersonal. Man wollte uns also in einen Hinterhalt locken. Am Transporter standen fünf Männer, hoch gebaut und alle waren sie bewaffnet, zwischen ihnen schob sich der Schmuggler durch.

Schmuggler

Ich hab mir nochmal Gedanken bezüglich des Deals gemacht. Ein fairer Preis sieht völlig anders aus, ich glaube du hast mich über den Tisch gezogen, würde ich sagen. Also du gibst mir deine Fracht, deine kleine, und das was du an Credits bei dir hast, und du darfst weiter Leben.

Er grinste schmierig und blieb zwischen seinen Männern stehen, ich hatte schon früher mit solchem Abschaum zu tun. Und es gab gute Gründe warum ich Vertis überall mit hin nahm, einen Vorteil, denn die Bande nicht hatte. Mein Schiff konnte von selbst Agieren. Ich musste sie nur vor den T7 bekommen. dann wäre Vertis in der Lage sie auszuschalten, so waren die Laser recht Nutzlos.

Wyveres:

Und wenn ich nicht Zahle, was dann?

Schmuggler

Dann nehme ich deine Kleine mit Gewallt und nehme mir dein Schiff, Transporter kann man ja immer gebrauchen. Und die süße, sie würde eine gute exotische Tänzerin abgeben. Wenn nicht, als Fleischstück für meine Männer taugt Sie allemal.

Jule:

Ich werde dir gleich du, ich reiß dir höhstens deine Schrumpelhoden ab!

Schmuggler

Seht mal Jungs, die kleine Titten Maus hat ja richtig feuer im Hintern.

Jule:

Komm doch her, und sie selbst Wie viel FEUER ich habe …

Wyveres:

Beruhig dich, lass dich nicht provozieren.

Schmuggler

Ja hör auf dein Stecher … lass dich nicht PROVOZIEREN.

Wyveres:

Genug davon, du willst bestimmt nicht nochmal über den Preis verhandeln. Vor allem nicht hier in der nähe der Tür, denn wir könnten ja fliehen.

Schmuggler

Was für ein schlaues Kerlchen du doch bist. Jungs, begleitet sie vor das Schiff. da können sie nicht entkommen, und wir können in Ruhe die Bedingungen neu verhandeln, und nehmt ihnen ihre Waffen ab!

Jule schaute mich nervös an, und wollte schon nach ihrem Blaster greifen, aber ich schüttelte nur kurz mit dem Kopf, packte sie an der Schulter und ging mit erhobenen Händen zur Frontseite des T7. Genau da wo ich sie haben wollte, die Schmuggler folgten uns anstandslos. Sie kamen unter der Frontscheibe zum stehen, genau zwischen den Unteren Lasern. Die schon die ganze Zeit in Wartestellung standen. Jule und ich gingen immer weiter, Schritt für Schritt, langsam Rückwärts, bis wir fast an der Hangar Wand waren. So das wir genug Abstand zwischen uns und den Laserwaffen hatten, und so nicht unmittelbar in Gefahr waren.

Wyveres:

Und du willst dir das was du da vorhast, nicht vielleicht nochmal überlegen? Die Fracht reicht doch aus. Halt dich an den Deal.

Schmuggler

Die Deals auf dieser Station mache ich, und niemand sonst. Und wenn du nicht gleich deine gesamten Credits an mich Abtritts, brenne ich dir ein Loch in deine Brust. Denn ich verliere langsam die Geduld mit euch.

Langsam kam Leben in die Laser, die automatische Zielvorrichtung erfasste seine Handlanger. Vertis war also bereit, sie wartet wohl nur auf ein Stichwort von mir. Und würde diese Idioten dann auf der Stelle vaporisieren.

Wyveres:

Ich geb dir eine letzte Chance, vergiss was du hier vorhast, dreh um und geh. Sonst endet dein Leben und das deiner Handlanger.

Schmuggler

Was willst du machen, mich tot quatschen? Wir haben eure Waffen, wir haben eurer Schiff, ihr steht da mit dem Rücken zur Wand. Und seit meiner Gnade ausgeliefert. Also du hast noch Zehn Sekunden, dann werde ich Paul hier, befehlen dir erst zwischen die Beine zu schießen, Und dann wird er vor deinen Augen, deine Kleine Gespielin da, schon mal ordentlich einreiten. Wie findest du das? Also Rück endlich deine Credits rüber.

Er grinste und sabberte leicht als er Jule anstarrte bei seine Worten. Während ich Jule mit einem Arm an mich drückte. Gab ich Verits das Signal.

Schmuggler

Obwohl, wenn ich mir deine Süße so ansehe, ich glaube die Reit ich lieber selbst gleich, genau vor deinen Augen, ein. Die wird ordentlich Credits einbringen. Also schön deine Zeit ist …

Er stockte in seinem Satz, denn um ihn herum Flammten Infernale Feuersäulen auf und ein Ohrenbetäubender Lärm erklang. Dann wurde es Still und keiner seiner Männer war noch da wo sie eben noch gestanden hatten, statt dessen verbreitetet sich ein süßlicher Geruch nach leicht verbrannter und gebratenem Fleisch im Hangar. Während sich die Laser nun auf ihn ausrichteten. Er machte Augenblicklich unter sich, und fing auf der Stelle an zu wimmern.

Wyveres:

Es scheint mir als wärst du ohne deine Männer nicht mehr all zu stark. Noch irgendwelche letzten Worte?

Schmuggler

Ihr, wie … das … dafür bezahlt ihr … ihr wisst nicht mit wem ihr euch da angelegt habt. Ich bin ein Mächtiger …

Er beendete den Satz nicht mehr, statt dessen schossen Flammen aus seinem Rachen und Augen. Und er zerging vor uns, zu Asche.

Jule:

Mir ist schlecht, ich brauch frische Sachen, dieser Geruch, woher wusstest du das …

Wyveres:

Tochter, schön tief Durchatmen, du vergisst das Vertis mit uns Verbunden ist. Sie war die ganze Zeit aktiv, Ich hatte sie vorsorglich an gelassen. Und stand die ganze Zeit in Kontakt mit ihr.

Jule:

Du hättest ruhig was sagen können. Und können wir woanders hin, hier ist mir zuviel Tod in der Luft. Das stinkt bestialisch.

Wyveres:

Wir sollten abheben, die Fracht lassen wir hier, Bezahlt sind wir ja, also werfen wir das Zeug einfach in den Hangar und fliegen dann los.

Jule:

Wird es keinen Ärger wegen dem hier geben?

Wyveres:

Das soll nicht unser Problem sein, der Typ wird wohl die gesamte Dock Crew geschmiert haben. Und von denen wird wohl keiner der Ratte eine Träne nachweinen.

Jule:

Manchmal glaube ich, wir haben mehr Glück als Verstand.

Wir öffneten die Ladeluke und beförderten die Fracht einfach in den Hangar, während der gesamten Zeit, wurden wir nicht einmal behelligt. Es gingen nicht einmal Warnlampen an, er hatte wohl tatsächlich alle Sicherheitsmaßnahmen abschalten lassen. Und diejenigen die uns eventuell beobachteten, Unternahmen nicht das geringste. Wir bekamen sogar ohne Probleme Starterlaubnis.

Langsam schob sich das Pad an die Oberfläche, wobei einige der Container umfielen. Als wir endlich die Oberfläche erreicht hatten, Stoben die Steuerdüsen, das was von ihm und seinen Männern übrig war, in alle Himmelsrichtungen, die Geringe Schwerkraft lies die verkohlten Überreste von ihm, wie ein gespenstisches Abbild durch den Luftleeren Raum tanzen. Es hatte etwas Makaberes dies mit anzusehen. Waren wir doch tatsächlich, wieder davon gekommen. Jule hatte irgendwie recht mit dem was sie gesagt hatte, manchmal haben wir einfach mehr Glück als Verstand. Aber ich würde ihr garantiert nicht erzählen, dass ich von Anfang an damit gerechnet hatte, das wir eventuell ausgeraubt werden könnten. Nachdem wir die Bars durchforsten mussten, hatte ich eher angenommen das einer von denen, die unser Angebot abgelehnt hatten, uns dann im Hangar einen Besuch abstatte. Aber das ausgerechnet die Person mit der wir den Deal besiegelt hatten, uns betrügen wollte, dass kam für mich dann doch etwas unerwartet. Aber Ehre unter Piraten, war sowieso nur ein blödes romantisches Wort, das es in alten Filmen von der Erde gab. Immerhin hatte die Milchstraße nun einen Halsabschneider weniger um den sie sich sorgen musste.

