Gaming – DayZ SA Tagebuch: Spitzenunterwäsche und eine Plattennadel

Ich habe mich von meiner Krankheit soweit erholt das ich eigentlich wieder los ziehen kann. Ich muss unbedingt eine Plattennadel finden. Das Milchpulver für Elias ist auch alle. Und wir alle könnten neue Sachen gebrauchen, was ist egal. Ich würde Luzie zu gerne mitnehmen aber Mareike ist dagegen, sie sei noch zu Jung. Sie Drückt mir ihre Liste in die Hand.

Was wir unbedingt brauchen:
Milch/Milchpulver
Obst/Gemüse
Batterien
Dosenöffner
Stoffe, Hosen, Hemden, Unterwäsche
(Ich brauche neue BHs Größe D)
Nähzeug
Werkzeug
(Säge, Seitenschneider, Nägel, Hammer, Zange usw.)
Tierhäute
Pflegeprodukte
Spülmittel

Eine ganz normale Einkaufsliste. Fehlt nur Brot und Butter. Ihre Augen funkeln mich an. All die Sachen sollten doch zu finden sein! ihr Zeigefinger Tippt auf den Zettel. Und das da darfst du auf gar keinen Fall vergessen! sie deutet auf die Randnotiz mit der BH Größe. Ich muss unweigerlich grinsen. Und was ist wenn ich nur C oder B Größen finde? Ihr blick wirkt etwas giftig. D! Ich drücke ihre Brüste etwas Hoch. Aber C würde sie doch eher So aussehen lassen. Das funkeln in ihren Augen wird stärker und sie schnaubt leicht gereizt. Wenn du sie auch in Zukunft weiter anfassen willst, bring Größe D! Ich küsse sie auf die Wange und stecke den Zettel in eine der Seitentaschen der Weste. Im gehen fällt mir noch eine kleine Spitzfindigkeit ein und ich rufe ihr, mit einem Grinsen im Gesicht, zu. Mareike und was ist wenn das alles aus einem Puff kommt? Ihr Gesicht wird rot WAG ES JA NICHT! Normale Unterwäsche! Ich notiere mir das Gedanklich und werde wohl gesondert ausschau nach Spitzenunterwäsche halten.

Der Weg zurück in die Zivilisation ist etwas beschwerlicher als ich es in Erinnerung habe. Der Laster schnaubt und schnaubt, während der Motor elendig aufheult, bei den kleinsten Steigungen. Ich werde ihn wohl bald erneuern dürfen, dass heißt ich werde Öl und andere Motorteile brauchen. Als erstes steuere ich Kamensk an. Der kleine Ort ist schnell durchsucht. Obstkonserven und Werkzeuge aller Art landen nach wenigen als 1 Stunde im Laster. Ich überlege ob es schlau war ohne Waffe und nur mit Axt, Jagdmesser und Machete bewaffnet losgezogen zu sein.

Man könnte fast meinen so ein winziger Ort wie Polesovo hätte nichts zu bieten aber das es hier tatsächlich so etwas wie eine Puff gegeben haben muss oder jemand hatte einfach nur einen exquisiten Unterwäsche Geschmack. Eins von beiden muss es wohl gewesen sein. Jedenfalls habe ich was Mareike wollte und was ich wollte. Meine Phantasie schlägt Purzelbäume und ich bin fast gewillt sofort umzudrehen, aber Sie würde mir den Kopf mächtig gerade rücken, wenn ich nur mit der halben Liste, nach nur 1 Tag, zurück kommen würde. Ich verstaue den Koffer besonders gut im Laster. Ob es eine gute Idee ist auch die Lederpeitsche mit zu nehmen, mag ich zu bezweifeln aber wer weiß wofür man sie noch brauchen kann, außer für das offensichtliche.

