Gaming – DayZ SA Tagebuch: endlose Suche

Meine Gedanken geistern immer wieder zwischen dem Jetzt und meiner Vergangenheit. Während ich an einem kleinen Dorf vorbei komme, dessen Gebäude fast vollständig verfallen sind, muss ich an Deutschland denken. Ich habe Mareike nie von Deutschland erzählt. Ich sollte das ändern, aber auf der anderen Seite würde sie sich nur noch mehr Sorgen machen. Wenn ich daran zurück denke wie ich von Dresna aus zurück nach Deutschland gelangte, läuft es mir immer noch kalt den Rücken runter.

Meine Füsse schmerzen vom laufen und der Zustand in dem sich meine Stiefel befinden lässt mittlerweile auch zu wünschen übrig. In der Ferne, in einer der Talsenken, die es hier kurz vor der Küste vielfach gibt, kann ich einige Gebäude ausmachen. Der kleine Ort hier mitten im Tal sieht bis auf die Tatsache das alles verlassen ist noch recht gut aus.

Das kreischen und schreien Straft dieser Aussage lüge. 5 von diesen Dingern stürmen auf mich ein. Der Repeater verwandelt die Gesichter von 3 der Untoten in eine Breiige Masse, die verbliebenen Beiden stocken kurz. Fleisch ob nun Tot oder Lebendig ist nun mal Fleisch. Die beiden stürzen sich ohne weitere scheu auf die am Boden liegenden toten Untoten. Ich lade nach und beende die beiden Existenzen. Wenn sie auch nur einen Funken Rest Intelligenz besitzen würden wären sie in Rotten oder gar Horden noch gefährlicher als Sie so schon sind.

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Während ich die erste Hütte erkunden will stürmen 3 weitere dieser Dinger auf mich ein. Die Axt rettet mich, da der Repeater auf die kurze Distanz so gut wie Nutzlos ist und die Magnum im Drybag liegt, Drecks Dinger. Die meisten Dinge waren im laufe der Zeit verrottet oder vergammelt. Man kann trotzdem noch immer die liebe der Menschen zu ihren Gärten erkennen. Apfelbäume, Beerensträucher und Gemüsebeete. Vieles ist aufgrund der Momentanen Wetterlage vergammelt, aber hier und da ein Zucchini, Tomate und sonstiges Gemüse war noch im guten Zustand. Es reichte für ein Eintopf mit Hirsch Fleisch.

In der einzigen Scheune des Dorfen fand ich neben einem Haufen Heu und Werkzeug zum Acker bestellen ein neues paar Stiefel, Militär Stiefel. Ich frage mich wem sie vorher gehört hatten und warum man sie hat hier stehen lassen und dann auch noch in einem so guten zustanden. Es ist pures Glück und keinen weiteren Gedanken wert. Ich würde sonst wahnsinnig werden wenn ich alles ständig hinterfragen würde.

Bei Sonnenuntergang erreiche ich endlich die Küste. Es ist eigentlich schon zu dunkel aber ich muss weiter, in der Ferne kann ich die von Jurij beschriebene Insel aus machen. Der Leuchtturm ist selbst von hier zu erkennen. Als ich endlich die An und Ablege Stelle gegenüber der Insel erreiche ist es Dunkel. Mein Verstand sagt mir das ich bis zum Morgen warten sollte. Die Boote die hier anliegen sind alle vom Wetter und der Zeit zerstört worden. Neben einem finde ich ein noch brauchbare Leuchtpistole mit einem Schuss. Aus dieser Entfernung kann ich nicht ausmachen ob sich Lebende Menschen auf der Insel befinden. Mir ist klar das es Riskant ist aber ich habe keine Wahl. Ich feuere die Pistole ab und warte.