Wir flogen, ohne weitere Probleme zu bekommen, mit dem Transporter zurück zur Gagarin Installation. Wo wir augenblicklich in die Krait umstiegen, und mit ihr zum Dweller flogen, endlich aufgerüstete Laserwaffen.

Jule:

Paps, eine Frage!

Wyveres:

Ich bin ganz Ohr.

Jule:

Was machst du wenn ich mal Piratin werde?

Wyveres:

Dir den Hosenboden Versohlen bis du alt und grau geworden bist.

Jule:

Und Kampf Pilotin?

Wyveres:

Mir unbeschreibliche Sorgen, dass ich irgendwann einmal eine Nachricht erhalte in der mir dein Tod mitgeteilt wird.

Jule:

Warum willst du dann das ich Pilotin werde?

Wyveres:

Möchtest du lieber Hausfrau und Mutter werden?

Jule:

Nein, dass Fliegen liegt mir wohl im Blut, obwohl Mutter sein, aber dafür hab ich noch JEDE MENGE ZEIT, um mir um das Kinder bekommen Gedanken zu machen. Aber diese ständigen Unwegsamkeiten, wie hältst du das aus?

Wyveres:

Vorbereitet sein, das A und O beim fliegen, niemals ohne einen Plan B unterwegs sein. Immer das schlimmste erwarten. Und das wichtigste, wenn platz im Schiff ist, den Größten Treibstoffsammler dabei haben, der rein passt. Ansonsten, Stoff von der Erde.

Jule:

Stoff?

Wyveres:

In der Kabine, zwei Bier, eins für mich, eins für dich. Zum Dweller sind es nur ein wenig mehr als Hundert Lichtjahre. Die Zeit reicht gerade mal für ein Bier.

Jule:

Meinst du nicht, dass du in letzter Zeit etwas zuviel Trinkst?

Wyveres:

Du wolltest Wissen wie ich das alles aushalte, nun weißt du es, also ein Bier bitte.

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Sol Permission

Dann hast du endlich das was du willst und stehst trotzdem da und weißt nicht weiter.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 12.02.3305

Hundert Prozent Fähnrich, somit ist der Maat in greifbare Nähe gerückt. Eine Mission noch, für diese Arschgeigen, dann wäre Jules und mein Leidensweg erst einmal beendet. Wenn da nicht diese unsägliche Gewissheit wäre, dass es nicht ausreichen wird. Also sagten wir uns, nach den letzten Tagen, die so ungemein anstrengenden für uns beide waren, gönnen wir uns dann doch erst einmal eine Auszeit. Wir blieben also, die letzten paar Tage, in der Wohnung und faulenzten. Stopften uns mit Unmengen an ungesundem Zeugs voll und schauten währenddessen extrem viele dieser Animes, die Jule so faszinierend fand. Spielten ein paar Uralte Spiele von der Erde und taten ansonsten absolut gar nichts. So entstanden, zwischen all dem Müll, den wir in der Zeit produzierten, zwei verwahrloste Menschen, die sich nur in Unterwäsche ab und zu ins Bad rollten. Aus meinen Stoppeln wollte schon ein richtiger Bart werden, während Jule langsam aber sicher, sich meinem Körpergeruch annäherte. Man konnte also sagen, wir ließen so richtig die Seelen baumeln und die Sau raus.

Jule:

Boar mir reicht es, genug ist genug, dieser Gestank, du solltest endlich Baden gehen!

Wyveres:

Sollte ich, sollte ich, aber Tochter, du auch! Nur leider Klebe ich irgendwie, aus irgendeinem Grund, an dem Sofa fest, von daher, Ich bleibe liegen. Mach du was du willst.

Jule:

Na schön, dann gehen wir halt beide Baden, du Neandertaler! Reicht langsam mit dem nichts tun, nicht das „Mami“ uns am Ende doch noch Köpft, weil wir hier nichts zu Stande bringen, und das seit Tagen übrigens. Und Sie muss dann am Ende, doch erst Hoch Schwanger, ohne uns im Sol System. Also Beweg dich Paps! Los Hopp!

Wyveres:

„Mami“? Beide? Zusammen? Sicher?

Jule:

Ja so langsam Gefällt mir das „Mami“, ja wir beide, und ja zusammen, sehr sicher … los … ins BAD du Schleimding!

Wyveres:

Na ob die Dusche das aushält.

Dank Jules kräftigem Nachtretens, schoben wir beide uns dann gemeinsam ins Bad. Währenddessen sich der Haushaltsroboter darum kümmerte, aus dem Saustall, wieder eine Wohnung zu machen.

Wyveres:

Du Tochter, wir Müffeln beide echt wie Iltise … hast recht, wird Zeit das wir den Geruch wieder los werden.

Jule:

Was bitte ist ein Iltis? Und wag es ja nicht deine Shorts auszuziehen! Wir gehen so wie wir sind da rein!

Wyveres:

Ich dachte wir sollen Sauber werden, nicht unsere Klamotten waschen.

Jule:

Du bist echt Unmöglich. Setz dich, Zeit zum Rücken schrubben!

Wyveres:

Na gut, dann los, wir haben diese Mission lange genug vor uns hergeschoben, Gib mir die Seife, bitte.

Ich nahm mir einen Hocker und schob ihn genau unter den Duschkopf, während das Wasser die gröbsten Reste von, Pizza, Chips und anderen Fettigen Sachen von mir Spülte, nahm Jule Schwamm und Seife und Schrubbte mir den Rücken.

Jule:

Wir sehen echt schlimm aus. Und meine Haare erst, dass wird Stunden dauern die wieder in Ordnung zu bringen.

Wyveres:

Da habe Ich doch glatt eine bessere Idee, wir duschen hier nur Fix, so das wir nicht mehr ganz so schlimm aussehen, und gehen dann eine Runde Wellness genießen.

Jule:

Mit allem drum und dran?

Wyveres:

Mit allem drum und dran ja, Dampfbad, Haarpflege, einfach alles, inklusive Massagen und und und. warum sollten wir uns hier quälen, wenn wir das auch in angenehm haben können.

Jule:

Einverstanden.

Wir Duschten, ich schrubbte dann noch das gröbste von Jules Körper. Und dann machten wir uns auf, in eine der großen Luxus Wellness Anlagen der Station. Es war zwar Schweine Teuer, aber wir hatten unseren Spaß, den ganzen Tag, liefen Jule und ich nur im Handtuch durch die Anlage, vom Schlammbad, bis zur Nagelkur, von den Massagen, die Jule erst als etwas Unangenehm Empfand, sich aber dann doch, sage und schreibe, ganze zwei Stunden Massieren lies. Sie kam leicht errötet und sehr zufrieden aussehend aus der Massage, und sprach absolut kein Wort darüber. Ich konnte mir sehr genau Denken das Sie dadrin auf ihre Kosten gekommen war. Aber ich wollte mir das gar nicht erst, so genau vor Augen führen. Der Pool und die Erholungsmöglichkeiten waren, um mir Sorgen um sie zu machen, einfach zu verlockend für mich.

Nachdem wir das gröbste hinter uns hatten, Haare, Körperpflege und Maniküre, ging es erst einmal in die Schlammbäder, während wir beide nebeneinander in den Schlamm Wannen sassen und von sanften Klängen umspielt wurden. Jeder von uns mit warmen Handtüchern auf den Augen, während wir wiedereinmal massiert wurden, von Weichen Frauen Händen. Besprachen wir dann nebenbei den Auftrag, der vor uns lag. Wieder war es eine Tötungsauftrag, sechs Schiffe des Xibe Gold Clans. Ich wollte vorher unbedingt nach Khun, Schilde und Schubdüsen verbessern lassen. Und ein wenig den FSD aufbohren. Und mich dort schlau darüber machen wo ich Verbesserungen für die Laser bekommen würde.

Wyveres:

Wir fliegen, mit der Krait, Morgen nach Kuhn.

Jule:

Aber die Mission ist doch in Xibe, was wollen wir in Kuhn?

Wyveres:

Dort lebt einer der Ingenieure, zu denen ich Zugang habe. Wir sollten genug Material angesammelt haben um einiges Verbessern zu lassen. Zumindest Schilde und Antrieb, aber allen voran sollten wir die Schilde verstärken.

Jule:

Ok, aber für Heute ist nichts weiter Geplant außer weiter unsere Seelen baumeln zu lassen, denn dann werde ich nachher noch an die Bar, die Cocktails dort sind sagenhaft. Und erst der ähm … äh also was wirst du machen?

Wyveres:

Pool, dort wartet eine Liege auf mich, und die schöne Aussicht genießen. Ansonsten, bevor du Protestierst, an Nadine denken und nachher noch mit ihr Reden und sehr viel Entspannen, zumindest für den restlichen Abend.

