Gaming – DayZ SA Tagebuch: Ein neuer Anfang?

Der Alte macht mir Sorgen, sein Husten wird schlimmer und zu allem Überfluss gehen uns die Medikamente aus. Die meisten hatte ich während meiner Genesung verbraucht. Mareike ist besorgt denn mein Vorschlag das ich los ziehe und nach einem Krankenhaus suche, stößt bei ihr auf wenig Gegenliebe. Ich kann ihn nicht sich selbst überlassen! Außerdem werden wir die Medikamente noch aus anderen Gründen brauchen. Wenn ich jetzt gehe haben wir genug Zeit. Vielleicht finde ich sogar Noch ein paar funktionierende Gerätschaften. Tränen liefen ihr übers Gesicht.

Fast 5 Monate waren nun vergangen seit ich mich entschieden hatte, bei den beiden zu bleiben. Den Alten hatte es gefreut, wusste er doch das seine Enkelin alleine wohl irgendwann zu Grunde gehen, Gefangen oder Getötet würde. Und er hatte jemanden zum Trinken und Reden. Das Gefühl einen Ort wieder Zuhause zu nennen, ich hatte schon vergessen wie sich das anfühlt.

Ich werde da draußen nicht drauf gehen! Alles was ich ihr sagte wiegelte Sie mit Flüchen und Tränen ab. Wir beide wussten das es gefährlich wird, dass mein Plan sogar töricht wenn nicht sogar tödlich ist. Aber die Zeit läuft uns davon. Ein Laster zusammengeschraubt aus verschiedensten Auto Überresten sollte meine Abwesenheit erheblich verkürzen. Ich würde von hier mit der menge Sprit höchstens bis nach Novodmitrovsk oder Severograd gelangen für den Rückweg reicht der nicht mal mehr. Also wird eine der Tankstellen mein erstes Ziel sein. Die Kanister und den Wagen voll tanken.

Ich werde wohl erst nach Severograd es ist kleiner auf der Karte, somit könnte es leichter sein ans Krankenhaus zu gelangen. Ich schreibe listen und beobachte wie Mareike ein paar Sachen flickt. Sie lächelt nicht, seit 3 Tagen ist der Alte schon im Fieber. Eine Lungenentzündung wie es scheint. Er macht mir Sorgen, lange wird er das nicht mehr mit machen. Ich fahre Morgen bei Sonnenaufgang los! Ihr Blick wird eisern und alle Farbe weicht aus ihrem Gesicht. Wenn wir noch weiter warten stirbt er, außerdem werden wir die Geräte und Bücher brauchen! Sie sagt nichts, sie muss auch nicht. Mir ist klar was Sie denkt. Ich werde nicht Sterben und ich lasse nicht zu das der Alte sich weiter quält! Tränen immer diese Tränen. Ich verstehe. Sie wischt sich die Tränen aus dem Gesicht. Tue was du Tuen musst. Der restliche Abend war von Stille durchzogen.

Ich beobachtete wie Sie immer wieder den Ring an ihrem Finger dreht. Es werden maximal drei Tage, mehr nicht. So lange würde der Trip unter Idealbedingungen dauern. Ich verschweige ihr das ich mir wegen der Straßen und Gelände Lage massiv Sorgen mache. Du kommst wieder, Verstanden! Sie sieht mir direkt in die Augen. Verstanden! Wage ja nicht da draußen wegen irgend so einer Dummheit drauf zu gehen! Unsere Köpfe berühren sich. Ich werde Vorsichtig sein, Versprochen. Tränen laufen über ihre Wangen. Idiot! Mit diesem Wort küsst sich mich.

Mir gehen hunderte Gedanken durch den Kopf, werde ich alles finden, welche Probleme könnten auftreten außer diese Dinger. Ich bin nun schon 3 Stunden auf dieser Landstraße, links und rechts wechseln sich kleine Wäldchen mit voll im Korn stehenden Feldern ab, die von niemanden mehr abgeerntet werden. Auf den Rückweg werde ich ein Sack voll Weizen mit nehmen. Endlich mal wieder Brot wäre toll. 7 Stunden hat die Fahrt gedauert. Ich versteckte den Wagen in einer Wellblechhütte am Rande der Stadt. Von nun an war Stille das oberste Gebot. Erst mussten die verbliebenen Untoten beseitigt werden damit ich gefahrloser mit dem Wagen zum Krankenhaus käme. Und dann musste eine Route durch die Stadt soweit Frei sein das ich auch tatsächlich mit dem Wagen bis dahin gelangte. Das Zweite sollte der einfachere Part sein einpuppte sich aber nach Begutachtung der Straßen als äußerst schwierige Angelegenheit. Die einzige halbwegs freie Route durch die Stadt würde mich mindestens 2 Stunden kosten und bis dahin wäre es Dunkel. Zudem Führt sie einmal kreuz und quer durch die gesamte Stadt.

Aber erstmal diese Dinger. Es sind nur noch Wenige, viel zu wenige für so eine Stadt, die noch am Unleben sind. Anders kann man das nicht Ausdrücken. Das macht die Sache einfacher, vorerst. Das Krankenhaus ist schon in Sicht, als ich die mir so vertrauten Geräusche eines LKW Motors höre. Mal kommen sie näher mal entfernen Sie sich. Und immer wieder sind einzelne Schüsse zu vernehmen. Irgendwer macht dort entweder Jagt auf irgendjemanden oder Sie locken diese Dinger zu sich und legen sie um. Zweiteres wäre besser für mich da sie mir dadurch eine menge Arbeit ersparen mich selbst um die Restlichen Untoten zu kümmern.

