Gaming – DayZ SA Tagebuch: Verzweifelt und einsam

Der nächste Morgen kam früh. Ich fühle mich Unwohl und mache mir sorgen wegen Mareike. Fast 3 Woche sind es jetzt und ich werde noch mindestens 3 weitere Tage bis nach Kamyshovo brauchen. Vor mir liegt Chernogorsk und dann weiter die Küste entlang Elektrozavodsk.

Die Zeit zieht sich. Cherno war schon gefährlich als ich vor Monaten im Norden in den Plattenbauten war, jetzt scheint es als würde die Stadt zu einem Untoten Treffpunkt werden. Sie sind überall, zu viele als das ich weiter in die Stadt vordringen könnte. Ich breche meine Suche in Cherno ab. Wer hier lebend lebt muss entweder Wahnsinnig sein oder will eigentlich nicht mehr leben. Ich hänge einen Zettel an die Bushaltestelle kurz vor der Stadt.

Gefahr! Cherno ist Untoten Gebiet! Sie sind dort in Horden! Meidet Cherno wenn ihr könnt!

Mein Name ist Wyveres, ich suche einen Arzt oder jemanden der sich in Medizin auskennt! Ich habe ein Funkgerät bei mir, das auf 99.7 mHz eingestellt ist. Ich werde es um die Batterien zu schonen Abends von 18 bis 20 Uhr einschalten! Bitte ich bin Verzweifelt!

gez. Wyveres

Ich laufe, Die Zeit kommt mir vor als würde ich durch Wackelpudding rennen. Alles Zieht sich und wirkt zäh. Rechts Das Wasser, Links die Felsige Küste. Die Landschaft ist schön. Der Natur selbst ist das was der Menschheit zugestoßen ist offensichtlich Egal. Sie lebt weiter als wären wir nie da gewesen. Bei diesen Gedanken musste ich kurz Lachen. Früher, in Deutschland waren Jennifer und ich stehts darauf bedacht die Umwelt nicht zu Verschmutzen, kein Auto, Ein Haus nach modernsten Standards der alternativen Lebensweise. Kaum bis nichts mit Chemie. Jetzt jetzt freu ich mich darüber das die Natur einfach weiter macht. Und in 10000 oder 20000 Jahren wird von all dem was hier steht und von Menschen gebaut wurde, von der Natur vollständig zurück Erobert sein.

Das Ortsschild von Elektro begrüsst mich mit seiner Extravaganz. Auf die Gefahr hin das ich eventuell zu viele dieser Dinger anlocken würde unterlasse ich lautes rufen. Elektro scheint leer. Nur weniger dieser Dinger schlurfen noch durch die Straßen. In einem der mehrstöckigen Gebäude fällt mir ein kleiner Schatz in die Hände. Meine Wolljacke hatte schon seit einer Weile nicht mehr so den Tragekomfort und das Schwimmen mit ihr hatte ihr auch nicht gut gestanden. kurz gesagt Sie wahr ziemlich Defekt. Aufgrund meines Anspruches an Bekleidung der aus warm und vor allem Schwarz bestand. Nicht zu vergessen das die meistens Sachen einfach nur verrottet oder zu sehr defekt waren. War der Fund einer schwarzen Bomberjacke in makellosem Zustand schon eine Besonderheit.

Wie ich eingangs schon vermutet. Elektro war leer. Keine Menschenseele. Ich hänge weitere Zettel mit meiner Bitte an Fenster und Türen. Und breche Richtung Kamyshovo auf, das ein paar Kilometer außerhalb von Elektro an der Küste liegt. Als ich in Kamyshovo ankam, bat sich mir das selbe Bild wie schon in Cherno und Elektro, absolute Stille, die Häuser waren leer. Die Überlebenden müssen weiter gezogen sein. Ich hinterlasse weiter Zettel und gebe auf.