Jule:

Ok, also kann ich machen was ich will?

Wyveres:

Fast, denk dran, Morgen geht es dann wieder raus ins All. Also sei Pünktlich an der Krait.

Jule:

Aus dir wird ja doch noch ein richtig guter Paps.

Wyveres:

Ähm, ich kann dich auch in die Wohnung sperren, wenn dir das lieber ist.

Jule:

Ähm, nein nein, ich bin brav, schon gut. Wir sehen uns an der Krait. Hab dich lieb Paps.

Wyveres:

Na dann, mach nur keinen Unfug.

Jule:

Werde ich schon nicht.

Damit hob sie sich aus der Wanne, stiefelte Schlamm bepackt, zu mir rüber, gab mir ein Kuss auf die Wange und verschwand dann. Um sich den Schlamm von ihrem Nacken Körper zu spülen. Und wie ich wohl richtig vermutete, um mit einem der Jungs an der Bar zu Flirten. Derweil blieb Ich noch ungefähr eine Stunde in der wohlig warmen Umgebung der Wanne. Und hing meinen Gedanken nach, bevor ich mich mit einem Bier bewaffnet auf eine der Liegen am Pool setzte und Nadine Kontaktierte.

Nadine:

Ah, der Herr meldet sich mal wieder, wie ist die Lage bei euch?

Wyveres:

Wir, als uns geht es gut, wir haben gerade eine Auszeit vom rumfliegen genommen. Die letzten zwei, drei Tage nach ausgiebiger Erholung und Ruhe gesucht. Morgen geht es wieder ins All. Ich habe nun die Mission, die mir die Sol Permission einbringt, vor mir. Das sollte, in ein vielleicht zwei Tagen, zu schaffen sein. Leider ist es wie zu erwarten war, wieder ein Such und Vernichtungsauftrag. So langsam Schmeckt mir die Föderation gewaltig. Predigen Frieden und Wohlstand, und doch Kämpfen sie noch schlimmer gegeneinander, als die Fraktionen im Imperium.

Nadine:

Verstehe, aber seh ich das richtig, du liegst an einem Pool? … Und wo ist Jule?

Wyveres:

Die amüsiert sich wahrscheinlich an der Bar, ich sagte ja wir Entspannen, es war bitter Nötig, die ganze Zeit sind wir nur anderen Schiffen hinterher geflogen, ein Tötungsauftrag nach dem Anderen, das zerrt einfach an der Substanz. Wenn wir hier Fertig sind, was hälst du von einem Kurzurlaub für uns vier? Irgendwo auf einer Farmwelt, mit Strand, Sonne und von vorn bis hinten bedient zu werden?

Nadine:

Meine Bikini Figur ist aber nicht mehr die selbe wie Früher … aber ja würde mir gefallen. Ansonsten, der kleine fängt an zu treten, sieh hier, mein Bauch. Es ist echt schwer, vor allem die Nächte, ich kann nur noch auf dem Rücken liegen, Seitlich geht schon nicht mehr, ich habe Schmerzen im Rücken. Zum Glück hat sich Kathrine zusammengenommen und hilft mir hier bei allem was ich mache. Manchmal ist das echt schwer Sie zu bremsen.

Wyveres:

Und ich hock hier und kann nicht helfen, du wusstest worauf du dich einlässt, Du weißt mit der Sol Permission ist es nicht getan, ich kann deinem Vater nicht als Maat entgegentreten, er würde kaum Respekt für mich erübrigen können. Also werden Jule und ich hier noch eine kleine Weile bleiben müssen, bis ich die Corvette mein eigen nennen kann. Ich versuche das so schnell, wie Menschen möglich, zu erreichen. Aber Konteradmiral liegt noch ein paar Ränge vor mir, neun um genau zu sein. Aber du brauchst nur bescheid sagen, dann kommen Jule und ich nach Medupe City.

Sie lächelte leicht, und man konnte Kathrine im Hintergrund sehen, die gerade mit einem der Haushaltsroboter schimpfte. Anscheint hatte auch sie Probleme damit das die Teile hin und wieder Klamotten als Biomüll Klassifizierten.

Nadine:

Schon gut, konzentriere dich auf die Aufgabe, die vor dir liegt. Sollte ich dich hier wirklich brauchen so werde ich dich schon Kontaktieren, ansonsten Kathrine vermisst Jule und dich. Und ich weiß das es meine Entscheidung war, also ich kann damit umgehen.

Wyveres:

Wir sind hier auf jeden Fall, vor Jules sechzehnten Geburtstag fertig.

Nadine:

Knapp einen Monat, na gut, hoffentlich Verrechnest du dich nicht. Aber ich hab hier noch zu tun, Kathrine will Mittag, und ich brauch ne Mütze voll Schlaf. Also Wyveres, keinen Unfug, und ich liebe dich.

Wyveres:

Ich liebe dich auch, und ja ich bin brav. Mach dir nicht zuviel Stress.

Sie lächelte und beendete dann die Verbindung. Ich legte das Pad bei Seite und genoss die Aussicht die sich mir am Pool bot. Es waren schöne Stunden, hier und da hörte ich den anderen Gästen bei ihren Gesprächen zu. Zwei mal tauchte Jule, dann doch noch bei mir auf, erzählte mir von irgendwelchen Teenie Dingen und verschwand dann wieder, nur um dann erneut mit einem Jungen am Pool aufzutauchen, der sichtlich Fasziniert von ihr war. Am liebsten währe ich ja aufgestanden, aber ich hatte mir geschworen, mich in ihre privaten Sachen, nicht mehr einzumischen. Und so beobachtete ich einfach nur aus der Ferne, wie meine Tochter sich im Wasser amüsierte, lachte und dem Jungen schöne Augen machte. Jederzeit bereit einzugreifen, wenn er auch nur den kleinsten Fehler begann, ich hatte wahrlich ein Adlerauge auf die beiden geworfen. Das Implantat war hervorragend geeignet um sie, auch aus der Ferne, genauestens zu beobachten. Mir blieben weder Herzschlag, noch Wärmesignaturen Verborgen und Danke einige anderen technischen Spielereien, unter anderem Dank der Naniten, konnten sie sich, vor mir, nicht eine Minute verstecken. Zu seinem Glück, und meinem Unglück, benahm er sich.

Also konnte ich mich etwas entspannter Zurücklehnen und die beiden weiterhin in ruhe beobachten. Das ich mich endlich auf Jule verlassen konnte, war schon sehr beruhigend, es schmeichelte mir sogar. Aber er schien doch etwas Älter zu sein als sie und somit beendete ich meine Entspannung damit, dass ich nochmal in den Pool sprang ein paar Bahnen zog, die mich dann zufälligerweise in die Nähe der beiden brachte. Was ich gekonnt ausnutzte um neben den beiden, nachdem ich eine längere Strecke getaucht war, aufzutauchen.

Wyveres:

Hallo Tochter, Hallo Junger Mann, Jule ich wollte dir nur bescheid geben, ich gehe jetzt die Krait vorbereiten. Mach hier nicht mehr so lang.

Jule:

Paps! Du und dein Timing, ich könnte dich … Joschua, mein Vater Wyveres. Paps, Joschua.

Wyveres:

Angenehm, aber wie gesagt, ich geh zur Krait, bleibt Anständig, ihr „beide“.

Ich betonte das Beide sehr deutlich, und schaute dabei Joschua unentwegt in die Augen. Es hatte schon etwas für sich, ein vom Kampf gezeichnetes Gesicht und Körper zu haben, und nicht auszusehen wie so ein Beamter, dem man mehr als deutlich ansah, das er nie ein Fitness Training hatte. Joschua war sichtlich verunsichert.

Joschua:

Ähm, Hallo … schön äh … Sie kennen zulernen, Jule ist … also … wir …

Wyveres:

Gott, was wird das, eine Entschuldigung? Wofür, Junge ich mach mir da Überhaupt keine Sorgen, aber der letzte der Sie „unsanft“ Behandelt hat, lag danach mit gebrochenem Kiefer im Krankenhaus. Und der hat ihr, nur „mal Kurz“, an den Hintern gepackt. Und das mit dem Kiefer, das war nicht ich.

Mein Grinsen war breiter als sonst, denn er schluckte nun etwas schwer.

Jule:

Paps, „du“ wolltest gehen …

Wyveres:

Stimmt, wollte ich. Na dann habt „Spaß“. Und Jule, in Sechs Stunden wollen wir los, Vergiss das nicht, die Piraten in Xibe vernichten sich kaum selbst.