Ich kann keine Reaktionen erkennen. 1 Stunde Sitz ich nun am Anleger, ich fasse den Entschluss doch die Nacht zu nutzen und rüber zu schwimmen. Eine Halbe Stunde und vollständige Durchnässt später bin ich am Strand der Insel angelangt. Das Drybag hielt dicht, Alle Sachen vor allem der Zunder und die Streichhölzer waren trocken geblieben. Zitternd und Frierend nur in Unterwäsche schnitt ich ein paar Äste von den angrenzenden Büschen. Das Feuer Wärmt und es ist seltsam das niemand die Böschung runter kommt. Jurij sagte doch es währen Überlebende hier. Ein Leuchtrakete und ein Feuer vor der Haustür kann man eigentlich nicht Übersehen.

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Ich hörte Stimmen, Entfernt aber sie waren da. Irgendjemand stritt sich dort, auf der anderen Seite der Brücke. In der Dunkelheit konnte ich 4 Personen alle offensichtlich Männlich ausmachen. Einer von ihnen Rief etwas in meine Richtung, ich verstand es nicht. Nach 2 weiteren Versuchen seiner seits beschloss ich über die Brücke zu gehen. Auf der Hälfte der Brücke fing er mich ab, gekleidet wie ein russischer Militär Soldat mit Waffe im Anschlag, Jetzt erkannte ich auch die anderen 3. Alle hatten ihre Waffen gezogen.

Ich wusste, ich musste so schnell wie ich konnte von hier weg kommen, wenn ich aus dieser Situation unbeschadet raus wollte. Dimitri so hatte er sich mir vorgestellt als er mich auf der hälfte der Brücke stoppte flüstere mir ins Ohr das er und sein Freund auf die anderen beiden im Gefängnis gestoßen wären, Sie behauptet es wäre ihre Insel. Dimitris Freund schrie die beiden unentwegt an, Sie schrien zurück.

Er fragte was ich hier wollte. Kurz und mit wenigen Worten erklärte ich ihm das ich einen Arzt suche und man mir gesagt hatte das hier Überlebende wären. Er verneinte und riet mir das ich mich davon machen sollte da er glaubte das die Beiden verrückt wären und sich nicht mehr lange Kontrollieren ließen. Ich befolgte seinen Rat wünschte ihm noch alles Gute und Rannte zurück von wo ich kam.

Mir blieb nicht viel Zeit ich wusste was gleich Passieren würde, also sprang ich so wie ich war ins Wasser und schwamm los. Auf ungefähr halber Strecke hörte ich sie dann. Schüsse 1 mal 2 mal dann herrschte Stille. Erst zögerte ich sollte ich zurück schwimmen aber dann übermannte mich doch die Furcht. Ich schwamm!

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Am Ufer angekommen kratze ich ein paar Stöcker und äste zusammen und entfachte ein Feuer. Wenn wer von der Insel kommen würde, würde ich sie sehen. Ich blieb eine ganze Stunde am Feuer bis meine Sachen soweit trocken waren, so das ich ohne weitere Gefahr einer Erkältung oder Lungenentzündung weiter konnte.

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Ich lief 2 oder 3 Stunden, vorbei an Balota. Die Nacht hing schwer über den Bäumen in einer kleinen Blockhütte kurz vor Cherno fand ich endlich ein Nachtlager. Ich musste an Dimitri denken, hatte er den Schusswechsel überlebt? Er schien freundlich und hilfsbereit, erzählte mir das es wahrscheinlich noch Überlebende in Kamyshovo geben soll.

Ich betrachtete den Fernseher in der Ecke. Filme ich mochte früher Filme aller Art. Ich erinnerte mich daran wie ich Zombieland im Kino zum ersten mal gesehen hatte. Mir kam das damals alles ziemlich verrückt und bescheuert vor. Hollywood eben, wer kann schon ahnen das sie gar nicht mal so falsch gelegen haben. All diese Filme über die Endzeit und was danach käme. Ich musste unweigerlich an Bill Murray denken. Und wie er in Zombieland seinen Auftritt hatte. Ich mochte diesen Schauspieler von Anfang an, ob in Ghostbusters oder Lost in Translation. Da viel es mir wieder ein, der 21 September er und ich wir hatten schon von meiner Geburt an etwas gemeinsam, der 21 September, wann das wohl wäre? ich sollte das unbedingt raus bekommen. Dann kann ich ihm und mir einen Kuchen machen. Mareike wird sich freuen.