Gaming – DayZ SA Tagebuch: Verschleppt und ohne Hoffnung

Severograd war ein Reinfall. Nichts nur Ruinen, dafür bin ich also 2 Wochen unterwegs gewesen. Ein paar Konserven deren Haltbarkeitsdatum schon vor Monaten abgelaufen sind. Die mit aufgebeultem Deckel blieben direkt da wo ich Sie fand.

Es ist vermessen aber Vielleicht finde ich noch etwas im Umkreis von Chernogorsk, laut Karte sind dort einige grössere Ansiedlungen. Ich brauch endlich ein Zelt. Dieses Wochenlange unterwegs sein und Jagen ohne Rückzugplatz zerrt an meinen Nerven. Der Regen, die Kälte und die Nächte lachen mich aus.

Ich peile mit Kompass und Sonnenstand die ungefähre Richtung an und mache mich auf den Weg. ein 3 Wochen Marsch durch die Hölle, vorbei an Novy Sobor und einigen kleineren Dörfern deren Namen ich auf der Karte nicht mehr lesen kann. Ich brauch auch eine neue Karte. Die hier besteht eigentlich nur noch aus Fetzen.

Ich musste die meiste Zeit gehen verdammte Schuhe, verdammtes Wetter, verdammte Dinger, sie sind überall. Aber mittlerweile kann ich schon Novy Sobor sehen. Wenn mein Kompass mich nicht angelogen hat, manchmal tut er das nämlich mit absoluter Freude einfach in die falsche Richtung zu lenken, ich glaube mein Kompass hasst mich oder ist schlicht und einfach Defekt.

Das Ortsschild steht noch und tatsächlich Novy Sobor. Ich höre noch die Geräusche eines Motors dann schlägt mein Kopf wie von selbst und ohne mein zutun auf dem harten Asphaltboden auf. Das war es wohl mit mir. Alles wirkt wie im Nebel. Ich höre noch wie jemand etwas in Russisch von sich gibt und verstehe noch ein нет. Das letzte was ich Sehe sind Stiefel die auf meine Augen zu sausen. Schwärze empfängt mich.

Ich versteh kein Wort. Die ersten Menschen seit Wochen und dann das. Der Stiefel hat gute Arbeit geleistet, ich sehe so gut wie nichts auf dem rechten Auge. Es pocht und Schmerzt. Ich bin in so was wie einem Verschlag. Fahles Licht dringt durch eine Ritze und sorgt so wenigstens für etwas Licht.

Meine Gedanken rasen, geknebelt mit Socke und Klebeband, die Socke muss wochenlang getragen worden sein, der Geschmack nach Schweiß und Dreck lässt mich ständig würgen. Beine und Hände sind ebenfalls gefesselt. Doch was mich am Meisten an meiner Situation beunruhigt ist die Tatsache das ich Hänge, zwischen meinen Händen hängt ein Haken und meine Zehen Spüren unter Sich nur Luft. Wie erfreulich das doch ist. Nackt an einem Haken zu hängen.

Ich hätte das mit der Drehung sein lassen sollen. Jetzt kommt mir der Geschmack der Socke gar nicht mehr so Übel vor, zumal er sich nun mit Erbrochenem gemischt hat. Ich hänge nicht alleine hier und sollte Wohl froh sein noch am Leben zu sein. Die beiden Körper neben mir sprechen eine deutliche Sprache. Sofern man noch von Menschlichen Körpern reden kann. Die Überresten bestehen zum größten Teil nur noch aus Armen mehr Knochen als Fleisch, Kopf und Brustkorb.

Panik zum ersten mal seit Monaten habe ich echte Panik, einer von denen die mich gefangen haben war eben im Verschlag. Er grinste lies mich aber ansonsten in Ruhe. Ich werde dieses Grinsen wohl nie wieder vergessen. Kaum Zähne, Vernarbt, und Blutunterlaufene Augen. Die ganze Zeit während er von den Überresten der Frau den zweiten Arm vom Fleisch befreite.

