Musikverständnis – wie man sich Feinde schafft.

Iris Hanika schreibt unter Wie halten die Leute das aus? Ihre Meinung zur Musik runter.

Ich frage mich, wie die Leute das aushalten, die Musik den ganzen Tag. Ich meine damit die Beschallung, die permanente Beschallung, und speziell meine ich den Techno-Dreck

Damit stellt sich Iris Hanika im der Standard vor und schießt sich gleichzeitig selbst ins Knie.
Aber bevor ich mir eine Meinung zu ihrer Meinung bilde, erstmal wer ist diese Frau? Und warum findet es der Standard gut ihren Text zu veröffentlichen?

Iris Hanika ist Schriftstellerin und im Oktober 62 geboren, sprich sie ist etwas Älter. Was schon einmal Erklärt warum Sie Techno als Dreck tituliert. Und ich finde zurecht nun für ihre Aussage von allen die mehr oder weniger mit Musik an sich zu tun haben nun quasi, wie man in unserer Modernen Welt sagt: Einen Shitstorm erntet in der alten Welt würde man einfach sagen, nun von allen seiten aufs Maul bekommt.

Ganz speziell frage ich mich natürlich, wie die Tochter meiner Nachbarn unter mir, die Leute, die im linken Nebenhaus im Dachgeschoß, und die, die zwei Häuser nach rechts im dritten Stock wohnen, das aushalten, aber ich frage mich sowieso, warum die sich Techno nicht in der Disco („Club“ ) anhören, sondern daheim in ihren Wohnzimmern, die doch Rückzugsorte sein sollten, wobei es sich bei der Wohnzimmerversion auch noch um besonders dumpfbackige Varianten dieser sogenannten Musik handelt.

Mann merkt schon im ersten Absatz worum es der Frau wirklich geht. Ihr Nachbarn sind ihr zu laut, und da sie nun mal ist wer Sie ist. Bis vor diesem Artikel kann ich die Dame nicht, Demnächst wird sie wohl die halbe Welt kennen, wenn nicht schon passiert. Also Frau Hanika warum reden Sie dann nicht mit ihren Nachbarn, sondern nutzen die Gelegenheit und rotzen ihre eigenste private Meinung über eine Musikrichtung die weit Älter ist als Sie denken. in eine digitale Zeitung? Ich will der Dame ihre Meinung nicht verbieten, Wenn sie Techno Musik (Nicht mal Definiert welche Techno genau 🙂 ) nicht mag dann ist das ihre Sache.

Womit die gute aber nun leben muss ist, So etwas unqualifiziertes in der Standard zu kippen nur zu einer Reaktion führen kann. Verbale Schläge aus allen Richtungen.

Beklemmungen in der Herzgegend, der ganze Körper im Alarmzustand, dadurch Atemnot. Weil einem das Herz tatsächlich abgedrückt wird. Darum verstehe ich auch ganz und gar nicht, warum die Techno-Umzüge ausgerechnet „Love Parade“ hießen. Wie soll sich in einem mit eisernen Ringen zusammengedrückten Brustkorb die Liebe entfalten können?

Ihnen geht es dabei Vielleicht so 🙂 Aber nicht einer ganzen Generation von Menschen die mittlerweile alle Erwachsen sind. Die sich dabei Freier fühlen als sonst im alltäglichen Korsett der Arbeit und dessen was die Generation vor uns Als Leben bezeichnet haben.

Es ist der Soundtrack der Verblödung, wobei zu fragen wäre, was zuerst da war. Muss man verblödet sein, um sich schon am helllichten Tag diesem Frontalangriff auf die Grundfunktionen des Körpers auszusetzen, oder verblödet man erst, indem man das tut? (…) körperliche und seelische Unversehrtheit nicht hinnehmen wollen.

So dachte ich. Es kann sein, dass diese Theorie schon längst im Umlauf ist, und es kann auch sein, dass man solche Ideen nicht „Theorie“ nennen braucht, weil sie sowieso unmittelbar jeder hat.