All die Zeit die ich Investiert habe, die Vorräte, mein Leben aufs Spiel gesetzt, für Nichts und wieder Nichts. Ich werde Morgen den Rückweg antreten. Wenn ich von Kamyshovo die Route durch die Wälder und vorbei an Novy Sobor und Grishino wähle könnte ich in einer maximal zwei Wochen Zuhause bei Mareike sein. Ich ziehe die Bibel aus dem Drybag und lese noch bis die Sonne untergegangen ist.

Der Morgen kommt so wie ich es erwartet hatte, grau und Nass. Ich laufe, Esse, Jage und Überlege ob ich nicht doch Abstecher in die kleineren Dörfer machen sollte, die auf dem Weg liegen. Oder gar nach Vybor, aber ich bin Müde und das laufen leid, ich sehne mich nach der warmen Umarmung von Mareike sogar nach dem Wodka vom Alten. Denn ich gerade gut gebrauchen könnte, verdammtes Wetter aber auch. Ich hasse Regen!

Ich blieb im Wald und fern ab jeden Dorfes ich kann schon die Häuser durch die Bäume ausmachen. Es waren 9 Tage, ich bin ausgelaugt, mein Sachen sind vom Dreck und Laub zerschunden und das Schwarz ist einem erdigem braun gewichen. Am Dorf angekommen gebe ich das vereinbarte Signal und warte. 10 Minuten, 20 Minuten, Nichts. Wieder Pfeife ich.

Ein zweiter Grabstein, das erste was mir auffällt als ich den Garten betrete. Der Alte, war er nun doch Gestorben, ich hatte gehofft das er seinen Urenkel oder Urenkelin noch zur Welt kommen sieht. Von Mareike selbst fehlt aber jede Spur. Wo war sie? War Sie los mich Suchen, nach dem Sie ihn begraben hatte? Ich durchstöbere das Haus, in der Küche hängt am alten Kühlschrank ein Zettel.

Mario, solltest du während ich Weg bin, wieder auftauchen und das hier lesen. Ich konnte nicht einfach hier rum hocken und nur Hausarbeiten erledigen und mir sorgen um dich machen. Ich habe die Waffe von Opa genommen und bin Jagen!

gez. Mareike

Sie Jagd, in ihrem Zustand, die Frau ist unglaublich. Bevor ich aber mir deswegen den Kopf zerbreche sollte ich erst einmal Baden, denn ich stinke wie eine ganze Kuhherde. Meine Sachen können von alleine Laufen, gerade Stehen auf jeden Fall. Ich habe Hunger und mein Bart bräuchte auch wieder Pflege. Also tue ich das was man in einer Solchen Situation am besten tuen sollte. Ich nehme ein Glas und pflücke eine Flasche Wodka aus dem Bar Regal und setze mich so wie ich bin auf die Veranda.

Der Abend kommt. Frisch gebadet, rasiert und in sauberen Sachen, fühlt es sich gut an wieder Zuhause zu sein. Ich sitze in der Küche über einigen Büchern in denen verfahren zur Behandlung aller möglichen Verletzungen beschrieben werden. Kyrillisch bereitet mir noch immer Probleme doch die Bilder und Darstellungen helfen. Ich höre wie draußen jemand Dinge zu Boden fallen lässt. Im nächsten Moment stürmte Sie auch schon zur Tür rein. Wie konntest du mich so lange alleine lassen! Wir haben uns ein paar Wochen nicht gesehen geschweige denn gesprochen, der Alte ist tot und das erste was ich von ihr Höre ist ein Vorwurf. Ja ich bin wieder Zuhause körperlich und geistig. Sie umarmt mich, küsst mich, weint und stinkt wie ein Iltis.

Wir Duschen gemeinsam, ihre weiche Haut schmiegt sich an die meine, die Wölbung ihres Bauches ist deutlich zu erkennen. Er starb im Schlaf. Ich halte Sie fest und flüstere ihr ins Ohr das ich nicht wieder vorhabe von Ihr oder unserem Heim weg zu gehen. Sie dreht sich mit dem Gesicht zu mir und Küsst mich.