Damit tauchte ich wieder ab und lies die beiden wieder alleine. Ich hatte dem Jungen einen gewaltigen Schrecken eingejagt, denn er nahm, noch während des Gespräches, augenblicklich etwas Abstand von ihr und seine Hände, waren auch nicht mehr an ihrem Hintern. Ziel erreicht konnte man sagen. Ob von Dauer war nicht mehr wichtig, sie wusste was sie tat, also kletterte ich aus dem Pool, was mir promt die Bewunderung einiger anwesenden Damen einbrachte, so ein Kybernetisches Auge, hatte schon verdammt viele Vorteile. Wenn man genau erkannte wann sich der Herzschlag erhöht und die Körpertemperatur ansteigt. Aber es war mir ziemlich egal, denn ich hatte nur meine Nadine im Kopf. Was sollte ich da, mit irgendwelchen Damen flirten, nur weil sie beim Anblick meines Körpers in Wallung geraten. Ich blickte nochmal zu Jule und Joschua, der nun, mit etwas Abstand zu ihr, verlegen nochmal zu mir herüber schaute. Während Jule, leicht erbost, vor ihm stand und ihn voll textete.

Eine knappe Stunde später war ich an der Krait und bereitete alles Nötige vor. Checklisten durchgehen, Laser Funktionen Testen, Schubdüsen reinigen und Interne Systeme in Ordnung bringen. Vertis hatte ich, während die Krait im Dock lag, abgeschalten. Und so war sie noch leicht Irritiert als ich dann ihre Systeme, aus dem Winterschlaf holte.

Vertis:

Oh, nur knapp eine Woche, es wird ja langsam.

Wyveres:

Warum hab ich es eigentlich immer nur mit Meckernden und Nörgelnden Damen zu tun. Du lagst im Raumdock, sollte ich dich hier etwa Aktiviert lassen? Du hättest dich bestimmt gelangweilt.

Vertis:

Schon gut. Also die System arbeiten bei Optimaler Auslastung. Alles scheint soweit bereit für den Start. Wann geht es los?

Wyveres:

In Zwei Stunden, wir müssen noch die Kraftwerks Kontrollen überprüfen. Berechne schon einmal einen Kurs nach Kuhn, das Schiff wird weiter aufgerüstet, stell dich schon mal drauf ein, dass ein Haufen Idioten, am Schiff Verbesserungen vornehmen werden.

Vertis:

Also werden wir erneut Kämpfen?

Wyveres:

So siehst aus, sonst wären wir ja jetzt im Frachter.

Damit begannen wir mit den letzten Vorbereitungen. Während Weit und Breit keine Spur von Jule auszumachen war. Erst zwanzig Minuten vor dem geplanten Start tauchte sie, zufriedend Grinsend in der Bucht auf. Sie hatte ihren Anzug und eine mir Völlig unbekannte Jacke an. Na Immerhin lief sie nicht, in Bermuda Shorts und offenem Hemd rum.

Wyveres:

Ich nehme an, die Jacke ist ein „Geschenk“ von diesem Joschua?

Jule:

Ja, und Paps, du bist Unmöglich, Unmöglich, Unmöglich! Du hast uns beobachtet, gib es zu!

Ich tippte auf mein Auge.

Wyveres:

Dieses Teil hier, sieht alles, Ich kann gerade sehen wie hoch dein Herzschlag, wie dein Momentaner Physischer Zustand ist und welche äußeren Verletzungen du hast. Und das durch deine Klamotten durch, wenn ich das denn Will.

Jule:

Du kannst WAS!

Wyveres:

Komm runter, bevor du dich künstlich aufregst, es ist und bleibt deine Sache, mit wem du was anstellst. Aber du solltest, die Biss Spuren behandeln. Menschlicher Speichel ist und bleibt gefährlich, und Entzündungen sind garantiert.

Jule:

Ich knall dir gleich eine, du … aber schön, oller Perversling, ich bin in der Kabine, UND BEHANDLE MEINE BISS SPUREN … DU NEANDERTALER!

Sie Stapfte aus dem Cockpit.

Wyveres:

Vergiss die Knutschflecke an deinem Hals nicht!

Es hallte durchs ganze Schiff.

Jule:

DU BIST UNMÖGLICH …

Und so begaben wir uns nach Kuhn, fünf Sprünge, keine vierzig Minuten später, landeten wir auf dem Planetaren Außenposten, Jule hatte die Kontrolle über die Krait, es war eine gute Übung für sie, bei mehr als einem G zu landen. Es erforderte äußerste Konzentration, zuviel Schub auf eine der Düsen und die Anziehung riss einen augenblicklich nach unten, oder die Krait geriet ins straucheln, die Nase zu weit nach unten und man beschleunigte mehr als man eigentlich wollte. Sie brauchte fast Sechs Minuten für die letzten dreihundert Meter bis zum Pad. Aber wir setzten Punktgenau auf.

Jule:

Scheiße das war Hart, aber ich war hundert mal besser als du!

Wyveres:

Wir reden da nochmal drüber wenn wir auf einem Planeten landen der mehr als 2G Schwerkraft hat.

Die Bestellungen waren schnell erledigt, und die Umrüstungen dauerten nur einen halben Tag. In der Zeit konnte ich zumindest einige Namen in Erfahrung bringen. Einer war für mich besonders Interessant, „The Dweller“ spezialisiert auf Laserwaffen. Nicht weit von hier, nur knapp einhundert und zehn Lichtjahre, in Wyrd. Nur seine Anforderungen gefielen mir nicht, Schwarzmarkt Handel. Es war gefährlich, aber darum würde ich mich nach der Mission kümmern.

Erst einmal ging es Zurück ins Xibe System. Dort angekommen, begannen wir mit dem üblichen Spiel, aus Daten Scannen und warten. Sechs Schiffe finden und aufbringen, Tötungsbefehlsscanner ausrichten und warten was die Daten sagten. Das erste Schiff hatten wir schnell gefunden. Eine Vulture, wir fingen sie ab, Scannten sie und eröffneten noch im selben Augenblick das Feuer. Der Pilot konnte gar nicht so schnell Reagieren, seine Schilde waren in Sekunden dahin, sein Schiff schwer beschädigt, er gab nach sage und schreibe zwei Minuten auf. Den Rest überließen wir den Systembehörden.

Schiff Nummer zwei war eine Cobra, die Pilotin Kämpfte bis zum bitteren Schluss. Und so fand sie ihr eisiges Grab in der Leere des Alls. Unsere Schilde hielten, die Verbesserungen waren wirklich hervorragend, die verbesserte Hitzeverteilung, sorgte gleichzeitig für mehr Energie für die Laser, die nun auch nicht mehr so oft Überlasteten, es wurde fast zu einem Kinderspiel.

Die Dritte, die wir aufbrachten, war schon ein anderes Kaliber, ihre Schilde waren sichtlich stärker als die der letzten beiden, und die Pilotin lieferte uns einen äußerst fordernden Kampf, Nicht nur dank ihrer Raketen, auch konnte sie unseren Manövern ordentlich Paroli bieten. Der Kampf ging nun schon fast eine Stunde, und weder sie, noch wir, hatten Bisher kaum bis gar keinen Schaden genommen. Also blieb mir nichts anderes Übrig, ich rief die System Einheiten, denn dies hier, ging für meinen Geschmack, schon viel zu lang. Und sie kamen nach ungefähr sieben Minuten, zwei Pythons und eine Cobra. Damit stand es dann vier zu eins. Sie Fluchte über Com, wollte nicht aufgeben. Aber ihre Schilde brachen unter der Last des Dauerfeuers dann doch endlich zusammen. Dann unternahm sie einen letzten verzweifelten Akt der mich völlig überraschte. Wir waren vielleicht vierhundert Meter von ihr entfernt, als sie plötzlich vollen Schub gab.

Jule:

Scheiße, was macht die da … PAPS pass auf, sie will uns … !

Ich konnte die Krait gerade so noch leicht nach Unten lenken, so dass sie nicht mehr direkt auf das Cockpit zu steuert. Aber sie rammte uns trotzdem, schliff über die gesamte obere Seite der Krait. Und richtete einen beträchtlichen Schaden am Schiff an.

Um uns herum schrien Warnlampen und Vertis geriet fast in Panik, aber die Krait hielt. Die verbesserte Rumpf Panzerung fing das meiste, des Aufprall Schadens, ab. Nicht so bei der Maschine der Pilotin, ihr Schiff verging keine zweihundert Meter über uns in einem Feuerball. Sie selbst trudelte wenige Sekunden später in einer Rettungskapsel an uns vorbei. Und wurde augenblicklich von den System Schiffen aufgesammelt.

Nachdem der erste Staub sich gelegt hatte, meldete Vertis sich wieder.