Mein Verdacht ist, dass dieses Bedürfnis nach Krach daher rührt, dass die Leute, die ihn schätzen, schon im Säuglingsalter (…), um sie nicht diesem Gequietsche auszusetzen.

Stellungnahme:
(…) Es handelt sich hierbei ausschließlich um die höchst persönliche Meinung der Autorin, die sich in ihrem Text über Techno-Musik und Mega-Events mokiert, sich aber in diesem Text sicher nicht über die Duisburger Todesopfer lustig macht.

Ähm doch macht Sie, sie setzt die Todesopfer der Massenpanik gleich der Musik die angeblich daran schuld ist. Wie sonst hat man Folgendes zu werten, also nicht genau das?

Irgendwann wurde die Love Parade ins Ruhrgebiet verlegt, das mit seinen Industriebrachen sowieso besser für sie geeignet war, und nachdem die letzte Love Parade vor drei Jahren in Duisburg mit einundzwanzig Toten und fünfhunderteinundvierzig Verletzten endete, war auch den zugedröhnten Vollidioten klar, dass sie in Wirklichkeit kein Spaß war, sondern die Hölle.

Sie macht sich Lustig. Zwar sagt sie es nicht Explizit aber, ihre Formulierung lässt da keine anderen Schluss zu. Es kann sich von mir aus an dieser Stelle 1000 mal um höchst persönliche Meinung der Autorin handeln. Wer so etwas so Formuliert in ein Zeitung klatscht bewegt sich mit seiner Argumentation ganz ganz nach am Bild Niveau und ich kenne Niemanden der sich gerne im Dunstkreis der Bild aufhält.

Außerdem gleicht ihr gesamter Beitrag im Grunde nichts anderem als das Was Post von Wargner in die Bild scheißt, Polemischer Blödsinn, gepaart mit eigener Meinung. 🙂

Und da es sich hierbei ja um Techno und so dreht. Gibt es jetzt noch genau das auffe Ohren. Und zwar in der Ruhigsten Form die ich kenne.
Ambient-Techno-Tribute : 1991-98

  1. Reload & E 621 : The Biosphere – 1993
  2. Plastikman : Drp – 1993
  3. Reload : Rota link – 1993
  4. Reload : 1624 try 621 – 1991
  5. Aphex Twin : I – 1991
  6. Aphex Twin : Tha – 1993
  7. The Orb : Little fluffy clouds – 1991
  8. Jedi Knights : The thruth – 1996
  9. Reload : The biosphere (Global communication remix) – 1993
  10. Robert Leiner : Out of control – 1994
  11. The Black dog : Chase the Manhattan – 1996
  12. Reverend’s speech
  13. Autechre : Second bad vilbell – 1996
  14. Speedy J : Patterns – 1997
  15. X-102 : The rings of Saturn – 1992
  16. Orbital : Halcyon on + on – 1992
  17. A conversation with Ricki Lee Jones – PBS
  18. Orbital : Out there somewhere ? – 1996
  19. Boards of Canada : Aquarius – 1998
  20. Carl Craig : Mind of a machine – 1994
  21. Autechre : Lowride – 1993
  22. Plaid : Milh – 1997
  23. AFX : (CAT 00897-AA1) – 1993
  24. L.F.O. : Simon from Sydney – 1991
  25. Cmetric aka B-12 : Void / Comm – 1996
  26. F.S.O.L. : Smokin japanese babe – 1994
  27. Warp 69 : Natural high (Global communication remix) – 1995
  28. John Beltran : Collage of dreams – 1996
  29. Leftfield : Melt – 1995
  30. Quote from 2001 a space odyssey

Damit hoffe ich verschwindet die Frau wieder in der Bedeutungslosigkeit.

Weiterer Lese Stoff: vice.com, Kraftfuttermischwerk, DER STANDARD – Jonas Vogt, DER STANDARD – Bernd Pekari

(Quellen: DER STANDARD – Iris Hanika)