Als ich mit Grishino und Kabanino durch bin habe ich, bis auf Milchpulver und Seife, alles, alles bis auf meine Plattennadel. Die nächst größere Stadt in der nähe ist Vybor. Ich habe von ein zwei Reisenden nicht viel gutes über Vybor gehört und es daher bisher immer gemieden. Es ist später Nachmittag als ich endlich in Vybor ankomme, den Laster verstecke ich in einem kleinen Wäldchen. Während ich Vybor durchsuche sehe ich in der Ferne schon die Rauchschwaden eines Feuers. Und zu allem Überfluss, wie sollte es auch anders sein Regnet es. Vor einem Büro komplex hatten mehrere Männer und eine Frau ihr Lager aufgeschlagen und trieben Handel. Die Frau die sich als Maria herausstellte war etwas Seltsam, Sie redete unentwegt mit einem Teddy. Ich muss an Dominik denken. Während einige sich Lautstark mit einem Sheriff unterhielten, kam ich selbst in die Gelegenheit etwas Handel zu treiben. Er interessierte sich für mein grünes Mundtuch. Ich hatte es nur durch Zufall dabei und es störte mich auch die meiste Zeit mehr als das es mir irgendwie nützte, so überließ ich ihm es einfach. Er war sichtlich erfreut.

Was mich weniger Erfreute waren die Schüsse und der anschließende Tumult, da ich ungerne in ein Gefecht mit irgendwelchen verrückten geraten wollte, beschloss ich Vybor erstmals wieder zu verlassen und mein Glück in Stary und Novy Sobor zu versuchen, ich brauche unbedingt diese Plattennadel. Ohne werde ich nicht zurück fahren.

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Ich habe nun genug Milchpulver und auch die Seife, nur eine Plattennadel fehlt und Waffen. Ich Steuere den Laster zurück Richtung Vybor und fahre erstmals zum Flugplatz. Er ist verlassen, in einem der Hangar entdecke ich ein kleines Blutbad. 3 Leichen, von Kugeln durchsiebt. Das meiste ist Zerstört, nur eine AK101 sieht noch brauchbar aus, ich sammel an Munition ein was ich tragen kann und breche Richtung Vybor auf. Während ich Vybor abermals durchstreife, fällt mir ein Lagerfeuer bei der Tankstelle auf, da ich meine Plattennadel und noch immer kein Magazin für die AK gefunden hatte, hoffte ich dort eventuell eins von beiden finden zu können. Es war eine kleine Gruppe von Männer am Lagerfeuer. Zwei der dort anwesenden waren gänzlich in Tierhäute gekleidet und waren nur mit Feil und Bogen bewaffnet. Ich musste bei ihrem anblick an Silas und Jurij denken. Was wohl aus den beiden geworden ist? Kaum einer stellte sich namentlich vor und zu meinem Glück wollte einer der beiden Indianer, jedenfalls redet er wie einer, so als hätte er es aus alten Western Filmen abgeschaut, mich Berühren. Es amüsiert mich und nach ungefähr einer Minute willige ich dann auch nach nochmal liegen Bitten von ihm ein, mich von ihm berühren zu lassen. Er murmelt etwas und schüttelt dann mit dem Kopf, er scheint enttäuscht zu sein.

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Ich setze mich ans Feuer und beobachte wie die beiden mit dem Bogen üben und kurze Zeit später von dannen ziehen, die beiden anderen Verhandelten währenddessen die ganze Zeit über verschiedene Sachen. Ein zwei mal bot ich das zweite Fernglas an was ich bei den Leichen fand. Aber anscheint wollte es niemand gegen ein AK101 Magazin tauschen. Ich versuchte auch in Erfahrung zu bringen ob jemand einen Plattenspieler oder Plattennadeln hätte aber bekam nur verwundertes erstaunen als Antwort. Die Dämmerung tauchte die Szenerie in ein beinahe unheimliches Licht. Das Flackern des Feuers und die Gesellschaft wahren wohltuend, ich kramte nach meiner Bibel und las während die anderen ihre Tauschgeschäfte beendeten. Nach ungefähr 1 Stunde war das feuer soweit runter gebrannt das es unsinnig war noch weiter zu bleiben. Ich stellte das für mich überflüssige Fernglas auf den Boden, bedankte mich bei den noch anwesenden für die nette Zeit und Suchte mir innerhalb von Vybor ein Lager für die Nacht. Im ersten Stock eines Doppelhauses fand ich dann ein annehmbares Bett. Ein Apfel für den kleinen Hunger und noch eine Zeile aus der Bibel dann schlief ich, gut verbarrikadiert.