Vertis:

Hülle bei 50%, marginaler Schaden an den Internen Systemen, wir sollten einen Raumhafen anfliegen. Es wäre Leichtsinnig von euch beiden, so weiter zu Kämpfen. Zumal einer der Laser schwer beschädigt wurde.

Wir folgten ihrer Anweisung und flogen, nachdem wir noch brauchbares Material aus dem eben geplatzten Schiff geborgen hatten, zum nächstgelegenen Raumhafen im System. Dort angekommen, bot uns die Krait einen sehr erbärmlichen Anblick, fast die gesamte obere Hülle war zerstört, einige Platten fehlten sogar ganz. Und es steckten noch einige Teile des letzten Schiffes im Rumpf. Also hieß es, warten, warten bis die Dock Crew, die Schäden beseitigt hatten und wir wieder ins All konnten, um die restlichen drei Schiffe aufzubringen. Ein Tag, einen ganzen Tag, lagen wir im Dock. Jule und ich nutzten die Zeit für einigen privaten Kram und ein paar ausführliche Gespräche.

Jule:

… und dann haben wir …

Wyveres:

Du weißt schon, dass ich das eigentlich gar nicht hören möchte. Sonst könnte ich dir ja auch Erzählen was Nadine und ich, Abends, im Bett so alles machen.

Jule:

Das, möchte ich nun wiederum nicht hören.

Wir lachten beide.

Wyveres:

Aber nun gut, halten wir fest, ihr habt rum geknutscht, mehr nicht. Na ja, hatte ich auch nicht anders erwartet.

Jule:

Wieso, Paps … also wirklich … ich werde immerhin Sechzehn. So ein bisschen, Zwangloses Beisammen sein, stört da doch niemanden.

Wyveres:

Wir reden da nochmal über „Zwangloses Beisammen sein“ wenn du heulend zu mir kommst und Schwanger bist …

Ihr Blick war von Scharm und Giftigkeit durchzogen.

Jule:

Ich weiß was ich tue, du … dieses Gespräch brauch ich nicht, schon gar nicht mit dir … Mister Schwängert die eigene Schwägerin.

Sie Streckte mir die Zunge entgegen und lachte dann. Sie hatte ja Recht.

Jule:

Aber ich freu mich auf mein Bruder, obwohl, habt ihr eigentlich schon einen Namen oder wird der erst zur Geburt Preis gegeben?

Wyveres:

Zur Geburt, und nein wir sind uns noch nicht einig.

Jule:

Welche Namen stehen denn im Raum, wenn ich Fragen darf.

Wyveres:

Das Verrate ich dir nicht.

Sie viel mir um den Hals und drückte mich leicht.

Jule:

Komm schon, Brummbär! Verrat es deiner Tochter. Ich würde nur zu gerne Wissen wie mein Brüderchen heißen wird.

Wyveres:

Nein und da kannst du so viel drücken wie du willst, das einzige was du damit bewirkst ist, dass ich nun zwei weiche Dinger im Rücken habe. Also lass los oder ich kneif dir in deinen Hintern.

Jule:

Du … ich sag besser nicht was ich jetzt denke … aber ich glaube wir können Starten.

Sie lachte und lies mich dann wieder los, rückte ihr Outfit zurecht, und setzte sich zurück in den Copiloten Sitz. Sie hatte Recht, die Starterlaubnis blinkte auf. Also ging es nun für uns wieder Raus ins All, die letzten drei Schiffe finden.

Wir fanden das vierte und fünfte Schiff, sie flogen als Geschwader zusammen, Sie boten uns einen echten guten Kampf, aber ihre Waffen kamen einfach nicht durch die Schilde. Und so vergingen auch sie, nach einem Kurzen aber heftigen Schlagabtausch, in Feuerbällen auf. Nur noch ein Schiff, eins und dann wäre ich Maat. Wir mussten auch nicht lange Suchen, denn er fing uns ab, was uns in die komfortable Lage versetzte beim Austritt, aus dem SC, nicht ins schleudern zu geraten, wir hatten unser Ziel dadurch direkt vor der Nase. Er hielt uns für sehr leichte Beute. Prahlte sogar mit seinem Schiff, wenn der Tötungsbefehlscanner endlich fertig würde, wird ihm sein hämisches Lachen schon früh genug vergehen.

Pilot:

Ich werde mir aus den Resten eures Schiffes eine schöne Trophäe schweißen. Zum andenken an all die Kameraden die ihr getötet habt!

Dann kam das Pling, und die Laser erfassten ihn, das Feuer begann und er beschleunigte zur Seite weg. Wir hinter ihm her, blieben immer an seinen Düsen kleben. Er hatte sich, in seiner Python, völlig überschätzt mit uns. Seine Schilde waren schneller unten als ich erwartet hatte, und so konnten wir ihm mit gezielten Schüssen, den Antrieb im Nu vernichten. Er Trudelte und fluchte währenddessen weiter vor sich hin. Und sowas wurde von den Scannern, als Experte im Kampf, Identifiziert. Die Krait hatte nicht mal an ein Prozent an Schildstärke eingebüßt. Das letzte was wir noch von ihm Hörten war ein, „was, das kann nicht Sein!“ Dann explodierte sein Schiff.

Jule:

Auftrag erfüllt, das war jetzt leichter als ich Gedacht hatte. Nur die eine Pilotin war wirklich anstrengend, also jetzt zurück nach Kejadjara?

Wyveres:

War es, aber bedenke, es wird nicht immer so leicht sein. Immerhin haben wir in den letzten Wochen genug von dieser Fraktion ausgelöscht und sie so Stark geschwächt. Wir haben uns hier eine menge Feinde geschaffen, die nun uns Jagen werden, wenn Sie wieder Erstarkt sind. Das Heißt die Krait muss noch viel besser werden. Sonst sitzen wir beide irgendwann mal in einer Rettungskapsel und müssen hoffen, dass derjenige der unser Schiff vernichtet hat, nicht auch auf die Kapseln schießen wird.

Jule:

Schon gut, bitte keine weiteren Belehrungen, mir hallt noch die letzte durch den Kopf und in der Ohren. Aber Paps, du hattest Recht, es wird tatsächlich leichter … auch wenn mir das nicht gefällt, ganz und gar nicht. Aber ich verstehe was du meinst. Die Sechs hier, ich habe nicht einmal darüber Nachgedacht, ob ich abdrücken soll oder nicht, Ich tat es einfach. Einfach so, dass ist schon beängstigend, wie schnell sowas geht.

Wyveres:

Solange du dir dein Gewissen bewahrst, und weiterhin in Frage stellen kannst, was du tust, besteht keine Sorge. Und du bist nun endlich soweit. In einem Monat, Kurze, dann wirst du dein eigenes Schiff haben.

Jule:

Und du meinst ich Pack das?

Wyveres:

Du hast nun soviel mitgemacht, mit mir, mit dem was wir hier machen. Ja du bist soweit, bist gefestigt genug, weißt hoffentlich endlich was du willst. Also, du Packst das, ich glaube an dich. Auch wenn ich bedenken habe, was dein komisches Liebesleben angeht.

Jule:

Paps!

Sie lachte, Umarmte mich, legte ihren Kopf auf meine Schulter, und Kroch auf meinen Schoss.

Jule:

Dann lass uns mal dein Maats Abzeichen abholen, alter Mann!

Elite Dangerous: CMDR. Wyveres – Logbuch – Föderaler Fähnrich

Wenn nur alles im Universum so leicht währe, wie das gerade aus fliegen. Wär mir schon so manche Sache in meinem Leben nicht so schwer gefallen.

CMDR. Wyveres. Sternzeit: 07.02.3305

Neuer Tag, neue Aufträge. Jule hatte die gesamte letzte Nacht nur geweint, es nahm sie sichtlich mit. Denn das was wir hier taten, war das Schwerste was ein Pilot mit gutem Gewissen ertragen kann. Mit voller Absicht töten. Wir hatten am Vorabend zusammen eine ganze Flasche echten Whisky, von der Erde, leer gemacht. Es war zwar nicht in Ordnung, aber so bekam ich sie wenigstens dazu, dass sie redete. Und sie redete und heulte viel. Es war schwer ihr zu zuhören, aber es war unverzichtbar für uns beide. Notwendig um zu verarbeiten was wir gerade taten, die Bilder und Gefühle zu verstehen, die sie hatte, die sie Quälten. Sie wurde vor meinen Augen Erwachsen. Musste lernen auch mit dem Negativem umzugehen. Jetzt sassen wir wieder zusammen und aßen Frühstück, sie hatte gekocht und dabei immer wieder leicht geweint. Ich wusste das es schwer für sie war, damit zurecht zukommen.

Jule:

Müssen wir Heute wieder … töten?