Seine Augen Funkeln, als er mich endlich Anspricht, er grinst Русский?, mein Russisch ist so gut wie nicht vorhanden. Wieder grinst er. Русский?, jetzt verstehe ich und schüttel so gut es geht mit dem Kopf. Er schaut komisch, legt mir das Messer an die Wange und Zieht an der Socke so das ich Sprechen kann. Ich Huste, er greift nach seiner Wasserflasche und Schütte mir ein Schwall in den Mund. Unter husten und würgen bekomm ich gerade so Немецкий! heraus.

Er grinst und schiebt die Socke zurück in meinen Mund und wickelt neues Klebeband drum. ah Deutsch bissel kann sein grinsen wurde breiter. Die Da Japaner, geweint nur geweint. Du anders, du mehr Fleisch. Er macht einige weitere Schnitte an der Frau. gefickt tagelang, hat gequiekt wie свинья. War Frau von dem. er Deutet mit dem Messer auf die knöchernen Überreste in der Ecke. Japan zäh, aber hatte feste Titten.

Ich wünschte ich wäre weiter Ohnmächtig geblieben oder Sie hätten mich gleich getötet. Eine Woche ungefähr häng ich hier nun schon. Von der armen Frau sind nur noch Knochen übrig. Warum ich noch Lebe verstehe ich nicht. Immer wieder kam der Grinser und Schnitt an ihr rum. Und jedesmal erzählte er wie Sie sie gefangen hatten. Gefoltert, Vergewaltigt und dann schließlich als von ihrem Ehemann nichts mehr da war getötet hatten. Ich wäre der nächste. Das wusste ich.

Sie schrie, so etwas zu hören lässt einen Wahnsinnig werden. Ich kann nichts machen, hänge noch immer hier. Sie hört sich jung an. Schreit ohne Unterlass, ich höre wie Sie sie schlagen, vergewaltigen und ihr drohen. Sie schreit und schreit, ich wünschte Sie wäre still. Ob Sie begreift was ihr droht? Während ich in meinen Gedanken hänge fallen Schüsse. Schüsse, bedeute das etwa auch Rettung für mich?

Ein Paar der Schüsse durchschlagen den Verschlag der Holzbalken an dem der Haken hängt bekommt etwas ab. Er Splittert leicht. Wenn die Kannibalen draußen alle umgelegt werden weiß niemand das ich hier bin. Sie sind nicht dazu gekommen das Mädchen in den Verschlag zu schleppen, Sie war die ganzen Zeit bei ihnen.

Stille. Alles ist Still, nur ich sonst niemand, keine Rettung. Die schreie verstummten, die Schüsse verstummten vor Stunden. Keine Rettung, ich Werde hier an diesem Balken hängend elendig verrecken. Der Balken, er Wurde angeschossen, vielleicht mit viel Wucht bricht er und ich komme so Frei.

Die Überreste der Frau landeten auf mir als ich samt Balken zu Boden gehe. Mit dem Hakenende bekomme ich das Klebeband von den Händen. Frei, am verhungern aber Frei. Vorsichtig pirsche ich von der Tür zu einem der Büsche. Ich bin in der Nähe des Strandes im sowas wie einem Sumpfgebiet. Die Lagerstätte der Kannibalen ist restlos geplündert und verwüstet. Alles was ich finden konnte war eine Jeans Hose, ein weißes Unterhemd und Turnschuhe die gerade so passen. Keine Leichen nichts. Nur das Lagerfeuer deutet noch an das hier jemand war. Der Regen verwischt schon die Spuren des Kampfes. Und Blut rinnt zusammen mit dem Wasser Richtung Strand. Ich habe Nichts, meine Sachen sind Weg und ich stehe an einem Strand an dem ich noch nie war. Ich werde sterben.