Vorerst verebbten die Geräusche, ich war sicher genug um das Krankenhaus zu erkunden. je mehr ich Vor Einbruch der Nacht zum Eingang schaffen konnte desto schneller sollte ich wieder bei Mareike und dem Alten sein. Es sah schlimm aus, Überall waren noch Blut und Reste menschlicher Körper. Das Lager, Notaufnahme und Kinder sowie Säuglingsstation, Wäre mein Russisch besser wäre es leichter, so irre ich etwas Plan und Ziellos durch die Gänge und Sammel ein was ich finden kann. Ampullen, Spritzen, Verbandszeug, Scheren, Blutkonserven, Antibiotika aller Art, Schmerzmittel. Nach 2 Stunden hatte ich alles, alles bis auf ein Gerät, ein mobiles Ultraschall. Die Entbindungsstation, jedenfalls deutet der halb verblasste Aufkleber eines Babys mit Nabelschnur das an, war meine Letzte Hoffnung. Ich wäre ungerne nur wegen diesem verdammten Ding nun noch nach Novo gefahren. Das wollte ich unbedingt vermeiden.

Der Gestank von Tot und Verwesung, so etwas grauenhaftes, zu meinem Glück war ich alleine. Unvorstellbar wäre Mareike mit gekommen. Dieser Anblick hätte Sie zerbrochen. Sie sahen aus wie Dominik nur kleiner winziger, fahl und Sie bewegten sich teilweise noch. Die kleinen Leiber greifen und winden sich in ihren Kästen. In der Mitte des Raumes standen Sie, Drei Stück an der Zahl, die mir von Dominiks Geburt noch bekannten Monitore mit all den Gerätschaften. Langsam ziehe ich die Geräte aus den Raum.

Heut ist echt nicht dein Glückstag! Er hält mir ein Revolver an den Hinterkopf. Ich sah und Hörte ihn nicht, zu sehr war ich darauf bedacht, die Apparaturen aus der Säuglingsstation zu bergen. Ich war zu weit gekommen um jetzt hier zu Sterben.

Das letzte was Er noch sah, war wir sich die Klinge des Jagdmessers, durch seinen Kiefer bohrte. Er hatte nicht damit gerechnet. Der Kampf dauerte gerade mal 1 vielleicht 2 Minuten. Das Fatale war nur der einen Schuss den er abgeben konnte als ich nach unten Sackte um ihn von den Beinen zu Hohlen.

Ich wartet in der eine Ecke des Ganges, Sie auf der anderen Seite. Die Winchester des Alten war gut, er hatte reichlich Munition für Sie. Gemessen an den bereits 3 Toten ohne Waffen, war ich im Vorteil. Sie waren zu aufgebracht, zu laut, Sie stritten was sie nun tuen sollten. Einfach gehen kam ihnen nicht in den Sinn. Gib auf Man! Wir werden dich Ausweiden! Du kommst hier nicht mehr Raus man! Er lehnte den Kopf leicht um die Ecke, sein Fehler. Wir werden dich ES… Sein Hirn verteilte sich zusammen mit den Überresten seines Gesichtes im Gang, gurgelnd sackte er nach vorne. Ihr seid nur noch 2, geht einfach oder endet wie die Anderen! die Zeit verging und die letzten Sonnenstrahlen berührten gerade noch so die Oberkante der Fenster. Ich weiß nicht warum die beiden verbliebenen wie Wahnsinnige schreiend mit erhobenen Äxten in den Gang stürmten. Aber zwei Salven aus der Winchester später sackten auch Sie in sich zusammen.

Mein Puls rast, ich hatte mehr Glück als ich Verstand besitze oder diesmal einen Schutzengel der auch was unternommen hat. Die Sachen sind alle unten im Eingangsbereich. Leider ist es nun zu Dunkel um noch los zu kommen. Die Tote Bande oben hatte zu meiner Überraschung den LKW direkt vor dem Krankenhaus geparkt. Die Ladefläche frei von allem störenden. Sogar die Schlüssel waren noch im Zündschloss. Ich Lud alles auf und verstaute und sicherte die Sachen so gut ich konnte. Sie hatten zuviel Munition an diese Dinger verschwendet, dass war es was mich Rettet. Ich werde Mareike nichts hiervon erzählen.

Die Sonne schob sich Langsam zwischen die Schluchten der Gebäude und überflutete die Straßen mit Licht. Die Nacht verbrachte ich Überwiegend damit die Anliegenden Gebäude noch nach Nahrung zu durchsuchen. An Schlaf war erst wieder Daheim zu denken. Daheim dieses Wort, ich dachte nicht das ich je wieder einen Ort auf dieser verdammten Erde mein Heim nennen würde. Ich hatte alles.

Die Fahrt raus aus dieser verfluchten Stadt gestaltete sich wie ich erwartet hatte, schwierig. Überall trümmer, Autowracks, Unrat, Alte Möbel. Der LKW hielt dem meisten Stand. Hinzu kam das ich noch nie so ein Teil gefahren bin. Ich kam nur schleppend voran und die Sonne stand hoch als ich endlich bei dem Blech verschlag war wo der kleine Laster stand. Ich lud alles um, der Laster war besser zu handhaben. Und in einem weit weniger Desolaten Zustand wie der LKW.

Sie küsste mich, fluchte und weinte. Ich habe schon seit sehr sehr langer Zeit kein so warmes und zufriedenes Gefühl mehr empfunden wie in diesem Augenblick.