Ihre Worte waren von Trauer durchzogen, aber ich hatte für Heute endlich einmal Lieferaufträge erhalten. Hatte dafür die Keelback, die viel zu klein dafür war, direkt noch nachdem ich die Aufträge erhalten hatte, verkauft. Und eine T7 gemietet, so konnten wir von den acht Aufträgen gleich vier auf einmal erledigen.

Wyveres:

Nein, wir liefern Heute Fracht, in die benachbarten System. Das sollte für den Fähnrich reichen, doch ich kann dir nicht versprechen, das es bei Fracht Aufträgen bleibt. vor allem nicht, wenn wir dann den Auftrag für den Aufstieg bekommen. Die Föderale Navy liebt anscheint, dass Töten ihrer eigenen Leute. Ich habe die anderen Aufträge die sich mit dem Beseitigen von Unliebsamen Menschen befassen, erst einmal abgelehnt. wir werden den gesamten Tag also nur Fracht von A nach B fliegen.

Jule:

Schön, sehr schön. Kein töten … kein sinnloses Morden.

Sie fing wieder an zu Weinen, es nahm sie sichtlich mit, und außer, dass ich sie in den Arm nahm und sie an mich drückte, konnte ich, gerade in diesem Moment, nichts für sie tun. Reden und ihr schöne Worte sagen, halfen da nicht sonderlich viel, sie musste es für sich selbst verarbeiten.

Jule:

Ich werde … dieses Bild der Pilotin einfach nicht … los. Ich … warum hat … warum hat sie sich … ich versteh das nicht. Wie kann man für sich selbst … warum …

Sie weinte bitterlich, wir hatten am Vorabend schon darüber gesprochen, die Pilotin die sich selbst getötet hatte, indem sie ihr Schiff sprengte, um so endlich Frei zu sein. Es lies ihr einfach keine Ruhe.

Wyveres:

Sie hatte nichts mehr zu verlieren, Sie dachte wohl, wir währen ihr Exekutionskommando. Du weißt, dass wenn wir Sie über die offenen Kanäle angefunkt hätten, dass wir dann aufgeflogen wären. Sie hatte nur die Optionen, Kämpfend Sterben oder sich ihrem vermeidlichen Schicksal ergeben. Sie wählte die einzige Option, die Sie selbst bestimmen konnte, den Freien Tod. Es war ihre Wahl, keine die ihr aufgezwungen wurde. Sie wählte ganz allein für sich selbst. Damit wirst du in deinem Leben noch des Öfteren Bekanntschaft machen müssen, Leider.

Jule:

Aber warum tut mir das dann so weh, warum empfinde ich Wut auf Sie und hasse mich für diese Gedanken.

Wyveres:

Das verstehe ich, so sehr du dich jetzt vielleicht für deine Gedanken hasst. Schatz, wisse wenn du Reden, Weinen, Lachen, dich Ablenken, oder sonst wie beschäftigen willst. Wenn du dich Schlecht fühlst, dann bin ich für dich da. Höre dir zu, denn es wird andere Situationen geben, andere Piloten die ähnlich handeln werden. Und es wird jedesmal aufs neue schwer werden. Jedesmal, und es gibt nichts was ich daran ändern kann. Ich würde dir nur zu gerne die Last nehmen, aber das kann ich nicht, dass werde ich nicht. Also geh, wasch dir dein Gesicht, zieh dich an, Trink noch einen Kaffee. Wir müssen in einer halben Stunde los. Der Biomüll bringt sich ja leider nicht alleine nach Xibe … auch wenn mir das echt lieber wäre.

Sie lächelte Kurz, umarmte und Küsste mich auf die Wange, und hielt sich noch weitere fünf Minuten einfach nur an mir Fest und lies ihren Tränen freien lauf. Mein kleiner Engel, lernte langsam was es heißt Erwachsen zu werden, zu sein.

Wir starteten fast Pünktlich, der T7 schob sich langsam durch den Mail Slot, und dann begann unsere Tour durch die benachbarten System, den Biomüll ausliefern. Ein schönes Wort für hunderte Tonnen Scheiße. Ein Riss in einem der Container, und die Luft im Schiff währe, gelinde gesagt, nicht mehr Atembar. Die Dock Crew hatte uns noch mit den schönen Worten empfangen, „Zum Wohle der Föderation.“ Was ein Hohn, Scheiße zu einem Planetaren Außenposten fliegen zum wohle der Föderation, ich wollte schon erwidern, „Mögen sie daran ersticken.“ Aber verkniff mir diese Spitze dann doch, und flüsterte es statt dessen Jule ins Ohr. Die daraufhin Lauthals los Lachte. Wir verschifften tatsächlich über einhundert Tonnen Fäkalien zu einem Außenposten, zum Wohle der Föderation. Besser kann man Ironie nicht verpacken. Klar die machten Dünger für Pflanzen draus, aber trotzdem, es blieb ein einziger grottiger Witz.

Zum Glück griffen nur die absolut Irrsten Frachter an, die nichts anderes als Scheiße geladen hatten. Und so wurde es einer der ruhigsten Flüge der letzten Tage, alles verlief ohne Probleme. Die Dock Crew am Außenposten schimpfte zwar, aber sie mussten ihre Arbeit nun mal machen, die Container ausladen, denn auf jedem einzelnen stand, „BIOHAZARD handle with care“. Sie taten mir schon etwas Leid, aber es war nun mal ihr Job. Und dazu gehörte es nun mal auch, Scheiße aus einem Frachter zu löschen. Die Koorperation bedankte sich und wir bekamen zu unserem Glück noch gleich zwei weitere Lieferaufträge. Diesmal waren es aber angenehmere Container, Überlebensausrüstung und Haushaltsgegenstände. Was für uns hieß, dafür würde man uns schon abfangen wollen. Also ließen wir den T7 etwas aufrüsten, bessere Schilde, stärkerer Antrieb. Was die Credits so hergaben, und der Außenposten liefern konnte. Nadine würde mich Köpfen, die Ausgaben der letzten Wochen, gingen in die Millionen und hatten mein Konto von über vierhundert Millionen Credits auf dreiundvierzig Millionen schrumpfen lassen. Ich müsste leeren Opale abbauen gehen, aber dafür war einfach keine Zeit, stattdessen überlegte ich ernsthaft, den gerade erst gekauften T10 in Medupe City wieder zu verkaufen, nachdem ich solange für ihn gespart hatte. Ich könnte ihn aber auch herbringen lassen und dann den T7 verkaufen. So oder so, mein Konto schrumpfte, vor meinen Augen, auf ein bedrohliches Tief. Und ich brauchte die Credits für die Krait, sie war noch lange nicht Perfekt. Die Hülle war noch viel zu weich für meinen Geschmack, und das würde sich irgendwann rächen, aber Fünfundfünfzig Millionen Credits für Militär Komposit verstärkte Legierung, waren einfach derzeit Unerreichbar, wenn ich nicht eins der Schiffe verkaufen würde. Von den Aufträgen blieb kaum etwas übrig, um die Verluste auszugleichen. Mir musste also etwas einfallen.

Jule:

Du starrst jetzt seid dreißig Minuten auf den Kontostand, vom starren wird’s nicht mehr werden.

Wyveres:

Das ist mir klar Tochter, aber irgendwas müssen wir machen, sonst reißt uns Nadine den Arsch auf, wenn wir das Konto noch weiter so schröpfen. Alleine wenn sie herausfindet wie viel ich in den T10 gesteckt habe …das vor allem anderen macht mir am meisten Angst, sieh her, dreihundert Millionen Credits, und er ist noch immer nicht vollständig einsatzbereit.

Jule:

Dann Verkauf ihn wieder, ich Frage mich sowieso, warum du ausgerechnet einen T10 gekauft hast.

Wyveres:

Warum ist doch egal, aber schau mal genauer auf das Pad, sechshundert und neunzehn Millionen stecken in den Schiffe, und gerade mal dreiundvierzig Millionen haben wir noch als flüssige Mittel.

Jule:

Ist das da unten meine Sidewinder?

Wyveres:

Nein, das ist die in Meene, die ist für Später.

Jule:

Ja aber alleine die Lagerkosten … Paps, eine Frage, kann das sein das du mit Credits noch weniger umgehen kannst als ich?

Wyveres:

Wie kommst du darauf? Credits sind da um ausgegeben zu werden. So einfach ist das, ich bekomme sie, ich gebe sie aus.

Jule:

Wie oft waren wir schon Pleite?

Wyveres:

Oft, ich war Pleite als du zu mir kamst, hatte gerade mal noch Sechzehn Tausend Credits.

Jule:

Pass auf, ab sofort, übernehme ich die Finanzen!

Wyveres:

Und gibst die Credits dann für Klamotten aus?

Jule:

Nein, ähm na ja nicht direkt, jedenfalls, es schadet bestimmt nicht hier und da mal ein paar Tausend für dies und jenes … aber du, du schleuderst Millionen Credits einfach so zum Fenster raus. Wenn wir wieder in der Gagarin Installation sind, werden wir …

Wyveres:

Auf keinen Fall den T10 verkaufen!

Jule:

Doch, werden wir. Und dann können wir auch die Verbesserungen für die Krait kaufen, Du riesen Baby! Denk an meine Sicherheit!

Wyveres:

Hey, was wir verkaufen und was nicht, bestimme immer noch ich.

Jule:

Nichts da, der Defender wird verkauft, wenn du nicht willst DAS ich Nadine gleich Kontaktiere und ihr brüh Warm erzähle was du getan hast.

Wyveres:

Unterstehe dich …

Jule:

Genau das werde ich machen! Also haben wir ein Deal?

Wyveres:

Na schön, Erpresserin. Und jetzt, jetzt sollten wir die Sachen hier ausliefern.

Wir flogen noch vier weitere Sondertouren, neben den restlichen Aufträgen der Gagarin Installation. Gegen frühen Nachmittag dockten wir wieder dort an, um die Daten zu aktualisieren und um zu erfahren was nun die Rang Update Mission war. Und wie es zu erwarten war, ein Tötungsbefehl. Ich hätte dem armen Typen am liebsten eine rein gedrückt, warum konnte es nicht ein einfacher Lieferauftrag sein. Oder von mir aus auch, liefern sie diesen Biomüll fünfhundert Lichtjahre von hier, in einer Farmwelt ab. Nein schon wieder den Arsch hin halten für irgendwelche politischen Spielchen.

Also machten wir uns auf, den nächsten Piraten zu jagen und ihn zur Strecke zu bringen. Zu unserem Glück sollte er sich in Kejadjara aufhalten, also brauchten wir nur die Navigationsdaten der örtlichen Boje und würden ihn so leichter finden. Das war jedenfalls der Plan, denn wir hatten. Leider, hatten wir kein Glück, er entkam uns in Kejadjara, nach einem extrem Kurzen Scharmützel. Und so mussten wir diesen Schwerverbrecher, erst durch halb Xibe und von dort dann bis nach Lachazi, verfolgen. Dort kam dann das was ich vermeiden wollte, wir wurden abgefangen, eine Python, erst dachten wir, wir hätten leichtes Spiel mit ihr. Aber neben ihr tauchten noch drei weiter Schiffe und er auf, und unsere Schilde brachen unter dem Dauerfeuer sehr schnell. Die Hülle bekam ordentlich was ab, wir wurden ziemlich durchgeschüttelt in der Krait, und so fast vernichtet. Vertis schaffte es nach wenigen Minuten und bei 22% Rest Hülle, endlich zurück nach Kejadjara zu springen. Und so schleppten wir uns mit defekten Waffen und ausfallenden System zurück zur Gagarin Installation.

Dieser Pirat, tat etwas das ich auch getan hätte, bei so schweren Zielen, aber diesmal waren nicht wir diejenigen die so vorbereitet waren. Nochmal würde er es nicht so leicht mit uns haben. Also musste ich doch tatsächlich den T10 wieder aufgeben, er musste wirklich dran glauben, denn ich brauchte die dreihundert Millionen Credits nun wirklich für neue Hüllen Verstärkung, bessere Schilde und neue Laser. Leider bekamen wir das meiste davon nicht in Gagarin, und so flogen wir, nachdem die Krait repariert war, deswegen vierzig Lichtjahre zu einem neutralen Außenposten in der Nähe, einem Militärposten, er führte laut Inara die nötigen Ressourcen. Nachdem wir dort ankamen, schickte ich die Krait direkt in die Verbesserung. Es würde einen ganzen Tag dauern Sie umrüsten zu lassen. Somit hatten wir genügend Zeit unseren Plan zu überarbeiten, denn noch einmal so den Arsch versohlt zu bekommen, stand nicht auf meiner Liste der Dinge die ich unbedingt, noch einmal oder Überhaupt, erleben wollte.

Jule:

Also wenn du der Meinung bist, dass dies der beste Weg ist?

Wyveres:

Ich bin der Meinung, ja.

Jule:

Gut, aber dir ist klar das es trotzdem Scheiße gefährlich für uns bleibt, es ist Irre erst seine gesamte Crew auszuschalten, Paps!

Wyveres:

Selbst wenn wir, wie durch ein Wunder, keinen Schaden abbekommen, wovon ich nicht ausgehe. Die Krait ist keine Anaconda, oder ein Hochgezüchteter T10 Tank, oder gar eine Corvett oder Cutter, mit Fighter Bucht. Sie kann nur eine bestimmte Last aushalten. Also werden wir seine Crew Jagen müssen, Ausschalten und dann erst Ihn erledigen.

Jule:

Na schön. Erfreut bin ich aber nicht.

Wyveres:

Schau mal, wenn wir das so machen, habe ich sogar dann schon den halben Weg zum Maat hinter mir.

Wir gingen noch einige Details durch, ich erklärte ihr wie die neuen Laser arbeiteten und wir Testeten alles nochmal, an ein paar Felsbrocken im All, nur um ganz Sicher zu gehen. Nun hieß es zurück ins Lachazi System, die Boje anfliegen und schauen ob die IDs der Schiffe in letzter Zeit das System passiert hatten. Das selbe Spiel dann noch in Xibe, Kejadjara und den umliegenden Systemen. Wir brauchten ein Weile, hatten dann aber so endlich eine vollständige Liste aller Schiffe die zur Bande gehörten. Vierzehn waren es, es würde dauern Sie alle zu finden, aber sie schienen von Lachazi aus zu Operieren. Peilungen und Flugrouten deuteten auf einen der kleineren Monde im System hin. Also legten wir uns auf die Lauer, die Basis von ihnen anzugreifen war zu irrsinnig, am besten war es sie einzeln zu erwischen, was dauern würde.

Die ersten drei stellten kein ernsthaftes Problem da, wir fanden sie schnell, und die Schilde nahmen nicht einmal merklich ab. Die Aufrüstung hatte sich also gelohnt. Trotzdem war mir mehr als mulmig bei der Sache, je länger wir brauchten desto wahrscheinlicher würde es, dass nicht wir sie abfingen, sondern sie uns. Und dann währen wir wieder Zahlenmäßig unterlegen und müssten uns wieder auf die System Sicherheit verlassen, die die hälfte der Zeit einfach nur weg sah. Die Korruption war allgegenwärtig, aber ich hatte mir mittlerweile genug Vertrauen erarbeitet um diese Eierköpfe im Notfall rufen zu können.

Jule und ich brauchten Trotzdem ganze drei Tage, drei Tage in denen wir beide nichts anderes Taten als Schiffe scanne, Ziele abfangen, Personen scannen, und wenn wir wieder einen der Bande vor den Lasern hatten, sein Schiff aus dem All zu befördern. Dreizehn Schiffe später war nur noch der Anführer übrig. Unsere Krait wurde, in all den Kämpfen, nur ein paar mal die Schilde zerschossen, und die Hülle nahm nur geringen Schaden. Das Militär Komposit war die Credits wirklich Wert gewesen.

Wir brauchten auch nicht lange auf ihn zu warten, er fand uns. Völlig außer sich, denn der Großteil seiner Mannschaft war entweder tot oder in den Händen der Systembehörden. Er war der Letzte, unsere Fahrkarte zum Fähnrich. Er war in einem Federal Dropship unterwegs, das er hochgezüchtet hatte um zu Plündern. Sie war trotzdem mindestens genau so Stark wie die Krait, wie meine geliebte Thanatas. Es war also ein Kopf an Kopf Rennen, zwischen ihm und mir. Und die Zeit in diesem Rennen spielte eindeutig auf meiner Seite. Denn die System Einheiten brauchten, um bei uns zu sein, Maximal fünf vielleicht auch sieben Minuten. Würde er, wie durch ein Wunder, meine Schilde ausschalten, würden wir trotzdem erst dann Schaden nehmen, wenn die Verstärkungen versagen, denn wir hoffentlich aushalten würden.

Aber erst wollte er reden, er war sich seiner Sache so sicher, dass er uns vernichtet hätte noch bevor die System Einheiten hier wären. Ich lies mich darauf ein, denn er würde die Überraschung seines Lebens bekommen. Soviel stand schon einmal fest.

Pirat:

Du bist also der Hund, der meine Crew erledigt hat. Dafür wirst du bezahlen, dieses System gehört mir und meinen Jungs! Und ich werde dich Arschloch für jeden einzelnen Zahlen lassen.

Wyveres:

Zahlen, ausgezahlt wird hier nur einer, und zwar von der Föderale Navy, für deinen Kopf werde ich Fürstlich belohnt werden. Ob Lebend oder Tot, liegt an dir. Kämpfe und du wirst sehen was diese Krait Phantom hier kann. Gib gleich auf und stell dich!

Pirat:

Dein mickriges Spielzeug da, was sollen mir deine hoffnungslos Unterlegenes Schiff schon anhaben können! Vier Hard Points, gegen meine Fünf. Du bist doch völlig plem plem, wenn du denkst das du mir auch nur das geringste anhaben kannst.

Wyveres:

Das werden wir ja, jetzt gleich sehen.

Jule fuhr die Waffen hoch und dann begann es, er machte gleich zu beginn seinen ersten Fehler, anstelle über uns drüber zu Fliegen, drehte er vor uns, zwar mit Boost aber er begann mit einem taktischem Fehler. Er offenbarte uns seine rechte Schiffsseite, was die Laser sehr willkommen hießen, denn anstelle von einer Hundert achtzig Grad Wende, mussten wir so nur an seinen Arsch gelangen. Er war wirklich zu selbstsicher, vielleicht hatte er schon vergessen oder Hoffte das wir, genau so ein leichtes Spiel wären wie beim letzten Mal. Aber diesmal Irrte er sich gewaltig. Und das bekamen seine Schilde nun zu Spüren, denn sie brachen nach nicht einmal Zehn Sekunden.

Der einzige Unterschied zwischen uns und ihm waren die Größe unserer Waffen, er hatte sogar Fernlenk Raketen dabei, doch die kamen dank unserer Punkt Verteidigung nicht durch. Nicht eine einzige, Vertis steuerte sie wie eine Göttin, und so verpuffte im laufe des Kampfes fast seine halbe Feuerkraft im Nichts. Wenn er denn Feuern konnte, denn seine restlichen Waffen waren auf langen Kampf nicht ausgelegt, das merkten wir schnell, denn er setzte sein Feuer zu oft aus. Er musste also Hitze Probleme haben.

Denn nachdem er gleich zu beginn eine voll Breitseite der Laser abbekam, wurde er mit verstreichender Zeit immer vorsichtiger, und so begann das Spiel aus Drehen und Wenden, aber ich lies mich darauf nicht ein. Ich steuerte einfach die meiste Zeit Rückwärts. So blieb er trotz allem was er versuchte, immer vor uns. Flog er über uns weg, brauchte ich nur einen kurzen Boost um die Krait zu wenden, und gab dann wieder im Boost noch, Vorwährtsschub um wieder an sein Arsch zu kommen. Sein Antrieb nahm jedesmal beträchtlichen Schaden, so das er das Spiel nach dem vierten Manöver aufgab, und sich stattdessen uns direkt stellte. Front an Front, während wir langsam zurücksetzten um die Distanz zu wahren, die Punkt Verteidigung blieb somit bei maximaler Effektivität. Er Fluchte über Com, Fluchte was das Zeug hielt. Doch unsere Schilde hielten, sie hielten seinem immer wieder abbrechendem Laserfeuer stand. Schon so lange stand, das es schon fast gespenstisch Anmutete was nun passierten sollte.

Wyveres:

Achte auf seine Bewegungen, Ziele nicht da hin wo er ist, sondern wo er hin fliegt, so bleibt der Laser länger auf ihm.

Jule:

Verstanden, aber er ist echt wendig in dem Teil, aber er ist eh so gut wie besiegt.

Wyveres:

Bleib trotzdem bei der Sache.

Pirat:

Ihr, wie könnt ihr, nach all dem, wie ist das Möglich, dieses Schiff hier hätte schon längst Lametta aus deiner beschissenen Krait machen sollen. Du verfluchter Föderaler Stiefellecker, Scheinheiliges Arschloch im Dienste einer Verdammten Diktatur! Ich vernichte dich!

Wyveres:

Du hast verloren, auch wenn du jetzt noch alles Einsetzt was du eventuell in Reserve hast. Du Verlierst, falls es dir nicht aufgefallen ist, Wir haben dich hingehalten! Schau auf dein Radar, vier Einheiten, direkt hinter dir. Und noch was, bevor du umkommst oder gefangen wirst. Dein Schiff war schon vor ein Paar Tagen viel zu schwach! Ohne deine Crew, und der geballte Feuerkraft deiner Mannschaft, hätten wir das hier schon vor Tagen beendet. Jetzt, jetzt bist du alleine, und dein Kahn, ist nichts weiter als ein weiter Stein auf meinem Weg, denn ich wegräumen werde! Also der Kampf war gut. Aber du hast verloren, Sieh es endlich ein!

Er schäumte vor Wut, und dann versuchte er das absurdeste was man in einem Schwer angeschlagenem Schiff tun sollte. Er gab vollen Boost, ohne Schilde, mit schwer beschädigter Hülle, setzte er an, uns zu Rammen. Klar unsere Schilde würden eventuell zerbrechen, und wir würden Schaden erleiden, aber er, er ginge dabei garantiert drauf. Da ich auf die Reparaturkosten sehr gut verzichten konnte, nahmen wir seinen Boost zum Anlass um einfach hundert Meter unter ihm durch zu tauchen, er Flog direkt über uns drüber, und die Laser schnitten sein Schiff beinahe in zwei. Vertis übernahm diesmal die Lenkung, da Jule nicht so schnell reagieren konnte. Auf dem Radar verging sein Signal. Wir wendeten die Krait und sahen wie Schrott und anderes noch brauchbares Material, aus dem was von seinem Dropship noch übrig war, ins Weltall davon trieben.

Jule:

Auftrag erfüllt?

Wyveres:

ja, Auftrag erfüllt. Und wie fühlst du dich?

Jule:

Mir pumpt das Adrenalin, durch die Adern, es ist fast so als würde ich Euphorisch darüber sein, dieses Schiff vernichtet zu haben.

Wyveres:

Bedenke, dass geht vorbei, stell dich schon einmal darauf ein, dein Körper wird dich in ein Tief schicken. Du musst verdammt aufpassen, dass du nicht dem Kick verfällst. es macht Leichtsinnig, und man geht Risiken ein, die zu Fehlern führen. Fehlern, die dieser Pirat begangen hat. Hätte er uns am Anfang nicht die Seite zugedreht sondern währe einfach über uns drüber geboostet, sähe die Sache wahrscheinlich jetzt anders aus, wir hätten zu mindestens Probleme mit dem Antrieb bekommen, wenn er es geschafft hätte seine Raketen auf unser Heck abzufeuern. Die Punkt Verteidigung ist gut, aber nicht Unfehlbar. Aber ja, auch ich verspüre diesen Adrenalin Kick.

Jule:

Und, laut Radar ist er noch am Leben.

Wyveres:

Wenn die Systembehörden, ihn nicht zum Tode verurteilen, schätze ich mal haben wir beide uns Heute einen neuen Feind geschaffen.

Jule:

Du meinst er könnte Frei kommen?

Wyveres:

Mit genug Credits, bekommt man alles. Auch einen Richter dazu, einen Freizusprechen. Der Kerl wird wie ich, da draußen irgendwo noch Freunde haben. Freunde die von dem Profitiert haben, was er tat. Das ist nun erst einmal Geschichte für die. Und Verlustgeschäfte mögen Piraten gar nicht. Also Rächen sie sich für gewöhnlich an denen die Ihnen den Verlust eingebracht haben.

Jule:

Das heißt, ich habe Heute meinen ersten Feind in der Galaxie gewonnen?

Wyveres:

Whisky oder Bier?

Jule:

Bier, reicht mir mit dem Whisky, keinen mehr für mich … das Sodbrennen danach … dann doch lieber ein Bier oder Milch!

Wyveres:

Dann Bier.

Ich holte zwei aus dem Vorrat. Eisgekühlt, und von einer uralten Traditionsbrauerei, ein Pilz. Herb und sehr angenehm. Ich reichte ihr eine Flasche.

Jule:

Und Gläser?

Wyveres:

Für Bier, was bist du ein Schnösel? Wir Stoßen richtig an. Flaschenhals an Flaschenhals. Bier Trink man aus der Flasche.

Jule:

Na dann. Auf meinen ersten Feind in der Galaxie.

Wyveres:

Möge er dein einziger bleiben. Und möge er in irgendeiner Zelle für immer vor sich hin modern.

Damit stießen wir an, und Jule verschluckte sich fast am Schaum der aus der Flasche quoll.